Der emeritierte 67. Abt des Benediktinerstiftes Admont, Bruno Hubl, ist vergangene Woche verstorben.
Der spätere Prälat wurde als Franz Hubl am 17. März 1947 in Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) geboren und wuchs am landwirtschaftlichen ...
Der emeritierte 67. Abt des Benediktinerstiftes Admont, Bruno Hubl, ist vergangene Woche verstorben.
Der spätere Prälat wurde als Franz Hubl am 17. März 1947 in Kirchdorf an der Krems (Oberösterreich) geboren und wuchs am landwirtschaftlichen Betrieb seiner tiefgläubigen Eltern auf, umgeben von einer ihm bis zuletzt sehr verbundenen Geschwisterschar. Durch Vermittlung des ehemaligen Pfarrers von Pettenbach, der als Abt Koloman Holzinger OSB seit 1956 in Admont amtierte, kam das aufgeweckte Kind Franz ins Internat und später ins Juvenat des Stiftes Admont in der Steiermark. Stets ein fleißiger Schüler, maturierte er am Stiftsgymnasium und begann danach sein Noviziat in der benediktinischen Gemeinschaft. Abt Koloman ernannte den jungen Mitbruder zu seinem Zeremoniär. Da Hubl das Theologiestudium in Salzburg sehr rasch abschloss, musste aus Rom eine Dispens erbeten werden, womit Frater Bruno am 15. August 1969 die feierliche Profess ablegen konnte und am 27. Juni 1971 in der Stiftskirche zum Priester geweiht wurde. Seine pastoralen Stationen waren: Kaplan von Admont (1971–1983), Pfarradministrator von Selzthal (1982–1995) und Pfarrer von Admont (1995–1996), Seelsorger in St. Gallen, Altenmarkt und Unterlaussa (2017– 2019) und Vikar in Frauenberg und Hall (2020–2022).
1978 ernannte Abt Benedikt Schlömicher OSB den erst 32-jährigen P. Bruno zum Prior des Stiftes Admont, ein Amt, welches er 18 Jahre lang voller Elan und Umsicht ausübte. Am 1. August 1996 wählte das Kapitel des Klosters P. Prior Bruno zum 67. Abt von Admont. Fortan war er in zahlreichen kirchlichen und wirtschaftlichen Gremien und Vorständen auf weiter Ebene tätig. Erwähnt seien hier nur sein Wirken im Kongregationspräsidium (1999–2009) und seine Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied der GRAWE AG (1999–2019). Mit seinem 70. Geburtstag endete seine Amtszeit als Abt von Admont und er emeritierte im Jahr 2017. Abt Bruno war als Firmspender über die Grenzen der Diözese hinaus bekannt und gefragt. Neben seiner Liebe zur feierlichen Liturgie war er auch ein leidenschaftlicher Prediger. Das Finden des „Amen“ am Ende einer Predigt fiel ihm nicht immer leicht. Sein Humor, sein schallendes Lachen und das Interesse an den Menschen machten ihn zu einem leutseligen, offenherzigen und nahen Priester. Als Abt war er für seine Großherzigkeit und Großzügigkeit weitum bekannt. Abt Bruno hat stets die Verbindung zu seiner Familie, seinen Eltern und Geschwistern, gelebt und geliebt.
Ausgezeichnet hat ihn eine konsequente Treue zum Chorgebet, zur Feier der Eucharistie und zur klösterlichen Gemeinschaft, auch als er bereits auf eine begleitende Pflegerin angewiesen war, die er aufgrund seiner rapid voranschreitenden Alzheimererkrankung und einiger körperlicher Gebrechen brauchte. Der Bruch des Oberschenkelhalses und ein darauffolgendes akutes Nierenversagen leiteten den Sterbeprozess des Altabtes ein. Letztlich übergab Altabt Bruno Hubl nach einem erfüllten Leben als Benediktiner und Priester am vergangenen Freitag, dem 27. Februar, in die Hände Gottes. Eine Totenvesper findet heute, Freitag, dem 6. März um 17 Uhr in der Stiftskirche Admont statt. Das heilige Requiem feiert die Gemeinde ebenfalls in der Stiftskirche morgen, Samstag, dem 7. März um 13 Uhr. Gemäß seinem Wunsch erfolgt die Beisetzung in der Äbtegruft der Pfarr- und Wallfahrtskirche Frauenberg an der Enns.