Seit fast einem halben Jahr läuft jetzt schon die Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Und die USA sind von einem Sieg wohl weiter entfernt als je zuvor. Anstatt des schnellen Regimewechsels sitzen die Mullahs fest im Sattel, egal wie schlecht es dem Land auch geht. Und sie ...
Seit fast einem halben Jahr läuft jetzt schon die Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Und die USA sind von einem Sieg wohl weiter entfernt als je zuvor. Anstatt des schnellen Regimewechsels sitzen die Mullahs fest im Sattel, egal wie schlecht es dem Land auch geht. Und sie trieben den Preis für die westliche Welt in Sphären, mit denen niemand gerechnet hätte. So ist der Iran immer noch in der Lage, Vergeltungsschläge gegen die Verbündeten der USA durchzuführen. Und durch die Sperre der Straße von Hormus wird die gesamte Weltwirtschaft in Geiselhaft genommen.
Wie schon so oft in der Geschichte garantiert eine überlegene Armee alleine noch lange keinen Sieg. Auch wenn die Luftschläge der USA noch ausgeweitet werden und die zivile Infrastruktur in Mitleidenschaft ziehen, die zentrale Bedrohung durch die Seeblockade werden die Iraner aufrechterhalten können. Damit treiben sie weltweit die Energie und Düngemittelpreise und haben auch den US-Präsidenten de facto in der Hand. Der hat nur die Wahl, den Niedergang der Wirtschaft weiter zu dulden oder aber eine Niederlage auf ganzer Linie einzugestehen. Beides ist angesichts der nahenden Wahlen in den USA für ihn eine Katastrophe.
Der Rest der westlichen Welt ist in Geiselhaft. Die steigenden Energiepreise treiben die Teuerung, die Rüstungsausgaben steigen in bisher unbekanntem Ausmaß und das Wirtschaftswachstum grundelt nahe der Nulllinie. Dabei warten wir eigentlich seit Corona jedes Jahr endlich auf eine Verbesserung der Lage. Aber leider kommen wir nur von einer Sackgasse in die nächste.
Franz Wallig