Spargelsilvester: Warum am 24. Juni Schluss ist
Mit dem 24. Juni endet traditionell die Spargelsaison in Österreich. Der Johannistag gilt deshalb auch als „Spargelsilvester“. Dass die Ernte genau an diesem Datum endet, ist Brauchtum. Der Grund liegt in ...
Spargelsilvester: Warum am 24. Juni Schluss ist
Mit dem 24. Juni endet traditionell die Spargelsaison in Österreich. Der Johannistag gilt deshalb auch als „Spargelsilvester“. Dass die Ernte genau an diesem Datum endet, ist Brauchtum. Der Grund liegt in der Pflanze selbst: Spargel ist eine mehrjährige Staude und braucht nach der Erntezeit Ruhe, um Kraftreserven für das nächste Jahr aufzubauen. Erst dann kann sie wieder kräftige Triebe bilden. Eine Spargelpflanze liefert über viele Jahre Ertrag, oft acht bis 14 Jahre lang. Grüner und wei- ßer Spargel gehören übrigens zur selben Pflanzenart. Der Unterschied liegt im Erntezeitpunkt: Solange der Spargel unter der Erde wächst und gestochen wird, bevor er an die Oberfläche kommt, ist er weiß. Grüner Spargel ist der Teil der Pflanze, der bereits oberirdisch wächst. Durch Sonnenlicht bildet er Chlorophyll – so bekommt er seine grüne Farbe. Etwas seltener ist violetter Spargel, dessen Farbe vom Pflanzenfarbstoff Anthocyan stammt. Rund 60 Prozent der österreichischen Ernte stammten im Vorjahr aus Niederösterreich, besonders aus dem Marchfeld. Wegen der kurzen Saison gilt Spargel als besonderes Frühlingsgemüse und lässt sich bis zum Saisonende zum Beispiel in Sommersalaten und Nudelgerichten verarbeiten.
Mehr Infos und Rezepte: landschafftleben.at/spargel