IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
05.06.2026 SportIm letzten Testspiel vor der WM-Endrunde feierte Österreichs Fußballnationalteam am vergangenen Montag vor 35.000 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion einen 1:0-Sieg gegen Tunesien. Die erste Halbzeit verlief dabei nicht nach dem Geschmack der heimischen Fans. Die Nordafrikaner ...
Im letzten Testspiel vor der WM-Endrunde feierte Österreichs Fußballnationalteam am vergangenen Montag vor 35.000 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion einen 1:0-Sieg gegen Tunesien. Die erste Halbzeit verlief dabei nicht nach dem Geschmack der heimischen Fans. Die Nordafrikaner verzeichneten drei Aluminiumtreffer und in der 37. Minute sah Konrad Laimer nach einem Handspiel bei einem Angriff als letzter Mann die rote Karte. In der zweiten Spielhälfte lief es dann um einiges besser und in der 63. Minute erzielte Marcel Sabitzer nach einem Zuspiel von Stefan Posch das vielumjubelte Siegestor. Nach der Partie gab Teamchef Ralf Rangnick den Spielern noch zwei Tage frei, ehe der ÖFB-Tross am gestrigen Donnerstag früh in Richtung Teamcamp nach Kalifornien abhob. Die Rangnick-Elf reist dabei mit drei Siegen aus drei Testspielen im Gepäck an.
Für Marko Arnautovic war das Match gegen Tunesien das letzte Länderspiel im Prater. Der 37-Jährige wird seine erfolgreiche Teamkarriere nach der WM beenden. Zur Premiere stand am 8. Oktober 2010 beim 3:0-Sieg gegen Aserbaidschan ein Doppelpack zu Buche. In weiterer Folge hat Arnautovic im Ernst-Happel-Stadion mehrfach Geschichte geschrieben. Am 25. September 2022 löste er mit seinem 104. Einsatz Andreas Herzog als Rekordspieler ab. Im Oktober 2025 löschte Marko Arnautovic mit vier Toren beim 10:0-Sieg gegen San Marino die Bestmarke von Anton Polster aus. Mit 45 Teamtoren stieg er damit zum nationalen Top-Torschützen auf. Das Match gegen Tunesien war sein 54. Einsatz im Ernst-Happel-Stadion, wobei er zwölf seiner Teamtore im Prater erzielte. Man kann zu Arnautovic stehen wie man will. Fakt ist, dass er als heimischer Spieler eine außergewöhnliche Karriere hinlegte und die WM ist nun der krönende Höhepunkt.
Mit seinem zweiten Platz beim 109. Giro d’Italia hat Felix Gall ein neues Kapitel in den Geschichtsbüchern des österreichischen Radsports aufgeschlagen. Für Gall, der bei fünf Etappen Zweiter wurde, ist der Erfolg beim Giro die Belohnung für Jahre intensiven Trainings und eine gewisse Genugtuung, obwohl der Podestplatz bei einer Grand Tour nicht ganz oben auf der Liste stand. „Ich habe das nicht als großen Traum gehabt. Ich bin eher jemand, der von Rennen zu Rennen blickt“, resümierte Felix Gall nach der Italien-Rundfahrt. Mit dem tollen zweiten Platz hat Österreichs Radheld seinen Marktwert noch einmal kräftig nach oben geschraubt. Mit den Giro-Punkten kletterte er in der jüngsten Weltrangliste auf Platz fünf. Das ist das beste Ranking eines Österreichers aller Zeiten.
Trotz einer 0:5-Auswärtsniederlage gegen die Hartberg Amateure hat der FC Schladming dank einer Niederlage von Pachern den Klassenerhalt eine Runde vor Schluss fix in der Tasche. Damit gehen die WM-Städter in ihre vierte Landesligasaison. Der Verein genießt zwischenzeitlich nicht zuletzt durch die tolle Atmosphäre im Stadion einen ausgezeichneten Ruf im steirischen Fußball. Damit ist Schladming auch ein echter Lichtblick in der zur Zeit düsteren Fußballlandschaft im Bezirk Liezen.