IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
29.05.2026 SportNach der 1:2-Niederlage in Ried sicherte sich Rapid Wien mit einem 3:0-Heimsieg im Rückspiel das letzte österreichische Europacupticket. Zum vorerst letzten Mal entsendet Österreich in der Saison 2026/27 fünf Mannschaften in die drei UEFA-Bewerbe. In der darauffolgenden Saison ...
Nach der 1:2-Niederlage in Ried sicherte sich Rapid Wien mit einem 3:0-Heimsieg im Rückspiel das letzte österreichische Europacupticket. Zum vorerst letzten Mal entsendet Österreich in der Saison 2026/27 fünf Mannschaften in die drei UEFA-Bewerbe. In der darauffolgenden Saison ist Österreich nur mehr mit vier Teams vertreten und die Qualifikation für eine Gruppenphase wird ebenfalls schwerer. Dieser Umstand wird sich künftig sicherlich auch finanziell negativ auf die Vereine auswirken.
Heuer hat der LASK als einziger heimischer Club eine Ligaphase fix in der Tasche. Bei einem Aufstieg in den beiden Champions-League-Play-off-Partien winkt sogar die historisch erstmalige Teilnahme an der Königsklasse. Bei einem Scheitern würde der Double-Gewinner in die Europa League wechseln. Vizemeister Sturm Graz startet Mitte Juli in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League in das internationale Geschehen. Sollten die Grazer die erste von drei Hürden meistern, wäre zumindest die Ligaphase in der Europa League abgesichert. Salzburg steigt am 6. August in die 3. Qualifikationsrunde der Europa League ein. Ein Aufstieg würde dabei garantieren, dass die Bullen auch im Herbst international vertreten sind. Für Austria Wien und Rapid beginnt die internationale Saison am 23. Juli in der zweiten Qualifikationsrunde der Conference League. Um den Sprung in die Ligaphase zu schaffen, müssen die beiden Wiener Traditionsvereine drei Runden erfolgreich überstehen.
Landesliga-Fixabsteiger DSV Leoben sorgte im Finale des Steirercups mit einem 4:1-Sieg gegen Landesligameister Tillmitsch für eine Riesenüberraschung. Mit dem Erfolg hat der ehemalige Bundesligist auch einen ÖFB-Cup-Platz fix in der Tasche. Richtig schlau wird man aus dem DSV Leoben aber nicht. Der Abstieg aus der Landesliga scheint den Verein nicht zu berühren. Man leistet sich weiterhin einen hauptberuflichen Manager und rührt auch auf dem Transfermarkt kräftig um. Laut Insiderkreisen hat man bereits zahlreiche Spieler von Bezirksvereinen kontaktiert und die dabei gebotenen Gagen sollen nicht von schlechten Eltern sein. Es wird jedenfalls interessant sein zu sehen, wie sich der Verein in der Oberliga Nord entwickelt.
In letzterer Klasse zieren die drei Bezirksmannschaften zwei Runden vor Meisterschaftsende das Tabellenende. Bad Mitterndorf steht bereits als Absteiger fest und muss damit nach sage und schreibe 16 Jahren den Weg in die Unterliga Nord A antreten. Durch den spannenden Abstiegskampf bekommt das heutige Bezirksderby zwischen dem ATV Irdning und dem SC Liezen zusätzliche Brisanz. Um zumindest die Chance auf den Relegationsplatz zu wahren, müssen die Irdninger das Duell gewinnen. Bei einem Punkteverlust ist der Abstieg fix. Der Drittvorletzte SC Liezen hat den sicheren Klassenerhalt mit zwei Matchbällen in der eigenen Hand. Sollten die Grün-Weißen am Ende aber auf dem Relegationsplatz landen, könnte es zu einem Horrorszenario kommen. Bei einem Scheitern in den Relegationsduellen gegen St. Margarethen (2. Unterliga Nord B) wäre in der kommenden Saison kein Verein des Bezirkes Liezen in der Oberliga Nord vertreten. Das wäre wohl eine einzigartige Situation in der Fußballgeschichte des Bezirkes Liezen.