IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
15.05.2026 SportMit einem 4:2-Sieg im Steirerduell in Hartberg wahrte Sturm Graz die Chance auf den dritten Titel in Folge. Ich war beim Spiel live dabei und dabei besonders von der fantastischen Unterstützung der Sturm-Fans für ihre Mannschaft beeindruckt. Mit dem Erfolg haben die Schwarz-Weißen ...
Mit einem 4:2-Sieg im Steirerduell in Hartberg wahrte Sturm Graz die Chance auf den dritten Titel in Folge. Ich war beim Spiel live dabei und dabei besonders von der fantastischen Unterstützung der Sturm-Fans für ihre Mannschaft beeindruckt. Mit dem Erfolg haben die Schwarz-Weißen zumindest den Vizemeistertitel fix in der Tasche und werden damit in der nächsten Saison Champions-League-Quali spielen.
Tabellenführer LASK erledigte mit einem 2:1-Heimsieg gegen Salzburg die Hausaufgaben. Wie in den vergangenen zwei Jahren kommt es jetzt am kommenden Sonntag zu einem Herzschlagfinale um den Meistertitel. Dass es für Sturm ausgerechnet im Klassiker gegen Rapid Wien um alles geht, sorgt noch für zusätzliche Brisanz. Fakt ist, dass die Grazer einen Sieg brauchen und die Linzer im Auswärtsspiel gegen Austria Wien verlieren müssen.
Für Coach Fabio Ingolitsch ist es eine angenehme Ausgangsposition: „Der LASK hat den Druck, er hat was zu verlieren. Die Kühbauer-Elf hat noch einen Schritt zu gehen, der ist aber oft der schwerste.“ Der Trainer hofft, dass dem Leader bei der Austria die Nerven einen Streich spielen: „Wir müssen aber auf uns schauen und das Spiel erst einmal gewinnen. Daheim werden wir sicher von unseren tollen Fans getragen. Wir müssen ein gewisses Risiko nehmen, aber Harakiri spielt es gegen Rapid nicht“, so Ingolitsch.
Mit der 1:2-Niederlage gegen den LASK ist Salzburg an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Erstmals seit dem Einstieg von Red Bull 2005 wird man die Saison in der Bundesliga nicht in den Top-Zwei beenden. Auf alle Fälle eine sportliche Katastrophe, und Trainer Daniel Beichler muss nun wohl gehörig um seinen Job zittern. Gemessen am Punkteschnitt war sogar sein Vorgänger Thomas Letsch besser als der Steirer.
Was niemand hoffte und zwischenzeitlich auch keiner mehr glaubte, ist nun eingetreten: Nach dem 2:2-Unentschieden gegen Altach muss der GAK in der letzten Runde auswärts gegen BW Linz im direkten Duell um den Klassenerhalt kämpfen. Den Rotjacken genügt in dem Match ein Remis, aber das wird gegen die Linzer vor einem ausverkauften Stadion alles andere als leicht. Ich finde es schade, dass eine der beiden Mannschaften absteigen muss. Die zwei Vereine gehören aufgrund ihrer Struktur und den Fans in die erste Bundesliga.
Für den GAK hätte ein Abstieg neben dem sportlichen Aspekt auch wirtschaftlich fatale Folgen. Die Grazer stehen seit dem Wiederaufstieg in der Saison 2023/24 finanziell auf gesunden Beinen. In der zweiten Bundesliga müsste man sowohl finanziell als auch in Bezug auf den Spielerkader drastische Einschränkungen vornehmen. Ob es in diesem Fall eine baldige Rückkehr in die höchste Spielklasse gibt, ist mehr als fraglich.