Rhabarber: Sauer macht Frühling
Wenn im Frühjahr die ersten roten Stängel auf den Märkten auftauchen, ist klar: Die Rhabarber-Saison hat begonnen. Obwohl er häufig wie Obst verwendet wird, ist Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse und ...
Rhabarber: Sauer macht Frühling
Wenn im Frühjahr die ersten roten Stängel auf den Märkten auftauchen, ist klar: Die Rhabarber-Saison hat begonnen. Obwohl er häufig wie Obst verwendet wird, ist Rhabarber botanisch gesehen ein Gemüse und gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Auch in Österreich wird er angebaut: Im Jahr 2025 wurden laut Statistik Austria rund 870 Tonnen geerntet. Die Saison ist allerdings kurz und reicht meist nur von April bis Mitte Juni. Danach steigt der Gehalt an Oxalsäure in den Stielen, weshalb traditionell rund um den Johannistag am 24. Juni Schluss mit der Ernte ist. Gegessen werden ausschließlich die Stiele, die Blätter sind nicht zum Verzehr geeignet. Mit nur etwa 15 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er sehr kalorienarm und liefert Ballaststoffe sowie Mineralstoffe. Seine rote Farbe verdankt der Rhabarber Anthocyanen. Diese Pflanzenfarbstoffe können den Körper schützen und können helfen, schädliche Stoffe – sogenannte freie Radikale – abzufangen. Diese entstehen etwa durch Krankheiten, körperliche Belastung, Rauchen oder starke Sonnenstrahlung. In der Küche ist Rhabarber vielseitig einsetzbar: vom klassischen Kuchen über Kompott bis hin zu Sirup oder Chutney. Besonders beliebt ist die Kombination mit Erdbeeren oder Äpfeln. Wer heimischen Rhabarber kauft, genießt nicht nur ein typisches Frühlingsgemüse, sondern setzt auch auf kurze Transportwege und saisonalen Genuss.