IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
24.04.2026 SportDie Wochentagsrunde in der Ersten Bundesliga wurde am vergangenen Mittwoch nach Redaktionsschluss dieser „Ennstaler“-Ausgabe ausgetragen. So gesehen bin ich in meiner heutigen Kolumne in Sachen Meister-Play-off nicht auf dem neuesten Stand. Am vergangenen Sonntag verteidigte Sturm ...
Die Wochentagsrunde in der Ersten Bundesliga wurde am vergangenen Mittwoch nach Redaktionsschluss dieser „Ennstaler“-Ausgabe ausgetragen. So gesehen bin ich in meiner heutigen Kolumne in Sachen Meister-Play-off nicht auf dem neuesten Stand. Am vergangenen Sonntag verteidigte Sturm Graz mit einem glücklichen 1:1-Auswärtsunentschieden gegen den LASK die Tabellenführung. Im mittwöchigen Rückspiel hätte Sturm die Linzer mit einem Sieg aus dem Titelrennen befördern können. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg von Salzburg gegen die Austria wären die Grazer auf Platz drei zurückgefallen. In diesem Fall würde die Meisterschaft wieder völlig offen sein.
Bei Hartberg war vor dem mittwöchigen Auswärtsspiel gegen Rapid die Trainerfrage noch offen. Wie Erich Korherr sagt, lässt er sich in der Causa nicht unter Druck setzen: „Es geht nicht nur um die Trainerfrage, sondern auch um ganzheitliche Entscheidungen, die die Zukunft des Vereins betreffen“, so der Obmann. Fakt ist, dass Manfred Schmid vom Punkteschnitt her gesehen der beste TSV-Trainer ist. Zudem hat der Coach die Oststeirer auch in das Cupfinale gebracht. Anscheinend ist aber der finanzielle Spielraum für die kommende Saison so gering, dass man sich Manfred Schmid nicht mehr leisten kann.
In der Quali-Gruppe wurde am vergangenen Dienstag die Wochentagsrunde ausgetragen. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Ried im Hinspiel verloren die Rotjacken nach einer schwachen Leistung im Innviertel mit 1:2. Die Niederlage ist in Bezug auf den Abstiegskampf sehr bitter, zumal BW Linz mit einem klaren 3:0-Heimsieg gegen Wolfsberg die Rote Laterne an den Gegner abgab. Betrug der Abstand zum Tabellenletzten vor drei Runden noch neun Punkte, so ist er nach drei sieglosen Spielen auf vier Zähler geschrumpft. Anstatt auf die Europacup-Quali zu blicken, beginnt nun das große Zittern. Am morgigen Samstag steht für den GAK das richtungsweisende Auswärtsspiel gegen den neuen Tabellenletzten Wolfsberg auf dem Programm. Bei einem Sieg im Sechspunktespiel hätten die Grazer sieben Punkte Vorsprung auf die Lavanttaler und den Klassenerhalt wohl fix in der Tasche. Eine Niederlage würde Abstiegskampf pur bedeuten. Da der steirische Bundesligist mit dieser Situation nicht mehr gerechnet hat, würde die Aufgabe doppelt schwer werden.
Anfang dieser Woche trennte sich der ATV Irdning von Trainer Karl Dusvald. Bis Saisonende werden Alexander Hofer, Hannes Wallner und Günter Thalhammer die Irdninger coachen. Karl Dusvald ist damit nach Andreas Schmid und Gernot Stradner der dritte Bezirks-Oberligatrainer in Folge, der nach Druck der Spieler sein Traineramt aufgeben musste. Man sagt dabei immer, die Spieler sitzen am längeren Ast. Das mag in gewisser Hinsicht stimmen, aber was ist, wenn die Funktionäre hart bleiben? Hören die „Herren Kicker“ dann zu spielen auf?