Wer hat an der Spargeluhr gedreht?
Kaum ist die Zeitumstellung geschafft, liegt der Spargel im Regal, oft bereits im März. Doch wer genau hinschaut, merkt: Heimisch ist er um diese Zeit noch nicht. Die ständige Verfügbarkeit lässt leicht vergessen, ...
Wer hat an der Spargeluhr gedreht?
Kaum ist die Zeitumstellung geschafft, liegt der Spargel im Regal, oft bereits im März. Doch wer genau hinschaut, merkt: Heimisch ist er um diese Zeit noch nicht. Die ständige Verfügbarkeit lässt leicht vergessen, wann Lebensmittel tatsächlich Saison haben. In Österreich beginnt die Spargelernte erst zwischen Mitte und Ende April, je nach Witterung ein wenig früher. Was davor angeboten wird, stammt in der Regel aus dem Ausland. Gerade bei diesem Frühlingsgemüse lohnt sich also ein genauer Blick auf das Etikett. Denn: Bei frischem Gemüse muss die Herkunft klar angegeben sein – ein einfacher Hinweis, der bewusstes Einkaufen erleichtert. Rund 60 Prozent der heimischen Spargelernte kamen laut Statistik Austria im Jahr 2025 aus Niederösterreich. Spargel ist eine mehrjährige Staude. Das Gemüse einer Spargelpflanze kann bis zu 14 Jahre lang „gestochen“ werden. Die Ernte ist aufwendige Handarbeit. Grüner und weißer Spargel gehören übrigens zur selben Art. Den Unterschied macht der Erntezeitpunkt: Weißer Spargel wird gestochen, solange er noch unter der Erde ist. Grüner Spargel ist der Teil der Pflanze, der bereits über der Erde wächst und Chlorophyll für die Photosynthese ausbildet – rund ein Drittel des geernteten Spargels in Österreich ist grün. Wer auf echten Genuss aus der Region setzen will, wird bald fündig: die heimische Spargelsaison steht schon vor der Tür.