IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
17.04.2026 SportIm Steirerderby zwischen Sturm Graz und Hartberg waren nur die Fans meisterlich. Die Schwarz-Weißen boten in dem Duell fußballerische Magerkost und gesamt gesehen waren die Oststeirer dem Sieg näher. Ein Märchen à la Hollywood hätte es dabei in der zweiten Halbzeit ...
Im Steirerderby zwischen Sturm Graz und Hartberg waren nur die Fans meisterlich. Die Schwarz-Weißen boten in dem Duell fußballerische Magerkost und gesamt gesehen waren die Oststeirer dem Sieg näher. Ein Märchen à la Hollywood hätte es dabei in der zweiten Halbzeit geben können: Ausgerechnet Konstantin Schopp köpfelte gegen seinen Jugendclub Sturm Graz seine Hartberger nach einem Corner in Führung. Der Jubel dauerte aber nur drei Sekunden, dann wurde er vom Pfiff des Schiris im Keim erstickt. Der Referee hatte einen Schupfer des 20-Jährigen vor dem Kopfball gesehen. Die Szene war dann der Aufreger des Spiels und sorgte für heiße Diskussionen. „Für mich war das ein klares Tor. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, die Situation abzupfeifen“, schäumte Kapitän Jürgen Heil. „Da stellt sich mir die Frage, warum der VAR nicht eingreift. Genau dafür gibt es ihn ja auch. Vielleicht haben sie sich nicht getraut, ein Tor in Graz zu geben.“
Sturm Graz hat mit dem Remis jedenfalls die Chance vergeben, wieder auf vier Punkte davonzuziehen. Man hätte sich damit zumindest einen Fehlschlag erlauben können, zumal auch das Wiener Derby ein für Sturm akzeptables Ergebnis lieferte. Am kommenden Sonntag und am nächsten Mittwoch stehen für Sturm mit dem Doppel gegen den zweitplatzierten LASK zwei richtungsweisende Spiele auf dem Programm. Vom Momentum her tut man sich schwer herauszufinden, wer in besserer Form in die zwei Duelle geht. Gefühlt ist es eher der LASK, der zuletzt die Partie gegen Salzburg in der 95. Minute auf seine Seite gezogen hat – und nicht Sturm, die dieses Kunststück gegen stark ersatzgeschwächte Hartberger nicht schafften. Hartberg empfängt am Sonntag Rapid und könnte dabei mit einem Sieg einerseits die Chance auf einen Europacupplatz wahren und andererseits Sturm Graz Schützenhilfe im Titelkampf leisten.
In der Quali-Gruppe steht für den GAK am heutigen Freitag das Heimspiel gegen Ried auf dem Programm. Für die Rotjacken ist die Partie gegen die Innviertler enorm wichtig. Mit einem Sieg würde man den Kontrahenten in der Tabelle überholen und die Europacup-Quali wäre einen Schritt näher. Äußerst spannend verläuft die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga. Fünf Mannschaften sind nur durch vier Punkte getrennt und abgesehen von Amstetten wollen alle Vereine in die Admiral Bundesliga aufsteigen. Die besten Karten haben Tabellenführer Lustenau und Verfolger St. Pölten. Meiner Meinung nach wären die Vorarlberger auch ein würdiger Aufsteiger. Der Verein hat ein großes Zuschauerpotenzial und dazu noch ein schmuckes neues Stadion.
Da es aus der Regionalliga Ost keinen Aufsteiger gibt, wird in dieser Saison keine Mannschaft aus der zweiten Liga absteigen. Als Aufsteiger stehen Voitsberg und Wacker Innsbruck so gut wie fest. Besonders die Tiroler sind in Hinsicht auf die Fans eine Bereicherung. Die Zuschauerzahlen in der zweithöchsten österreichischen Liga sind großteils ja mehr als dürftig.
Am vergangenen Mittwoch begann die Finalserie in der Eishockey-Liga. Sowohl die Graz 99ers als auch Pustertal stehen zum ersten Mal im Endspiel. Die beiden Vereine werden sich sicher einen heißen Fight liefern und ich hoffe, dass die Grazer das bessere Ende für sich haben. Den Rückhalt der Fans haben sie jedenfalls, denn die ersten zwei Heimspiele sind restlos ausverkauft.