IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
10.04.2026 SportMit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Rapid Wien verteidigte Sturm Graz die Tabellenführung erfolgreich. Die Schwarz-Weißen zeigten in dem Spitzenspiel eine souveräne Vorstellung und ließen den Hütteldorfern so gut wie keine Chance. Augenscheinlich hat der Meister zu ...
Mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen Rapid Wien verteidigte Sturm Graz die Tabellenführung erfolgreich. Die Schwarz-Weißen zeigten in dem Spitzenspiel eine souveräne Vorstellung und ließen den Hütteldorfern so gut wie keine Chance. Augenscheinlich hat der Meister zu alter Stärke zurückgefunden und in dieser Verfassung sind die Grazer auch der Titelfavorit Nummer eins. Der Vorsprung auf das Verfolgertrio beträgt sieben Runden vor Schluss vier Punkte, und das ist schon ein kleiner Polster.
Am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr empfängt Sturm Graz im steirischen Derby Hartberg. Die Oststeirer verloren in der vergangenen Runde zu Hause gegen Salzburg nach einer guten Leistung mit 1:2. Sportlich läuft es bei den Hartbergern mit der Teilnahme an der Meistergruppe ja gut, aber finanziell muss man laut Obmann Erich Korherr eine Neuausrichtung vornehmen. „Durch weniger Geld aus dem TV-Vertrag und anderen künftig wegfallenden Einnahmen verlieren wir für die kommende Saison einen hohen sechsstelligen Betrag. Die goldenen Jahre sind vorbei. Ich will den Verein nicht an die Wand fahren. So gesehen müssen wir sparen und das kann man im Fußball nur bei den Personalkosten“, so Korherr. Aus diesem Grund dürfte bislang auch die Zukunft von Trainer Manfred Schmid nicht geklärt sein. Laut Erich Korherr wird sich in den nächsten zwei Wochen entscheiden, welchen Weg der Club einschlägt und wer der richtige Coach für die Neuausrichtung ist. Angesichts der mageren Zuschauerzahlen – gegen Salzburg waren 2777 Fans im Stadion – muss man sich auch fragen, warum sich der Obmann den Aufwand überhaupt antut.
GAK feierte gegen Schlusslicht BW Linz einen 2:1-Heimsieg und liegt nun neun Punkte vor dem letzten Tabellenplatz.Damit ist der Abstieg wohl ad acta gelegt und die Rotjacken können sich auf die Europacup-Qualifikation konzentrieren. Mit einem Sieg im morgigen Auswärtsspiel gegen Altach könnte der GAK einen Schritt in diese Richtung machen.
Ein echter Trainerfriedhof ist Wolfsberg. Nach der Niederlage gegen WSG Tirol trennte sich der Verein von Ismail Atalan und verpflichtete kurz darauf Thomas Silberberger als neuen Trainer. Der langjährige WSG-Tirol-Coach ist bereits der vierte Trainer bei den Lavanttalern in dieser Saison. Nach dem plötzlichen Abgang von Dietmar Kühbauer folgten zwei totale Fehlgriffe. Peter Pacult schaufelte sich mit seinen alterstümlichen Methoden sein eigenes Grab und Ismail Atalan scheiterte mit einem Punkteschnitt von 0,50 Zählern pro Spiel in sportlicher Hinsicht. Präsident Dietmar Riegler sparte nach dem Atalan-Rauswurf nicht mit Selbstkritik: „Ich habe danebengegriffen und hoffe nur, dass Thomas Silberberger jetzt passt. Sonst bin ich der nächste, der geht.“
Nach dem 5:1-Sieg in Szekesfehervar stehen die Graz 99ers erstmals in der 27-jährigen Klubgeschichte im Finale der Eishockey-Bundesliga. Präsident Herbert Jerich war natürlich dementsprechend happy: „Als ich den Meistertitel als Ziel ausgerufen habe, bin ich vielerorts noch belächelt worden. Aber es ist alles aufgegangen, wie wir uns das gewünscht haben. Wir sind stolz auf die Mannschaft, die jetzt völlig verdient im Endspiel steht. Sollte der Meistertitel erstmals seit 48 Jahren nach Graz wandern, plane ich ein großes Fest, das man sonst nur aus den USA kennt.“ Die Finalserie gegen Pustertal startet am kommenden Mittwoch, dem 15. April. Es ist dem Präsi und seinem Team auf alle Fälle zu wünschen, dass sie am Ende den Meisterteller in die Höhe stemmen können.