Spinat: Grüner Klassiker zu Ostern
Rund um den Gründonnerstag hat Spinat in vielen österreichischen Küchen Tradition. Warum ausgerechnet an diesem Tag grünes Gemüse gegessen wird, ist historisch nicht eindeutig belegt. Ein ...
Spinat: Grüner Klassiker zu Ostern
Rund um den Gründonnerstag hat Spinat in vielen österreichischen Küchen Tradition. Warum ausgerechnet an diesem Tag grünes Gemüse gegessen wird, ist historisch nicht eindeutig belegt. Ein Erklärungsansatz führt zur christlichen Fastenzeit: In den Wochen vor Ostern wird traditionell auf Fleisch verzichtet. Da passt „Grünzeug“ wie Spinat gut ins Speiseangebot. Der Name „Gründonnerstag“ hat übrigens nichts mit der Farbe Grün zu tun. Er stammt vermutlich vom mittelhochdeutschen Wort „greinen“, das „weinen“ bedeutet. Neben der Trauer spielt im Christentum rund um Ostern aber auch die Hoffnung eine wichtige Rolle – und Grün gilt als Farbe des Lebens und des Neubeginns. Spinat passt nicht nur wegen seiner Farbe zu diesem Termin, sondern weil er jetzt Haupterntesaison hat. Heimischer Spinat wird je nach Anbauform und Witterung von Oktober bis Juni geerntet. Auch wenn Spinat weniger Eisen enthält, als früher beworben wurde: im Spinat sind zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, darunter Vitamin C, Vitamin K, Beta-Carotin sowie Folat, Kalium, Magnesium und Kalzium. Der grüne Farbstoff Chlorophyll sorgt nicht nur für die intensive Farbe der Blätter, sondern wird auch als natürlicher Farbstoff etwa für Nudeln oder Ostereier genutzt. Ob frisch oder tiefgekühlt: Das grüne Blattgemüse bleibt ein nährstoffreicher Klassiker auf den österreichischen Tellern.