IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
06.03.2026 SportMit dem LASK und Austria Wien haben in der vergangen Runde zwei weitere Mannschaften das Ticket für die Meistergruppe gelöst. Um die restlichen zwei Plätze duellieren sich zum Abschluss des Grunddurchganges vier Vereine. Nach dem achtbaren torlosen Auswärtsunentschieden gegen ...
Mit dem LASK und Austria Wien haben in der vergangen Runde zwei weitere Mannschaften das Ticket für die Meistergruppe gelöst. Um die restlichen zwei Plätze duellieren sich zum Abschluss des Grunddurchganges vier Vereine. Nach dem achtbaren torlosen Auswärtsunentschieden gegen Salzburg, es war der erste Punktegewinn bei den Bullen in der Klubgeschichte, hat Hartberg die größten Chancen auf die Top-Sechs. Mit einem Remis in der letzten Partie gegen BW Linz sind die Oststeirer fix dabei, bei einer Niederlage könnte man von der unteren Play-Off nur von Altach überholt werden. Die Vorarlberger müssten auswärts gegen Sturm Graz gewinnen, wobei in diesem Fall bei einem 2:2 in den direkten Duellen das Torverhältnisse entscheiden würde. Rapid ist nach dem bitteren 1:1 Remis in Altach derzeit noch gerade über den Strich. Um diesen Rang auch fix zu behalten, benötigen die Hütteldorfer im Heimspiel gegen Salzburg einen Sieg. Bei einer Niederlage des Rekordmeisters darf kein Verein aus dem Trio Altach, Ried und WSG Tirol gewinnen. Sturm Graz konnte im Auswärtsspiel gegen Wolfsberg abermals nicht überzeugen. Die Schwarz-Weißen lagen gegen den Angstgegner mit 0:2 zurück, ehe Otar Kiteishvili mit zwei Elfmetertore noch für ein 2:2 Unentschieden sorgte. Im letzten Spiel des Grunddurchganges empfangen die Grazer am Sonntag Altach. Mit einem Sieg könnte Sturm den Hartbergern Schützenhilfe im Kampf um die Top-6 leisten und Platz 1 im Grunddurchgang wäre ebenfalls noch möglich. GAK feierte mit dem 2:1 Sieg gegen SV Ried den ersten Erfolg seit November des Vorjahres. Mit dem Dreipunkter hat auch Trainer Ferdinand Feldhofer zumindest vorerst den Hals aus der Schlinge gezogen. Jetzt heißt es bei den Rotjacken aber, diesen Sieg im sonntägigen Auswärtspiel gegen WSG Tirol zu bestätigen. Bei einer Niederlage müsste man sich von den neuntplatzierten Tirolern im Kampf um den Klassenerhalt wohl verabschieden. Der jetzige Tabellenzehnte Wolfsberg wird meiner Meinung nach mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben und so würde bei einer Pleite alles auf ein Abstiegsduell mit BW Linz hinauslaufen.
Äußerst spannend verläuft der Titelkampf in der 2. Bundesliga. Die ersten fünf Mannschaften sind nur durch drei Punkte getrennt, wobei Amstetten überraschend an der Tabellenspitze liegt. Die größten Chancen auf den Aufstieg haben aus dem Quintett wohl die Admira, Lustenau und St. Pölten. Nach dem Aus von Stripfing im Herbst und dem Rückzug von Austria Klagenfurt aus der 2. Liga steigt mit Saisonende nur ein Team ab. Derzeit würde es mit dem Tabellenletzten Sturm Graz II eine steirische Mannschaft treffen. Die Jung-Blackies verloren in der vergangenen Runde das Sechs-Punkte Derby gegen Kapfenberg mit 1:2.
Mit einem 1:3 Auswärtssieg gegen die Black Wings Linz und der gleichzeitigen Niederlage vom KAC holten sich die Graz 99ers im letzten Augenblick den 1. Platz im Grunddurchgang. Die Leistung hatte zweifelsohne historische Ausmaße. Als topgesetztes Team gingen die 99ers erst einmal im Jahr 2010 in die Play-Offs. Damals scheiterte man mit 2:4 an Zagreb. Das sollte diesmal nicht passieren, die Grazer Eishockecracks sind ohne Übertreibung ein ganz heißer Kandidat auf den Meistertitel. Wie groß das Eishockyfieber in Graz und darüber hinaus derzeit ist, beweist die Tatsache, dass die bisher angesetzten Heimspiele im Viertelfinale (10. und 14. März) binnen kürzester Zeit ausverkauft waren.