IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
27.02.2026 SportAm vergangenen Sonntag wurden die Olympischen Spiele in Oberitalien mit der Schlussfeier in Verona beendet. Mit 18 Medaillen, davon fünf in Gold, egalisierte Österreich das Ergebnis von Peking vor vier Jahren. „Auf den ersten Blick kann man zufrieden sein“, betonte Sportchef ...
Am vergangenen Sonntag wurden die Olympischen Spiele in Oberitalien mit der Schlussfeier in Verona beendet. Mit 18 Medaillen, davon fünf in Gold, egalisierte Österreich das Ergebnis von Peking vor vier Jahren. „Auf den ersten Blick kann man zufrieden sein“, betonte Sportchef Mario Stecher. „In unseren Paradedisziplinen ist es uns aber nicht gelungen, so zu performen, wie es für den ÖSV sein sollte. Nur eine Medaille bei den Springern und deren vier bei den Alpinen ist das schlechteste Ergebnis seit Lillehammer 1994. Es ist jedenfalls bei weitem nicht so, wie sich der ÖSV früher einmal präsentiert hat. Da müssen wir schon auch selbstkritisch sein und uns hinterfragen“, fand Stecher klare Worte. Ein Vorbild ist jedenfalls die Schweiz, für die Eidgenossen waren es mit 23 Medaillen die erfolgreichsten Winterspiele in der Geschichte.
Mit einem 1:0-Heimsieg gegen BW Linz löste Sturm Graz zwei Runden vor Schluss des Grunddurchganges das Ticket für die Meistergruppe. Trainer Fabio Ingolitsch sprach nach dem Schlusspfiff von einem erreichten „Etappenziel“. Meiner Meinung nach muss die Qualifikation für die Top 6 kein Etappenziel, sondern eine Selbstverständlichkeit sein. Der Anspruch der Schwarz-Wei- ßen muss der Meistertitel sein, doch um den Platz an der Sonne zu erreichen, bedarf es einer gehörigen Steigerung und vor allem müssen die Grazer mehr Kontinuität in ihr Spiel bringen.
Die letzten zwei Runden in der Admiral Bundesliga werden nichts für schwache Nerven. Insgesamt kämpfen noch fünf Mannschaften, von Platz vier bis acht, um drei Plätze in der Meistergruppe. Die besten Karten haben dabei Austria Wien und Hartberg. Mit drei Punkten aus den letzten zwei Spielen – zum Abschluss empfangen die Oststeirer Schlusslicht BW Linz – hat Hartberg die Meistergruppe fix in der Tasche. Obwohl ich kein Fan von Austria Wien oder Rapid bin, wäre es für die Bundesliga meiner Meinung nach immens wichtig, wenn sich beide Wiener Vereine für die obere Play-Off qualifizieren.
Die Hütteldorfer kamen bei der dienstägigen Verhandlung nach dem Derby-Eklat mit der Aktivierung der bedingten Strafe (100.000 Euro Geldstrafe + Sektorensperre bei den nächsten drei Heimspielen) glimpflich davon. Der Grund für die Milde war, dass Rapid anscheinend glaubhaft dargelegt hat, weitere wichtige Maßnahmen zu ergreifen, um derartige Vorfälle bestmöglich zu verhindern. Die Hütteldorfer haben augenscheinlich einen guten Draht zum Bundesliga-Senat 1. Ich bin jedenfalls gespannt ob es Rapid künftig gelingt, bei Eklats die Täter ausfindig zu machen.
GAK musste sich im Auswärtsderby gegen Hartberg nach einer dürftigen Leistung mit 0:1 geschlagen geben. Für den nach dem Schlusspfiff ordentlich angefressenen Sportchef Tino Wawra ist nun die Zeit der Ausreden vorbei. „Es war in allen Belangen zu wenig. Jetzt werden alle in die Pflicht genommen.“ Diese Aussage deutet darauf hin, dass die sonntägige Heimpartie gegen SV Ried für Trainer Ferdinand Feldhofer ein Schicksalsspiel ist. Bei einer Niederlage müsste der Coach wohl zum wiederholten Mal in seiner Karriere frühzeitig den Hut nehmen. Mit dem 5:1-Auswärtssieg gegen den LASK feierte Daniel Beichler bei Salzburg ein überragendes Trainerdebüt. Für Didi Kühbauer war es gegen die Salzburger die erste Niederlage nach 13 Spielen.