IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
20.02.2026 SportKurz nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe ging mit dem Damenslalom der letzte Alpinbewerb der Olympischen Winterspiele in Italien zu Ende. Österreich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits stolze 17 Medaillen am Konto, wobei die fünf Goldenen alles überstrahlten. Nicht zuletzt auch ...
Kurz nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe ging mit dem Damenslalom der letzte Alpinbewerb der Olympischen Winterspiele in Italien zu Ende. Österreich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits stolze 17 Medaillen am Konto, wobei die fünf Goldenen alles überstrahlten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil hinter jedem Sieger eine fantastische Geschichte steckt. Benjamin Karl schaffte es nach seinem zweiten Olympiatriumph sogar in US-Zeitungen. Sein Jubel mit nacktem Oberkörper zählt zu den emotionalsten Bildern. Ariane Rädler raste mit Katharina Huber zu Platz eins im Ski-Teambewerb. Das seit 20 Jahren befreundete Duo hatte wohl niemand auf der Rechung. Alessandro Hämmerle warf sich Medikamente ein, um fit zu werden. Dann holte sich „Izzi“ im Snowboardcross überraschend zum zweiten Mal in Folge den Olympiasieg. Janine Flock krönte nach bitteren Enttäuschungen bei Olympia im Skeleton mit Gold ihre Karriere. Jan Hörl und Stephan Embacher schlugen im Super-Teambewerb zu, als alle mit den rot-weiß-roten Adlern bereits enttäuscht abgeschlossen hatten. Bei den Alpin-Herren sorgte Fabio Gstrein mit der Silbermedaille im Slalom für ein halbwegs versöhnliches Ende. „Diese Medaille hat der Skination Österreich gut getan“, nickte Cheftrainer Marko Pfeifer zufrieden. Obwohl das ÖSV-Skiteam hinter den Erwartungen blieb, könnte man mit einem weiteren Medaillengewinn die 18 Medaillen von Peking 2022 egalisieren. Ein heißes Eisen waren die Kombinierer im gestrigen Teambewerb.
Einmal mehr wurde in der vergangenen Bundesligarunde das Wiener Derby zwischen Austria Wien und Rapid von einem handfesten Skandal überschattet. Als die Hütteldorfer kurz vor dem Schlusspfiff mit 0:2 im Rückstand lagen, sorgten Chaoten im Lager der Rapidler mit Raketen fast für einen Abbruch. Nach einer elfminütigen Unterbrechung wurde die Partie von Referee Hameter dann noch über die Bühne gebracht. Noch schlimmer als die sportliche Krise (zwölf sieglose Spiele in Folge) wiegt bei Rapid aber, dass man die eigenen Fans nicht in den Griff bekommt. Nun wird eine nach den Ausschreitungen im Herbst 2024 fällige Bewährung schlagend und es warten saftige Strafen auf den Rekordmeister. Das wird aber wiederum nichts nützen, denn das einzige Mittel, um diese Idioten zu stoppen, sind lebenslange Stadionsperren.
Nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen SV Ried hoffte man im Lager von Sturm Graz, mit einem Auswärtserfolg gegen WSG Tirol endgültig den Turnaround zu schaffen. Letztendlich stand aber eine bittere 0:1-Niederlage zu Buche. Es ist schon müßig zu schreiben, aber der Meister steht im sonntägigen Heimspiel gegen BW Linz abermals vor einem Pflichtsieg. Bei einem Scheitern gegen das Schlusslicht könnte man jedenfalls nicht zur Tagesordnung übergehen. In diesem Falle wären auch die Top-Sechs in Gefahr und man müsste Sportdirektor Michael Parensen und Trainer Fabio Ingolitsch wohl hinterfragen.
Salzburg hat sich nach dem 1:1-Unentschieden gegen den GAK von Trainer Thomas Letsch getrennt. Kurz nach der Ablöse des 57-jährigen Deutschen haben die Bullen mit Daniel Beichler bereits den neuen Chefcoach präsentiert. Der 37-jährige Steirer trainierte zuletzt FC Liefering und unterschrieb einen Vertrag bis 30. Juni 2028.