Regionale Krapfenkultur, ja bitte!
Das goldgelbe Hefegebäck mit dem hellen Kragen ist längst nicht mehr aus der Faschingszeit wegzudenken: Der Krapfen ist ein Stück österreichischer Esskultur. Typisch wird das runde, in heißem Fett gebackene ...
Regionale Krapfenkultur, ja bitte!
Das goldgelbe Hefegebäck mit dem hellen Kragen ist längst nicht mehr aus der Faschingszeit wegzudenken: Der Krapfen ist ein Stück österreichischer Esskultur. Typisch wird das runde, in heißem Fett gebackene Gebäck, mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestäubt. Die Zutaten für den Klassiker gibt es alle aus Österreich – Zucker, Mehl, Eier und Marillen werden hierzulande produziert. Österreichischer Zucker wird aus Zuckerrüben gewonnen. Pro Kopf verbrauchen wir im Schnitt knapp 30 Kilogramm pro Jahr. Weizenmehl ist die meistproduzierte Mehlsorte in Österreich und überzeugt international mit hoher Qualität. Auch die Marille ist in der österreichischen Landwirtschaft fest verankert. Wachau und Weinviertel in Niederösterreich sind die wichtigsten Anbaugebiete. Frischeier stammen in Österreich aus Boden-, Freiland- oder Bio-Haltung, denn Käfighaltung ist hier verboten. Bei verarbeiteten Produkten, wie Kuchen oder eben Krapfen, ist die Herkunft der Eier aber oft nicht angegeben. Wer auch im Fasching auf Regionalität Wert legt, kann beim Krapfenkauf auf das AMA-Gütesiegel achten, das etwa Mehl und Eier aus Österreich garantiert. Übrigens: Krapfen sind nicht immer süß oder rund. Auch pikante Varianten wie der Ennstaler Steirerkrapfen zeigen, welche Vielfalt hinter dem Begriff in Österreich steckt.
Mehr Infos: landschafftleben.at/ lebensmittelkennzeichnung