Kalbfleisch aus Österreich: kurze Wege statt langer Transporte
Während jährlich zehntausende lebende Kälber von Österreich ins Ausland transportiert werden, wird gleichzeitig Rind- und Kalbfleisch importiert – im Vorjahr etwa 64.000 Tonnen. ...
Kalbfleisch aus Österreich: kurze Wege statt langer Transporte
Während jährlich zehntausende lebende Kälber von Österreich ins Ausland transportiert werden, wird gleichzeitig Rind- und Kalbfleisch importiert – im Vorjahr etwa 64.000 Tonnen. Dabei gibt es genug heimische Rinder und damit auch Kälber. Der Grund für die Transporte liegt vor allem im Preis: Importiertes Kalbfleisch ist häufig günstiger. Laut dem Eurobarometer 2025 achten viele Konsumentinnen und Konsumenten in erster Linie auf den Preis; die Herkunft ist weniger wichtig. Ein weiterer Faktor ist die Farbe. Sehr helles, fast weißes Fleisch galt früher als Qualitätskriterium für Kalbfleisch und ist noch heute beliebter, wenn es als Schnitzel am Teller landen soll – das originale Wiener Schnitzel wird aus Kalbfleisch zubereitet. Eine helle Farbe deutet jedoch auf eine intensive Mast und auf Eisenmangel bei den Tieren hin. In Österreich gibt es Programme, die diesem, vor allem in den Niederlanden üblichen, Trend entgegenwirken sollen. Kalbfleisch aus Österreich ist fütterungsbedingt meist rosa.
Mehr Kalbfleisch aus österreichischer Produktion könnte dazu beitragen, wiederkäuergerechte Fütterung zu fördern und lange Transporte zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist, dass Konsumentinnen und Konsumenten im Alltag erkennen können, woher ihr Kalbfleisch stammt – mit einer durchgängigen Herkunftskennzeichnung im Handel ebenso wie in der Gastronomie.
landschafftleben.at/rind