IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
06.02.2026 SportAm heutigen Freitag werden die 25. Olympischen Spiele in Italien feierlich eröffnet. Nach Cortina d‘Ampezzo 1956 und Turin 2006 sind es die dritten Winterspiele in Italien. Erstmalig in der Geschichte der Spiele fungieren mit Mailand und Cortina d‘Ampezzo zwei Städte als ...
Am heutigen Freitag werden die 25. Olympischen Spiele in Italien feierlich eröffnet. Nach Cortina d‘Ampezzo 1956 und Turin 2006 sind es die dritten Winterspiele in Italien. Erstmalig in der Geschichte der Spiele fungieren mit Mailand und Cortina d‘Ampezzo zwei Städte als offizielle Gastgeber. Insgesamt werden die Wettkämpfe an sechs verschiedenen Orten ausgetragen, die sich über den italienischen Teil der Ostalpen verteilen. Österreich ist bei den sportlichen Winter-Highlight mit 115 Athleten in 17 Disziplinen vertreten. Für ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer sind die Ziele groß: „Die Latte liegt hoch, als Bestmarke dienen die vergangenen Spiele in Peking. Die 18 Medaillen von damals sollten wieder erreicht werden“, so der Präsident. Leicht wird dieses Unterfangen meiner Meinung nach aber sicher nicht, denn in unseren Paradebereichen Alpin und Sprungsport hinken wir derzeit etwas hinten nach. Die größten Chance auf Gold bei den Alpinen hat sicherlich Julia Scheib im Riesentorlauf. Gute Möglichkeiten bei den Damen hat auch Cornelia Hütter in den Speedbewerben. Ein heißer Medaillenkandidat bei den Herren ist Marco Schwarz. Weitere gute Chancen auf einen Top-Drei-Platz räume ich Vincent Kriechmayr, Manuel Feller und Stefan Brennsteiner ein.
Im Skispringen wird wohl kein Weg an Domen Prevc vorbeiführen. In den Teambewerben traue ich unseren Adlern aber einiges zu. Bei den Damen haben wir mit Lisa Eder ein heißes Eisen in unseren Reihen.
Eine Bank auf Medaillen sind auf alle Fälle die Kombinierer und die Rodler, die in dieser Saison phänomenal drauf sind. Gute Chancen, ihren Olympiasieg von 2022 im Freestyle Snowboard zu wiederholen, hat auch Anna Gasser. Ich hoffe jedenfalls, dass es bei diesen Olympischen Winterspielen viele positive Überraschungen der ÖSV-Athleten gibt und so das Medaillenziel von ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer erreicht wird.
Im ÖFB-Cup war für Sturm Graz nach der blamablen 1:3- Auswärtsniederlage gegen Altach im Viertelfinale Endstation. Doppelt bitter war die Pleite für Trainer Fabio Ingolitsch, der sein Team auf seiner alten Wirkungsstätte sangund klanglos untergehen sah. Zusätzlich zum Cup-Aus in Altach musste Sturm Graz diese Woche mit Tim Oermann und Tomi Horvat zwei weitere schmerzhafte Abgänge verdauen. Die Schwarz-Weißen müssen jedenfalls höllisch aufpassen, um nicht in die Mittelmäßigkeit zurückzufallen. Zum Start in die Frühjahrssaion steht für den Meister am Sonntag das Heimspiel gegen SV Ried auf dem Programm. Ein Sieg in dieser Partie ist Pflicht, eine weitere Niederlage würde die Lage extrem verschärfen. In diesem Fall müsste man den von der sportlichen Abteilung kolportierten „offiziellen Umbruch“ wohl hinterfragen. Hartberg trifft zum Auftakt auf den krisengeschüttelten Rekordmeister Rapid. Mit einem Erfolg könnten die Oststeirer den Vorsprung auf den Gegner auf vier Punkte ausbauen und die Hütteldorfer damit endgültig in das Tal der Tränen stürzen. Für den GAK steht in der ersten Frühjahrsrunde am Sonntag um 14.30 Uhr die Auswärtspartie gegen Wolfsberg auf dem Programm.
Zu hoffen ist, dass sich zum Saisonstart auch der VAR in besserer Form präsentiert. Bei den Cupviertelfinalspielen Altach gegen Sturm und Wolfsberg gegen Salzburg dürfte das VAR-Team geschlafen haben. Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, dass die zuständigen Schiris zwei gravierende Fehler machten. Sollte sich das in nächster Zeit des Öfteren wiederholen, sind die Kosten von mehr als 1 Million Euro anderweitig besser verwendbar.