IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
16.01.2026 SportHeute in drei Wochen, am Freitag, dem 6. Februar, werden die 25. Olympischen Winterspiele in Italien eröffnet. Je näher das erste sportliche Highlight in diesem Jahr rückt, desto mehr stehen die Leistungen unserer Athleten im Fokus. Bei den vergangenen Wettkämpfen gab es ...
Heute in drei Wochen, am Freitag, dem 6. Februar, werden die 25. Olympischen Winterspiele in Italien eröffnet. Je näher das erste sportliche Highlight in diesem Jahr rückt, desto mehr stehen die Leistungen unserer Athleten im Fokus. Bei den vergangenen Wettkämpfen gab es sowohl Licht- als auch Schattenseiten. Besonders erfreulich war der 3. Platz von Katharina Truppe beim dienstägigen Nachtslalom in Flachau. Es war der erste Saison-Podestplatz im Slalom für Österreichs Ski-Damen und für Truppe der erste Stockerlplatz ihrer Karriere bei einem Heimrennen. Mit Platz 10 durfte sich Katharina Huber über den ersten Top-Ten-Rang ihrer Laufbahn freuen. Positiv war auch, dass Manuel Feller im Adelboden-Slalom als Fünfter mit nur 0,18 Rückstand auf den Sieger Paco Rassat (Frankreich) erstmals in dieser Saison an das Podest klopfte. Sonst gibt es im Stangenwald aber viel Luft nach oben. Bitter verlief für die ÖSV-Damen die Abfahrt in Zauchensee. Nicht nur, dass es ein Debakel setzte, Cornelia Hütter belegte als beste Österreicherin den 20. Platz, verletzte sich Magdalena Egger bei einem Sturz schwer. Damit gingen nach dem Ausfall von Katharina Liensberger binnen acht Tagen zwei Olympia-Hoffnungen flöten.
Aufgrund der bisherigen Vorstellungen sind die Chancen auf Medaillen bei den nordischen Athleten größer als bei den Alpinen. Anlass zum Optimismus geben auch wieder die zuletzt gezeigten Leistungen. Jan Hörl und Stephan Embacher gewannen überlegen das Teamspringen in Zakopane. Im Einzel belegten Jan Hörl und Manuel Fettner hinter dem Sieger Anže Lanišek die Plätze zwei und drei. Der erste Podestplatz von Manuel Fettner in dieser Saison macht für Trainer Andreas Widhölzl die Aufstellung für die Winterspiele nicht einfacher. Aus dem erfolgreichen Quintett Daniel Tschofenig, Stefan Kraft (beide fehlten in Zakopane), Jan Hörl, Stephan Embacher und Manuel Fettner muss ein Adler zu Hause bleiben. Letzterer Springer hat sicherlich die schlechtesten Karten, aber wie man sieht, gibt sich der 40-jährige Manuel Fettner bei seiner Abschiedstour nicht geschlagen.
Eine Klasse für sich in dieser Saison und damit ein heißer Kandidat auf Olympia-Gold ist Kombinierer Johannes Lamparter. Der 24-jährige Tiroler lief im tiefverschneiten Otepää in souveräner Manier zu seinem bereits 4. Weltcup-Sieg in dieser Saison. Neben Lamparter hat Östereich mit Thomas Rettenegger noch einen zweifachen Saisonsieger und auch der Ramsauer Franz-Josef Rehrl verzeichnete bereits einen Podestplatz. So gesehen kann man sich von unserem Kombi-Team bei den Olympischen Spielen einiges erwarten.
Mit dem 4:0-Heimerfolg gegen die Vienna Capitals feierten die Graz-99ers den fünften Sieg in Folge in ihrer Bunkerfestung. Mit den wichtigen Punkten festigten die Grazer den 2. Platz, der für die Teilnahme an der Champions League berechtigt. Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Power die 99ers in dieser Saison unterwegs sind. Präsident Erich Jerich ist mit seiner Mannschaft nun dort, wo er hin wollte. Der Meistertitel ist jedenfalls keine Utopie mehr. Sicherlich kann man mit Geld viel erreichen, der Präsi investierte einiges, doch muss man auch an den richtigen Schrauben drehen, um Erfolg zu haben. Erich Jerich – auch der Trainerwechsel erwies sich letztendlich als richtig – hat augenscheinlich ein gutes Händchen.