IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
09.01.2026 SportObwohl zur Zeit der Wintersport im Mittelpunkt steht, möchte ich mich in meiner ersten Kolumne im neuen Jahr aus aktuellem Anlass auch mit König Fußball befassen. Kurz vor dem Jahreswechsel präsentierten Sturm Graz und Rapid Wien die neuen Trainer. Die zwei Traditionsvereine ...
Obwohl zur Zeit der Wintersport im Mittelpunkt steht, möchte ich mich in meiner ersten Kolumne im neuen Jahr aus aktuellem Anlass auch mit König Fußball befassen. Kurz vor dem Jahreswechsel präsentierten Sturm Graz und Rapid Wien die neuen Trainer. Die zwei Traditionsvereine setzen künftig mit dem 33-jährigen Fabio Ingolitsch auf Seiten der Grazer und dem 36-jährigen Johannes Hoff-Thorup bei den Hütteldorfern auf junge Trainer. Ingolitsch ist der jüngste Sturm-Trainer aller Zeiten und auch der jüngste in der ersten Bundesliga tätige Coach. Nach einigen Jahren im Nachwuchsbereich von Salzburg trainierte der gebürtige Salzburger in der Saison 2022/23 Zweitdivisionär Liefering und im Anschluss bekleidete der 33-Jährige für einige Monate das Traineramt bei der U21 des FC Zürich. Im Oktober 2024 wechselte Fabio Ingolitsch zu Altach und feierte in Folge mit der Mannschaft in den ersten acht Spielen nur einen Sieg. Letztendlich gelang dem ehemaligen Bischofshofen-Kicker mit den Vorarlbergern aber noch der Klassenerhalt. Die bisherigen Erfolge von Fabio Ingolitsch sind jedenfalls überschaubar und gepaart mit seiner Jugend birgt die Verpflichtung einiges an Risiko. Sturm Graz ist es jedenfalls zu wünschen, dass die Frühjahrssaison erfolgreich verläuft. Sollte dass nicht passieren, würde es vor allem für Michael Parensen eng werden. Der Sportdirekor übernahm die volle Verantwortung für die Verpflichtung von Fabio Ingolitsch.
Seit vergangenen Mittwoch bis einschließlich 15. Jänner absolvieren die Schwarz-Weißen ein Trainingslager in Marbella. Mit an Bord sind auch der 22-jährige georgische Neuzugang Gizo Mamageishvili und Heimkehrer Jusuf Gazibegovic.
Bei Rapid Wien wurde am vergangenen Mittwochvormittag bei einer Pressekonferenz Johannes Hoff-Thorup offiziell als neuer Trainer vorgestellt. Nach Nordsjaelland (Dänemark) und Norwich City ist es für den 36-jährigen Dänen die dritte Station als Cheftrainer. Wie bei Sturm kam auch bei Rapid die Verpflichtung des jungen Trainers überraschend. Im deutschsprachigen Raum gibt es zur Zeit zahlreiche profunde Trainer, die auf einen Job warten. Dass man letztendlich mit Johannes Hoff-Thorup auf ein doch eher unbeschriebenes Blatt setzt, erhöht auf alle Fälle den Druck auf die sportliche Führung. Es wird jedenfalls spannend werden zu sehen, wie sich die zwei Trainer-Youngsters bei ihrer neuen Aufgabe schlagen.
Nach vier Stockerlplätzen gab es zum Abschluss der Vierschanzentournee in Bischhofshofen durch Daniel Tschofenig noch einen österreichischen Sieg. Der Slowene Domen Prevc landete auf Platz zwei und holte sich damit zehn Jahre nach seinem Bruder Peter Prevc in überlegener Manier (zwei Siege, zwei zweite Plätze) den Gesamtsieg. Hinter dem drittplatzierten Japaner Ryoyu Kobayashi belegten vier Österreicher die Ränge vier bis sieben. „Der Abschluss war sehr positiv“, erklärte Cheftrainer Andreas Wildhölzl im Auslauf der Paul-Außerleitner-Schanze. Für den Tiroler war klar: „Wir sind weiterhin das stärkste Team der Welt.“ In dieser Hinsicht wird es für das Trainerteam um Andreas Wildhölzl in Bezug auf die Nominierung der Mannschaft für die Olympischen Spiele aber schwer. Aufgrund der neuen Quotenregelung dürfen maximal vier rotweiß-rote Adler nach Predazzo fahren. Nicht einmal im Training ist ein Ersatzmann erlaubt. So gesehen kommt es im Springerlager wohl zur härtesten Olympia-Ausscheidung aller Zeiten.