Ein hoher Preis für Rabatte
Rund um den Black Friday läuft die Jagd nach Schnäppchen – nicht nur bei Elektronik und Kleidung. Auch bei Lebensmitteln gibt es Vergünstigungen. Dabei ist Österreich ohnehin eines der Länder mit den ...
Ein hoher Preis für Rabatte
Rund um den Black Friday läuft die Jagd nach Schnäppchen – nicht nur bei Elektronik und Kleidung. Auch bei Lebensmitteln gibt es Vergünstigungen. Dabei ist Österreich ohnehin eines der Länder mit den größten Aktionsanteilen: Jährlich werden im Schnitt 30 bis 40 Prozent der Lebensmittel verbilligt angeboten. Bier, aber auch Fleisch und Fertiggerichte kaufen Konsumenten besonders häufig in Aktion. Der Preis wird so zum entscheidenden Kaufanreiz. Faktoren wie Qualität, Regionalität, Saisonalität oder Tierwohl rücken in den Hintergrund. Laut Eurobarometer 2025 ist der Preis der zweitwichtigste Faktor beim Lebensmitteleinkauf in Österreich. Das zeigt sich besonders beim Fleisch: fast jeder zweite der Befragten geben in einer Umfrage der AMA-Marketing (RollAMA) an, dass ihnen Tierwohl wichtig sei – doch beim Fleisch im Einzelhandel liegt der Bio- und Tierwohl-Anteil unter zehn Prozent. Viele fordern mehr Tierwohl, greifen aber zum billigsten Fleisch. Wenn die Nachfrage fehlt, können Landwirte schwer für Tierwohl-Programme produzieren. Der finanzielle Mehraufwand rentiert sich nicht. Auch Aktionen wie „2+1 gratis“ haben ihre Kehrseite: Häufig wird mehr gekauft als verbraucht werden kann. Die zusätzliche Semmel wandert oft, nach einem Zwischenstopp im Brotkorb, in den Müll. Wer zum Black Friday Rabatte jagt, dem hilft die Frage: Was sind mir Lebensmittel wert?
landschafftleben.at/konsum