IMMER AM BALL mit Werner Rohrer
08.08.2025 SportMit einem 2:0-Auswärtssieg gegen den LASK verzeichnete Sturm Graz einen gelungenen Start in die neue Saison der Admiral Bundesliga. Die Schwarz-Weißen spielten besonders in der ersten Halbzeit groß auf und entschieden das Match mit zwei Toren bereits in den ersten zwölf ...
Mit einem 2:0-Auswärtssieg gegen den LASK verzeichnete Sturm Graz einen gelungenen Start in die neue Saison der Admiral Bundesliga. Die Schwarz-Weißen spielten besonders in der ersten Halbzeit groß auf und entschieden das Match mit zwei Toren bereits in den ersten zwölf Minuten für sich. Mit dem Heimschlager gegen Rapid wartet auf Sturm Graz am kommenden Sonntag bereits die nächste Bewährungsprobe. Das Kultduell ist sicherlich das erste große Highlight im noch jungen Spieljahr. Bei den Hütteldorfern mit Neo-Trainer Peter Stöger ist nach dem Aufstieg im Cup und der Conference League sowie dem 1:0-Sieg gegen BW Linz im ersten Meisterschaftspiel alles eitel Wonne. Nicht zuletzt deshalb wird das Match für den Meister schwer. Mit einem Sieg gegen die Hütteldorfer würde die Elf von Trainer Jürgen Säumel ihre Anwartschaft auf den dritten Titelgewinn jedenfalls eindrucksvoll unterstreichen. GAK gelang nach der bitteren 0:1-Cupniederlage gegen Dornbirn mit dem 2:2-Heimunentschieden gegen Austria Wien zumindest eine teilweise Wiedergutmachung. Obwohl die Rotjacken den Ausgleich erst in der 87. Minute kassierten, ging die Punkteteilung auf Grund der Dominanz der Veilchen in der Schlussphase in Ordnung. Am morgigen Samstag steht für den GAK das schwere Auswärtsspiel gegen Salzburg auf dem Programm. Hartberg legte mit der 2:4-Auswärtsniederlage gegen WSG Tirol einen klassischen Fehlstart hin. Die Pleite gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten war zwar bitter, doch der verletzte Kapitän Jürgen Heil beschwichtigt: „Es ist erst eine Runde gespielt, wir dürfen jetzt nicht die Nerven wegschmeißen. In der letzten Saison haben wir nach vier Runden nur einen Punkt am Konto gehabt.“ In der morgigen Auswärtspartie gegen BW Linz wollen die Oststeirer ein anderes Gesicht zeigen.
Am vergangenen Montag wurde die Play-Off-Runde in der Champions League ausgelost. Sturm Graz hat mit dem norwegischen Meister Bodö/Glimt ein schweres, aber machbares Los gezogen Die Norweger haben zwar keinen klingenden Namen, doch ist mit ihnen nicht gut Kirschen essen. In der vergangenen Saison erreichte die Mannschaft aus dem hohen Norden das Semifinale in der Euro-League. Für Sturm Graz steht im Play-Off viel Geld auf dem Spiel. In der Königsklasse winken 18,62 Millionen Euro, hingegen sind es in der Euro-League nur 4,3 Millionen Euro. Mit Salzburg hat auch ein zweiter österreichischer Verein Chancen auf die Champions League. Sollten die Bullen in der 3. Runde die Hürde Brügge nehmen, warten im Play-Off mit großer Wahrscheinlichkeit die Glasgow Rangers. Die Schotten – das erste Drittrunden-Hinspiel gegen Viktoria Pilsen wurde mit 3:0 gewonnen – sind ein attraktiver, aber durchaus bezwingbarer Gegner.
Nach dem Abstieg von Lafnitz und Voitsberg ist die Steiermark in der 2. Bundesliga nur mehr mit zwei Mannschaften vertreten. Zum Auftakt mussten sich sowohl Kapfenberg als auch Sturm II gegen Amstetten beziehungsweise die Admira jeweils mit 0:2 geschlagen geben. Während ich die jungen Schwarz-Weißen auf Sicht gesehen im Mittelfeld erwarte, wird die Saison für die Falken zweifelsohne sehr schwer. Der Vorjahresdritte musste aus finanziellen Gründen stark abspecken und zählt sicherlich zu den Abstiegskandidaten. Langzeitpräsident Erwin Fuchs ist jedenfalls zu bewundern, dass er bei diesen schwierigen Bedingungen nicht das Handtuch wirft.