Vom Glashaus auf den Teller: Tomatenanbau in Österreich
Der Tomatenanbau in Österreich hat sich in den letzten Jahren stark modernisiert und konzentriert sich vor allem auf den Osten des Landes. Das Burgenland ist mit rund einem Drittel der Anbaufläche ...
Vom Glashaus auf den Teller: Tomatenanbau in Österreich
Der Tomatenanbau in Österreich hat sich in den letzten Jahren stark modernisiert und konzentriert sich vor allem auf den Osten des Landes. Das Burgenland ist mit rund einem Drittel der Anbaufläche führend, gefolgt von Wien und der Steiermark. Im Jahr 2024 wurden im Burgenland 16.670 Tonnen Tomaten auf 59 Hektar geerntet, während Wien 15.520 Tonnen auf 39 Hektar produzierte.
Es gibt zwei Hauptanbauformen: die erdelose Ganzjahreskultur in Glashäusern und den saisonalen Anbau in Foliengewächshäusern mit Erde. In den Glashäusern wachsen Tomatenpflanzen auf Kokosfaser- oder Steinwollmatten und werden über Nährstofflösungen versorgt. Diese Methode ermöglicht eine Ernte von März bis November. Bio-Tomaten hingegen werden ausschließlich in Erde angebaut. Die meisten Tomatensorten stammen von niederländischen Züchtern, wobei österreichische Jungpflanzenproduzenten nur einen Teil des Bedarfs decken können. Die Anzucht erfolgt oft in den Niederlanden, bevor die Pflanzen nach Österreich transportiert werden. Trotz hoher Produktionsstandards und strenger Kontrollen liegt der Selbstversorgungsgrad bei Tomaten in Österreich nur bei 17 Prozent. Dies liegt hauptsächlich daran, dass verarbeitete Tomatenprodukte wie Ketchup meist aus importierten Tomaten hergestellt werden.
landschafftleben.at/tomate