In diesem Jahr feiert das Guttenberghaus, die höchstgelegene Schutzhütte der Steiermark auf 2146 Metern in Ramsau am Dachstein, das 110-jährige Bestehen.
Das Guttenberghaus ist Ausgangspunkt für Wanderwege, ...
In diesem Jahr feiert das Guttenberghaus, die höchstgelegene Schutzhütte der Steiermark auf 2146 Metern in Ramsau am Dachstein, das 110-jährige Bestehen.
Das Guttenberghaus ist Ausgangspunkt für Wanderwege, anspruchsvolle Steige auf zahlreiche Gipfel und Klettersteige sowie dem mit 1800 Metern höchstgelegenen Dachsteinsee, den Hölltal- oder Seetalsee. Die Hütte des Alpenvereins Austria, die 1914 als letzte großzügige Schutzhütte der Monarchie eröffnet wurde, hat über die Jahrzehnte hinweg ihr ursprüngliches Erscheinungsbild bewahrt. Lediglich die Ausstattung wurde im Laufe der Jahre modernisiert.
Die Bemühungen der ÖAV-Sektion Austria gingen bereits auf das Jahr 1886 zurück, um von Ramsau über die Feisterscharte zum zentralen Dachsteinmassiv einen geeigneten, leichteren Weg zu finden – und dazu gehörte im oberen Feisterkar ein entsprechender Stützpunkt. Und diesen Anspruch erfüllt die Schutzhütte zwischen Eselstein und Sinabell heute noch. Benannt wurde die Hütte nach Hofrat Adolf Ritter von Guttenberg (1839–1917), einem Professor an der Hochschule für Bodenkultur in Wien, der auch Vorreiter für die Schaffung eines Nationalparks Hohe Tauern und um die Jahrhundertwende 1. Vorsitzender der ÖAV-Sektion Austria war.
Die Hütte, die nur in den Sommermonaten bewirtschaftet wird, hat in ihrer Geschichte nur wenige Hüttenwirte erlebt. Nach den ersten Pächtern, Alois Watzinger und Jakob Simonlehner, führten Gottlieb und Nelli Stocker die Hütte von 1925 bis 1966 sowie die Familien Edi und Kuni Perhab (bis 2006). Danach übernahmen Günter und Jitka Perhab, die bis heute erfolgreich das Gutenberghaus betreiben.
Von 1975 bis 1999 beherbergte die Hütte die „Internationale Abenteuerschule Dachstein“ mit Prof. Harrer, Toni Sailer, Anderl Heckmair u.a. und einem Jugendführerteam des Alpenvereins Haus im Ennstal. Seit 1967 richtet der Alpenverein Haus Kinderund Jugendberglager, eine erste alpine Grundschule, aus. Diesem sind schon weitere alpine Vereine gefolgt. Die Hütte wurde auch mit dem Prädikat „Kinderfreundliche Schutzhütte“ ausgezeichnet und erhielt 2014 das Umweltgütesiegel des Alpenvereins.