Schlangengrube „Freiimpfen“

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Für die hohe Zahl von bereits Geimpften hat Israel jetzt neue Vorschriften erlassen. Mit dem Impfpass darf man ab sofort wieder ein annähernd normales Leben führen, mit Gastronomie, Sport und Kultur. Und spätestens wenn in Kürze der endgültige Beweis vorliegt, dass Geimpfte und Genesene wirklich nicht ansteckend sein können, wird diese Debatte auch bei uns zu führen sein. Schließlich gibt es bei fehlender Gefährdung keinen Grund mehr für Einschränkungen.
Jeder, der dann wieder normal am Leben teilnehmen kann, wird das nach den langen Monaten des Verzichts als wahre Wohltat sehen. Und auch die Genesung der Wirtschaft und der Gesellschaft wird mit jedem Menschen mehr in Freiheit an Fahrt aufnehmen. Diese Öffnung ist alternativenlos, sie gibt den Menschen nur die Freiheit zurück, die ihnen in der Ausnahme der Pandemie genommen wurde.
Für die Politik ist das Thema freilich eine Schlangengrube. Egal, ob Lokalbesuch oder Maskenpflicht, jede Ungleichbehandlung wird sofort massive Kritik hervorrufen. Diese Kritik ist freilich unsachlich, auch wenn es jenen, die mit dem Impfen erst später dran sind, als himmelschreiende Ungerechtigkeit erscheinen wird. Man hört schon die Vorwürfe von Impfpflicht und Ungleichbehandlung, aber der gesunde Menschenverstand gibt klar die Richtung vor: Wer geimpft ist, bekommt mehr Freiheit. Den Menschen diese Wahl auch zu geben, obliegt freilich der Politik, die schnellstens für den benötigten Impfstoff sorgen muss.