Maskenkompromiss

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Nachdem die Zahl der neuen Ansteckungen mit Corona zuletzt wieder regelmäßig über hundert am Tag gelegen ist, hat sich die Regierung entschlossen, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So wird einerseits in Supermärkten, Banken und Postämtern die Maskenpflicht wieder eingeführt und andererseits die Kontrollen bei der Einreise aus Risikoländern deutlich verschärft. Alles in allem Maßnahmen, mit denen man wohl leben kann.
Die Wiedereinführung der allgemeinen Maskenpflicht hätte der Wirtschaft viel schwerere Schäden zugefügt. So sind die Umsätze im Einzelhandel in Oberösterreich, wo die Maskenpflicht ja allgemein gilt, im Vergleich zu Anfang Juli schon wieder um bis zu 25 Prozent eingebrochen. Einkaufen mit Maske macht eben keine Freude, was bei Lebensmitteln und benötigten Dienstleistungen aber nicht so ins Gewicht fällt. Daran hat man sich einerseits in Zeiten des Lockdowns schon gewöhnt, und andererseits sind das eben notwendige Dinge, die man ohnehin konsumiert.
So gesehen hat die Regierung ein Zeichen gesetzt, aber gleichzeitig versucht, die Wirtschaft und damit den Arbeitsmarkt möglichst zu schonen. Auch wenn man berechtigterweise die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen hinterfragen kann, man hat nicht viel angestellt. Und wenn das Virus durch die Maskenpflicht wieder ins Bewusstsein zurückkehrt, verbessert das auch die Einhaltung des Abstandes im täglichen Leben. Also eine pragmatische Lösung, die momentan wohl für alle Beteiligten den besten Kompromiss darstellt.