Iriswiesen – Naturschutz und Landwirtschaft

Die Diplomanden Andreas Fokter und Martin Hillinger dokumentierten nach wissenschaftlichen Vorgaben die Rekultivierung der Iriswiesen.

Er kehrt alljährlich wieder: Der violette Blütenzauber auf den Trautenfelser Ennswiesen. Dort zeigt die Sibirische Schwertlilie mit etlichen Einsprengseln der weißen Sternnarzisse ihre Pracht und lockt Naturfreunde aus dem ganzen Ennstal und darüber hinaus in unsere Region.
Einst waren die Iriswiesen, auf der die Schwertlilien und Sternnarzissen blühen, typisch für die Kulturlandschaft im Mittleren Ennstal. Aufgrund von Trockenlegung und Bewirtschaftungsänderungen wurden sie jedoch mehr und mehr zurückgedrängt. Heute sind sie nur noch auf einigen Restflächen zu finden. Die Trautenfelser Blühwiesen sind ein gutes Beispiel, wie Artenvielfalt in der Praxis aussehen kann. In Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz entstand das Projekt „ReKultivierung Iriswiesen“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Dabei werden Brachflächen für die bäuerlichen Betriebe nutzbar gemacht und gleichzeitig Lebensraum mit einer standorttypischen Artenvielfalt hergestellt und aufgewertet. Schließlich bieten diese einst so regionstypischen Streuwiesen wertvolle Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Rechtzeitig zur Woche der Artenvielfalt zeigen sich die Blühwiesen am Fuße des Grimmings in ihrer ganzen Pracht und sind ein gutes Beispiel dafür, dass Landwirtschaft und Naturschutz im Einklang sein können.
Zwei Diplomanden der HBLFA – Andreas Fokter und Martin Hillinger – dokumentierten in ihren Arbeiten die wesentlichen Voraussetzungen und Arbeitsschritte nach wissenschaftlichen Vorgaben. Sanfte Bodenbearbeitung auf den Feuchtflächen, Beobachtung der Witterung und der dort lebenden Tiere sind zu berücksichtigen. Der Natur muss Zeit gegeben werden, sich zu entfalten und es ist notwendig diese Arten nach besten Kräften zu schützen und als Standortblüher zu erhalten.