Das ist es wert

Durch die stark gestiegenen Lebensmittelpreise kommen jetzt zusehends auch die heimischen Bauern unter Druck. Sowohl die Konsumenten als auch die großen Handelsketten weichen zunehmend auf günstigere Produkte aus dem Ausland aus, um die stark steigenden Preise zu kompensieren. Dadurch können die heimischen Landwirte ihre Produkte teilweise nicht mehr absetzen und müssen sie im schlimmsten Fall sogar vernichten. Und der „Coronaeffekt“, dass deutlich mehr heimische und biologische Lebensmittel gekauft wurden, droht sich jetzt ins Gegenteil zu verkehren.

Durch die hohen Lohnkosten in Österreich, die gestiegenen Energie- und Düngemittelkosten und die fehlenden Erntehelfer aus Osteuropa ist die österreichische Landwirtschaft speziell bei händischen Arbeiten leider nicht in der Lage, mit den ausländischen Preisen mitzuhalten. So muss man auch Verständnis aufbringen, wenn die Konsumenten zu günstigeren Produkten greifen. Und der Handel legt schließlich das ins Regal, was die Konsumenten kaufen.

Andererseits sind ökologisch produzierte Lebensmittel aus Österreich ein hohes Gut. Der Energieverbrauch ist geringer, die Transportwege sind kürzer und die Wertschöpfung bleibt im Land. Zudem wird die Eigenversorgung mit Lebensmitteln gesichert und die Landschaft gepflegt, was wiederum für zahlreiche andere Wirtschaftszweige und unsere Lebensqualität essentiell ist. Daher spricht alles für den Kauf regionaler und österreichischer Produkte, auch wenn die etwas teurer sind. Das ist es allemal wert.