Zum Abschuss freigegeben
Die erste Entnahme eines Schadwolfs in der Steiermark soll im Bezirk Liezen durchgeführt werden. Die Freigabe zum Abschuss erfolgte nach mehreren Schafrissen am Gumpeneck.

Zehn Kilometer rund um den letzten Rissfund misst der Radius, in dem der Wolf nun für vier Wochen bejagt werden darf. Den Beutegreifer zu erlegen, sei jedoch „eine Herausforderung“, sagt Johannes Zeiler. Der Bezirksjägermeister-Stv. und Bauernkammer-Stv. spricht von einem „sehr großen Gebiet, das der Wolf durchstreift“. Zudem sei das Tier auch nachts aktiv. Der Wolf wurde von der zuständigen Landesstelle nach mehreren Schafrissen auf dem Gumpeneck, ein 2.226 Meter hoher Berg zwischen dem Ennstal und dem Sölktal, zum Abschuss freigegeben. Eine Besprechung gemeinsam mit der Tierschutzbehörde und den Viehhaltern habe vergangene Woche ergeben, die verbleibenden Schafe ins Tal abzutreiben. Dieser Anordnung seien die Landwirte umgehend und freiwillig nachgekommen, sagt Gröbmings Expositurleiter Michael Schachner. Auch Johannes Zeiler hat mit den betroffenen Bauern gesprochen. Zwei von ihnen würden ihre Tiere nicht mehr auf die Alm auftreiben wollen, so der Bauernkammer-Stv. Für Zeiler sei dies eine nachvollziehbare Konsequenz. Nun müsse sich „irgendwer anderes um die Beweidung dieser Flächen kümmern“, wie er sagt, denn eine Koexistenz von Wolf und Schaf sei „nicht möglich“.
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