Wenn Brücken brechen und Mauern wanken
In Trieben probte der Katastrophenhilfsdienst des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen den Ernstfall. Zwei technische Züge, 18 Fahrzeuge und über hundert Einsatzkräfte stellten sich einem realitätsnahen Unwetterszenario – mit Brückenbau, Menschenrettung und einsturzgefährdeten Gebäuden.

Das angenommene Szenario: Ein massives Naturereignis hat im Paltental mehrere Schadenslagen verursacht. Eine Brücke ist nicht mehr passierbar, ein Gebäude droht einzustürzen, eine Person befindet sich in einem Gefahrenbereich. Für die örtliche Feuerwehr wäre ein derartiges Ereignis rasch zu groß. Genau dann kommt der Katastrophenhilfsdienst ins Spiel. Insgesamt waren die zwei technische Züge mit 18 Fahrzeugen und 85 Einsatzkräften eingebunden, der Bezirksführungsstab war mit 20 Mitgliedern besetzt und wurde von Vertretern der BH Liezen unterstützt. Während draußen Fahrzeuge anrücken, Geräte ausgeladen und Mannschaften eingeteilt werden, laufen im Führungsstab die Fäden zusammen. Dort werden Informationen gesammelt, Entscheidungen vorbereitet und alle Maßnahmen dokumentiert. Der KHD ist streng gegliedert, die Abläufe sind klar geregelt. Wer welchen Auftrag bekommt, wer welche Lage meldet und wer welche Entscheidung trifft, muss jederzeit nachvollziehbar bleiben. Denn bei einem Großschadensereignis zählt nicht nur Schnelligkeit, sondern vor allem Struktur. Organisiert wurde die Übung von der Freiwilligen Feuerwehr Trieben-Werk unter der Leitung von HBI Monika Haberl, welche gleichzeitig als KHD-Kommandantin des Bezirkes fungiert.
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