Schafrisse: Warten auf DNA-Analyse
Am Gumpeneck im Naturpark Sölktäler wurden mehrere Schafe gerissen. Eine genaue Zahl gibt es nicht. Ob es sich um einen Wolf gehandelt hat, soll eine DNA-Analyse zeigen.

Nach über 100 Jahren durchstreifen wieder Wölfe die Wälder von Österreich und auch vom Ennstal. Niedergelassen hat sich bislang kein Rudel und auch dieses Exemplar, das für mehrere Schafrisse am Gumpeneck im Naturpark Sölktäler verantwortlich sein soll, sei auf der Durchreise, lautet die Einschätzung von Amtstierarzt Robert Gruber. Das Problem: „Der Wolf kann schon eine Zeit bleiben, wenn er – wie auf einem solchen Berg wie dem Gumpeneck – eine gedeckte Tafel vorfindet“, so Gruber, denn Schafe seien die leichteste Beute für den Wolf. Im Vorjahr sei es zu keinen Rissen von Nutztieren gekommen. Es habe jedoch nachgewiesene Fälle bei Rotwild und auch bei Rehwild gegeben. Was heuer anders ist? „Normalerweise tötet der Wolf nur das, was er braucht“, sagt Gruber, doch in diesem Fall seien viele Tiere in kurzer Zeit gerissen worden, die teils nicht gefressen wurden. Dies sei keine ganz normale Verhaltensweise. Ein möglicher Grund: „Dem Wolf wird es zu leicht gemacht, sodass er mehr tötet als er fressen kann.“
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