Gesäuse tritt in die Pedale
Vom Stiefkind zum Gästebringer: Das Gesäuse startet mit neuem Bikeangebot und neuem Beherbergungsbetrieb durch. Schloss Röthelstein geht im Frühsommer wieder in Betrieb.

„Bussi, Baba“ heißt es im Gesäuse, wo eine neue Gravelbike-Strecke „das Beste, das die Region zu bieten hat, verbindet“, sagt Gesäuse-Tourismus-Chefin Jaqueline Egger beim Sommergespräch, zu dem der Tourismusverband, das Stift Admont, der Nationalpark Gesäuse, der Naturpark Steirische Eisenwurzen und die JUFA-Hotels letzten Freitag in den Weidendom geladen hatten. Das aus 1400 meterlangen Weideruten bestehende Wahrzeichen des Nationalparks liegt ebenso wie Wald, Wasser, Berge und Kulturbetriebe entlang der neuen Gravelbike-Strecke, die mehrtägig durch das Gesäuse führt. Die als Schleife angelegte Route soll jedoch „nicht bloß eine Linie auf der Karte sein, sondern eine Einladung, das Gesäuse neu zu entdecken“, betont Egger. Ganz nach „unserem Verständnis, bewusst zu erleben und damit näher an der Natur, den Menschen, den Orten und an sich selbst zu sein“, unterstreicht die Tourismus-Chefin die Bedeutung des nachhaltigen Angebots. Die Anreise ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Gleich neun Bahnhöfe liegen entlang bzw. in der Nähe der Strecke. „Das Auto kann man somit getrost zu Hause lassen“, so Egger. Neben dem Gravelbike – einem geländegängigen Rennrad – ist die Route auch für Mountain- und E-Mountain-Bikes geeignet. Zurückzulegen sind über 180 Kilometer und um die 3000 Höhenmeter, wobei steilere Passagen umfahren werden können.
Weiterlesen mit Ennstaler
Diesen Artikel zu Ende lesen.
Melden Sie sich an, um die ganze Reportage zu lesen - mit allen Hintergründen, Bildern und Stimmen aus dem Tal. Als Abonnent:in haben Sie Zugriff auf alle Beiträge in der Zeitung und auf derennstaler.at.
Mehr aus Region
Alle Artikel im Ressort →
Versetzung wider Willen
Liezens Stadtamtsdirektor wurde – gegen seinen Willen – zum juristischen Leiter bestellt. ÖVP ortet politische Besetzung des Büros, Bürgermeisterin spricht von notwendigen Umstrukturierungen. Der Spitzenbeamte kündigt rechtliche Schritte an.
17. Juli 2026

Der Wolf ist tot
Der erste Verdacht erhärtete Anfang Juni, eine DNA-Probe brachte Gewissheit: Ein Wolf ist am Gumpeneck unterwegs. Das Raubtier wurde vergangenen Sonntag erlegt. Es ist der erste offizielle Abschuss seit vielen Jahrzehnten.
15. Juli 2026

Es bleibt, wie es ist
Kosten in der Höhe von 39 Millionen Euro und marginales Verbesserungspotenzial: Kein Ausbau der B320 durch die Bezirkshauptstadt Liezen.
15. Juli 2026