Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Fri, 22 Jan 2021 08:54:44 +0100 Fri, 22 Jan 2021 08:54:44 +0100 TYPO3 EXT:news news-1603 Thu, 21 Jan 2021 08:41:10 +0100 In der Sackgasse https://www.derennstaler.at/detail/in-der-sackgasse Die Lage in Österreich wird immer schlechter. Es ist zu wenig Impfstoff vorhanden, und was da ist, wird zu langsam und teilweise den falschen Leuten injiziert. Der Lockdown droht die Wirtschaft, vor allem in unserer Region, endgültig zum Stillstand zu bringen, es gibt schon mehr als eine Million Arbeitslose und Kurzarbeiter. Zudem scheint die Wirkung mangelhaft, die Infektionszahlen bleiben konstant. Wir laufen also sehenden Auges ins Verderben, und das Schlimmste ist, es scheint niemanden zu kümmern.
An den fehlenden Impfstoffen der EU allein die Schuld zu geben, greift viel zu kurz. Denn erstens hat Österreich an der Beschaffung prominent mitgewirkt und zweitens sind etwa in Dänemark mit dem gleichen Impfstoffangebot in einer Woche alle Pflegeheime durchgeimpft. Ganz offensichtlich ist also die österreichische Bürokratie nicht einmal in der Lage, die wenigen vorhandenen Impfdosen halbwegs schnell und zielgerichtet zu den Patienten zu bringen. Und das zu den weltweit höchsten Kosten.
Wie das in einem funktionierenden Land aussieht, kann man in Israel beobachten, wo in einem Monat schon über 20 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Übrigens kostet die gesamte Impfung der Bevölkerung mit 200 Millionen Euro ungefähr dasselbe, was ein Tag Lockdown an Schaden anrichtet. Die Verantwortlichen sollten sich also raschest Gedanken machen, wie es weitergehen soll, denn wenn wir warten bis Österreich durchgeimpft ist, brauchen wir nichts mehr aufsperren, weil dann gibt es nichts mehr.

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news-1602 Thu, 21 Jan 2021 08:39:14 +0100 Heimische Skigebiete fahren auf Sicht https://www.derennstaler.at/detail/heimische-skigebiete-fahren-auf-sicht Die Bedingungen sind für Skifahrer derzeit perfekt: Leere Pisten und beste Schneeverhältnisse. Wie lange die Seilbahnen den Betrieb aufrecht halten und in welchem Umfang hängt von künftigen Covid-Vorgaben ab. Bis Mitte Februar sei ein Skibetrieb jedenfalls sicher.
Für die kommenden Wochen haben sich die heimischen Skigebiete unterschiedliche Strategien zurechtgelegt. „Wir fahren uneingeschränkt weiter, alle Lifte sind in Betrieb“, sagt Riesneralm-Geschäftsführer Erwin Petz. Die Struktur sei sonst oft ein Nachteil, doch „jetzt kommt‘s uns zu Gute. Mit drei Liften können wir alle 32 Pistenkilometer abdecken, sogar den heuer neu ausgebauten Europacup-Hang.“ Freilich sei es wirtschaftlich eine Gratwanderung, die großen Kostentreiber, wie die Beschneiung, seien jedoch bereits vorbei. Die Besuchszahlen seien im Anbetracht der Umstände halbwegs zufriedenstellend. Das schreibt Petz dem umfassenden Angebot zu, denn „wenn im Gasthaus die Speisekarte fehlt, braucht man sich auch nicht wundern, dass die Gäste nichts mehr bestellen.“
Nicht der Schnee, sondern Corona ist das Problem
Auf der Planneralm kam in dieser Saison die neue Beschneiungsanlage erstmalig zum Einsatz „Ohne diese Investition hätten wir zu Weihnachten gar nicht öffnen können“, erzählt Geschäftsführer Gerhard Lackner, welcher sich für einen etwas anderen Fahrplan entschieden hat. Trotz einwandfreier Bedingungen sind bis zu den Semesterferien Ende Jänner die Lifte nur von Freitag bis Sonntag in Betrieb. „Erst in der ersten und zweiten Februarwoche geht‘s dann durch“, so Lackner. Wie es dann weitergehe hänge von den Beherbergungsbetrieben ab, denn „ohne Gäste wird‘s im März mühsam.“ Schließlich sei allein durch die 800 Betten auf der Planneralm für eine Grundauslastung gesorgt. Dabei sind die Donnersbacher schon katastrophenerfahren. In den Wintern 2005 und 2011 war das gesamte Gebiet aufgrund von Lawinengefahr gesperrt. „Heuer ist nicht der Schnee das Problem, sondern Corona“, wie Lackner abschließend bemerkt.
Zwischen katastrophal und verträglich
Derzeit sind auf der Tauplitzalm 13 von 17 Liften im Einsatz. Das soll auch bis Ende der Semesterferien so bleiben. Wirtschaftlich sei die heurige Corona-Saison zwischen „katastrophal schlimm und gerade noch verträglich“ zu verbuchen, sagt Bernhard Michelitsch. „Natürlich ist es deprimierend, wenn man bei diesen tollen Verhältnissen nur in etwa ein Drittel der Gäste hat, die normal da wären“, so Michelitsch. Dennoch freue man sich über das Vertrauen der Einheimischen, denn bei den Saisonkarten sei ein geringerer Rückgang zu verzeichnen gewesen.
Geteiltes Leid
Was den Betrieb der Lifte betrifft, sind sich der Hauser Kaibling, die Planai und die Reiteralm einig: Bis Ende der Semesterferien Mitte Februar bleibt auch hier der Betrieb aufrecht, danach wird neu bewertet. Aufgrund der hohen Nachfrage bei den Rodlern ist auch die Gipfelbahn auf der Hochwurzen täglich geöffnet. In den steirischen Semesterferien (6. bis 14. Februar) wird sogar die Skischaukel zwischen Hauser Kaibling und Planai wieder geöffnet. Bei den Umsatzeinbrüchen teilen sich die drei Berge ihr Leid. Die Seilbahnen haben zwischen 70 und 80 Prozent Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen. „Wir hoffen, dass die Hotellerie im März aufsperren darf, dann wäre ein Betrieb im März auch denkbar“, sagt Planai-Chef Georg Bliem. Ganz so optimistisch, dass die Hotellerie noch in dieser Saison öffnen darf, sieht es Klaus Hofstätter, Geschäftsführer vom Hauser Kaibling, nicht: „Die Hoffnung lebt, ich kann es mir aber nicht vorstellen.“ Es heiße jetzt den Schaden minimieren und eingrenzen.
Exklusiv für Tourengeher
Die Galsterbergalm hält es da ähnlich wie die Planneralm: Nur am Wochenende und in den Semesterferien durchgehend. Der Dachstein bleibt weiterhin zu. Die Fageralm ist derzeit zu, aber „wir arbeiten an einem Angebot speziell für Tourengeher“, berichtet Reiteralm-Geschäftsführer Daniel Berchthaller. Grundsätzlich habe man gelernt, noch flexibler und spontaner reagieren zu können. Ob neue Corona-Richtlinien, wie etwa der Zwei-Meter-Abstand, kommen werden und wie man damit umgehe, sei derzeit noch nicht sicher.

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news-1601 Thu, 21 Jan 2021 08:36:49 +0100 Ohne Strom vom Netz: Lassings Bauern werden autark https://www.derennstaler.at/detail/ohne-strom-vom-netz-lassings-bauern-werden-autark Von Frühling bis Herbst benötigen viele Landwirte von Lassing künftig keine Energie aus dem Netz. Der Grund sind leistungsstarke PV-Anlagen, die einen großen Teil des Bedarfs abdecken.
„Eine Landwirtschaft zu betreiben, ist sehr energieaufwendig“, eröffnet Landwirtschaftskammer-Obmann Peter Kettner, der selbst Hofbesitzer ist. Seine Landwirtschaft liegt in Lassing, wo er gemeinsam mit anderen Landwirten eine Initiative für mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gestartet hat. Um den Strombedarf aus dem Netz massiv zu reduzieren, setzt man in Lassing auf Photovoltaik. Finanzielle Unterstützung bei den Anschaffungskosten erhalten die Landwirte durch die Investitionsprämie für Unternehmen. Eine Förderung, mit der die Bundesregierung die österreichische Wirtschaft in Folge der Corona-Krise unterstützen will und die mit der Förderung für PV-Anlagen kombinierbar ist.
Überschüssige Energie wird gespeichert
„Der durchschnittliche Energiebedarf eines Bauernhofs liegt je nach Größe zwischen 20.000 und 50.0000 Kilowattstunden pro Jahr“, erklärt Projektleiter Marc Schweiger von der Firma Eco-Tec. Rund 30.000 Kilowattstunden können Lassings Bauern nun mit ihren eigenen PV-Anlagen produzieren. Der Grund dafür ist eine neue Technologie der Energiespeicherung. „Bei diesen Anlagen wurden kobaltfreie Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien verwendet, die umweltschonend produziert und auch entsorgt werden können“, so Schweiger. Vom Frühjahr bis in den Herbst sorgt diese Technologie dafür, dass Lassings Bauern nahezu autark sind. Wie viel Strom während der Wintermonate aus dem Netz bezogen werden muss, zeigt eine eigene App. Sie informiert ebenso, wie viel Strom aktuell produziert, verbraucht und gespeichert wird.
Förderung bis zum 28. Februar
„Die Nachfrage an erneuerbarer Energie steigt stetig“, sagt Marc Schweiger, denn die Preis-Leistungs-Kurve falle steil nach unten. „Eine PV-Anlage amortisiert sich je nach Verbrauch bei einem Einfamilienhaus nach rund acht Jahren, bei einem Bauernhof schon nach vier bis fünf Jahren“, informiert Schweiger. Als Montagefläche hat man die Dächer der Stallungen gewählt. Alternativ würden sich auch brachliegende Wiesen in Steilhängen anbieten, wie Peter Kettner weiß und betont: „Sollten sich noch weitere Bauern an dieser Initiative anschließen wollen, ist das noch bis zum 28. Februar möglich.“

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news-1600 Thu, 21 Jan 2021 08:34:54 +0100 Harte Probe für die Kameradschaft https://www.derennstaler.at/detail/harte-probe-fuer-die-kameradschaft Auch für die Feuerwehr war das abgelaufene Jahr ein herausforderndes. Heuer stehen der Spatenstich für die neue Einsatzzentrale an sowie die Neuwahl des Bereichsfeuerwehrkommandos.
Der Bereichsfeuerwehrverband Liezen hatte im vergangenen Jahr mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Die Einsatzstatistik der Feuerwehren ist ein Spiegelbild der vorwiegend durch die coronabedingten konjunkturellen Entwicklungen in Bezirk Liezen. Wurden im Jahr 2019 2976 Gesamteinsätze – davon 624 Brandeinsätze und 2352 technische Einsätze – verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr 1968 Ausrückungen. Diese unterteilen sich in 473 Brand- und 1495 technische Einsätze, was einem Minus von 33,9 Prozent entspricht. Zwar konnten dringend notwendige und geplante Investitionen der 95 Feuerwehren des Bezirkes weitgehend umgesetzt werden, jedoch musste der Übungsbetrieb, das Bewerbswesen sowie die Leistungsprüfungen eingestellt werden. Auch ein Großteil der geplanten Veranstaltungen, welche einen wesentlichen Beitrag für Neu- und Ersatzbeschaffungen darstellen, mussten die Organisationen aufgrund der Corona-Maßnahmen absagen. Die Rüsthäuser sollten nur mehr für Einsatz- und Übungszwecke besucht werden, dadurch wurde auch die Kameradschaft hart auf die Probe gestellt. Glücklicherweise blieb der Bezirk Liezen von Naturkatastrophen und Großschadensereignissen im vergangenen Jahr weitgehend verschont. „Wir hoffen, dass im heurigen Jahr der Übungsbetrieb sowie die Leistungsbewerbe wieder stattfinden können. Die Wehrversammlungen haben wir bereits auf das zweite Quartal 2021 verschoben“, berichtet Bereichsfeuerwehrkommandant Heinz Hartl.
Hilfseinsatz für Kroatien
Zwei Tage vor dem Jahreswechsel ereignete sich in Kroatien ein schweres Erdbeben, bei dem sieben Menschen getötet und über 1000 Häuser massiv beschädigt oder zerstört wurden. In Zusammenarbeit von Innenministerium, Bundesheer und Feuerwehreinheiten aus Niederösterreich und der Steiermark konnte ein Transport von rund 80 Notunterkunfts-Containern organisiert werden, der von Graz aus in das Krisengebiet fuhr. Aus dem Bereich Liezen waren zwei Fahrzeuge mit vier Mann an diesem Einsatz beteiligt. Die FF Gröbming führte im zweiten Zug einen Transport zweier Wohncontainer durch. Die FF Irdning war mit einem Kommandofahrzeug als Führungsfahrzeug der steirischen Kräfte im Einsatz.
Neuwahl
Im Abstand von fünf Jahren werden im Feuerwehrwesen die Kommandanten bzw. das Bereichsfeuerwehrkommando gewählt. „Nachdem ich die Altersgrenze von 65 Jahre erreiche, sind Neuwahlen notwendig. Wichtig ist mir hier ein möglichst nahtloser und fließender Übergang“, erklärt Hartl. Sein Ziel ist ein einheitlicher Wahlvorschlag. Als Nachfolger schlägt er seinen derzeitigen Stellvertreter Reinhold Binder vor. Die Neuwahlen gehen mit 22. Oktober 2021 über die Bühne.
Neue Einsatzzentrale
Bereits im Frühjahr erfolgt der Spatenstich für die neue Einsatzzentrale in der östlichen Gewerbezone von Liezen. Da die Stadtgemeinde Liezen seit einigen Jahren auch für die Bergrettung geeignete Räumlichkeiten suchte, entstand die Möglichkeit einer gemeinsamen Projektumsetzung des Neubaus. Als Bauherr und Eigentümer des Gebäudes treten der Bereichsfeuerwehrverband sowie die Stadtgemeinde auf. Wert gelegt wurde bei der Planung vor allem auf hochfunktionelle Lösungen im Bereich des Krisen- und Katastrophenmanagements. Geschaffen werden im Außenbereich ausreichend Aufstellflächen für taktische und technische Einheiten im Falle von Großschadensereignissen. Eine unabhängige Notstromversorgung ist gegeben. Am 10. Dezember fand die Bauverhandlung statt, sodass nun die Ausschreibungen für die Gewerke und Bauarbeiten erfolgen können. Der Spatenstich soll im Frühjahr erfolgen, die Fertigstellung ist mit Oktober 2021 geplant.

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news-1599 Thu, 21 Jan 2021 08:33:31 +0100 Mika Vermeulen hegt Visionen für die Zukunft https://www.derennstaler.at/detail/mika-vermeulen-hegt-visionen-fuer-die-zukunft Als Quereinsteiger zeigte der ehemalige Kombinierer Mika Vermeulen zuletzt bei der „Tour de Ski“ mit Gesamtrang 40 auf.
Diese traditionelle Langlauf-Weltcupserie begeisterte den Rams­auer sehr. „Es ist brutal hart, aber das hat es einmal gebraucht. Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass die Veranstaltung das geilste Rennen des Jahres ist. Auch wenn es mit dem derzeitigen Kalender nicht möglich ist, könnte man überlegen, mehrere solche Events zu veranstalten“, schielt Vermeulen in Richtung FIS und sieht dabei den Radsport als Vorbild.
Der 21-jährige Langlaufathlet hat auch gleich ein paar Vorteile zur Hand: „Wir hätten einen geringeren Reiseaufwand, jetzt fliegen wir ja kreuz und quer. So gesehen wäre das auch für die Umwelt besser. Und medial würde es sich ebenfalls besser vermarkten lassen.“ Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. Aktuell hat für Mika Vermeulen, der zur Zeit wieder in Norwegen schuftet, vor allem die U23-WM in Vuokatti (Finnland) Mitte Februar Priorität: „Ich denke, dass ich dort um die interessanten Plätze mitreden kann.“

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news-1597 Thu, 14 Jan 2021 08:43:13 +0100 Asoziale Netzwerke https://www.derennstaler.at/detail/asoziale-netzwerke Der Sturm aufs Kapitol in Washington wird mit einiger Wahrscheinlichkeit das politische Ende für Donald Trump bedeuten. Auch in seiner eigenen Partei werden die Vorbehalte gegen den Präsidenten immer größer, was ein gutes Zeichen für den Zustand der amerikanischen Demokratie ist. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack, denn man hätte kaum für möglich gehalten, mit welch dreisten Behauptungen man in den USA etwas in Bewegung setzen kann.
Eine Hauptrolle bei der systematischen Aufwiegelung von Teilen der Bevölkerung spielten die sozialen Medien. Es ist zu beobachten, dass ein gewisser Teil der Bevölkerung Facebook und Twitter mehr Glauben schenkt, als man je vermuten würde. Die abstrusesten Gedanken finden im Netz Gefolgschaft, Plausibilität wird oft nicht geprüft, Hauptsache, man wird in seiner vorgefassten Meinung bestätigt.
Dieses Problem ist allerdings kein amerikanisches, auch in Europa ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Zu Recht pocht die hiesige Politik auf eine strengere Kontrolle der Inhalte, was in der realen Welt illegal ist, muss auch im Netz verboten sein. Sich nur auf diesen Standpunkt zurückzuziehen ist allerdings zu wenig. Alle sind gefordert, mündige Bürger zu forcieren, die Politik, die Wirtschaft und auch die klassischen Medien. Wer ordentlich ausgebildet und zum sachlichen Diskurs auch über strittige Themen in der Lage ist, läuft am wenigsten Gefahr, den Blendern in den sozialen Netzwerken auf den Leim zu gehen.

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news-1596 Thu, 14 Jan 2021 08:41:35 +0100 Demos im Bezirk: Corona-Spaziergänge sorgten für Aufregung https://www.derennstaler.at/detail/demos-im-bezirk-corona-spaziergaenge-sorgten-fuer-aufregung Auch im Bezirk Liezen gab es in den vergangenen Wochen mehrere Corona-Demonstrationen. Die Eindrücke diesbezüglich sind zweigeteilt und auch die Meinungen in der Bevölkerung sind zweigeteilt. Die Polizei spricht von Kontrollen, die Teilnehmer von „roher Gewalt“.
Die größte Demonstration fand am Dreikönigstag in Liezen statt. Rund 30 Personen wurden angezeigt, Gründe waren der fehlende Mund-Nasen-Schutz, das Nicht-Einhalten des Mindestabstandes, einige weigerten sich ihre Identität preiszugeben. Demonstranten berichten dem „Ennstaler“ von „roher Gewalt“ seitens der Polizei und „völliger Eskalation“.
Bereits vor Weihnachten fand in Altaussee der erste Lichterspaziergang gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung statt, es folgten Bad Mitterndorf und Irdning. Bezirkspolizeikommandant Siegmund Schnabl und Chefinspektor Raimund Sulzbacher berichten von jeweils ca. 100 Teilnehmern und vorbildlichen Abläufen. Die Polizei als ausführendes Organ kontrollierte bei jeder Versammlung in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsbehörde, sprich der Bezirkshauptmannschaft, welche auch selbst bei jeder Versammlung vor Ort war. Mittels Lautsprecherdurchsagen wurden die Teilnehmer zu Beginn darauf aufmerksam gemacht, Masken zu tragen sowie den Mindestabstand einzuhalten. „Kurz vor Ende der Spaziergänge wurden seitens der Beamten dann Kontrollen durchgeführt und bei Übertretungen gehandelt“, erklärt Sulzbacher.
Ruhiger Protestzug in Gröbming
Anfang Jänner fanden dann in Gröbming und Liezen zwei weitere „Corona-Spaziergänge“ statt. Pünktlich um 16 Uhr strömten Leute mit Laternen in der Hand herbei. „Man staunte nur, wie breit das Spektrum der Teilnehmer war: erfolgreiche Unternehmer, fleißige Arbeiter, Lehrer, Sozialarbeiter, junge Mütter, aktive Pensionisten – die gesamte Bandbreite. Allesamt gut situierte Leute, keine Rabauken, die vielleicht grölend durch die Gassen ziehen“, berichtet ein Teilnehmer in Gröbming. Die Demonstranten spazierten durch das Ortszentrum von Gröbming, nach knapp einer Stunde löste sich der schweigende Protestzug von selbst wieder auf. „Die Polizisten der Inspektion Gröbming verhielten sich dabei geradezu vorbildlich. Der Zug wurde zwar eskortiert und fotografisch von der Behörde dokumentiert, aber die Polizei fand die richtige Mischung, um jegliche Eskalation zu verhindern“, so der Teilnehmer.
30 Anzeigen in Liezen
Ganz anders gestaltete sich die angemeldete Versammlung am 6. Jänner in Liezen. Die Polizei spricht von in etwa 400 Demonstranten – teils Personen aus dem Bezirk Liezen, teils von anderen Bezirken. Rund 45 Polizisten waren im Einsatz, davon zwei Beamte mit ihren Hunden sowie Exekutivbeamte von der Einsatzeinheit Steiermark. Die Teilnehmer wurden von Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher eingangs begrüßt. Der Weg führte dann vom Bahnhof über den Fronleichnamsweg bis zur Hauptstraße und weiter über die Ausseer Straße bis in die Döllacherstraße, wo die Exe­kutivbeamten Kontrollen hinsichtlich Mund-Nasen-Schutz und Mindestabstand durchführten, die laut Polizei bereits bei Beginn der Versammlung angekündigt wurden. Da und dort hörte man „Friede, Freiheit und Demokratie“ im Kanon. Während des ganzen Zuges gab es viel Lob für die Exekutive, bis 300 Meter vor dem Ende der Demo die Situation eskalierte. „Die Polizei trichterte genau auf Höhe der Polizeiinspektion Liezen in der Döllacherstraße die Straße ab, um Maskenkontrollen durchzuführen. Durch dieses künstlich herbeigeführte Einengen konnten die Abstände natürlich nicht mehr eingehalten werden, es begann sich zu stauen, es entstand Hektik und Stress“, erzählt ein Teilnehmer. Eine Dame kollabierte und die Rettung musste gerufen werden. Die Demonstranten sprechen von einem „Musterbeispiel, wie sich eine Eskalationsspirale zu drehen beginnt“. Außerdem seien Teilnehmer aus dem Zug mit roher Gewalt „herausgefischt“ worden. Schnabl und Sulzbacher dazu: „Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut und wenn es den Richtlinien entspricht, wird man nichts dagegen sagen. Bei Übertretung müssen wir jedoch handeln.“ So wurde beispielsweise ein Mann von fünf Polizisten abgeführt, da er sich einer Identitätsfeststellung verwehrte und ein Messer bei sich trug. In Summe hagelte es in Liezen rund 30 Anzeigen.

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news-1595 Thu, 14 Jan 2021 08:40:23 +0100 St. Gallen: Neue Multisportanlage geplant https://www.derennstaler.at/detail/st-gallen-neue-multisportanlage-geplant Am ehemaligen Tennisplatz im Ortsteil Weißenbach in St. Gallen ist die Errichtung einer Multisportanlage geplant. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 170.000 Euro.
Davon werden 60 Prozent durch eine Leader-Förderung abgedeckt. Da die Anlage auch von der Mittelschule mitbenützt wird, beträgt der Eigenmittelanteil der Gemeinde St. Gallen ca. 35.000 Euro. Nach dem Aufbau eines schulnorm und sportanlagenkonformen Bodenaufbaues wird die Multisportanlage mit einem Bandensystem aufgesetzt. Neben Fußball, Handball, Volleyball oder Basketball kann im Winter auch ein Eislaufplatz betrieben werden. Der Zugang zur Sportanlage soll straßenseitig erfolgen. „Durch die schulische Nutzung durch die Mittelschule Weißenbach erhöht sich das sportliche Angebot der Mittelschule im Freien massiv. Weiters ist die Sportanlage von der Schule zu Fuß in nur wenigen Minuten erreichbar. Besonders für die junge Bevölkerung der umliegenden Ortschaften wird diese einzigartige Anlage in unserer Region interessant sein“, so LAbg. Armin Forstner, Bürgermeister
von St. Gallen.

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news-1594 Thu, 14 Jan 2021 08:36:56 +0100 Hilfsgüter in Kroatien angekommen https://www.derennstaler.at/detail/hilfsgueter-in-kroatien-angekommen Mehrere Initiativen riefen kürzlich zur Hilfsaktion für Erdbebenopfer in Kroatien auf. Nun wurden die Spenden in die betroffenen Gebiete transportiert.
Bei der Privatinitiative des Vereins „Heimatverein Kroatien“ in Liezen formierten sich unzählige kroatische Bürger, die schon lange im Ennstal leben. Insgesamt neun Fahrzeuge starteten vor kurzem um drei Uhr früh Richtung Kroatien. Am Grenzübergang Slowenien/Kroatien wurden die Helfer bereits von der kroatischen Polizei erwartet und mit Polizeieskorte direkt in das Krisengebiet geleitet. Die in Österreich lebenden Kroaten aus Stainach und Irdning hatten einige private Adressen, die angefahren wurden. Weiters wurden die Spenden an vier Verteilstationen abgegeben. „Das Elend ist groß, aber die große Dankbarkeit war in den Gesichtern zu sehen. Wir haben nicht nur viele Sachen und Spenden gebracht, sondern auch ein bisschen Hoffnung und Mut machen können. Für uns war das ein Bedürfnis, rasch und gut zu helfen. Es war ein beeindruckendes und trauriges Erlebnis. Viele mussten in Zelten schlafen und sitzen rund ums Feuer, denn es ist bereits eine kalte, feuchte Witterung im Land eingezogen“, so Elisabeth und Harald Schuster, die seit Jahren in Kroatien ihren Urlaub verbringen. Gegen 17 Uhr verließen die Helfer wieder das Erdbebengebiet und traten die Heimreise an.
Spendengewicht: Fünf Tonnen
Wie geholfen werden kann, fragte sich auch Familie Bernat aus Gröbming, die sich nach einigen Überlegungen ebenfalls dazu entschlossen hat, eine kleine Spendenaktion zu organisieren. Aus einer übersichtlichen Spendeninitiative mit zunächst zwei geplanten Fahrzeugen wurde eine enns­talweite Kampagne. Innerhalb weniger Tage konnten Spenden mit einem Gewicht von rund fünf Tonnen gesammelt werden. Familie Bernat wurde schnell klar, dass diese Spendenaktion nicht mehr alleine bewältigt werden konnte und holte sich zahlreiche Unternehmen und Privatpersonen aus dem Ennstal ins Team. Am 9. Jänner um 4.30 Uhr machte sich das zwölfköpfige Team, bestehend aus Bekannten und Freunden der Familie, auf die Reise, um die Güter den Erdbebenopfern höchstpersönlich zu übergeben. Familie Bernat war die persönliche Übergabe ein großes Anliegen, um sicherzustellen, dass jene Menschen die Spenden bekommen, die diese wirklich benötigen. Nach 21 Stunden und 1100 zurückgelegten Kilometern kehrte das Team wohlbehalten ins Ennstal zurück.

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news-1593 Thu, 14 Jan 2021 08:28:21 +0100 Hart erkämpfter dritter Platz https://www.derennstaler.at/detail/hart-erkaempfter-dritter-platz Moran Vermeulen holte Bronze bei den österreichischen Cyclocross-Meisterschaften.
Unter strengen Hygienemaßnahmen wurden am vergangenen Sonntag im niederösterreichischen Waidmannsfeld die österreichischen Meisterschaften im Cyclocross ausgetragen. Neben zahlreichen anderen Startern nahm auch der Ramsauer Moran Vermeulen dieses Querfeldeinrennen in Angriff. Die drei Kilometer lange Strecke rund um das Fußballstadion von Waidmannsfeld verlangte den Athleten dann alles ab. Moran Vermeulen kam mit den Verhältnissen gut zurecht und setzte sich mit zwei Konkurrenten vom Rest des Feldes ab. Der Fahrer des Teams Felbermayr Simplon Wels baute gemeinsam mit Daniel Felberspiel (Team Voralberg Santic) und Gregor Raggl (Team Vaude) den Vorsprung sukzessive aus, wobei das Trio laufend mit den schwierigen Bedingungen auf der Strecke zu kämpfen hatte. Es kam immer wieder zu Stürzen in der Spitzengruppe und so musste auch Moran Vermeulen in der Schlussrunde zweimal in Folge unfreiwillig vom Rad absteigen. Schlussendlich konnte der heimische Radprofi die verlorene Zeit nicht mehr aufholen und beendete das Rennen am Ende schlussendlich mit 36 Sekunden Rückstand auf den Sieger Daniel Federspiel (Tirol) am 3. Rang: „Das war richtig brutal heute. Ich habe alles gegeben und bin mit der Bronzemedaille zufrieden. Die Strecke war einer Staatsmeisterschaft im Querfeldein würdig“, so Moran Vermeulen. Für den Ramsauer ging es bereits diese Woche mit einem befreundeten Triathleten zu einem Trainingslager nach Frankreich. „Bei uns liegt derzeit zu viel Schnee und ist es auch zu kalt, somit weiche ich ein paar Wochen aus“, so Moran Vermeulen.

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news-1598 Wed, 13 Jan 2021 11:05:00 +0100 Gegen den Quarantäne-Blues https://www.derennstaler.at/detail/gegen-den-quarantaene-blues Seit dem ersten Lockdown laden die Lehrerin und Sportstudentin Nora Steinmüller und der Sportlehrer und -wissenschafter Josef Rottensteiner regelmäßig unterhaltsame und qualitative Videos zu verschiedensten Übungen auf ihren Youtube-Kanal.

Darunter befindet sich auch die 20-teilige Homeschooling-Challange, konzipiert für Schüler/innen ab der Primarstufe (Volksschule). In kurzen, einfach gehaltenen Aufgaben geht es darum, seine Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen. Als Hilfsmittel wird verwendet, was der Haushalt so zu bieten hat – so muss man Klopapierrollen mit den Füßen in Körbe werfen, Stifte auf Tassen balancieren oder ein T-Shirt in verschiedenen Positionen anziehen. Auch Erwachsene sind dazu eingeladen, mitzumachen und ihr inneres Kind zum Vorschein zu bringen.

Neben den unterhaltsamen Challanges finden sich im Sportlexicon auch viele Videos zu methodischen Übungen für den Sportunterricht. Gegliedert in Kategorien wie Turnen und Leichtathletik, sollen die Beiträge als Gedankenstütze für Sportlehrer dienen. Da Nora und Josef im ersten Lockdown ohnehin Videos für Universität und Schule drehen mussten, wollten sie die Gelegenheit gleich nutzen, Inhalte für jedermann zur Verfügung zu stellen. Die Zeit haben sie auch fleißig genutzt, so kann man mittlerweile in fast 70 Beiträgen hilfreiche Anleitungen zu den verschiedensten Übungen finden, übersichtlich gegliedert in Playlists. Schön sei dabei die Freiwilligkeit, so Nora Steinmüller: „Niemand wird dazu gezwungen, die Videos zu schauen und die Übungen zu machen. Wer das tut, tut es freiwillig. Wir haben bereits viel positives Feedback bekommen von Eltern, die dankbar sind für eine lustige Beschäftigung ihrer Kinder am Nachmittag. Da haben wir das Gefühl, etwas Sinnstiftendes zu machen.“ Genauere Anleitungen zur Homeschooling-Challenge mit anschaulichen Grafiken von „vlamingo“ kann man online erwerben.

Auch Fitness-Begeisterte werden im Sportlexicon fündig: Über den Sommer drehte das dynamische Lehrerpaar 15 Workouts an den schönsten Plätzen Österreichs. In sieben Minuten begleiten sie abwechselnd durch Ober-, Unter- und Ganzkörpertrainings ohne Hilfsmittel. Auf ihrem Instagram-Account gibt es einen dazugehörenden vierwöchigen Work­out-Plan.

Seit März ist das Sportlexicon gewachsen und zählt auf YouTube mittlerweile über 600 Abonnenten. Auch die Bildungsdirektion Niederösterreich ist darauf aufmerksam geworden und ging prompt eine Kooperation ein. Begeistert vom positiven Feedback, möchten die beiden weiterhin jeden Dienstag um 16 Uhr ein Video hochladen. „Für uns ist der Beruf auch Berufung, es gehen zwar viele Stunden in die Produktion dieser Videos, aber für uns ist es ebenso Arbeit wie Vergnügen. Wir machen ohnehin fast täglich Sport, da nehmen wir die Leute gern mit und motivieren sie, die Freude an der Bewegung zu finden“, so Nora Steinmüller.

Wer bereits das eine oder andere Video gesehen hat, dem könnten die immer präsenten weißen Sportsocken aufgefallen sein – ein weiteres Projekt, erzählt der Mitterberger Josef Rottensteiner. Bei der vergeblichen Suche nach nachhaltigen Sportsocken kam die Idee, ein eigenes Label zu gründen. Die Kriterien dabei sind nachhaltige Materialien und die Produktion in Europa. Im Moment noch in Entwicklung, könnten sie schon bald zum Verkauf zur Verfügung stehen.

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news-1592 Thu, 07 Jan 2021 08:17:31 +0100 Tot und pleite? https://www.derennstaler.at/detail/tot-und-pleite Die neue Woche startet gleich mit einer Reihe von unerfreulichen Tatsachen: Der totale Lockdown wird bis (mindestens?) 24. Jänner verlängert, der wirkliche Impfstart erfolgt erst nächste Woche und die geplanten Testungen sind verschoben. Von Aufbruchsstimmung kann also keine Rede sein, vielmehr ist die Ungewissheit so groß wie nie zuvor. Eigentlich weiß niemand wie es weitergeht, von einer Perspektive für die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Kulturschaffenden und die Schulen kann keine Rede sein.
Leider sind wir im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ländern offenbar auch nicht in der Lage, eine rasche Durchimpfung der Bevölkerung zu bewältigen. Ob daran fehlender Impfstoff, die Organisation, der Föderalismus oder alle gemeinsam schuld sind, mag innenpolitisch interessant sein. Es hilft aber weder der Bevölkerung noch der Wirtschaft, es wird in den nächsten Monaten weder eine medizinische noch eine wirtschaftliche Verbesserung geben, die der Rede wert ist.
Daher wäre es hoch an der Zeit, endlich gemeinsam an einer möglichst raschen und nachhaltigen Strategie zu arbeiten, statt sich ständig gegenseitig zu lähmen und neue Ideen aus dem Hut zu ziehen. Die Republik brennt lichterloh, die Wirtschaft ist am Ende, die Arbeitslosigkeit explodiert und trotzdem sind die gesundheitlichen Effekte der Maßnahmen, vorsichtig ausgedrückt, überschaubar. Wir brauchen endlich sinnvolle, durchdachte Lösungen, sonst gibt es kein „entweder – oder“ mehr, sondern die Sterberate bleibt hoch und die Wirtschaft stirbt trotzdem.

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news-1591 Thu, 07 Jan 2021 08:15:52 +0100 Flugrettung: Weniger Einsätze, dafür fordernder https://www.derennstaler.at/detail/flugrettung-weniger-einsaetze-dafuer-fordernder Auch in Zeiten der Corona-Pandemie waren die gelben Engel am Stützpunkt Niederöblarn das ganze Jahr uneingeschränkt im Einsatz. In Summe wurden von Christophorus 14 und Christophorus 99 im Jahr 2020 rund 923 Einsätze geflogen, davon 104 Taubergungen.
Der „Ennstaler“ traf sich mit Pilot Robert Schornsteiner, Primarius Reinhard Doppler und Flugretter Albert „Api“ Prugger zum Gespräch. Im vergangenen Jahr waren vor allem im Gesäuse mehr Einsätze im Vergleich zu den vergangenen Jahren zu verzeichnen, merkt Pilot Robert Schornsteiner an. Zu bemerken sei außerdem, dass in der bisherigen Wintersaison Langlaufen, Schneeschuhwandern und Tourengehen boomt. Die Einheimischen nutzen das gesamte Spektrum des Wintersports aus. Durch die Ortskenntnisse ist das Niveau des Wintersports dementsprechend hoch. „Wenn ich eine Woche Winterurlaub in der Region gebucht habe, möchte ich das natürlich ausnutzen und so gehen die Gäste auch bei schlechten Bedingungen dem Wintersport nach. Einheimische und Tagesgäste vertrauen hier mehr auf Wettervorhersagen“, so Schornsteiner. Den großen Unterschied zu den Jahren zuvor sieht die Crew durch die Covid-19-Pandemie in der extrem aufwendigen Versorgung der Patienten im alpinen Gelände. „Auch wenn du körperlich sehr fit bist, bemerkst du die Erschöpfung durch die hohen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen“, erklärt Api Prugger. Auch die Nachbearbeitung von Einsätzen, beispielsweise durch die ständige Desinfektion des Hubschraubers, verlangt der Mannschaft einiges ab. „Je nach Situation rüsten wir uns mit entsprechenden Schutzmaßnahmen. Im Normalfall und bei kurzen Kontakten reichen allgemeine Maßnahmen aus. Im Falle einer positiv getesteten Person gilt natürlich ein Mehr an Schutzausrüstung“, erklärt Reinhard Doppler.
Der Stützpunkt Niederöblarn gehört zu den wenigen Stützpunkten, die mehr Verletzungen als internistische Notfälle fliegen. Zurückzuführen sei dies laut Doppler auf die geringe Bevölkerungsdichte des Bezirkes sowie die ausgezeichnete Versorgung durch Notärzte und das Rote Kreuz.
Das umfassendes Hygienekon­zept der Flugrettungs-Stützpunkte musste in den vergangenen Monaten laufend evaluiert und aktualisiert werden. So wurden eigene Bereiche der Dekontamination geschaffen, vor Dienstbeginn gilt es einen Antigentest zu machen. Auch haben externe Personen derzeit keinen Zutritt, um eine mögliche Einschleppung des Virus zu verhindern. „Wir betreiben sonst aktive Öffentlichkeitsarbeit und laden Schulen ein, sich unseren Stützpunkt anzuschauen, oder veranstalten einen ,Tag der offenen Tür‘. Das mussten wir im heurigen Jahr ruhend legen. Auch Schulungen sind derzeit auf Eis gelegt“, erklärt die Crew.
Impfung als „Lichtblick am Horizont“
Als kritische Infrastruktur und Rettungsorganisation werden die Mannschaften an den Christophorus-Stützpunkten in der zweiten Welle geimpft. „Es wird der jetzige Zustand nicht aufhören, wenn wir uns nicht impfen lassen“, ist Doppler überzeugt und appelliert an die Bevölkerung sich impfen zu lassen. „Überraschend wenige Leute haben Covid als das wahrgenommen was es ist – ein tödliches Virus. Das Krankenhauspersonal erlebt diese Situation ganz anders. Wir sehen täglich Erkrankte, die oftmals mit schweren Verläufen zu kämpfen haben und über Wochen im Spital sind“, erzählt Doppler, Primar am Rottenmanner LKH, der selbst am Coronavirus erkrankte.
Ankauf modernster Hubschrauber
Mitte Dezember hat die ÖAMTC-Flugrettung einen Vertrag zum Kauf von fünf Notarzthubschraubern vom Typ Airbus Helicopters H135 unterzeichnet, welche zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie bei jedem Wetter eingesetzt werden können. Bis Mitte 2024 sollen fünf dieser Hubschrauber ältere Modelle ersetzen. Einer davon wird im Ennstal stationiert sein. Pilot Robert Schornsteiner klärt über die neue Flotte auf: „Hierbei handelt es sich um Fluggeräte mit modernster Ausstattung des Cockpits mit der digitalen Avioniksuite Helionix. Die neuen Hubschrauber sind deutlich leistungsstärker und auch für den Instrumentenflug zugelassen.“
Der C14 ist derzeit von 9 Uhr bis 21 Uhr im Einsatz, der C 99 fliegt von 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der neue Stützpunkt des C 17 in St. Michael ist, um einen maximale Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, rund um die Uhr besetzt und deckt in der Nacht auch den Bezirk Liezen ab.

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news-1590 Thu, 07 Jan 2021 08:14:37 +0100 Stift Admont wird zum Social-Media-Hit https://www.derennstaler.at/detail/stift-admont-wird-zum-social-media-hit Ein Video der weltweit größten Klosterbibliothek ging auf der global agierenden Reiseplattform EarthPix online. Das Ergebnis: Zahlreiche Buchungsanfragen und knapp eine halbe Million Aufrufe schon nach zwei Tagen.
17 Millionen Abonnenten umfasst die globale Reise-Community von EarthPix. Eine Community, die ganz offensichtlich Geschmack an einem österreichischen Kulturschatz gefunden hat. Fast 500.000 Menschen haben ein Video der Klosterbibliothek innerhalb von nur zwei Tagen aufgerufen – ein Teil davon will den Prunksaal mit den geschichtsträchtigen Literaturschätzen nun bald auch vor Ort besuchen. „Wir haben zahlreiche Reiseanfragen aus der ganzen Welt erhalten“, bestätigt Stift Admonts PR-Chef Mario Brandmüller, der im vergangenen Jahr auch Österreichs Staatspreis PR in die Obersteiermark holen konnte. Mit dieser Auszeichnung hat sich das Benediktinerstift Admont zu Europas führendem Kloster im Bereich Online- und Social-Media-Marketing etabliert. „Nun freue ich mich, einen weiteren tollen Marketing-Erfolg für unser Haus verzeichnen zu können“, spricht Brandmüller über den EarthPix-Hit. Wie wichtig es für Admonts Mönche ist, die Kommunikation der katholischen Kirche ins 21. Jahrhundert zu führen, betont Frater Vinzenz Schager: „Soziale Medien spielen für unser heutiges Leben eine große Rolle. Gerade im ablaufenden Jahr wurde klar, wie wichtig solche Plattformen sind. Speziell dann, wenn der Livestream die einzige Möglichkeit ist, an Gottesdiensten teilzunehmen. Neben diesen kirchlichen Feierlichkeiten bietet unser Haus naturgemäß auch eine Vielzahl an Foto- und Videoobjekten für Influencer, wie dem Blogger Sebastian, der unsere Klosterbibliothek auf EarthPix gepostet hat.“ Diesem Marketing-Coup soll bald schon ein weiterer folgen: In wenigen Tagen ist der Auftakt zur weltweit größten Kulturplattform cultour.digital geplant. Offiziell präsentiert wird der überregionale Zusammenschluss von Museen und Kultureinrichtungen am 19. Jänner bei einer europaweiten Online-Pressekonferenz.

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news-1589 Thu, 07 Jan 2021 08:13:29 +0100 Kalwang: OP-Säle generalsaniert https://www.derennstaler.at/detail/kalwang-op-saele-generalsaniert Trotz Corona-Pandemie konnten nach nur fünfmonatiger Bauzeit am AUVA-Unfallkrankenhaus Kalwang zwei neue Operationssäle fertiggestellt werden. Die Investitionssumme betrug rund 1,2 Millionen Euro.
Im Zuge der Generalsanierung wurde in den OP-Sälen auch eine optimierte Anordnung für bildgebende Modalitäten und Dokumentationssysteme geschaffen. Dies bedeutet eine weitere Optimierung der Betriebsabläufe und eine Minimierung der Risikofaktoren. „Mit dem Ambulanzzubau vor drei Jahren und dieser Investition ist der Standort Kalwang wieder auf dem modernsten Standard“, freut sich Günther Stangl, Vorsitzende der AUVA-Landesstelle Graz.

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news-1588 Thu, 07 Jan 2021 08:11:55 +0100 Durchwachsener ÖSV-Langlauf-Auftakt https://www.derennstaler.at/detail/durchwachsener-oesv-langlauf-auftakt Hart umkämpfte Weltcup-Punkte für Österreichs Damen- und Herrenteams bei der Tour de Ski.
Derzeit findet im Rahmen des Skilanglauf Weltcups die 15. Tour de Ski statt. In acht Etappen geht es dabei von Val Mustair über Toblach bis nach Val di Fiemme. Der Start erfolgte dabei am 1. Jänner und das letzte Rennen geht am kommenden Sonntag über die Bühne. Bei den Herren nimmt dabei als einziger Österreicher der 21-jährige Mika Vermeulen zum ersten Mal diese anspruchsvolle Langlauftour in Angriff. Bei den Damen sind mit Teresa Stadlober und Lisa Unterweger zwei rot-weiß-rote Athletinnen am Start.
Zur Eröffnung stand am Neujahrstag ein Skatingsprint auf dem Programm. Der Ramsauer Mika Vermeulen erreichte bei seinem Debüt den 41. Platz und verfehlte am Ende die Qualifikation für das Finale nur um wenige Sekunden. Bei den Damen schieden Lisa Unterweger mit dem 36. Rang und Teresa Stadlober als 56. ebenfalls im Prolog aus. Am zweiten Wettbewerbstag fand das erste Massenstart-Rennen im klassischen Stil bei dieser Tour de Ski statt. Vermeulen kämpfte dabei inmitten der Weltklasse-Athleten um eine gute Position. Schlussendlich belegte der Ennstaler Spitzenlangläufer bei rund 80 Teilnehmern mit einem Rückstand von 2:16 Minuten auf den siegreichen Russen Alexander Bolshunov den 42. Platz. Auf die begehrten Weltcuppunkte fehlten dem Akteur dabei nur 40 Sekunden. Stark verbessert gegenüber dem Sprint präsentierte sich Teresa Stadlober. Die Radstädterin überquerte als 15. Läuferin die Ziellinie, wobei ihr auf die Top-Ten nur acht Sekunden fehlten. Lisa Unterweger vom SK Rottenmann beendete das 10-Kilometer-Massenstartrennen am 44. Platz.
Am vergangenen Sonntag wurde die erste Serie mit einem Verfolgungsrennen abgeschlossen. Mika Vermeulen landete in dem Bewerb auf dem 41. Platz und lag damit nach drei Rennen auf Position 44. Mit dem 17. Platz erlitt Teresa Stadlober wieder einen Rückschlag. In der Gesamtwertung rangierte Österreichs beste Langläuferin Anfang der Woche mit einem Rückstand von 2:08 Minuten auf die Gesamtführende Jessica Diggings an 18. Stelle. Auf die Top-10 fehlten Stadlober zu diesem Zeitpunkt aber nur 47 Sekunden. Lisa Unterweger belegte nach drei von acht Etappen den 42. Platz.
Mit drei Wettkämpfen in Val di Fiemme wird die 15. Tour de Ski an diesen Wochenende abgeschlossen. Am heutigen Freitag kommt das traditionelle Massenstartrennen in der klassischen Technik zur Austragung und am morgigen Samstag steht ein Sprint auf dem Programm. Am Sonntag wird die Langlauftour mit dem erst 2020 eingeführten „Final Climb“, einem Bewerb in freier Technik und Massenstartmodus, abgeschlossen.

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news-1587 Tue, 29 Dec 2020 08:11:00 +0100 Überzeugen statt überrollen https://www.derennstaler.at/detail/ueberzeugen-statt-ueberrollen Nachdem der erste Jubel über die begonnenen Coronaimpfungen vorbei ist, bleiben für unsere nächste Zukunft zwei entscheidende Fragen: Erstens, bis wann eine Durchimpfung technisch und von der Lieferfähigkeit der Pharmafirmen her machbar ist und zweitens, ob sich ein ausreichender Teil der Bevölkerung impfen lassen wird, um die Rückkehr zu einem normalen Leben zu ermöglichen.
Schon die erste Frage zeigt uns, dass wir die Pandemie noch lange nicht überstanden haben. Es wird jedenfalls bis zum Ende des Sommers dauern, bis alle Impfwilligen auch eine Immunisierung erhalten haben. Bis dahin drohen uns somit weitere Lockdowns samt allen Auswirkungen auf Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und vor allem das allgemeine Lebensgefühl. Der Jubel über den Impfstoff kommt also eindeutig zu früh.
Viel schwerer wiegt noch die weit verbreitete Skepsis in der Bevölkerung. Wenn man die gewünschte Durchimpfungsrate erreichen will, werden weder Zwang noch Verschlechterungen für Nichtgeimpfte oder ein „Zuckerl“ eine Lösung darstellen. Was es braucht ist ehrliche Aufklärung der Bevölkerung und nicht eine Kampagne, die alle Gegenargumente niederwälzt.
Nur wenn man einen großen Teil der Bevölkerung wirklich von der Impfung überzeugen kann, werden wir in absehbarer Zeit wieder ein normales Leben führen können. Dabei kann auch die Vorbildwirkung eine große Rolle spielen, also lassen Sie sich überzeugen, lassen Sie sich impfen und reden Sie darüber.

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news-1586 Tue, 29 Dec 2020 08:09:37 +0100 Forschung im Zeichen des Klimawandels https://www.derennstaler.at/detail/forschung-im-zeichen-des-klimawandels Auf Versuchsparzellen in Raumberg-Gumpenstein werden in einem einzigartigen Freilandexperiment zukünftige Klimaverhältnisse simuliert. Aus den Erkenntnissen leiten die Wissenschaftler Strategien für die Zukunft ab.
Die deutlichen Auswirkungen einer globalen Klimaveränderung sind zunehmend spürbar. Sensibilisiert durch zahlreiche außergewöhnliche Wetterereignisse wie Stürme, Hochwasser, Dürrekatastrophen, Hitzewellen und eher schleichende Veränderungen wie Gletscherschmelze, Anstieg des Meeresspiegels oder auch die Zunahme des Artensterbens, ist den meisten Menschen bewusst, dass wir früher oder später alle die Folgen dieser Entwicklungen hautnah spüren werden. In Raumberg-Gumpenstein forschen Wissenschaftler seit Jahren intensiv an den Folgen des Klimawandels für das Ökosystem Grünland. Die verschiedenen Klimaregionen in Österreich sind nicht nur für den Reichtum und die Vielfalt der alpenländischen Kulturlandschaft verantwortlich, sondern machen unser Land für die Folgen des Klimawandels auch besonders verwundbar. Während beispielsweise die globale Mitteltemperatur seit 1880 um 0,85 Grad Celsius angestiegen ist, betrug die Zunahme in Österreich im gleichen Zeitraum mit 2 Grad Celsius mehr als das doppelte. Die Landwirtschaft mit ihrer direkten Abhängigkeit vom Wetter und den klimatischen Bedingungen ist von all diesen Veränderungen unmittelbar betroffen.
Klimafolgenforschung im Dienst der Grünlandwirtschaft
Während Klimaforscher immer neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie und in welchem Ausmaß sich das Klima selbst verändert, bleiben die konkreten Auswirkungen dieser Veränderungen auf bestimmte Aspekte unseres Wirtschaftens meistens auf Schlussfolgerungen und Annahmen, basierend auf bestehendem Wissen, beschränkt.
Die Forscher der HBLFA Raumberg-Gumpenstein gehen seit etwas mehr als zehn Jahren der Frage nach, wie sich ein zukünftiges Klima auf das Ökosystem Grünland und dessen Bewirtschaftung auswirkt. „Entsprechend den Prognosen der Klimaforscher simulieren wir die wichtigsten Klimafaktoren in einem sehr aufwendigen und weltweit einzigartigen Freilandexperiment und beobachten mit wissenschaftlicher Sorgfalt, wie die Pflanzen, der Wassergehalt im Boden sowie der Gasaustausch von Boden und Pflanze darauf reagieren“, erklärt der wissenschaftliche Leiter der Abteilung Grünland, Andreas Schaumberger. „Wir haben dazu 54 Versuchsparzellen mit einem Heiz- und Begasungssystem ausgestattet, mit dem wir die Temperatur durch Infrarotbestrahler erhöhen können. Gleichzeitig können wir auch die Ursache der Temperaturerhöhung, nämlich die Zunahme der Treib­hausgaskonzentration in der Atmosphäre, simulieren, indem wir die Versuchsparzellen mit Kohlendioxid angereicherter Luft begasen.“ Da in Zukunft Dürreperioden sehr wahrscheinlich häufiger auftreten werden, habe man auf dieser Anlage auch die Möglichkeit, den Regen von Versuchsparzellen mittels Regendächern für eine bestimmte Zeit abzuhalten und damit Trockenheit und Dürre zu simulieren. Begleitet wird die Freilandsimulation von einer ganzen Reihe regelmäßig stattfindender Messungen und Beobachtungen, welche den Einfluss des zukünftigen Klimas auf die unterschiedlichen Aspekte des Ökosystems Grünland genau erfassen.
Auswirkungen der Klimaveränderung
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Gumpenstein Ende der 1950er-Jahre hat sich die Vegetationsperiode bereits um etwa zwei Wochen ausgedehnt. „Bei den Simulationen eines zukünftigen Klimas auf unserer „ClimGrass“-Versuchsanlage haben wir festgestellt, dass die Vegetation durch die höheren Temperaturen um weitere zwei Wochen früher startet. Außerdem entwickelt sich der Grünlandbestand im zukünftig wärmeren Klima deutlich schneller und ist bei jedem Aufwuchs um etwa zehn bis 14 Tage früher erntereif“, erklärt Schaumberger. Daraus ergebe sich für Grünlandwirte grundsätzlich die Möglichkeit, ihre Wiesen innerhalb der längeren Vegetationsperiode öfter zu ernten und damit mehr Ertrag zu erwirtschaften – allerdings unter der Voraussetzung, dass Niederschläge in ausreichender Menge vorhanden sind. Besonders problematisch für die Landwirtschaft sind intensive und langanhaltende Dürreperioden, da sie einerseits großflächig auftreten und andererseits zu massiven Ernteausfällen führen. „Bei unseren Dürresimulationen haben wir beobachtet, dass sich Trockenheit besonders drastisch auswirkt. Je nach Dauer und jahreszeitlichem Auftreten der Dürre ergeben sich massive Ertragsverluste, die bis zu einem Totalausfall reichen können“, so der Grünlandforscher. Allerdings habe man auch festgestellt, dass Grünlandbestände, die nicht vollständig zerstört wurden, sich nach einer Dürre sehr schnell wieder erholen können und die Ertragsausfälle in Folgeaufwüchsen zum großen Teil kompensieren können. Aus diesen Erkenntnissen entwickeln die Wissenschaftler Strategien einer bestmöglichen Anpassung der Landwirtschaft an das zukünftige Klima.

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news-1585 Tue, 29 Dec 2020 08:08:11 +0100 Imlauer-Gruppe übernimmt Schloss Pichlarn https://www.derennstaler.at/detail/imlauer-gruppe-uebernimmt-schloss-pichlarn Das Hotel Schloss Pichlarn befindet sich unter neuer Führung. Ab 1. Jänner ist es im Besitz der Imlauer Hotel- und Restaurant-Gruppe. Mit dem steirischen Neuzugang ergänzt das Salzburger Unternehmen seine Standorte in Salzburg und Wien.
Vor 20 Jahren gegründet, hat sich die Imlauer-Gruppe als umsatzstärkstes Hotel- und Gastronomieunternehmen im Bundesland Salzburg etabliert. Vier Hotels in Salzburg und zwei in Wien, allesamt mit zugehöriger Gastronomie wie dem Braurestaurant und dem Pitter-Keller, nennt Imlauer sein Eigen. Als Zielgruppe setzt das Unternehmen sowohl auf Touristen als auch auf die heimische Bevölkerung. Ein Kurs, den man auch in Pichlarn einschlagen will: Das Anwesen biete genügend Platz, um sogar ein eigenes Landgut mit Landwirtschaft zu betreiben. So könne man den Gästen auch selbst hergestellte Produkte anbieten, heißt es in einer Presseaussendung der Hotel-Gruppe. Den Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit gerichtet, ist man auch um regionale Geschäftspartner bemüht. „Wir pflegen langfristige und beständige Beziehungen zu unseren Zulieferbetrieben und gehen auch mit unseren Mitbewerbern einzigartige, regionale Kooperationen ein“, bestätigt Georg Imlauer. Dabei sei man auch bedacht, die Umwegrentabilität zu steigern, Transportkosten zu senken und die Kaufkraft in der Region zu bündeln. Aktuell beschäftigt Imlauer 250 Mitarbeiter. Mit 1. Jänner wird sich diese Zahl um weitere 100 erhöhen, denn die Hotel- und Gastronomie-Gruppe hat bekannt gegeben, Schloss Pichlarns Mitarbeiter zu übernehmen. Auch die bisherige General-Direktorin Ines Wohlmuther-Maier wurde bereits bestätigt.

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news-1584 Tue, 29 Dec 2020 08:06:51 +0100 Bezirk: Wirtschaft ist vorsichtig optimistisch https://www.derennstaler.at/detail/bezirk-wirtschaft-ist-vorsichtig-optimistisch Insgesamt 820 Unternehmer haben in der Steiermark an den Konjunkturumfrage der WKO teilgenommen. Besonders pessimistisch sind aktuell die Unternehmer im Großraum Graz und in der Hochsteiermark. Am vergleichsweise „besten“ wird die aktuelle Wirtschaftslage im Murtal und in Liezen eingestuft. Für den Bezirk Liezen zeigen die Konjunkturdaten zum Gesamtumsatz und zur Auftragslage einen historischen Tiefstand – aber mit ersten Aussichten auf Besserung.
Bei den Geschäftserwartungen zeigen die Trendpfeile für die kommenden Monate nämlich nach oben. Nach einem durchwegs positiven Start ins Jahr 2020 wurde die Wirtschaft in Liezen durch das Virus jäh gebremst. Eine konjunkturelle Vollbremsung, die sich auch deutlich auf die Saldenwerte zum bisherigen Geschäftsverlauf auswirkt. „Damit haben sich die Erwartungen aus unserer Frühjahrsumfrage leider erfüllt“, erklärt Regionalstellenobmann Egon Hierzegger, der aber auch von einem „ersten Silberstreif am Konjunkturhimmel“ zu berichten weiß. Denn beim Ausblick auf die Geschäftserwartungen der kommenden Monate zeigen die Trendpfeile wieder nach oben. „Damit bleiben zwar vereinzelt Saldenwerte im Minusbereich, zeigen aber einen deutlichen Aufwärtstrend. Kommen keine weiteren einschneidenden Corona-Maßnahmen, könnte die wirtschaftliche Talsohle durchschritten sein“, so Regionalstellenleiter Christian Hollinger.
Umsatz und Auftragslage
76,7 % der befragten Betriebe verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten Umsatzrückgänge, nur 10,9 % wiesen ein Umsatzplus auf. Die Einschätzungen in Bezug auf die künftige Entwicklung haben sich gegenüber der Frühjahres-Umfrage zwar verbessert, eine rasche und nachhaltige Erholung ist aber dennoch nicht zu erwarten: 15,8 % rechnen mit weiteren Umsatzrückgängen, 13,5 % erwarten eine Verbesserung ihrer Umsatzsituation und 61,1 % können zum Umfragezeitpunkt gar keine Einschätzung abgeben.
Die Erwartungen in Bezug auf die Auftragslage sind im Saldo zwar leicht positiv, die Verunsicherung ist aber weiterhin stark ausgeprägt: 13,8 % rechnen mit steigenden Auftragszahlen in den kommenden zwölf Monaten, 12,5 % gehen von weiteren Rückgängen aus und 62,8 % – so viele wie in keiner anderen Region – können gar keine Prognose abgeben.
Preise und Beschäftigung
Preisseitig hatte die Corona-Krise in Liezen bisher kaum einen Effekt, woran sich in den kommenden Monaten nur wenig ändern dürfte. 12,3 % der Befragten gaben an, dass die Preise steigen werden, 9,6 % gehen von sinkenden Preisen aus, die Mehrheit der Unternehmen (69,9 %) rechnet jedoch künftig mit einem gleichbleibenden Preisniveau. Trotz Corona-Krise gibt es in der Region Liezen positive Signale aus dem Investitionsbereich. 53 % planen ihr Investitionsvolumen auszuweiten, vergleichsweise nur 19,8 % gehen von einer Reduktion aus. Als Hauptmotiv gelten in Liezen in 62,6 % der befragten Betriebe Neuinvestitionen.
Auch der steirische Arbeitsmarkt ist durch die Corona-Krise stark unter Druck geraten, in Liezen sind die Auswirkungen aber bisher moderat ausgefallen. Jeder Dritte möchte künftig eher Personal aufstocken, wohingegen 11,3 % von einem Personalabbau ausgehen. 10,3 % können keine Einschätzung zur Personalstandentwicklung abgeben.
 Corona-Hilfsmaßnahmen
Abgefragt wurde im Rahmen des Wirtschaftsbarometers auch die Wirksamkeit der bisherigen Corona-Hilfsmaßnahmen. Die gewerblichen Unternehmen in der Steiermark sehen demnach vornehmlich die Investitionsprämie (60,5 %) und die Corona- Kurzarbeit (52 %) als Schwerpunktmaßnahmen im Zusammenhang mit der Krisenbewältigung. Es folgen mit einigem Abstand Kreditgarantien und Haftungen (20 %), Corona-Hilfsfonds (18,9 %), die Verbesserung der Abschreibungsmethoden (17,7 %) sowie Stundungen von Steuern und Abgaben (17,6 %). In den kommenden sechs Monaten planen die befragten steirischen Betriebe – insbesondere mittelständische und Großunternehmen – vor allem die Investitionsprämie (70,1 %) in Anspruch zu nehmen. An zweiter Stelle rangieren die verbesserten Abschreibungsmethoden (32,2 %), gefolgt von der Corona-Kurzarbeit (27,8 %) und dem Corona-Hilfsfonds (21,5 %). Der Bereich Kreditgarantien und Haftungen ist für 18,8 % von Bedeutung, während Stundungen von Steuern und Abgaben für 15,3 % auch weiterhin als Maßnahme von Relevanz ist. „Die Regierung hat in der Krise entschieden gehandelt. Gemeinsam mit den Sozialpartnern wurden viele Maßnahmen gesetzt, die noch schlimmere wirtschaftliche Auswirkungen verhindert haben. Auf dieser Basis können wir jetzt – wenn wir die Pandemie in den Griff bekommen – den wirtschaftlichen Restart schaffen“, ist Regionalstellenobmann Egon Hierzegger abschließend überzeugt.

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news-1583 Tue, 29 Dec 2020 08:04:59 +0100 Golfprofi Matthias Schwab lässt die Saison Revue passieren https://www.derennstaler.at/detail/golfprofi-matthias-schwab-laesst-die-saison-revue-passieren Der Ennstaler Spitzengolfer Matthias Schwab erholt sich zur Zeit noch in seinem Heimatort Rohrmoos von der vergangenen Saison. Dabei stehen für den 26-jährigen Golfprofi Skitouren und andere aktive Erholung im Vordergrund.
In ungefähr einer Woche startet Matthias Schwab in Dubai mit der Vorbereitung für die neue Saison. Ab 21. Jänner erfolgt für den Athleten in Abu Dhabi der Turnierauftakt im Jahr 2021. Für die Golf-Fans ließ der sympathische heimische Sportler die abgelaufene Saison nochmals Revue passieren. „Nicht zuletzt wegen der Corona-Pandemie war das Jahr 2020 für mich wie eine Hochschaubahn der Gefühle. Nach dem Start beim HSBC Abu Dhabi Mitte Jänner ging die Formkurve kontinuierlich nach oben. Ausgerechnet nach dem 21. Platz beim Qatar Masters und einem richtig guten Gefühl für das nächste Turnier in Indien, das sicher zu einem meiner Lieblingsturniere im Kalender zählt, wurde die Saison abrupt unterbrochen und alles auf den Kopf gestellt. Ich war seit der College-Zeit nicht mehr so lang am Stück daheim.“ So viel Zeit mit der Familie zu verbringen und an der Fitness zu arbeiten, Französisch zu lernen und Playstation zu zocken sei schon sehr cool gewesen. Nach dieser Zeit war Schwab aber froh, als er wieder auf den Golfplatz durfte, um an seinem Schwung zu feilen und seine gesteckten Ziele zu erreichen. Es standen noch große Herausforderungen auf dem Programm. „Ein Highlight für mich war dann die US-Tour, wo ich das erste Major meiner Karriere bestritt. Der folgende 3. Platz beim Barracuda Championship war für den Kopf extrem wichtig. Damit habe ich nämlich bewiesen, dass ich, wenn alles zusammenpasst, auch auf der US-PGA-Tour um den Sieg mitkämpfen kann.“ Es war gleichzeitig auch das beste Endresultat eines österreichischen Golfers auf der US-Tour überhaupt. Eine Woche später spielte er dann als jüngster Österreicher bei einem Major. Zweifelsohne ein Meilenstein in seiner Karriere. „Es war schon richtig genial mit den erfolgreichsten Spielern der Welt auf die Runde zu gehen und die PGA Championship sowie die US-Open nicht nur im TV zu verfolgen. Das Drumherum, die Aufmerksamkeit und das Umfeld – einfach einzigartig. Klar, sportlich gesehen hätte es beim PGA Championship ein bisschen runder laufen können. Ich habe so aber so viel für mein Spiel mitgenommen, so viele Eindrücke gesammelt um bei den kommenden Majors ab dem ersten Abschlag voll da zu sein und genau zu wissen, was mich erwartet“, so Schwab. Nach dem 13. Platz beim Alfred Dunhill Championship und Rang 14. bei seinem Saisonfinale, den South African Open, waren die Akkus richtig leer. Aufgrund der langen Pause im Frühjahr war der Turnierkalender in der zweiten Jahreshälfte extrem dicht gefüllt. Da blieb nicht viel Zeit zum Durchschnaufen. Das zehre am Körper und noch viel mehr an der mentalen Frische, die in seinem Turnierverlauf extrem wichtig sei. „Seit dem Re-Start war ich immer auf Spannung und darum heißt es für mich bis zum Trainingsstart in Dubai die Schläger auf die Seite zu legen und an andere Sachen wie Golf zu denken. In der neuen Saison stehen wiederum viele Highlights auf dem Programm und dabei hoffe ich meine Bestleistung konstanter auf das Grün zu bringen“, freut sich Matthias Schwab schon auf die kommende Saison.

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news-1582 Thu, 17 Dec 2020 09:01:42 +0100 Ein etwas anderes Weihnachtsfest? https://www.derennstaler.at/detail/ein-etwas-anderes-weihnachtsfest Das Jahr 2020 wird wohl eines sein, welches aufgrund der Coronakrise in die Geschichtsbücher eingehen wird – eine Krise, die unsere Welt, unsere Gesellschaft, unsere Politik, unsere Kultur und ja, vor allem jeden Einzelnen von uns persönlich betrifft und beeinflusst!
Krise als Chance
Eine Krise, in ihrer Bedeutung auch als „Wendepunkt“ bezeichnet, kann eine Wende in eine gute oder in eine weniger gute Richtung bewirken, das hängt davon ab, wie wir mit ihr umgehen: wir können sie bejammern und beklagen oder uns darüber ärgern, wir können Schuldige suchen, wir können resignieren und uns als Opfer fühlen, wir können sie verdrängen und so tun, als wäre sie nicht da, all das wird uns aber nicht weiterbringen oder gar helfen.
Wir können aber auch aus der Krise lernen, und versuchen, ihre Botschaft zu hören.
Welche Botschaft könnte die Coronakrise für unsere Welt und jeden Einzelnen von uns denn beinhalten?
Vielleicht einen Aufruf, die Werte unserer Gesellschaft neu zu überdenken – wie zum Beispiel, ob das uneingeschränkte Vergnügen oder das Pochen auf die persönliche Freiheit wertvoller ist, als das Leben der älteren oder kranken Menschen? Also das ICH wertvoller als das DU?
Oder sie gibt uns den Impuls, uns die Frage zu stellen, wie es tatsächlich um die soziale Gerechtigkeit in unserem Land, in der EU, auf unserem Globus und auch in unserem nächsten Umfeld bestellt ist, und was wir persönlich aktiv tun können, um eine gerechtere Welt zu ermöglichen? Ohne eigenen Verzicht im Bereich Luxus und Komfort wird das wohl schwer möglich sein.
Oder die Botschaft, die persönliche Lebenssituation in der Familie ehrlich zu hinterfragen: gerade jetzt kommt so mancher Konflikt durch das enge Zusammenleben der Familienmitglieder, (homeoffice – homeschooling), beziehungsweise durch die fehlenden Ablenkungs- und Fluchtmöglichkeiten aufgrund geschlossener Gastronomie und fehlender Veranstaltungen, ans Licht. Darin liegt die große Chance, auch in unseren Beziehungen etwas zu klären, oder zu verändern.
Was hat das alles mit Weihnachten zu tun?
Die liturgischen Texte in der Adventzeit, also in der Vorbereitungszeit für das Weihnachtsfest, beinhalten immer wieder sinngemäß den Aufruf zur Umkehr, zur Änderung des Lebens, damit der Herr kommen kann! („Bereitet dem Herrn den Weg und bahnt in der Wildnis die Pfade unserem Gott“). Mit „Wildnis“ kann also unser unvollkommenes Leben gemeint sein, das wir ordnen oder verändern wollen, damit Gott in unserem Leben Platz nehmen kann. Corona bietet uns also die Chance, unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Handlungen, Einstellungen und Werte, ja, unser ganzes Leben im Hinblick auf das, was in „Unordnung“ geraten ist, ehrlich zu überdenken und anzuschauen. Das ist der erste Schritt zur Veränderung. Das braucht aber Vertrauen und Mut, und kann auch manchmal sehr schmerzhaft sein, wenn man dabei seiner eigenen Unzulänglichkeit, oder seinen Schwächen oder gar seinen seelischen Verwundungen begegnet.  Doch jetzt kommt das Trostvolle und Wunderbare der Weihnachtsbotschaft ins Spiel:
Gerade dort, wo wir schwach, krank, arm, verletzt, traurig, verzweifelt, schuldig oder einsam sind, und zulassen, dass wir Hilfe, Trost, Vergebung und Heilung brauchen, dort sind wir am ehesten bereit, auf Gott zu hoffen und seine Hilfe zu erbitten und anzunehmen! Das ist der Moment der größten Chance in jeder Krise: nämlich die Chance der Gottesbegegnung, die oft auch durch die Begegnung mit einem anderen Menschen, der mich versteht, mir hilft, mich tröstet, mich liebt, passieren kann.
Bei Georg Friedrich Händel im „Messias“ heißt es: „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott!  Bringt die Freudenbotschaft nach Jerusalem, und rufet ihr zu, dass ihre Drangsal nun beendet ist, und ihre Missetat vergeben!
In der Corona Krise zeigt sich unsere „Drangsal“ in Form von Nöten, wie Einsamkeit, ob in den Heimen oder zu Hause, Unversöhnlichkeit, Ängsten – existentieller Art, bedingt durch Kurzarbeit oder Jobverlust, oder die Angst vor Krankheit und Tod, und unsere „Missetaten“ in Form von egoistischem Verhalten, oder sozialen Ungerechtigkeiten.
Gott ist da!
Gerade jetzt in dieser Krise will Gott uns nahe sein, Hoffnung und Mut schenken, weil er ein Mensch geworden ist, wie wir, um uns zu verstehen und zu lieben! Und alles, was wir uns selbst und einander an Gutem, also an Liebe schenken, kommt letztlich von IHM, von diesem Messias, der die Liebe in uns ist!
Und das ist mein Weihnachtswunsch in diesem Jahr für Sie, liebe Leserinnen und Leser:
Wenn Sie heuer an der Weihnachtskrippe stehen, allein oder im engsten Familienkreis, möge Ihnen diese Nähe Gottes im Herzen spürbar sein: Gott ist da, geboren, um Ihnen nahe zu sein und um Sie und Ihr Leben heil werden zu lassen!

In diesem Sinne, ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Ulrike Schachner
Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin
Institut für Familienberatung und Psychotherapie der Diözese Graz-Seckau, Zweigstelle Stainach

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news-1581 Thu, 17 Dec 2020 09:00:15 +0100 Bezirk: Über 12.000 Corona-Testungen am Wochenende https://www.derennstaler.at/detail/bezirk-ueber-12000-corona-testungen-am-wochenende Am 12. und 13. Dezember nahmen 12.666 Personen aus dem Bezirk Liezen an den Covid-19-Massentestungen teil – 41 Personen waren positiv. In der gesamten Steiermark wurden 248.282 Testabstriche genommen und 996 Ergebnisse sind positiv ausgefallen.
An 13 Standorten im Bezirk Liezen konnte am dritten Ad­ventwochenende das freiwillige Testangebot in Anspruch genommen werden. Innerhalb kürzester Zeit wurden von den Gemeinden die Teststraßen auf die Beine gestellt. Unterstützung erhielten sie vom Roten Kreuz, Bundesheer, Freiwilligen Feuerwehren und zahlreichen freiwilligen Helfern. Auch Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher machte sich an beiden Tagen ein Bild direkt vor Ort: „Den Hauptansturm hat es am Samstagvormittag gegeben, da einige ohne Termin oder vor ihrem Termin gekommen sind. Kleine Verzögerungen bei den Testergebnissen gab es da und dort. Durch die österreichweiten Testungen war das System einfach überlastet“, so Sulzbacher. Deutlich zu erkennen war, dass zum größten Teil ältere Menschen das Angebot annahmen, die Jugend (zehn bis 25 Jahren) ist „praktisch ganz ausgefallen“. Bezogen auf die Gesamtzahl der abgenommenen Tests erhielten steiermarkweit 0,4 Prozent der Getesteten ein positives Ergebnis, im Bezirk Liezen beläuft sich das Ergebnis auf 0,3 Prozent. Auf die maximal berechtigte Testzielgruppe in der Steiermark gerechnet, haben damit 23,3 Prozent an den Tests, im Bezirk 15,9 Prozent teilgenommen. Zusätzlich wurden laut Angaben der Industriellenvereinigung in letzter Zeit rund 35.000 Mitarbeiter von steirischen Industriebetrieben getestet.
An zehn von 13 Teststationen im Bezirk Liezen versahen rund 188 Feuerwehrkameraden ihren Dienst. Vorwiegend bestand ihre Aufgabe in der Parkplatzregelung, dem Leiten der Ströme der Testpersonen beim Zu- und Abgang und der EDV-Bedienung. Alleine die Freiwilligen Feuerwehren Aigen im Ennstal und Stainach stellten je 25 Mann für diesen Einsatz ab, die Feuerwehren Lantschern und Rottenmann halfen mit je 20 Mann. Umgerechnet bedeutet dies seitens der Feuerwehren des Bezirkes Liezen einen geleisteten Aufwand von rund 2000 Stunden. Unter den eingesetzten Kräften befand sich auch Oberbrandrat Heinz Hartl, der die Testmaßnahmen im Abschnitt Paltental unterstützte. Der Bereichsfeuerwehrkommandant zeigt sich stolz: „Es ist überwältigend, wie viele Kameraden sich spontan in den Dienst der guten Sache gestellt haben und hier gemeinsam mithelfen, viele opfern sogar ihr gesamtes Wochenende. Dieses hohe soziale Engagement zeichnet unsere freiwillige Organisation aus.“ Auch die gute Zusammenarbeit mit Behörde, Bundesheer und Rotem Kreuz lobt OBR Hartl ausdrücklich. Seitens des Roten Kreuzes standen zwischen 100 und 125 Mitarbeiter im Einsatz, der Großteil davon Sanitäter. Auch Bezirksgeschäftsführer Bernhard Gugl machte sich ein Bild von den 13 Teststationen und zeigt sich mit dem Ablauf und der Zusammenarbeit zufrieden. Unterstützt wurde das Rote Kreuz von externen Kräften, wie diplomierten Fachkräften, Ärzten oder Pharmazeuten. Freiwillige Helfer ohne medizinische Qualifikation konnten an die Gemeinden vermittelt werden. „Die Massentestungen gelten als Musterbeispiel, wie wir im Bezirk zusammenarbeiten. Die eingesetzten Kräfte haben perfekte Arbeit geleistet. Die Gemeinden hatten hier eine große Last zu tragen, denn innerhalb kürzester Zeit galt es, die Teststationen auf die Beine zu stellen. Hut ab vor diesen Leistungen“, lobt auch der Bezirkshauptmann die gesamte Organisation. Er sammelt derzeit Verbesserungsvorschläge von den Gemeinden, die dann gesammelt an die Landeswarnzentrale, welche die Testungen in der Steiermark koordiniert hat, übermittelt werden.
Diese Woche tagten Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang via Videokonferenz mit dem steirischen Expertenstab, um über die aktuelle Corona-Situation in der Steiermark zu beraten. Einen Tag nach den flächendeckenden Testungen wurden insbesondere der Ablauf und die Teilnahme daran analysiert und daraus Schlüsse abgeleitet. Auch die Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie die Möglichkeit von dauerhaften Testungen waren Gegenstand der Beratungen. Ergebnisse dazu liegen noch nicht vor. Die Abstimmungen dazu auf Bundes- und auf Landesebene werden in den nächsten Tagen fortgesetzt.

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news-1580 Thu, 17 Dec 2020 08:58:28 +0100 Jugend am Werk eröffnet Produktionsschule https://www.derennstaler.at/detail/jugend-am-werk-eroeffnet-produktionsschule Am Standort in Liezen erweitert Jugend am Werk das bereits umfangreiche Angebot durch eine Produktionsschule. Dort können 25 Jugendliche auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
Vor 70 Jahren gegründet, bietet Jugend am Werk ein breitgefächertes Leistungsangebot, das auf Menschen mit besonderen Bedürfnissen abgestimmt ist. Steiermarkweit existieren 109 Einrichtungen, in denen 1100 Mitarbeiter arbeiten, was Jugend am Werk landesweit zu einer der größten Organisationen dieser Branche macht. In Liezen sind es rund 120 Mitarbeiter, die jährlich zwischen 600 und 700 Personen begleiten und beraten. Mit Jänner wird das Angebot in der Bezirkshauptstadt durch eine Produktionsschule erweitert. In dieser erhalten arbeitslose und arbeitssuchende Jugendliche durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, praktischem Arbeiten und begleitenden Fachunterricht eine berufspraktische Basis-Ausbildung und werden sozialpädagogisch betreut.
Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt
Als Standort hat man das einstige Bank-Austria-Gebäude direkt neben Liezens Ärztezentrum gewählt. 300 m² umfasst die Fläche, auf der künftig 25 Jugendliche auf ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Wie dieser aussieht, ist von Fall zu Fall verschieden. Bei manchen fällt die Wahl auf eine Lehre, andere finden eine Arbeitsstelle oder entscheiden sich, eine weiterführende Schule zu besuchen. Bis es soweit ist, braucht es jedoch die dementsprechende Vorbereitung. „In einer ersten Phase durchlaufen die Jugendlichen die Berufsorientierung und die Berufsvorbereitung. Darauf folgen interne Praktika und anschließend Praktika in der freien Wirtschaft“, sagt die Leiterin von Jugend am Werk Liezen, Elfriede Aster. Wie erfolgreich diese Qualifizierungsmaßnahme ist, wird am Beispiel Leoben sichtbar. Dort betreibt Jugend am Werk eine Produktionsschule nach demselben Prinzip – und das seit mittlerweile zehn Jahren.  
Behindertengerechtes Wohnen
Neben der Produktionsschule bringt das nächste Jahr weitere Neuerungen. Im Frühherbst wird Jugend am Werk ein Wohnhaus am Standort Liezen eröffnen. Damit dieses Projekt realisiert werden kann, investieren das Land Steiermark und die EU ganze zwei Millionen Euro. Schon seit Monaten wird das Gebäude an der Hauptstraße umgebaut. Der Standort im Stadtzentrum wurde ganz bewusst gewählt. Künftige Bewohner können Wege zu Geschäften, Ärzten und Freizeiteinrichtungen zu Fuß bewältigen, was zusätzliche Flexibilität und Lebensqualität schafft. Der Bedarf an behindertengerechtem Wohnen ist in jedem Fall gegeben. In Liezen werden es vier Einzel- und vier Partnerwohnungen sein, die Menschen mit besonderen Bedürfnissen zur Verfügung gestellt werden.
Schulabschluss nachholen
Ein Alleinstellungsmerkmal besitzt Jugend am Werk durch ein Angebot, das sich an Menschen ohne Schulabschluss richtet. In einem Vorbereitungskurs, der zwischen sechs und zwölf Monate dauert, bereiten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Pflichtschulabschluss vor. Das Angebot ist kostenlos und richtet sich an Jugendliche und Erwachsene mit oder ohne Migrationshintergrund. Zusätzlich zur Prüfungsvorbereitung und Berufsbegleitung werden soziale Kompetenz, EDV- und Kommunikationsfähigkeiten geschult. In Liezen ist man vor rund fünf Jahren gestartet. Schon die Bilanz des ersten Kurses konnte sich sehen lassen: Aufgrund der erreichten Grundqualifizierung konnten sich acht der 14 Teilnehmer bereits vor der Endprüfung über eine fixe Lehrstellenzusage freuen.

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news-1579 Thu, 17 Dec 2020 08:56:58 +0100 Backöfen an – noch vor Weihnachten https://www.derennstaler.at/detail/backoefen-an-noch-vor-weihnachten Nach knapp drei Monaten Bauzeit wirft die Bäckerei Steffl Bäck noch vor Weihnachten die Öfen wieder an. Zwischen Brand und Neueröffnung liegen 14 Monate und ein Corona-Jahr.
Schon in den Planungen drehte sich alles um ein Konzept, welches das traditionelle Handwerk in den Mittelpunkt rückt. „Wir verzichten bewusst weitgehend auf maschinelle Verarbeitung und setzen auf Handarbeit“, sagt Sebastian Knapp. Zwar könne man bei weitem nicht mehr die Mengen produzieren wie früher, doch das zahlt auf die Qualität ein. „Der Teig bekommt die Zeit die er braucht, um den besten Geschmack zu entfalten. Außerdem ist Gebäck, das vor dem Backen seine Zeit bekommt, für den Menschen verträglicher. So stoßen wir zwar schneller an die Kapazitätsgrenzen, doch das ist es uns wert“, erklärt der Bäckermeister.
Bei der technischen Ausstattung wurde am wenigsten gespart, denn auch die Backöfen und Reifeschränke spielen eine maßgebliche Rolle. „Wir haben sehr viel Geld bei den Maschinen investiert und technisch sind wir auf dem aktuellsten Stand. Das Herzstück dabei ist der Steinofen“, berichtet Sebastian Knapp. Durch die ruhige Hitze könne hier Gebäck mit ganz besonderem Geschmack entstehen.
Transparenz, Offenheit und Nachhaltigkeit spiegeln sich im Baustil wider. Mit viel Holz, großzügigen Glasfronten und offen gestalteten Räumlichkeiten präsentiert sich die neue Produktionshalle als eine kompakte Einheit. Mittels Wärmerückgewinnung der Kühlung wird zusätzlich effizient und sorgsam mit der Energie gewirtschaftet. Nachdem der Betrieb rein elektrisch ausgerichtet ist, liefert ab kommendem Jahr eine Photovoltaik-Anlage einen Teil der benötigten Energie.

Eröffnung vor Weihnachten
Großen Rückhalt bekommt er sowohl von seinen Kunden als auch von seinen Mitarbeitern, denn „fast alle meiner Kunden werden wieder zu uns zurückkommen. Und meine Mitarbeiter, die durch den Brand ihren Job verloren haben, haben mir sofort wieder zugesagt mitzuarbeiten. Das ist für mich die schönste Bestätigung.“ Für sich selbst macht der Bäckermeister ein besonderes Weihnachtsgeschenk, denn die Produktion soll noch vor dem Fest hochfahren. „Derzeit sind wir noch am Tüfteln und Verfeinern, um den besten Geschmack zu finden. Viel fehlt nicht mehr auf das was ich mir vorstelle, aber ich bin Perfektionist. Ab 21. Dezember öffnen wir wieder unsere Filialen und es gibt wieder Gebäck vom Steffl-Bäck“, freut sich Sebastian Knapp.

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news-1578 Thu, 17 Dec 2020 08:55:02 +0100 Saisonstart im Skibezirk I https://www.derennstaler.at/detail/saisonstart-im-skibezirk-i Am vergangenen Sonntag startete der Skibezirk 1 mit einem Training für den Bezirkskader in die heurige Rennsaison.
Sicherheitsabstand und Maskenpflicht am Sessellift störte die Kinder nicht, Hauptsache war endlich wieder auf Skiern zu stehen. Auf der Hochwurzen steht der Sessellift für Kaderfahrer und Leistungssportler zur Verfügung. Am Programm stand freies Skifahren, wobei natürlich auf die Technik Wert gelegt wurde. Die jungen Sportler fanden hervorragende Pistenverhältnisse vor und genossen die ersten Meter auf zwei Brettern.
Der heurige Bezirkscup des Skibezirkes I startet am Sonntag, dem 3. Jänner, mit einem Slalom in Schladming. Die weiteren Termine sind: Samstag, 23. Jänner: Combirace in Ramsau; Sonntag, 24. Jänner: Riesentorlauf in Haus; Samstag, 6. Februar: Slalom auf der Reiteralm; 21. Februar: Riesentorlauf am Galsterberg; 7. März: Slalom in Ramsau und das Finale am 21. März mit einem Parallelriesentorlauf in Ramsau.
Bezirksreferent Rainer Angerer freut sich gemeinsam mit den rennbegeisterten Kindern auf den Start im Jänner. Natürlich jedoch unter der Voraussetzung, dass sich die Situation bezüglich Coronavirus beruhigt und alle Rennveranstaltungen gemäß Plan durchgeführt werden können.

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news-1577 Thu, 10 Dec 2020 08:33:34 +0100 Endgültig überspannt? https://www.derennstaler.at/detail/endgueltig-ueberspannt Wenn die EU für etwas bekannt ist, dann für ihre Fähigkeit, auch in den aussichtslosesten Situationen Kompromisse zu finden, und sei es erst bei der vierten Nachverhandlung. Dieses allseits bekannte Phänomen dürften die Briten aber überschätzt haben, es scheint, als hätten sie den Bogen jetzt endgültig überspannt. Nachdem ja die Briten die EU verlassen wollen und in substantiellen Bereichen bisher auf stur schalten, bleibt der EU wohl nichts anderes über, als den harten Brexit in Kauf zu nehmen.
Die Vorstellung der Briten, weitgehend unabhängig ihre eigenen Gesetze und Normen zu machen und gleichzeitig vollberechtigt am EU-Binnenmarkt teilzunehmen, kann nicht aufgehen. Nur wenn Umwelt-, Arbeits-, Konsumentenschutz- und andere Standards definiert sind, kann es einen fairen und freien Handel ohne Dumping geben. Und dass die Einhaltung dieser Standards einer ordentlichen Kontrolle unterliegen muss, ist ebenso klar. Ein Einlenken in diesen Bereichen ist für die EU also absolut undenkbar.
Wenn nicht noch ein Weihnachtswunder geschieht, werden wir ab Jänner Grenzkontrollen und Zölle zwischen der EU und Großbritannien sehen, samt aller Folgen für die Wirtschaft und die Lebensmittelversorgung in England. Wenn die negativen Folgen für die Briten sichtbar werden, wird es wohl neue politische Konstellationen und schließlich eine Einigung geben. Bis dahin wird dies- und jenseits des Ärmelkanals viel unnötiger Schaden angerichtet, nur weil einige britische Hardliner ein unerreichbares Ziel verfolgt haben.

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news-1576 Thu, 10 Dec 2020 08:31:59 +0100 Skigebiete bereiten sich auf Saisonstart vor https://www.derennstaler.at/detail/skigebiete-bereiten-sich-auf-saisonstart-vor Ab 24. Dezember dürfen nun Seilbahnen und Gondeln öffnen, Gastro- und Beherbergungsbetriebe bleiben geschlossen. In einigen Skigebieten werden, gemeinsam mit Hüttenwirten,
Take-away-Konzepte erarbeitet.

Trotz des verspäteten Starts ist der Tenor der Skigebiete ein positiver, die Freude überhaupt öffnen zu dürfen ist groß, mit enormen Umsatzeinbußen ist natürlich dennoch zu rechnen. Auf der Planai sind ab Weihnachten die Planai-Hauptseilbahn, vier 8er-Sesselbahnen, der Weitmoos-Lift sowie das Hopsi-Winterkinderland geöffnet. Die Schladminger Hüttenwirte arbeiten derzeit mit Hochdruck an einem Take-away-Konzept, sodass die Gäste versorgt werden können. Auf der Hochwurzen wird die Gipfelbahn mit Weihnachten in Betrieb sein. Winterwanderer können am Vier-Jahreszeiten-Weg die Landschaft genießen, auch die Rodelbahn ist am Tag und am Abend geöffnet. Der Galsterberg öffnet ebenfalls am 24. Dezember seine Pforten. Gleichzeitig startet auch die Skibuslinie von Gröbming über Haus und Schladming bis nach Gleiming. Am Galsterberg und auf der Hochwurzen werden aktuell die Aufstiegsspuren für Skitourengeher vorbereitet. Der Dachstein bleibt jedoch bis Ende Jänner geschlossen.
Hauser Kaibling
Mit einer „extra großen Portion“ Motivation freut sich auch das Team des Hauser Kaiblings auf den Saisonstart. Am 24. und 25. Dezember gehen die 8er-Gondelbahn, die Quattralpina, der Kaibling-6er, die Gipfelbahn, Höfi-Express I und II sowie die Tauern-Seilbahn in Betrieb. Ab 26. Dezember werden dann alle Anlagen sowie die Skischaukel Hauser Kaibling – Planai geöffnet sein. Bis einschließlich 21. Dezember können Ski-amadé-Saisonkarten zum Vorverkaufspreis erworben werden. Sollte die Saisonkarte weniger als 15 Tage genutzt werden, gibt es eine aliquote Rückzahlung – unabhängig aller Corona-Einschränkungen – für alle, die sich ihre Saisonkarte bereits im Vorverkauf holen.  
Reiteralm
Mit Zuversicht geht das Team der Reiteralm in die Skisaison. „Nun können wir ab 24. Dezember beweisen, dass unsere Sicherheitskonzepte funktionieren. Wir haben diese über Monate hervorragend vorbereitet und sind davon überzeugt, unseren Gästen einen sicheren Skibetrieb gewährleisten zu können“, so Daniel Berchthaller, Geschäftsführer der Reiteralm. Als einen wesentlichen Punkt sieht er die Aufhebung der Reisewarnungen, damit Gäste aus den Hauptmärkten wie Deutschland, Tschechien, Slowakei, Polen oder auch Belgien und Niederlande anreisen dürfen. Mit den Hüttenwirten erarbeitet man gerade Konzepte, um zumindest eine Grundversorgung der Gäste sicherzustellen. „Teilweise kommen die Skihütten selbst mit ihren Überlegungen auf uns zu, gleichzeitig versuchen wir über die Fachgruppe der Seilbahner einen Schulterschluss mit der Gastronomie zu finden, um gemeinsame Konzepte für alle Skiberge in der Steiermark auf die Beine stellen zu können. Das Thema Take-away verlangt etwas Kreativität, aber wir sind bekannt dafür lösungsorientiert zu arbeiten und deshalb bin ich davon überzeugt, auch in diesem Bereich den Gästen etwas bieten zu können“, zeigt sich Berchthaller zuversichtlich.
Riesneralm
Ab 24. Dezember wird der Betrieb der Liftanlagen und Pisten auf der Riesneralm aufgenommen. Der Saisonkarten-Vorverkauf geht noch bis 21. Dezember. Mit der kostenlosen Schneebären-Versicherung gibt es im Falle einer neuerlich behördlich angeordneten gemeinsamen Schließung aller im Schneebärenverbund befindlichen-Skigebiete eine Rückvergütungsmöglichkeit. „Natürlich ist ein Skibetrieb in Zeiten, in denen Urlauber aus verschiedensten Ländern fehlen, betriebswirtschaftlich sehr ernüchternd. An vorderster Stelle steht bei uns aber die Freude der Öffnung. Wohlwissend, dass durch die fehlende Gastronomie ein wesentlicher Bestandteil für das Skifahren fehlt“, erklärt Erwin Petz, Geschäftsführer der Riesneralm. Gerade die Einheimischen sind jene, die mit ihren Saisonkarten und vielen Tagesskipässen die Stammkundschaft bilden. Auch der großen Verantwortung gegenüber Gästen und Mitarbeitern ist man sich bewusst. „Dieser gewissenhaft nachzukommen hat für uns bei jeder wirtschaftlichen Entscheidung hohe Priorität“, so Petz.
Tauplitz
Auf der Tauplitz hofft man vor allem auf Einheimische, Tagesgäste und Zweitwohnsitzbesitzer. Sorge gibt es bezüglich der Beförderung der Gäste auf den Berg: „Äußerst zweifelhaft sind für uns die geplanten Kapazitätsbeschränkungen in unserer 8er-Gondelbahn, da man hier – bei einer einigermaßen guten Auslastung – eine Stau-Situation am Einstieg der Talstation provoziert und es unseres Erachtens bei Weitem sicherer wäre, wenn man versucht, die Wintergäste schnellstmöglich zur Bergstation zu transportieren“, so Bernhard Michelitsch von der Tauplitz Bergbahnen GmbH. Überlegungen einen Take-away bzw. „Ski-Drive-in“ anzubieten, gibt es bereits seitens der Gastronomiebetriebe im Skigebiet. Die Klarheit, wie Verzehrmöglichkeiten geregelt sind, fehlt jedoch derzeit noch. Abzuwarten sei also der tatsächliche Verordnungstext. Die „WC-Thematik“ scheint im Moment bei den Skigästen tatsächlich eines der größten Probleme zu sein: Auf der Tauplitz gibt es bei allen größeren Liftanlagen und damit über das gesamte Gebiet gut platzierte Toiletten. Eine Problematik sehen die Betreiber  – ob fehlender Alternativen – dass die Sanitäreinrichtungen doch auch zum Aufwärmen verwendet werden könnten.
Kaiserau
Das Skigebiet Kaiserau hat sich intensiv mit Maßnahmenplanungen und Sicherheitskonzepten auseinandergesetzt. Infrastrukturell wurden einige Bereiche adaptiert, wie beispielsweise die Erweiterung des Kassenbereichs. „Es wird auch heuer wieder ein Sicherheitsdienst vor Ort unterstützen, sodass ein stressfreies und sicheres Skivergnügen gewährleistet wird“, erklärt Mario Brandmüller, Geschäftsführer der Kaiserau Tourismus GmbH. Der Vorverkauf für die Saisonkarten geht noch bis 21. Dezember.

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news-1575 Thu, 10 Dec 2020 08:30:49 +0100 „Faszination Ennstal“ in 13 Bildern https://www.derennstaler.at/detail/faszination-ennstal-in-13-bildern Seit kurzem ist der neue „Faszination Ennstal“-Kalender 2021 von Erich Hagspiel erhältlich. Die kritische Einstellung des Autors gegenüber allem Mittelmäßigen spiegelt sich auch in den Fotos über unsere Heimat wider.
„Warten zu können“ ist wohl die wichtigste Eigenschaft eines Fotografen in der Natur, denn der richtige Augenblick, die passende Einstellung, der passende Augenwinkel und die richtige Perspektive, dazu das richtige Wetter und das passende Licht, alles muss bei einer gelungenen Landschaftsaufnahme in Einklang gebracht werden, bevor ein Foto zu einem Kalenderbild werden darf. Kompromisse geht Erich Hagspiel in Aufnahme- und Druckqualität nicht ein und so finden sich wieder neue Anregungen, um unsere Heimat selbst zu erkunden. Der aufwändige Druck samt hochwertiger Hochglanzveredelung erfolgte in der Druckerei Wallig in Gröbming.
Die qualvolle Arbeit des Aussuchens der Bilder nach den verschiedensten Kriterien hat sich auch heuer wieder gelohnt. „Die Erwartungshaltung der kritischen Betrachter muss jedes Jahr aufs Neue erfüllt werden. Jeder interessierte Betrachter sollte sich in irgendeiner Form wiederfinden und das ist bei nur 13 Bildern wie ein gordischer Knoten, den es zu lösen gilt“, erklärt der leidenschaftliche Naturfotograf. Schließlich kann man ein Kalenderbild nicht einfach überblättern. Ein solches Motiv muss den Betrachter nicht nur einen Augenblick, sondern einen ganzen Monat lang faszinieren, begleiten, selbst inspirieren und anregen, aber auch beruhigen und die Sehnsucht zur Natur wecken. „So gesehen, ist die Arbeit an der Produktion jedes Jahr immer wieder wesentlich mehr Aufwand als man zunächst selbst gedacht hat“, meint Erich Hagspiel, als er über das Zustandekommen dieses Kalenders berichtet.
Alles in allem: Auch heuer findet sich in den Bildern des Kalenders „Faszination Ennstal 2021“ wieder ein repräsentativer Querschnitt durch die Landschaften des Bezirkes Liezen in hochwertigster Druckqualität. Erhältlich im Buchhandel und unter www.hagspiel.at.

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news-1574 Thu, 10 Dec 2020 08:29:37 +0100 „Der Berg“: Wege nach draußen https://www.derennstaler.at/detail/der-berg-wege-nach-draussen In diesen Tagen erscheint die 82. Ausgabe vom Alpinjournal des Alpenvereins Haus im Ennstal mit dem Titel „Wege nach draußen“.
Neben zahlreichen alpinen Themen für Jung und Alt und einer Rückschau auf das vergangene Bergjahr wird über die Anfänge des Wintertourismus am Hauser Kaibling mit dem Bau der Tauernseilbahn und den Hauser Schi-Pionier Sepp Brandner berichtet. Einem engagierten Mitarbeiterteam ist es außerdem zu verdanken, dass ein umfangreiches Bergprogramm für Winter und Frühjahr 2021 mit Aktivitäten von sportlich bis gemütlich präsentiert werden kann. Zu Unternehmungen für Kinder und Familien, Langlaufkurse, einer Pferdeschlittenfahrt im Rahmen der „Aktion Bergkameradschaft“ mit Mitgliedern und Freunden mit Handicap sowie Vorträgen des Alpinforums, Brauchtumsveranstaltungen und vielem mehr lädt der Verein ein.
Schitouren-Schulungstag
Vor allem dem ungebrochenen Trend zum Schitourengehen und Schneeschuhwandern will der ÖAV Haus mit seinem Programm Rechnung tragen: Zum Beginn der Saison gibt es am 9. Jänner 2021 einen Schitouren-Schulungstag, bei dem man unter der Leitung von Bergführerin Andrea Tupi und Arzt Sassan Lachini wichtige Informationen über die Vorbereitung einer Schitour bis zur Ersten Hilfe erhält und unter realistischen Bedingungen die Suche mit LVS-Geräten geübt wird. Von Jänner bis April 2021 finden dann insgesamt 13 Schitouren (von leicht bis schwierig, teilweise mehrtägige Veranstaltungen) und fünf Schneeschuhwanderungen statt. Besonders Neueinsteigern will der Alpenverein Haus so die Möglichkeit bieten, im Rahmen einer Alpenvereins-Schi- oder Schneeschuhtour Erfahrung im freien Gelände zu sammeln. Nicht zu vergessen auch die Alpenvereins-Versicherung AWS, die im Mitgliedsbeitrag inkludiert ist und einen umfangreichen Schutz für alle Freizeitaktivitäten bietet.

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