Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Sat, 25 Sep 2021 08:47:39 +0200 Sat, 25 Sep 2021 08:47:39 +0200 TYPO3 EXT:news news-1788 Thu, 23 Sep 2021 08:41:55 +0200 Ende der Generationengerechtigkeit https://www.derennstaler.at/detail/ende-der-generationengerechtigkeit Mit dem Rücktritt des Vorsitzenden der Alterssicherungskommission, Walter Pöltner, verliert Österreich einen der unumstrittensten Fachleute für Pensionsfragen. Er war SPÖ-Gemeinderat, dann in der Arbeiterkammer und im SPÖ-geführten Sozialministerium, hat unter schwarz-blau die letzte ernstzunehmende Pensionsreform 2003 maßgeblich mitgestaltet und brachte es schlussendlich sogar zum Kurzzeitminister. Jetzt wirft er das Handtuch wegen der „unverantwortlichen und arbeitnehmerfeindlichen Einführung der abschlagsfreien Frühpension nach 45 Jahren“ und den „völlig verfehlten außertourlichen Pensionserhöhungen.“ In seiner Position war er ständig ein Mahner, der aber von der Politik nicht gehört wurde. Schließlich gibt es immer eine Wahl und die Pensionisten sind eine der wichtigsten Wählergruppen. Dafür wird allerdings die langfristige Finanzierung der Pensionen aufs Spiel gesetzt. Jahr für Jahr steigen die Ausgaben für die Pensionen immer stärker an und es ist eine Frage der Zeit, bis das ganze System unfinanzierbar wird. Zudem wird auch keine Rücksicht auf Beitragsgerechtigkeit genommen, man versucht einfach möglichst viel einzunehmen, um das System irgendwie am Laufen zu halten.

Am Ende wird die Wahrheit aber ans Licht kommen: Wir werden länger arbeiten müssen, höhere Beiträge zahlen und trotzdem geringere Pensionen bekommen. Mit jedem Jahr, in dem man sich um diese unbequeme Wahrheit herumschwindelt, werden die Belastungen für die heute Aktiven noch höher ausfallen. Man kann also davon ausgehen, dass es absolut keine Generationengerechtigkeit gibt, denn wenn das Geld aus ist, gibt es eben nichts mehr zu verteilen.

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news-1787 Thu, 23 Sep 2021 08:39:34 +0200 Neues Bio-Institut seiner Bestimmung übergeben https://www.derennstaler.at/detail/neues-bio-institut-seiner-bestimmung-uebergeben Das neue Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wurde vor wenigen Tagen feierlich eröffnet. Johann Gasteiner, interimistischer Direktor und Leiter der Forschung, konnte neben Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Landesrat Johann Seitinger zahlreiche Ehrengäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik begrüßen.

Das Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein bearbeitet an drei Standorten Fragen zur biologischen Grünland- und Viehwirtschaft, zur Tiergesundheit, zum Bio-Ackerbau, zur Biodiversität der Nutztiere sowie zu rechtlichen Belangen in der biologischen Landwirtschaft. Der Hauptsitz ist am „Moarhof“ in Trautenfels. 2005 wurde das Bio-Institut gegründet. Da das Verwaltergebäude bereits baufällig war, dienten Container als Bürogebäude. 2019 konnte dann das alte Verwaltergebäude abgebrochen und die Entscheidung getroffen werden, das Bio-Institut neu zu errichten. Rund 3,5 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert. Unter den zahlreichen Ehrengästen fanden sich auch Architekt Karl Brodl, der bereits den Internatstrakt der Schule plante, und Alfred Waschl von buildingSMART Austria. Sie erklärten die Architektur, Funktion und Nutzung des Neubaus. Auf einer Grundfläche von 500 Quadratmetern wurde in einer 14-monatigen Bauzeit ein zweigeschoßiger Bau mit Räumlichkeiten für Büros, ein Seminarraum, Umkleide- und Aufenthaltsräume für Schüler im Praxisunterricht und für Personal sowie alle erforderlichen Nebenräume errichtet. Vor allem auf Nachhaltigkeit wurde viel Wert gelegt: So dominiert der nachwachsende Rohstoff Holz im Innenbereich sowie bei der Außenfassade. Das gesamte Gebäude ist mit Ausnahme der erdberührten Räume in konstruktiver Holzbauweise ausgeführt, wobei auch sehr moderne Architekturelemente wie ein Steildach eingesetzt wurden. Das Institut wurde im Klimaaktiv-Goldstandard errichtet und die südseitigen Fenster und Paneele sind als Photovoltaikelemente ausgeführt. Bei der Errichtung des Gebäudes konnte – erstmals im Bundesbereich und in der Region – vollständig auf Digitalisierung gesetzt werden. Zum Einsatz kamen, von der Planung bis zur Fertigstellung, so genannte BIM-Kriterien (Building Information Modeling). Dabei wird in jeder Projektphase mit einem „digitalen Zwilling“ gearbeitet.

Gerüstet für die Zukunft

„Landwirtschaft steht in einem ständigen Wandel und dies erfordert auch, dass es eine qualitätsvolle Ausbildung für diese jungen Menschen hier gibt, die mit dem Wandel auch umgehen können“, so Landesrat Johann Seitinger in seiner Festansprache. Bundesministerin Elisabeth Köstinger, welche selbst ihre Wurzeln in der biologischen  Landwirtschaft hat, machte sich bereits während der Bauphase ein Bild des neuen Institutes. Sie betonte am Eröffnungstag die breite Vielfalt und großen Möglichkeiten in  der österreichischen Landwirtschaft. „Wir werden es nie schaffen über Quantität am Markt mitzuhalten, aber über Qualität und über die Weiterentwicklung der Landwirtschaft“, so die Bundesministerin. Österreich habe in der EU den größten Anteil an jungen Landwirten. Erstmals konnte auch der Bio-Absatz in Österreich die magische Hürde von zehn Prozent erreichen. Auf der anderen Seite stagnieren jedoch die Einkommen in der biologischen Landwirtschaft. „Wir sind Bio-Europameister und das wollen wir  auch bleiben. Daher erarbeiten wir die Zukunftsstrategie Bio-Landwirtschaft 2030.“ Um am Markt bestehen zu können, gilt es mit Interessensverbänden, Forschungsinstituten und Bauern eine gemeinsame Strategie für die biologische Landwirtschaft zu entwickeln. „Mit unserer Forschungseinrichtung in Raumberg-Gumpenstein werden wir die Bio-Landwirtschaft in Österreich in eine sichere Zukunft führen. Wir werden gemeinsam die Bio-Erfolgsgeschichte in Österreich weiterschreiben“, gratulierte sie zum Neubau. Die Segnung des Gebäudes nahmen die Pfarrherren Michael Unger und Meinhard Beermann vor. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Schülern der Raumberger Musikkapelle.

Wissenschaft und Forschung

Insgesamt werden von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein derzeit rund 200 Hektar, davon 35 Hektar Versuchsparzellen, für die Abwicklung von Forschungsprojekten bearbeitet. Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Boden- und Klimaverhältnisse innerhalb des Bundesgebietes verfügt die Bildungseinrichtung über ständige Außenstellen in Wels-Thalheim, Lambach/Stadl-Paura und Piber. Zur Durchführung der viehwirtschaftlichen Versuche umfasst der Tierbestand durchschnittlich 250 Rinder, 330 Schafe und Ziegen und 250 Schweine. Im gesamten Forschungsbetrieb sind rund 300 Personen beschäftigt, mehr als 50 davon in Schlüsselpositionen als Forscher und Techniker. Im Bereich Wissenschaft und Forschung werden aktuell 108 Forschungsprojekte und weitere wissenschaftliche Tätigkeiten bearbeitet und über die Forschungsdokumentation aufgezeichnet.

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news-1786 Thu, 23 Sep 2021 08:38:10 +0200 Neuer Kindergarten Gröbming feierlich eröffnet https://www.derennstaler.at/detail/neuer-kindergarten-groebming-feierlich-eroeffnet Was mit einer Arbeitsgruppe vor vier Jahren begann, konnte Bürgermeister Thomas Reingruber kürzlich abschließen. Letzte Woche fand die offiziellen Übergabe des neuen Gröbminger Kindergartens statt. 140 Kindergartenkinder werden bereits betreut – Erweiterungspotenzial vorhanden.

„Ich wart seit Wochen auf diesen Tag und tanz‘ vor Freude über den Asphalt…“, mit einer Songtextzeile der „Toten Hosen“ eröffnete Bürgermeister Thomas Reingruber den Festakt der offiziellen Übergabe des neuen Gröbminger Kindergartens. Vor vier Jahren startete eine Arbeitsgruppe mit den ersten Planungen auf einem weißen Blatt Papier. Zu 95 Prozent sei das aber auch der Endentwurf gewesen. Auf 7000 Quadratmetern und einem 3500 Quadratmeter großen Garten werden seit diesem Semester 140 Kinder betreut. Derzeit umfasst der gesamte Kindergarten sieben Gruppen mit einem Erweiterungspotenzial von zwei weiteren Gruppen. Und das ganztägig und 51 Wochen im Jahr. Die Investitionskosten beliefen sich auf 6 Millionen Euro.

Kindergartenleiterin Susanne Puchbauer-Schnabel freut sich über die optimalen Arbeitsbedingungen: „Dadurch wird sich auch die pädagogische Arbeit verändern.“ Zwar drehte sie mit etwas Wehmut den Schlüssel in der Klostergasse um, doch dieses Gefühl sei sofort verflogen, als die Kinder das neue Gebäude mit Leben füllten. Mit welchem Engagement die Kinder und Pädagoginnen am Werk sind, bewies der Kinderchor, der den Festakt zwischen den Ansprachen immer wieder auflockerte. Architekt Gerhard Kreiner erklärte das Gesamtkonzept und strich die besondere Lage des Kindergartens hervor: „Es gibt diese Chance selten, dass man eine große Fläche so zentral hat.“ Dabei betonte er die konstruktive Zusammenarbeit mit der Rottenmanner Siedlungsgenossenschaft. Auch auf die oft kritisch hinterfragte Bodenversiegelung durch den großen Parkplatz ging Kreiner ein. So wird das Oberflächenwasser gesammelt, gefiltert und unterirdisch der Versickerung zugeführt. Die Fläche dient in Zukunft auch als notwendiger Parkplatz für Veranstaltungen. Nach der Segnung durch die Pfarrer Manfred Mitteregger und Andreas Scheuchenpflug ergriff Landeshauptmann-Stellv. Anton Lang das Wort. Mit einem Augenzwinkern begrüßte er Thomas Reingruber. Zwar ist ihm der Gröbminger Bürgermeister ans Herz gewachsen, doch er sei auch einer seiner „teuersten Freunde“ geworden. Der neue Kindergarten sei ein Schmuckstück und Vorzeigeprojekt für die ganze Steiermark, wie der LH-Stv. betont. Die 2,75 Millionen Euro an Bedarfszuweisungen seien gut angelegtes Geld. Nach dem Festakt standen die Kinder im Mittelpunkt. Der Vorplatz glich einem Kirtagsfestgelände und die Kleinsten konnten sich bei der Hüpfburg, Popcorn, Spiel und Spaß amüsieren.

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news-1785 Thu, 23 Sep 2021 08:36:26 +0200 Drehstart für dritten Altaussee-Krimi „Letzte Bootsfahrt“ https://www.derennstaler.at/detail/drehstart-fuer-dritten-altaussee-krimi-letzte-bootsfahrt In Altaussee starteten letzte Woche die Dreharbeiten für die jüngste fiktionale Eigenproduktion von ServusTV. Der Salzburger Privatsender setzt dabei den dritten Roman „Letzte Bootsfahrt“ aus der erfolgreichen Reihe der Altaussee-Krimis von Herbert Dutzler in Szene.

Für Idee, Regie und Drehbuch zeich­net erneut der preisgekrönte Regisseur Julian Pölsler („Die Wand“, „Polt“-Krimis) verantwortlich. Die Dreharbeiten gehen im Septem­ber und Oktober in Altaussee und im Salzkammergut über die Bühne. Die Ausstrahlung der Krimi-Verfilmung folgt 2022. In die Rolle des liebenswürdigen und authentischen Dorf­polizisten Franz Gasperlmaier schlüpft dieses Mal Johannes Silberschneider. Sein Pendant, die neue zuständige Ermittlerin Agathe Herzog, verkörpert Eva Herzig („Landkrimi“). Der zweite Altaussee-Krimi „Letzter Gipfel“ wird dieses Jahr am Samstag, 30. Oktober, ab 20.15 Uhr bei ServusTV zu sehen sein.

Inhalt: Der sympathisch-tollpatschige Dorfpolizist Franz Gasperlmaier aus Altaussee hat es auch in seinem dritten Kriminalfall nicht leicht. In pikanter Pose wird die Leiche eines Geschäftsmannes gefunden. Schnell kommen dubiose Details ans Licht: Bestechung, unseriöse Grundstücksdeals. Immer mehr Puzzleteile fügen ein finsteres Bild aus der Vergangenheit und nach und nach kommt die düstere Seite hinter dem schönen Postkartenidyll zu Tage. Auf den ersten Toten folgt alsbald ein zweiter und rasch wird klar, dass hier ein Serienmörder auf Rachefeldzug ist. Für Gasperlmaier und seine neue Chefin beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

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news-1784 Thu, 23 Sep 2021 08:34:34 +0200 SV Aigen siegte im Spitzenspiel der Runde https://www.derennstaler.at/detail/sv-aigen-siegte-im-spitzenspiel-der-runde TUS Ardning feierte im Derby den ersten Saisonsieg

Bei herrlichem Fußballwetter und einer ansehnlichen Kulisse ging am vergangenen Sonntag das Spitzenspiel der Gebietsliga zwischen dem SV Aigen und SV Radmer über die Bühne. In einer großteils ausgeglichenen ersten Halbzeit gingen die Hausherren in der 27. Minute durch Karl Michael Mehrl in Führung und in der 30. Minute glich Mario Giermair mit einem Superfreistoß zum 1:1 aus. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Nach Wiederbeginn legten die Hausherren einen Zahn zu und zogen durch zwei Tore von Karl Michael Mehrl und einen Treffer von Daniel Adelwöhrer auf 4:1 davon. Als die Aigener bereits wie die sicheren Sieger aussahen, verkürzten Dominik Pirklbauer und Mark Schranz in den letzten zehn Minuten mit einem Doppelschlag auf 4:3. Nun wurde es noch einmal spannend, doch letztendlich brachte die Elf von Spielertrainer Jakob Schnabl den knappen Vorsprung über die Bühne. Der 4:3-Sieg für Aigen geht besonders auf Grund der starken zweiten Halbzeit in Ordnung. Auch Radmer-Obmann Michael Loidl sprach von einem verdienten Sieg des Gegners: „Wir waren heute nicht richtig auf der Höhe. Solche Tage gibt es. Auch der Schiedsrichter hatte nicht seinen besten Tag“, so der Obmann.

Ausgerechnet im Auswärtsderby gegen Hall feierte Ardning den ersten Saisonsieg. Die zahlreichen Zuschauer kamen bei herrlichem Spätsommerwetter voll auf ihre Rechnung. Sie sahen ein tolles Spiel mit insgesamt sieben Toren.Die Haller erzielten in der 22. Minute durch Marin Maric das 1:0 und vier Minuten später glich Marcel Gruber zum 1:1 aus. Sekunden vor dem Pausenpfiff sorgte Tobias Gerfried Nachbagauer mit einem tollen Freistoßtor aus gut 30 Meter für die erneute Führung der Hausherren. Zehn Minuten nach Wiederbeginn verwertete Julian Jamnig einen Abpraller zum 2:2, doch nur einige Minuten später brachte Matthias Roll sein Team zum dritten Mal in dem Match in Front. Mit einem Doppelschlag durch Julian Jamnig und Marcel Gruber in der 62. und 64. Minute entschieden die Gäste in der Folge das Match dann aber für sich. Daran änderte auch der Ausschluss des Ardninges Kicker Mario Zach in der 75. Minute nichts mehr. Die Ardninger Fans feierten nach dem Schlusspfiff den Derbysieg natürlich euphorisch. Obmann Thomas Mündler sagte zum ersten Saisonsieg: „Uns fällt natürlich ein Stein vom Herzen. Ich denke der Sieg war auch verdient. Wir hatten bereits in der erste Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen. Gesamt gesehen glaube ich auch, dass wir den Sieg mehr wollten.“

St. Gallen lag auswärts im Eisenwurzenderby gegen Landl zur Halbzeit durch ein Tor von Jakob Hollinger mit 0:1 zurück. In den letzten zehn Minuten drehten die Gäste das Match noch durch zwei Treffer von Laszlo Kosa und Marcel Pretschuh mit 2:1 zu ihren Gunsten. Trieben feierte gegen Öblarn dank eines Doppelpacks des wieder fitten Domenic Knefz einen 2:0-Heimsieg. Gaishorn behielt im Auwärtsspiel gegen Schlad­ming II mit 3:1 die Oberhand und überholte damit den Gegner in der Tabelle. Das Spiel Gröbming gegen Ramsau wurde wegen eines Ausfalls der Flutlichtanlage abgebrochen.

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news-1783 Thu, 16 Sep 2021 09:25:57 +0200 Warten auf die Steuerreform https://www.derennstaler.at/detail/warten-auf-die-steuerreform Nachdem hinter den Kulissen schon eifrig an der nächsten Steuerreform gearbeitet wird, hat sich die Wirtschaftskammer zu Wort gemeldet, unter anderem mit der Forderung nach einer Senkung der Körperschaftssteuer für Unternehmen. Erwartet wird ja, dass es eine CO²-Steuer geben wird, die Energie deutlich teurer macht und im Gegenzug dafür andere Abgaben gesenkt werden. Dafür ist die Körperschaftssteuer aber denkbar schlecht geeignet, wiewohl natürlich jede Steuersenkung prinzipiell sympathisch ist.

Die Körperschaftssteuer fällt nur bei Unternehmen an, die auch Gewinne machen und sie hat einen einheitlichen Satz. Während es bei der Lohnsteuer durch die Steuerstufen jährlich eine verdeckte Erhöhung gibt, die man unbedingt abschaffen sollte (kalte Progression) ist die Körperschaftssteuer linear und damit auch nicht unter Senkungsdruck. Wenn man die steigenden Energiekosten an Betriebe und Bevölkerung zurückgeben will, dann eignen sich dafür sicher am besten die Lohnnebenkosten. Sie sind für Arbeitgeber und Arbeitnehmer der größte Posten und eine Senkung würde für alle eine deutliche Linderung der Last bedeuten, auch für jene, die wenig oder keinen Gewinn machen.

Daneben gäbe es noch zahlreiche andere Felder, wo eine Entlastung deutlich wichtiger wäre, etwa bei der privaten Altersversorgung. Und wenn die kalte Progression abgeschafft wird und die Steuerstufen und Lohnnebenkosten sinken sollten, dann wäre das mehr, als man erwarten darf. Da kann die Körperschaftssteuer ruhig bleiben, wie sie ist.

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news-1782 Thu, 16 Sep 2021 09:24:40 +0200 Räumliches Leitbild in der Warteschleife https://www.derennstaler.at/detail/raeumliches-leitbild-in-der-warteschleife Viel Zündstoff versprach die letzte Schladminger Gemeinderatssitzung. Als vierter Tagesordnungspunkt stand das räumliche Leitbild auf der Agenda. Zuvor sorgte Gemeinderat Boris Milusic für eine Überraschung.

Gleich zu Beginn der Sitzung ließ Gemeinderat Boris Milusic (ÖVP) aufhorchen, als er seinen Rücktritt als Gemeinderat bekannt gab. Harte Bandagen servierte er in Richtung Bürgermeister: „Hermann, du bist der Hauptgrund, warum ich zurücktrete.“ Das Fass zum überlaufen brachte der Gastkommentar im „Ennstaler“, wo er „alle Gemeinderäte angeschwärzt“ habe. Milusic habe ihm viel zu oft Glauben geschenkt, was „schamlos ausgenutzt“ wurde. Dabei unterstellte er auch, dass Trinker nicht im eigenen Ermessen handle, sondern dass ihm „Mentoren“ und „Dämonen ständig eintrichtern“ was er zu tun habe. Zudem warf er dem Bürgermeister Fremdenfeindlichkeit vor: „Corona alleine hat schon eine Spaltung der Gesellschaft herbeigerufen. Du schaffst es sogar diese Spaltung nochmals zu spalten.“ Die Aussagen hinsichtlich Dämonen und Fremdenhass wies Bürgermeister Trinker auf das Schärfste zurück: „Ich bin weit weg davon auf sogenannte Dämonen oder Einsager zu hören.“

Harmonische Entwicklung

Nicht zum ersten Mal stand das räumliche Leitbild im Fokus. Der ursprüngliche Beschluss wurde noch unter Bürgermeisterin Elisabeth Krammel gefasst. Der Entwurf für die Ergänzung des Örtlichen Entwicklungskonzepts mit dem räumlichen Leitbild liegt nun vor. „Damit soll ein planvoller Einfluss auf die Baugestaltung möglich sein“, wie Hermann Trinker erklärte, „Die Rahmenbedingungen werden vom Gemeinderat festgelegt. Somit hat der Gemeinderat mehr Steuerungsmöglichkeiten.“ Das räumliche Leitbild gebe einen klaren Rahmen vor hinsichtlich der Möglichkeiten im Ortsgebiet und sei somit kein „drosseln des Baugeschehens, sondern ein wichtiger Beitrag für eine harmonische Entwicklung im Ortsgebiet“.

Nicht genug diskutiert

Die ÖVP kann sich mit dem räumlichen Leitbild „noch nicht anfreunden“, wie es Gemeinderat Herbert Steiner formulierte. Es sei „zuviel Bevormundung eines Bürgers wie er zu bauen hat.“ Für die ÖVP Gemeinderäte sowie für Rainer Kroismayr (FPÖ) wurde noch zu wenig über das Leitbild diskutiert. Das stieß beim Bürgermeister auf Unverständnis: „Es hat genug Termine gegeben wo man die Möglichkeit hatte sich das genau anzuschauen und im Detail zu hinterfragen“, so Trinker, der in weiterer Folge auf die zentrale Funktion des Leitbildes hinwies, „Es geht auch darum für bestimmte Projekte, wo zu erkennen ist dass da Zweitwohnsitze entstehen, dass man dann im Bebauungsplan schärfere Kriterien für die Nutzung (…) anlegt.“

Eine Lanze
für Zweitwohnsitze

Boris Milusic brach in einem Statement eine Lanze für Zweitwohnungsbesitzer. Er selbst habe, wie einige andere Schladminger, Immobilien im Ausland. Da dürfe man nicht mit zweierlei Maß messen. „Wir wollen das Baugeschehen besser steuern. Nur darum gehts“, entgegnete der Bürgermeister. Mit 13 Stimmen schaffte der Antrag nicht die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit. Hermann Trinker appellierte an die Gemeinderäte sich inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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news-1781 Thu, 16 Sep 2021 09:22:56 +0200 Kein Buy-to-let in Aigen https://www.derennstaler.at/detail/kein-buy-to-let-in-aigen Bei der am Mittwoch stattgefundenen Bürgerinformation zum Projekt „Wohnen am See“  in Aigen im Ennstal standen Projekt- sowie Gemeindeverantwortliche Rede und Antwort.

Wie berichtet sollen auf der Liegenschaft der ehemaligen Berufsschule in Aigen Starterwohnungen, Eigentumswohnungen sowie Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen entstehen. Im ersten Bauabschnitt entstehen im Altbestand 50 Wohnungen sowie zwei Gebäude mit 24 und 20 Wohnungen. Phase zwei umfasst drei Neubauten mit jeweils 20 Wohnungen. Von den 154 Einheiten werden 50 Prozent einer Zweitwohnsitznutzung zugeführt. Die gesamten Parkplätze befinden sich unterirdisch in einer Tiefgarage.

Das gesamte Projekt wurde am 10. August 2021 bei der Gemeinde eingebracht und liegt derzeit zur Vorprüfung auf. Erst nach einer positiven Begutachtung, wenn alle rechtlichen Vorgaben nach dem steirischen Baugesetz erfüllt sind, wird dem Bauwerber eine Bewilligung erteilt. Einige Bürger orteten jedoch, dass der geplante Wohnkomplex ohnehin schon beschlossene Sache sei.

Ökologie und
Landschaftsbild

Wortmeldungen und Fragen sowie kritische Stimmen betrafen vorrangig Bodenversiegelung, Ressourcen für Wasser und Abwasser, das Landschaftsbild sowie die geplanten Zweitwohnsitze. Auch Alexander Dornbusch, Anrainer und GefA-Fraktionsführer, wollte konkrete Zahlen am Tisch was die Verbauung betrifft. Architekt Karlheinz Boiger erklärte: Der Versiegelungsgrad des bestehenden Gebäudes beträgt 0,21, das zukünftige Projekt weist einen Versiegelungsgrad von 0,31 aus. Dies bedeutet, dass das Großprojekt 70 Prozent Grünbereich und 30 Prozent Bebauung aufweist. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht notwendig, so der Rechtsberater der Gemeinde, Clemens Strauss. FPÖ-Landtagabgeordneter Albert Royer konfrontierte die Verantwortlichen über eine angeblich erst kürzlich stattgefundene Erhöhung der Bebauungsdichte, um das Projekt realisieren zu können. Die Veränderung dieser wurde jedoch bereits 2014 durchgeführt, erklärten die Gemeindeverantwortlichen.

Abwasserkapazitäten gegeben

Zu den unliebsamen Buy-to-let-Modellen bekräftigte Bauherr und Wiga-Geschäftsführer Jörg Martin Wiehn, dass am Grundstück keine Buy-to-let-Modelle entstehen werden. Bezüglich Wasser und Abwasser hat die Gemeinde bereits Informationen eingeholt. Bürgermeister Walter Kanduth beruhigte, dass seitens der Wasserwerksgenossenschaft Aigen und der Kläranlage Wörschach/Aigen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen würden.

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news-1780 Thu, 16 Sep 2021 09:17:29 +0200 Blühender Bezirk Liezen https://www.derennstaler.at/detail/die-sieger-der-flora-21-im-ueberblick Auch beim 62. Blumenschmuckbewerb war der Bezirk Liezen wieder stark vertreten. Bei der Schlussveranstaltung in der Stadtwerke-Hartberg-Halle am Donnerstag, dem 9. September wurden die blühendsten Gemeinden und Gärten gekürt.

Ganze 39 Tage war die 12-köpfige Jury dieses Jahr unterwegs um Blumen und Pflanzen zu bewerten. Auffällig waren dabei die große Vielfalt und Experimentierfreudigkeit der Teilnehmer. So gewinnt der eigene Gemüse-, Kräuter- oder Naschgarten immer mehr an Bedeutung. Auch konnten sie eine wachsende Zunahme bei der Auswahl von hitzetoleranten Pflanzen und Klimabäumen feststellen.

Zudem finden Nützlinge wieder ihren notwendigen Unterschlupf und Nahrung, z.B. durch die Vielfalt von Bienen- und Schmetterlingspflanzen und dem Umstand, dass immer mehr Personen auch ein „Wildes Eck“ im Garten haben. Die Ehrung vollzogen Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, der Obmann der steirischen Gärtner und Baumschulen Ferdinand Lienhart und die Blumenkönigin Julia II. „Die Beschäftigung mit dem Blumenschmuck gab vielen Teilnehmern dieses Jahr einen besonderen Halt und Ausgleich. Schon Ralph Waldo Emerson sagte: „Blumen sind das Lächeln der Erde“, dies hat sich hier wieder einmal bewahrheitet“, sagte Gärtnermeister Ferdinand Lienhart.

Als schönste Städte konnten Bad Aussee und Liezen fünf Floras einheimsen, Schladming erhält vier Floras. Die schönsten Märkte sind Haus/Ennstal (fünf Floras) und Öblarn mit vier Floras. Die Katastralgemeinden Donnersbach und Weißenbach/Haus wurden mit fünf Floras ausgezeichnet. Daneben finden sich unzählige Häuser, Balkone, Vorgärten, Bauernhöfe und Gaststätten sowie liebevoll gestaltete Plätze.

Von den insgesamt 693 Preisträgern kommen stolze siebzig aus dem Bezirk Liezen.

Die Sieger der „Flora 21“ im   Überblick:

Unzählige „Floras“ und Auszeichnungen für die blühendsten Orte    und Häuser „erntete“ der Bezirk.

Schönste Stadt: 5 Floras: Bad Aussee in Folge die „Goldene Flora“; Liezen. 4 Floras: Schladming.

Schönste Märkte: 5 Floras: Haus. 4 Floras: Kammern, Öblarn.

Schönste Katastralgemeinde: 5 Floras: Ortsteil Donnersbach v. Irdning Donnersbachtal, Ortsteil Weißenbach v. Haus.

Besondere Leistungen im öffentlichen Bewerb: 1 Flora: Dorfplatz Pruggern mit Brücke u. Ampeln, Gemeinde Michaelerberg-Pruggern.

Balkon-, Terrassen- und Fensterschmuck: Silber: Frau Nicole Erlbacher, Haus; Frau Astrid Erlbacher, Schladming. Bronze: Bettina Erben, Haus; Ingrid Etschbacher, Haus; Angelika Ettlmayr, Öblarn; Museum HochQuellenWasser Wildalpen, Karin Gulas, Wildalpen; Christine Maier, vlg. Pichler, Haus; Andreas Moser, Haus; Hermine Pfusterer, Haus; Brigitte Pichler, Mitterberg-Sankt Martin; Blumenschmuck am Mehrparteienhaus, Georg Pretscherer, Gaishorn am See; Ingrid Ringhofer, Haus; Margarete Speer, Haus; Rosspointner, Inge Stocker, Haus; Margarete Winter-Knaus, Haus. Anerkennung: Josef Haberl, Wald am Schoberpaß.

Häuser mit Vorgarten: Bronze: Gabriele Atzlinger, Mitterberg-Sankt Martin; Walpurga Barazzutti, Michaelerberg-Pruggern; Elfriede Baumann, Wildalpen; Renate Baumann, Kammern im Liesingtal; Alexandra Berger, Weißenbach bei Liezen; Haus Stürzerhäusl, Roswitha Gerhardter, Schladming; Wilma Heiss, Mitterberg-Sankt Martin; Haus Helpfer, Brigitte Helpfer, Pichl; Haus Hochfilzer, Gisela Hochfilzer, Schladming; Josefa Kukula, Öblarn; Tanija Lindner, Mitterberg-Sankt Martin; Fini Nachbagauer, Wildalpen; Maria Peer, Mitterberg-Sankt Martin; Christa Peer, Mitterberg-Sankt Martin; Alexandra Prüggler, Michaelerberg-Pruggern; Andrea Reingruber, Öblarn; Irmgard Reißner, Kammern im Liesingtal; Haus Reiter-Helpferer, Elfriede Reiter, Pichl; Gertraud Ringdorfer, Mitterberg-Sankt Martin; Karoline Roiderer, Mitterberg-Sankt Martin; Genoveva Sandtner, Schladming; Haus Schlager, Renate Schlager, Mandling; Helga Schranz, Mitterberg-Sankt Martin; Elfriede Schwaiger, Michaelerberg-Pruggern; Haus Sieder, Waltraud Sieder, Pichl; Gaby Sumann, Haus; Waltraud Wieser, Haus; Elfriede Zötsch, Kammern im Liesingtal. Anerkennung: Claudia Bicek, Wald am Schoberpaß; Brigitta Gruber, Wald am Schoberpaß; Manfred Gruber, Wald am Schoberpaß; Alfred Hufnagel, Wald am Schoberpaß; Christel Sprung, Kammern im Liesingtal.

Schaugärten: Bronze: Anita‘s Schaugarten, Anita Zach, Öblarn.

Gärten: Bronze: Gerlinde u. Hans Bacher, Liezen; Silvia Birnbaum, Wildalpen; Dorfhotel Mayer, Gudrun Mayer, Mitterberg-Sankt Martin.

Bauernhöfe: Bronze: Greti Gruber, vlg. Linharter, Haus; Agnes Huber, vlg. Rainhaber, Haus; Familie Peer, Weißenbach; Monika Seggl, vlg. Hauf, Haus; Josefine Toblier, Kammern im Liesingtal; Familie Tritscher, vlg. Hörisch, Schladming; Maria Kühberger, vlg. Kohlhuber, Kammern im Liesingtal.

Bauernhöfe in steiler Hang-lage: Bronze: Roswitha u. Josef Gerhardter, Schladming; Silvia u. Anna Maria Kahr, Sölk.

Gaststätten und Hotels:

5 Floras: Höflehner**** Natur- und Wellnesshotel, Gertrude Höflehner, Haus; Panoramahotel Gürtl, Peter Gürtl, Haus; Landhotel Kolb***, Carmela Kolb, Haus. 3 Floras: Felsners Hotel & Restaurant, Franz Felsner, Haus; Gasthof Fink Gerlinde Fink, Wald am Schoberpaß; Cafe-Bäckerei Vasold, Hildegard Lemmerer, Liezen; Poserhof, Familie Lettner, Schladming; Druschhof, Familie Rettenbacher, Schladming; Hotel-Gasthof Taferne, Familie Schmidt, Mandling; Klemmerhof, Margret Seebacher, Schladming; Appartement Kristall, Familie Wieser, Schladming.

Gruppen-, Kinder- und Jugendprojekte:

Blumenschmuck vom Kinderkrippe u. Kindergarten, Marktgemeinde Haus; Müll richtig trennen im Kindergarten, Marktgemeinde Haus; Blumige Muttertagsherzen in der Volksschule, Marktgemeinde Haus; Kräuterwanderung der Mittelschule, Marktgemeinde Haus; Haus der Senioren, Keltischer Baumkreis, Marktgemeinde Haus; Alpenverein Naturfreunde Bergwacht Zirbenprojekt, Marktgemeinde Haus; Blumenschmuck am Wohnblock Am Weißen Kreuz 2/2, Gemeinde Liezen.

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news-1779 Thu, 16 Sep 2021 09:07:41 +0200 Außenseiter-Sieg in Ramsau https://www.derennstaler.at/detail/aussenseiter-sieg-in-ramsau Gegen den Tabellenletzten SV Hall setzte es eine überraschende 0:1 (0:0) Heimniederlage für die Ramsauer.

Das Spiel war von Beginn an von Kampf und Krampf geprägt. Von keiner der beiden Mannschaften war eine spielerische Linie zu erkennen. So kam es auch, dass einziger Höhepunkt ein Lattenschuss nach einem von Thomas Bachler getretenen Freistoß war. Mit einem torlosen Unentschieden ging es in die Kabinen. Nachdem in der 47. Minute ein Schuss von Duran (SV Hall) nur an der Querlatte landete, war es drei Minuten später derselbe Spieler, der mit einem schönen Pass seinen Mannschaftskollegen Nachbagauer bediente. Mit einem gekonnten Schuss aus spitzem Winkel sorgte dieser für das einzige und damit entscheidende Tor dieser Partie. Der weitere Spielverlauf war durch eine Reihe von Auswechslungen geprägt. Ramsau drängte in den Schlussminuten zwar vehement auf den Ausgleich, die Bemühungen kamen aber zu spät. Vielleicht hat man vor Beginn des Spiels zu sehr an die mögliche Höhe des Sieges gedacht und konnte dann den Schalter nicht rechtzeitig umlegen.

Trotz der Niederlage verlor der FC Ramsau in der Tabelle keinen Platz (9.), hat aber in den folgenden beiden Runden 7 und 8 zwei Auswärtsspiele gegen Tabellennachbar Gröbming (Freitags-Spiel am 17. September um 19.30 Uhr) und gegen Öblarn (25. September) zu bestreiten. Gelingt da kein Punktezuwachs nährt man sich bedrohlich der Abstiegszone.

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news-1778 Thu, 09 Sep 2021 09:15:22 +0200 Die Zeit läuft https://www.derennstaler.at/detail/die-zeit-laeuft Seit Beginn der Pandemie hat man sehnsüchtig auf die Möglichkeit einer Impfung gewartet, gleichzeitig aber eine Impfpflicht dezidiert ausgeschlossen. Vielleicht war das im Nachhinein betrachtet schon ein Fehler in der Kommunikation, denn wenn man die Bevölkerung nicht zur Impfung zwingt, ist sie vielleicht doch gefährlich oder schlecht wirksam? Jetzt stehen wir bei etwa dreißig Prozent Ungeimpften und es hat nicht den Eindruck, dass noch eine deutliche Steigerung der Impfquote gelingt. Gleichzeitig steigt die Infektionsrate stark an, es müssen Lösungswege her. Immerhin dürfte ein gesellschaftlicher Konsens herrschen, dass ein weiterer Lockdown nicht zu vertreten ist. Zu groß waren die Schäden für die Psyche, die Gesundheit, die Wirtschaft, die Jugend und auch das Zusammenleben in unserem Land. Es kann daher nur das Ziel sein, möglichst schnell einen Zustand im Land zu erreichen, der dem Vorkrisenniveau entspricht. Den zu erreichen scheint aktuell aber recht schwierig, weswegen neue Maßnahmen präsentiert wurden.

Die scheinen ganz augenscheinlich den Zweck zu verfolgen, für die Ungeimpften so lästig zu sein, dass sie sich doch für die Impfung entscheiden. Ob das nur mit Nachtgastronomie und Großveranstaltungen auch gelingen wird, erscheint aber mehr als fraglich. Vielleicht erreicht man noch die Bequemen, echte Impfgegner wird man so nicht überzeugen. Eine wirkliche Lösung werden die vorgestellten Maßnahmen also nicht bringen, die nächste Nachschärfung wird sicher kommen. Wäre wohl vernünftiger, gleich Nägel mit Köpfen zu machen. Die Zeit läuft.

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news-1777 Thu, 09 Sep 2021 09:14:00 +0200 Kulturhauptstadt 2024: Ausseerland rüstet sich für Gästeansturm https://www.derennstaler.at/detail/kulturhauptstadt-2024-ausseerland-ruestet-sich-fuer-gaesteansturm Überfüllte Parkflächen sollen bald schon der Vergangenheit angehören. Im Ausseerland arbeitet man an einem neuen Verkehrskonzept. 2024, wenn das Salzkammergut zur neuen Kulturhauptstadt wird, soll es fertig sein.

Seit Beginn der Corona-Pandemie gewinnt der Urlaub im eigenen Land zunehmend an Bedeutung, das belegt auch eine Auswertung von Statistik Austria: Während 2018 nur 34 Prozent aller verreisenden Österreicher im eigenen Land ihren Urlaub verbracht haben, waren es im Vorjahr bereits 61 Prozent. Zugenommen hat aber nicht nur die Zahl der Urlauber, sondern auch die der Tagesgäste. Im Sommer des Vorjahrs musste das Ausseerland sogar einen Aufruf starten, nicht mit dem eigenen PKW anzureisen, da die zur Verfügung stehenden Parkplatzkapazitäten völlig erschöpft seien. 2024 wird das Salzkammergut zur neuen Kulturhauptstadt ausgerufen. Mit einer Trendwende ist somit wohl nicht zu rechnen. Um dem Gästeansturm zu begegnen, erarbeitet man im Ausseerland ein neues Verkehrskonzept. Finanzielle Unterstützung kommt dabei vom Regionalmanagement Bezirk Liezen, kurz RML. Als Pilotregion soll das Ausseerland wertvolle Erkenntnisse in puncto Mobilität gewinnen, die auch dem restlichen Bezirk von Nutzen sein sollen. Den Auftakt machte eine Studie zweier Planungsbüros, die den Sommer über Daten im ganzen Ausseerland erhoben haben. „Es gab Messungen und Zählungen zu allen Formen der Mobilität. Rad-, KFZ, öffentlicher Verkehr und selbst Fußwege wurden genau analysiert. Die erste Phase ist damit abgeschlossen“, verkündet Grundlsees Bürgermeister Franz Steinegger. Die erhobenen Daten sollen nun als Grundlage für erste Umsetzungsmaßnahmen bilden. Ein Fokus liegt auf der E-Mobilität. Um die Urlaubsanreise mit dem Zug attraktiv zu gestalten, will man ein dementsprechendes Angebot für den Transfer ins Hotel bieten. „Der Gast soll mit dem E-Auto, E-Scooter oder E-Bike vom Bahnhof ins Hotel fahren können. So kann die Anzahl an PKWs verringert werden. Auch E-Car-Sharing könnte eine passende Lösung darstellen“, sagt Steinegger.

Auch die Politik ist gefordert

In den vergangenen Jahren bot der Narzissenjet eine willkommene Alternative zum eigenen Auto. Mit Ende des Vorjahrs musste er allerdings eingestellt werden. Grund dafür sei eine Änderung der Förderrichtlinien gewesen, wie Grundlsees Bürgermeister erklärt. Um nicht mit dem öffentlichen Verkehr in Konkurrenz zu treten, mussten Narzissenjet-Fahrgäste in öffentliche Linien umsteigen, sobald diese dieselbe Strecke fuhren. Das habe jedoch zu Wartezeiten und vielfachem Umsteigen geführt, so Steinegger: „Dadurch sank die Zahl der Fahrgäste und die Finanzierung wurde schwierig.“ Einen Narzissenjet-Nachfolger will Steinegger dennoch nicht ausschließen. Denn im Vergleich zu Linienbussen würden Mikro-ÖV-Systeme, wie der Narzissenjet, eine weitaus flexiblere Mobilität im ländlichen Raum darstellen. „Genau diese Flexibilität braucht es, um eine bessere Alternative zum eigenen Auto zu bieten“, sagt Steinegger. Zum Stolperstein könnte allerdings die Finanzierung werden. Diese müsste wohl ohne Landeszuschuss gesichert sein, da „die Förderrichtlinien sich wohl so schnell nicht ändern werden“, wie Grundlsees Bürgermeister zu bedenken gibt. Diese Probleme kenne man auch in anderen Regionen, sagt Steinegger: „Als Pilotregion versuchen wir nun, passende Ideen und Konzepte für uns und andere Regionen des Bezirkes zu finden. Alles werden wir jedoch nicht lösen können. Auch die Politik wird sich Gedanken über den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum machen müssen, der derzeit hauptsächlich aus Schülerbussen besteht“, so Steinegger: „Wenn darüber hinaus der Bus nur zwei, drei Mal am Tag fährt, dann ist das einfach nicht mehr zeitgemäß.“

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news-1776 Thu, 09 Sep 2021 09:12:53 +0200 Neues Luchsgehege am Wilden Berg https://www.derennstaler.at/detail/neues-luchsgehege-am-wilden-berg Diese Woche bezogen die Luchse am Wilden Berg in Mautern ihr neues Quartier. Das Gehege ist ein großzügiger, naturnaher Lebensraum.

Auf einer Fläche von 4500 Quadratmeter bietet das neue Gehege nicht nur mehr Platz, sondern einen richtigen Wohlfühlplatz für die Luchse. Durch die abwechslungsreiche Landschaft, vom Windwurf über Steinplateaus bis hin zu einem kleinen Teich, wurde ein naturnaher Lebensraum für die Tiere geschaffen. Über Gucklöcher oder Aussichtspunkte können die Besucher die Wildkatzen beobachten. „Ein großer Dank gebührt unserem Technischen Leiter Uwe Raith und seinem Team für die perfekte Umsetzung und kreative Gestaltung des Geheges. Er hat in vielen Arbeitsstunden dieses wunderbare Areal mit viel Liebe zum Detail gebaut und es ist für mich persönlich zu Europas schönstem Luchsgehege geworden“, freut sich Wilder-Berg-Geschäftsführer Georg Bliem. Für die tiergerechte Umsetzung stand die zoologische Beratungsfirma GoWild – Zoo & Wildlife Consulting Services Intl. zur Seite. „Bei der Planung geht es vor allem darum, den Tieren ein abwechslungsreiches Zuhause zu schaffen, das so nah an die Natur herankommt wie möglich. Der neue Lebensraum hier am Wilden Berg Mautern verfügt über alles, was ein Luchsleben lebenswert macht und lässt gleichzeitig die Besucher daran teilhaben, ohne die Bewohner zu stören,“ sagt GoWild-Geschäftsführer Andreas Kaufmann.

Die ersten Bewohner

Vorerst sind die beiden einjährigen Luchszwillinge Timo und Theo in das neue Gehege eingezogen. Sie werden damit auf das Auswilderungsprogramm des polnischen Wildgeheges „Jablonowo“ vorbereitet. Sobald die Luchse im November nach Polen übersiedeln, wird das bestehende Gehege im hinteren Bereich noch durch Separations- und Tiermanagementeinrichtungen ergänzt. Dort besteht künftig dann auch die Möglichkeit, die Luchse tiermedizinisch zu behandeln. Nach der Fertigstellung übersiedelt die gesamte Luchsfamilie mit Norbert und Nora und den beiden Luchskindern, die im Mai geboren wurden, in das neue Zuhause. Am Eröffnungswochenende (10. bis 12. September) erfahren Besucher alles über die Entstehung des neuen Geheges sowie über die Luchse und deren Auswilderung. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr beim „Luchskopf“. Der Wilde Berg ist ab kommender Woche von Donnerstag bis Sonntag in Betrieb.

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news-1775 Thu, 09 Sep 2021 09:11:50 +0200 „Öblarner Haus für Alle“ feierlich eröffnet https://www.derennstaler.at/detail/oeblarner-haus-fuer-alle-feierlich-eroeffnet Am vergangenen Sonntag fand in Öblarn die offizielle Eröffnung des neuen Veranstaltungszentrums „Öblarner Haus für Alle“ – kurz ÖHA – statt.

Bürgermeister Franz Zach konnte neben LAbg. Bgm. Armin Forstner auch Architekt Günter Gallob sowie zahlreiche Öblarner beim „Tag der offenen Tür“ begrüßen. Die Geschichte der damaligen Freizeithalle begann bereits in den 80er-Jahren. Über 30 Jahre lang war die Halle nicht winterfest, trotzdem wurden unzählige Feste gefeiert.

Im März 2019 diskutierte der Gemeinderat über eine mögliche Generalsanierung. Beauftragt wurde der heimische Architekt Günther Gallob. Das ÖHA ist heute nicht nur ein neues, modernes und offenes Veranstaltungszentrum, sondern beherbergt auch den Stemmverein AK Union Öblarn sowie die Minitrucker. Für den Festspielverein wurden Räumlichkeiten für Requisiten geschaffen, die Öblarner Stockschützen bekamen eine neue Asphaltbahn, um auch im Sommer ihren Sport ausüben zu können. Integriert wurde auch die Filiale der Sparkasse. Das Haus bietet eine top-ausgestattete Küche bis hin zu einer modernen akustischen und technischen Infrastruktur. Der aus Öblarn stammende Tonmeister und Raumakustiker Thomas Egger, der unter anderem für die Salzburger Festspiele als Tonmeister tätig war, entwickelte ein umfassendes Akustik-Konzept.

Das gesamte Projekt weist ein Investitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro auf und ist neben dem Hochwasserschutz in der Walchen das größte Projekt in der Geschichte Öblarns. Die Gemeinde übernahm 680.000 Euro, der Rest wurde durch Förderungen finanziert. „Auch die Vereine waren mit großer Unterstützung dabei. Wir sprechen hier von 3178 Stunden an Arbeitsleistung“, freut sich Bgm. Zach. Im Zuge des „Tag der offenen Tür“ wurde Carina Schrempf vorgestellt, die unter anderem für Buchung und Koordination im neuen Öblarner Haus für Alle verantwortlich ist.

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news-1774 Thu, 09 Sep 2021 09:10:22 +0200 Pichlarner Golfclubmeisterschaften https://www.derennstaler.at/detail/pichlarner-golfclubmeisterschaften Die diesjährigen Clubmeisterschaften des GCC Schloss Pichlarn fand unter teils schwierigen Wetterbedingungen statt. Gesponsert wurde die Sportveranstaltung vom Autohaus Schnitzer.

Zwei Tage lang zeigten knapp 40 Golferinnen und Golfer auf Pichlarn ihr Können. Zum Nettoclubmeister wurde Tobias Bossany gekürt. Das Herrenduell lief nach dem ersten Tag auf einen Zweikampf zwischen Robert Meier und Johannes Baltl hinaus. Dabei konnte Baltl seinen Kontrahenten auf die Plätze verweisen und wurde mit 7 Schlägen Vorsprung zum zwölften Mal Herrenclubmeister. Bei den Damen holte Norma Rieder ihren ersten Clubmeistertitel. Judith Moser und Robert Meier setzten sich bei den SeniorInnen durch. Der Titel „Jugendclubmeister“ ging an Johannes Burisch.

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news-1773 Thu, 02 Sep 2021 08:31:12 +0200 Was läuft schief am Arbeitsmarkt? https://www.derennstaler.at/detail/was-laeuft-schief-am-arbeitsmarkt Nach dem schweren Einbruch am Arbeitsmarkt durch die Coronakrise bessert sich die Lage zusehends. Die Kurzarbeit ist mehr oder weniger Geschichte und die Beschäftigung nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau. Allerdings bleiben zwei Probleme weitgehend ungelöst: Einerseits nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit immer noch stark zu und andererseits wird es für Unternehmer immer schwerer, geeignete Arbeitskräfte zu finden. Diese eigentlich paradoxe Situation erfordert eine Reform am Arbeitsmarkt, die Minister Kocher auch angekündigt hat. Eines der größten Probleme ist sicher, dass die gesuchten Qualifikationen oft nicht am Arbeitsmarkt vorhanden sind. Während etwa im Tourismus und im Handwerk händeringend Mitarbeiter gesucht werden, sind die dafür notwendigen Fähigkeiten bei den Arbeitssuchenden kaum vorhanden. Und auch die räumliche Distanz ist oft ein Hindernis, während in Westösterreich Personal gesucht wird, sind die Arbeitslosen oft in Ostösterreich.

Ein weiteres Hemmnis für die Einstellung von Langzeitarbeitslosen ist die steile Lohnkurve, die ältere Mitarbeiter deutlich teurer macht und natürlich die sehr hohen Lohnnebenkosten. Dadurch kostet ein Mitarbeiter für den Unternehmer sehr viel, obwohl der Nettobezug im Vergleich zum Arbeitslosengeld oft gar nicht viel höher ausfällt. In all diesen Bereichen wird man ebenso über Reformen nachdenken müssen wie über die zukünftige Strategie bei der Aus- und Weiterbildung. Der größte Schlüssel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wäre nämlich die Ausbildung in Branchen, in denen auch Mitarbeiter gesucht werden.

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news-1772 Thu, 02 Sep 2021 08:29:54 +0200 Grundlsee kämpft um Kassenstelle für Ärztin https://www.derennstaler.at/detail/grundlsee-kaempft-um-kassenstelle-fuer-aerztin Landesweit gibt es kaum Bewerber für Kassenstellen. Hausärzte werden verzweifelt gesucht. In Grundlsee steht man vor umgekehrter Sachlage. Hier will eine Ärztin als Allgemeinmedizinerin tätig sein – eine Kassenstelle bekommt sie allerdings nicht.

„Wir sind wohl der einzige steirische Luftkurort ohne Kassenstelle“, sagt Grundlsees Bürgermeister Franz Steinegger. Der Titel „Luftkurort“ wurde der 1200 Einwohner großen Ortschaft im Jahr 2017 verliehen. „Daraufhin haben wir eine Arztpraxis errichtet, wie es das Kurortgesetz vorschreibt“, so Steinegger. In dieser hat bis zu ihrer Pensionierung eine Kurärztin ordiniert, allerdings als Wahlärztin. Trotz des massiven Mangels an Landärzten habe man bereits eine Nachfolgerin gefunden, eröffnet Grundlsees Bürgermeister. Ein Problem gibt es trotzdem: „Die neue Kurärztin würde gerne als Kassenärztin und Allgemeinmedizinerin in Grundlsee tätig sein. Doch alle Kassenstellen, die dem Ausseerland zugewiesen wurden, sind belegt“, sagt Steinegger, der sich nun um eine eigene Kassenstelle für Grundlsee bemüht. Bislang ohne Erfolg. „Das Verhältnis von Kassenstellen zu Einwohnern ist anscheinend ausgewogen. Würde man zu den 1200 Einwohnern jedoch auch die 140.000 Nächtigungen, die Grundlsee jährlich verzeichnet, dazu zählen, würde es durchaus Sinn machen, eine ortsansässige Ärztin zu haben“, so Grundlsees Bürgermeister, der die Gespräche mit Gesundheitsfonds, Ärztekammer und Gesundheitskasse bereits aufgenommen hat. Sollte die Kassenstelle genehmigt werden, wäre es die erste für Grundlsee.

Franz Steinegger findet die Lage „skurril“, wie er sagt: „Auf der einen Seite gibt es einen massiven Ärztemangel, speziell auf dem Land, und auf der anderen Seite haben wir eine Medizinerin, die als klassische Landärztin tätig sein will, und dann geht es doch nicht so einfach, wie gedacht.“

Admont: Ausschreibung im September

Auch in Admont hat man in den letzten Monaten auf die Ausschreibung einer Kassenstelle gedrängt. Im März ging einer von drei in Admont tätigen Allgemeinmedizinern in Pension. „Die Nachfolge sei gesichert gewesen, sagt Bürgermeister Christian Haider, denn „wir hatten einige Bewerber an der Hand. Diese haben sich mittlerweile jedoch anderes orientiert“, so Haider. Der Grund dafür: Die Ausschreibung für die zu besetzende Kassenstelle wird erst jetzt im September, knapp ein halbes Jahr nach der Pensionierung des Arztes, durchgeführt. Unter den zuständigen Institutionen habe es bislang keine Einigung gegeben, ob sich die nachzubesetzende Kassenstelle allein auf das Primärversorgungszentrum oder auch auf eine eigenständige Praxis außerhalb des PVZ beziehen soll. Nun ist die Entscheidung gefallen: „Im September wird eine Kassenstelle für das Primärversorgungszentrum ausgeschrieben“, sagt Haider. Dort gebe es noch freie Kapazitäten, die einem neuen Arzt zur Verfügung stünden. Admonts Bürgermeister zeigt sich erleichtert, dass es nun endlich zu einer Ausschreibung kommt: „Wir brauchen die dritte Arztstelle wirklich dringend, um die medizinische Versorgung unserer Bevölkerung aufrecht erhalten zu können. Deshalb haben wir bereits mit allen Stellen Kontakt aufgenommen, damit wir nun so schnell wie möglich eine Nachfolge bekommen“, sagt Haider.

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news-1771 Thu, 02 Sep 2021 08:28:40 +0200 Steirische Gebirgsgarnelen setzen zur Expansion an https://www.derennstaler.at/detail/steirische-gebirgsgarnelen-setzen-zur-expansion-an Einzigartig in Europa: Das Start-up White Panther züchtet besonders seltene Gebirgsgarnelen im Paltental. Nun setzt das Unternehmen zur Expansion an. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sowie Josef Herk und Jürgen Mandl, Wirtschaftskammer-Präsidenten von der Steiermark bzw. Kärnten, gratulierten persönlich zu diesem Erfolg.

Kulinarische Innovationskraft hält im steirischen Paltental Einzug. Aufgrund des Engagements der Flick-Privatstiftung wird in Edlach bei Rottenmann eine in Europa einzigartige Gebirgsgarnelenzucht betrieben. Mit einem jährlichen Produktionsvolumen von bis zu 60 Tonnen ist die Aufzucht die größte Indoor-Aquakultur für Garnelen in Europa. Die Paltentaler Salzwassergarnelen, die ohne Einsatz von Antibiotika, Hormonen oder Chemie auskommen, werden frisch und nicht tiefgekühlt ausgeliefert. „Das Produkt ist so einzigartig, dass wir bereits in den ersten Monaten eine sehr hohe Nachfrage insbesondere aus der Spitzengastronomie, aber auch von vielen Privatkunden verzeichnet haben. Wir setzen mit der hochinnovativen und aufwendigen Brutzuchtanlage, die es in dieser Form in Europa nur einmal gibt, einen neuen Standard“, so Gründerin und Ideengeberin Ingrid Flick.

Kulinarische Innovation

Alle Wachstumsschritte – vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier – erfolgen in Edlach bei Rottenmann, wo White Panther bereits 20 Mitarbeiter beschäftigt. „Dass die Steiermark in vielen Bereichen zur weltweiten Innovationsspitze gehört, ist bekannt. Nun können wir auch im Bereich der Kulinarik und Spitzengastronomie auf eine internationale Referenz verweisen, die Ökologie und Wirtschaftlichkeit in Einklang bringt. Für die gesamte Region entsteht hier ein nachhaltiger Innovationsleuchtturm“, betont Josef Herk, Präsident der Wirtschaftskammer Steiermark, bei einem Betriebsbesuch.

50 Millionen Stück

Bei White Panther im Rottenmanner Ortsteil Edlach werden der „White Tiger Shrimp“ und der „Blue Shrimp“ gezüchtet. Aufgrund des auffälligen Farbtons des Fleisches im Rohzustand ist die „Blaue Garnele“ der Star der Produktion. Neben der Gebirgsgarnelen-Aufzucht verstärkt White Panther in Zukunft aber auch die Aktivitäten im Bereich der Postlarven: „Bis zu 50 Millionen Postlarven sollen zukünftig produziert und auch über Europa hinaus vermarktet werden“, erklärt White-Panther-Geschäftsführer Maternus Lackner. Entscheidender Wettbewerbsvorteil: während der zum Großteil aus den USA stammende Mitbewerb für die Anlieferung zwischen 15 und 20 Stunden benötigt, „können Postlarven in wenigen Stunden vom Paltental ins europäische Ausland transportiert werden“, so Lackner. Das zusätzliche wirtschaftliche Standbein ist aus der Not heraus entstanden: Eigentlich wäre geplant gewesen, Garnelen-Larven aus amerikanischer Zucht zuzukaufen und im Paltental aufzuziehen. Doch ein Hurrikan zerstörte die Zuliefererfarmen und so wurde begonnen, eigene steirische Larven zu züchten, die nun international verkauft werden.

Holzgaskraftwerk als Ausgangspunkt

Dass es überhaupt zur Garnelenproduktion „made in Styria“ gekommen ist, liegt indes am Holzgaskraftwerk, welches die Flick-Privatstiftung auf ihrem Forstbetrieb im steirischen Rottenmann betreibt. Um die Abwärme der Anlage sinnvoll zu nutzen, kam es zur Idee einer Garnelenproduktion. Denn die Becken für die Garnelen müssen durchgängig auf 28 bis 29 Grad erwärmt bleiben. Die Holzgasanlage ist dabei nicht nur Ausgangspunkt des Projekts, sondern auch das Herz des gesamten Betriebs. Denn der Strom der Anlage – sie erzeugt pro Jahr 1,5 Millionen Kilowattstunden Ökostrom – hält Produktion und Garnelen am Leben – und das selbst im Falle eines großflächigen Blackouts.

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news-1770 Thu, 02 Sep 2021 08:27:25 +0200 Ein Pool auf der Bergstation sorgt für Aufregung https://www.derennstaler.at/detail/ein-pool-auf-der-bergstation-sorgt-fuer-aufregung Ein geplanter Pool auf knapp 2000 Meter Seehöhe am Hauser Kaibling erhitzt die Gemüter. Unklar ist die Zufahrtsberechtigung. Einen entsprechenden Baubescheid hat die Gemeinde bereits ausgestellt.

An der Bergstation des Hauser Kaiblings auf gut 1800 Meter Seehöhe befinden sich mehrere Ferienwohnhäuser. Eines davon hat Ende 2020 seinen Besitzer gewechselt. Bereits die Vorbesitzerin, Helga Schwarzl, hatte eine Baubewilligung für sechs Apartments, die teilweise vermietet werden sollten. Zum Umbau ist es nicht mehr gekommen, das Haus wurde an die Chalet Hauser Kaibling Besitz GmbH verkauft. „Wir wollen das nur privat nutzen. Deswegen haben wir reduziert und nur mehr zwei größere Einheiten geplant“, sagt Kevin Siener. Die neue Bauverhandlung zur Abänderung des Bescheids aus 2017 fand Anfang März statt, Anfang Juli wurde die Bewilligung seitens der Baubehörde erteilt.

Die Nachbarn haben Bedenken über den Umbau. Einer der Hauptkritikpunkte ist ein bauverhandelter Pool, der laut einer Anrainerin ganzjährig beheizt werden soll. Da es immer wieder zu Wasserengpässen kommt, erteilte Bürgermeister und gleichzeitig Obmann der Wassergenossenschaft Stefan Knapp keine Bewilligung für die Befüllung des Pools. Laut Bauwerber sei die Befüllung mittels Tankwagen geplant. „Es ist absolut unglaublich, dass in Zeiten von Klimawandel eine Genehmigung für einen Pool auf 2000 Meter erteilt wird. Nicht auszudenken, wenn weitere Hausbesitzer am Berg auf diese Idee kommen, wo bereits jetzt Wassermangel herrscht“, sagt Anrainerin Mathilde Roither. Kevin Siener sieht hier nicht das große Problem, weil es sich um eine überschaubare Menge handle: „Es ist eine Art Whirlpool geplant, ob wir das machen oder nicht steht in den Sternen. Aber es ist ja nicht so, dass wir die Einzigen damit sind.“ Das Fassungsvermögen sei um die 8000 bis 10.000 Liter, das sei „mit zwei Autoanhängern auch erledigt“.

Über die „rechtlich sichergestellte Zufahrt“, wie es im Baubescheid heißt, sind einige Waldeigentümer verwundert. Zwar handle es sich zum Teil um öffentliche Wege und einen Privatweg der Marktgemeinde Haus, ein Großteil der Zufahrt verläuft allerdings über Wege privater Waldbesitzer von einigen Riemenparzellen. „Die Gemeinde ließ zwar einen Nutzungsvertrag aufsetzen, der wurde aber nicht von allen Waldbesitzern unterschrieben“, wie ein Landwirt erklärt. Es gebe auch keine Weggenossenschaft oder forstliche Bringungsgenossenschaft, die ein solches Recht erteilen hätte können. Der Baubeginn wird sich vermutlich noch verzögern. Nicht zuletzt aufgrund der Aufregung sei von einem Baustart im heurigen Jahr nicht mehr auszugehen.

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news-1769 Thu, 02 Sep 2021 08:25:45 +0200 Punkteteilung im Dachstein-Derby https://www.derennstaler.at/detail/punkteteilung-im-dachstein-derby In der 4. Runde der Gebietsliga Ennstal gab es im mit Spannung erwarteten Derbys zwischen dem FC Ramsau und Schladming II eine Punkteteilung. 260 Fans der beiden Mannschaften sahen ein rassiges Spiel, in welchem die Hausherren erst in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen mussten.

Vor Anpfiff gedachten Mannschaften und Fans des Ablebens von Kurt Sablatnig, welcher im Alter von 67 Jahren viel zu früh verstorben ist. Kurt war nicht nur in seinem Beruf als Koch eine große Persönlichkeit, sondern galt auch als Kenner der regionalen Fußballszene und treuer Besucher der Spiele. Der Matchball wurde von der Familie Sablatnig gesponsert.

Nach anfänglichem Abtasten mit einer guten ersten Chance für die Ramsauer in der 3. Minute war es Antonio Sojala, der die Gäste aus der WM-Stadt in Führung brachte (10.). In der Folge nahmen die Schladminger den Schwung des Führungstreffers auf das Spielfeld mit und erspielten sich eine Feldüberlegenheit. Die Ramsauer gingen aber mehr in die Zweikämpfe und brachen so den Spielrhythmus der Gastmannschaft. Der Erfolg blieb nicht aus: Thomas Gründbichler gelang in der 25. Spielminute der vielbejubelte Ausgleich. In Minute 29 verhinderte Roland Stocker in Manuel-Neuer-Manier die neuerliche Führung für Schladming, als er rund 25 Meter vor dem Tor klären konnte. Aber auch der Schlad­minger Namenskollege Robin Stocker konnte sich bei einem Schuss von Fabio Perali durch eine tolle Parade auszeichnen. In der Pause einsetzender kurzer Regen machte den Rasen in der zweiten Halbzeit glitschig und damit den Ball schneller, genaues Passspiel allerdings auch schwieriger. Nach einem Abseitstor des FC Ramsau und einer Doppelchance für Schlad­ming war es Top-Scorer Fabio Perali, der zum 2:1 für die Heimmannschaft einschoss (83.). Sieben Minuten vor Schluss durften die Ramsauer damit auf den nächsten Sieg auf eigener Anlage hoffen. Aber wieder kassierte man in der verflixten zweiten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich. Nach einem unübersichtlichen Gestocher im Strafraum sprang der Ball vom Fuß von Philipp Scott ins eigene Tor zum 2:2-Endstand.

Nächster Gegner des FC Rams­au ist am 5. September die Mannschaft des momentan am dritten Tabellenplatz liegenden SV Aigen, bevor in der 6. Runde das Heimspiel gegen Hall angepfiffen wird (11. September, 17 Uhr).

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news-1768 Thu, 26 Aug 2021 08:17:42 +0200 Öko- statt Lohnsteuer? https://www.derennstaler.at/detail/oeko-statt-lohnsteuer In den nächsten Wochen sollen wir eine Steuerreform präsentiert bekommen, die primär zwei Eckpunkte enthalten wird: Einerseits den ökologischen Aspekt, wo mit der Bepreisung von CO2 sämtliche Energieträger verteuert werden sollen. Und andererseits eine Senkung der Steuertarife und eventuell auch gewisser Sozialversicherungsbeiträge, mit dem Ziel, dass insgesamt eine Entlastung für die Bevölkerung herauskommt. Das wäre auch absolut wünschenswert, kann aber noch nicht wirklich beurteilt werden. Im ersten Schritt kann man tatsächlich noch von eher moderaten Preissteigerungen ausgehen. Der CO2-Preis wird wohl ähnlich wie in Deutschland werden, wo man mit 25 Euro beginnt und nach jetzigen Plänen bis auf 55 Euro steigert. Das bringt zwar höhere Energiepreise, kann aber durch die Senkung anderer Abgaben noch relativ gut aufgefangen werden.

Wenn der Preis dann im Lauf der Zeit steigt – und anders hat ja die Ökosteuer keinen Sinn –, wird das Thema deutlich schwieriger. Dann wird nämlich auch die allgemeine Teuerung angeheizt. Daher sollte mit der Steuerreform unbedingt die kalte Progression abgeschafft werden, die durch die höhere Inflation besonders schmerzt und eine jährliche geheime Steuererhöhung bedeutet. Und zweitens sollte es schon einen klaren Plan geben, wie gleichzeitig mit der Steigerung der CO2-Abgaben auch regelmäßig die Arbeitskosten gesenkt werden. Dann hätte man wirklich etwas fürs Klima und für die Menschen geschafft, aber als gelernter Österreicher ist man skeptisch.

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news-1767 Thu, 26 Aug 2021 08:16:25 +0200 Wörschachklamm generalsaniert https://www.derennstaler.at/detail/woerschachklamm-generalsaniert Die Wörschachklamm zählt zu den Top-Ausflugszielen in unserer Region sowie weit über die Grenzen des Bezirkes hinaus. Aufgrund von Steinschlägen im August 2020 musste die Klamm jetzt über ein Jahr gesperrt werden, ein umfassendes Sanierungskonzept wurde erarbeitet. Mitte September wird sie voraussichtlich wieder öffnen.

Kaum zu glauben, dass vor über hundert Jahren noch Händler und Fuhrwerker mit Pferdegespannen durch die Klamm gefahren sind. Heute führen gesicherte Stege durch das wildromantische Naturdenkmal. Die Erbauung des Klammsteiges seinerzeit war eine wahre Pionierleistung. Im vergangenen August gab es in der Wörschachklamm kleinere Steinschläge. „Wir haben dann im Vorfeld mit einem Geologen Kontakt aufgenommen und uns entschieden Verbesserungsmaßnahmen zu setzen“, erzählt Bürgermeister Franz Lemmerer im Gespräch mit dem „Ennstaler“. Bei der Klamm gäbe es nur zwei Möglichkeiten: sanieren oder zusperren. Eine Firma wurde daraufhin beauftragt, ein durchgängiges Konzept zu erarbeiten. Dieses beinhaltet das Entfernen von kritischem Felsmaterial sowie forstliche Maßnahmen und zusätzliche Sicherungen durch Steinschlagschutznetze. „Die Sanierung ist für alle Beteiligten eine Herkules-Aufgabe“, so das Gemeindeoberhaupt. Für die zusätzliche Attraktivierung sollen Ruhezonen geschaffen werden, verbunden mit einem neuen Beschilderungssystem. Der Weg durch die Klamm bleibt weitestgehend derselbe, ein Steg wurde geringfügig versetzt. Die Klamm wird weiters auch mit einem komplett neuen Leitsystem für Besucher ausgestattet werden. Ebenso soll auf die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierwelt hingewiesen werden. Geplant ist auch den Eintrittsbereich neu zu gestalten.

Entgegen der Kostenschätzungen vor der Sanierung wurden durch das Entfernen von Felsmaterial mehrere Stege als erwartet in Mitleidenschaft gezogen, und so stieg die erste Kostenschätzung um ein Vielfaches. „Am Ende des Tages werden uns 100.000 Euro fehlen“, erzählt Lemmerer, der mittlerweile vom Land Steiermark Geld für das Projekt lukrieren konnte. Die gesamte Sanierung beläuft sich dann auf ca. 400.000 Euro. Die Gemeinde hatte bereits in den vergangenen Jahren einen hohen finanziellen Aufwand für Sanierungsmaßnahmen. „Aber wir brauchen die Klamm – das ist unser Wahrzeichen von Wörschach.“ Das Naturdenkmal ist nicht nur touristisch für den Ort wichtig, sondern auch die Ortswasserleitung führt durch die Klamm. Die Wichtigkeit dieser wurde vielen Bürgern Anfang Juli bewusst, als die Hauptwasserleitung beschädigt wurde und die Wörschacher Haushalte nicht mehr mit Wasser versorgt werden konnten.

34.000 Besucher jährlich

Die Klamm hat im Normalbetrieb von Anfang Mai bis Mitte Oktober geöffnet. Die Besucherzahlen sind in den vergangenen Jahren sukzessive von 4500 Besuchern Anfang der 90er-Jahre auf rund 34.000 Besucher jährlich gestiegen. Das auf familienfreundliche Ausflugsziele spezialisierte Suchportal www.familienausflug.info hat kürzlich die beliebtesten Orte für Ausflüge ermittelt, darunter auch das „Wörschacher Wahrzeichen“. Am Klammausgang angelangt, hat der Wanderer die Wahl zwischen verschiedenen Weiterwandermöglichkeiten, unter anderem auch zur Burgruine Wolkenstein. Die einst hochmittelalterliche Höhenburg war Sitz und Herrschaft des landesfürstlichen Amtes und Landesgerichtes im Ennstal. Von dort aus bietet sich ein herrlicher Ausblick über das Ennstal. Die Ruine ist trotz Klamm-Sperre jederzeit begehbar. „Viele sehnen sich die Öffnung der Wörschachklamm wieder herbei, aber die Sicherheit der Besucher hat natürlich Vorrang“, so Lemmerer, der hofft, dass der Zeitplan mit Mitte September eingehalten werden kann.

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news-1766 Thu, 26 Aug 2021 08:14:29 +0200 ÖAV Haus: Zügig geht‘s voran bei der Alpen-Tour https://www.derennstaler.at/detail/oeav-haus-zuegig-gehts-voran-bei-der-alpen-tour Der Alpenverein Haus im Ennstal feiert sein 50-jähriges Bestehen mit der Alpen-Tour 2021. Von 6. August bis 25. September schlägt der Verein eine Brücke vom Mont Blanc über den Dachstein bis nach Haus im Ennstal. Die ersten Etappen wurden bereits mit Bravour gemeistert.

Wandernd, laufend, mit Para­gleiter, mit Kajaks, Rollstuhl oder Rad geht es über 1000 Kilometer, rund 60.000 Höhenmeter, 50 Tage, 50 Etappen als Staffel, zwei Monate bergauf und bergab mit 120 Teilnehmern. Ein besonderer Höhepunkt soll die gemeinsame Ankunft in Haus im Ennstal am 25. September sein. Mit einer „Willkommen-Andacht“ und einer kleinen Feier wird der erfolgreiche Abschluss der Alpen-Tour 2021 in Haus am Schlossplatz begangen.

Nachdem die ersten vier Etappen erfolgreich zurückgelegt wurden, warteten mit den Teilstücken 5 und 6 zwei lange und anstrengende Abschnitte auf das Team des Alpenvereins. Bereits auf der fünften Etappe wurde die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz überquert. Am Vormittag des 7. Tages stand eine Radetappe im Rhônetal am Programm. Der älteste Teilnehmer der Tour schlug sich mit Bravour und übergab das Tourenbuch, welches als Staffelstab dient, zu Mittag an die nächste Gruppe, die an den nächsten drei Tagen, bei wunderschönem Wetter, den Gebirgzug Les Diableretes – die Teufelshörner – überquerte. Aufgrund einer Wegsperre wurden die ohnehin schon langen Etappen noch herausfordernder. Die Verköstigung, die Freundlichkeit der Wirtsleute sowie die Übernachtung im Stroh in einer der urigsten Hütten der Schweiz – der Buvette La Vare – waren der wohlverdiente Lohn für die Strapazen.

Am zehnten Tag der Alpen-Tour schlug das Wetter um. Bei starkem Regen, Wind und Nebel war ein neues Team am Start und kämpfte sich tapfer durch das Wallis. Vorbei an bekannten Wintersport­orten wie Adelboden führte die Route für die nächsten drei Tage von Gsteig bis zum Berggasthaus Golderli. Das Wetter besserte sich ab dem zweiten Tag wieder und somit konnte die Gruppe beeindruckende Ausblicke in die Schweizer Bergwelt genießen. Erschöpft, aber glücklich, erreichte das Team nach einem langen Abstieg über einen beeindruckend angelegten Steig über zahlreiche Stiegen das Tagesziel. Die weiteren Etappen führten durchs Berner Oberland, im Angesicht des Berner Dreigestirns Eiger, Mönch und Jungfrau. „Unbeschreiblich schön“, so beschrieben die Teilnehmer der 13. Etappe den Blick auf die Bergwelt und die Blumenwiesen, als sie nach langem Anstieg endlich die Nebelgrenze durchbrachen.

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news-1765 Thu, 26 Aug 2021 08:12:56 +0200 Gemeinsames Aufräumen für eine unberührte Natur https://www.derennstaler.at/detail/gemeinsames-aufraeumen-fuer-eine-unberuehrte-natur Die Gesäuse CleanUP Days finden am 4. und 5. September statt. In Corona-konformen Kleingruppen geht es los, um die Natur von Müll zu befreien.

Die Idee der Gesäuse CleanUP Days ist schnell erklärt: Zahlreiche Naturbegeisterte ziehen freiwillig in Kleingruppen los, um gemeinsam Müll auf Berggipfeln, entlang von Wanderwegen, an Flussufern, usw. zu sammeln – eben überall dort, wo Müll hinterlassen wurde. Wer dabei ist, den erwartet nicht nur das schöne Gefühl, ein Zeichen für die Natur gesetzt zu haben, sondern auch ein gemeinschaftliches Outdoor-Erlebnis der besonderen Art. Organisiert wird das Event von der Allgäuer Initiative Patron Plasticfree Peaks in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Gesäuse, dem Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen und dem Tourismusverband Gesäuse.

Jeder Teilnehmer erhält für seine Tour ein kostenfreies „CleanUP Kit“, bestehend aus einer recyclebaren und wiederverwendbaren Gewebetasche und einer Zange aus hochwertigem Edelstahl. Finanziert werden diese über ein Sponsorennetz regionaler und überregionaler Partner.

Die Anmeldung sowie die Koordination der Routen erfolgt über die CleanUP-Karte auf www.plasticfreepeaks.com. Wer teilnehmen möchte, trägt Datum und Route seiner Tour in die Karte ein. Der gesammelte Müll kann im Anschluss bei einer der Müllsammelstellen in der Region abgegeben werden, die genauso wie die Abholstationen der CleanUP Kits in der Karte hinterlegt sind. Als Dankeschön für die Teilnahme winken hochwertige Preise aus der Tombola, wie etwa ein Gutschein für zwei Übernachtungen bei einem „Gesäuse Naturpark Resort“-Partnerbetrieb.

Meet & Greet am Samstag

Am Samstag, dem 4. September, wird bei einem „Meet & Greet“ das gemeinsame Wirken gefeiert. Dazu lädt der Genussmosthof Veitelbauer in St. Gallen ab 15.30 Uhr zum Tag der offenen Kellertür ein, um die Kultur, Kulinarik und Musik der Region hochleben zu lassen. Mit dem Event wird der etablierte „Xeis-Putz“ der letzten Jahre aufgegriffen, weitergeführt und einer größeren Anzahl an Freiwilligen zugänglich gemacht. „Die Mission unseres Teams ist die Bewahrung der Gesäuse-Landschaft und ihrer wilden Natur. Die CleanUP Days leisten dazu einen wertvollen Beitrag, weil jeder mit anpacken kann“, so Marco Schiefer, Projektmanager beim Nationalpark Gesäuse. Gemeinsam mit dem Natur- und Geopark Steierische Eisenwurzen und dem Tourismusverband Gesäuse hat er es sich zur Aufgabe gemacht, dass vor Ort alles reibungslos funktioniert.

Informationen und Anmeldung unter www.plasticfreepeaks.com/gesaeuse.

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news-1764 Thu, 26 Aug 2021 08:10:48 +0200 Torlauf Dachstein: Trailrunning-Event in Ramsau https://www.derennstaler.at/detail/torlauf-dachstein-trailrunning-event-in-ramsau Am 4. September lockt in Ramsau am Dachstein eine ganz besondere sportliche Herausforderung. Der Torlauf Dachstein ist ein Trailrunning-(Halb)Marathon, der heuer bereits zum 5. Mal in Folge ausgetragen wird.

Organisiert wird der Lauf vom Verein Torlauf Dachstein. Ziel und Endpunkt der Läufe ist das Veranstaltungszentrum Ramsau am Dachstein. Zur Auswahl steht der Halbmarathon mit 24 Kilometern und 500 Höhenmetern oder der Marathon mit 42 Kilometern und 2500 Höhenmetern quer über das Dachsteinmassiv.

80 Anmeldungen aus ganz Europa sind bereits eingetroffen, davon 15 Damen, wovon sechs den 42 Kilometer langen Marathon bezwingen wollen. Zwölf Anmeldungen gibt es in der Kategorie Ü50 und 23 Läufer für U50, die fast alle den vollen Marathonbewerb laufen. Betrachtet man die Nationalitätenverteilung, so gibt es einen deutlichen Schwerpunkt auf österreichische und deutsche Läufer, aber es nehmen auch Athleten aus Polen, Griechenland, Spanien, Niederlande und Norwegen am Bewerb teil. „Vergangenes Jahr sind ca. 200 Athleten angetreten, es ist also noch Luft nach oben“, so die Veranstalter. Bis zum Tag des Laufes können sich Interessierte noch anmelden und das mit 100-prozentiger Geld-Zurück-Garantie. Für Sicherheit auf der Laufstrecke sorgen die Streckenposten, die Labestationen, die die Läufer bei Bedarf mit Flüssigkeit versorgen, sowie der Einsatz des Roten Kreuzes und der Bergrettung.

3-G-Regel

„Wir setzen auf die Verantwortung der Läufer, die 3-G-Regel zu befolgen. Zudem findet die gesamte Veranstaltung draußen in der freien Natur statt mit genügend Abstandsmöglichkeiten,“ so Walter und Willi Wieser, die beiden Hauptorganisatoren. Bei Schlechtwetter ist für eine Ersatzstrecke gesorgt.

Kurzfristige Änderungen werden in der Facebook-Veranstaltung (Torlauf-Dachstein), der Facebook-Seite (Torlauf-Dachstein) sowie auf Instagram @torlauf_dachstein bekanntgegeben.

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news-1763 Thu, 19 Aug 2021 08:08:07 +0200 Bitterer Abschied https://www.derennstaler.at/detail/bitterer-abschied Zwanzig Jahre lang haben die USA gemeinsam mit den westeuropäischen Staaten versucht, in Afghanistan eine stabile Regierung zu bilden und das Land zu befrieden. Das hat mehr als 2000 Soldatenleben und Zehntausende Verletzte gekostet, Abermilliarden Dollar verschlungen und doch zu keinem Ergebnis geführt. Die jetzt passierte Eroberung des ganzen Landes durch die Taliban kann getrost als eine der größten Niederlagen in der Geschichte des Westens gelten.

Wie auch in einigen anderen arabischen Staaten zeigte sich, dass man von außen nicht über jedes Land eine Demokratie stülpen kann. Auch wenn das in bester Absicht geschieht, sind eben scheinbar gewisse Gesellschaften einfach nicht soweit, von einem Tag auf den anderen so tiefgreifende Veränderungen umzusetzen. Zudem spielen regionale und religiöse Strukturen in diesen Ländern eine sehr bedeutende Rolle, auf die die „alten“ Machthaber nicht verzichten wollen. Zusammen mit der blühenden Korruption der neuen Machthaber sorgte das für große Unzufriedenheit in der Bevölkerung.

Trotzdem ist es angesichts der Schreckensherrschaft der Taliban in der Vergangenheit absolut unverständlich, dass sich kein Widerstand regt. Immerhin stehen den 60.000 Kämpfern der Taliban mehr als dreimal so viele Regierungstruppen gegenüber, und das noch dazu mit viel besserer Ausrüstung. Und schließlich möchte man meinen, auch das Volk müsste sich gegen die blutige Diktatur auflehnen. So aber bleibt man fassungslos zurück, wohl wissend, dass Afghanistan auch weiterhin ein Krisenherd ist.

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news-1762 Thu, 19 Aug 2021 08:06:45 +0200 Grüne fordern touristische Neuausrichtung am Dachstein https://www.derennstaler.at/detail/gruene-fordern-touristische-neuausrichtung-am-dachstein Massentouristische Nutzung lautet die Kritik vom Grünen Landtagsabgeordneten Lambert Schönleitner. Planai-Chef Georg Bliem kontert: Man mache viel im Bereich Umwelt und arbeite eng mit Experten zusammen.

Der Dachstein. Er ist Naturwunder und Ausflugsziel in einem. 2007 wurde der Skywalk, 2009 der Eispalast und 2013 die Hängebrücke und die Treppe ins Nichts errichtet. Den Dachsteintourismus haben nun die steirischen Grünen ins Visier genommen. In einer Presseaussendung heißt es: „Seit Jahren gibt es Bemühungen, den Dachsteintourismus auf ein zeitgemäßes Qualitätsniveau zu bringen. Der Dachstein soll natürlich nicht gänzlich gesperrt werden, vielmehr muss die Tagesgästezahl deutlich reduziert werden.“ Das sei bereits geschehen, kontert nun Planai-Chef Georg Bliem: „Schon 2015 haben wir eine freiwillige Reduktion von 3500 auf 2500 Gäste pro Tag vorgenommen. Aber auch diese Zahl erreichen wir nur an zehn bis zwölf Tagen im Jahr“, sagt Bliem. Im Schnitt liege die durchschnittliche Besucherzahl im Sommer bei 1000 bis 1200 Gästen pro Tag, so Bliem, der betont: „Achtzig Prozent davon bewegen sich rund um die Bergstation, wo sich unsere Attraktionen, wie etwa der Skywalk, befinden, und nicht am Gletscher.“

Disneyland auf 3000 Meter

Im Zentrum der Kritik steht der Eispalast. Für Schönleitner ein „völlig unzeitgemäßes Bild des ewigen Eises im Disneyland-Modus.“ Auch Ramsaus Bürgermeister Ernst Fischbacher bestätigt ein nicht immer positives Gästefeedback: „Kritik über die Inszenierung des Eispalasts höre ich sehr oft. Ich bin immer nur überrascht, dass ich anscheinend der Einzige bin, bei dem das ankommt“, so Fischbacher, der hinzufügt: „Mag sein, dass von tausend Gästen neunhundert zufrieden sind. Doch man sollte auch die hören, die es nicht sind.“

Grüner Strom für Seilbahn

Die Grünen wollen schon im Herbst Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl im Landtag mit der Causa Dachstein konfrontieren und eine touristische Neuausrichtung des Gletscherjuwels einfordern. Georg Bliem bezieht sich hingegen auf die nachhaltige Bewirtschaftung des Dachsteins. Allein in den letzten Jahren habe man große Investitionen getätigt, wie etwa die Umstellung des Antriebs der Dachstein-Seilbahn von Diesel auf Ökostrom. Im Zuge der geplanten Sanierung der Dachsteinseilbahn-Bergstation soll zudem eine Solaranlage errichtet werden. Laut Georg Bliem will man die nachhaltige Bewirtschaftung am Dachstein weiterhin forcieren. „Wir werden wissenschaftlich unterstützt und haben Spitzenleute, die uns hierbei gut begleiten“, so der Planai-Chef. Derzeit prüfe man kritisch, welche zusätzlichen Maßnahmen es für eine umweltbewusste Bewirtschaftung in den nächsten fünf Jahren brauche.

„Es braucht einen Schulterschluss“

Vergangenen Dienstag hat sich Klimaschutzministerin Leonore Gewessler zusammen mit dem oberösterreichischen Umweltlandesrat Stefan Kaineder und dem Gletscherexperten Klaus Reingruber ein Bild vor Ort gemacht. „Der Dachstein im Zeichen des Klimawandels“ sei das Thema gewesen, das man dabei gemeinsam diskutiert habe, sagt Planai-Chef Georg Bliem. „Seit vierzig Jahren ist es durchgehend wärmer, somit ist der Volumenverlust am Dachstein natürlich enorm“, so Bliem. Heuer sei man aufgrund der Schneemengen bis in den Frühling positiv gestimmt gewesen, doch „der viele Regen im Juli und August war ein großes Problem. Man kann förmlich zuschauen, wie der Gletscher wegrinnt“, sagt Bliem. „Dass der Klimawandel und der Gletscherschwund stattfinden, ist schlimm. Für uns als Wirtschaftsunternehmen bleibt die Frage, wie wir damit umgehen können“, so der Planai-Chef, der betont, es brauche einen Schulterschluss zwischen den Planai-Bahnen, alpinen Vereinen, Politik und Naturschutz, denn „die Problematik betrifft nicht so sehr unsere Infrastruktureinrichtungen, die sich schließlich rund um die Bergstation befinden, sondern vor allem Wege und Gletschersteige. Diese gehören permanent beobachtet und müssen schon jetzt immer wieder verändert werden.“

Gletscher schmilzt weiter

Das Tempo der Klimaerwärmung nimmt rasant zu. In den nächsten 30 Jahren rechnet man mit einem weiteren Volumenverlust des Gletschers von 50 Prozent. Alarmierende Zeichen, die auch bei der Begehung mit Klimaschutzministerin Gewessler debattiert wurden. Man sei so  verblieben, dass man in Zusammenarbeit mit der steirischen und der oberösterreichischen Landesregierung entscheiden werde, wie und welche Infrastruktur man in Zukunft weiter bedienen werde, sagt Bliem, der betont: „Eine länderübergreifende, fachkundige Begleitung, über die ich sehr froh bin.“

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news-1761 Thu, 19 Aug 2021 08:05:23 +0200 Steiermark-Schau – Die Ausstellung des Landes zu Gast in Schladming https://www.derennstaler.at/detail/steiermark-schau-die-ausstellung-des-landes-zu-gast-in-schladming Mit dem mobilen Pavillon der Steiermark-Schau kommt die Ausstellung des Landes nach Schladming. Im Inneren der nomadischen Kunsthalle zeigt die Schau „wer wir sind“ eine spannende Auswahl filmischer Kunstbeiträge und künstlerischer Forschungsresultate.

Die erste Ausgabe der Steiermark-Schau, die fortan in einem biennalen Rhythmus mit wechselnden Themenschwerpunkten präsentiert werden soll, umfasst vier Ausstellungen. Drei davon sind in Graz zu sehen, der vierte Schauplatz ‒ ein mobiler Pavillon ‒ wandert quer durch das Land und macht nach Wien, Hartberg und Spielberg noch bis 5. September am Wetzlarer Platz in Schladming Station.

Was prägt uns?

Die von Alexander Kada entworfene, 800 Quadratmeter große Architektur ist an sich bereits eine raffinierte Lichtinstallation. Im Inneren der Halle ist eine Ausstellung aus projizierten großformatigen Bildern der Steiermark zu sehen, die darüber nachdenken lassen, wer wir sind, was unser Land auszeichnet. Oft wird gesagt, dass die Vielfalt der steirischen Kulturlandschaften die Identität der hier lebenden Menschen prägen. Daher konzentriert sich die von Astrid Kury unter Mitwirkung von 78 Künstlern mit Steiermark-Bezug kuratierte Schau auf die Themen Kunst, Vielfalt und Landschaft.

Junge, zeitgenössische Kunst

Ein besonderes Highlight des mobilen Pavillons ist die 50 Meter lange Panorama-Leinwand, auf der 24 filmische Kunstbeiträge das „Steiermark-Panorama“ bilden. Sie entstanden als Auftragsarbeiten für die Steiermark-Schau und geben Einblicke in die reichhaltige Kunstszene des Landes, die vor allem von den jüngeren Generationen getragen wird. Mit Fokus auf Fotografie, Kunstvideo und experimentellen Film lädt das „Steiermark-Panorama“ dazu ein, einen ungewöhnlichen Blick auf die steirischen Landschaften zu werfen. Auch die beiden in Schladming geborenen Medien- und Filmkunstschaffenden Stefanie Weberhofer und Lukas Marxt sind mit je einer Arbeit im Pavillon vertreten.

Ergänzend zum Panorama gibt es sechs filmische Ausstellungsbeiträge, die das Verständnis von Landschaft vertiefen. Es werden ebenso Persönlichkeiten des Kulturlandes Steiermark über ihre Beziehung zu diesem Land und seinen Landschaften befragt. Ein weiterer Filmbeitrag widmet sich den 15 steirischen Leader-Regionen, die Zukunftsräume im großen europäischen Kontext gestalten. Noch mehr Gelegenheit, der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Landes auf den Grund zu gehen, gibt es in den drei Schauplätzen der Steiermark-Schau in Graz ‒ dem Museum für Geschichte („was war“), dem Volkskundemuseum („wie es ist“) und dem Kunsthaus Graz („was sein wird“).

Feierliche Eröffnung

Kulturlandesrat Christopher Drexler und Hausherr Bgm. Hermann Trinker konnten zur Ausstellungeröffnung nicht nur den Gestalter des Pavillons, Alexander Kada, und Kuratorin Astrid Kury, sondern auch zahlreiche Bürgermeister des Bezirkes sowie die Landtagsabgeordneten Wolfgang Moitzi und Armin Forstner, Nationalratsabgeordnete Corinna Scharzenberger und Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher am Wetzlarer Platz begrüßen. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische Darbietungen der Teilnehmer des heurigen Camp Styria, die Moderation übernahm Schauspielerin Ag­laia Szyszkowitz. Die Steiermark-Schau, so Drexler, ist der Versuch eines zeitgemäßen Ausstellungsformates und eine Liebeserklärung an die Steiermark.

Veranstaltungen rund um die Steiermark-Schau

Außerhalb der Ausstellungszeiten konnte in Schladming ein umfassendes Programm entwickelt werden, so Bgm. Hermann Trinker, das sich mit Tradition und Moderne auseinandersetzt. Das „G‘misch“, eine Projektgruppe des Klang-Film-Theaters, lädt am 21., 26. und 28. August sowie am 2. und 4. September zu diversen Veranstaltungen: Freitag, der 21. August, steht unter dem Titel „Sagenhaft“. Heimische Geschichtenerzähler bringen ab 20 Uhr Sagen rund um den Bergbau. „Inspiriert“ heißt es am Donnerstag, dem 26. August, um 19 Uhr. Zusammen mit Künstlern aus der Region wird versucht, diverse Perspektiven auf die Gegenwart zu gewinnen. Am Freitag, dem 28. August um 20 Uhr bringt die Band „Amanda“ Dialekt und Psychedelic Rock nach Schladming. Eine Gegenüberstellung von alten und neuen Gegenstücken  wird es am Donnerstag, dem 2. September um 19 Uhr geben. Mithilfe von Schülern des Sommercamps 2021 werden der Kreativität keine Grenzen gesetzt und so soll herausgefunden werden, was zukünftig möglich ist. Am Freitag, dem 4. September ab 19 Uhr wird es laut: Gemeinsam mit dem DJ-Kollektiv „Berggeflüster“ schafft man zum Abschluss einen Spagat zwischen Ursprung und Moderne. Elektronische DJ-Sets untermalen dabei eine Aneinanderreihung von alten Fotos und Videos der Region.

An den beiden Mittwochen, 25. August und 1. September, werden zwei Rundfahrten organisiert: Die erste widmet sich der öffentlichen Kunst in Schladming, die zweite der Biodiversität. Treffpunkt ist jeweils um 11 Uhr beim Pavillon. Am Dienstag, dem 31. August, präsentiert die 23-jährige Schladminger Künstlerin Alice im Zuge von „Signal“ am Dachstein um 20 Uhr im Pavillon ihre Songs. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Der mobile Pavillon gastiert bis 5. September in Schladming und ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

Homepage: steiermarkschau.at

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news-1760 Thu, 19 Aug 2021 08:04:21 +0200 „Tag der lautlosen Freiheit“ https://www.derennstaler.at/detail/tag-der-lautlosen-freiheit Die Energieregion Gröbming GmbH, die Marktgemeinde Gröbming und der TVB Schladming-Dachstein laden gemeinsam mit 25 Ausstellern zum „7. Tag der lautlosen Freiheit“ – der größten E-Mobilitätschau der Steiermark.

Die unterschiedlichen Facetten rund um das Thema E-Mobilität werden am 3. September im Zentrum von Gröbming von 9 bis 16 Uhr beleuchtet. Interessierte können aus dem umfassenden Angebot an Elektro-Fahrzeugen auswählen und kostenfrei nach Wahl testen. Der „Tag der lautlosen Freiheit“ als erste Pilotveranstaltung in Gröbming im Jahre 2014 läutete eine neue Ära im Bezirk Liezen in Sachen E-Mobilität ein. Es wird der Bevölkerung ein umfassender Fuhrpark an E-Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller gratis zum Testen zur Verfügung gestellt. Des Weiteren warten E-Bikes der Firma Sport Mandl, E-Scooter von emco sowie KTM-E-Motorräder der Firma Lenz auf die Besucher. Die Präsentation von E-Tankstellen der Firma Schrack runden das Programm ab. Die Firma Echt Baumanagement GmbH und Team bieten außerdem den ganzen Tag Förderberatungen.

Mit dem Einzug von Internet und Smartphones funktioniert das E-Car-Sharing seit 2014 auch in der Marktgemeinde Gröbming mit dem Gröbminger E-Flitzer bestens. Die Firma Let‘s do it Hans Mandl sorgt dafür, dass auch im Garten die fleißigen Helfer lautlos mit Akkus ihren Dienst verrichten. Für das leibliche Wohl sorgen Familie Ferstl und das Team von Grill und Burger Walter aus Gröbming.

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news-1759 Thu, 19 Aug 2021 07:57:53 +0200 Sensationeller Auftritt von Niklas Regner https://www.derennstaler.at/detail/sensationeller-auftritt-von-niklas-regner Mit dem tollen 2. Platz beim Challenge-Turnier im dänischen Esbjerg Golfclub schrieb Niklas Regner ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte. Der gebürtige Liezener eroberte seinen ersten Stockerlplatz.

Der 22-jährige Regner wechselte erst im Juni ins Profilager und sorgt seit diesem Zeitpunkt für Furore auf der Challenge-Tour. Bei allen bisherigen acht Turnieren schaffte der Golf-Pro den Cut und in Dänemark griff er nun nach seinem ersten Sieg. Mit einer finalen 72 (+1) mit Doppelback-Bogey verpasste Niklas Regner dann zwar den 1. Platz, doch überwog letztendlich die Freude über seinen ersten Stockerplatz. „Ich weine dem Sieg nicht nach, sondern freue mich über den ersten Top-3-Rang. Nach den gesundheitlichen Problemen am Beginn der Woche nehme ich diesen 2. Platz mit Handkuss. Auf der anderen Seite muss ich schon sagen, dass ich heute wirklich schlecht geputtet habe, es wäre auch mehr drinnen gewesen. Im Großen und Ganzen war es aber wieder ein solides Turnier von mir“, so Regner. Mit dieser Platzierung ist der Ennstaler Golf­athlet auch beim dieswöchigen zweiten Turnier in Esbjerg startberechtigt. Damit musste Regner die Teilnahme beim Gösser Open in Maria Lankowitz absagen. „Das schmerzt natürlich sehr, andererseits muss ich nun alle Turniere mitnehmen, denn wer weiß, was in dieser Saison noch alles möglich ist“, so Niklas Regner, der für seinen 2. Platz stolze 16.000 Euro Preisgeld mitnahm und sich dank seines dritten Topergebnisses auch im Road to Mallorca auf den 24. Platz verbesserte. Die Top-20 erhalten die volle Turnierkarte für die European-Tour und nach den bisherigen tollen Leistungen ist dem Shooting-Star bereits im ersten Profijahr der Aufstieg in die höchste Liga zuzutrauen. Der Sieg in Esbjberg ging an den Italiener Ricardo Gouveia und als zweitbester Österreicher belegte Lukas Nemecz den 28. Rang.

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