Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Fri, 30 Jul 2021 08:13:56 +0200 Fri, 30 Jul 2021 08:13:56 +0200 TYPO3 EXT:news news-1748 Thu, 29 Jul 2021 08:07:07 +0200 Der Preis des Geldes https://www.derennstaler.at/detail/der-preis-des-geldes Nachdem in Deutschland Negativzinsen schon länger gebräuchlich sind, werden solche jetzt auch in Österreich eingeführt. Zwar nicht bei Privatpersonen, aber bei Geschäftskonten, meist ab einer Freigrenze von hunderttausend Euro. Somit verliert man zukünftig auch nominell Geld auf der Bank, real mit Berücksichtigung der Teuerung ist das ja schon lange der Fall. Damit wird es nochmals schwerer, wenigstens irgendeine Rendite auf vorhandenes Vermögen zu erzielen. Mit „sicheren“ Anlagen wie Staatsanleihen, Sparbüchern oder Sichteinlagen ist ein Erhalt des Vermögens schon heute unmöglich. Zumindest drei Prozent der Kaufkraft gehen jährlich verloren, wenn man nicht das Risiko einer Veranlagung in Aktien oder andere Wertpapiere eingehen will. Mit dieser stillen Enteignung finanzieren die Bürger am Ende des Tages die Staatsschulden, die durch die nicht vorhandenen Zinsen kaum Kosten für die Staaten verursachen.

Je weiter die risikolose Anlage ins Minus rutscht, desto schwieriger wird es freilich, sich finanzielle Reserven oder eine Altersvorsorge anzusparen. Früher oder später muss es daher gelingen, die Niedrigzinsen hinter uns zu lassen und wieder einen realistischen Preis für das Geld zuzulassen. Denn die Profiteure der aktuellen Situation sind ausschließlich die Schuldner, egal ob Private oder Staaten. Ein solcherart künstlich tief gehaltener Zinssatz führt zudem auch zu stark steigenden Preisen, und es wird nicht mehr ewig dauern, dann werden wir bei Nullzinsen und hoher Inflation ratlos und handlungsunfähig zurückbleiben.

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news-1747 Thu, 29 Jul 2021 08:05:41 +0200 Ennstal-Classic: Nostalgie auf vier Rädern https://www.derennstaler.at/detail/ennstal-classic-nostalgie-auf-vier-raedern Über 1000 Kilometer, 227 Teams aus 15 Nationen, sechs reine Ladies-Teams, strahlendes Sommerwetter bei moderaten Temperaturen – das war die Ennstal Classic 2021. Fritz Radinger und Thomas Wagner konnten heuer das legendäre Oldtimer-Rennen für sich entscheiden.

Zahlreiche Fans klassischer Fahrzeuge säumten die Wegstrecken quer durch Österreich und ließen sich das Event nicht entgehen. „Es ist ein Wunder, dass diese Ennstal-Classic überhaupt stattfindet“, begrüßte Veranstalter Helmut Zwickl die zur Eröffnungsnacht im Imlauer-Hotel Schloss Pichlarn versammelten Teilnehmer, Freunde und Fans der Ennstal-Classic. Tatsächlich mussten für den Event dank der Corona-Pandemie Entscheidungen zu einem Zeitpunkt getroffen werden, an dem noch lange nicht feststand, ob eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt stattfinden kann. 

Mit ihrem vierten Sieg schließen die Top-Fahrer Radinger und Wagner zum legendären Duo Rudolf Schraml und Helmut Artaker auf, die den Bewerb in den Nuller-Jahren viermal gewinnen konnten. Der Sieg nahm diesmal aber erst ab dem Marathon Form an, ein ansehnlicher Rückstand vom ersten Tag konnte aufgeholt werden. Besonderen Jubel fuhr das Schwestern-Team Margarita und Magdalena Voglar ein, die ihren Alfa Romeo Giulia TI auf den zweiten Platz fuhren. Bei der erst fünften Teilnahme gab Pilotin Margarita zu Protokoll, „diesmal einfach keine Fehler gemacht zu haben“. Und an die Adresse des langjährigen Ennstal-Partizipanten Voglar Senior weitergereicht: „Was wir können, haben wir sicher von unserem Vater gelernt. Aber ab jetzt kann der Vater von uns lernen.“ Den dritten Platz erreichten Erich und Roswitha Volk mit einem Ford Mustang Fastback, ebenfalls alte Bekannte der Ennstal-Familie. Im nächsten Jahr dürfen sich Fahrer und Fans übrigens auf die 30. Ausgabe des Events freuen.

Die Stationen

Der Donnerstag-Prolog hatte eine Länge von 397 Kilometer und führte über vier Pässe. Gleich zu Beginn stand für die Teilnehmer mit dem Sölkpass ein Klassiker am Programm, der das Feld nach Oberwölz führt. Über den Triebener Tauern ging es weiter ins „Kripperl der Steiermark“ – nach Pürgg. Von dort führte die Route weiter ins Salzkammergut. Die Etappe von Bad Ischl nach Schlad­ming über die Postalm musste verlegt werden, die Straße war weggebrochen. Aber die neue Route über den Pass Gschütt am Hallstätter See begeisterte selbst langjährige Teilnehmer als frische Alternative. Tags darauf stand der 424 Kilometer lange Marathon am Programm. Gestartet wurde wieder in Gröbming. Von dort aus fuhren die Teilnehmer über Admont und St. Gallen durch den Nationalpark Gesäuse bis in den Wallfahrtsort Mariazell zur Mittagsrast. In Lunz am See und Waidhofen an der Ybbs warteten Passierkontrollen, bevor es in die Autostadt Steyr ging. Danach führte die Strecke weiter über den Pyhrnpass nach Liezen und zur Zeitkontrolle. Nach dem Stopp in der Bezirkshauptstadt stand die traditionelle Sonderprüfung am Flugplatz Niederöblarn am Programm, wo einer der beliebten Racing-Fixpunkte der Ennstal-Classic (zwei Runden um das Flugfeld in möglichst exakt der gleichen Zeit) über die Bühne ging. Am Samstag steuerte der Bewerb mit der Hatz auf den Stoderzinken sowie dem GP von Gröbming auf seine Höhepunkte zu.

Die Sieger

In der Gesamtwertung sowie die Wertung der Fahrzeuge von 1961 bis 1972 holten sich Friedrich Radinger und Thomas Wagner mit einem Mini 1275 GT (Bj. 1971). In der Epoche I bis Baujahr 1934 gewannen Erich und Alexandra Hemmelmayer mit einem Ford 5 Window de Luxe Coupé (Bj. 1934). In der Gruppe von Baujahr 1935 bis 1950 standen Peter Maierhofer mit Thomas Erber am Stockerl. Sie fuhren einen Bentley Mark VI (Bj. 1949). Alexander und Florian Deopito siegten in der Epoche III Bj. 1951 bis 1960 mit einem Volvo 122 S Rallye aus dem Jahr 1958. Die Youngster Trophy entschieden Margarita und Magdalena Voglar mit dem Alfa Romeo Gulia TI (Bj. 1964) für sich.

Die Stars

Richy Müller ist Schauspieler, oder, in der öffentlichen Wahrnehmung des Fernsehpublikums eigentlich am ehesten: Tatort-Kommissar. Im Dienst fährt er einen Porsche 911 Targa als Einsatzauto, bei der Ennstal-Classic pilotierte er als Teil des Porsche-Klassik-Teams einen Porsche 356 Speedster 1600 S. Er schlug sich mit Beifahrer Bernd Melichar nicht schlecht für einen Erststarter. Mark Webber legte die Latte für eigene Erfolge da schon höher, neun GP-Siege verpflichten. Umso entspannter gingen er und Piotr Silicki auf einem Porsche 550 Spyder die Ennstal-Classic an. Rauno Aaltonen, ebenfalls Stammgast im Ennstal, konnte den Bewerb 1998 sogar schon einmal gewinnen. Peter Kraus, seit Anfang an Ennstal-Crack, sagt, er habe seinen einstigen Ehrgeiz, immer bei den Top Ten dabei zu sein, abgelegt. Mittlerweile geht es nur noch um den Spaß und um die Landschaft. Rowan Atkinson, Patrick Dempsey, Klaus Wildbolz, Sir Stirling Moss, Alexander Wurz, Franz Wurz, Walter Röhrl, Niki Lauda, Brian Johnson, Maria Theresa De Filippis – sie alle waren bereits bei der Ennstal-Classic zu Gast.

Ennstal Classic klimaneutral

Dass man dabei auch bei einem Oldtimer-Rennen mit der Zeit gehen kann, beweist die Ennstal-Classic. In Zusammenarbeit mit ClimatePartner, dem Experten beim Klimaschutz für Unternehmen und Events, werden für beide Veranstaltungen die anfallenden CO2-Emissionen errechnet. Die ausgestoßene Menge gleichen Klimaschutzprojekte, wie regionale Projekt des KlimaInvestment Österreich, aus. Somit zählen sowohl die Planai-Classic als auch die Ennstal-Classic zu den ersten klimaneutralen Rallyes Österreichs. Wertschätzung für klassische Fahrzeuge und Verantwortung für das Klima müssen kein Widerspruch sein. Das ist den Veranstaltern Michael Glöckner und Helmut Zwickl ein Anliegen: „Wir übernehmen Verantwortung und wollen zudem ein Zeichen dafür setzen, dass Motorsport ohne ökologische Nachteile möglich ist und ihm deshalb weiterhin gesellschaftliche Akzeptanz zusteht.“ Die Teilnehmer der Ennstal-Classic unterstützen durch einen Teil ihres Nenngeldes das Klimaschutzprojekt Vitalapin KlimaInvestment. Dadurch werden rund 120 Tonnen CO2 kompensiert.

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news-1746 Thu, 29 Jul 2021 08:04:18 +0200 Naturpark Eisenwurzen wird zur Klimawandel-Modellregion https://www.derennstaler.at/detail/naturpark-eisenwurzen-wird-zur-klimawandel-modellregion Der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen ist seit Mai Träger der „Klimawandel-Anpassungsmodellregion“ (KLAR!).

Im Rahmen des mehrstufigen KLAR!-Programms des Klima- und Energiefonds werden Gemeinden und Regionen dabei unterstützt, sich vorausschauend den Herausforderungen der Erderhitzung zu stellen, um sich diesen frühzeitig anzupassen, Schäden zu vermindern und Chancen zu nutzen. In Phase 1 des Programms wird ein detailliertes Anpassungskonzept erstellt und bewusstseinsbildende Maßnahmen durchgeführt. „Auch die Natur- und Geoparkbevölkerung der Gemeinden Altenmarkt, St. Gallen, Großgemeinde Landl und Wildalpen soll in dieser Phase involviert werden. Am 4. August findet daher in der Eisenstraßenhalle in Altenmarkt ab 16.30 Uhr eine Auftaktveranstaltung statt“, sagt Oliver Gulas-Wöhri, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks. Im Zuge des Abschlussfestes der Sommererlebnistage wird auch das KLAR!-Programm sowie die Aspekte des Klimawandels der Region Steirische Eisenwurzen präsentiert. ECO-Consultant Anna Pribil aus Landl lädt zu einer Führung in den Generationengarten ein, die Landwirtschaftskammer Liezen sorgt für ein kunterbuntes Kinderprogramm und auch für Speis, Trank und Musik ist gesorgt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, seine Ideen­ und Anregungen zum Thema Klimaerhitzung in sogenannte Ideenboxen einzuwerfen, diese sind an allen vier Gemeindeämtern angebracht.

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news-1745 Thu, 29 Jul 2021 08:02:59 +0200 Vom Nutztierforscher zum Hirten https://www.derennstaler.at/detail/vom-nutztierforscher-zum-hirten Die 700 Mutterschafe umfassende Herde am Hauser Kaibling behirtet in diesem Sommer niemand Geringerer als der Schaf- und Ziegenexperte Ferdinand Ringdorfer.

In den Wintermonaten tummeln sich an den Hängen des Hauser Kaiblings die Wintersportler. Das hinterlässt Spuren. Anderswo rückt man in den warmen Jahreszeiten mit schwerem Gerät an, um die Wiesen zu sichern und zu pflegen. Seit 2008 geht man am Hauser Kaibling einen ökologischen Weg und besinnt sich auf eine jahrhundertealte Art der Landschaftspflege: Schafe. Mit dem Almauftrieb Anfang Juni übernahm der ehemalige Leiter der Abteilung Schafe und Ziegen im Institut für Nutztierforschung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, Ferdinand Ringdorfer, die Verantwortung für die rund 700 Schafe am Hauser Kaibling. Diesen Sommer haben sich auch erstmals 19 Ziegen unter die Schafherde gemischt, was unter anderem an der Expertise des neuen Hirten liegt. „Die Ziegen fressen, im Gegensatz zu den Schafen, zuerst die Sträucher und dann das Gras. An ein paar Weideplätzen am Hauser Kaibling ist das von großem Vorteil, da so beispielsweise auch die Erlensträucher gefressen werden“, so Ferdinand Ringdorfer. Abwechselnd unterstützt wird der neue Hirte von Schäfermeister Martin Winz und der Hirtin Christina Ziegerhofer. Martin Winz war unter anderem der allererste Schäfer am Hauser Kaibling.

Das sanfte Rupfen und Zupfen der Schafzähnchen verhindert, dass die Berghänge zuwachsen und die wertvolle Alpenflora in ihrer ganzen Vielfalt auch weiterhin hier gedeihen kann. Außerdem sorgen die Spalthufe der Tiere für eine gesunde Bodendurchlüftung und die Hinterlassenschaften der Tiere leisten als natürlicher Dünger hervorragende Dienste. „Unsere Schafe sind also Bergretter im wahrsten Sinne des Wortes“, erklärt Hauser-Kaibling-Geschäftsführer Klaus Hofstätter.

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news-1744 Thu, 29 Jul 2021 08:01:27 +0200 Schwimmen für den guten Zweck https://www.derennstaler.at/detail/schwimmen-fuer-den-guten-zweck-1 Bereits zum 4. Mal findet heuer das Sechs-Stunden-Benefizschwimmen der Happy Hippos Liezen statt.

Coronabedingt wird die Veranstaltung in altbewährter Form, also im Alpenbad Liezen, nicht stattfinden, sondern eine virtuelle Challenge organisiert, welche von 2. bis 15. August über die Bühne geht. Beim heurigen Benefizschwimmen schwimmt jeder für sich selbst oder in der Staffel mit maximal vier Personen an dem Ort seiner Wahl und sammelt Längen für den guten Zweck. Pro Länge kommen mindestens fünf Cent in den Spendentopf. Die sechs Stunden müssen nicht auf einmal absolviert werden, sondern können auf bis zu sechs Tage aufgeteilt werden. Die geschwommenen Längen werden mit einer Sportuhr aufgezeichnet oder einfach mitgezählt. Bei Staffelteilnahme teilen sich die Schwimmer die sechs Stunden individuell auf (z. B. 3er-Staffel: jeder schwimmt zwei Stunden). Die Anzahl der 25-Meter-Längen und die Schwimmzeit werden anschließend per E-Mail an happyhippos.liezen@gmx.at übermittelt. Die erschwommenen Spenden gehen an den 30-jährigen Jürgen Komar aus Liezen, welcher an dem Aicardi-Goutiere-Syndrom leidet. Das Geld kann für Therapien, wie beispielsweise Therapie am Pferd, Musiktherapie, Ergo-Therapie etc. verwendet werden, welche von der Krankenkasse nicht oder nur teilweise unterstützt werden. Anmeldung und Infos unter happyhippos.liezen@gmx.at.

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news-1743 Thu, 22 Jul 2021 09:10:58 +0200 Hallein, Zeuge der Bürokratie https://www.derennstaler.at/detail/hallein-zeuge-der-buerokratie Dass die überbordende Bürokratie eines der größten Hemmnisse der österreichischen Entwicklung ist, weiß man schon seit Jahren. Besonders tragisch wurde uns das wieder einmal beim Hochwasser in Hallein vor Augen geführt, wo ein 2016 fix vom Bund beschlossenes Hochwasserschutzprojekt wegen diverser Einsprüche bis heute nicht umgesetzt wurde. Es scheint so zu sein, dass durch den verrückten Wulst an Vorschriften nicht einmal der Staat selber noch handlungsfähig ist. Wie schlecht es dann erst um Vorhaben von Privaten steht, kann man sich vorstellen. Schließlich werden in endlosen Verfahren bei uns nicht nur Straßen, Tunnels oder Schutzbauten verhindert. Auch bei privaten Investitionen, die entscheidenden Einfluss auf die weitere Entwicklung unseres Landes haben, steht man vor aufwändigen und oft jahrzehntelangen Verfahren. Im Zug der Klimadebatte wollen wir etwa bis 2030 unseren Strombedarf mit Ökostrom decken. Gleichzeitig gibt es gegen jedes ernstzunehmende Projekt für Sonnen- oder Windenergie endlose Einsprüche diverser Umwelt­organisationen, die im Endeffekt das Erreichen der Klimaziele unmöglich machen.

Dass zudem auch der Netzausbau, wie zuletzt in Salzburg, um Jahrzehnte verzögert wird, ist ein fast noch größeres Problem, das schon bald ernsthaft die Versorgungssicherheit gefährden wird. Wenn wir also sinnvolle Ziele definieren, dann muss der Staat auch dafür geradestehen, dass diese erreichbar sind. Dazu bedarf es einfacherer Gesetze, kürzerer Fristen und gebündelter Verfahren. Und schließlich auch des Mutes, nicht beim kleinsten Widerstand gleich umzufallen.

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news-1742 Thu, 22 Jul 2021 09:09:40 +0200 Verhüttelung am Oberhausberg https://www.derennstaler.at/detail/verhuettelung-am-oberhausberg Am Oberhausberg sollen mitten im Waldgebiet zwölf Wohnhäuser mit 16 Zweitwohnsitzeinheiten samt Tiefgarage entstehen. Anrainer laufen Sturm, die erste Bauverhandlung wurde unterbrochen.

Bereits im Vorjahr sorgte ein Schreiben der BH Liezen bei Bewohnern am Oberhausberg für Aufregung: Die Anrainer wurden über eine Rodung des teilweise bewaldeten Grundstücks informiert. Schon damals legte die Nachbarin Helene Melnitzky Einspruch ein. Die Anrainergemeinschaft tritt mittlerweile geschlossen gegen das geplante Bauprojekt auf. Letzten Mittwoch fand die erste Bauverhandlung statt.

Zweitwohnsitze im Wald

Auf einem knapp 5000 Quadratmeter großen Grundstück sollen in zwölf Wohnhäusern 16 Zweitwohnsitzeinheiten inklusive Tiefgarage entstehen. Eine entsprechende Widmung besteht bereits seit Jahrzehnten. Bürgermeister Stefan Knapp ist skeptisch: „Grundsätzlich bin ich ein Gegner von solchen Projekten, aber als Behörde muss ich nach dem Gesetz handeln – ob‘s mir passt oder nicht.“ Widmungen seien meistens Wünsche von Einheimischen, sagt ÖVP-Gemeinderat Matthias Schwab: „Die haben das dann verkauft. Leider Gottes merkt man bei den jetzigen politischen Verantwortlichen, dass man keine große Handhabe hat.“ Aber auf Zweitwohnsitze müsse man mehrere Blickwinkel werfen. „Ich bin ein Wirtschafter. Touristische Entwicklung braucht es in Haus, davon hängen viele Arbeitsplätze ab“, so Schwab. Es gebe immer vermeintliche Verlierer, aber auch Gewinner.

Altlast nicht bereinigt

Die Vorgeschichte des Grundstücks reicht bis in die Neunzigerjahre zurück. Schon damals hat sich die frühere Eigentümerin das Wege- und Wasserrecht gerichtlich erkämpft. Ein 2001 angestrebtes Projekt mit sechs Objekten kam nicht zustande. Im Jahr 2008 kaufte die Monte Vista GmbH die Liegenschaft. Die aktuelle Eigentümerin hat ihren Sitz in Graz, die Gesellschafter sind zum überwiegenden Teil Schweizer Firmen und Privatpersonen. Geschäftsführer ist, neben zwei Schweizern, der Grazer Kejan Walizadeh.

(Noch) keine Bauplatzeignung

„Uns geht‘s darum, dass so etwas wie beim Hüttendorf nicht passiert“, betont Helene Melnitzky.  Außerdem handle es sich um undurchsichtige Firmenkonstrukte und es gehe nicht eindeutig hervor, wer Bauwerber sei. Aus baulicher Sicht fehlen für eine Bauplatzeignung wesentliche Voraussetzungen. Weder die Zufahrt noch die Wasserversorgung seien geklärt. Erst wenn die Bauwerber Lösungen vorweisen können, wird die Bauverhandlung weitergeführt. Neben Zufahrt und Wasser war auch die Löschwasserversorgung Thema. Der Bauleiter machte deutlich, dass die Gemeinde dafür Sorge zu tragen habe. „Es wäre ein Wahnsinn wenn die Gemeinde zigtausend Euro für die Löschwasserversorgung für eine Zweitwohnsitzsiedlung am Oberhausberg in die Hand nehmen muss“, zeigt sich ein Anrainer fassungslos.

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news-1741 Thu, 22 Jul 2021 09:08:01 +0200 Buchpublikation: „ALManach Steiermark“ vorgestellt https://www.derennstaler.at/detail/buchpublikation-almanach-steiermark-vorgestellt Auf der Wachlingerhütte wurde kürzlich der ALManach Steiermark präsentiert, in dem 28 Almen bzw. Almhütten aus dem Ennstal und dem Salzkammergut vorgestellt werden. Als Autoren agierten Franz Bergler, Rudolf Grabner und Anton Hafellner.

Die Wachlingerhütte wird auf 1540 Metern Seehöhe von Monika und Martin Zefferer bewirtschaftet. Die Alm, im Besitz der Agrargemeinschaft, weist 278 Hektar auf. Im Sommer weiden hier etwa 65 Tiere von acht Bauern. Familie Zefferer ist mit sechs Milchkühen auf der Alm, erzeugt Almbutter und den Ennstaler Steirerkas. Die Almpflege wird an drei Tagen im Jahr durchgeführt.

Zusätzlich hat die Wachlingerhütte bereits zweimal am Bergwald-Projekt mit dem Alpenverein mitgemacht. Auch die beiden Nationalrätinnen Carina Reiter und Corinna Scharzenberger beehrten den „Tag der Almen“ und die Präsentation des ALManach Steiermark auf der Gumpenalm im Sölktal. Der Obmann des Steirischen Almwirtschaftsvereins konnte bei der Präsentation außerdem den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Steiermark, Franz Titschenbacher, den Bürgermeister der Gemeinde Sölk, Werner Schwab, sowie Vizebürgermeister Karl Brandner und Robert Invancich als Vertreter des Karl-Verlages begrüßen.

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news-1740 Thu, 22 Jul 2021 09:02:00 +0200 Stift Admont startet E-Car-Sharing https://www.derennstaler.at/detail/stift-admont-startet-e-car-sharing In einer halbjährigen Testphase will Admonts Benediktinerstift den Einsatz von E-Mobilität prüfen. Erklärtes Ziel: Der Aufbau einer E-Car-Sharing-Plattform im Großraum Admont.

Um eine digitale Buchungsplattform für E-Autos zur Verfügung stellen zu können, hat sich das Benediktinerstift die Unterstützung von „Familiy of power“ geholt, einer gemeinnützigen europäischen Genossenschaft zur Förderung von ökosozialen Wirtschaftsregionen. Die Reservierung erfolgt – egal ob am Smartphone, PC, dem Tablet – schnell und bequem. Vor der ersten Buchung ist eine einmalige Registrierung nötig. Verrechnet werden die gefahrenen Kilometer, für längere Fahrten gibt es eine Tagespauschale. Bis die E-Car-Sharing-Plattform offiziell eingeführt werden kann, muss der Einsatz von E-Mobilität erst auf Herz und Nieren geprüft werden. Nach einem halben Jahr soll die Testphase beendet und der Betrieb gestartet werden.

Weshalb E-Car-Sharing längst kein Thema mehr ist, das lediglich für Großstädte interessant ist, erklärt Franz Pichler, Wirtschaftsdirektor des Benediktinerstiftes Admont: „Durch den Einsatz von E-Mobilität, kombiniert mit Sharing Economy, kann der Verkehr ressourcenschonend und umweltfreundlich gestaltet werden. Ein Ziel, das man in ganz Europa verfolgt. Damit die nächsten Generationen einen lebenswerten Planeten vorfinden, will auch das Benediktinerstift Admont einen Beitrag zur Klimaneutralität leisten.“ In einem ersten Schritt wurden die Mitarbeiter des Benediktinerstiftes mit einem VW e-Golf vom Autohaus Laimer in Liezen ausgestattet. So können berufliche wie private Fahrten künftig in einem umweltfreundlichen Fahrzeug durchgeführt werden. Die beiden Ladestationen des heimischen Stromproduzenten Envesta, die sich direkt neben dem Envesta-Firmengebäude und dem Hotel Spirodom in Admont befinden, sind öffentlich zugänglich und einfach mit Bankomat- oder Kreditkarte zu bedienen ohne fixe Bindung. Darüber hinaus bietet Envesta auch eine Ladestation für E-Bikes. Hier ist das Aufladen sogar kostenlos.

Die neue E-Car-Sharing-Plattform bietet auch eine unkomplizierte Testmöglichkeit für all jene, die sich selbst ein E-Auto zulegen wollen. Vor dem Kauf sollte jedoch eine umfassende Beratung durch den Stromnetzanbieter eingeholt werden, betont Envesta-Geschäftsführer Christoph Hell: „Damit die Kosten nicht überraschen, ist es wichtig sich alle relevanten Informationen einzuholen. Als heimischer Netzbetreiber liegt es in unserer Kompetenz, über die Anschaffung von Ladestationen und Fördermöglichkeiten zu beraten.“

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news-1739 Thu, 22 Jul 2021 09:00:17 +0200 Bad Mitterndorf gewann 1. Ennstaler Bezirkscup https://www.derennstaler.at/detail/bad-mitterndorf-gewann-1-ennstaler-bezirkscup Der ASV Bad Mitterndorf und der FC Schladming lieferten sich ein spannendes Match. Die Verlängerung lag bereits in der Luft, ehe die Ziller-Elf kurz vor dem Schlusspfiff die Partie für sich entschied.

Herrliches Fußballwetter und eine tolle Kulisse von über 500 Zuschauern machten das Finale im 1. Ennstaler Bezirkscup zwischen Schladming und Bad Mitterndorf in der Schladminger Athletic Area zu einem echten Fußballfest. Die zahlreichen Zuschauer kamen dann auch voll auf ihre Rechnung, denn sie sahen ein spannendes und kampfbetontes Spiel. Bereits nach wenigen Sekunden hatten die Schladminger Fans den Torschrei auf den Lippen. Johannes Felsner kam nach einem Angriff über die linke Seite am Sechzehner freistehend zum Schuss, doch Tormann Raphael Wöhri konnte das Leder mit einer gekonnten Fußabwehr gerade noch in den Corner wehren. In der 9. Minute vergaben die Gäste durch Milovan Novakovic zunächst noch eine hundertprozentige Chance, doch zehn Minuten später durften sie über die Führung jubeln: Thomas Pliem kam im Sechzehner ideal ans Leder und spielte Tormann Christian Krenn aus, ehe er das Leder locker zum 1:0 über die Linie beförderte. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verlief die Partie großteils ausgeglichen, wobei Torchancen eher Mangelware waren. Die einzige wirklich gute Möglichkeit in dieser Phase fanden die Hausherren zwei Minuten vor dem Pausenpfiff vor.

Kurz nach Wiederbeginn hatten die WM-Städter ihre beste Zeit und kamen dabei durch Simon Petscharnig auch zu zwei Top-Chancen. Mit Fortdauer ließ der Elan des Heimteams aber wieder nach und die Mitterndorfer kontrollierten das Match über weite Strecken. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff konnten die heimischen Fans dann aber über ein Traumtor ihrer Mannschaft jubeln. Nach einem kurzen Abspiel kam Daniel Krammel 25 Meter vor dem Tor ans Leder und der Kicker erzielte dann mit einem herrlichen Halbvolleyschuss ins linke Kreuzeck den Ausgleich zum 1:1. Nun lag eine Verlängerung in der Luft, doch zwei Minuten vor dem Schlusspfiff erzielte Milovan Novakovic nach einer gekonnten Einzelleistung den 2:1-Siegestreffer für Bad Mitterndorf.

Aufgrund des größeren Siegeswillens war der Erfolg der Salzkammerguter letztendlich nicht unverdient. So sah es auch Mitterndorfs Co-Trainer Gerald Pichler: „Wir investierten mehr ins Spiel und so glaube ich war unser Sieg verdient. Wir freuen uns, den ersten Ennstaler Bezirkscup gewonnen zu haben. Ich hoffe, es gibt den Cup auch im nächsten Jahr und wir können unseren Titel verteidigen.“ Stefan Knapp sagte zum Spiel: „Wir hatten heute nicht unseren besten Tag. Nach den vielen Spielen in der letzten Zeit war die Mannschaft müde.“ Präsident Roland Kahr sprach von einem verdienten Sieg der Gäste: „Wir konnten heute nicht an die starken Leistungen der bisherigen Spielen anschließen. Es war ein Schuss vor den Bug und das finde ich gar nicht so schlecht. Gratulieren möchte ich an dieser Stelle auch den Organisatoren des Bezirkscups. Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung mit tollen Spielen und einem würdigen Finale. Besonders schön finde ich, dass die Eintritte einer guten Sache zugute kommen. Es wäre großartig, würde dieser Cup zu einer bleibenden Einrichtung im Bezirk Liezen werden.“

Im Rahmen der anschließenden Siegerehrung konnte „Der Ennstaler“-Chefredakteur Stephan Fuchs auch Schladmings Bürgermeister Hermann Trinker und Vizebürgermeister Hans Moritz Pott begrüßen. Das Stadtoberhaupt bedankte sich beim Veranstalter herzlich und sagte, dass dieser Cup viel zur Aufwertung des Fußballsports im Bezirk Liezen beitrage.

Zum Abschluss übergaben die Organisatoren Stephan Fuchs und Werner Rohrer dem Kapitän des Siegerteams, Stephan Schachner, einen Scheck über 3500 Euro. Finalverlierer Schladming konnte sich immerhin noch mit 1500 Euro trösten. Der Reingewinn der Eintritte wird demnächst dem Gröbminger Verein „DEFTA“ übergeben.

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news-1738 Thu, 15 Jul 2021 08:22:28 +0200 Endlich Normalität https://www.derennstaler.at/detail/endlich-normalitaet Nach dem hocherfreulichen Rückgang der Coronazahlen in den letzten Wochen war zuletzt wieder eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Allerdings liegt die Inzidenz immer noch bei einem sehr erfreulichen Wert, vor allem, wenn man bedenkt, dass es doch schon einige Zeit so gut wie keine Einschränkungen des öffentlichen Lebens mehr gibt. Was jetzt noch an Regeln besteht, wird uns aber noch länger begleiten.

Das Einhalten der 3-G-Regel scheint auch auf Dauer das deutlich gelindeste Mittel zu sein, um die Ansteckungszahlen auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Der Aufwand ist nicht allzu hoch und Wirtschaft, Kultur und Vereine sind damit wieder weitgehend in der Lage, einen normalen Betrieb zu haben. Dass es trotzdem immer wieder zu Ansteckungsereignissen bei größeren Menschenansammlungen kommen kann, nimmt man vor diesem Hintergrund in Kauf.

Nach dem jetzigen Wissensstand sollten wir das Schlimmste also hinter uns haben. Zudem ist die Impfstoffversorgung inzwischen so gut, dass in relativ kurzer Zeit wirklich alle Impfwilligen versorgt werden können. Damit sollte sich auch die Lage bei den jungen Leuten bessern, die aktuell noch die gefährdetste Gruppe sind, mit wenigen Impfungen und vielen Kontakten. Hoffentlich können wir mit den jetzt nur mehr „lästigen“, aber nicht mehr wirklich schädlichen Maßnahmen auch wirklich auf Dauer das Auslangen finden. Verdient hätten wir es uns.

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news-1737 Thu, 15 Jul 2021 08:21:11 +0200 Schloss Pichlarn soll klimaneutrales Bio-Hotel werden https://www.derennstaler.at/detail/schloss-pichlarn-soll-klimaneutrales-bio-hotel-werden Die Übernahme durch die Imlauer Hotel- und Restaurantkette bringt Veränderungen für das Traditionshaus Schloss Pichlarn. Die Kooperationen sollen regionaler, die Lebensmittel Bio und die Energieversorgung grün werden.

Seit Jahresbeginn ist das 5-Sterne-Resort Teil der Imlauer Hotel- und Restaurantgruppe. Mit diesem Schritt ergänzt das eigentümergeführte Unternehmen seine städtischen Standorte in Salzburg und Wien durch ein Landhotel in der Obersteiermark. „Die Stadthotellerie ist sehr stark von der Corona-Krise getroffen worden und hat sicher noch ein halbes Jahr daran zu knabbern. Ein Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht zu sehen. Das hat auch bei uns ein Umdenken bewirkt“, sagt Georg Imlauer. Denn im Gegensatz zur Stadthotellerie sei die Landhotellerie verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen, so der Hotel- und Restaurantgruppenchef. „Ein Erholungsurlaub, um die Batterien wieder aufzuladen, wird immer gemacht“, betont Georg Imlauer, der sich in Schloss Pichlarn verliebt hat, wie er selbst sagt. Ein wenig nachgebessert wurde seit der Übernahme trotzdem. Die Zeit des letzten Lockdowns wurde genutzt, um die Restaurants mit Vollholzböden auszustatten. „So holen wir die Natur auch in die Innenräume“, sagt Georg Imlauer. Die neu angelegte Restaurant-Terrasse ist nun wetterfest, wozu sie mit einer 400 Quadratmeter großen Markise überdacht wurde. Auch in den Hotelbetrieb wurde kräftig investiert. Für puren Wohlfühlfaktor sorgen 15 zusätzliche Zimmer, die vom Salzburger Hotelausstatter Voglauer eingerichtet wurden. Erweitert wurden auch die Ruheräume und die Saunalandschaft im Wellnessbereich sowie die Liegewiese im Außenbereich.

Versorgung mit grüner Energie

Bislang wurde knapp eine Million Euro in die Neuerungen auf Schloss Pichlarn investiert. Vier bis fünf Millionen sollen folgen, die vor allem in die Ökologisierung des Hotels fließen werden. Schließlich will die Imlauer-Gruppe das 5-Sterne-Resort Schritt für Schritt in ein klimaneutrales Biohotel verwandeln. Dazu soll sich der Hotelbetrieb künftig mit eigenem Strom versorgen und energieautark werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine 300-KW-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Tennishalle in Planung. Die gewonnene Energie soll unter anderem für Luftwärmepumpen und die Ladestation für E-Autos verwendet werden. Eine Kooperation mit einem heimischen Autohändler gibt es bereits. In diesem Sommer steht ein E-Cabrio von BMW Knauss Hotelgästen zur Verfügung. Im Winter setzt man in Pichlarn auf E-Allradautos. „Es gibt eine junge Generation an Hotelgästen, die auf Umwelt- und Ressourcenschonung fokussiert ist und großen Wert darauf legt, wie das Hotel in diesen Punkten agiert“, sagt Georg Imlauer. Auch in der Beschaffung von Lebensmittel soll der ökologische Fußabdruck gesenkt werden. Ende Juli werden 250 Hühner ihr neues Zuhause auf Pichlarn beziehen und die Gäste künftig mit Bio-Eiern versorgen. Auch Obst, Gemüse, Kräuter und Salat soll auf Pichlarn angebaut werden. Dazu wurden 30 Obstbäume auf dem 68 Hektar großen Areal gepflanzt, 30 weitere sollen folgen. Gleich im Anschluss an die Tennishalle wurde ein Folienhaus errichtet, das die Restaurants mit frischem Gemüse versorgen wird. Dieselbe Aufgabe übernimmt auch der Schlosspark, der zu einem „Naschgarten“ umfunktioniert wird.

Lindenkirtag im Oktober

Neben Nachhaltigkeit spielt auch das Erleben von Ursprünglichkeit eine große Rolle im Tourismus. Die Imlauer-Gruppe will Hotelgästen ab sofort die Möglichkeit bieten, in regionale Kultur einzutauchen und authentische Sinneseindrücke zu gewinnen. Dazu wird auch der traditionelle Lindenkirtag auf 1. bis 3. Oktober verlegt. Die Highlights: „Aufsteirern“ am Samstagabend und eine Erntedankfeier mit heimischen Vereinen und der Marktmusikkapelle Irdning am Sonntag. Erstmals findet auch ein Adventmarkt auf Pichlarn statt. Besucher erwartet regionales Kunsthandwerk, Brauchtum, Musik und natürlich Kulinarisches.

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news-1736 Thu, 15 Jul 2021 08:19:49 +0200 euroMinerals wächst über die Straße https://www.derennstaler.at/detail/eurominerals-waechst-ueber-die-strasse Die euroMinerals GmbH in Lassing wächst. Für den Bau eines zusätzlichen Lagers ist eine Brücke über die Landesstraße notwendig.

Das international tätige Unternehmen euroMinerals in Lassing setzte mit dem Investment in eine neue Lagerhalle ein deutliches Zeichen seiner Weiterentwicklung. Aus Platzgründen entsteht das zusätzliche Lager neben der Produktionshalle am gegenüberliegenden Grundstück. Dazu ist der Bau einer Brücke über die Landesstraße erforderlich. Ende Juni musste die logistische Vorbereitung erfolgen und das vormontierte Brückenstück von einem Spezialunternehmen mittels Kräne passgenau eingefügt werden. In weiteren Bauschritten wird die mehr als 1,5 Millionen Euro umfassende Investition bis September dieses Jahres abgeschlossen sein. Der weiter ansteigenden Nachfrage nach fein vermahlenen mineralischen Füllstoffen des Lassinger Spezialunternehmens wurde damit Rechnung getragen.

„Unsere Kunden haben alle sehr individuelle Bedürfnisse und Herausforderungen. Die Stärken von euroMinerals sind mit Sicherheit Flexibilität und ein breites Serviceangebot, das von der technischen Beratung bis hin zu gemeinsamen Produktentwicklungen und Austestungen in unserem hauseigenen Labor reicht. So hat sich unser Produktportfolio kontinuierlich erweitert“, sagt Geschäftsführer Bernhard Gutternigg. Nicht nur die Vielfalt an eingesetzten Mineralien, sondern auch die Produktverpackungen haben das Fertigwarenlager in den letzten Jahren gut ausgelastet. 2020 war trotz Corona ein neues Rekordjahr für euroMinerals. Die Aussichten für 2021 sind ebenfalls gut. Das Schaffen zusätzlicher Lagerkapazität sei demnach dringend notwendig gewesen. Werksleiter Herbert Mayer ergänzt: „Die neue Lagerhalle entsteht auf der gegenüberliegenden Seite der Landesstraße. Die Zuförderung zum Hauptwerk passiert vollautomatisiert über eine Brücke in 5,27 Meter Höhe.“ Für eine nachhaltige Stromversorgung im Betrieb wird das Dach der neuen Halle mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet.

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news-1735 Thu, 15 Jul 2021 08:18:30 +0200 Silbernes Priesterjubiläum für Ausseerland-Pfarrer Michael Unger https://www.derennstaler.at/detail/silbernes-priesterjubilaeum-fuer-ausseerland-pfarrer-michael-unger Es war ein Freudentag für Michael Unger als Pfarrer der Ausseerlandgemeinden: am 4. Juli feierte der Seelenhirte in der Pfarrkirche St. Paul in Bad Aussee sein 25-jähriges Priesterjubiläum.

Was würde sich Pfarrer Michael Unger freuen, wenn sich jeden Sonntag die Kirchenbänke so biegen würden – sogar vor der Kirche warteten Gratulanten, die der Predigt des Herrn Pfarrer per Laut­sprecher folgten. Dieser mahnte Wertschätzung ein, Wertschätzung gegenüber jenem Paradies, welches „wir zur Verfügung gestellt bekommen ha­ben und wir darauf schauen sollten“, so Unger, der sich auf das Ausseer­land bezog. Er forderte die anwesenden Bürgermeister wie jeden einzelnen Gläubigen auf, in seinem Verantwortungsbereich darauf zu achten, dass das Ausseer­land auch dieses Paradies bleibt und führte weiter aus: „Wenn Men­schen kein passendes geistiges Ange­bot erhalten, ist es kein Wun­der, wenn Scharlatanen nachgelaufen wird“, wobei er nicht nur die ge­gen­wärtige Pandemie meinte.

Die Vorsitzenden der heimischen Pfarrgemeinderäte wie auch die Bürgermeister stellten sich mit Geschenken, unter anderem einem Trachtenleibl ein. Unger, der nach eigener Aussage „mit Freude Pfarrer ist“ und seit 1. September 2018 den Pfarrverband Ausseerland leitet, nutzte den feierlichen Rahmen, um den Gratulanten ebenso zu danken, wie dem Kirchenorchster, dem Kirchen­chor unter Maria Erdinger sowie Franz Reichhold an der Orgel. Ein gelungenes Fest für Michael Unger, der als besondere Gäste seine Familie aus der Oststeiermark in der Kirche begrüßen durfte.

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news-1734 Thu, 15 Jul 2021 08:16:59 +0200 Oberligaduell im Finale des 1. Ennstaler Bezirkscups https://www.derennstaler.at/detail/oberligaduell-im-finale-des-1-ennstaler-bezirkscups Im Endspiel trifft der FC Schladming auf den ASV Bad Mitterndorf. Anpfiff ist am kommenden Dienstag, dem 20. Juli um 19 Uhr in Schladming.

Das Finale im 1. Ennstaler Bezirkscup heißt FC Schladming gegen ASV Bad Mitterndorf. Die Schladminger feierten am vergangenen Dienstag gegen Landesligist SV Rottenmann einen knappen 2:1-Heimsieg. In der Anfangsphase der Partie agierten beide Mannschaften vorsichtig und so gab es kaum Höhepunkte. In der 13. Minute gingen die WM-Städter dann mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Nach einer schönen Kombination erzielte Daniel Krammel die 1:0-Führung und dieses Tor gab den Heimischen viel Selbstvertrauen. Sie diktierten das Geschehen jetzt klar und in der 23. Minute erhöhte Ferdinand Trinker mit einem gefühlvollen Heber auf 2:0. Bis zum Pausenpfiff spielten die Schladminger einige weitere gute Chancen heraus, doch schlussendlich blieb es bei der Zwei-Tore-Führung. Die in der ersten Halbzeit großteils harmlosen Paltentaler fanden auch nach Wiederbeginn kein Mittel, um die gut stehende Heimabwehr ernstlich zu gefährden. Erst in der 83. Minute verwertete Philipp Seiser einen Foulelfmeter zum 2:1-Anschlusstreffer. Der Ausgleich gelang den Gästen in der restlichen Spielzeit aber nicht mehr und so durften die WM-Städter über einen Sieg gegen den Landesligisten jubeln. Schladmings sportlicher Leiter Werner Krammel freute sich natürlich über den Finaleinzug seiner Mannschaft: „Unsere Leistung und unser Spiel gegen den Ball war sehr gut. Wir haben die Löcher genutzt und nichts zugelassen.“ Rottenmanns Trainer Björn Zimmermann analysierte die Partie trocken: „Schladming hat verdient gewonnen. Sie hatten die besseren Chancen und waren viel aktiver als wir. Meine Mannschaft war heute nicht clever genug.“

 

Bittere Niederlage, glücklicher Sieg

Der ASV Bad Mitterndorf zog dank eines 1:0-Heimsieges gegen ATV Irdning in das Finale ein. In einer großteils ausgeglichenen ersten Halbzeit waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware. So ging es auch mit einem torlosen Unentschieden in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde das Match dann lebendiger. Beide Mannschaften kamen nun auch zu einigen guten Möglichkeiten. In der 68. Minute schoss der eingewechselte Irdninger Marco Müller freistehend aus kurzer Distanz über das Tor. Die Hausherren machten es dann sechs Minuten später besser. Nach einem Freistoß von der rechten Seite überhob Christoph Gassner den gegnerischen Tormann mit der Schulter zur 1:0-Führung. In der Folge starteten die Irdninger eine Schlussoffensive, doch mehr als zwei gute Chancen schauten dabei nicht heraus. So blieb es letztendlich beim knappen Sieg der Salzkammerguter.

Da Bad Mitternsdorf Coach Rene Ziller einen Radunfall hatte – der „Ennstaler“ wünscht ihm an dieser Stelle baldige Genesung –, saß beim Spiel Co-Trainer Gerald Pichler auf der Bank. Der Interimstrainer sprach von einem verdienten Sieg seines Teams. Obmann Ossi Grick sah eine enge Partie, in der die glücklichere Mannschaft gewonnen hat. Auf das Finale angesprochen, sagte der Mitterndorfer Obmann: „In diesem Spiel ist für beide Teams alles drinnen. Viel wird darauf ankommen, in welcher Besetzung die Mannschaften antreten können.“ Irdning-Trainer Karl Dusvald meinte zur Partie: „Die erste Halbzeit war von beiden Teams nicht gut. Nach der Pause wurde es besser und es gab auf beiden Seiten Chancen. Dass eine unglückliche Standardsituation die Entscheidung brachte, ist natürlich bitter. Uns ist aber kein Tor gelungen und so hat Bad Mitterndorf auch verdient gewonnen. Ich gratuliere ihnen und wünsche der Mannschaft alles Gute für das Finale.“

Der Anpfiff für das Endspiel am kommenden Dienstag in der Area Schladming ist um 19 Uhr. Auf den Sieger wartet dabei neben der Trophäe dank zahlreicher Sponsoren auch ein stattliches Preisgeld von 3500 Euro. Der unterlege Finalist darf sich über 1500 Euro freuen.

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news-1733 Thu, 08 Jul 2021 08:51:47 +0200 Zurück an die Macht https://www.derennstaler.at/detail/zurueck-an-die-macht Eigentlich befindet sich die SPÖ aktuell in einer äußerst komfortablen Situation: Während die ÖVP ziemlich viel Unangenehmes im Untersuchungsausschuss erlebt und die Grünen nicht wirklich wissen, wie sie damit umgehen sollen, ist Opposition momentan eigentlich ein einfaches Geschäft. Man bräuchte nur genüsslich zusehen, wie die Spannungen in der Regierung immer größer werden, und die Kräfte für die nächsten Wahlen bündeln. Da wäre dann eine Regierungsbeteiligung der SPÖ der wahrscheinlichste Fall. Allerdings scheint sich die SPÖ derzeit lieber selbst zu beschädigen, auch wenn dafür wenig Anlass zu sehen ist. So ist schon seit einiger Zeit offensichtlich, dass die Parteivorsitzende Rendi-Wagner innerparteilich mehr als umstritten ist. Aber da die Schwergewichte von Ludwig über Doskozil bis Kaiser aktuell keine Lust auf Bundespolitik haben, ist sie immer noch im Amt. Dabei wird sie von ihren „Parteifreunden“ beinahe wöchentlich schwer beschädigt, was in dem bescheidenen Ergebnis von 75 Prozent am Parteitag gipfelte. Und wieder einmal wollte niemand für die Streichorgie verantwortlich sein, alle Beteiligten hüllten sich in Schweigen.

Dabei wird die Ausgangssituation nicht mehr besser werden. Spätestens wenn der Untersuchungsausschuss in Vergessenheit gerät und die Wirtschaft wieder voll anspringt, wird es die Regierung deutlich einfacher haben. Wenn die SPÖ wieder eine wesentliche Rolle spielen will, muss die daher rasch entscheiden, wer die Partei führen soll und diese Person auch wirklich unterstützen. Sonst wird es wohl nichts mit dem Weg zurück an die Macht.

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news-1732 Thu, 08 Jul 2021 08:50:23 +0200 Der Wolf: Almwirtschaft braucht finanzielle Unterstützung https://www.derennstaler.at/detail/der-wolf-almwirtschaft-braucht-finanzielle-unterstuetzung Während der Steirische Agrar- und Umweltclub auf eine wolfsfreie Steiermark pocht, orientieren sich erste Landwirte an europäischen Vorbildern. In der Schweiz steigt die Anzahl der Wolfsrudel, doch die Zahl der gerissenen Schafe sinkt.

Die Wogen in der Wolfsdebatte gehen hoch. Der Steirische Agrar- und Umweltclub fordert eine wolfsfreie Steiermark und verlangt gezieltes Handeln. 1900 Unterschriften „Gegen Tierleid – Zur Erhaltung der Almen“ hat der Club bereits gesammelt. In einer Presseaussendung heißt es: „In Österreich und den Staaten des europäischen Alpenraumes gibt es seit mehr als 100 Jahren keine Wölfe mehr. Er ist in unseren dicht besiedelten Gebieten niemandem abgegangen und das Ökosystem hat darunter ebenfalls nicht gelitten. Die angestammte Heimat der Wölfe sind die dünn besiedelten, waldreichen Regionen der nördlichen Erdhalbkugel, wie beispielsweise Russland, die Karpaten und auch Kanada. Der Wolf braucht weite, ausgedehnte Regionen, denn seine Population verdoppelt sich etwa alle drei Jahre.“

Stimmt nicht, betont der Verein gegen Tierfabriken mit Sitz in Wien. Ein Auszug der schriftlichen Stellungnahme des Vereins zur Pressekonferenz des Steirischen Agrar- und Umweltclubs lautet: „Bei der Pressekonferenz wurde fälschlich behauptet, Österreich sei so dicht besiedelt und daher gäbe es keinen Platz für den Wolf. Das Gegenteil ist der Fall. Österreich hat mit 0,39 Wölfen pro 1000 km² die EU-weit geringste Wolfsdichte. In der Slowakei liegt sie bei 9,3 Wölfen pro 1000 km², in Rumänien bei 11,54 und in Lettland bei 17,92. Italien ist doppelt so dicht besiedelt und hat eine 18-mal höhere Wolfsdichte, Polen ist um 14 Prozent dichter besiedelt und hat eine 15-mal höhere Wolfsdichte, und die Slowakei ist etwas dichter besiedelt und hat eine 24-mal höhere Wolfsdichte.“ Während viele Stimmen in Österreich für den Abschuss des Wolfes plädieren, steht die Frage im Raum: Wie gehen Österreichs Nachbarländer, deren Wolfspopulation um ein Vielfaches höher ist, mit dem großen Beutegreifer um? Schäfer Herbert Strolz und WWF-Experte Christian Pichler zeigen auf der Höfermahdalpe in Vorarlberg, wie Konflikte mit Wölfen reduziert werden können. Als Vorbild dient die Schweiz.

Von Nachbarländern lernen

Statt hitziger Debatten sucht man in Vorarlberg pragmatische Lösungen, um Konflikte mit der Nutztierhaltung zu minimieren. Herbert Strolz ist Landwirt, Schäfer und Hirte. Begleitet von seinem Hütehund Milo und Experten der Naturschutzorganisation WWF, erklärt er bei einem Lokalaugenschein auf 1900 Metern Höhe: „Freude haben wir keine mit den Wölfen. Auf unseren Almen wirtschaften wir schon jetzt unter schwierigsten Bedingungen. Wenn der Wolfsdruck steigt, bringt es das Fass zum Überlaufen. Aufgeheizte Emotionen und Rufe nach Abschuss bringen uns aber nicht weiter. Selbst wenn man illegal schießt, kommt ja der nächste.“ Österreich ist eines der letzten Länder Europas, das die streng geschützten Wölfe wieder besiedeln. In Italien, Deutschland oder der Schweiz leben sehr viel größere Populationen als hierzulande. Etwa 40 Wölfe sind es laut WWF in Österreich, je über 500 in Deutschland oder Frankreich, bis zu 2700 in Italien. Als Strolz 2014 erlebte, wie unweit seiner Herde erstmals ein Schaf gerissen wurde, ist er auf eigene Faust in die Schweiz gefahren. „Die haben ja viel mehr Wölfe als wir und ganz ähnliche Almstrukturen wie in Westösterreich. Wie funktioniert das dort?“, hat sich Strolz damals gefragt.

Wiederbelebung des Hirtenwesens

Heute kennt er mögliche Antworten, die für Bäuerinnen und Bauern allerdings eine große Herausforderung darstellen: „Im steilen Alpgelände braucht es Behirtung. Am besten noch den einen oder anderen Herdenschutzhund dazu. Die Schafe in der Nacht in einen kleinen, gezäunten Nachtpferch treiben. So wäre es ideal, aber auch sehr aufwendig“, erklärt der Landwirt. Mit den momentanen Förderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen sei das in Österreich nur auf eigene Faust und mit viel Engagement möglich, sagt Strolz. „Die Almwirtschaft braucht dringend mehr Unterstützung durch die Politik. Die Herausforderungen sind seit Jahren bekannt, die Lösungen auch. Es muss endlich mehr passieren“, pflichtet ihm WWF-Wolfsexperte Christian Pichler bei und sagt: „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern übernehmen, was in anderen Ländern gut funktioniert.“ In der Schweiz steige die Anzahl der Wolfsrudel, aber sinke die Anzahl gerissener Schafe pro Wolf. Italien habe nie verlernt, mit Wölfen oder Bären zu leben. Herdenschutz mit Hirten und Hunden sei dort eine Selbstverständlichkeit, so Pichler. Österreich hinke diesen Ländern noch stark hinterher. Das sei ein wesentlicher Grund dafür, dass die Diskussion bei uns so emotional und unsachlich geführt werde und die Almwirtschaft mit ihren Sorgen allein dastehe, meint Herbert Strolz. Dabei liegen die Lösungen abseits verbotener Abschüsse auf der Hand, ist Pichler vom WWF überzeugt: „Durch Behirtung, Schutzhunde oder Elektrozäune lernen Wölfe den Unterschied zwischen erlaubter Beute wie Rehen und verbotener Beute wie Schafen. Anders verstehen sie es nicht. Ungeschützte Herden sind und bleiben eine leichte Beute für Wölfe, obwohl sie sich zu 99 Prozent von Wildtieren ernähren.“

Gezielte Weideführung

Der Landwirt und die Naturschutzorganisation teilen ein zentrales Anliegen. Die Wiederbelebung des traditionellen Hirtenwesens sei der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme. „Jedes Jahr sterben tausende ungeschützte Schafe durch Unwetter, Krankheit oder Steinschlag. Das sind viel häufigere Todesursachen als Wölfe. Mehr Behirtung kann diese Verluste und auch Risse durch Wölfe stark reduzieren“, sagt Christian Pichler. Zudem schütze eine gezielte Weideführung auch vor Bodenerosion und sei gut für die Artenvielfalt. Über- bzw. Unterbeweidung würde verhindert und damit wichtiger Lebensraum für etwa Pflanzen und Vögel erhalten. Schäfer Herbert Strolz beklagt, dass Landwirte bisher viel zu wenig informiert werden, was möglich ist: „Wir brauchen Experten, die uns auf unseren Weideflächen, Voralpen und Alpen erklären, was mit der Rückkehr der Wölfe auf uns zukommt. Die uns zeigen, wie wir unsere Herden bestmöglich im alpinen Gelände schützen können. Die aber auch Klartext sprechen, wo eine Alpung nicht mehr geht.“

Finanzielle Unterstützung dringend nötig

Die Wiederbelebung des Hirtenwesens sei der effektivste Weg, um eine konfliktarme Koexistenz von Almwirtschaft und Wölfen zu ermöglichen, sagen Pichler und Strolz. „In Italien oder Rumänien haben sie nie verlernt, was wir hier versuchen neu zu erfinden. Wir müssen uns erfolgreiche Maßnahmen abschauen und in Österreich umsetzen“, appelliert Pichler an die Politik, keine Zeit mehr verstreichen zu lassen, denn: „Ohne Unterstützung schaffen wir Landwirte das nicht“, sagt Strolz. „Wenn wir die berechtigten Sorgen unserer Bäuerinnen und Bauern ernst nehmen, sie gut informieren und unbürokratisch im Herdenschutz unterstützen, ist ein Zusammenleben mit Wölfen auch bei uns möglich“, zeigt sich WWF-Experte Pichler überzeugt. Nutztiere zu schützen sei jedenfalls besser als Wölfe zu schießen, so Pichler. Denn selbst eine Bejagung könne nicht verhindern, dass Wölfe aus den Nachbarländern durch Österreich streifen. „Mehr Herdenschutz ist das oberste Gebot, sonst führen wir weiter Jahr für Jahr die gleiche Diskussion, ohne der Almwirtschaft konkret zu helfen“, sagt Christian Pichler.

Die Gesundheitspolizei des Waldes

Wird Herdenschutz fachgerecht angewandt, meiden Wölfe Schafherden und konzentrieren sich auf ihre Rolle als „Gesundheitspolizei“ des Waldes, so Pichler: „Sie erbeuten vor allem kranke und schwache Wildtiere und halten damit den Wildbestand in guter Kondition. Gleichzeitig senken sie die zu hohe Zahl an Rehen, Hirschen und Wildschweinen in Österreich, die zu starken Verbissschäden in Wäldern führt“, erklärt der Biologe. Dass Wölfe gut für Wälder und die Eindämmung von Krankheiten sind, aber auch Nahrungsreste für andere Schlüsselarten wie etwa Adler hinterlassen, gerät angesichts der emotionalen Debatten oft in Vergessenheit, meint der WWF. „Es ist vollkommen verständlich, dass Landwirte mit der Rückkehr von Beutegreifern keine Freude haben. Wenn man sie nach Vorbild vieler Nachbarländer im Herdenschutz unterstützt, macht das auch wieder den Blick dafür frei, welch wichtige Rolle Wölfe in einer intakten Natur spielen. Und eine vielfältige, gesunde Natur ist letztlich unser aller Lebensgrundlage – gerade für unsere Bäuerinnen und Bauern, deren hervorragende, regionale Produkte wir auch in Zukunft genießen wollen“, sagt Christian Pichler.

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news-1731 Thu, 08 Jul 2021 08:47:33 +0200 MFL will Energieverbrauch massiv senken https://www.derennstaler.at/detail/mfl-will-energieverbrauch-massiv-senken Die Maschinenfabrik Liezen und Gießerei verfolgt grüne Ziele. Mit Hilfe eines ökologischen Arbeitsplans soll der spezifische Energieverbrauch bis 2030 um rund ein Drittel gesenkt werden.

Die MFL will Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen. Bis 2030 soll der spezifische Energieverbrauch um 32,5 Prozent verringert werden. In Zahlen ausgedrückt, will man den Bedarf auf 42 Gigawattstunden hinunterdrücken. Damit spart die MFL in diesem Zeitraum Energie im Ausmaß von 1000 steirischen Einfamilienhäusern ein – sowie rund 8,5 Millionen Euro an Ausgaben. „Als energieintensiver Leitbetrieb sind wir der Umwelt und dem Klima, aber insbesondere auch den lokalen Arbeitsplätzen und unseren Mitarbeitern sowie der Region insgesamt verpflichtet. Unser Ansatz beweist, dass sich ökologische Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit nicht widersprechen müssen – und das ist für uns entscheidend“, sagt MFL-CEO Herbert Decker. Realisiert wird das Ziel mit einem Bündel an zielgerichteten Öko-Maßnahmen, die zu einem Großteil bereits auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählen etwa die thermische Sanierung von ersten Betriebsgebäuden, der Umstieg auf energiesparsame LED-Beleuchtung und isolierte Fenster, Schnelllauftore sowie die Optimierung von Heizungspumpen und Heizregelungen. Die Installation von modernen Luftanlagen zur Wärmerückgewinnung inklusive Einspeisung von überschüssiger Energie in das Netz des Biomasse-Fernwärmeheizkraftwerkes Liezen sowie die zunehmende Verwertung von Abfällen sind weitere umweltschonende Initiativen.

Wiederverwerten und Ressourcen sparen

Schon seit 2013 arbeitet das Unternehmen mit einem damals strategisch eingeführten Energiemanagement an der Reduktion des Energieverbrauchs, 2018 wurden bei den Wärmebehandlungsöfen flächendeckend  Wärmerückgewinnungsanlagen installiert. Generell agiert insbesondere die Gießerei seit jeher besonders ressourcensparend: Die Gussteile werden zu ca. 90 Prozent aus österreichischem Schrott gegossen; die als Nebenprodukt im Schmelzbetrieb entstehende Schlacke wird sogar zu 100 Prozent extern verwertet. „Es geht dabei um weit mehr als Umweltaspekte und gesellschaftlichen Anspruch. Auch internationale Partner und Kunden fordern Ökobilanzen und Umweltkennzahlen aktiv ein“, erklärt Decker. Zusätzlich zum bereits seit 2013 implementierten Energiemanagement wurden aktuell weitere Rahmenbedingungen geschaffen, um das Umweltmanagement optimiert zu dokumentieren: So wurden kürzlich Zuständigkeiten und Prozesse zur Durchführung des Umweltmanagements nach einer internationalen Norm zertifiziert. „In der anerkannten Umweltnorm ISO 14001 finden Unternehmen einen systematischen Rahmen, um die eigene Umweltleistung fortlaufend zu verbessern und ökologisch zu mehr Nachhaltigkeit beizutragen. Das schafft Rechtssicherheit und zeigt, dass wir in diesem Kontext am Puls der Zeit agieren“, betont Michael Wolf, Leiter für Umwelt und Infrastruktur der MFL. Auf Basis der Zertifizierung sollen auch in Zukunft Parameter wie Wärmebedarf, Prozessgasbedarf oder Druckluft nachhaltig am Standort reduziert werden.

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news-1730 Thu, 08 Jul 2021 08:46:17 +0200 Gröbminger Kulturmontage https://www.derennstaler.at/detail/groebminger-kulturmontage Pünktlich zu Ferienbeginn startet in Gröbming eine Serie von fünf Kulturmontagen, die in zweiwöchigem Abstand an unterschiedlichen Locations stattfinden.

Der Verein vierglas.kultur – mittlerweile schon bekannt für seine musikalischen Rahmenprogramme bei verschiedenen kirchlichen Veranstaltungen – hat dafür ein Programm zusammengestellt, das für jeden etwas bereithält. Gerhard Hemedinger, Stefan Klinglhuber, Axel Mayer und Christa Pospischil liegt dabei besonders am Herzen, die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, die Gröbming Kulturschaffenden bietet, um damit auch auf den besonderen Stellenwert der attraktiven Wohnsitzgemeinde innerhalb der Region hinzuweisen. Neben der Liebe zur Musik verbindet die vier auch die Freude am Netzwerken und so konnten viele namhafte Künstler und Formationen gewonnen werden.

Den Anfang macht am 12. Juli ab 19 Uhr „Die Lange Nacht der Big Bands“ in der örtlichen Kulturhalle. Die Gröbi-Big-Band mit der Gesangsklasse von Anita Vozsech und die Big Band Schladming sind dabei ebenso Fixstarter wie die Big Band Yabadabadoo aus Deutschlandsberg und das erfolgreiche Jugend-Jazz-Orchester Steiermark.

„Lieder aus Wien“ nennt sich der Programmschwerpunkt am Montag, dem 26. Juli, an dem die beiden Interpreten Matthias Helm (Bariton) und Julius Zeman (Klavier) launige Geschichten aus der Stadt der Musik erzählen werden. Beginn des Liederabends in der Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Gröbming ist um 20 Uhr.

Die bekannte Wüdara-Musi ist am 9. August zu hören und garantiert einen urig-heiteren  Abend, der im Gasthaus Angermaier, und damit in stimmigem  Ambiente, ab 18.30 Uhr beginnt.

Liebhaber der Literatur kommen am 23. August voll auf ihre Rechnung: Der bekannte österreichische Schriftsteller Franzobel liest ab 20 Uhr im Foyer der Firma Wieser aus seinem jüngsten Roman „Die Eroberung Amerikas“.

Mit einem Open Air, das am 6. September ab 19 Uhr auf der Hauptstraße beginnt, finden die Gröbminger Kulturmontage 2021 ihren Abschluss. Dazu angesagt hat sich die „Old Stoariegler Dixielandband“, der auch der gebürtige Gröbminger Hannes Bauer seit Jahrzehnten angehört.

Die Themen der fünf Kulturmontage wurden von Schülern kreativ bearbeitet und so  gestalteten Jana Eggmayr, Lena Pötsch und Irina Schmid aus der MS Gröbming mit ihrer Fachlehrerin Astrid Gruber das Plakat zur „Langen Nacht der Big Bands“.

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news-1729 Thu, 08 Jul 2021 08:44:26 +0200 Ennstaler Bezirkscup: Irdning steigt ins Halbfinale auf https://www.derennstaler.at/detail/ennstaler-bezirkscup-irdning-steigt-ins-halbfinale-auf Der ATV Irdning sorgte für eine Überraschung in der ersten Runde des Ennstaler-Bezirkscups. Der FC Schladming wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Das Semifinale geht am kommenden Dienstag über die Bühne.

Bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe waren drei der vier Erstrundenspiele im ersten Enns­taler Bezirkscup absolviert. Das Match FC Ausseerland gegen ASV Bad Mitterndorf wurde am gestrigen Donnerstag ausgetragen. Die bislang große Überraschung im Viertelfinale war zweifelsohne der klare 3:0-Sieg von Irdning gegen SC Geomix Soccer Store Liezen. Landesligist SV Rottenmann und Schladming zogen hingegen programmgemäß ohne größere Probleme in das Semifinale ein. Die Spiele der zweiten Runde finden am kommenden Dienstag, dem 13. Juli, statt. FC Schladming trifft dabei mit Beginn um 19.30 Uhr auf den SV Rottenmann und der Sieger der gestrigen Partie FC Ausseerland gegen Bad Mitterndorf spielt gegen ATV Irdning.

WSV Liezen – SV Rottenmann 0:6 (0:2)

Mit dem Spiel WSV Liezen gegen SV Rottenmann startete am Donnerstag, dem 30. Juni, der erste Ennstaler Bezirkscup. Der Landesligaverein ließ beim vorgezogenen Spiel der 1. Runde nichts anbrennen und landete am Ende einen ungefährdeten 6:0-Sieg. Zwei Tore der Paltentaler erzielte Damir Poposki und je einen Treffer steuerten Rückkehrer Andre Lesch, Senad Buljubasic, Christoph Rindler und Andre Unterberger bei. Rottenmanns Sportchef Josef Seiser sagte zum Erfolg beim Premierenspiel im Bezirkscup: „Ich hätte vom WSV Liezen eigentlich mehr Gegenwehr erwartet. Wir dominerten die Partie klar und so geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung.“

SV Pruggern – FC Schladming 1:4 (1:3)

Schladming zog am Dienstag, dem 6. Juli, mit gestählter Brust in die Bierfriedl-Arena ein, hatten sie doch erst einige Tage zuvor den SC Liezen mit 0:4 abserviert. Die WM-Städter wurden ihrer Favoritenrolle dann auch gerecht und gingen bereits in der fünften Minute durch Daniel Krammel mit 1:0 in Führung. Nur zehn Minuten später erhöhte Simon Petscharnig auf 2:0. Die Pruggerer bewiesen in weiterer Folge aber ihr Kämpferherz und ließen sich nicht entmutigen. In der 23. Minute wurde der Einsatz des Heimteams dann auch belohnt. Nach einem Eckball köpfelte Daniel Köll zum Anschlusstreffer für Pruggern ein und die Partie war damit wieder offen. Die Hausherren hielten mit dem Oberligisten nun über weite Strecken gut mit, doch eine Minute vor dem Pausenpfiff erhöhte abermals Daniel Krammel auf 1:3. Nur Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit sorgte Daniel Krammel mit dem Treffer zum 1:4, und gleichzeitig seinem dritten Tor, für die Vorentscheidung in dem Match. In der restlichen Spielzeit der zweiten Halbzeit kam es hüben wie drüben kaum mehr zu gefährlichen Situationen. „Es war ein starkes Spiel. Wir hatten einen guten Auftritt und die Pruggerer haben stark gegengehalten. Aber unsere Jungs konnten mit einem schnellen Spiel die Torchancen souverän verwerten“, sagte Vorstandsmitglied Rudi Petersmann vom FC Schladming. „Gratulation an die Pruggerer für die kämpferische Leistung“, ergänzt der sportliche Leiter Werner Krammel. Rainer Schwab, Obmann vom SV Pruggern, war mit der spielerischen Leistung seiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden: „Wir haben gut gekämpft. Der Sieg der Schladminger ist verdient, wenn auch das Ergebnis aus meiner Sicht etwas zu hoch ist. Hier zeigte sich eben der Klassenunterschied.“ Dennoch sei die Leistung ein guter Gradmesser für den Status Quo der Mannschaft, weswegen er auch zuversichtlich der Meisterschaft entgegenblickt.

ATV Irdning – SC Liezen 3:0 (2:0)

Mit dem 3:0-Sieg gegen Landesligist SC Geomix Soccer Store Liezen sorgte Irdning für die große Überraschung in der 1. Runde des neu gegründeten Ennstaler Bezirkscups. Den Irdningern gelang in der Partie ein Start nach Maß, denn bereits in der ersten Minute erzielte Kevin Plank nach einem weiten Einwurf mit einem satten Halbvolleyschuss die 1:0-Führung. Der schnelle Gegentreffer verunsicherte die Liezener augenscheinlich und so brauchten sie einige Zeit, um halbwegs ins Spiel zu finden. Philipp Danner fand in der Folge auch zwei gute Chancen auf den Ausgleich vor, doch im Großen und Ganzen fehlte den Grün-Weißen die Durchschlagskraft. Die Blau-Weißen spielten hingegen druckvoll nach vorne und in der 26. Minute erhöhten sie so auch auf 2:0. Nachdem SC-Schlussmann Tadej Trajkovski drei Schüsse in Serie binnen Sekunden abwehren konnte, war der Goalie beim vierten Schuss von Kevin Plank machtlos. In der zweiten Halbzeit versuchten die Gäste dem Match noch eine Wendung zu geben, doch bei den wenigen Chancen war Irdning-Tormann David Gabriel am Posten. Bei einem Konterangriff in der 66. Minute sorgte dann der junge Neuzugang Manuel Eder mit einem schönen Heber für das 3:0 und damit gleichzeitig auch für den Endstand.

Der Jubel der Irdninger nach dem Schlusspfiff über dem völlig verdienten Sieg war natürlich groß. Dementsprechend zufrieden zeigte auch auch Trainer Karl Dusvald: „Der Erfolg von uns geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir waren aggressiver und wollten den Sieg um einiges mehr. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft.“ SC-Liezen-Heimkehrer Julian Pachler war mehr als sauer: „Zweifelsohne eine beschämende Leistung von uns. So kann man nicht auftreten. Da wartet in den restlichen drei Wochen bis zur Meisterschaft noch viel Arbeit auf uns. In dieser Verfassung bekommen wir in der Landesliga eine Packung nach der anderen.“ Der sportliche Leiter Dragan Micic war zwar auch sehr enttäuscht, doch sah er die Niederlage nicht ganz so schlimm: „Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns und wir werden diese desaströse Vorstellung in einem gemeinsamen Gespräch auch aufarbeiten. Allerdings will ich nach einer schwachen Leistung nicht alles in Frage stellen. Bislang waren die Aufbauspiele in Ordnung. Das Torverhältnis von 0:8 in den drei Partien gegen Oberligavereine sollte aber doch vermehrt zum Nachdenken anregen.“

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news-1728 Thu, 01 Jul 2021 08:19:48 +0200 Wir brauchen Regeln https://www.derennstaler.at/detail/wir-brauchen-regeln Nach dem erschütternden Mord an einer 13-jährigen in Wien stehen zwei Afghanen unter Tatverdacht, einer von ihnen mehrfach vorbestraft und eigentlich schon für die Abschiebung vorgesehen. Es sind Fälle wie dieser, in denen man sich zu Recht fragt, wie so etwas passieren kann. Immerhin haben wir einerseits ein strenges Asylrecht und andererseits wird immer wieder von Abschiebungen gut integrierter und arbeitender Flüchtlinge berichtet. Irgendwas ist also faul an dem System, das scheinbar die Falschen schützt.

Dass wir ein Einwanderungsland sind, ist eine Tatsache, an der es nichts zu rütteln gibt. Und dass sowohl Schutzsuchende als auch dringend benötigte Arbeitskräfte ihren Platz in Österreich haben sollen, darf man auch als gegeben annehmen. Gleichzeitig muss es aber auch möglich und erlaubt sein, auf Missstände hinzuweisen. Und dass etwa die Kriminalitätsrate unter Afghanen ganz signifikant über dem Österreichschnitt liegt, ist eine Tatsache. Will man auf Dauer ein vernünftiges Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen erreichen, müssen auch solche Wahrheiten deutlich ausgesprochen werden.

Schließlich gibt es sehr viele Menschen, die nach Österreich zuwandern wollen und wir sollten uns endlich das Recht nehmen, zu bestimmen, wer das darf. Das sollten am Ende des Tages erstens nicht zu viele sein, und zweitens integrationswillige, arbeitswillige und integere Menschen. Die anderen sollten wir entweder erst gar nicht ins Land lassen oder konsequent abschieben, wenn sie sich nicht an unsere Regeln halten.

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news-1727 Thu, 01 Jul 2021 08:18:47 +0200 Neue Führung für neues Gesäuse https://www.derennstaler.at/detail/neue-fuehrung-fuer-neues-gesaeuse Gesäuse-Obmann Günter Planitzer hat nun offiziell bekannt   gegeben, dass er der neuen Erlebnisregion Gesäuse in dieser

Funktion nicht mehr zur Verfügung stehe. Von Insidern wird Liezens Tourismus   -Obmann Fritz Kaltenbrunner als möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht.

Die Strukturreform im steirischen Tourismus macht aus derzeit 96 Tourismusverbänden und 9 Regionalverbänden 11 große Erlebnisregionen. Eine davon nennt sich Gesäuse. Eine Region, die sich vor allem in den vergangenen Jahren als beliebtes Urlaubsziel etablieren konnte. Von 2014 bis 2019 wurde allein in Admont ein Nächtigungszuwachs von 48 Prozent erzielt. Außerhalb von Österreich ist das Gesäuse besonders bei deutschen, tschechischen, niederländischen und polnischen Urlaubern beliebt. In der Region angekommen gilt jedoch für alle das Gleiche: Wer es auf den Berg schaffen will, muss schwitzen. Statt auf Seilbahnen setzt man im Gesäuse auf gepflegte Wanderwege und gut erhaltene Natur. Das soll auch in Zukunft so bleiben, sagt Gesäuse-Obmann Günter Planitzer: „Den Aufschwung in unserer Region wird die nächste Generation weitertragen können, ganz ohne Investition in einen Skilift. Wir haben eine intakte Natur, die wir schützen müssen und können den Tourismus so leiten, dass er das Überleben der Einheimischen sichert und unsere Jugend nicht abwandern muss. Wir brauchen kein Plus an 500.000 Nächtigungen, sondern können so bleiben wie wir sind. Eine Region, in der man wunderschöne und ruhige Plätze in der Natur findet.“

Möglicher Nachfolger
aus Liezen

So selbstbewusst wie sich das Gesäuse heute präsentiert, war es nicht immer. Vor acht Jahren hat Planitzer die Tourismusregion in schwierigen Zeiten übernommen. „Die wirtschaftlicher Situation war sehr angespannt. Doch es ist gelungen, alle Player an einem Tisch zu versammeln und gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, so Planitzer. Mit vereinten Kräften hat sich das Gesäuse einen Namen gemacht und einen hohen Bekanntheitsgrad erzielt. Ein Erfolg, der nicht unbemerkt blieb: Ab 1. Oktober wird das Gesäuse neben den Verbänden Ausseerland-Salzkammergut und Schladming-Dachstein eine der drei großen Erlebnisregionen im Bezirk Liezen bilden. Ein guter Zeitpunkt, um zu gehen, sagt Planitzer: „Das letzte, das eine aufstrebende Region braucht, sind Sesselkleber. Eine Funktion wie diese muss man abgeben, solange sie gerne übernommen wird. Nicht erst dann, wenn sie keiner mehr haben will.“ Wer nach Planitzer der neuen Region Gesäuse vorstehen wird, hat die ebenso neue Tourismuskommission im Herbst durch einen demokratischen Prozess zu entscheiden. Schon jetzt habe sich eine Liste rund um den Liezener Unternehmer Fritz Kaltenbrunner formiert, heißt es aus Insiderkreisen. Kaltenbrunner bestätigt: „Ich bin gefragt worden, ob ich mir vorstellen kann, dieses Amt zu übernehmen“, sagt der geschäftsführende Eigentümer der MGI-Steuerberater Liezen-Ennstal. Seit 15 Jahren steht Kaltenbrunner dem Tourismusverband Liezen vor, „ein Ehrenamt, für das man die zeitlichen Ressourcen zur Verfügung stellen muss“, so Kaltenbrunner. Ob er sich nach Liezen für die Großregion Gesäuse als Obmann engagieren will, will er weder bestätigen noch dementieren: „Wenn das die gesamte Kommission will, dann werde ich mir das im Detail anschauen. Fixiert und definiert ist nichts“, sagt Kaltenbrunner.

Eine neue Handschrift tut gut

Neben der Funktion des Obmanns wird auch die Stelle des Geschäftsführers neu besetzt werden müssen. Schon im März hat Gesäuse-Chef David Osebik bekannt gegeben, dass er sich neuen beruflichen Herausforderungen widmen werde. Sechs Jahre lang war Osebik Geschäftsführer des Tourismusverbands Gesäuse. Eine Zeit, in der er die Tourismusregion durch einen gelungenen Markenrelaunch erfolgreich aufgebaut hat. Die Zukunft des Gesäuses sieht er positiv: „Nach Corona werden wir sicher wieder das Ergebnis von 2019 erreichen, bislang der Höchststand für unsere Region. Es ist wichtig, kontinuierlich weiterzuarbeiten. Dabei tut die Handschrift eines neuen Obmanns bzw. eines neuen Geschäftsführers sicher gut“, sagt Osebik, der das Gesäuse so lange unterstützen will, bis ein neuer Geschäftsführer gefunden sei, wie er betont. Neben dem Paltental wird auch Liezen zur neuen Erlebnisregion stoßen. Dem Spagat zwischen Handelsstadt und Nationalpark sieht man bislang gelassen entgegen: „Touristisch wird die gesamte Region unter der Dachmarke Gesäuse beworben, ohne dass die Eigenheiten der einzelnen Regionen verloren gehen“, sagt Osebik. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem Freizeitmarketing für die regionale Bevölkerung: „Eine eigene Plattform wird jeden Verein berücksichtigen und über Veranstaltungen und Aktivitäten informieren“, so Osebik, der eine große Stärke der Gesäuse-Vermarktung in der digitalen Kompetenz sieht: „Auf diesem Gebiet zählen wir zu den führenden Destinationen Österreichs. Darauf sind wir schon stolz.“ Ganz oben auf der To-do-Liste steht „die physische Sichtbarmachung der neuen Erlebnisregion durch Leitsysteme wie Beschilderungen. Dabei werden wir das Gesäuse in Teilräume wie Paltental, Liezen, Gesäuse und Eisenwurzen aufteilen und nicht die einzelnen Gemeinden, sondern die Landschaftszonen betonen“, sagt Osebik, der auf einen Teilraum hinweist, der sich in den letzten Jahren touristisch besonders etabliert hat: „Die Eisenwurzen ist am aufsteigenden Ast und hat in den letzten fünf Jahren ein Plus von ganzen zwanzig Prozent an Bettenkapazität erzielt.“

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news-1726 Thu, 01 Jul 2021 08:17:55 +0200 „Es war klar, dass wir raus müssen“ https://www.derennstaler.at/detail/es-war-klar-dass-wir-raus-muessen Der neue Geschäftsführer der Landena-Gruppe Martin Würfel spricht über den    Landena-Spirit, den „Porsche der Tiernahrung“,

über die Geschichte und Zukunftsvisionen des Unternehmens und warum man sich trotz    Erfolgskurs nicht auf den Lorbeeren ausruhen kann.

Martin Würfel ist seit 1. Jänner 2021 Geschäftsführer der Landena KG und übernahm mit der letzten Generalversammlung der Landgenossenschaft Ennstal Anfang Mai ein Vorstandsmandat.

Er folgt dem langjährigen Geschäftsführer Bernhard Gruber. Martin Würfel ist seit zwanzig Jahren beim Unternehmen tätig. Als Leiter der Controlling-Abteilung übernahm er ab 2010 zusätzlich Vertriebsthemen, insbesondere im internationalen Bereich. Mit Ende 2017 wurde er mit der Prokura betraut und gleichzeitig stellvertretender Geschäftsführer. Nun bildet er die alleinige Speerspitze der Landena. Der „Ennstaler“ bat den Neo-Geschäftsführer zum Interview.

Die Landena schreibt seit Jahrzehnten eine Erfolgsgeschichte. Welche Strategie steckt hinter dem Erfolg?

Wir bezeichnen uns mittlerweile als „Landena-Gruppe“, denn neben dem Stammwerk in Stainach und der Tierfreund KG produzieren wir in Wels Trockensuppen in verschiedensten Packungsvarianten und diverse Fertiggerichte. Unser Standort in Tschechien ist spezialisiert auf Tiefkühl-Knödel. Wir denken allerdings nicht mehr in Standorten, sondern eher in Geschäftsfeldern. Diese Philosophie hat uns nicht nur während der Corona-Krise, wo schnelles und flexibles Handeln mehr als gefragt war, zum oft entscheidenden Wettbewerbsvorteil verholfen. Der Transformationsprozess, den wir in etwa vor drei, vier Jahren initiierten, zielt auf Synergien innerhalb der Gruppe ab. Das beginnt beim Vertrieb, wo wir bei bestehenden Großkunden unser gesamtes Portfolio vorstellen und so Potenziale heben können. Aber auch den Einkauf, das Controlling und vieles mehr stellen wir unter den Titel „Landena-Spirit“. Die Home-Office-Zeit hat uns gelehrt, dass es weniger wichtig ist wo jemand sitzt, als welchen Werten man sich verpflichtet fühlt. Dieser Team-Spirit ist entscheidend. Nur so können wir unsere große Vielfalt und Komplexität zu einem Vorteil ummünzen.

Wie kann man sich das vorstellen?

Wir haben beispielsweise sehr viele verschiedene Technologien im Einsatz. Da gibt es unzählige Parallelen und Querverbindungen. Ein solches Leuchtturmprojekt war die Glaslinie in Wels. Durch effiziente Zusammenarbeit konnten wir in kürzester Zeit eine völlig neue Glaslinie aufbauen. Als wir das erste Produkt verkauft hatten, ist die Linie noch gar nicht gestanden. Manche unserer Kunden haben gar nicht geglaubt, dass wir das hinbringen, so ambitioniert war der Zeitplan. Das funktioniert nur, wenn jedes Rädchen perfekt zusammenspielt.

Wann wagte das Unternehmen den Schritt über die Grenzen?

Die Landena blickt auf eine fast 60-jährige Geschichte zurück. Stand zu Beginn der Grundgedanke des Exportschlachthofes als Service für die Genossenschaftsmitglieder im Mittelpunkt, etablierte sich die Landena (damals „Alpenfleisch“) in mehreren Bereichen der Lebensmittelproduktion. Die Marktvolumina der einzelnen Bereiche waren auf den österreichischen Markt abgestimmt. Unsere längste Partnerschaft im Lebensmitteleinzelhandel besteht zu Iglo und reicht ins Jahr 1968 zurück. Hofer dürfen wir seit Ende der siebziger Jahre zu unseren Kunden zählen. Mit dem EU-Beitritt 1995 war durch die Marktöffnung klar, dass wir „raus müssen“. Raus aus Österreich, sonst kommen die Großen herein. Die Skalierung auf das internationale Parkett haben wir sehr gut geschafft. Die Hälfte unseres Geschäfts passiert mittlerweile nicht mehr in Österreich. Deutschland ist unser größter Exportmarkt, gleichzeitig aber auch der am härtesten umkämpfte. Bei der Tiernahrung wiederum sind wir mittlerweile sehr stark in Skandinavien und Italien vertreten. Unsere Vision ist, dass unsere Zukunftsmärkte über den D-A-CH-Raum hinausgehen müssen.

Als zukunftsträchtiges Geschäftsfeld wurde die Tiernahrung relativ früh erkannt. Welche Stoßrichtungen stehen hier auf der Agenda?

Als ein sehr starkes Standbein hat sich der Tiernahrungsbereich etabliert. Das ist auch gleichzeitig das am schnellsten wachsende Geschäftsfeld. Vor sechs Jahren eröffneten wir das Tierfreund-Werk in Stainach, damals mit einer 50 prozentigen Reservekapazität. Dass die strategische Entscheidung richtig war, in ein eigenes Werk für Tiernahrung zu investieren zeigt die Entwicklung. Wenn mich jemand fragt, ob das unser Tiernahrungswerk ist, antworte ich: Nein, das ist ein Lebensmittelwerk, wo Tiernahrung produziert wird. Es herrschen dieselben Standards und wir produzieren Spitzenqualität, dort produzieren wir den „Porsche der Tiernahrung“. Mittlerweile planen wir bereits eine Erweiterung des Werks, denn die Reservekapazitäten sind bereits vollständig ausgeschöpft. Der Spatenstich für den „Zubau Nord“ wird voraussichtlich noch im Sommer stattfinden. Mit einer Investition von 8,5 Millionen Euro können wir die Kapazität nochmals um fünfzig Prozent erhöhen. Die Fertigstellung ist im Frühsommer 2022 geplant.

Was macht die Tiernahrung so erfolgreich?

Bei der Tiernahrung bewegen wir uns ausschließlich im Premiumsegment. Das Ausschreibungsgeschäft und das Preiseinstiegssegment wollen wir dort gar nicht bedienen. Die starke Partnerschaft zu Vitakraft reicht bis in die achtziger Jahre zurück. Wir kümmern uns um Produkt und Qualität, für den Vertrieb ist Vitakraft verantwortlich. Wir produzieren jährlich über 100 Millionen Packungen Snacks für Hunde, die weltweit vertrieben werden. Derzeit laufen die Linien beinahe durch. Das sind 18 Schichten pro Woche, von Sonntagabend bis Samstagnachmittag. Und wir wachsen weiter, weshalb wir dabei sind weitere Kapazitäten zu schaffen. Doch auch beim Dosengeschäft, das vom Volumen her noch größer ist, fahren wir zumindest bis Ende dieses Jahres im Dreischicht-Betrieb. Jährlich liefern wir 8000 Tonnen Premiumtiernahrungsprodukte in der Dose aus.

Das Geschäft rennt, die Kapazitäten sind da, der Kundenstock steht - kann man sich auf den Lorbeeren ausruhen?

Wir matchen uns mit internationalen Größen und müssen Tag für Tag an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten. Auf den Lorbeeren können wir uns beileibe nicht ausrasten. Derzeit sind wir mit starken Preissteigerungen bei den Rohstoffen und Verpackungsmaterialien konfrontiert, andererseits ist das Verständnis beim Handel für Preissteigerungen enden wollend. Da zählt keine Historie, am Ende des Tages zählt das, was auf der Rechnung steht. Nämlich der Preis. Dieser Herausforderung müssen wir uns in Zukunft stellen. Ob das dann heißt, dass alle Produktsegmente spannend bleiben wird sich weisen, denn wir wollen nicht nur von Ausschreibungen und dem Preis getrieben werden. Es ist für ein Unternehmen nicht immer gesund, den billigsten Preis zu machen. Wir wollen verhindern uns in Abhängigkeiten zu verstricken. Wenn wir nicht mehr in der Lage sind auch „Nein“ sagen zu können, haben wir etwas falsch gemacht. Neben den Preissteigerungen ist die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern aktuell extrem herausfordernd. Wir suchen dringendst Personal für die verschiedensten Bereiche – vor allem aber in der Produktion. Aktuell haben wir über zwanzig offene Stellen ausgeschrieben. Wir bieten einen sicheren Arbeitsplatz in einem wachsenden und zukunftsträchtigen Umfeld. Bewerbungen sind jederzeit willkommen.

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news-1725 Thu, 01 Jul 2021 08:16:51 +0200 Kulturbotschaft aus Admont geht um die Welt https://www.derennstaler.at/detail/kulturbotschaft-aus-admont-geht-um-die-welt Von Amerika über Europa nach Asien: Eine Kooperation mit dem Außenministerium ermöglicht virtuelle Führungen durch Stift Admonts Klosterbibliothek und die Sonderausstellung im Stiftsmuseum für Gegenwartskunst. Und das weltweit.

Die Österreichischen Kulturforen binden Admonts Klosterbibliothek und die Sonderausstellung Verortungen - MADE FOR ADMONT #fotografie“ in die weltweite Präsentation von österreichischer Kunst und Kultur ein. Ende Juni und Anfang Juli steht die virtuelle Besichtigung über die Webseiten und Social-Media-Kanäle der Schwerpunktzentren österreichischer Kulturarbeit unter anderem in Indien, Italien, Kanada, Tschechien, Türkei, Belgien und Deutschland zwei Tage lang zur Verfügung. Somit fungiert Admonts Stifsmuseum als Botschafter für die österreichische Kulturlandschaft. „Das Stiftsmuseum Admont beherbergt Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. In Österreich waren wir Vorreiter in der Förderung des Dialogs zwischen alter und neuer Kunst. Ein Zugang, der uns auch den Österreichischen Museumspreis eingebracht hat“, sagt Abt Gerhard Hafner. Hinter der Museumstour im virtuellen Raum steckt eine ausgeklügelte Software, die von den Schladminger IT-Spezialisten LightCyde entwickelt wurde. Schon seit Februar sind virtuelle Touren durch das Stiftsmuseum möglich. Aus dieser Fülle wurden die Führungen durch die Bibliothek und das Museum für Gegenwartskunst zur internationalen Präsentation durch das Außenministerium ausgewählt: „Beeindruckend sind die vielen Möglichkeiten und die herausragende Qualität, welche weit über die gewohnte 3D-Darstellung hinausreicht. Deshalb freut es uns sehr, dieses besondere Erlebnis nun über die Österreichischen Kulturforen weltweit anbieten zu können“, sagt Botschafterin Teresa Indjein, Leiterin der Sektion für Internationale Kulturangelegenheiten im Ministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.

Lust am Steiermark-Urlaub wecken

„Eine digitale Museumstour soll den Besuch vor Ort jedoch keinesfalls ersetzen. Vielmehr bildet sie eine Brücke zum realen Kulturerlebnis“, betont der Wirtschaftsdirektor des Stiftes, Franz Pichler, der in der weltweiten Präsentation des Stiftsmuseums eine Chance für den gesamten steirischen Tourismus sieht. „Mit dem global wachsenden Bekanntheitsgrad des Benediktinerstiftes wird sicher auch der Tourismus-Standort Steiermark an Bedeutung gewinnen“, so Pichler. Traditionell verzeichnet die Steiermark einen hohen Anteil an Inlandsgästen, der bei rund 64 Prozent liegt. Der internationale Auftritt des Benediktinerstiftes kann vielleicht schon bald auch vermehrt bei ausländischen Gästen das Interesse an einem Steiermark-Urlaub wecken.

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news-1724 Thu, 01 Jul 2021 08:15:29 +0200 Ein steirischer Triathlon der Extreme https://www.derennstaler.at/detail/ein-steirischer-triathlon-der-extreme Die 6. Auflage des „eXtreme Triathlon“ verlangte den 71 Startern aus zehn Nationen alles ab. Nach 3,8 km Schwimmen in der Mur und 186 km auf dem Rad warteten noch 44 harte Kilometer auf der Straße bis ins Ziel in der Ramsau am Dachstein.

Der „Austria eXtreme Triathlon“ ist ein einzigartiges und exklusives Triathlon Erlebnis, das in der Untersteiermark startet und über vier Berge in den Norden der Steiermark führt. Das Ziel liegt am Fuße der massiven Bergkulisse des Dachsteins. Die Zeitmessung ist nach Aussage der Organisatorin Maria Schwarz zweitrangig: „Im Vordergrund stehen vielmehr der persönliche Einsatz und das herausfordernde Abenteuer.“ Betreuerinnen und Betreuer sind wesentlicher Bestandteil des eXtreme Triathlons. An ihnen liegt die Verantwortung, ihre Athletinnen und Athleten während des Rennens mit allem Notwendigen zu versorgen. Den Schlussanstieg müssen die Betreuer zusammen mit den Athleten bewältigen und die Ziellinie gemeinsam bestreiten, damit man als „Finisher“ gilt. So werden aus „Egoisten-Triathleten“ echte Teamplayer. Der Startschuss 2021 fiel mit dem Sprung in die 18 Grad relativ angenehm warme Mur südlich von Graz zum Flussschwimmen. Die Strömung war moderat, sodass für die erste Disziplin gute Bedingungen herrschten. Nach dem Start in der Morgendämmerung hatte das gesamte Feld nach wenigen Minuten die erste Boje stromaufwärts passiert. Auch der Wechsel nach insgesamt 3,8 Kilometern vom Wasser auf das Rennrad verlief problemlos. Auf den 186 Kilometer über rund 3900 Höhenmeter kam es zu mehreren Führungswechseln. Mit knappem Vorsprung erreichte der zweifache Austria eXtreme Triathlon Gewinner Michael Strasser die zweite Wechselzone, musste jedoch auf der Laufstrecke aufgeben. Als schnellste Frau wechselte die Hawaii-erprobte Deutsche Nicole Bretting in die Laufschuhe.

Mit einer großartigen Leistung setzte sich nach 44 Kilometer mit nochmals etwa 1900 Höhenmetern der für den RC Martins Bikeshop Unken startende Österreicher Horst Langmaier durch und erreichte das Ziel in Ramsau in 12 Stunden 59 Minuten. Ihm folgten seine Landsleute Dominik Weigl und Rene Stelzl. Nicole Bretting finishte als schnellste Frau in exakt 16 Stunden vor der Österreicherin Katharina Turza und der Niederländerin Linda Schonewille. Insgesamt erreichten 39 der 71 gestarteten Teilnehmer vor Mitternacht das Ziel. Der Austria eXtreme Triathlon zeigt die schönsten Seiten der Steiermark und ist Teil der internationalen Extreme Series, welche eine besondere Herausforderung bietet: Wer die Rennen in Österreich, Spanien, Italien, Tschechien und Südafrika innerhalb von drei Jahren erfolgreich „finisht“, ist ein wahrer „Extreme -Triathon-Athlete“ und darf eine besondere Trophäe sein Eigen nennen. Mit dem Finish am Dachstein hat der Tscheche Jan Prasek nunmehr bereits sein viertes Rennen ins Ziel gebracht. Auch der Termin für nächstes Jahr steht mit 25. Juni 2022 bereits fest.

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news-1723 Thu, 24 Jun 2021 08:15:11 +0200 Sicheres Betongold? https://www.derennstaler.at/detail/sicheres-betongold Recht überraschend warnte die österreichische Bankenaufsicht diese Woche vor einer Blasenbildung am heimischen Immobilienmarkt. Es sei eine deutliche Überhitzung bei den Preisen zu sehen und zudem sind viele Kreditfinanzierungen nicht mit dem nötigen Eigenkapital unterlegt. Am Ende des Tages könnte ein starker Rückgang der Immobilienpreise daher auch auf den Bankensektor durchschlagen, wenn auf breiterer Front Kredite notleidend werden.

Speziell in unserer Region sind in den vergangenen Jahren die Preise sehr stark gestiegen. Die Warnung der Aufsicht sollte ein Anlass zu sein, sich einmal Gedanken zu machen, ob das auf Dauer so weitergehen kann. Wer eine solide Finanzierung hat, im Idealfall mit einem abgesicherten Zinssatz, der kann mit einer Investition in selber genütztem Wohnraum nicht viel falsch machen. Auch die Preisentwicklung spielt in diesem Fall keine große Rolle, die Eigennutzung ist die beste Absicherung und über einen langen Zeitraum betrachtet spart Wohnraum im Eigentum immer noch gutes Geld.

Wer aber als Investition oder Altersversorgung ein Objekt erwirbt, sollte sich durchaus auch einmal die Risken vor Augen führen. Ob in der Zukunft nämlich noch Käufer oder Mieter bereit und in der Lage sind, das aktuelle Preisniveau zu bezahlen, ist keineswegs sicher. Damit ist eine solche Anlage aber ebenso ein Risiko, wie es bei anderen Anlageklassen auch besteht. Rendite erfordert eben Risiko, egal, in was man investiert.

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news-1722 Thu, 24 Jun 2021 08:14:00 +0200 Untergrimming: Wider stand gegen weiteren Steinbruch https://www.derennstaler.at/detail/untergrimming-wider-stand-gegen-weiteren-steinbruch Vom Eigenbedarf zum gewerblichen Abbau. Untergrimminger stemmen sich     weiterhin vehement gegen den geplanten Steinbruch, Schützenhilfe kommt von der Umweltorganisation NETT.

Wie bereits berichtet, soll in Untergrimming auf einem Areal von 4,2 Hektar am Fuß des Tressensteins ein Steinbruch entstehen. Die erste Verhandlung am 11. Mai wurde nach mehreren Stunden vertagt. Der Bürgerinitiative gegen den geplanten Steinbruch ist nun der Verein „NETT“ zur Seite gesprungen. „Wir kümmern uns nicht nur um Straßen, sondern allgemein um den Umweltschutz. Seit 2007 sind wir eine anerkannte Umweltorganisation“, sagt NETT-Obmann Rolf Seiser.

Abbau legalisieren

Vor zehn Jahren startete der Abbau ursprünglich nur zum Eigenbedarf eines Stallbaus. Aber daraus ist mehr geworden, führt Rolf Seiser aus. Mittlerweile sei der „Eigenbedarf“ des ansässigen Landwirts um dreißig bis vierzig Prozent überschritten, Schotter und Gestein seien verkauft worden, die Firma Danglmaier habe als Joint Venture-Partner bereits mitgearbeitet.

„Aus diesem Grund sind auch zwei Verfahren seitens der BH Liezen anhängig. Nun soll der illegale Abbau in einem größeren Maßstab legalisiert werden“, so der NETT-Obmann. Allein das Landschaftsbild würde massiv unter dem Eingriff leiden, wenn dort eine Wunde in den Berg gerissen würde. Grimming-Werbefotos könnte man dann „nur mehr aus dem Archiv holen“. Der bereits bestehende Bergbau, welcher von Mathias Mandl betrieben wird, sei verdeckt und Emissionen sowie der Abtransport würden die Einwohner kaum belasten.

Isabella Gaugl ist unmittelbare Nachbarin des geplanten Steinbruchs und Initiatorin der Bürgerinitiative. „Die Häuser sind einfach zu nah am Abbaugebiet. Die Lärm-, Staub- und Schmutzbelastung würde durch den Wind und die landschaftliche Einkesselung zusätzlich verstärkt werden“, so Gaugl. Außerdem würde der Spazierweg als Naherholungsgebiet vollkommen entwertet und gefährlich für die Schutzbefohlenen werden. Die von ihr initiierte Unterschriftenliste zählt bereits über fünfhundert Namen.

Vogelschutzgebiet und reiner Kalk

„Der Tressenstein ist ein Teil des Europaschutzgebietes, das geplante Abbaugebiet schließt unmittelbar an“, sagt der Ornithologe Heinz Kolland. „Die Vogelwarte Wörschach ist der Meinung, dass dieser Abbau ein Potenzial hat für gröbere Auswirkungen auf das Schutzgebiet“, so Kolland. Der Uhu unterliege beispielsweise einem strengen Artenschutz. Zudem wären noch einige andere geschützte Vogelarten wie der Weißrückenspecht, der Milan oder der Neuntöter ansässig, weswegen eine Naturverträglichkeitsprüfung unumgänglich sei. Heuer sei es für ein Monitoring allerdings zu spät: „Um das sachgemäß durchführen zu können, müsste man nächstes Jahr im Frühjahr starten.“

Geologe Wolfgang Riedl stellt in Frage, ob das Material dort überhaupt das ist was sich die Antragsteller erwarten. Ob der Tressenstein einen ähnlich reinen Dachstein-Kalk zu Tage bringt wie der Grimming wagt er zu bezweifeln. Wenn dem tatsächlich so wäre, „wäre das Projekt noch unnötiger als es eh schon ist“, attestiert Rolf Seiser. Eine Renaturierung würde viele Jahre in Anspruch nehmen, gibt Riedl zu bedenken. Die Bodenbildung im Kalkbereich dauert sehr lange und die Humusschicht ist sehr dünn. „Pionierpflanzen können nur mühevoll wieder Fuß fassen“, so Riedl.

Kein Antrag, kein Beschluss

Es sei die Gemeinde am Zug, sagt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher: „Bevor die Brücke dem erforderlichen Gewicht nicht standhält, ist auch keine geeignete Zufahrt gegeben.“ Deswegen wurde das Verfahren vorübergehend ausgesetzt. Im Moment sehe er jedenfalls keine Chance für eine Genehmigung, denn die alternative Strecke an den Wohnhäusern vorbei werde nicht durchgehen.

Es gebe seitens des Projektwerbers weder einen offiziellen Antrag noch eine schriftliche Anfrage an die Gemeinde, dass die Brücke adaptiert oder die Straße verbreitert werden soll, sagt der Bürgermeister von Stainach-Pürgg Roland Raninger. Deswegen wurde im Gemeinderat auch kein Beschluss vorgelegt, aber „so wie uns das Vorhaben laut Projektbeschreibung vorliegt, ist die Umsetzung für die Bevölkerung nicht zumutbar.“ Der Gemeinde wurden bereits Unterschriftenlisten übermittelt und es gab viele persönliche Gespräche wo die Befürchtungen der Anrainer mitgeteilt wurden. „In Anbetracht der Projektbeschreibung teilen wir die Bedenken voll und ganz“, so Raninger.

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news-1721 Thu, 24 Jun 2021 08:12:35 +0200 Österreichzentrum präsentiert Grundlagen im Umgang mit dem Wolf https://www.derennstaler.at/detail/oesterreichzentrum-praesentiert-grundlagen-im-umgang-mit-dem-wolf Nach intensiver Verfolgung haben Schon- und Schutzvorschriften den Wiederaufbau einer europäischen Wolfspopulation ermöglicht. Das Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs zeigt Wege auf, wie eine Koexistenz von Wolf und Mensch gelingen kann.

Der Wolf kehrt zurück. Während sich das scheue Wildtier in Nachbarländern wie Italien und Deutschland bereits niedergelassen hat, nutzt es Österreich bislang eher zur Durchreise. Eine der wenigen Ausnahmen bildet das bereits 2016 nachgewiesene Wolfsrudel in Allentsteig in Niederösterreich. Trotzdem: „In Österreich ist jederzeit und überall mit einem Wolfauftreten zu rechnen“, weiß Geschäftsführer Albin Blaschka vom Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs mit Standort in Raumberg-Gumpenstein. Für den Mensch sei der Wolf zwar ungefährlich, betont Blaschka, vor neuen Herausforderungen stehe man trotzdem. Hauptgrund dafür ist das Fressverhalten des großen Beutetiers. Auf seinem Speiseplan stehen bevorzugt Schalenwildtiere wie Reh, Rothirsch und Wildschwein. Während Rinder nur selten angegriffen werden, gehören Schafe und Ziegen zu den gefährdeten Nutztieren. In den vergangenen zehn Jahren waren es österreichweit 1077 Schafe, die von Wölfen gerissen wurden. Präventive Maßnahmen sind gefragt.

Gemeinsame Standards

Vor zwei Jahren gegründet, leistet das Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs einen wesentlichen Beitrag zu einer möglichst konfliktfreien Koexistenz mit den großen Beutegreifern. „Aufgrund der Situation haben wir uns in dieser Zeit hauptsächlich mit dem Wolf beschäftigt“, sagt Blaschka, denn allein im vergangenen Jahr haben sich zwischen 30 und 50 Wölfe zumindest vorübergehend in Österreich aufgehalten. Neben der Ausbildung von Rissbegutachtern, dem Beutegreifer-Notfallteam und Schulungen sowie Informationsgebung zum Thema Herdenschutz hat das Österreichzentrum einen Grundlagenkatalog für Wolfsmanagement erstellt. Das Ergebnis konnte diese Woche präsentiert werden. Man habe das Rad nicht neu erfunden, sagt Blaschka, sondern bereits bestehende Empfehlungen aktualisiert und durch gewonnene Erfahrungen der vergangenen acht Jahre ergänzt. Eine Zeitspanne, in der die Ausbreitung des Wolfes massiv zugenommen habe, so der Geschäftsführer: „Ziel dieser Maßnahme ist es, einen gemeinsamen Standard festzulegen, auf dem die einzelnen Bundesländer ihre Wolfsmanagementpläne erstellen können.“ Unter anderem werden Themen wie Herdenschutzmaßnahmen, Vorgehen im Schadensfall, Schadenskompensation und Prävention ausführlich behandelt, denn ein österreichweit einheitliches Vorgehen gibt es bislang nicht. Auch bei der Entschädigung betroffener Landwirte gehen die Bundesländer eigene Wege. Während Wolfsrisse in der Steiermark durch einen Versicherungsschutz abgedeckt sind, hat Kärnten einen eigenen Fonds eingerichtet. In Salzburg sind Entschädigungen durch das Landesbudget abgedeckt. Auch in diesem Punkt wird ein einheitliches Vorgehen angestrebt. Eine Arbeitsgruppe, die sich speziell mit diesem Thema beschäftige, sei bereits erstellt worden, so Blaschka.

Präventiver Herdenschutz

Von der Möglichkeit Nutztiere zu reißen, sind Wölfe zwar nicht abhängig, werden jedoch die Gelegenheit nutzen, wenn sie auf ungeschützte Tiere stoßen. Rund 40 Prozent der Risse passieren auf Heim- oder Talweiden. Ein Bereich, der sich für die Absicherung durch Herdenschutzzäune optimal eigne, so Blaschka. Wesentlich schwieriger gestaltet sich der Schutz auf Almen. „Nicht alle Maßnahmen sind überall möglich“, sagt Blaschka, weshalb es vor jedem Einsatz eine Abklärung lokaler Gegebenheiten brauche. Neben stromführenden Zäunen mit zusätzlichen Litzen und Netzen bilden Herdenhunde und Hirten einen wesentlichen Teil der Schutzmaßnahmen für Weidetiere. In Kooperation mit dem EU-geförderten Projekt „LifeStockProtect“ ermöglicht das Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs die Ausbildung von Herdenschutzberatern und erarbeitet Grundlagen und Standards für die Zucht und den Einsatz von Herdenschutzhunden.

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news-1720 Thu, 24 Jun 2021 08:11:12 +0200 Ausbau der Nahversorgung https://www.derennstaler.at/detail/ausbau-der-nahversorgung Nahversorgung, regionale Produkte und Ortskernbelebung – das neu eröffnete „Regional-Regal“ in Ardning ist mit Michaelerberg-Pruggern ein Pilotprojekt des RML.

Für zahlreiche Gemeinden in ländlichen Gebieten sind leerstehende Ortskerne und der Verlust der Infrastruktur ein ernstzunehmendes Thema. Als Pilotgemeinden für das neue Nahrversorgungskonzept stellten sich Ardning und Michaelerberg-Pruggern zur Verfügung. Der Grundstein für das Projekt wurde bereits im Jahr 2019 gelegt. Für die Umsetzung und Koordination zeichnet das RML verantwortlich. Betreiber ist Markus Trafella, welcher die beiden Läden eigenständig führt. „Damit Orte und Regionen lebendig sind, benötigen sie eine Nahversorgung. Auch für Bevölkerungsgruppen, die nicht mobil sind, sind die Läden eine wichtige Einrichtung. Ich freue mich auch, dass ihr den Leerstand genutzt habt“, sagt Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl bei der Eröffnung.

Das Ziel ist es, Menschen vor Ort zu ermöglichen, regionale Produkte und Güter des täglichen Bedarfs auf kurzem Weg zu besorgen. Ardning und Michaelerberg-Pruggern entschlossen sich, leerstehende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen bzw. ein neues Gebäude zu errichten. In Ardning findet sich das Regional-Regal in der ehemaligen Raiffeisenbank, welches sich im Eigentum der Gemeinde befindet. In Michaelerberg-Pruggern wurde im Herbst 2020 in direkter Nachbarschaft zum Gemeindeamt mit dem Bau eines neuen Gebäudes in Holzbauweise begonnen. Ausgestattet mit einem modernen Bezahlsystem, kann in bar, per Bankomat-, Kreditkarte oder mit einem Gutschein bezahlt werden. Das System bietet Bedienung mittels Strichcode, Handeingabe oder Wiegefunktion. Die Selbstbedienungsläden sind außerdem mit einem intelligenten Überwachungssystem ausgestattet. Die angebotenen Produkte und Güter stammen so weit wie möglich aus der Region, darunter Fleisch, Fisch, Wurst- und Milchprodukte, Eier, Getreide, Reis sowie Gebäck, frisches Obst und Gemüse. „Hier sind so viele Aspekte des regionalen Denkens drinnen. Es geht um kurze Transportwege und hochwertige Qualität“, freut sich Landesrätin Ursula Lackner.

Mehrere Standorte und Online-Bestellung

Um die Nahversorgung auch in anderen Gemeinden sicherzustellen, ist die laufende Ausweitung des Modells auf weitere Verkaufsstandorte – entweder als Selbstbedienungsläden oder in Form von Shop-in-Shop-Lösungen in bestehenden Nahversorgern – angedacht. In einer weiteren Projektphase ab 2022 sollen die regionalen Produkte zusätzlich um eine bezirksweite Hauszustellung über eine Online-Bestellplattform erweitert werden. In dezentralen Gebieten, in denen sich die Zustelltour bis vor die Haustüre nicht lohnt, definiert man zusätzlich Sammelpunkte, an denen die „Regionalkisterl“ abgeholt werden können.

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news-1719 Thu, 24 Jun 2021 08:09:12 +0200 Gröbming: Programmieren und Robotik für Kinder und Jugendliche https://www.derennstaler.at/detail/groebming-programmieren-und-robotik-fuer-kinder-und-jugendliche Am Areal der WKO-Servicestelle Gröbming findet von 26. bis 30. Juli erstmalig eine
„Active Coding Week“ für sieben- bis 15-jährige „Tüftler“ statt.

Das Talentcenter der WKO Steiermark veranstaltet dies in Kooperation mit der Regionalstelle Ennstal/Salzkammergut. Die Kinder und Jugendlichen können gemeinsam mit jungen Trainern in die Welt des Programmierens eintauchen und mit einfachen Programmiersprachen und Robotikelementen, wie beispielsweise Pocket Code, Scratch, Unity 3D, Plugins für Minecraft, Legostadt, etc. Schritt für Schritt lernen, wie man Videos dreht oder eine App startet. Dabei sind nicht nur Kreativität, sondern auch Hirnschmalz und Fantasie gefragt. Damit sich die jungen Tüftler nicht nur durch die virtuelle Welt bewegen, gibt es auch für die reale Welt ein abwechslungsreiches Sportprogramm. Hier stehen coole Trend- und Summersports, Natur- und Abenteuer, Fun und Teamsports, international Sport, Bewegungskünste und Zirkus, Fitness und Gesundheit, Summerdance uvm. am Plan. „Nach dem großen Erfolg der ,Active Coding Weeks‘ am Areal der WKO Steiermark freut es uns besonders, dass wir dieses Angebot heuer zum ersten Mal auch in Gröbming anbieten können. Diese Woche bietet den Jugendlichen nicht nur Freiraum für ihre Kreativität, sondern auch die Möglichkeit Interessen zu finden, fördern oder auch ganz neu zu entdecken und kann bereits eine erste Hilfestellung für die spätere Berufswahl sein“, so Christian Hollinger, Regionalstellenleiter der WKO Ennstal/Salzkammergut.

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