Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Wed, 16 Jun 2021 09:06:12 +0200 Wed, 16 Jun 2021 09:06:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-1713 Thu, 10 Jun 2021 08:47:39 +0200 Grundpfeiler der Demokratie https://www.derennstaler.at/detail/grundpfeiler-der-demokratie Durch den Ibiza-Untersuchungsausschuss wurde der Vorsitzende der staatlichen Beteiligungsholding Thomas Schmid zu Fall gebracht, letztendlich wegen empörender Kurznachrichten, die nichts mit seinem Job zu tun haben. Die Umstände seiner Bestellung sind zwar durchaus fragwürdig, haben aber letztlich nicht den Ausschlag zum Rücktritt gegeben. Die Frage, inwiefern es berechtigt ist, jemanden durch die Veröffentlichung privater und keineswegs strafbarer Unterhaltungen publikumswirksam hinzurichten, wird die Gesellschaft beantworten müssen. Immerhin ist im Zusammenhang mit der Corona-App und dem grünen Pass der Datenschutz gerade in aller Munde. Völlig zu Recht wurde hier die Verknüpfung von Daten aus mehreren Quellen untersagt, um die Privatsphäre der Menschen nicht zu gefährden. Ähnliche Schutzmechanismen gibt es etwa auch bei der Telefonüberwachung oder dem Bankgeheimnis. Schließlich bedroht die Digitalisierung des Lebens die Privatsphäre und damit einen Grundpfeiler der Demokratie immer stärker.

Nur wer sich sicher sein kann, dass Privates letztlich auch privat bleibt, lebt in einer freien demokratischen Gesellschaft. Wird dies in Frage gestellt, ist man am direkten Weg zum Überwachungsstaat, was letztlich immer noch in einer Diktatur geendet hat. Hier muss klar die Grenze gezogen werden, dass alles, was nicht unmittelbar strafrechtlich relevant ist, auch nicht an die Öffentlichkeit gelangen kann. Das sollte allen Akteuren wichtiger sein,  als der kurzfristige innenpolitische Erfolg, denn Datenschutz ist ein Grundpfeiler der Demokratie.

]]>
news-1712 Thu, 10 Jun 2021 08:45:43 +0200 Droht Liezens Shopping Night das Aus? https://www.derennstaler.at/detail/droht-liezens-shopping-night-das-aus Heuer wird es keine Shopping Night geben. Ob das Großevent rund um Liezens Handelsbetriebe in den nächsten Jahren fortgesetzt wird, bleibt vorerst ungewiss.

Shoppen bis 22 Uhr, begleitet mit Live-Konzerten und gastronomischen Schmankerln: Liezens Shopping Night ist eines der wichtigsten Highlights im Veranstaltungsprogramm der Bezirkshauptstadt. „Einkaufen am Abend, das hat schon ein gewisses Flair. Wir haben Vielfalt und ein entsprechendes Rahmenprogramm geboten, was von den Kunden sehr geschätzt wurde“, sagt Stadtmarketing-Chef Hartwig Strobl. Rund einhundert Betriebe haben sich bislang am Dauerbrenner „Shopping Night“ beteiligt, ein Großteil davon mit speziellen Aktionen oder Rabatten. Ein Konzept, das ankommt: Zwischen acht- und zehntausend Schnäppchenjäger pilgerten zu jeder Shopping Night in die Bezirkshauptstadt. „Ein wichtiger Tag für Liezens Handelsbetriebe, an dem sie im Vergleich zu einem normalen Freitag zwischen 50 und 100 Prozent mehr Umsatz gemacht haben“, betont Strobl. Indem die Veranstaltung auf Herbst verschoben und in abgespeckter Form ausgetragen wurde, konnte die Shopping Night trotz Corona-Pandemie auch im Vorjahr stattfinden, wo sie ihr 15-jähriges Bestehen feierte. „Wir wollten sie nicht einfach ausfallen lassen, sondern ein Zeichen sowohl für den Handel als auch für die Menschen setzen, denen wir unter schwierigen Bedingungen versucht haben, Unterhaltung zu bieten“, so Strobl. Auch heuer war klar: „Der gewohnte Termin Anfang Juni wird nicht funktionieren“, sagt der Stadtmarketing-Chef. Schließlich soll die Corona-bedingte Obergrenze bei Veranstaltungen erst am 1. Juli fallen. Eine Verschiebung der Veranstaltung sei also auch in diesem Jahr angedacht gewesen, bestätigt Strobl: „Wir wollten die Shopping Night zeitgleich mit dem Beginn der Sommerbühne am 2. Juli durchführen.“ Dieser Terminvorschlag sei jedoch von der Centerleitung des Einkaufszentrums ELI abgelehnt worden, so Strobl: „Ohne ELI macht es keinen Sinn, die Veranstaltung durchzuführen“, erklärt der Stadtmarketing-Chef. ELI-Centermanagerin Daniela Schlemmer sagt dazu: „Wir müssen uns die Situation anschauen, wie sich Corona entwickelt und konzentrieren uns deshalb auf den Herbst, wo wir unseren fünften Geburtstag feiern. Nächstes Jahr hätten wir schon vor, diese gelernte Shopping Night im ELI wieder aufzugreifen.“ In diesem Jahr ist Liezens Shopping Night somit abgesagt. Ob es eine generelle Fortsetzung der klassischen Shopping Night geben wird, ist jedoch fraglich: „Früher war die Shopping Night eine klassische Innenstadtveranstaltung, sowohl im Themen- als auch im Handelsbereich. Doch die Kompaktheit von Liezens Handelsstruktur hat sich aufgelöst. Heute haben wir eher Einkaufsinseln. Durch diese neue Handelslandschaft, die sich in Liezen entwickelt hat, muss man auch das Format der Shopping Night überdenken“, so Strobl, der überdies zu denken gibt: „Dazu gesellt sich aber auch die Frage, ob es Aufgabe der neuen Erlebnisregion Gesäuse ist, eine Shopping Night in Liezen durchzuführen? Das lässt sich erst klar beantworten, wenn der Verband gegründet, die Kommission gewählt, der bzw. die Geschäftsführer bestellt und die Projekte samt Budget definiert sind, was nicht vor Jänner 2022 sein wird, so meine ich.“

]]>
news-1711 Thu, 10 Jun 2021 08:42:29 +0200 Landeshauptmann tourte durch den Bezirk Liezen https://www.derennstaler.at/detail/landeshauptmann-tourte-durch-den-bezirk-liezen Unter dem Motto „Mit Zuversicht in die Zukunft“ besuchte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, gemeinsam mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg, LAbg. Bgm. Armin Forstner und NAbg. Corinna Scharzenberger kürzlich den Bezirk Liezen.

Die Sorgenfalten vieler Bürger sind in den vergangenen 14 Monaten groß geworden. Ganz bewusst hat die Steirische Volkspartei daher das Jahresmotto „Zuversicht“ ausgewählt. „In den nächsten Wochen werden wir eine Tour durch alle Bezirke absolvieren und vor Ort auf die Anliegen und Sorgen der Bewohner eingehen, Lösungen besprechen und wollen ihnen jene Zuversicht schenken, die gerade jetzt besonders wichtig ist“, erklärt Eisel-Eiselsberg. Die Stippvisite nutzte Schützenhöfer in Aigen im Ennstal für ein „Konjunkturgespräch“ mit Meinungsbildnern aus der Region aus verschiedenen Branchen. Mit dabei waren Christian Heigl, Geschäftsführer von Georg Fischer Altenmarkt, Thomas Schnitzer vom Autohaus Schnitzer, Gastronom Josef Fritz vom „Kirchenwirt“ in Aigen, die Pensionistin Helga Töchterle, Landwirtin Sonja Grießebner, Betriebsrat Andreas Zeiler und Allgemeinarzt Wilhelm Pintar. Gesprochen wurde unter anderem über den Fachkräftemangel, der sich durch zahlreiche Branchen zieht, sowie den Mangel an Rohstoffen, bedingt durch die Coronakrise. Ein Anliegen war auch die Energieversorgung. Als Beispiel wurde die fehlende Erdgasleitung von Liezen nach Sankt Gallen angesprochen.

Im Anschluss an das Konjunkturgespräch stand ein Besuch der Kinderkrippe in der Gemeinde Irdning-Donnersbachtal am Programm, wo die Funktionäre von Bgm. Herbert Gugganig in Empfang genommen wurden. Durch den steigenden Bedarf an Kinderbetreuung wurden die Räumlichkeiten im Gartengeschoß adaptiert. Umgesetzt werden konnte das Projekt durch Unterstützung des Landes.

Ihren Abschluss fand die Zuversichtstour in Stainach-Pürgg bei der Tierfreund KG. Markus Gerharter, Vorstandsvorsitzender der LGE Landgenossenschaft Ennstal, stellte das Unternehmen vor. Die Tierfreund KG mit Geschäftsführer Martin Würfel hat sich auf die Herstellung von Premium-Tiernahrung spezialisiert und wurde 1996 gegründet. Im Jahr 2015 wurde das Werk neu gebaut, im heurigen Jahr werden rund 8,5 Millionen in die Erweiterung der Lager- und Produktionsflächen investiert. Derzeit sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, das Unternehmen kann einen jährlichen Gewinn von 25 Millionen Euro aufweisen. Für den Landeshauptmann gab es abschließend eine Führung durch die Produktion.

]]>
news-1710 Thu, 10 Jun 2021 08:35:55 +0200 Ausstellung: „111 Jahre insa Schladminger Bier“ https://www.derennstaler.at/detail/ausstellung-111-jahre-insa-schladminger-bier Im Bruderladenhaus, dem Stadtmuseum der Stadt Schladming, wurde am Montag die Ausstellung über die Geschichte der Brauerei Schladming eröffnet.

Anhand verschiedener Objekte, Bilder, Festschriften und Videos wird der Weg der Brauerei seit dem Bestehen gezeigt. Auch kann das Original-Mitgliedsbuch des Gründers Mathias Gföller – eine Leihgabe seines Urenkels Manfred Mehlo – besichtigt werden. Zu sehen ist außerdem die starke Verbindung zwischen der Brauerei und der Stadt Schladming und deren Gemeindebürger in historischer, aber auch aktueller Sicht. Die Ausstellung geht bis Herbst 2021.

Der Grundstein dafür wurde von Heribert Thaller gelegt. Er hat anlässlich der 100-Jahr-Feier der Brauerei Schladming seine gesammelten Werke über die Geschichte der Brauerei den Besuchern der Feierlichkeit gezeigt. Bei Gesprächen zwischen dem Stadtmuseum und der Brauerei wurde beschlossen, dass diese Geschichte eine Sonderausstellung wert ist. Astrid Perner vom Stadtmuseum Schlad­ming und Ingeborg Höflehner, Vorstand der Ersten Alpenländischen Volksbrauerei Schladming, haben zu den bestehenden Werken noch die vergangenen zehn Jahre der Brauerei gemeinsam aufbereitet. Die ganze Ausstellung wurde auf den kleinen Rahmen des Stadtmuseums abgestimmt und modern aufbereitet. Der Ausstellungsort ist im Stadtmuseum der Stadt Schlad­ming, welches sich im Bruderladenhaus befindet. Die genauen Öffnungszeiten sind auf der Webseite des Stadtmuseums unter museum.schladming.at
zu finden.

]]>
news-1709 Thu, 10 Jun 2021 08:34:07 +0200 Perfekter Start in die Tennis-Bundesliga https://www.derennstaler.at/detail/perfekter-start-in-die-tennis-bundesliga Souveräner Sieg des Irdninger Landesliga-Teams gegen Titelmitfavorit.

Mit zwei Heimsiegen startete das ATV RE-Team future Irdning 1 perfekt in die neue Bundesligasaison. Zum Auftakt am Fronleichnamstag feierte die Mannschaft gegen TC Harland 1 einen souveränen 9:0-Sieg, wobei Denis Novak und Co. insgesamt nur einen Satz abgaben. Am vergangenen Samstag stand für die Irdninger Tenniscracks mit der Partie gegen den Wiener Athletiksport-Club eine von der Papierform her gesehen schwierige Aufgabe ins Haus. Das Irdninger Einserteam setzte sich schlussendlich aber auch gegen den Vize-Staatsmeister des Vorjahres mit 6:3 durch und unterstrich damit eindrucksvoll die Anwartschaft auf den Meistertitel. Nach der knappen Niederlage von Gerald Melzer und dem Sieg von Mats Moraing konnte Jürgen Melzer nach einem Rückstand von 2:6 und 2:5 die Partie gegen Lucas Krainer mit viel Routine noch drehen und im Champions-Tiebreak mit 10:6 gewinnen. Pascal Brunner sorgte dann mit einem klaren Sieg für eine schnelle 3:1-Führung. In weiterer Folge behielt Lucas Miedler in einem hart umkämpften Match gegen Lenny Hampel die Oberhand und Filip Misolic feierte gegen Doppelspezialist Sam Weissborn nach einem Satzrückstand noch einen Erfolg. Weniger Glück hatten Mats Moraing und Gerhard Melzer im Doppel, als sie nach einer 6:4- und 5:4 -Führung leider noch knapp im Champions-Tiebreak verloren. Klarer fiel die Niederlage im 3er-Doppel von Brunner/Lang aus. Jürgen Melzer und Lucas Miedler siegten letztendlich in einem hochklassigen Doppel gegen Weissborn/Hampel und bescherten dem ATV Irdning damit einen 6:3-Erfolg. „Es war ein nervenaufreibender Tennistag mit unglaublichen Ballwechseln und spannungsgeladen Spielen. Wir freuen uns über den 6:3-Erfolg“, so Teammanager Erich Reisinger. „Komenden Samstag in Radstadt bedarf es wiederum einer so guten Mannschaftsleistung, um den Weg ins Final-Four zu ebnen“, ergänzte Reisinger.

Toll war auch, dass sich die Bundesligastars am vergangenen Freitag im Rahmen des Kids-Day die Zeit nahmen, um mit den rund 25 Kindern und Jugendlichen über eine Stunde lang zu trainieren. Neben persönlichen Gesprächen und wertvollen Tipps für die Kids standen auch eine Autogrammstunde und ein Fototermin auf dem Programm. „Es war irrsinnig schön zu sehen, welche Freude unsere Youngsters hatten, um mit Spielern wie Jürgen Melzer oder Mats Moraing trainieren zu können und welchen Spaß auch das gesamte Bundesliga-Team dabei hatte“, so Alexander Jagersberger und Jugendwart Gregor Köberl unisono. Die zweite Mannschaft des ATV Irdning feierte gegen Titelmitfavorit KSV Kapfenberg einen überlegenen 8:1-Sieg und machte damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung steirisches Final-Four.

Am morgigen Samstag steht für das Irdninger Zweierteam auswärts das Spitzenspiel gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen Tenniscub LUV Graz auf dem Programm. Erfreuliches gibt es auch von der Jugend des ATV Irdning zu berichten. Die U15-Mannschaft konnte in Selzthal ihren zweiten klaren 3:0-Sieg in Folge feiern und das U13-Team bestritt am vergangenen Wochenende seine Meisterschaftspremiere.

]]>
news-1708 Wed, 02 Jun 2021 10:48:43 +0200 Das Inflationsgespenst https://www.derennstaler.at/detail/das-inflationsgespenst Nach letzten Berechnungen steigt die Inflation deutlich an, in Österreich und Deutschland sogar Richtung drei Prozent. Das liegt primär an den vor einem Jahr sehr niedrigen Energiepreisen, aber auch in einigen anderen Bereichen wie der Bauwirtschaft, verschiedensten Rohstoffen und Computerchips sind deutliche Preissteigerungen zu beobachten. Aktuell ist das kein Problem, die Inflation wird sich wohl so um den Zielwert von zwei Prozent einpendeln. Auf längere Sicht könnte uns die Teuerung allerdings massive Probleme bescheren. Denn so wichtig die massive Unterstützung von Wirtschaft und Konsum in der Coronakrise war, so sehr birgt sie für die Zukunft massive Risiken. Rundum ist ungesund viel Geld im Umlauf, das nach Anlagemöglichkeiten sucht. Das treibt die Kurse von Rohstoffen ebenso wie jene von Aktien, während Staatsanleihen aufgrund der Käufe durch die Notenbanken beinahe bei null rentieren.

Wenn es in einem solchen Umfeld zu deutlicher Inflation kommt, wird es problematisch. Zinserhöhungen zum Gegensteuern sind auf Grund der stark verschuldeten Staaten kaum möglich, womit die Enteignung der Sparer nochmals massiv beschleunigt wird. Und die Notenbanken haben keine Möglichkeit zu reagieren. Deswegen sollte man schon jetzt darüber nachdenken, wie man aus der Geldschwemme wieder herauskommt, damit zumindest mittelfristig wieder ein normales Zinsniveau erreicht wird. Denn auf Dauer wird das Experiment Nullzins nicht zu halten sein, ohne dass es zu massiven wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verwerfungen kommt.

]]>
news-1707 Wed, 02 Jun 2021 10:47:24 +0200 Steiermark will führende Mountainbike-Region werden https://www.derennstaler.at/detail/steiermark-will-fuehrende-mountainbike-region-werden Die Strecken digitalisieren und das Angebot ausbauen: Mountainbike-Koordinator Markus Pekoll hat große Pläne. Als ersten Schritt soll die steirische Bike-Mappe für Bewusstseins  bildung schon beim Fahrradkauf sorgen.

Seit 15. Februar ist Ex-Profi Markus Pekoll der erste Mountainbike-Koordinator der Steiermark. In diesen Wochen hat sich gezeigt: Der Mountainbike-Boom ist ungebrochen, Bewusstseinsbildung deshalb wichtig. Ein erster Schritt wurde nun mit der steirischen Bike-Mappe gesetzt, die in Kooperation mit dem Landes-Sportressort, den steirischen Sportartikelhändlern, der ARGE Fahrrad und dem LINES-Mountainbike-Magazin gestaltet wurde. Die Erstauflage umfasst 35.000 Exemplare. Verteilt werden sie über die steirischen Sporthändler.

 

Regeln für Radfahren im Wald

Der sichere und konfliktfreie Start in den Mountainbike-Sport soll unter anderem durch Informationen über das Radfahren im Wald, die zentralen Sicherheitsregeln und einen Überblick der wichtigsten Ausdrücke des Bike-Slangs erleichtert werden. „Das Angebot an Mountainbike-Strecken kann mit der enormen Nachfrage derzeit noch nicht Schritt halten. Gerade weil es dadurch oft eng wird im Wald, ist es uns ein wichtiges Anliegen, gemeinsam erste Schritte zu setzten, die zu einem wertschätzenden Umgang unter allen Beteiligten aus Freizeitsport, Land-, Forst- und Jagdwirtschaft beiträgt“, betont Mountainbike-Koordinator Markus Pekoll. Die neue Mappe punktet jedoch nicht nur mit Inhaltlichem, sondern bietet auch ausreichend Platz, um alle nötigen Unterlagen rund um das Lieblingssportgerät zu verstauen. So können Rechnung, Bedienungsanleitungen und Servicepässe geordnet aufbewahrt werden. Die Mappe enthält auch wichtige Tipps, um Dieben kein allzu leichtes Spiel zu machen. Immerhin werden in Österreich etwa 55 Fahrräder pro Tag gestohlen.

 

Streckennetz digital abrufbar

Neben der notwendigen Bewusstseinsbildung liegt der Fokus des neuen Mountainbike-Koordinators auf der Erfassung des Bike-Netzes. Nach der Erhebung werden nun die Streckendaten im Geoinformationssystem (GIS) genau verortet und eingezeichnet. So kann das legale Streckennetz schon bald exakt und voll digitalisiert abgerufen werden. Steiermarkweit existieren 194 offizielle Mountainbike-Routen und hochgerechnet rund 1350 Kilometer an freigegebenen Forststraßen. Da sich jedoch zahlreiche Wege überschneiden und beträchtliche Teile davon über asphaltierte Straßen und Wege führen, liegt die Gesamtzahl der Routen-Kilometer deutlich höher. Die erhobenen Streckendaten umfassen ebenso das Angebot von 13 öffentlichen Mountainbiketrails mit insgesamt 23,6 Kilometern, die ohne Liftunterstützung auskommen. Die Bikeparks in der Steiermark verfügen über 36 Trails mit 63,5 Kilometern Länge und das in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Um dem bestehenden Bedarf gerecht zu werden, sollen nun Angebote in den urbanen Gebieten geschaffen werden: „Wir sind bereits auf einem guten Weg, wenngleich uns natürlich bewusst sein muss, dass die kontinuierliche Schließung der Lücke zwischen vorhandener Streckeninfrastruktur und Nachfrage nur langfristig gelingen kann. Doch mit jedem umgesetzten Projekt, kommen wir unserem ambitionierten Ziel, die Steiermark zu einer der führenden Mountainbike-Regionen Europas zu machen, einen Schritt näher“, sagt Sportlandesrat Christopher Drexler.

 

Neue Ansätze nötig

„Mountainbiken muss neu gedacht werden. Es braucht unterschiedlichste Ansätze für die Steiermark, so unterschiedlich wie auch unsere landschaftlichen und demografischen Gegebenheiten sind“, betont Mountainbike-Koordinator Markus Pekoll. „Abgesehen davon, dass die Diskussion um eine abschnittsweise Öffnung von Forststraßen stets von zahlreichen Interessen, Vorbehalten und Emotionen begleitet ist, liegt darin auch nicht die Lösung für den bestehenden Mangel an Bike-Strecken“, ist Pekoll sicher, der einen Angebots-Mix, welcher die unterschiedlichen Anforderungen von Bikern mit den Interessen der Land- und Forstwirte, Grundbesitzer und anderen Naturnutzer in Einklang bringt, forcieren will. Als Vorbilder zieht Pekoll Länder wie Schottland, Wales, Tschechien, Polen und die Slowakei heran. Diese würden trotz intensiver Forstwirtschaft mit klaren Angeboten für Mountainbiker überzeugen, so der Mountainbike-Koordinator.

 

Gemeinsam zur führenden Bike-Region

Nach abgeschlossener Erhebung und Digitalisierung des vorhandenen Streckennetzes soll eine einheitlichen Beschilderung von Mountainbike-Strecken vorangetrieben werden. Für die Schaffung eines bedarfsgerechten Angebots ist eine strategische Planung der nötigen Bike-Infrastruktur in allen steirischen Regionen geplant. Dabei stünde der offene Dialog mit Interessenten wie Privatpersonen, Vereinen, Gemeinden und Regionen im Vordergrund, die mit Unterstützung des neuen Mountainbike-Koordinators entsprechende Projekte aufsetzen und weiterentwickeln wollen. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viel an Aufbauarbeit und Bewusstseinsbildung unserem Mountainbike-Koordinator schon in wenigen Monaten im Amt gelungen ist. Es liegt noch ein beträchtlicher Weg vor uns, aber mit jedem umgesetzten Projekt, kommen wir unserem ambitionierten Ziel, die Steiermark zu einer der führenden Mountainbike-Regionen Europas zu machen, einen Schritt näher“, betont Sportlandesrat Christopher Drexler.

]]>
news-1706 Wed, 02 Jun 2021 10:46:11 +0200 Ennstaler Steirerkas in Graz präsentiert https://www.derennstaler.at/detail/ennstaler-steirerkas-in-graz-praesentiert Nach 21 Tagen Wartefrist ist es offiziell: Auf den Ennstaler Steierkas darf nun die Plakette zum EU-Herkunftsschutz geklebt werden. Grund genug, die regionale Köstlichkeit in der Grazer Burg zu verkosten.

Mit der gelb-roten EU-Herkunftsplakette ist die geschützt geografische Ursprungsbezeichnung schon auf den ersten Blick erkennbar. Ein wichtiger Anlass, um diese stark von der Region geprägte und ausgezeichnete Ennstaler Spezialität auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und LH-Stv. Anton Lang vorzustellen. Dazu waren Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher und EU-Herkunftsschutz-Initiatorin Marianne Gruber zur Verkostung in die Landeshauptstadt gereist. „Wir können stolz auf unsere steirischen Produkte sein“, sagt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, denn „sie stehen für Regionalität und Qualität. Umso wichtiger ist der EU-Herkunftsschutz, mit dem nun auch der Ennstaler Steirerkas ausgezeichnet wurde. Damit ist die Herkunft für die Konsumenten transparent und eindeutig sichtbar.“ Auch Franz Titschenbacher zeigt sich zufrieden: „Die Steiermark ist Spitzenreiter bei den von der EU-geschützten Lebensmitteln. Fünf der 19 von der EU geschützten Produkte kommen aus der Steiermark“, so der Landwirtschaftskammer-Präsident, der bereits am nächsten Projekt feilt: „Wir arbeiten derzeit daran, für die steirische Apfelsorte Kronprinz Rudolf den EU-Herkunftsschutz zu bekommen und hoffen, dass es bald soweit ist.“

]]>
news-1705 Wed, 02 Jun 2021 10:44:54 +0200 Reiteralm startet in die Sommersaison https://www.derennstaler.at/detail/reiteralm-startet-in-die-sommersaison Umfangreiches Angebot für Naturliebhaber, Sportler und die ganze Familie. Ab Juli ist der Preunegg-Jet erstmals täglich in Betrieb.

Gestern, Donnerstag, startete die Reiteralm in die Sommersaison. Vorerst ist der Preunegg-Jet am Wochenende von Freitag bis Sonntag in Betrieb, ab Juli dann täglich (8.45 bis 17 Uhr). Die Reiteralm besticht im Sommer einerseits mit der herrlichen Naturlandschaft, mit dem direkten Panoramablick zum Dachsteinmassiv, mit dem einzigartigen Reiteralm-Spiegelsee, zahlreichen Wanderwegen und andererseits mit den abwechslungsreichen Zusatzangeboten. Erwähnt seien hier die sportlichen Bike-Trails für die ganze Familie, das große Kinderangebot, Themenweg Stille Wasser, Klettersteig Franzi und der beliebte Panoramaplatz „Steirerherz“ und vieles mehr. Direkt ab Schladming über Rohrmoos ist der Wander- und Bike-Bus im Einsatz, ab Ramsau über Pichl gelangen die Gäste ebenfalls direkt zur Talstation Preunegg Jet. Das Riesentrampolin „XL-Jump“ und der „Windel-Wagerl-Weg“ bieten sich speziell für einen abwechslungsreichen Familienausflug an.

„Wir sind voll motiviert und freuen uns auf den Bergsommer. Auch heuer werden wir die Gäste mit unseren einzigartigen, umfangreichen Angeboten begeistern. In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen auf der sommerlichen Reiteralm“, so Daniel Berchthaller, Geschäftsführer Reiteralm-Bergbahnen.

]]>
news-1704 Wed, 02 Jun 2021 10:43:27 +0200 Der schönste Alpenmarathon https://www.derennstaler.at/detail/der-schoenste-alpenmarathon Am 4. September startet zum fünften Mal in Folge der Trailrun „Torlauf Dachstein“ in Ramsau.

Als „Geheimtipp unter den Trailrunning-Events“ bezeichnen die Veranstalter den Torlauf Dachstein. Der Halbmarathon zieht sich quer durch die Ramsau und geht bis auf 1100 Höhenmeter. Eine echte Herausforderung bietet der Marathon, welcher bis auf 2500 Höhenmeter quer über den Dachstein führt. Die anspruchsvolle Route führt an den Hochgebirgsalmen Silberkarhütte, Guttenberghaus, Türlwandhütte und der Walcheralm vorbei. Die einzigartige Umgebung machen diese Trailrunning-Competition für jeden Läufer zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nicht ohne Grund nehmen jährlich zahlreiche Weltklasse-Athleten, Weltmeister, Olympiasieger und Profi-Sportler die Trainingsherausforderung des Dachsteins an. „Wir begegnen in der Ramsau täglich so vielen Hobby- und Spitzensportlern. Wir möchten diesen Athleten eine Möglichkeit bieten, um sich untereinander herauszufordern und zu messen – aus Freude am Sport und der Leidenschaft für das Naturwunder Dachstein“, so Hauptsponsor und Organisator „Ski-Willy“ Wieser. Im Gegensatz zu den „Cityruns“ läuft man bei den „Trailruns“ auf kleinen Pfaden, Steinen, in Schlamm, auf Gras und manchmal sogar auf Schnee. Anmeldungen sind bereits jetzt unter torlauf-dachstein.info oder bei Ski-Willy möglich.

]]>
news-1703 Thu, 27 May 2021 08:35:02 +0200 Wirtschaft in der Schule https://www.derennstaler.at/detail/wirtschaft-in-der-schule In einer Umfrage geben sechs von zehn Eltern an, dass ihre Kinder nicht vernünftig mit Geld umgehen können. Das ist zwar nicht neu, wirft aber einmal mehr ein schlechtes Licht auf unser Bildungssystem. Offenbar wird Wirtschaft nach wie vor stiefmütterlich behandelt. Während in allen möglichen Bereichen sehr tiefgreifendes Allgemeinwissen vermittelt wird, fehlen die Grundlagen zu Geld, Währungen, Aktien, Steuern und Ähnlichem fast zur Gänze. Das wird entweder privat nachgeholt oder eben gar nicht gelernt.

Die Folgen dieses Mankos sind mannigfaltig. Immer mehr junge Menschen geraten in finanzielle Schieflage, sei es durch Handyverträge, Konsumkredite oder einfach den fehlenden Überblick über die eigenen Ausgaben. Zudem schaffen es fast jedes Jahr Banken oder Finanzberater mit abenteuerlichen Angeboten einen riesigen Schaden anzurichten, weil blauäugige Konsumenten Zinsversprechen nicht einordnen können. Wer nicht Bescheid weiß, glaubt eben gerne unseriösen Versprechen.

Um dieses Dilemma von Grund auf zu lösen, wäre es erforderlich einen eigenen Unterrichtsgegenstand zu schaffen, der sich umfassend mit dem Bereich Wirtschaft befasst. Immerhin ist fast jeder Österreicher Sparer, Kreditnehmer, Steuer- und Abgabenzahler und Konsument. In einem für das Leben jedes Einzelnen so wichtigen Bereich muss den Jugendlichen auch ein entsprechendes Rüstzeug mitgegeben werden, damit sie kritische und gefestigte Bürger und Konsumenten werden können.

]]>
news-1702 Thu, 27 May 2021 08:33:32 +0200 Zehn Millionen Euro für den Straßenbau im Bezirk https://www.derennstaler.at/detail/zehn-millionen-euro-fuer-den-strassenbau-im-bezirk Seitens des Landes Steiermark werden für    den Erhalt der Straßen im Bezirk Liezen rund zehn Millionen Euro investiert. 2,6 Millionen Euro machen die Sanierungen aus, in die Winterschäden muss 2,1   Millionen Euro investiert werden. Was die Neubauten betrifft, werden heuer rund 5,5 Millionen Euro verbaut.

„Unser Ziel ist, das Straßennetz instand zu halten und mit gezielten Maßnahmen die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Dabei bemühen wir uns, die Behinderungen so gering wie möglich zu halten“, so Rainer Kienreich, Leiter der Baubezirksleitung Liezen, im Gespräch mit dem „Ennstaler“.

Eine große Begleitmaßnahme an der B 320, Ennstal-Bundesstraße, betrifft die Trassenabrückung in Ennsling samt Errichtung von Begleitwegen in Haus im Ennstal. Zwischen der Talstation des Hauser Kaibling und der Anschlussstelle Ruperting wird die B 320 ennsseitig ca. fünf Meter abgerückt und bergseitig ein Begleitweg errichtet. Baubeginn ist voraussichtlich im August/September des heurigen Jahres, die Kosten betragen rund 4,5 Millionen Euro. Mit Verkehrsbehinderungen – Geschwindigkeitsreduktion und verschmälerten Fahrbahnen – ist zu rechnen. Der Durchlass beim Ennslingbach wird vorübergehend mittels Ampel geregelt.

Bereits in Umsetzung befindet sich der von der Gemeinde Öblarn beauftragte Ausbau der bestehenden Osteinfahrt auf der L 734, Öblarner Straße. Vorgesehen ist eine Verbreiterung der Straße mit Linksabbiegemöglichkeit mit Beschleunigungs- und Verzögerungsbereich sowie eine Aufschließung entlang der Bahn. Investiert werden 250.000 Euro. Die Fertigstellung ist im Herbst geplant.

 

Aignerstraße

Ebenso gerade im Bau befindet sich die Straßensanierung an der L 741 Aignerstraße im Ortsteil Fischern der Gemeinde Aigen. Aktuell werden die Fischern- und Wundersamerbrücke saniert, die Fahrbahnsanierung erfolgt dann insgesamt auf einer Länge von 1,6 Kilometern. Die beiden Brücken sind bereits 38 Jahr alt, Abdichtungen, Entwässerung und Fahrbahnbelag werden erneuert. Derzeit wird der Verkehr halbseitig geführt, kurzfristig müssen Verkehrsteilnehmer jedoch mit einer Halb- oder Vollsperre rechnen, die Umleitung erfolgt dann über die B 320. Das Bauvorhaben kostet 400.000 Euro.

 

Salzastraße

Auf der L 714 bei Landl erfolgt bis Ende Juni die Sanierung der Saggraben- und Weiberlaufbrücke. Die Fahrbahn weist dort massive Belagsschäden auf, die Randbalken sind stark verwittert. Im Zuge der Generalsanierung werden Pfeiler, Tragwerke und Widerlager zusätzlich statisch verstärkt. Derzeit wird der Verkehr halbseitig geführt. Die Kosten für die Sanierung betragen 600.000 Euro. Ebenfalls auf der Salzastraße ist im Zeitraum Juli und August beim Kraftwerk die Erneuerung der Fahrbahndecke geplant. Die Straße ist einspurig befahrbar. Investiert werden in dieses Projekt rund 300.000 Euro.

 

Gesäuse-Straße

Die Sanierung der B 146, Gesäuse-Straße, Sanierung Gofer bei Admont, ist bereits im Laufen. Im Bereich der Eisenbahnbrücke Richtung Hieflau wird die Fahrbahn durchgefräst und durch das Aufbringen neuer Asphaltanlagen saniert. Die Fertigstellung ist mit Ende Juni geplant, Kostenpunkt 600.000 Euro. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

 

Deckensanierungen

In den Sommermonaten erfolgen Straßensanierungen auf der B 145 (Salzkammergutstraße), B 146 (Gesäuse-Straße), L 728 (Mitterbergerstraße) und der L 734 (Öblarnerstraße). Auf besonders schlechten Fahrbahnstellen wird die Griffigkeit mittels neuer Dünnschichtdecken erhöht. In Summe investiert das Land Steiermark 200.000 Euro in diese Maßnahmen. Verkehrsbehinderungen mit halbseitiger Verkehrsführung werden an die Verkehrsfrequenz angepasst. Im Juni und Juli wird auf der L 730 (Mitterndorferstraße) bei Thörl in Absprache mit der Gemeinde eine Deckensanierung umgesetzt. Auch hier kann es zu einer halbseitigen Verkehrsanhaltung kommen. Die Kosten betragen 150.000 Euro.

 

Leitschienentausch

Über die Sommermonate soll auch das Leitschienentauschprogramm abgeschlossen sein. Die straßenbaulichen Maßnahmen erfolgen ohne Verkehrsbehinderung und werden an der B 115 (Eisenstraße), B 145 (Salzkammergutstraße), B 146 (Gesäuse-Straße), B 320 (Ennstal-Bundesstraße) und der L 704 Sölkpass-Straße umgesetzt. Investiert werden in Summe 100.000 Euro.

 

Lärmschutz

Parallel zur Autobahn ist auf der B 113 Schoberpaßstraße bei Rottenmann die Errichtung einer Lärmschutzwand in Holzbetonbauweise vorgesehen. Diese wird von der Abfahrt Strechau bis zur Autobahnbrücke rechtsseitig in Fahrtrichtung Rottenmann errichtet. Es kommt zu einer Einengung der Fahrbahn mit verschmälerten Fahrbahnbreiten. Die Kosten betragen eine halbe Million Euro.

 

Sanierung Winterschäden

Zusätzlich kommt es auf den Straßen jedes Jahr zu Winterschäden. Das Investitionsvolumen im Bezirk Liezen beläuft sich auf ca. 2,1 Millionen Euro. Betroffen sind die B 320 in Schladming beim Abzweiger Pichlmayer, die B 25 Erlauftal-Straße bei Landl, die B 24 Hochschwab-Straße bei Wildalpen sowie die B 146 Gesäuse-Straße bei Ardning und die B 320 bei Stainach-Pürgg. Mit den Maßnahmen – Deckenabfräsungen und Wiederherstellung – wird Ende des Sommers begonnen. „Für die Sanierung von Winterschäden stellt die Landesregierung knapp 14 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Damit fließen in diesem Jahr insgesamt 67,4 Millionen Euro in das steirische Straßennetz. Das zeigt, wie wichtig uns die Instandhaltung des umfangreichen steirischen Straßennetzes ist. Sanierungen sind nicht nur für die zahlreichen Pendler und die örtliche Wirtschaft, sondern auch für die Verkehrssicherheit von Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass wir auch im Bezirk Liezen Schwerpunkte setzen und auch im Sommer zahlreiche Baustellen zur Umsetzung gelangen“, sagt Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang.

]]>
news-1701 Thu, 27 May 2021 08:32:15 +0200 Öblarn: Doch kein weiterer Bergbau https://www.derennstaler.at/detail/oeblarn-doch-kein-weiterer-bergbau Applaus für zurückgezogenes Ansuchen: Nachdem in Öblarn die Wogen rund um den geplanten Abbau in der Walchen hochgingen, kehrt wieder Ruhe ein. Zum zweiten Mal.

Mit letzten Dienstag war die Verhandlung für den Kalkmarmor-Abbau in der Öblarner Walchen anberaumt. Nachdem der komplette Schwerverkehr aus der Walchen (50.000 Tonnen Gesteinsmaterial jährlich) durch das Ortsgebiet rollen sollte, stiegen die Öblarner auf die Barrikaden. In einer Pressekonferenz legte die SPÖ gemeinsam mit der Bürgerinitative „Lebenswertes Öblarn“ die Problematik des Abtransportes dar.

Welle der Erleichterung

Zahlreiche Betroffene, teils mit Rechtsvertreter, hatten sich vor dem Gemeindeamt versammelt und warteten mit Spannung auf die Eröffnung der Verhandlung. Auf Transparenten machten sie plakativ auf die drohende prekäre Verkehrssituation aufmerksam. Zu einer Verhandlung ist es jedoch nicht gekommen. Ähnlich wie bei dem Ansuchen vor zwei Jahren gab Robert Schüller, Vertreter der Montanbehörde, bekannt, dass das Ansuchen zurückgezogen wurde. Daraufhin folgte Applaus und eine Welle der Erleichterung bei den Anwesenden. „Das ist ein wichtiger Zwischenerfolg. Es muss uns aber bewusst sein, dass ein neuer Antrag jederzeit wieder gestellt werden kann. Die Gefahr, dass Öblarn unter die Schwerverkehr-Räder kommt, ist noch nicht gebannt“, sagt Michael Trinker, Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswertes Öblarn“. Das Damokles-Schwert hängt noch über der Gemeinde. Einzige Möglichkeit sei ein sinnvolles Verkehrskonzept mit einer Tonnagenbeschränkung, „sonst stehen wir in absehbarer Zeit wieder vor dem selben Problem“.

Gegen die Verkehrsbelastung

Bürgermeister Franz Zach ließ noch am selben Tag per amtlicher Mitteilung verlautbaren, dass er mit Hilfe einer renommierten Juristin einen neunseitigen Einspruch gegen das geplante Vorhaben erhoben hatte. Er habe „nachdrücklich zum Ausdruck gebracht, dass die Marktgemeinde Öblarn massiv gegen die Erteilung einer Bewilligung auftritt“. Das Ziel, den Schwerverkehr durch Öblarn zu verhindern, ist am Ende des Tages geglückt. Für‘s Erste. „Ich kann euch nur versprechen, dass ich alles tue, was mir rechtlich möglich ist, weiterhin die Marktgemeinde Öblarn und euch alle gegen eine derartige Verkehrsbelastung zu vertreten“, so der Bürgermeister.

Nur Zeit gewonnen

„Der ganze Antrag, den die Firma Aldrian eingebracht hat, war in meinen Augen unvollständig und hätte so nicht genehmigt werden können“, sagt Rechtsanwalt Hans-Moritz Pott. Den Rückzug sieht Pott nicht als Sieg, man habe lediglich Zeit gewonnen. Vermutlich werde im Hintergrund bereits ein neuer Antrag vorbereitet, dieses Spiel sei „nur eine neue Verzögerung“.

Letzten Endes werde es an der Gemeinde liegen. Die Betroffenen sind alle außerhalb der 300-Meter-Zone, dort habe man keine großen Rechte. „Wenn allerdings das öffentliche Interesse, wie Sicherheit und Gesundheit dem Abbau entgegensteht, muss eine Interessensabwägung vorgenommen werden“, so Pott.

]]>
news-1700 Thu, 27 May 2021 08:29:59 +0200 Landeshauptleute tagten in Bad Aussee https://www.derennstaler.at/detail/landeshauptleute-tagten-in-bad-aussee Es war wohl ein einmaliges Ereignis, dass alle neun Landeshauptleute der österreichischen Bundesländer beim Mittelpunkt Österreichs getagt haben. Das Wetter zeigte sich jedoch sehr uneinsichtig und vereitelte sogar ein Gruppenfoto am Grundlsee.

Seit über einem halben Jahr hatte diese Institution nur per Video-Konferenz getagt, nun kamen die Landeshauptleute erstmals wieder physisch zusammen. Aus Mürzsteg kommend, wo die Landeshauptleute mit Bundes­präsident Alexaner Van der Bellen tagten, bezogen die Politiker samt  vielköpfiger Entourage Quartier im „Mondi – Hotel am Grundlsee“. Dort hätte eigentlich am 20. Mai ein Gruppenfoto mit dem Toten Gebirge und dem Grundlsee im Hintergrund angefertigt werden sollen. Da der Himmel jedoch sämtliche Schleusen öffnete, entfiel dieser Fototermin.

In Bad Aussee hatten sich derweil nicht nur Polizisten in Uniform und Zivilkleidung rund um das Ausseer Kurhaus eingefunden, sondern auch friedliche Demonstranten unter der Leitung von Diether Ribitsch, Steffi Machart und dem Geschäftsführer der Volkshilfe, Direktor Erich Fenninger, DSA. Sie wiesen mit Transparenten und Flugzetteln darauf hin, dass im Rahmen der Landeshauptleute­konferenz auch das Thema Asyl behandelt werden müsse.

 

Breites Themenspektrum –  Corona als Hauptthema

Die Konferenz selbst war spannend zu verfolgen, da die gegenwärtige Pandemie schnelle Entscheidungen voraussetzt. Es wurde zum Beispiel darüber beratschlagt, wie man einen gemeinsamen Nenner bei Flug­reisenden finden könnte, um nicht auf diesem Wege wieder eine Explosion der Zahlen zu riskieren, oder wie man mit einer dritten Impfung umgehen soll. Auch die Frage, inwieweit eine Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen eingeführt werden kann (z. B. Kindergarten­pädagoginnen und -pädagogen), wurde sehr kontrovers diskutiert.

 

Pressekonferenz mit drei Landeshauptleuten

Zum Abschluss der Tagung lud Hermann Schützenhöfer, Landes­haupt­mann der Steiermark, gemeinsam mit Wilfried Haslauer (Salzburg), sowie Michael Ludwig (Wien) zu einer Pressekonferenz in den Pavillon des Kurhauses. „Die gestern vollzogenen Öffnungs­schritte haben dafür gesorgt, dass Freude und Zuversicht im Land Einzug halten. Dennoch dürfen wir nicht außer acht lassen, dass die Epidemie für uns Länder nicht nur eine große Herausforderung darstellt, sondern auch mit hohen Kosten für Teststraßen, Impfstraßen oder das Contract Tracing verbunden ist“, betonte Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei der Presse­konferenz und ergänzte: „Jetzt geht es darum, dass wir unsere Wirtschaft für die Zeit nach der Krise stärken und Arbeitsplätze schaffen.“ Abschließend zog Haslauer Bilanz: „Als Landeshauptleute verstehen wir uns als konstruktiver Partner von Bund und Gemeinden zur Bewälti­gung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben. Das ist allerdings immer nur in partnerschaftlicher Zu­sammen­arbeit mit dem Bund möglich und daher bin ich froh, dass der Austausch mit dem Bund gut funktioniert und stets ein sichtbares Bemühen aller Beteiligter wahrnehmbar ist, gemeinsam im Dienste der Sache zu arbeiten.“

Der Wiener Bürgermeister und Landeshauptmann Michael Ludwig ergänzte: „Im Austausch zwischen den Bundesländern hat sich gezeigt, dass wir uns über die Grenzen hinweg gut verstehen und nicht nur an uns denken. Wir haben sehr viel Koordinierungsarbeit geleistet und es hat sich gezeigt, dass es gut ist, wenn wir an einem Strang ziehen.“

]]>
news-1699 Thu, 27 May 2021 08:22:46 +0200 Glücksfall für Irdning https://www.derennstaler.at/detail/gluecksfall-fuer-irdning ATV Irdning verpflichtete ein vielversprechendes Talent, SV Rottenmann verliert einen Top-Stürmer.

Der ATV Irdning holte für die kommende Saison mit Daniel Mayrhofer ein vielversprechendes Jugendtalent. Der 18-jährige Mittelfeldspieler wechselt vom SC Aspang aus Niederösterreich zu den Blau-Weißen. Der Jungkicker hatte auch die Möglichkeit an der einen oder anderen österreichischen Fußballakademie aufgenommen zu werden, doch entschied er sich im vergangenen Sommer seine berufliche Ausbildung in der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zu absolvieren. Seit damals begeisterte Daniel Mayrhofer die Irdninger Spieler und Funktionäre als Trainingsgast. Umso mehr freut man sich nun im Lager der Blau-Weißen, ihn ab Sommer als Spieler in der Riesneralm-Arena begrüßen zu dürfen.

Nach Mittelfeldspieler Lovre Majer muss der SV Rottenmann nun einen weiteren schmerzlichen Abgang hinnehmen. Stürmer Rene Gressenbauer – der Windischgarstener war im vergangenen Herbst mit fünf Treffer bester Torschütze des SVR – verlässt die Paltentaler in Richtung Oberösterreich. Erfreulich ist die Tatsache, dass der SV Rottenmann nach einem Jahr Pause wieder mit einer zweiten Kampfmannschaft in den Meisterschaftsbetrieb einsteigt.

Wie bereits in der vergangenen Ausgabe kurz berichtet, hat der ESV Selzthal mit Christoph Lienbacher einen neuen Trainer verpflichtet. Der 35-jährige Triebentaler holte bei seiner ersten Trainerstation mit dem FC Gaishorn den Meistertitel in der 1. Klasse Ennstal und war zuletzt zwei Jahre als Co-Trainer beim Landesligisten SV Rottenmann im Einsatz. Derzeit absolviert Christoph Lienbacher die Ausbildung zum UEFA-B-Lizenztrainer. Selzthals Schriftführer Markus Gutschlhofer sagte im Gespräch mit dem „Ennstaler“ zur Verpflichtung des neuen Trainers: „Christoph Lienbacher passt genau in unser Anforderungsprofil. Er ist ein zielstrebiger, aber noch kein fertiger Trainer, der gleich wie unsere jungen Spieler aber auch wie wir Funktionäre noch lernen muss. Gemeinsam wollen wir uns weiterentwickeln und so gesehen soll Lienbacher auch längerfristig bei unserem Verein bleiben. Wir haben die gleichen Vorstellungen und nicht zuletzt durch die Vielzahl von talentierten Spielern in der Mannschaft und auch angesichts der tollen Trainingsbeteiligung sollte sich in naher Zukunft auch der Erfolg einstellen. Das Ziel ist zumindest bald einen Spitzenplatz zu erreichen“, so Markus Gutschlhofer.

]]>
news-1694 Thu, 20 May 2021 09:11:00 +0200 Wie viel Schwerverkehr verträgt der Ort? https://www.derennstaler.at/detail/wie-viel-schwerverkehr-vertraegt-der-ort In der Öblarner Walchen hat ein weiteres Unternehmen um einen gewinnbringenden Marmorabbau angesucht. Die Sorge über den zusätzlichen Schwerverkehr durch das Ortsgebiet ist groß.

Die Öblarner sind nervös. Kommenden Dienstag ist die Verhandlung für einen Kalkmarmor-Abbau anberaumt. Bereits vor vier Jahren formierte sich eine Bürgerinitiative und sammelte Unterschriften gegen den mit dem Bergbau zunehmenden Schwerverkehr durch das Ortsgebiet. Nun sucht ein weiteres Unternehmen, die Aldrian Transport- und Schotter GmbH, für einen Gewinnungsbetrieb an.

Jährlich sollen 50.000 Tonnen durch das Ortsgebiet rollen, das wären alle zehn Minuten ein LKW „und das allein von der Firma Aldrian“, sagt Gemeindekassier Roland Nerwein. Die Hauptproblematik ergebe sich durch den Abtransport durch den dicht bebauten Ortskern. Neben der Staub- und Lärmbelästigung würde der überbordende Schwerverkehr das Sicherheitsrisiko für Fußgänger und vor allem Schulkinder vervielfachen. In einem offenen Brief appelliert die Bürgerinitiative an den Bürgermeister bei der Verhandlung nicht auf die Erhebung von Einwände zu verzichten.

Nachdem ein geplanter Steinbruch in Untergrimming für Aufregung sorgte, wird man auch in Öblarn nervös. Ein vor zwei Jahren zurückgezogenes Abbau-Ansuchen wird wieder reaktiviert und kommenden Dienstag verhandelt.

Letzten Mittwoch luden die SPÖ Öblarn und die Bürgerinitiative „Lebenswertes Öblarn“ zu einer Pressekonferenz. Durch einen weiteren Bergbaubetrieb im Walchental droht eine massive Zunahme des Schwerverkehrs durch das Ortsgebiet.

Die Aldrian Transport- und Schotter GmbH hat um einen Abbau von Kalkmarmor angesucht, die Verhandlung findet am kommenden Dienstag statt. Jährlich sollen 50.000 Tonnen durch das Ortsgebiet rollen, das wären alle zehn Minuten ein LKW „und das allein von der Firma Aldrian“, sagt Gemeindekassier Roland Nerwein. Die Hauptproblematik ergebe sich durch den Abtransport durch den dicht bebauten Ortskern. Neben der Staub- und Lärmbelästigung würde der überbordende Schwerverkehr das Sicherheitsrisiko für Fußgänger und vor allem Schulkinder vervielfachen. Die Route führt direkt am öffentlichen Schwimmbad, dem betreuten Wohnen, am Pflegeheim und an Gastgärten vorbei. „Alle Öblarnerinnen und Öblarner sind davon betroffen, nicht nur die Anrainer“, so Nerwein. Deswegen hoffe er auf rege Teilnahme bei der Verhandlung.

Appell an den Bürgermeister

Angesucht wurde um fünf Jahre, wobei auf bis zu 35 Jahre verlängert werden kann. „Der Marmorkalkstein ist nach fünf Jahren nicht erschöpft. Ein Nachfolgebetrieb ist sehr wahrscheinlich. Wenn wir den einmal haben wird es auf lange Zeit sein“, sagt Michael Trinker, Sprecher der Bürgerinitiative. In einem offenen Brief appelliert die Bürgerinitiative an den Bürgermeister bei der kommenden Verhandlung nicht auf die Erhebung von Einwänden zu verzichten wie es 2016 passierte. Außerdem startete die Bürgerinitiative eine Online-Petition gegen den zusätzlichen Schwerverkehr.

Laut Anrainerin Irene Klingelhuber sei bereits jetzt ein gesundheitsbeeinträchtigendes Level erreicht „und da soll jetzt noch mehr dazukommen“. Wolfgang Zettler ist ebenfalls direkt Betroffener und klagt über massive Verkehrsbelastungen: „Weitere Genehmigungen für Bergbautätigkeiten in der Walchen sind für uns alle und das Ortsgebiet Öblarn nicht mehr tragbar.“ Man müsse Öblarn vor einem weiteren „LKW-Tsunami“ bewahren.

Positionierung der Gemeinde

Unterstützung kommt auch von grüner Seite: „Wir werden uns das genau ansehen. Wichtig ist, dass sich die Gemeinde klar positioniert. Und zwar so, damit der Schwerverkehr die Bevölkerung nicht komplett überrollt. Die Gemeinde hat die Möglichkeit mit Tonnagenbeschränkungen solchen Projekten von vornherein eine Absage zu erteilen“, sagt LAbg. der Grünen Lambert Schönleitner, „Die Rohstoffgewinnung am Abbauort bringt in der Regel kaum Arbeitsplätze, sie wird aber für die Tourismuswirtschaft und die Wohnbevölkerung zu einer massiven Belastung.“

Erster Widerstand

In Folge eines Felssturzes, welcher sich im Herbst 2015 ereignete, ordnete die Montanbehörde dem dortigen Grundeigentümer Paul-Josef Colloredo-Mannsfeld eine Lösung für ein gefahrloses Befahren des Areals an.

Als bekannt wurde, dass zigtausend Tonnen Gesteinsmaterial pro Jahr durch das Ortsgebiet rollen sollen war das Entsetzen in der Bevölkerung groß. Zusätzlich gab die Aldrian Transport- und Schotter GmbH, am Nachbargrundstück von Colloredo-Mannsfeld, schon damals bekannt, ebenfalls Interesse an einem Abbau zu haben. Viele Einwohner Öblarns befürchteten in überbordendem Schwerverkehr zu ersticken, zumal es keine alternative Abtransportmöglichkeit als durch das Ortsgebiet gab. Die Bürgerinitiative „Weiße Wand“ startete eine Unterschriftenliste und sammelte fast 400 Unterschriften gegen den mit dem Abbau einhergehenden Schwerverkehr.

Verhandlung und Rückzug

Bereits vor zwei Jahren stellte die Aldrian Transport- und Schotter GmbH ein Ansuchen für den Gewinnbringenden Abbau. Zur Verhandlung ist es damals nicht gekommen, das Unternehmen hat das Ansuchen wenige Tage vorher zurückgezogen. In einem Rundschreiben informierte Bürgermeister Franz Zach, dass Jürgen Aldrian die gute Beziehung zur Gemeinde und zum Bürgermeister nicht leichtfertig aufs Spiel setzen möchte und er auf das Walchener Gestein verzichte. Dass das Ansuchen ein weiteres Mal zurückgezogen wird und die Öblarner Bevölkerung kollektiv Aufatmen kann, ist eher unwahrscheinlich.

]]>
news-1693 Thu, 20 May 2021 09:09:30 +0200 Corona: Diese Regeln gelten für die Öffnungen https://www.derennstaler.at/detail/corona-diese-regeln-gelten-fuer-die-oeffnungen Der Dauerlockdown hat ein Ende: Nach über einem halben Jahr öffnen Gasthäuser, Hotels, Kulturstätten und Fitnessstudios wieder ihre Tore. Dies jedoch mit strengen Auflagen.

Die Durststrecke für Konsumenten und viele Unternehmer  hat ein Ende - die langersehnten Öffnungen traten diese Woche in Kraft. Getestet, genesen, geimpft - sowie die bekannten Regeln wie Maske und Sicherheitsabstand und schon steht einem Besuch im Kaffeehaus oder einem Training im Fitness-Center nichts mehr im Weg. Zu den Sicherheitskonzepten kommt eine verpflichtende Registrierung der Gäste hinzu. Sperrstunde ist um 22 Uhr. Neben zugewiesenen Plätzen brauchen Kulturveranstaltungen über 50 Personen eine Bewilligung der Gesundheitsbehörde. Ein Präventionskonzept sowie ein Covid-Bauftragter sind obligat.

In den Fitnessstudios entfällt die Maskenpflicht während der Ausübung des Sports, es gilt jedoch die „20-Quadratmeter-Regel“ pro Person.

Nach über einem halben Jahr coronabedingter Schließungen dürfen Gastronomie und Hotellerie, unzählige Veranstaltungs- und Kulturbetriebe

sowie Fitnessstudios wieder öffnen. Dies jedoch mit strengen Auflagen.

Für die Gastronomie gilt eine verpflichtende Registrierung der Gäste ab einer Aufenthaltsdauer von 15 Minuten und das Vorweisen eines negativen Testergebnisses, Impfzertifikats oder einer Bestätigung über eine durchgemachte Krankheit. Selbsttests mit digitaler Lösung gelten 24 Stunden, Antigentests 48 Stunden und PCR-Tests 72 Stunden. Unternehmen können jedoch auch Eigentests unter Aufsicht des Betreibers anbieten. In geschlossenen Räumen gilt das Tragen einer FFP2-Maske sowohl für Mitarbeiter als auch Gäste. Mitarbeiter mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können auch einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen. Jeder Gastronomiebetrieb muss außerdem ein Präventionskonzept erstellen und einen Covid-19-Beauftragten ernennen. Zwischen den Tischen soll ein Abstand von zwei Metern gewährleistet werden, indoor sind maximal vier Erwachsene zuzüglich Kinder pro Tisch erlaubt, outdoor zehn Erwachsene zuzüglich Kinder. Die Konsumation von Speisen und Getränken erfolgt nur im Sitzen, Sperrstunde ist um 22 Uhr. „Das Wichtigste ist, dass es Öffnungsschritte gibt. Für uns als Branche ist dies ein wichtiges Signal“, freut sich Franz Danklmaier jun. vom Gasthaus Grafenwirt in Aich. Das Konzept in seinem Betrieb beinhaltet alle erforderlichen Hygienemaßnahmen. Hierzu wurden unter anderem Plexiglaswände eingezogen, um eine Tröpfcheninfektion zu vermeiden. Auch wurde der Gästestrom unter die Lupe genommen und der genaue Ablauf von der Ankunft bis zum Verlassen des Lokales geregelt. Was die Getränke betrifft, gibt es eine Ausgabestelle, die Bar hat nicht geöffnet. Um den Abstand bestmöglich einhalten zu können, erstellte Danklmaier einen eigenen Tischplan, der genau aufweist, welche Tische besetzt werden dürfen und welche unbesetzt bleiben. Mitarbeitertestungen finden einmal pro Woche statt. „Gäste haben die Möglichkeit, direkt bei uns vor Ort eine Testung durchzuführen. Dies geschieht unter Aufsicht. Der Test muss dann beglaubigt werden und gilt nur für den einmaligen Aufenthalt“, erklärt Danklmaier und fährt fort: „Wenn wir alle zusammenhelfen und mit den geltenden Einschränkungen respektvoll umgehen, schaffen wir das. Es darf auf keinen Fall mehr soweit kommen, dass es einen weiteren Lockdown gibt.“

Maßnahmen in der Hotellerie

Ähnlich wie in der Gastronomie gilt auch für Beherbergungsbetriebe eine verpflichtende Registrierung der Gäste. Seit 19. Mai ist der Nachweis einer Covid-Impfung, eines negativen Covid-Tests oder einer Bestätigung, dass man von Corona genesen ist, die Eintrittskarte. Die Maskenpflicht umfasst das Betreten und das Bewegen innerhalb der Räumlichkeiten. Ein 2-Meter-Abstand ist Pflicht. In Wellnessbereichen müssen 20 Quadratmeter pro Gast im jeweiligen geschlossenen Raum zur Verfügung stehen. Für die Hotelgastronomie gelten dieselben Regeln wie für die Gastronomie inklusive der Sperrstunde um 22 Uhr. Das Konzept des Natur- und Wellnesshotels Höflehner in Haus im Ennstal beinhaltet alle notwendigen Maßnahmen, um die Vorgaben bestmöglich zu erfüllen. Neben Reinigung- und Desinfektionsplänen, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich implementiert wurden, sind auch die plakative Umsetzung der Verhaltensregeln wie Händewaschen, keine Hände zum Mund führen und Husten sowie Niesen in Taschentücher Hauptbestandteil. Entzerrungsmaßnahmen, z. B. bei der Anreise (Einchecken an der Rezeption in der großen Lobby mit mehreren Sitzmöglichkeiten) und Zwei-Meter-Abstandsaufkleber am Boden vervollständigen die Prävention. „Neben der FFP2-Maskenpflicht, die bei uns im Haus auch für alle Mitarbeiter gilt, werden regelmäßige Testungen ebenfalls verpflichtend durchgeführt – nicht nur jeder Gast, sondern auch unsere Mitarbeiter müssen einen negativen Test vorweisen“, erklärt Gerhard Höflehner, Inhaber des Hotels. „Die Registrierung stellt uns ebenfalls vor keine große Aufgabe – diese gehört seit jeher bereits zum Hotelbetrieb. Für externe Gäste wird ein QR-Code bereitgelegt und der Gast kann sich selbst via ,darfichrein.at‘ registrieren“, erklärt er.

Kultur und Veranstaltungen

Mit 19. Mai durften alle Kulturstätten im ganzen Land wieder öffnen. Veranstaltungen ab elf Personen sind anzeigepflichtig, ab 51 Personen braucht es eine Bewilligung der Gesundheitsbehörde. Grundsätzlich gilt, dass es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze geben muss. Der Indoor-Bereich ist auf ein Maximum von 1.500 Besuchern, der Outdoor-Bereich auf maximal 3.000 Personen begrenzt. Eine Registrierung ist verpflichtend sowie das Vorweisen eines negativen Testergebnisses, Impfzertifikats oder einer Bestätigung über eine durchgemachte Krankheit. Betriebe haben auch die Möglichkeit, Eigentests unter Aufsicht durchzuführen. Während der gesamten Veranstaltung gilt – indoor wie outdoor – die durchgehende Maskenpflicht sowie ein Mindestabstand von zwei Metern. Ab 50 Teilnehmer muss ein Präventionskonzept vorgelegt sowie ein Covid-19-Beauftragter ernannt werden. Bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze ist keine Gastronomie erlaubt (z. B. Hochzeiten), Sperrstunde ist um 22 Uhr. „Wir freuen uns sehr, endlich wieder – wenn auch derzeit noch mit Einschränkungen – Veranstaltungen für unser Publikum anbieten zu dürfen und hoffen auf regen Besuch“, so Johann Danklmayer, Obmann des Öblarner Kulturvereins [ku:L]. Aufgrund der Verordnung werden die kommenden Events nicht im Kunst- und Kulturhaus Öblarn, sondern im „Öblarner Haus für Alle“ stattfinden. Das erste Konzert findet bereits am Samstag, dem 5. Juni um 20 Uhr mit dem Claudia Schwab Quartett feat. Johannes Bär & Vinzenz Härtel statt. Am 12. Juni begeistern um 20 Uhr „The Henry Girls“ mit ihrer 20-jährigen Jubiläumstour. Mehr zum Veranstaltungsprogramm auf www.kul.st.

Fitnessstudios und Sportstätten

Die FFP2-Maskenpflicht gilt hier in geschlossenen Räumen außer während der Sportausübung und in Feuchträumen (Duschen). Der Mindestabstand von zwei Metern muss ebenso eingehalten werden. Für Indoor-Sport gilt die 20-Quadratmeterregel pro Person, eine verpflichtende Registrierung sowie die Einhaltung der 3G-Regel (getestet, genesen oder geimpft) ist erforderlich. Für Mitarbeiter mit Kundenkontakt gilt ebenso die FFP2-Maskenpflicht. Jene Angestellten mit Kundenkontakt, die sich im Rahmen der Berufsgruppentestungen testen lassen, können statt einer FFP2-Maske einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Sperrstunde gilt auch hier mit 22 Uhr. Alexandra Grundner vom Fitnessstudio Injoy in Liezen: „Bereits im ersten Lockdown haben wir auf den Zwei-Meter-Abstand zwischen den Geräten geachtet. Da wir eine große Fläche zur Verfügung haben, ist dies kein Problem.“ Die Zeit des Lockdowns wurde gut genutzt, das Studio erstrahlt in neuem Design und wurde neu foliert. „Bevor wir zusperren mussten, haben wir umgebaut und neue Geräte angeschafft.“ Die Registrierung funktioniert im Injoy automatisch mit einem Chip, den jedes Mitglied bei der Anmeldung im Studio erhält.

]]>
news-1692 Thu, 20 May 2021 09:08:32 +0200 Knoten Trautenfels: Grimmingbrücke eröffnet https://www.derennstaler.at/detail/knoten-trautenfels-grimmingbruecke-eroeffnet Nach zwei Jahren Bauzeit ist es nun soweit: Verkehrslandesrat Anton Lang
konnte die neu errichtete Grimmingbrücke für den Verkehr freigeben.

„Schon in den 1960ern wurde über einen Ausbau der Kreuzung Trautenfels gesprochen“, so Verkehrslandesrat Anton Lang. Nun ist es fast geschafft. Am 24. April wurde der vierte und letzte Bauabschnitt an der Großbaustelle in Trautenfels eingeläutet. „Nachdem der Verkehr nun über die Brücke läuft, hat die Ampelanlage endgültig ausgedient und kann entfernt werden. Der größte Brocken ist sicherlich noch die Errichtung der Rampe Schladming“, sagt Baubezirksleiter Rainer Kienreich. Die Arbeiten laufen bereits auf Hochtouren, weshalb in den nächsten fünf Wochen der Verkehr von Aussee kommend Richtung Schladming über die B 75 umgeleitet wird. Die Einmündung in die B 320 erfolgt in Espang. Schon zwei Monate vor der endgültigen Fertigstellung im Juli konnte vergangene Woche die 135 Meter lange Grimmingbrücke in Betrieb genommen werden. „Gemeinsam mit dem darunterliegenden Kreisverkehr, der einen Durchmesser von imposanten 60 Meter hat, wird die Kreuzungssituation der B 320 mit der B 75, Glattjochstraße, und der B 145, Salzkammergutstraße, dauerhaft und nachhaltig verkehrstechnisch gelöst“, betont Lang. Das Erscheinungsbild ist aus einem Architektenwettbewerb hervorgegangen. Insgesamt wurden 3.456 Kubikmeter Beton und 652 Tonnen Stahl verbaut. Der Knoten Trautenfels soll jedoch nur ein Puzzleteil in der Gesamtverkehrslösung für das Ennstal sein: „Wir sind dabei, den Masterplan B 320 abzuarbeiten. Ein ambitionierter Plan, doch wir sind auf Schiene.

]]>
news-1691 Thu, 20 May 2021 09:06:54 +0200 Steiermark wird im Sommer zum Nabel der Motorsportwelt https://www.derennstaler.at/detail/steiermark-wird-im-sommer-zum-nabel-der-motorsportwelt Wie bereits im Vorjahr wird die Steiermark auch im Sommer 2021 zum Nabel der Motorsportwelt. Mit zwei Formel 1- und zwei MotoGP-Rennen gehen insgesamt vier Motorsport-Highlights am Red Bull Ring in Spielberg über die Bühne.

Sportlandesrat Christopher Drexler sieht die beiden Formel 1- und MotoGP-Rennen als Impuls für den Aufbruch aus der Corona-Krise: „Die Steiermark war im Juli 2020 mit den beiden Formel 1-Grands Prix am Red Bull Ring in Spielberg Gastgeber der weltweit ersten Sportgroßveranstaltungen seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Sie haben internationale Vorbildwirkung entfaltet. Es ist eine riesige Freude und Auszeichnung für die Steiermark, dass es auch im heurigen Jahr sowohl zwei Rennen der Formel 1 als auch den Moto-GP in unserem Bundesland geben wird. Insbesondere mit dem jeweiligen ‚Großen Preis der Steiermark‘ rücken wir abermals auf sensationelle Weise in das internationale Rampenlicht. Die insgesamt vier Motorsport-Highlights am Red Bull Ring bringen unschätzbar wertvolle Impulse für einen dynamischen Aufbruch Österreichs, der Steiermark und der Region Spielberg aus der Corona-Krise. Sie machen die Automobilregion Steiermark in diesem Sommer zum Nabel der Motorsportwelt“, so der Sportlandesrat.

Formel 1 und Motorrad im Doppelpack

Den Reigen der Doppel-Rennen eröffnet die Formel 1 bereits am 27. Juni mit dem „Formula 1 Großer Preis der Steiermark“. Das Datum bleibt unverändert der 4. Juli. Im August folgt die Moto-GP mit dem „Michelin® Grand Prix of Styria“ am 8. August und dem „Motorrad Grand Prix von Österreich“ am 15. August. In diesen herausfordernden Zeiten unterstützt der Red Bull Ring auch 2021 die Formel 1 und die MotoGP, um Absagen in den WM-Kalendern auszugleichen, und unterstreicht damit die gute Zusammenarbeit mit der Formel 1 Gruppe und der FIA sowie mit der Dorna und der FIM. Zudem wird am Spielberg in wenigen Wochen das Comeback des „Motorsport-Festivals“ mit Zuschauern gefeiert. Mit der sicheren Rückkehr der Fans an die Rennstrecke und der Stimmung vor Ort sollen erneut positive Zeichen aus der Steiermark um die Welt gehen. Dietrich Mateschitz, ohne sein Engagement hätte es wohl kein Comeback der Formel 1 am Red Bull Ring gegeben, blickt dem Motorsport-Highlight positiv entgegen: „Wir freuen uns sehr, zwei zusätzliche Rennen auf der internationalen Motorsport-Bühne ausrichten zu dürfen und damit auch die gute Zusammenarbeit sowohl mit der Formel 1 als auch mit der Dorna unterstreichen zu können. Mit der Übernahme der beiden Rennen möchten wir – wie bereits im Vorjahr – ein starkes Signal für Lebensfreude, Zuversicht und Optimismus aus der Steiermark in die Welt schicken.“

Live dabei

Der Ticketverkauf für die neu hinzugekommenen Steiermark-Grands Prix von Formel 1 (25. bis 27. Juni) und MotoGP (6. bis 8. August) befindet sich in Vorbereitung und wird in Kürze starten. Alle Informationen dazu folgen unter www. projekt-spielberg. com. Der Vorverkauf für die Österreich-Grands-Prix der Formel 1 (2. bis 4. Juli) und der MotoGP (13. bis 15. August) läuft bereits seit mehreren Monaten, Details dazu finden Fans unter derselben Adresse. Der nächste Grand Prix findet am kommenden Sonntag mit Start um 15 Uhr in Monte Carlo statt.

]]>
news-1695 Thu, 20 May 2021 09:05:00 +0200 Dauerwahlkampf ohne Wahl https://www.derennstaler.at/detail/dauerwahlkampf-ohne-wahl Nachdem die kritischste Phase der Coronapandemie scheinbar zu Ende geht und langsam wieder Normalität im Alltag einkehren sollte, ist es an der Zeit, sich neuen Themen zu widmen.

Jetzt geht es um die Bewältigung der Folgen, um Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und das Budget, schlicht um unsere unmittelbare und mittelbare Zukunft. Möchte man jedenfalls meinen, denn aktuell hat man eher den Eindruck, wir stünden unmittelbar vor einer Nationalratswahl. Hauen und Stechen ist an der Tagesordnung, Sachpolitik kommt nicht vor.

Dabei steht vor allem in der Steuerpolitik eine der größten Weichenstellungen seit langem bevor. Um die angestrebte Ökologiesierung zu meistern, werden deutlich spürbare Steuererhöhungen auf fossile Energieträger nötig sein. Und die Abfederung derselben durch Senkung von Lohnnebenkosten beziehungsweise Direktförderung von Niedrigverdienern ist eine hochkomplexe Herausforderung. Statt sich dieser zu stellen, befindet sich die heimische Politik aber seit zwei Jahren ausschließlich im Selbstbeschädigungsmodus.

Das ist vor allem jetzt mehr als verwunderlich, zumal weit und breit keine relevanten Wahlen in Sicht sind. Normalerweise wäre jetzt eine Zeit der Sacharbeit, der schrillste Teil der Auseinandersetzung folgt üblicherweise erst direkt vor Neuwahlen. Diese sind aber weit und breit nicht in Sicht, und sie würden auch kaum eine Änderung bringen, denn aufgrund der jüngsten Anschüttungsorgien sind neue Kräfteverhältnisse so gut wie auszuschließen. Man beobachtet also das Gemetzel, erkennt aber nicht wirklich einen Sinn dahinter.

]]>
news-1689 Wed, 12 May 2021 08:17:51 +0200 Getestet, genesen, geimpft... geschafft? https://www.derennstaler.at/detail/getestet-genesen-geimpft-geschafft Das lange Warten auf gute Nachrichten in Sachen Covid scheint nun doch ein Ende zu nehmen. Nächsten Mittwoch soll es deutliche Öffnungsschritte geben, die uns zumindest deutlich näher an unser „altes“ Leben heranführen werden. Und wenn sich die Zahl der Neuansteckungen und die der Impfungen weiterhin so positiv entwickelt, steht weiteren Lockerungen im Sommer wohl nichts im Wege. Es scheint also auf den ersten Blick so zu sein, dass die Zeit der Entbehrungen dem Ende zugeht.

Allerdings sollten wir uns nicht zu früh freuen. Denn einerseits glaubte man schon im vergangenen Sommer, das Virus besiegt zu haben, was sich als schmerzhafter Trugschluss entpuppte. Und andererseits haben wir im besten Fall das Virus besiegt, aber noch keineswegs die weitreichenden Folgen der diversen Coronamaßnahmen wirklich verdaut. Wie einschneidend die Folgen für Wirtschaft, Bildung, Arbeitsmarkt und Psyche ausfallen werden, kann heute seriös noch niemand beurteilen.

Selbst wenn uns die Krankheit selbst keine gröberen Probleme mehr bereiten sollte, wird es Jahre dauern, bis die Folgen der Krise wirklich sichtbar werden. Es wird großer Anstrengungen bedürfen, die Staatsfinanzen und die Unternehmen zu sanieren, Arbeitsplätze wieder zu schaffen, das Bildungsniveau wieder hochzuziehen und die Psyche der Bevölkerung wieder ins Lot zu bringen. Erst wenn uns all das gelingt, haben wir es wirklich „geschafft“.

]]>
news-1688 Wed, 12 May 2021 08:16:28 +0200 Appell an die Landesregierung: Stopp-Taste drücken https://www.derennstaler.at/detail/appell-an-die-landesregierung-stopp-taste-druecken Die Bürgerinitiative zur Standorterhaltung der Spitäler Bad Aussee, Schladming und Rottenmann „BISS“ und die steirischen Oppositionsparteien sind sich einig: Sofort die Stopp-Taste bei den Planungen für das Leitspital in Stainach drücken.

Kein gutes Haar ließen die Bürgerinitiative BISS und die Oppositionsparteien FPÖ, Grüne, KPÖ und NEOS an den Plänen der Landesregierung rund um das geplante Leitspital in Stainach. Sie fordern unisono ein sofortiges Stopp aller Maßnahmen. Schon mit dem Vorgänger von Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, Christopher Drexler, lieferten sich Bürgerinitiative und Oppositionsparteien einen Schlagabtausch nach dem anderen. Das Tauziehen ging weiter, nachdem das Grundstück südlich des Bahnhofs aufs Tapet kam. Als „Sumpfgrundstück“ verunglimpften die Leitspital-Gegner die Liegenschaft. Im März präsentierte Landesrätin Bogner-Strauß das 5,8 Hektar große Grundstück im Ortsteil Niederhofen im Osten Stainachs.

Ortsbild völlig ruiniert

Bis jetzt sei das „Sumpfgrundstück“ südlich des Bahnhofs als das beste Grundstück in Stainach verkauft worden, plötzlich war es nicht mehr geeignet. BISS-Obmann Helmut Gassner spricht von einer „Kindesweglegung“ – das Drama gehe weiter. Auch KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler kann die Argumentation für den Sinneswandel nicht nachvollziehen: „Wie kann ich der Regierung trauen, wenn sich das so schnell ändert.“ BISS hat in Eigeninitiative eine Bebauungs- und Verkehrsstudie für das neue Grundstück in Niederhofen durchgeführt. „Die Ergebnisse waren schier unglaublich“, fasst BISS-Vorstandsmitglied Michael Pretzler zusammen. Der Flächenverbrauch sowie die Auswirkung auf das Ortsbild würden sich außerordentlich dramatisch abzeichnen. Die Rupertikirche aus dem Jahr 1450 sei ein historisches Juwel, dessen Wirkung komplett genommen werde. „Man kann das Ortsbild von Niederhofen als völlig ruiniert bezeichnen“, so Pretzler. Gleichzeitig appelliert er an den zuständigen Kulturlandesrat und ehemaligen Gesundheitslandesrat Christopher Drexler: „Man braucht Sie hier.“

Kein Verkehrskonzept

Als zweiten großer Kritikpunkt führt die Bürgerinitiative die Verkehrsanbindung an. Damit Stainach nicht mit dem zunehmenden Verkehr belastet werden würde, wäre ein leistungsfähiger Verkehrsknoten notwendig. In der Komplexität und kostenmäßig bei weitem höher als die erst letzten Mittwoch eröffnete Grimmingbrücke in Trautenfels. Grundablösungen, Enteignungen und zusätzlicher Flächenfraß wären zwingend erforderlich. Dazu komme die fehlende Anbindung an den öffentlichen Verkehr, ein Shuttle-Bus wäre die einzige Möglichkeit. „Man provoziert eine hundertprozentige Anreise mit dem PKW“, so Pretzler in seinen Ausführungen. Das sei das exakte Gegenteil einer zukunftsfähigen Verkehrslösung. Es sei eine Kraftanstrengung, den Straßenverkehr herzuleiten. Zugleich könne man für den öffentlichen Verkehr nichts Leistungsfähiges anbieten. „Hätte man bei Land, KAGes, Gesundheitsfonds bisher nicht hauptsächlich Öffentlichkeitsarbeit sondern stattdessen vertiefte Projektarbeit gemacht, wäre man längst zur Erkenntnis gekommen, dass ein Leitspital auch am Standort Niederhofen keine Chance auf Realisierung hat“, betont Michael Pretzler.

In Kritik bestätigt

Die von der Bürgerinitative präsentierte Studie hätte man sich eigentlich von einer Landesregierung erwartet, sagt FPÖ Klubobmann Mario Kunasek: „Unsere Kritik der letzten Jahre wurde ganz klar bestätigt.“ Der freiheitliche Ansatz sei, die drei Spitäler zu adaptieren. Dabei solle ein Leitspital definiert werden, die anderen beiden spezialisiert werden. „Es steht uns der nächste schwarz-rote Grundstücksflop ins Haus. Die Landesregierung will offenbar weiter mit dem Kopf durch die Stahlbetonwand und 300 Millionen Euro für einen Krankenhaus-Prestigebau auf der grünen Wiese vergraben. Fünf Hektar wertvoller landwirtschaftlicher Boden sollen durch dieses Projekt versiegelt werden. Eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist nicht gegeben, die notwendige Grundstückswidmung fehlt und die Bevölkerung vor Ort wurde in keiner Weise eingebunden. Transparenz und Bürgerbeteiligung sind für die Landesregierung ein Fremdwort“, wirft Lambert Schönleiter, LAbg. der Grünen, den Entscheidungsträgern vor. Die Landesregierung müsse vom „hohen Ross heruntersteigen.“ Das neue Grundstück sei eher eine Flucht in letzter Minute, die zu keiner Lösung führen werde. „Das Projekt fährt eindeutig in eine Sackstraße“, ist sich NEOS-Klubobmann Niko Swatek sicher. Man solle sich überlegen, nicht doch Rottenmann zum Leitspital zu machen und das Geld das übrig bleibt in die Gesundheitsversorgung investieren.

Kein Geplänkel

In Richtung Landesregierung signalisiert BISS-Obmann Helmut Gassner, dass man jederzeit für Gespräche zu Verfügung stehe. Allerdings unter der Prämisse, dass sie fachlich und sachlich einen Hintergrund haben und ohne politischem Geplänkel, welches die Bürgerinitiative „in den letzten Jahren unzählige Male mit Landeshauptmann, Landesrat Drexler und Landesrätin Bogner-Strauß erfahren musste.“

]]>
news-1687 Wed, 12 May 2021 08:15:00 +0200 Die grünste Druckerei Österreichs https://www.derennstaler.at/detail/die-gruenste-druckerei-oesterreichs 2020 ist es der Druckerei Wallig erstmals gelungen, in der gesamten Produktion energieautark zu sein. Seit Inbetriebnahme der Photovoltaik-Anlage wurden tausend Tonnen CO2 eingespart.

Die hauseigene Photovoltaik-Anlage lieferte im Vorjahr um 41.000 kWh mehr vom Dach der Druckerei, als die Produktion benötigte. Zudem wurde auch die Raumwärme zu 100 Prozent in der eigenen Hackschnitzelheizung produziert, wodurch sich eine für Druckereien einzigartige CO2-Bilanz ergibt.

Dies ist umso bemerkenswerter, als in Gröbming im Zweischichtbetrieb mit 50 Mitarbeitern über 2000 Tonnen Papier im Jahr verarbeitet werden. Um den imposanten Maschinenpark betreiben zu können, wurden in drei Bauabschnitten über 3500 m² Photovoltaikpaneele auf den Dächern des Betriebes verbaut. Kürzlich wurde allein mit der Solarstromerzeugung eine CO2-Erspanis von 1000 Tonnen seit Inbetriebnahme erreicht.

Franz Wallig führt das 1898 gegründete Familienunternehmen in fünfter Generation: „Unsere Druckerei zeichnet sich in den letzten Jahren durch stetiges Wachstum aus. Die größten Kunden kommen aus der Automobilindustrie, der Pharmaindustrie und dem Tourismus, wobei auch immer mehr Kunden aus Deutschland und der Schweiz den Service unseres Unternehmens zu schätzen wissen.“

Neben großen Produktionen wie Automobilpreislisten, Katalogen und anderen Werbemitteln liegt ein Fokus auch auf der schnellen Produktion von Kleinauflagen. Mit inzwischen acht Digitaldruckmaschinen werden für große Industriebetriebe Tischaufsteller, Etiketten, Aufkleber, Plakate und POS-Materialien stückgenau produziert und an die Endkunden selektiert ausgeliefert – ein Service, den auch immer mehr heimische Firmen zu schätzen wissen. „Kurz gesagt, alles was man auf Papier oder Folie produzieren kann, ist bei uns in guten Händen. Und das gute Gefühl, regional und ökologisch gehandelt zu haben, gibt es oben drauf“, so Franz Wallig. Der regionale Anspruch wird auch durch die beiden Gütesiegel „gedruckt in der Steiermark“ und „Printet in Austria“ betont, ebenso wie durch das CSR-Kennzeichen für Druckereien, das neben der Regionalität auch die umweltfreundliche und sozialverträgliche Produktion attestiert. Zudem führt die Druckerei Wallig als Vorreiter in der Steiermark das österreichische Umweltzeichen und auch die gänzlich CO2-kompensierte Produktion ist mit dem Partner Climate Austria möglich.

Applaus für die Vorreiterrolle der Gröbminger Druckerei kommt von Nachhaltigkeits-Landesrat Hans Seitinger: „Das Familienunternehmen ist seit Jahrzehnten ein verlässlicher Partner für regionale, nationale und internationale Kunden. Der Fokus auf nachhaltiges Wirtschaften und der gelebte Klimaschutz sind beispielgebend und sichert wertvolle Arbeitsplätze in der Region. Ich danke Franz Wallig für sein großes Engagement, denn es sind Initiativen, wie diese, die unsere Steiermark zukunftsfit machen.“

]]>
news-1686 Wed, 12 May 2021 08:13:35 +0200 Höchster Herkunftsschutz für den Ennstaler Steirerkas https://www.derennstaler.at/detail/hoechster-herkunftsschutz-fuer-den-ennstaler-steirerkas Seit Montag, dem 10. Mai ist es fix: Neben der Wachauer Marille, dem Steirischen Kürbiskernöl und dem Tiroler Speck ist der Ennstaler Steirerkas eines von 19 geschützten Qualitätsprodukten aus Österreich.

„Dem vorangegangen liegt jahrelange Vorbereitung“, erzählt Marianne Gruber, Obfrau des Vereins Ennstaler Steirerkas. Bereits im Jahr 2012 wurde sie hellhörig. Bäuerinnen und Bauern aus dem Schweizer Emmental klagten, dass mittlerweile billiger Emmentaler Käse in großen Mengen aus Holland importiert werde. Dieser Käse habe jedoch nicht den geringsten Bezug zur Region. „Damit uns das mit dem Ennstaler Steirerkäse nicht auch passiert, gründeten wir 2014 den Verein ‚Ennstaler Steirerkas‘ und begannen mit den Vorbereitungen für einen Herkunftsschutz“, so die leidenschaftliche Almbäuerin.

Kulinarische Visitenkarte

Unter dem damaligen Obmann Volkhard Maier stellte der Verein in Zusammenarbeit mit Sarah Peer den ersten Antrag. Nachdem Maier zum Nationalpark Kalkalpen wechselte, folgte ihm Marianne Gruber als Obfrau und arbeitete mit vielen Fachleuten weiter an dem Herkunftsschutz. Die Bemühungen machten sich bezahlt. Letzten Montag verstrich die letzte Einspruchsfrist und der Enns­taler Steirerkas ist offiziell eine geschützte Ursprungsbezeichnung. „Die Europäische Union hat mit dem Ennstaler Steirerkas das 19. österreichische Qualitätsprodukt unter Schutz gestellt. All diese Produkte repräsentieren nicht nur unsere Tradition und kulturellen Werte, sondern bilden die kulinarische Visitenkarte Österreichs“, sagt Andreas Cretnik, Obmann des Vereins für Herkunftsbezeichnungen.

Dass das Bewusstsein für Herkunft und Regionalität bei den Konsumenten immer wichtiger wird, zeigt die direkte Vermarktung bäuerlicher Produkte. Im Vorjahr stieg der Ab-Hof-Verkauf um 23 Prozent gegenüber dem Jahr 2019, während des Lockdowns sogar um 47 Prozent.

Etwas ganz Besonderes

Unter einer Ursprungsbezeichnung versteht man den Namen einer Gegend oder eines bestimmten Ortes, mit dem ein Lebensmittel bezeichnet wird, das in diesem begrenzten Gebiet erzeugt, verarbeitet und hergestellt wird und dem Gebiet seine Güte oder Eigenschaften verdankt. „Die Grünlandwiesen in Ennstaler Berggebieten, das Wissen um die Herstellung, dass über Generationen innerhalb der Familien weitergegeben wird und der besondere Veredelungsprozess manchen den Ennstaler Steirerkas zu etwas ganz Besonderem“, freut sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger. Das über Generationen weitergegebene traditionelle und regionale Wissen machen den Käse zu dem, was er ist. Eine regionale Spezialität.

]]>
news-1685 Wed, 12 May 2021 08:12:02 +0200 Neuer Weltrekord beim „Wings for Life“-Run https://www.derennstaler.at/detail/neuer-weltrekord-beim-wings-for-life-run Exakt 184.236 registrierte Starter aus 195 Nationen, davon allein 59.294 aus Österreich, sorgten am vergangenen Sonntag beim traditionellen und diesmal wieder virtuell per App ausgetragenen Lauf-Event für einen Teilnehmer-Weltrekord.

Insgesamt absolvierten die Sportler beim Wings for Life zur gleichen Zeit 1,656.840 Kilometer und dabei wurden nicht weniger als 4,1 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung gesammelt. Anita Gerhardter, CEO der gemeinnützigen Wings-for-Life-Stiftung, sagte: „Ich bin sprachlos. Das hätten wir uns nicht nicht erträumt. Ich danke jedem Einzelnen. Gemeinsam haben wir das Leben gefeiert, eine unglaubliche Summe gesammelt, um eine Heilung für Querschnittslähmung zu finden.“ Auch Sportstars wie Anna Gasser, Lisa Hauser, Christian Schiester, Benjamin Karl, Andreas Goldberger, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer schnürten ihre Laufschuhe und stellten sich in den Dienst der guten Sache.

Marcel Hirscher und Felix Neureuther fochten ein Teamduell aus, das der ehemalige deutsche Slalomartist und seine Mitstreiter am Ende für sich entscheiden konnten. Für den erfolgsverwöhnten Marcel Hirscher gab es trotz der Niederlage gegen seinen Freund nur Gewinner: „Man ist Teil einer riesigen Community, jeder weiß, wofür man läuft. Für mich ist der Wings for Life World Run eine der coolsten Veranstaltungen, die es gibt.“

Den Gesamtsieg bei der 8. Auflage dieses sportlichen Highlights sicherten sich der schwedische Rollstuhlfahrer Aron Andersen mit 66,8 Kilometer und bei den Damen die Russin Nina Zarina mit 61,1 Kilometer. Zu den Österreich-Siegern kürten sich Wolfgang Wallner aus Niederösterreich mit 56,1 Kilometer und die Salzburgerin Margit Lazzeri mit 42,4 Kilometer. Auch die Kicker des SC Geomix Liezen liefen für den guten Zweck und sammelten eifrig Kilometer. Nico Brunner sorgte dabei mit 26,8 Kilometer für die Bestmarke. Auf den weiteren Plätzen folgten Julian Pachler (24,75 km), Philipp Danner (24,05 km), Marcel Lep (23,15 km) und Philip Bacher (20,1 km).

]]>
news-1684 Thu, 06 May 2021 08:37:42 +0200 Steuergerechtigkeit? https://www.derennstaler.at/detail/steuergerechtigkeit Während die allermeisten Wirtschaftszweige mehr oder weniger stark unter der Coronakrise gelitten haben, gibt es einen eindeutigen Gewinner. Als Folge von Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen haben sich viele Einkäufe ins Internet verschoben, wovon in allererster Linie der amerikanische Online-Riese Amazon profitiert hat. Der hat allein in Europa im Vorjahr 44 Milliarden Euro umgesetzt, ohne dafür einen Cent Gewinnsteuer zu bezahlen. Das erzürnt zwar die europäische Politik und ist himmelschreiend ungerecht, aber eben auch legal.

Im Kampf um die Ansiedlung von Firmenzentralen gibt es auch in Europa genug Steueroasen, die Spielraum für die Verschiebung von Gewinnen gewähren. Das ließe sich zwar ändern, erfordert aber ein gemeinsames Vorgehen und letztlich eine Einigung über Europa hinaus, was Mindeststeuersätze im Land des Endverbrauchers betrifft. Bei der Umsatzsteuer ist man solch einer Regelung immerhin schon recht nahe.

Wesentlich schwieriger ist das Thema der Gewinnsteuern. Das gesamte europäische Steuersystem beruht auf Erkenntnissen des vorigen Jahrhunderts. Man knüpft die Steuerlast primär an die menschliche Arbeitskraft und an Produktionsstätten. In Zeiten des grenzüberschreitenden Internethandels und des Verkaufs von verschiedensten Software-, Musik- oder Datenangeboten im Internet geht das allerdings ins Leere. Natürlich gäbe es Lösungen, aber dazu ist eine internationale Kraftanstrengung nötig, samt internationalen Mindeststeuersätzen und allgemeingültigen Grundregeln. Bis auf weiteres wird daher die Zweiklassengesellschaft bestehen bleiben: Wer ausweichen kann, zahlt nichts und die anderen müssen den Sozialstaat im Alleingang finanzieren.

]]>
news-1683 Thu, 06 May 2021 08:36:05 +0200 Gesäuse steigt auf die Barrikaden https://www.derennstaler.at/detail/gesaeuse-steigt-auf-die-barrikaden LKW-Mautflüchtlinge und massive Lärmbelästigung durch Motorräder. Eine Petition soll nun die Verkehrsberuhigung auf der B 117 und der B 146 herbeiführen. Der zuständige Verkehrslandesrat sieht Lösung in einer Abänderung der StVO.

Die Grünen und die Bürgerliste Admont haben vergangenen Freitag eine Petition gestartet, die an die Landesregierung und den Landtag gerichtet ist. Die Forderung: Eine Tonnagebeschränkung und Lärmreduktion auf der B 117 und B 146. Wolfgang Riedl, stellvertretender Bezirkssprecher der Grünen: „Wir erwarten uns, dass die Lücke der Tonnagebeschränkung, wie sie noch zwischen Ardning und der Landesgrenze zu Oberösterreich existiert, geschlossen wird.“ Im erhöhten Verkehrsaufkommen, insbesondere durch schwerfällige LKWs, sieht Riedl ein großes Sicherheitsrisiko für die örtliche Bevölkerung: „Aus den vielen Rückmeldungen von Pendlern wissen wir, wie viele brenzlige Situationen es im Zusammenhang mit LKWs bereits gegeben hat“, so Riedl. Neben dem Schwerverkehr macht die Petition noch auf eine weitere Problematik aufmerksam: Die Lärmbelästigung in der Nationalparkregion. Diese soll auf maximal 95 Dezibel auch im Sinne eines hohen Qualitätsstandards im Tourismus gesenkt werden.

Lärm bis in Gipfellagen

Ein kurzer Rückblick: Bereits im Vorjahr schlug der Brief einer deutschen Urlauberin hohe Wellen: „In unmittelbarer Nähe des großen Wasserfalls am Wasserfallweg (Bereich Gstatterboden-Kummerbrücke) war der Lärm der Motorräder aus dem Tal bis in hochalpine Regionen zu hören. Urlauber kostet das den Erholungswert, für die Umwelt ist dies jedoch ein Desaster. Auf diesen Umstand angesprochen, teilte man uns auf einer Hütte mit, dass die Gegend bei Motorradfahrern im In- und Ausland beliebt sei, denn neben den kurvenreichen Straßen gebe es in der Obersteiermark keine Kontrollen zu befürchten. Tirol sowie Oberösterreich werden zunehmend gemieden, denn hier werde die Lautstärke der Motorräder kontrolliert, während dies in der oberen Steiermark nicht zu befürchten sei. Was hier der Natur, aber auch den Touristen zugemutet wird, ist eine Katastrophe. Dass man in einem Nationalpark jeden Tag grenzenlosen Lärm durch offenbar manipulierte Motorräder akzeptiert, Radfahrer gefährdet, letztlich eine Region dem Wahnsinn auf öffentlichen Straßen opfert, zeugt von beispielloser Verantwortungslosigkeit“, lautet ein Auszug des Schreibens, das auch Thema der medialen Berichterstattung war. „Daraufhin wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt“, sagt Nationalparkdirektor Herbert Wölger. Höchstes Messergebnis: 120 km/h im Kreuzungsbereich nach Johnsbach.

600 Motorräder und mehr

„An den Wochenenden erreicht der Verkehr Spitzen, die durch Ausflügler entstehen. Was jedoch wirklich explodiert, ist der Motorradverkehr“, sagt Wölger. An Schönwettertagen passieren 600 Motorräder und mehr die Gesäusestraße. Das Ergebnis: Eine Lärmbelästigung auf den Themenwegen bis in alpine Höhenlagen. „Wir wünschen uns einen Verkehr durch das Gesäuse, der keine Belästigung für Besucher darstellt. Im Nationalpark verfolgen wir einen besonderen Umgang mit der Natur. Diesen besonderen Umgang braucht es auch in der Verkehrsdynamik“, so Wölger, der sich dabei auch auf den Schwerverkehr bezieht: „Einen LKW-Durchzugsverkehr, der nur durch den Nationalpark fährt, um Maut zu sparen, darf es einfach nicht geben.“  Auch Gesäuse-Tourismus-Chef David Osebik betont: „Jeder Vorstoß zur Lärmreduktion bewirkt eine Steigerung der Erlebnisqualität in der Region und dazu gehört eine Verringerung des Verkehrs.“

Ein Kampf seit zehn Jahren

Auf der B 320, der Ennstal-Bundesstraße, ist man dem Gesäuse weit voraus: Im Oktober 2019 wurde das bestehende nächtliche LKW-Fahrverbot ab 3,5 Tonnen durch eine Verordnung eines LKW-Fahrverbots ab 7,5 Tonnen bei Tag erweitert. Eine bezirksweite Tonnagebegrenzung existiert jedoch nicht. Schwerverkehr, der die Mautstellen auf den Autobahnen umgehen möchte, kann sich immer noch durch das Nationalparkgebiet und die Buchau schlängeln. Vom Schwerverkehr besonders betroffen sind die Orte St. Gallen, Weißenbach und Altenmarkt. „Seit mittlerweile zehn Jahren kämpfen wir für ein LKW-Fahrverbot“, sagt St. Gallens Bürgermeister Armin Forstner. Das sei jedoch nur „durch eine Abänderung des Paragraphen 43 in der StVO zu erwirken, was dem Aufgabengebiet von Grünen-Bundesministerin Leonore Gewessler obliegt“, so Forstner. Auch aus dem Büro des steirischen Verkehrslandesrats Anton Lang heißt es: Man habe Verständnis für die Situation in der Region Gesäuse. Doch eine erhöhte Unfallgefahr sei laut bestehender Gutachten weder auf der B 117 noch auf der B 146 gegeben. Somit könne aufgrund der geltenden Bestimmungen der StVO kein LKW-Fahrverbot erlassen werden. Man werde sich jedoch bei der zuständigen Bundesministerin für eine Abänderung des Paragraphen 43 der StVO einsetzen. Ein erster Schritt sei bereits gesetzt.

Bundesweite Problemerhebung

Vergangenen Herbst wurde bei der Konferenz der Landesverkehrsreferenten ein einstimmiger Beschluss zur Novellierung des entsprechenden Paragraphen gefasst. Als Vorsitzender der Landesverkehrsreferenten unternimmt Lang nun einen erneuten Vorstoß, um auf die österreichweite Problematik hinzuweisen. Konkret wurde eine Bundesländerumfrage erarbeitet und an alle zuständigen Verkehrsreferenten ausgeschickt. Neben möglichen gemeinsamen Problemstellungen bei der Thematik des LKW-Fahrverbotes wird darin auch abgefragt, ob es in den einzelnen Bundesländern Wünsche der Bevölkerung gibt, LKW-Fahrverbote zu erlassen. Die Antworten sollen für das zuständige Ministerium eine Erleichterung in der Ausarbeitung eines konkreten Gesetzesentwurfs darstellen. „In vielen Fällen können die Länder aufgrund der geltenden StVO-Bestimmungen keine LKW-Fahrverbote erlassen. Daher braucht es schnellstmöglich gesetzliche Rahmenbedingungen, die dies erleichtern. Die Umfrage soll zeigen, mit welchen konkreten Problemen die Bundesländer in der Praxis konfrontiert sind. Als Vorsitzender der Verkehrsreferenten ist es mir ein Anliegen, dieses wichtige Thema weiter voranzutreiben, denn es braucht endlich mehr Handlungsspielraum für die Bundesländer, um den Wünschen der Bevölkerung gerecht zu werden. Unser Ziel ist und bleibt es, dem sogenannten Mautumgehungsverkehr Einhalt zu gebieten“, sagt Lang.

]]>
news-1682 Thu, 06 May 2021 08:34:41 +0200 Der Dachsteingletscher am Zielhang der Planai https://www.derennstaler.at/detail/der-dachsteingletscher-am-zielhang-der-planai Zur Einstimmung der Umwelt-Serie „Signal am Dachstein“ symbolisierten Schüler der MS Schladming anschaulich den Rückgang des Dachstein-Gletschers in den letzten 170 Jahren.

Die Idee stammt vom „La Strada“-Intendanten Werner Schrempf. Die Organisation der Umsetzung vom ersten Teil oblag dem Schladminger Bergretter Toni Streicher und dem Lehrer, Wanderführer und Freizeitfotografen Lois Strimitzer. Bürgermeister und Vertreter der Kulturreferate Schladming, Haus im Ennstal und Ramsau am Dachstein, interessierte Beobachter sowie Presse, Ennstal-TV und ORF Steiermark hatten sich eingefunden, um sich vom Projekt „GletscherQuadrat“ von Schülern der MS Schladming beeindrucken zu lassen. Mit in den Frühjahrsschnee gesprühten blauen und roten Linien wurde anschaulich symbolisiert, wie sich die Gletschermassen des Dachsteins im Laufe der letzten 170 Jahre verringert haben. Betrug die Fläche der Schladminger-, Gosauer- und Hallstätter-Gletscher zur Zeit des Dachstein-Pioniers Friedrich Simony noch rund zehn Quadratkilometer, so ist er aktuell auf nur mehr ein Viertel davon geschrumpft. Prognosen des Meteorologen Klaus Reingruber vom Messprogramm „Bluesky“ besagen, dass die Eismassen auf dem Grenzberg zwischen Oberösterreich und der Steiermark bis Mitte des Jahrhunderts verschwunden sein könnten.

Das Sommerprogramm als Landschaftsoper

Die Eröffnungsveranstaltung zum „Signal am Dachstein“ wurde von einem Folklore-Programm stimmungsvoll umrahmt. Wurzhornbläser aus Ramsau, das Jodler-Trio Herti Plut, Manfred Percht und Sepp Planitzer sowie Trompetenbläser intonierten traditionelle Musik- und Jodlerstücke, wie sie wohl auch früher am Gletscher, auf den Almen und „Am Stein“ erklungen sind.

Die Fortsetzung dieser im Alpenraum einmaligen Umwelt-Serie erfolgt am 1. Juni mit dem Höhlenvortrag „Die Riesenhöhensysteme in der Dachstein-Südwand“ von Robert Seebacher bei der Talstation der Planaibahn Schladming, gefolgt am 18. Juni von einem Forum mit dem Titel „ÜBERhören und ÜBERsehen“ in Ramsau am Dachstein. Teilnehmer wird unter anderem der Schlad­minger Schauspieler Ferdinand Seebacher sein.

Den Höhepunkt bilden sechs „Ouvertüren der Landschaftsoper“ am 20. Juni mit Beginn am frühen Morgen. Ausgehend von verschiedenen Orten in der Steiermark, Oberösterreich und Salzburg werden die Teilnehmer in der Nacht mit Bussen aufbrechen, um sich gemeinsam der natur- und kulturgeschichtlichen Entwicklung der Landschaft des Dachstein-Massivs zu nähern. Die Ouvertüren beleuchten auf mehrtägigen Wanderetappen die vielfältigen Blickwinkel: Artenvielfalt, Wald und Weide, Geologie, Meteorologie und Glaziologie. Die niederländischen Tonkünstler Strijbos und Van Rijswijk sollen dabei „mit Klängen, ihren Installationen und Kompositionen die Fantasie beflügeln und die Menschen in eine persönliche Klangwelt eintauchen lassen“, wie es die Broschüre zum „Signal am Dachstein“ beschreibt.

]]>
news-1681 Thu, 06 May 2021 08:33:21 +0200 Wilder Berg mit neuem Sommerangebot https://www.derennstaler.at/detail/wilder-berg-mit-neuem-sommerangebot Vergangene Woche am Donnerstag hat der Wilde Berg seine Pforten geöffnet. Ab sofort ist der Tierpark von Donnerstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr und ab Ende Juni täglich in Betrieb.

Der Wilde Berg in Mautern ist in die diesjährige Sommersaison gestartet und lockt mit neuen Angeboten. Als besonderes Highlight gilt der neue „Mufflwalk“. Die Aussichtsplattform wurde direkt am Gehege der Mufflons errichtet und ermöglicht Gästen einen spektakulären Rundumblick auf sechs Metern Höhe. Neu ist auch das 4400 m² große Tiergehege, das für Familie Luchs ein besonderes Wohlfühlambiente und für Besucher spannende Einblicke bieten soll. Wer immer schon Tierpfleger bei ihrer Arbeit beobachten wollte, hat nun am Wilden Berg die Gelegenheit dazu: Das neue Angebot „Tierpfleger für einen Tag“ ermöglicht es, das Team einen Tag lang zu begleiten und spannende Blicke hinter die Kulissen zu erhaschen.

Neben den vielen Neuerungen wurde ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen gelegt. Der Alpentierpark erstreckt sich auf einem Areal von 65 Hektar, eine gute Voraussetzung für einen sicheren Aufenthalt, so Geschäftsführer Georg Bliem: „Aufgrund der großzügig angelegten Freiflächen verteilen sich die Besucher bestmöglich auf dem Areal. Das Team vom Wilden Berg ist optimal vorbereitet, um unseren Gästen einen sicheren Tierparkbesuch zu ermöglichen.“ Im letzten Jahr haben rund 98.000 Gäste den Wilden Berg mit seinen rund 300 Tieren besucht. Für eine Rast zwischendurch sorgen die zahlreichen Verweilplätze und Bänke, die heuer installiert wurden. Take-away-Angebote bietet die sogenannte Bärenstube an der Talstation. Steirische Schmankerl mit Aussicht gibt es auf der Steinbockalm, deren Gastronomiebereich heuer neu gestaltet und modernisiert wurde.

]]>
news-1680 Thu, 06 May 2021 08:31:20 +0200 Gewichtheben: Öblarnerin startet bei U17-EM in Polen https://www.derennstaler.at/detail/gewichtheben-oeblarnerin-startet-bei-u17-em-in-polen Für die junge Stemmerin Sophia Stieg aus Öblarn erfüllte sich vergangene Woche in Linz ein großer Traum.

Beim ÖGV-Kader-Testwettkampf konnte sich die starke Athletin des AK Union Öblarn mit 68 Kilogramm im Reißen und 79 Kilogramm im Stoßen für die U17-Europameisterschaft in Polen in der Klasse bis 55 Kilogramm qualifizieren. Obwohl der letzte Wettkampf monatelang zurückliegt und auch das Limit von 147 kg im Zweikampf für den Fixstartplatz sehr hoch war, zeigte das junge Talent mentale Stärke. Souverän und ohne Fehler erzielte sie sechs gültige Versuche und wuchs mit 79 kg im Stoßen über sich hinaus. Als Kaderathletin des ÖGV konnte die fast 16-Jährige auch in den letzten Monaten ihre Trainingseinheiten im Stemmraum des AK Union Öblarn mit ihrem Trainer absolvieren und während der Trainingslager mit der Damenbundestrainerin Victoria Hahn gezielt auf diesen Wettkampf und das zu erreichende Limit hinarbeiten. Für die Schülerin war es in den vergangenen Monaten nicht leicht, da es coronabedingt alle Trainingseinheiten allein und ohne andere Athleten zu absolvieren galt. Dennoch konnte sie sich immer wieder motivieren und hatte das große Ziel „EM 2021“ vor Augen. Für Sophia Stieg ist dies die zweite Teilnahme an einer Europameisterschaft, denn bereits 2019 war sie bei der U15-EM in Israel dabei und erzielte bei ihrem Debüt den ausgezeichneten neunten Platz mit einer Zweikampfleistung von 120 Kilogramm.

]]>