Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Wed, 21 Apr 2021 23:19:35 +0200 Wed, 21 Apr 2021 23:19:35 +0200 TYPO3 EXT:news news-1669 Thu, 15 Apr 2021 08:27:04 +0200 Gesundheit geht vor https://www.derennstaler.at/detail/gesundheit-geht-vor Rudolf Anschober hatte im vergangenen Jahr wohl den schwersten Job Österreichs, zerrieben zwischen Experten, Wirtschaft, Bundesländern und den verschiedensten anderen Interessenten. Trotzdem hat er ihn nach bestem Wissen und Gewissen erledigt, zuletzt mit einem Einsatz, der von seinem Körper nicht mehr zu stemmen war. Sein Rücktritt nötigt einem ebenso viel Bewunderung wie Verständnis ab, und es ist ihm zu wünschen, dass er eine gesunde und ruhigere Zukunft vor sich hat. Sein Nachfolger Wolfgang Mückstein hingegen wird mit den bekannten Widrigkeiten weiterhin zu kämpfen haben.

Daher wäre es in der momentanen Situation eine Überlegung wert, das Gesundheitsministerium zu trennen oder zumindest zusätzlich mit einem Staatssekretär zu besetzen. Immerhin ist das Resort auch für Soziales, Pflege, Konsumentenschutz und Tierschutz zuständig, was zum Zeitunkt der Regierungsbildung durchaus verständlich war. Jetzt wäre aber Entlastung angesagt, zumindest für die Dauer der Pandemie wäre es vernünftig, wenn sich der Gesundheitsminister wirklich nur auf seine Kernaufgabe konzentrieren kann.

Immerhin gibt es genug Baustellen, beginnend von den Verordnungen und Gesetzen, die oft recht unausgegoren waren, über das Verhältnis zwischen Bund-, Länder- und Bezirksebene bis zur gesamten Impforganisation. Ein ausgewiesener Fachmann wie Mückstein ist wohl der richtige Mann, hier das Funktionieren der Maßnahmen garantieren und das Vertrauen der Bevölkerung wieder zu stärken. Von allem anderen sollte man ihm den Rücken freihalten.

]]>
news-1668 Thu, 15 Apr 2021 08:25:53 +0200 Berufsschule Aigen wird „Wohnen am See“ https://www.derennstaler.at/detail/berufsschule-aigen-wird-wohnen-am-see Am Standort der ehemaligen Berufsschule in Aigen im Ennstal entsteht neuer Wohnraum sowie eine Heimat für eine soziale Einrichtung. Die Hälfte der geplanten Wohnungen werden einer touristischen Nutzung, sprich Zweitwohnsitzen, zugeführt, die andere Hälfte sind Starterwohnungen und Hauptwohnsitze.

Die WiGa Investment und Beteiligungs GmbH hat 2019 die ehemalige Bildungseinrichtung von der Landesimmobiliengesellschaft erworben. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Hohensinn aus Graz wurde das Großprojekt „Wohnen am See“ geplant und kürzlich dem Gemeinderat vorgestellt. „Der Tenor ist grundsätzlich ein positiver“, freut sich Bürgermeister Walter Kanduth über eine Nachnutzung der Schule. In einer ersten Phase von 2021 bis 2023 sollen 35 Starterwohnungen, 22 Wohnungen für Hauptwohnsitze sowie 24 Zweitwohnsitze entstehen. Im Altbestand im oberen Teil des Gebäudes werden die Starterwohnungen mit unbefristeten Mietverträgen zu einem Preis von vier Euro netto pro Quadratmeter angeboten. Voraussetzung ist die Anmeldung eines Erstwohnsitzes. Des Weiteren soll in den früheren Klassenräumen und der 400 Quadratmeter großen Küche, welche erst zwei Jahre vor Schließung der Schule erneuert wurde, eine Sozialeinrichtung ihre Heimat finden. Die Gespräche laufen bereits. Neben einer Tageswerkstätte könnte auch die Küche als Werkstätte genutzt werden. Das gesamte bestehende Gebäude wird energetisch generalsaniert. Im östlichen Teil, Richtung Ortszentrum, entstehen zwei Neubauten: Ein Wohnkomplex besteht aus 22 Wohnungen, ausschließlich für Hauptwohnsitze in einem Preissegment gemeinnütziger Siedlungsgenossenschaften, das zweite Gebäude umfasst 24 Zweitwohnsitze.

 

Apartments und Zweitwohnsitze

In Phase 2 von 2023 bis 2026 ist die Errichtung von drei Neubauten mit insgesamt 55 Wohneinheiten geplant. Hierzu wird der westliche Teil der alten Schule abgerissen. In einem Gebäude sind 18 servicierte Apartments mit Fitnesscenter, Sauna und Frühstücksraum angedacht, dahinter zwei Häuser mit insgesamt 33 Zweitwohnsitzen. Sollte jedoch bis 2023 kein Betreiber für die Apartments gefunden werden, werden diese ebenfalls als Hauptwohnsitze ausgewiesen. Was die Preise für die Zweitwohnsitze betrifft, hielten sich die Verantwortlichen bedeckt.  Weiters entstehen drei Tiefgaragen, wovon sich eine bereits im Bestand befindet. Die Baukosten für das Gesamtprojekt betragen zwischen 18,5 und 20 Millionen Euro.

 

Bedenklich

An drei Seiten grenzen die Grundstücke der Familie Dornbusch an die ehemalige Berufsschule. Als Nachbar begrüßt Alexander Dornbusch zwar, dass etwas am Standort geschieht, sieht aber die dichte Bebauung der Fläche kritisch. Auch als Gemeinderat der Bürgerliste GefA sind die Zweitwohnsitze für ihn bedenklich: „Die ehemalige Berufsschule ist derzeit ein Schandfleck. Als Gemeindevertreter sehe ich mich bestrebt, die Wohnraumbeschaffung zu unterstützen, jedoch nicht um jeden Preis. Gerade in Zeiten, in denen über die Zweitwohnsitzthematik heftig debattiert wird, bin ich verwundert über diese geplanten Zweitwohnsitze in unserer Gemeinde“, so Dornbusch.

]]>
news-1667 Thu, 15 Apr 2021 08:23:27 +0200 Kontrollierte Selbsttests in den Gemeinden https://www.derennstaler.at/detail/kontrollierte-selbsttests-in-den-gemeinden Zehn Gemeinden im Bezirk Liezen bieten zusätzlich zum bestehenden Angebot der kostenlosen Antigen-Testmöglichkeiten nun auch kontrollierte Selbsttests an.

Diese werden durch Mitarbeiter der Gemeinde beaufsichtigt. Die testwilligen Personen führen die Nasenvorraumtests jeweils unter Anleitung an sich selbst durch. Das Testergebnis wird im Anschluss per SMS oder per Mail übermittelt – dieses gilt, wie auch die Antigen-Testergebnisse der Teststationen des Landes und der Apotheken, für den Zeitraum von 48 Stunden als Zutrittstest für die Inanspruchnahme unterschiedlicher Dienstleistungen wie etwa den Friseurbesuch. Auch in den Teststraßen ist eine Erweiterung durch Selbsttests angedacht, so Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher. Ein Testbus im Paltental sei ebenfalls in Planung. „Das Problem ist jedoch, dass es zu wenige Leute gibt, die Tests abnehmen dürfen“, erklärt er.

Admont (Gemeindeamt, Start: 19. April): Montag von 15.30 bis 18 Uhr. Voranmeldung unter 03613/27200.

Ardning (Gemeindeamt): Montag von 16 bis 18 Uhr, Mittwoch von 9 bis 11 Uhr und Freitag von 16 bis 18 Uhr. Voranmeldung unter gde@ardning.at.

Haus (Gemeindeamt): Montag von 8 bis 10 Uhr, Mittwoch von 13 bis 15 Uhr und Freitag von 16 bis 18 Uhr. Voranmeldung unter 03686/2207.

Landl (Gemeindeamt): Dienstag und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Voranmeldung erwünscht unter 03633/2201.

Lassing (Gemeindeamt): Montag von 8 bis 12 Uhr, Mittwoch von 13 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Gaishorn (Gemeindeamt, Start: 19. April): Montag von 8 bis 10 Uhr, Mittwoch 14 bis 16 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich. Bei Bedarf (weiteren Öffnungsschritten) werden die Zeiten flexibel angepasst.

Mitterberg-Sankt Martin (Gemeindeamt, nur für Gemeindebürger): Montag und Mittwoch von 7 bis 8 Uhr, Freitag von 12 bis 13 Uhr. Voranmeldung unter 03685/22319-203.

Sankt Gallen (Clubraum Eisenwurzenhalle/Weißenbach an der Enns): Donnerstag von 17 bis 19 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Sölk (Mittelschule Stein): Donnerstag von 17 bis 19 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

Trieben (Freizeitheim): Mittwoch von 8 bis 12 Uhr. Keine Anmeldung erforderlich.

]]>
news-1666 Thu, 15 Apr 2021 08:22:00 +0200 Die „Bergretter“ drehen wieder https://www.derennstaler.at/detail/die-bergretter-drehen-wieder In Ramsau am Dachstein werden die Dreharbeiten für die 13. Staffel der „Bergretter“ fortgesetzt.

Die ersten Folgen Familienserie des ZDF wurden bereits ab 2009 unter dem Namen „Die Bergwacht“ ausgestrahlt, 2012 folgte die Umbenennung in „Die Bergretter“ und die Verlängerung auf Spielfilmdauer von 90 Minuten.

Mit einer Zuseherzahl von mehr als sechs Millionen zählt die Serie zu den beliebtesten, meistgesehensten und erfolgreichsten Serien in der Geschichte des Zweiten Deutschen Fernsehens und hat längst Kultstatus erreicht. Vor allem für die Ramsau, aber auch für andere Drehorte, wie zum Beispiel das Schlosshotel Pichlarn oder die Flugrettung Aigen im Enns­tal, handelt es sich um eine unbezahlbare Werbung, wird doch die Schönheit des Dachsteingebirges und des Ennstales weit über die Grenzen Österreichs hinausgetragen.

Sechs neue Folgen hat das ZDF angekündigt sowie zwei weitere Episoden, die bereits im Jahr 2020 produziert wurden. Neben Sebastian Ströbel als Leiter der Bergrettung Ramsau stehen wieder Luise Bähr, Robert Lohr, Michael Pascher, Stefanie von Poser, Maxi Wartwel, Michael König, Heinz Marecek sowie der Schladminger Ferdinand Seebacher vor der Kamera. Wertvolle Hilfe, vor allem bei gefährlichen Dreharbeiten am Berg, wird von den Männern des Bergrettungsdienstes Ramsau am Dachstein geleistet.

Beim Film-Hof von Emily handelt sich um den traditionsreichen Hof der legendären Ramsauer Bergsteiger-Familie Perner, ein weiterer bekannter Drehort ist die „Gruberstube“. In der 13. Staffel scheint mit dem alten Wagnerhaus in Ramsau-Kulm noch ein traditionsreiches Gebäude auf. In diesem Haus war früher die Wagnerwerkstätte des Hermann Tritscher untergebracht. Auch heute gehört es noch zur „Skistube Steiner“, welche die Wagnerei im ersten Stock gemütlich her- und eingerichtet hat. Der „Ennstaler“ besuchte den Drehort, an welchem bereits in den frühen Morgenstunden reges Treiben herrschte. Schließlich musste die „Location“ für die Aufnahmen entsprechend präpariert werden. Über das Thema des Drehs herrschte natürlich Stillschweigen, es wurde nichts verraten. Die Spannung soll bis zur Ausstrahlung im Herbst aufrechterhalten bleiben.

]]>
news-1665 Thu, 15 Apr 2021 08:20:16 +0200 Schladming macht sich „bike-fit“ https://www.derennstaler.at/detail/schladming-macht-sich-bike-fit Mit 40.000 Besuchern zählt der Bikepark der Planai zu den führenden Adressen im Alpenraum. Die Bikeworld von Bründl Sports bietet mit Verkauf, Service und Verleih die ideale Ergänzung.

200 Leihräder, sowohl E-Bikes als auch Downhill-Bikes, stehen den Besuchern der Bikeworld von Bründl Sports zur Verfügung. Zudem deckt der Rad-Profi ein breites Angebotsspektrum ab. Auf 700 m² finden sich verschiedenste Modelle für Einsteiger und Extrem-Biker. „Mit der neuen Bikeworld Schladming erschließen wir bereits den dritten Standort im Einzugsgebiet des Planai-Stadions. Zwölf Mitarbeiter sind von Mitte März bis Anfang November in der Bikeworld beschäftigt“, freut sich Bründl-Sports-Geschäftsführer Christoph Bründl.

Die bestehenden 35 Kilometer Trails auf der Planai sollen heuer sogar noch erweitert werden. Planai-Geschäftsführer Georg Bliem gibt einen Ausblick auf die geplanten Adaptionen für diese Saison: „Derzeit gibt es gute Gespräche mit den Grundbesitzern. Ziel ist es, dass zusätzlich zu den Downhill-Trails auch eine leichte Variante bis ins Tal zur Verfügung steht.“ Der schon bestehende Fairy Trail werde angepasst und verlängert. Weitere Ausbauten sind bis Juli geplant. Die Eröffnung des Bikeparks ist heuer voraussichtlich Mitte Mai geplant.

]]>
news-1664 Thu, 08 Apr 2021 09:00:31 +0200 Rettet die Wirtschaft vor dem Staat https://www.derennstaler.at/detail/rettet-die-wirtschaft-vor-dem-staat  

Wenn man heute einen Blick auf die in der ÖBAG gebündelten Betriebe wirft, sieht man durchwegs wirtschaftlich solide Unternehmen. Speziell die OMV, der Verbund und die Telekom liefern solide Erträge, sichern tausende Arbeitsplätze und sind heute die Vorzeigeunternehmen Österreichs. Vor den Privatisierungen stellte sich hingegen eher die Frage, ob Betriebe wie die VÖEST überhaupt überleben werden. Sprich, die Lage hat sich durch private Miteigentümer massiv verbessert.

Dass die Bestellung von Schmid als Alleingeschäftsführer der Holding nach der Veröffentlichung von Chatverläufen durch den Ibiza-Untersuchungsausschuss einen mehr als schalen Beigeschmack hat, ist unbestritten. Über die Legalität der Veröffentlichung von Nachrichten muss sich jeder selbst ein Bild machen. Jedenfalls scheint jeder Anwalt, Steuerberater, Politiker oder Journalist in diesem Land gut beraten, sich ähnlich wie in einer Diktatur sehr genau zu überlegen, was er an dokumentierbaren Unterlagen produziert. Sicher scheint nach den jüngsten Vorkommnissen in diesem Staat nämlich nichts mehr zu sein.

Bleibt noch die politische Dimension: Nach der weitestgehenden Zurückdrängung der öffentlichen Hand aus wirtschaftlichen Betrieben werden diese deutlich erfolgreicher. Wir sollten daher rasch darangehen, alles zu privatisieren, was nicht per se Staatsaufgabe sein muss. Denn der Staat kann nicht wirtschaften und allein für die Kostenüberschreitung im Krankenhaus Nord kann man den ÖBAG-Vorstand mehrere hundert Jahre bezahlen.

]]>
news-1663 Thu, 08 Apr 2021 08:59:12 +0200 Erasmus-Projekt fördert soziale Landwirtschaft https://www.derennstaler.at/detail/erasmus-projekt-foerdert-soziale-landwirtschaft Das Gartenbauteam der Lebenshilfe-Ennstal vernetzt sich europaweit. Durch den internationalen Austausch soll die Inklusion im Agrarbereich neue Chancen erfahren.

Am 15. Mai feiert die Lebenshilfe Ennstal 20 Jahre Gartenbau. Auf dem 1200 m² großen Anbaugebiet in Raumberg-Gumpenstein arbeiten zehn Kundinnen und Kunden des sozialen Vereins im Einklang mit der Natur und den vier Jahreszeiten. Nach der Aussaat im Jänner und Februar ist das Team gerade mit dem Topfen und Pikieren der Pflanzen beschäftigt. „Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit“, sagt Birgit Eker von der Lebenshilfe Ennstal. So abwechslungsreich wie die Arbeit selbst sind auch die Gewächse, die sie hervorbringt. Im Folienhaus und auf dem Freiland wachsen unterschiedliche Sorten von Weiß- und Rotkraut, mehrere Kohlrabiarten, Salat, Kürbis, Brokkoli, Mangold, Pfefferoni, Paprika, Gurken und Kartoffeln. Seinen großen Bekanntheitsgrad hat der Gartenbau der Lebenshilfe Ennstal jedoch seinen Tomaten zu verdanken. Mehr als 20 verschiedene Sorten zieht das Team jährlich heran. „Wir haben einen Schwerpunkt auf alte und selbstverständlich samenfeste Sorten gelegt. Hybriden werden bei uns nicht verwendet“, betont Eker. Seit einigen Jahren wachsen auch Heil- und Gartenkräuter auf dem Anbaugebiet. Für eine barrierefreie Bewirtschaftung hat die Lebenshilfe Ennstal unterfahrbare Hochbeete aufgestellt, die auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind.

Pflanzen mit Biozertifikat

Um die 10.000 Jungpflanzen werden jährlich verkauft. Seit 2016 tragen sie das Bio-Siegel. Auf Spritzmittel zur Schädlingsbekämpfung und künstlichen Dünger wurde jedoch schon vor der Biozertifizierung verzichtet, sagt Eker: „Wir haben unsere Jungpflanzen stets biologisch produziert, umstellen mussten wir nichts.“ Mittlerweile werden die Jungpflanzen und das Gemüse nicht nur vor Ort an der Anbaustelle in Raumberg-Gumpenstein, sondern auch von Partnerbetrieben verkauft. Der Postshop in Stainach als auch das Landmarkt-Lagerhaus in Aigen führen die landwirtschaftlichen Produkte des Lebenshilfe-Gartenbaus. Seit Ostern zählt auch das „Blumenhüttl“ in Wörschach zu den regionalen Vertriebspartnern. Obwohl der Frühling in diesem Jahr später als gewöhnlich im Ennstal Einzug hielt, sind schon jetzt Jungpflanzen in Raumberg-Gumpenstein erhältlich. Geöffnet hat das Folienhaus des Gartenbauteams immer von Montag bis Donnerstag von 9 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 15 Uhr. Am Freitag beginnt der Verkauf um 9 Uhr und endet um 11.30 Uhr.

Vernetzung durch Erasmus+

Vergangenen Jänner ist ein mehrjähriges Erasmus+-Projekt gestartet, an dem sich die Gartenbau-Schiene der Lebenshilfe Ennstal und sechs weitere Projektpartner aus Österreich, Deutschland, Spanien, Portugal, der Slowakei und Tschechien beteiligen. Ziel der EU-geförderten Maßnahme ist es, die Inklusion von Menschen mit Handicaps im agrarwirtschaftlichen Sektor zu unterstützen. „Wir wollen ein europaweites Netzwerk aufbauen und voneinander lernen“, so Eker. Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation müssen die Projektpartner derzeit noch auf ein persönliches Treffen verzichten. Eker hofft jedoch, „dass unser Team bald in die teilnehmenden Länder reisen kann, sobald sich die Lage entspannt hat.“ Da es keine sprachlichen Barrieren zu überwinden gibt, würde besonders die Partnerschaft mit Deutschland die Praktika für Gartenbaumitglieder der Lebenshilfe Ennstal in greifbare Nähe rücken, so Eker: „Durch dieses Projekt erhalten unsere Kundinnen und Kunden die einzigartige Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen, in andere Betriebe und Institutionen zu schnuppern und neue Arbeitsschritte kennenzulernen.“ Aus diesem Grund ist die Gartenbauschiene der Lebenshilfe Ennstal noch einer weiteren Kooperation beitreten. Die „Partnerschaft zu Gunsten von Auslandspraktika in Europa“ umfasst Betriebe in Österreich, Norwegen, Italien, Deutschland, Spanien, Lettland, Frankreich, Niederlande, Dänemark, Türkei, Island, Zypern, Rumänien, Großbritannien und der Slowakei. Im Ennstal sind neben der Lebenshilfe auch die Bildungseinrichtungen Raumberg-Gumpenstein und Grabnerhof Mitglieder dieser internationalen Vereinigung. „Diese Kooperationen sind ein richtiger und wichtiger Weg, die Inklusionsbarriere zu überwinden und ein Netzwerk aufzubauen, das in ganz Europa verwurzelt ist“, sagt Eker.

]]>
news-1662 Thu, 08 Apr 2021 08:53:20 +0200 Verteilerkreis Trautenfels geht zu Sommerbeginn in Betrieb https://www.derennstaler.at/detail/verteilerkreis-trautenfels-geht-zu-sommerbeginn-in-betrieb Nach der Winterpause wurden die Arbeiten am Kreisverkehr Trautenfels wieder aufgenommen. Landesverkehrsreferent Anton Lang zeigt sich zuversichtlich: Der zeitliche Fahrplan wird halten.

Pünktlich zu Frühlingsbeginn sind die Betonarbeiten an der Großbaustelle in Trautenfels wieder in vollem Gange. Nach der Fertigstellung der 20 Zentimeter dicken Fahrbahn unterhalb der Grimmingbrücke will man bereits mit den nächsten Arbeitsschritten beginnen, wie Martin Kerschbaumer von der Baubezirksleitung Liezen mitteilt: „Nach Ostern starten dann auch die Asphaltierungsarbeiten sowohl auf der 135 Meter langen Brücke als auch an den Rampen. Bereits im Probebetrieb ist die Pumpanlage, die eine ordnungsgemäße Entwässerung gewährleistet. Und dann fehlen unter anderem noch die Montage der Brückenausrüstung wie Geländer und Betonleitwände, die E-Technik im gesamten Bereich und jede Menge Restarbeiten.“ Trotzdem soll der Verteilerkreis noch vor Sommerbeginn fertig gestellt werden, wie Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang betont: „Unser Fahrplan, dass das Großbauprojekt, das vor mittlerweile zwei Jahren startete, planmäßig vor dem Sommer verkehrswirksam wird, wird halten.“

]]>
news-1661 Thu, 08 Apr 2021 08:51:48 +0200 Spatenstich für neue Einsatzzentrale der Feuerwehr https://www.derennstaler.at/detail/spatenstich-fuer-neue-einsatzzentrale-der-feuerwehr Nach langen Vorbereitungsarbeiten fand vergangene Woche der offizielle Spatenstich zum Neubau der Bezirks-Feuerwehreinsatzzentrale, in der auch der Stützpunkt der Bergrettung Liezen untergebracht ist, in der östlichen Gewerbezone von Liezen statt.

Im Beisein der Landtagsabgeordneten Bgm. Armin Forstner und Michaela Grubesa, Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Direktor Heinz Hartl, BR Reinhold Binder, ÖBRD-Ortsstellenleiter Martin Vasold, Bgm. Roswitha Glashüttner und Bauleiter Christian Danner mit Polier Klaus Brandl wurde dieser in einem kleinen Rahmen vollzogen. Das neue Gebäude wird rund 585 Quadratmeter umfassen, das Gesamt­investitionsvolumen beträgt 1,9 Millionen Euro. Geplant sind eine moderne Infrastruktur und Ausbildungsmöglichkeiten sowie ein dezentrale Warn- und Alarmzentrale. Zusätzlich wird das Gebäude mit einer unabhängigen Notstromversorgung ausgestattet. Der Baubeginn im April wurde bereits festgelegt und erfolgt je nach günstiger Wetterlage.

Die Landtagsabgeordneten hoben die Bedeutung des Bereichsfeuerwehrkommandos Liezen am Standort in Liezen hervor. Auch die Gemeinden des Bezirkes haben sich durch das Regionalmanagement Bezirk Liezen an diesem wichtigen Projekt beteiligt. Liezens Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner bezeichnet das Projekt als weiteren Meilenstein in der Bezirkshauptstadt. „Mit dem Neubau für den Bereichsfeuerwehrverband und der Bergrettung direkt neben dem Rotkreuz-Stützpunkt entsteht ein Kompetenzzentrum, das für eine noch bessere Versorgung aller Bürger sorgen wird. Solche Zusammenschlüsse schaffen eine absolut neue Einsatzqualität“. Bereichsfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Direktor Hartl freut sich, dass von diesem Projekt auch die regionale Wirtschaft profitiert. Besonders erfreulich sei auch, dass trotz der herausfordernden Zeiten das Projekt im vorgegebenen Zeitplan liegt und der fixierte Kostenrahmen eingehalten werden kann.

Martin Vasold, Ortsstellenleiter der Bergrettung Liezen, hob die Wichtigkeit dieses Projektes für die Bergrettung hervor: „Derzeit lagern unsere 38 Bergretter ihre Ausrüstung und Einsatzbekleidung in ihren Privat-PKWs, um bei einer Alarmierung keine Zeit zu verlieren. Das entspricht nicht mehr dem Standard und ist darüber hinaus auch aufgrund der stetig steigenden Herausforderungen im alpinen Rettungswesen nicht praktikabel. Der Neubau dieser Einsatzzentrale ist eine absolute Notwendigkeit.“

]]>
news-1660 Thu, 08 Apr 2021 08:50:19 +0200 Saisonverlängerung auf der Reiteralm https://www.derennstaler.at/detail/saisonverlaengerung-auf-der-reiteralm Letzte Chance in dieser Saison: Traumhafte Pistenverhältnisse und frühere Bergfahrten bieten maximales Skivergnügen.

Aufgrund der sehr, sehr guten Bedingungen beschloss die Reiteralm den Skibetrieb zu verlängern. Bis Sonntag, den 11. April haben Skibegeisterte noch die Chance ihre letzten Schwünge zu ziehen. „Die Schnee- und Pistensituation ist perfekt, feinster Skigenuss kann vom Berg bis ins Tal genossen werden“, freuen sich die Betreiber. Als einziges Skigebiet in gesamten Ski amadé kann man auf der Reiteralm auch noch nach dem 5. April Skivergnügen genießen. Alle Skipässe (ab 1½ Tage) und natürlich auch die Saisonskipässe sind auf der Reiteralm gültig. Auch die Salzburger Super Ski Card, im Speziellen Saisonskipass und Wahlabo, können verwendet werden. Damit die Skitage noch länger genossen werden können, ist die erste Bergfahrt bereits ab 7.45 Uhr mit der Seilbahn Silver Jet möglich. Somit verlängert sich der wichtige Vormittag um doch etliche Skigenuss-Zeit.

Auch die Partner gehen in die Verlängerung. Das kulinarische Take-away-Angebot kann bis zum letzten Tag genossen werden und der Sportshop Intersport Gerhardter bietet zusätzlich attraktive Sale-Angebote. „Verschiedenste Überlegungen flossen mit ein, um sich für die Saisonverlängerung zu entscheiden. Erwähnt seien unter anderem die Motivation unserer Mitarbeiter, die perfekten Schnee- und Pistenbedingungen, das Mittun der Partner, als Zeichen der Kundenbindung unserer geschätzten Gäste und auch das sonnige Wetter sollte bis zum letzten Tag passen“, sagt Geschäftsführer Daniel Berchthaller.

]]>
news-1659 Thu, 01 Apr 2021 09:33:44 +0200 Mit leeren Händen in der Morgendämmerung https://www.derennstaler.at/detail/mit-leeren-haenden-in-der-morgendaemmerung Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: ... Die Rechte des Herrn ist erhöht; die Rechte des Herrn behält den Sieg! Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen. Psalm 118,15-17

Einer der größten Sportartikelhersteller trägt den bezeichnenden griechischen Namen Nike: Sieg! In Nike-Produkten gewinnen ist besonders stimmig. Der Bote, der 490 v. Chr. die Botschaft vom Sieg der Griechen über die Perser bei Marathon eiligst und mit letzter Kraft ins 42 Kilometer entfernte Athen brachte, trug zwar noch nicht Nike, begründete aber den Marathonlauf als sportliche Disziplin. General Wellingtons Sieg über Napoleon 1815 bei Waterloo, durch Flaggensignale nach England übermittelt, las sich erst zum Schluss als Siegesbotschaft: 1. Flagge: Wellington – 2. Flagge: besiegt – Mit nur dem: Oh weh! – 3. Flagge: den Feind – Dadurch: Hurra! Aber wenn sich eine Niederlage unerwartet doch noch zum Sieg wandelt, dann ist die Freude darüber um so größer.

Wenn wir uns doch auch endlich freuen könnten über den Sieg über das Virus! Stattdessen viele offene Fragen? Wer weiß wirklich, was wann zu tun ist? Können wir durch Testen und Impfen den Wettlauf gegen die Zeit gewinnen? Kann es noch einmal so werden wie vor Corona? Zahlreiche Branchen sehen noch nicht einmal ein Licht, geschweige denn das Ende des Lockdown-Tunnels. Der Rubel rollt nicht. Und auch der Jubel rollt nicht richtig diese Ostern.

Aber auch schon beim ersten Ostern war das nicht anders. Der Siegesjubel schwoll nur langsam an. Zu unglaublich und unheimlich war die Botschaft von der Auferstehung Jesu. Das größte aller Wunder begann gewissermaßen mit einer Schrecksekunde und der Warnung wie bei einem Millionengewinn: Vorsicht! Nicht zu früh freuen! Wer weiß, ob es stimmt? Vielleicht handelt es sich ja um eine Verwechslung. Die größte aller Überraschungen und der Schock einer durch das leere Grab von Jesus komplett veränderten Weltlage musste erst mal verdaut werden, bevor sie als mitreißende Tatsache anschwellenden Siegesjubel erzeugen konnte.

Erinnern wir uns an den sogenannten ungläubigen Jünger Thomas aus Johannes 20. Durch seinen Zweifel an der Auferstehung Jesu lag er zuerst weit hinten. Aber Ostern wandelt den Rückstand in einen Vorsprung. Thomas hatte das erste Meeting der Jünger mit dem Auferstandenen verpasst und konnte Ostern dadurch nicht mehr ohne Beweise glauben. Aber eine Woche später kommt Jesus extra noch einmal für Thomas wieder, überwindet seine Zweifel und überzeugt ihn durch eine persönliche Begegnung. Thomas formuliert dabei das schönste aller Glaubensbekenntnisse und setzt sich mit fünf einsilbigen Worten an die Spitze: „Mein Herr und mein Gott!“ Das ist der Sieg des Glaubens über den Zweifel.

Oder denken wir an die Emmausjünger aus Lukas 24, jene Geisterfahrer, zwar auf der richtigen Spur, aber in die falsche Richtung unterwegs. Mit ihren gehaltenen Augen und trägen Herzen konnten sie den Auferstandenen zuerst einfach nicht erkennen. Aber der geht ihnen nach, mit ihnen mit, geht mit ihnen durch die Bibel und schließlich auf beim Abendmahl wie ein großes Licht. Ostern wandelt Resignation in Faszination. Nach der Sprechstunde und durch die Bibelstunde fällt es ihnen bei der Feierstunde im Gasthaus wie Schuppen von den Augen und sie erkennen ihn. Das ist der Sieg des Lichtes über das Dunkel.

Ja und dann noch der Jünger Petrus in Johannes 21. Er hatte schlimm versagt und Jesus dreimal verleugnet. Aber Ostern wandelt die Niederlage in einen Sieg. Der Auferstandene bringt Ordnung in die Vergangenheit des Petrus mit der Frage: „Hast du mich lieb?“, Sendung in seine Gegenwart mit dem Auftrag: „Weide meine Schafe!“ und Führung in die Zukunft mit der Ansage: Bisher du im Zentrum, jetzt ich. Und nicht trotz seines Versagens, sondern gerade deswegen ist Petrus als Hirte qualifiziert. Das ist der Sieg der Vergebung über das Versagen.

Schließlich die Geschichte von den Jüngern am See Genezareth. Sie warten auf Jesus, aber er bleibt aus. Da wollen sieben von ihnen zurück in ihr altes Leben als Fischer. Aber sie scheitern und stehen in der Morgendämmerung ohne Fang mit leeren Händen da am Ufer. Aber auch Jesus ist inzwischen da, wenn auch unerkannt, und er füllt die leeren Hände. Der Nullpunkt wird zum Wendepunkt. Und Jesus tritt in den Mittelpunkt. Er schickt die Jünger noch einmal aufs Wasser, wo dann wieder Ostern wandelt 0 in 153 durchgezählte Fische. Das ist der Sieg der Fülle über den Mangel. Und das Wunder eines vollen Netzes offenbart Jesus, wird transparent für den Auferstandenen. Johannes schaltet als Erster: „Es ist der Herr!“

Petrus stürzt sich, allerdings nicht ohne Gewand, also in Liebe und zugleich Ehrfurcht, ins Wasser, um so schnell wie möglich bei seinem Herrn zu sein.

Wenn Corona jetzt doch noch dauert, und wir auch mit leeren Händen in der Morgendämmerung dastehen, dann look up im lockdown und nichts wie hin zu ihm, zu Jesus, dem auferstandenen Herrn!

Pfarrer Andreas Gripentrog

]]>
news-1658 Thu, 01 Apr 2021 09:32:35 +0200 Buchenurwald im Lassingtal unter Naturschutz gestellt https://www.derennstaler.at/detail/buchenurwald-im-lassingtal-unter-naturschutz-gestellt Grenzübergreifender Zusammenschluss: Das niederösterreichische Wildnisgebiet Dürrenstein wurde vergangene Woche um das 3500 Hektar große Lassingtal im Norden der Steiermark vergrößert.

Nach nahezu einem Jahrzehnt zäher Verhandlungen ist es gelungen, die Erweiterung des niederösterreichischen Wildnisgebietes Dürrenstein auf das in der Steiermark angrenzende Lassingtal umzusetzen. Der Grundsatzbeschluss dazu wurde bei der steirischen Landtagssitzung vergangene Woche Donnerstag getroffen und hat für bundesweites Furore gesorgt. Umweltministerin Leonore Gewessler bezeichnete diesen Schritt als wichtigen Moment für mehr Wildnis und unberührte Natur: „Das Lassingtal beherbergt den letzten Urwald Mitteleuropas, der sich seit der Eiszeit menschenfrei entfalten konnte. Wir haben das große Glück in Österreich solch unberührte Flecken Natur zu haben, die wir mit dieser Erweiterung des Wildnisgebietes erhalten können.“ Federführend für die Projektumsetzung ist Umweltlandesrätin Ursula Lackner: „Es ist eine einzigartige Chance für die ganze Region und den Naturschutz. Mit der Zusammenführung der beiden Gebiete entstehen neue Arbeitsplätze, ein zusätzliches Bildungsangebot für Schulen und eine größere Wertschätzung für Beherberger- und Gastronomiebetriebe.“ Schon jetzt gibt es große Pläne für die Zukunft. Fest steht, der Buchenurwald Lassingtal wird weiterhin unberührt bleiben. Projekte,  wie etwa ein Informationszentrum, Themenwege, ein Badeplatz, die Vernetzung von Wanderwegen und der Ausbau des touristischen Jahresprogramms sowie eine Erweiterung des Outdoorsportangebots, sollen ausschließlich am Rande des neuen Schutzgebietes umgesetzt werden.

Bundesforste mit im Boot

„Der Wald ist unsere wichtigste Klimaanlage und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Es war viel Überzeugungsarbeit bei der Bevölkerung und den Menschen vor Ort nötig, um dieses Projekt umzusetzen“, sagt Eigentümervertreterin Bundesministerin Elisabeth Köstinger, die von einer „Herzensangelegenheit“ spricht: „Während andere viel über Naturschutz reden, haben wir es geschafft, ihn umzusetzen. Davon werden auch noch die nächsten Generationen profitieren.“ Mit einem Anteil von 80 Prozent sind die Österreichischen Bundesforste Haupteigentümer des neuen Schutzgebiets. Vorstand Rudolf Freidhager zeigt sich erfreut: „Sechs Jahre lang haben das Land Steiermark und die Bundesforste verhandelt. Doch wir haben es geschafft. Wer schon einmal einen Marathon gelaufen ist, der weiß, wie viele Glückshormone beim Queren der Ziellinie ausgeschüttet werden.“

Kein zweiter Urknall

Landesrat Johann Seitinger vergleicht die Erweiterung des Wildnisgebietes Dürrenstein mit dem berühmten Blick über den Tellerrand: „Die einen wollen zurück zum Urknall, die anderen beschäftigen sich mit einer nachhaltigen Zukunft. In der Steiermark wollen wir Letzteres tun. Naturschutz kann auch über die Landesgrenzen hinaus gelingen.“ Neben dem Profit für die Natur rechne er auch mit einem Profit für den Tourismus. Schließlich sei Naturtourismus in einer Zeit der Urbanisierung zu einer Cash-Cow geworden. Viele Städtebewohner würden vermehrt die Natur erleben und dort Kraft sammeln wollen, so Seitinger, der betont: „Es braucht zunehmend eine Lenkungsqualität der Besucher und eine dementsprechende Begleitung, um Bewusstsein und Verantwortung zu bilden, wenn wir die Natur durchschreiten und für uns nutzen.“

Großes Potenzial für Gemeinden

Das Lassingtal liegt in der Gemeinde Wildalpen. Bürgermeisterin Karin Gulas erwartet sich vom Zusammenschluss mit Dürrenstein eine Stärkung der Wirtschaft und des Tourismus, wie sie sagt. Auch Bernhard Moser, Bürgermeister von Landl, hat bereits Pläne: „Für die Bevölkerung wollen wir das Angebot von naturnahen Erholungsquellen verstärken und Qualitätstourismus fördern.“ Durch die steirische Erweiterung des Wildnisgebietes könnte auch der Natur- und Geopark Eisenwurzen zusätzlichen Aufwind bekommen: „Das Wildnisgebiet Lassingtal ist eine weitere besondere Auszeichnung für die einzigartige Natur im Bundesländerdreieck der Obersteiermark. Verbunden mit nachhaltiger Regionalentwicklung bieten sich großartige Möglichkeiten für die Steirische Eisenwurzen und darüber hinaus“, sagt Geschäftsführer Oliver Gulas.

Grüne gratulieren

Die Einigung auf das grenzüberschreitende „Wildnisgebiet“ Lassingtal stößt auch bei den steirischen Grünen auf große Freude: „Jahrelang haben wir dafür Landtagsinitiativen gestartet – sehr schön, dass es endlich klappt“, freut sich der Grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner, der von einem echten „Meilenstein“ spricht: „Das jahrelange Draufbleiben zahlt sich aus“, so Schönleitner, der Klimaschutzministerin Gewessler und die Landesregierung für die Unterstützung lobt: „Der Schutz dieses Biodiversitätsjuwels ist wichtig für den Naturschutz und für die Forschung.“

]]>
news-1657 Thu, 01 Apr 2021 09:26:14 +0200 Gebirgsgarnelen aus der Obersteiermark https://www.derennstaler.at/detail/gebirgsgarnelen-aus-der-obersteiermark In Edlach bei Rottenmann werden Salzwassergarnelen ohne Einsatz von Chemie gezüchtet. Die White Panther Produktion GmbH zählt mit einer Aufzucht von 60 Tonnen zu den größten Indoor-Aquakulturen für Garnelen in ganz Europa.

Seit Jahresbeginn wird in Edlach bei Rottenmann eine ökologisch nachhaltige Garnelenzucht betrieben. Ein 16-köpfiges Team verfolgt die Wachstumsschritte vom Ei bis zum ausgewachsenen Tier. Die Brutzuchtanlage liefert nicht nur Postlarven für die eigene Zucht, sondern bietet auch anderen Aquakulturanlagen in Europa die Möglichkeit, Tiere statt aus Übersee in Österreich zu kaufen. Um möglichst autark zu bleiben, versucht man auch das Futter der Tiere möglichst vor Ort zu züchten. Die hochmoderne Aquakulturanlage soll Rottenmann auch zu einem touristischen Aufschwung verhelfen, indem der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in eine nachhaltige Garnelenzucht geboten werden.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Schon im Frühjahr 2018 entstand die Idee einer Indoor-Aquakulturanlage für die Aufzucht von Salzwassergarnelen. Von Beginn an lag der Projektfokus auf einem ganzheitlichem Konzept der ökologischen Nachhaltigkeit. So wird die Gebirgsgarnele aus Rottenmann ohne Einsatz von Antibiotika, Hormonen und Chemie im Quellwasser aus dem Almbach gezüchtet, das auf 28 Grad reguliert wird. Strom und Wärme kommen über ein Holzgaskraftwerk, das mit Holz des eigenen Forstbetriebs betrieben wird. Während der Auslieferung sorgt eine spezielle Isolierverpackung für optimale Kühlung. Statt auf Styropor setzt die White Panther Produktions GmbH auf kompostierbares Stroh. So müssen die Garnelen nicht tiefgekühlt, sondern können frisch innerhalb von 24 Stunden ab der Ernte geliefert werden.

Weltweite Delikatesse

Die Aquakulturanlage ist auf eine Jahresproduktion von ca. 60 Tonnen ausgelegt und zählt somit zu den größten in ganz Europa. Gezüchtet werden die zwei Garnelenarten „White Tiger Shrimp“ und die weniger bekannte „Western Blue Shrimp“. Letztere gilt als schwierig kultivierbar und ist damit weltweit eine rare Delikatesse. Nur eine hochmoderne Anlage macht die Durchführung der komplexen Arbeitsschritte in der Zucht möglich. Hierbei wird auf die Veränderungen der natürlichen Lebensbedingungen je nach Entwicklungsstadium der Garnelen eingegangen: Die Elterntiere leben und laichen in tieferen Meeresgebieten, die Jungtiere befinden sich hingegen in Küstennähe. Diese unterschiedlichen Lebensabschnitte werden in der Aquakulturanlage detailgetreu nachgebildet. Raumklima, Salzgehalt, Nährstoffe, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Beleuchtung sowie Temperatur sind dabei von Becken zu Becken der Natur nachempfunden. Durch diese artgerechte Haltung ist es möglich, Gebirgsgarnelen ohne jeglichen Bedarf an Zusatzstoffen wie Antibiotika, Hormonen oder Chemikalien zu züchten.

Investitionen in die Zukunft

In Europa gilt die Garnelenaufzucht als ein noch wenig erforschter Bereich, weswegen ein  Kompetenzzentrum für Garnelenzucht in Rottenmann in Planung ist. Neben der fachspezifischen Wissensgenerierung soll hier dem selbst auferlegten Bildungsauftrag nachgekommen werden. Bereits jetzt gibt es Forschungskooperationen mit unterschiedlichen Partnern aus der Wissenschaft, wie dem Zentrum für Aquakulturforschung am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, dem Institut Genics in Australien sowie der University of Arizona.

Online und vor Ort

Erhältlich ist die Garnele aus Rottenmann im Onlineshop www.whitepanther.com sowie auf Bestellung per E-Mail an order@whitepanther.com. Vor Ort kaufen kann man die Alpengarnelen jeden Freitag im hauseigenen Shop direkt an der Produktionsstätte. Öffnungszeiten: Freitag von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr.

]]>
news-1656 Thu, 01 Apr 2021 09:24:36 +0200 Aich: Neues Betriebsgelände für den Maschinenring https://www.derennstaler.at/detail/aich-neuesa Der Maschinenring Dachstein-Tauern errichtet in Aich ein neues modernes Bürogebäude mit Betriebsgelände sowie Einstellhalle. Vor kurzem fand der offizielle Spatenstich statt.

Im Beisein von Landesobmann Josef Wumbauer und Landesgeschäftsführer Mario Hütter wurde grünes Licht für den Baubeginn gegeben. Bürgermeister Franz Danklmaier freut sich über die Betriebsansiedelung eines langjährigen Partners und Top-Arbeitgebers in der Region für die Gemeinde Aich. Obmann Günther Anichhofer und Geschäftsführer Michael Geisler setzen mit diesem Bauvorhaben einen markanten Meilenstein in der fast 50-jährigen Geschichte. Die Erreichbarkeit ist durch die vorhandene In­frastruktur und Lage nahezu perfekt für eine Betriebsansiedelung. Kann der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden, so sollen Mitglieder und Kunden schon im Dezember diesen Jahres vom neuen Standort aus betreut werden. Mit einer Nettonutzfläche von ca. 400 Quadratmetern wird auf drei Geschoßen ein hochmodernes, barrierefreies und energieeffizientes Bürogebäude errichtet. Zusätzlich zu Besprechungs-, Büro- und Sozialräumen ist eine chemiefreie Wäscherei inkl. einer Münzwäscherei geplant. Eine Einstellhalle im Ausmaß von ca. 600 Quadratmetern, ein Waschplatz, diverse Lagerflächen und ausreichend Parkplätze optimieren die betriebliche Infrastruktur. Mit diesem Projekt kann eine langersehnte Vision umgesetzt werden. Der Maschinenring Dachstein-Tauern legt mit diesem Bauvorhaben einen weiteren Grundstein für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Erwartet werden eine höhere Schlagkraft, Kosteneffizienz, Steigerung des Mitgliederservices, ein besserer Marktauftritt und damit verbunden eine Leistungssteigerung in bestehenden und neuen Geschäftsfeldern. Die Finanzierung des Projektes mit einer Investitionssumme von 2,5 Millionen Euro ist durch die partnerschaftliche Kooperation von der MR Service Steiermark eGen und dem MR Dachstein-Tauern sowie durch zwei langjährige Mieter sichergestellt.

]]>
news-1655 Thu, 01 Apr 2021 09:22:02 +0200 Tolle Gesamtbilanz der alpinen Nachwuchsläufer https://www.derennstaler.at/detail/tolle-gesamtbilanz-der-alpinen-nachwuchslaeufer Die jungen Skiläufer aus dem Ennstal dominieren den steirischen Skisport.

In der vorletzten Ausgabe des „Ennstalers“ berichteten wir irrtümlich vorschnell über den Saisonausklang im alpinen steirischen Schülercup. Es standen in der Folge aber noch ein Riesentorlauf in St. Lambrecht und ein Slalom am Hauser Kaibling auf dem Programm. Wie bereits während der gesamten Saison bewiesen die Nachwuchsskiläufer der Bezirkes Liezen auch bei den letzten zwei Rennen ihr großes Talent. Beim Riesentorlauf auf der Grebenzen gab es durch Konrad Perschler vom WSV Ramsau in der U14 sowie Eva Schachner (SC Gröbming) und Tim Ranner (Union Öblarn) in der U16 drei Klassensiege. Julia Ettl (U16, WSV Ramsau) landete auf dem ausgezeichneten 2. Rang. Gute dritte Plätze erreichten Julia Maier (WSV Ramau) und Paul Graller (WSV Schladming) in der U14 sowie Kieran Woodly vom WSV Pichl-Reiteralm in der U16.

Beim abschließenden Slalom am Hauser Kaibling waren 96 Teilnehmer am Start. Die jungen heimischen Wintersportlerinnen des Bezirkes Liezen feierten dabei in der U16 durch Siegerin Hannah Göschl vom SC Liezen sowie Olivia Howeson (WSV Pichl-Reiteralm) und Eva Schachner einen tollen Dreifachtriumph. Tim Ranner durfte sich mit dem Erfolg im Slalom über den zweiten U16-Sieg in Folge freuen. Mit einem 2. Platz in der U14 rundete Julia Maier die starken Leistungen der Ennstaler Jungalpinen ab. Pech zum Saisonende hatte Willi Pitzer vom WSV Pichl-Reiteralm. Der österreichische Nachwuchsmeister schied beim Riesentorlauf in St. Lambrecht im 1. Durchgang aus und am Hauser Kaibling fiel er nach der Halbzeitführung im Slalom durch einem schweren Fehler im zweiten Lauf auf den 11. Platz zurück.

Sehen lassen kann sich auch die Gesamtbilanz der Bezirksnachwuchsläufer im alpinen Schülercup der abgelaufenen Saison. Mit Julia Maier in der U14 sowie Eva Schachner und Willi Pitzer (U16) gab es drei erste Plätze in der Klassen-Gesamtwertung. Paul Graller belegte in der U14 den starken 2. Rang und Julia Ettl sowie Tim Ranner (beide U16) landeten jeweils am 3. Platz. Die Dominanz der Nachwuchsskiläufer des Enns­tales beweist auch der Dreifachsieg in der Vereinswertung durch den WSV Ramsau, WSV Schladming und WSV Pichl-Reiteralm.

]]>
news-1654 Thu, 01 Apr 2021 09:01:04 +0200 Tolle Gesamtbilanz der al https://www.derennstaler.at/detail/tolle-gesamtbilanz-der-al news-1653 Thu, 25 Mar 2021 08:39:09 +0100 Ratlos in den Frühling https://www.derennstaler.at/detail/ratlos-in-den-fruehling Nach den Marathongesprächen zu weiteren Maßnahmen wegen der Coronakrise beginnt man als Zuseher schön langsam zu verzweifeln. So scheint sich binnen eines Tages die Einschätzung der Experten dramatisch verschlechtert zu haben, während es immer noch etliche gibt, die einer Öffnung der Schanigärten das Wort reden. Und auch die Politik bringt es nicht mehr annähernd zustande, ihren Standpunkt zu erklären. Der einfache Bürger bleibt ratlos zurück und fühlt sich jetzt wohl endgültig der Willkür ausgesetzt.
Nach mehr als einem Jahr sollte man ja zumindest erwarten können, dass es eine halbwegs verständliche Strategie gibt. Immer öfter gewinnt man allerdings den Eindruck, dass rundum das Chaos herrscht und eigentlich niemand weiß, warum etwas gerade verschärft oder gelockert werden soll. Es werden nur mehr auf Zuruf irgendwelche Maßnahmen gesetzt, die Meinungen gehen quer durch die Parteien und die Bundesländer weit auseinander. Dass angesichts dieser Zustände erstens ein Gutteil der Regeln rechtswidrig ist und sich andererseits kaum mehr wer auskennt, was wirklich Gesetz ist, darf einen nicht überraschen.
Zudem wird auch die Erwartungshaltung der Bevölkerung nachhaltig enttäuscht. Man fühlt sich wie der berühmte Esel hinter der Karotte, wenn ständig von Licht am Ende des Tunnels, Impf­erfolgen und der wärmeren Jahreszeit schwadroniert wird und sich rein gar nichts bessert. Irgendwie bleibt man ratlos zurück, mit dem Blick auf eine rat- und konzeptlose Führung.

]]>
news-1652 Thu, 25 Mar 2021 08:37:23 +0100 Öblarn wird zum Wasser-Erlebnis https://www.derennstaler.at/detail/oeblarn-wird-zum-wasser-erlebnis Öblarn setzt neue Maßstäbe in der Bewusstseinsbildung zu Naturgefahren. Das Millionen-Projekt „Wassererlebnis Öblarn“ wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig beschlossen.
Nach fast dreijähriger Planungsphase ist kürzlich die Förderzusage für den Bau des Demonstrationsmodells „Wassererlebnis Öblarn“ seitens des Bundes, des Landes Steiermark sowie der Europäischen Union eingetroffen: Somit kann sich die Klimawandelanpassungs-Gemeinde über eine 100-prozentige Förderung von 1 Million Euro freuen. Am vergangenen Dienstag wurde die Umsetzung des europaweit einzigartigen Projekts im Gemeinderat einstimmig beschlossen.
Ob Hochwasser, Muren oder Verklausungen, das „Wassererlebnis Öblarn“ ermöglicht eine realitätsnahe und spielerische Bewusstseinsbildung für alle Altersgruppen. Auf einer Freiluftfläche in der Nähe des Mathildenbaches im Öblarner Walchental wird das Modell mit einer Ausdehnung von etwa 40 mal 70 Metern errichtet. Dadurch kann das Einzugsgebiet des Walchenbaches samt kürzlich errichteter Schutzbauwerke, der Ortskern von Öblarn sowie der Mündungsbereich der Enns mit Überflutungsflächen im Maßstab 1:25 nachgebildet werden.
Weitblick und Mut machen sich bezahlt
Die Initiierung des Modells wurde durch das Programm des Klima- und Energiefonds im Rahmen der Pionierregion „KLAR! Zukunftsregion Ennstal“ ermöglicht, an welcher die drei Gemeinden Öblarn, Sölk und Michaelerberg-Pruggern beteiligt sind. Seit der Gründung 2017 werden zahlreiche Projekte zum Thema Klimawandelanpassung in den drei Gemeinden umgesetzt und es wird stetig an neuen, mutigen Ideen gefeilt. Die Gemeinde Öblarn bewies gemeinsam mit dem Enns­taler Unternehmen Moosmoar Energies OG, welches mit der Koordination des Planungs- und Einreichprozesses betraut wurde, einen langen Atem. Trotz zahlreicher Hindernisse (es musste zweimal nach einem neuen Standort gesucht werden) blieb das Team während der fast dreijährigen Planungsphase zuversichtlich. Dankenswerter Weise stellte die Familie Colloredo-Mannsfeld auf ihren Grundstücken einen Bauplatz zur Verfügung. Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien sowie dem Planungsbüro Skolaut Naturraum konnte somit das nahezu maßstabsgetreue, massive und begehbare Modell fertig entwickelt und zur Förderung eingereicht werden. Bürgermeister Franz Zach bestätigt: „Der gesamte Öblarner Gemeinderat hat hier stets Weitblick und Mut für dieses zukunftsweisende Projekt bewiesen, obwohl ein hohes Planungsrisiko getragen werden musste. Das macht sich jetzt bezahlt.“
Bewusstseinsbildung zum Angreifen
Kern des Wassererlebnis Öblarn ist ein hydrologisches Modell, welches die Demonstration von unterschiedlichen Naturgefahren­szenarien ermöglicht. In der Vergangenheit aufgetretene Katastrophenereignisse (wie beispielsweise im Sommer 2017 im Ortskern von Öblarn) können so realitätsgetreu in Modellführungen nachgestellt werden. Dabei können Kinder und Erwachsene auch selbst mitgestalten und etwa die Wasserzufuhr regeln, maßstabsgetreue Steine und Sand oder auch Holzstämme ins Modell einbringen. Eine Erhöhung des Bewusstseins zu und die Sensibilisierung vor Naturgefahren ist garantiert. Was Gefahrenzonen bedeuten, wofür Retentionsflächen gut sind, die wichtige Rolle des Waldes oder der Schutzbauwerke und vor allem, wie man sich im Hochwasserfall selbst schützen kann wird ebenfalls an „Testspots“ im und rund um das Modell praxisnah demonstriert und für unterschiedliche Altersgruppen (vom Kindergarten bis zu Erwachsenen) erlebbar gemacht. So kann man zum Beispiel unter Anleitung auch das richtige Schlichten von Sandsäcken üben.
Enge Kooperation mit der Bevölkerung und weiteren Akteuren
Gemeinsam mit Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Fachabteilungen für Forstwirtschaft, Hochwasserrisikomanagement, Katastrophenschutz sowie der Baubezirksleitung des Landes Steiermark werden auch Schautafeln und Unterrichtsmaterialien für Schulen und Kindergärten aufbereitet. Zudem rundet ein „Citizen Science Konzept“, in welches die Bevölkerung vor Ort eingebunden wird, wie auch die Etablierung eines „Themenwanderwegs“ im Ortskern von Öblarn das Vorzeigeprojekt ab. Dieses soll möglichst schon ab Herbst zahlreiche interessierte Kinder, Schulklassen und Interessierte in Führungen begeistern.

]]>
news-1651 Thu, 25 Mar 2021 08:36:03 +0100 Planai unter den Top-3-Skigebieten https://www.derennstaler.at/detail/planai-unter-den-top-3-skigebieten Das „market Institut“ führte kürzlich eine branchenbezogene Befragung durch. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen erreichten dabei in der Gesamtwertung eine Top-Platzierung und erhielten den „market Quality Award“.
Im Jänner 2021 konnten Personen ab 16 Jahren 60 Skigebiete aus Österreich bewerten. Die Planai findet sich unter den Top-3-Skigebieten. Erfreulich ist der hohe Bekanntheitsgrad der Marke Schladming-Planai. Das Schladminger Skigebiet kletterte ebenso in den Kategorien Weiterempfehlung, Corporate Social Responsibility und Nutzungsbereitschaft auf das Siegerpodest. „Es freut mich, dass wir in so vielen Kategorien in den Top-3 Österreichs zu finden sind. Diese Auszeichnung ist eine Bestätigung für die intensive Arbeit vom Team Planai der letzten Jahre“, so Planai-Geschäftsführer Georg Bliem. Das renommierte market Institut führt jährlich branchenbezogene Markttests durch. Dabei wird auch für den Bereich Skigebiete in Österreich eine Vielzahl von relevanten Kriterien aus der Sicht des Kunden bewertet. Bei der Umfrage nahmen 1000 Personen mittels Online-Befragung teil.

]]>
news-1650 Thu, 25 Mar 2021 08:33:13 +0100 Trautenfels geht in die Museumsaison https://www.derennstaler.at/detail/trautenfels-geht-in-die-museumsaison Dem Team um Leiterin Katharina Krenn plagen vor dem Start ins neue Museumsjahr keine besonderen Berührungsängste. Das Schloss Trautenfels hat sich für die sieben offenen Monate bis Ende Oktober auf den Besuch vieler Gäste vorbereitet.
Und sie haben für die Sicherheit ihrer Freunde alles denkmögliche für deren Corona-Sicherheit getan. Das Museum Trautenfels ist ab 27. März täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zu sehen ist die Sonderausstellung „Gipfelstürmen! Steirische Expeditionen zum Dach der Welt“ auch noch in diesem Jahr. Da können die abenteuerlichen Ersteigungsgeschichten jener Steirer nacherlebt werden, die auf den höchsten Bergen Asiens unterwegs waren. Anhand von acht Themenbereichen begleitet die Ausstellung die ersten steirischen Alpinisten auf ihren Exkursionen zum Dach der Welt – von Erfolgen über Forschungsarbeit bis hin zu Katastrophen. Originale Ausrüstungsgegenstände, Installationen und 3D-Animationen zeigen die Welt der steirischen Extrembergsteiger, die seit den 1950er-Jahren bis heute dabei waren, als es galt, die höchsten Gipfel der Erde zu erobern. Die Ausstellung gibt den Fehlschlägen genauso Raum wie den Erfolgen, den fesselnden Berichten und wichtigen Erkenntnissen über die Auswirkungen großer Höhen auf den Menschen. In Bild, Ton und Text erzählen Expeditionsbergsteiger von ihren spannenden Erlebnissen, von den Strapazen, den physischen und psychischen Herausforderungen, und wie es war, wenn ein Freund am Berg sein Leben verlor. Gemeinsam mit dem speziell für Kinder und Jugendlichen entwickelten Vermittlungsprogrammen wird das gemeinsame aber auch das selbstständige Erkunden der Ausstellungen möglich. Die jungen Besucher können also wieder mit den Clipboards das Museum erforschen, sich im Atelier die „Gelben Kuverts für zuhause“ mit Ausmalblättern und Grußkarten zum Selbstgestalten mitnehmen.
Für das laufende Jahr sind die bereits vorbereiteten Thementage zur Sonderausstellung „Gipfelstürmen“ mit dem Schwerpunkt Expeditionen unter der Leitung von Robert Schauer geplant. Die spezielle Förderung gewährte das EU-Leaderprojekt.

]]>
news-1649 Thu, 25 Mar 2021 08:31:50 +0100 Moran Vermeulen feiert seinen größten Erfolg https://www.derennstaler.at/detail/moran-vermeulen-feiert-seinen-groessten-erfolg Beim heurigen Radrennauftakt in Leonding konnte sich der heimische Radprofi gegen mehr als 90 Athleten durchsetzen: Platz 1 für Moran Vermeulen. Winterliche Temperaturen von minus 2 Grad und Schneefall während der zweiten Rennhälfte verlangten den Radprofis zum Auftakt der österreichischen Radbundesliga-Saison am vergangenen Sonntag in Leonding alles ab.
Aufgrund der unwirtlichen Wetterverhältnisse wurde das Eliterennen der Männer von ursprünglich 153,2 auf 119,8 Kilometer verkürzt. Trotz der erschwerten Bedingungen lieferten sich die 94 Athleten im Hauptbewerb eine echte Challenge und es wurde von Beginn weg voll attackiert. So konnten sich im ersten Drittel des Rennens bereits elf Fahrer vom Peleton absetzen und einen Vorsprung von 1:30 Minuten herausfahren.
Nach und nach mussten die Fahrer aus der Spitzengruppe aber dem Tempo Tribut zollen, wobei sich einmal mehr die Bergwertung Aichberg als Schlüsselstelle erwies. Schlussendlich hielten sich mit Moran Vermeulen, Jonas Rapp und Florian Lipowitz drei Radprofis an der Spitze und gingen gemeinsam auf die letzten Kilometer. Der 23-jährige Ramsauer attackierte dann knapp vor dem Ziel und setzte sich am Ende auch entscheidend ab. Mit der Siegerzeit von 2:56,11 Stunden verwies der Radakteur Pirmin Benz und Jonas Rapp auf die Plätze zwei und drei.

]]>
news-1648 Thu, 18 Mar 2021 08:22:52 +0100 Hysterie nach dem Chaos? https://www.derennstaler.at/detail/hysterie-nach-dem-chaos Nach einem mehr als holprigen Jahresbeginn scheint sich der Umgang mit Corona einigermaßen zu stabilisieren. Mit dem sehr gut funktionierenden Testprogramm ist zumindest die Öffnung von Teilbereichen der Gesellschaft gelungen und auch das Tempo bei den Impfungen beschleunigt sich. An sich also durchaus ein Grund, mit etwas Zuversicht in die kommenden Monate zu blicken, doch leider droht uns jetzt die Debatte um AstraZeneca wieder zurückzuwerfen.

Waren es anfangs die schleppenden Lieferungen der Firma, gepaart mit dem Verdacht einer Bevorzugung Großbritanniens, sind jetzt die Nebenwirkungen der Impfung in aller Munde. Denn obwohl sämtliche Experten, auf die sich die Regierungen sonst so gerne berufen, eine Fortsetzung der Impfungen empfehlen, wurde selbige jetzt in zahlreichen europäischen Ländern ausgesetzt. Wie skurril das ist, zeigt sich am Beispiel Österreich: Bei weit über einer Million Impfungen sind in zeitlicher Nähe genau 48 Menschen verstorben, und nur eine einzige Person wurde mit AstraZeneca geimpft. Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Impfung wurde noch in keinem Fall belegt.

Es sind daher jetzt die Politiker und vor allem die Medien gefragt, ein verhältnismäßiges Bild der Situation zu zeichnen und keine unnötige Panik zu verbreiten. Das  rasche Erreichen einer Durchimpfungsrate von siebzig Prozent muss das oberste Ziel bleiben, und dazu müssen die Menschen motiviert und nicht verunsichert werden.

]]>
news-1647 Thu, 18 Mar 2021 08:21:47 +0100 Helden wollen nicht nur Applaus https://www.derennstaler.at/detail/helden-wollen-nicht-nur-applaus Um Menschen für eine Ausbildung im Sozialbereich zu begeistern, brauche es mehr als blumige Werbekampagnen, sagen Sozialdienstleister.

Die angespannte Personalsituation bei Sozialberufen ist in der Branche wohlbekannt. Nachbesetzungen sind oft eine große Herausforderung, denn auf ausgeschriebene Stellen gebe es monatelang keine einzige Reaktion.

Die Nachfrage nach ausgebildetem Personal bestätigt auch der Direktor der Caritas-Fachschule Jürgen Jenecek, seine Schüler würden schon während der Pflichtpraktika fixe Jobzusagen erhalten: „Ich erinnere mich nicht an einen einzigen Absolventen ohne fixen Job in der Tasche.“ Es brauche mehr als eine Werbekampagne, um eine nachhaltige Veränderung im Sozialbereich zu erzielen, sind sich Vertreter von Sozialdienstleistern einig. Neben attraktiveren Rahmenbedingungen müsse auch der Personalschlüssel hochgedreht werden.

Aufgrund der demografischen Entwicklung schätzen Experten den zusätzlichen Bedarf an Personal bis ins Jahr 2030 auf 75.700 Personen ein.

Bessere Entlohnung, gesicherte Kinderbetreuung, höhere Personalschlüssel. Um Menschen für eine Ausbildung im Sozialbereich zu begeistern, brauche es mehr als blumige Werbekampagnen, sagen Sozialdienstleister.

Die Lebenshilfe Ennstal sucht Mitarbeiter*. Und das bereits seit Monaten. In zahlreichen Jobportalen sind die freien Stellen eines Pflegeassistenten* und eines Sozialpädagogen* ausgeschrieben, doch „bislang ist noch keine einzige Bewerbung bei uns eingegangen“, sagt die Leiterin der Lebenshilfe Ennstal, Gertrude Rieger. Die herausfordernde Personalsuche sei in der Branche wohlbekannt, bestätigt auch Elfriede Aster, Leiterin von Jugend am Werk in Liezen: „Derzeit bin ich zwar in der glücklichen Lage konstantes Personal zu haben, doch wenn neue Dienstleistungsangebote hinzukommen, ist es nicht einfach diese Stellen besetzen zu können.“ In den nächsten Jahren steht ihrem Team eine Pensionswelle bevor. Wie erfolgreich die Suche dann nach qualifiziertem Personal sein wird, bleibt vorerst noch ungewiss. Auch Jürgen Jenecek, Direktor der Caritas-Fachschule für Sozialberufe am Bildungszentrum Nord in Rottenmann, ist mit dieser Problematik vertraut: „Der Markt ist derart angespannt, dass unsere Schüler* schon während ihrer Pflichtpraktika eine Jobzusage erhalten. Ich erinnere mich nicht an einen einzigen Absolventen* ohne fixen Job in der Tasche.“ Auf die große Nachfrage nach qualifiziertem Personal haben nun auch das Land Steiermark und die KAGes reagiert. Eine großangelegte Werbekampagne soll das Interesse an einer dementsprechenden Ausbildung entfachen.

Bessere Rahmenbedingungen schaffen

„Mit einer richtigen Informationsstrategie verschafft man Einblicke in ein durchaus spannendes Berufsfeld. In der Behindertenhilfe kann man so viel Positives bewirken. Wir gehen auf den individuellen Bedarf und die Bedürfnisse unserer Kunden ein, wodurch sich neue Chancen für Menschen mit Behinderung im Rahmen der Inklusion auftun“, sagt Elfriede Aster. Trotzdem brauche es mehr als eine Werbekampagne, um eine nachhaltige Veränderung im Sozialbereich zu erzielen. „Es ist eine gute Evaluierung nötig, die aufzeigt, aus welchen Gründen Mitarbeiter* den Sozialbereich verlassen und sich einem anderen Berufsfeld widmen“, so Aster, denn „in Zeiten von Corona werden sie zwar als Helden gefeiert und beklatscht, doch die Betroffenen haben nichts von einem Bravo. Sie brauchen gute Rahmenbedingungen.“ Um das Arbeiten im Sozialbereich attraktiver zu gestalten, gäbe es verschiedene Schrauben, an denen man drehen könnte, so Aster. Eine davon sei eine gesicherte Kinderbetreuung, auch in den Ferien. „Viele Mütter würden gerne in diesen Job einsteigen. Doch im Sozialbereich gibt es kaum die Möglichkeit, nur am Vormittag zu arbeiten. Allein schon im Sinne der Regionalentwicklung braucht es dringend einen Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten“, sagt die Leiterin von Liezens Jugend am Werk. Für geänderte Rahmenbedingungen spricht sich auch Lebenshilfe-Ennstal-Chefin Gertrude Rieger aus, die als wichtige Punkte eine Anpassung des Gehalts und einen höheren Personalschlüssel nennt. Letzterer wäre vor allem eine dringende Notwendigkeit in Altenpflegeeinrichtungen. „Die Überarbeitung von Pflegepersonal war medial sehr präsent. Pflegeeinrichtungen haben ein strammes, enges Personalkorsett, jedes Haus würde sich wohl mindestens fünf Mitarbeiter* mehr wünschen“, bestätigt auch Fachschuldirektor Jürgen Jenecek. Unter seiner Leitung werden derzeit rund 370 Schüler* in sozialen Berufen am Bildungszentrum Nord in Rottenmann ausgebildet.

Eine Fachschule für die Region

Zusätzlich zum Vollzeitmodell ist es an der Fachschule der Caritas Rottenmann auch möglich, die Ausbildung berufsbegleitend zu absolvieren. „Es gibt viele, die sich erst später für die Arbeit mit Menschen berufen fühlen, weshalb es bei uns eigene Erwachsenenbildungsklassen gibt“, erklärt Jenecek. Wie groß die Nachfrage an diesem Sondermodell ist, zeigt sich an den Anmeldungen für das nächste Schuljahr: Gleich zwei Erwachsenenklassen starten im Herbst. Trotz des ungebremsten Zulaufs seien Anmeldungen für jeden Zweig weiterhin möglich, bestätigt Jenecek und beschreibt die Vorteile einer dementsprechenden Ausbildung: „Sozialberufe sind sehr krisensicher und bieten ein abwechslungsreiches Berufsfeld mit viel Weiterentwicklungspotenzial, das nicht nur an pflegende Tätigkeiten gebunden ist“, so Jenecek. Neben der fachlichen Kompetenz sind „Freude, Empathie und Wertschätzung für den Menschen wichtige Grundvoraussetzung für den Einstieg in einen Sozialberuf“, betont Lebenshilfe-Leiterin Gertrude Rieger. Soziale Kompetenzen, die ebenso am Bildungszentrum Nord vermittelt werden. „Manche müssen erst lernen, sich zu öffnen. Auch das ist ein Teil der Ausbildung“, sagt Jürgen Jenecek. Rund drei Jahre ist es nun her, dass sich die Bildungseinrichtung an einem neuen Standort vergrößert und als regionaler Ausbilder im Sozialbereich positioniert hat. „Jene, die aus der Region stammen und bei uns die Ausbildung absolvieren, haben auch die Intention diesen Beruf im Bezirk auszuüben“, betont Direktor Jenecek. Somit nimmt das Bildungszentrum Nord der Caritas eine wichtige Rolle in der regionalen Personalbesetzung ein.

Österreichweites Desaster

Mit dem Problem der Personalknappheit im Sozialbereich steht man im Bezirk Liezen nicht alleine da. Zuletzt waren in Österreich rund 127.000 Menschen in der Pflege beschäftigt. Aufgrund der demografischen Entwicklung schätzen Experten* den zusätzlichen Bedarf an Personal bis ins Jahr 2030 auf 75.700 Personen ein. Dem zu Grunde liegt eine Studie der Gesundheit Österreich GmbH (2019), die eine Vorhersage für den gesamten Bereich der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe inklusive Sozialbetreuungsberufe mit Pflegekompetenz und der Heimhilfe im Bereich der Akut- und Langzeitbetreuung umfasst. „Die Politik muss sich dringend überlegen, welche Veränderungen nötig sind, damit sich Mitarbeiter* gut aufgehoben und verstanden fühlen. Nur so können sie mit Empathie bestmöglich ihre Arbeit machen und der Beruf im Gesamten gewinnt an Attraktivität“, richtet Elfriede Aster einen Appell an die Entscheidungsträger.

* Der Begriff bezieht sich sowohl auf Frauen als auch auf Männer und wurde lediglich aufgrund der besseren Lesbarkeit nicht gegendert.

]]>
news-1646 Thu, 18 Mar 2021 08:20:52 +0100 So soll Liezens Quarantäne verhindert werden https://www.derennstaler.at/detail/so-soll-liezens-quarantaene-verhindert-werden Die Corona-Neuinfektionen in der Bezirkshauptstadt steigen. Um eine Quarantäne abzuwenden, appelliert Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner an die Bevölkerung.

Aufgrund eines Corona-Clusters ist die MS Liezen seit Montag geschlossen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 354 sei besondere Vorsicht geboten, denn die Zahlen sind weiterhin am Steigen und nähern sich der 400er-Marke. Ab diesem Grenzwert könne eine Quarantäne über die Stadt verhängt werden, erklärt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher. Liezens Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner appelliert in einem Brief an die Bürger, die Maßnahmen zu befolgen und vor allem die persönlichen Kontakte zu reduzieren. Eine Quarantäne würde nicht den gesamten Bezirk betreffen, denn hier sei man noch weit unter der 400er-Grenze. Abgesehen davon sei eine Abriegelung des gesamten Bezirks logistisch nicht möglich. Mehr als die Hälfte der Infektionen sei auf die britische Mutation zurückzuführen. Dass diese Version des Virus gefährlicher sei als die ursprüngliche Corona-Variante, kann der Bezirkshauptmann nicht bestätigen.

Die Corona-Neuinfektionen in der Bezirkshauptstadt steigen. Um eine Quarantäne abzuwenden, appelliert Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner an die Bevölkerung.

Seit Montag ist die MS in Liezen geschlossen. Grund: Ein Corona-Cluster hat sich in der Schule gebildet. Auch die britische Mutation wurde festgestellt. Betroffen sind sowohl Lehrer als auch Schüler. Der Unterricht findet via Distance-Learning statt, an ein Öffnen denkt man erst wieder mit 22. März. „Da einige Schüler auch Kontakt zu Schülern anderer Bildungseinrichtungen hatten, haben wir intensiv ermittelt, ob es Zusammenhänge bei Infektionsfällen gibt“, sagt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher, der am vergangenen Mittwoch jedoch Entwarnung geben konnte: „Derzeit ist es nicht angedacht, weitere Schulen zu schließen.“ Trotzdem ist weiterhin besondere Vorsicht angebracht, gerade in der Bezirkshauptstadt. Hier liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 354 zwar unter der markanten 400er-Grenze, doch die Zahlen steigen weiter. Am 12. und 13. März wurden in Liezens Teststraße 15 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet – an diesen beiden Tagen das höchste Ergebnis steiermarkweit. Im Vergleich: In der selben Zeitspanne wurde kein einziger positiver Fall in den Teststraßen in Schladming und Bad Aussee sowie in den mobilen Testbussen festgestellt. Für die Bezirkshauptmannschaft eine Entwicklung, die ein Eingreifen erfordert: „Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 300 setzen wir intensive Maßnahmen, damit die 400 nicht erreicht wird“, betont Sulzbacher, denn ab diesem Grenzwert kann eine Quarantäne über die Stadt verhängt werden.

Appell an alle Stadtbürger

Nachdem Liezens Bürgermeisterin bereits in den letzten Tagen auf sozialen Medien dazu aufgerufen hat, die Maßnahmen einzuhalten, erreicht heute ein Brief mit derselben Botschaft alle Haushalte. „Die steigenden Infektionszahlen sind besorgniserregend und machen uns natürlich sehr betroffen. Dies vor allem kurz vor Ostern, wo wir die Hoffnung auf Erleichterungen und mehr Freiheit hatten. Daher sind wir alle gefordert, alle Maßnahmen zu befolgen, das Angebot der kostenlosen Testungen zu nützen und vor allem die persönlichen Kontakte zu reduzieren. Denn wir verfolgen doch alle das gleiche Ziel: Gesund aus dieser Krise zu kommen“, appelliert Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner. Auch im Rathaus wurden die Corona-Maßnahmen verschärft, heißt es von Seiten der Stadtgemeinde. Das Zusammentreffen von Ausschüssen würde in den virtuellen Raum verlegt und Gemeinderatssitzungen könnten künftig online verfolgt werden. Darüber hinaus wurde der örtliche Bauernmarkt bereits auf den Hauptplatz übersiedelt, wo mehr Platz zur Verfügung stünde, um die Abstandsregeln besser einhalten zu können.

Bezirk wird nicht abgeriegelt

Sollten trotz dieser Maßnahmen die Infektionszahlen in Liezen weiterhin steigen, könnte eine Quarantäne verhängt werden. Diese würde jedoch ausschließlich die Bezirkshauptstadt und nicht den gesamten Bezirk betreffen, betont Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher, denn die 7-Tage-Inzidenz des Bezirks Liezen liege weit unter der 400er-Grenze. Überhaupt sei eine Abriegelung des gesamten Bezirks logistisch einfach nicht machbar. Um jede Straße, die aus dem Bezirk hinausführt, zu überwachen, wäre ein ganzes Bataillon an Soldaten erforderlich, so Sulzbacher. Weshalb die Situation in Liezen angespannter ist als in Trieben – hier liegt die 7-Tages-Inzidenz derzeit bei 600 – führt der Bezirkshauptmann auf das Infektionsgeschehen zurück. In Trieben sei vor allem eine Familie stark betroffen, die sofort abgesondert wurde. In Liezen gäbe es viele verschiedene Fälle.

Britische Mutation auf dem Vormarsch

Über 50 Prozent aller Corona-Erkrankungen in der Steiermark sind auf die britische Mutation zurückzuführen. Im Bezirk Liezen liegt dieser Prozentsatz sogar noch höher. Trotz dieser Entwicklung gäbe es im Bezirk Liezen nur sehr wenige schwere Fälle unter den Erkrankten, betont Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher: „Es kursiert das Gerücht, die britische Mutation sei gefährlicher als das ursprüngliche Covid-Virus. Das können wir derzeit nicht bestätigen.“ Neben der britischen breitet sich auch die südafrikanische und die brasilianische Mutation in Österreich aus. Im Bezirk Liezen gibt es derzeit keine Fälle. „Im Bundesland Salzburg gibt es bereits die brasilianische Mutation. Als direkt angrenzender Bezirk reagieren wir besonders sensibel, um eine weitere Ausdehnung zu verhindern.“ Wie erfolgreich getroffene Maßnahmen sein können, zeigte sich im Fall des Soldaten, der nach einem Heimaturlaub in Tirol die südafrikanische Mutation Anfang Februar in der Kaserne Aigen eingeschleppt hatte. „Durch die wirklich gute Zusammenarbeit mit dem Bundesheer ist es gelungen, die Situation in den Griff zu bekommen. Seither sind im Bezirk keine Fälle der südafrikanischen Mutation mehr aufgetreten“, so Sulzbacher.

]]>
news-1645 Thu, 18 Mar 2021 08:19:30 +0100 Digitales Lernen fix verankern https://www.derennstaler.at/detail/digitales-lernen-fix-verankern Bis zum Jahr 2024 soll das digitale Lernen in den Schulen fest verankert sein.
Für das Projekt „Digitale Schule“ werden die Bildungseinrichtungen mit mobilen Endgeräten ausgestattet.
Auch aus dem Bezirk Liezen haben sich einige Schulen dafür angemeldet.

Die Digitalisierung ist aus unserer Wissensgesellschaft und Bildungswelt nicht mehr wegzudenken. Gerade in den Schulen ist eine pädagogisch-didaktisch begleitete Heranführung an diese Thematik unerlässlich. Durch die coronabedingten Herausforderungen der letzten Monate erlebte die Auseinandersetzung mit digitalen Medien in den Schulen einen enormen Schub. In der Steiermark wird nun der erste Schritt des mit 250 Millionen Euro budgetierten „8-Punkte-Plans für die Digitalisierung“ des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung zielstrebig umgesetzt. Eine zentrale Aktion dieses Planes sieht vor, die Schüler beim Projekt „Digitale Schule“ mit mobilen Endgeräten auszustatten. In der Steiermark sind insgesamt 221 Mittelschulen sowie AHS-Unterstufen zur Teilnahme berechtigt, 92 Prozent davon haben sich bereits angemeldet. Damit liegt die Steiermark über dem österreichweiten Schnitt von 90 Prozent. Insgesamt haben sich 204 aller zur Teilnahme berechtigten Schulen bereits angemeldet, davon 16 aus dem Bezirk Liezen – darunter die Mittelschulen Admont, Liezen, Rottenmann, Trieben, Sankt Gallen, Bad Aussee, Gröbming, Haus im Ennstal, Irdning, Bad Mitterndorf, Stainach und Sölk sowie die Allgemeinen Sonderschulen in Liezen und Gröbming. Auch die Mittelschule I mit angeschlossener polytechnischer Schule sowie die Mittelschule II (Erzherzog Johann) und Ski-Akademie in Schladming sind dabei. „Im vergangenen Jahr wurden in den heimischen Schulen riesige Schritte getan, um die Digitalisierung voranzutreiben. Nun gilt es, den Schwung zu nutzen und diese wichtigen Entwicklungen rasch fortzuführen“, so Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß und sagt weiter: „Unser Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2024 das digitale Lernen in den steirischen Schulen fest verankert ist. Deshalb freut es mich umso mehr, dass die heimischen Pädagoginnen und Pädagogen diesem Projekt so massiven Zuspruch entgegenbringen und den gewissenhaften Umgang mit digitalen Medien vermehrt in den Unterrichtsalltag einbringen.“ Auch Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner sieht die Digitalisierung als zunehmend wichtigen Bestandteil der Lebens- und Arbeitswelt. Die digitale Schule ist mit der Pandemie Selbstverständlichkeit geworden. Im Schuljahr 2021/22 werden die Schüler der 5. und 6. Schulstufe mit digitalen Endgeräten ausgestattet, ab dem Schuljahr 2022/23 jeweils die nachrückenden Jahrgänge der 5. Schulstufe. Auch die Lehrer werden intensiv durch die Bildungsdirektion und die Pädagogischen Hochschulen begleitet.

]]>
news-1644 Thu, 18 Mar 2021 08:17:42 +0100 Finale bei der eCycling League Austria https://www.derennstaler.at/detail/finale-bei-der-ecycling-league-austria Wolfgang Krenn holt sich den zweiten Platz beim Finale der eCycling League Austria.
Moran Vermeulen überzeugt mit starker Bergleistung bei der Istrien-Tour.

Moran Vermeulen startete in der vergangenen Woche bei der „Istrian Spring Trophy“ und fehlte damit beim abschließenden Rennen der eCycling League Austria Serie. Für den Ramsauer stand der zweite Platz in der Gesamtwertung hinter dem Sieger Stefan Kirchmair aber bereits vor dem Finale fest. Bei der Tour in Istrien konnte der 23-jährige Ennstaler Radprofi mit dem starken 4. Platz in der Gesamtbergwertung letztendlich zufrieden sein. Der Beginn gestaltete sich für das mit großen Erwartungen in die erste Rundfahrt gegangene Welser Team nämlich alles andere als gut. Sämtliche sechs Felbermayr-Fahrer waren in der ersten Etappe in einen Massensturz verwickelt und so war die Chance auf den Gesamtsieg bereits zum Start in weite Ferne gerückt. Auf der Schlussetappe blieb dann ein Ausreißversuch von Moran Vermeulen unbelohnt. Der heimische Athlet wurde vier Kilometer vor dem Ziel eingeholt und überquerte in der Folge mit dem Hauptfeld die Ziellinie. Am kommenden Samstag steht für Moran Vermeulen und seine Teamkollegen das über 153,2 Kilometer führende Heimrennen in Leonding auf dem Programm.

Beim letzten Bewerb der eCycling League Austria Serie war Wolfgang Krenn am Start. Der Weißenbacher erreichte im sechsten Antreten mit dem ausgezeichneten 2. Platz seine beste Platzierung. Zu seinem Ausflug in die digitale Radliga sagte der Fahrer des Bike-Teams Kaiser: „Für mich war die virtuelle Rennserie eine perfekte Trainingsergänzung. Am Anfang war das Terrain noch etwas ungewohnt, doch mit der Zeit bin ich immer besser in das Metier hin­eingekommen.“

]]>
news-1643 Thu, 11 Mar 2021 08:32:11 +0100 Feldversuch Vorarlberg https://www.derennstaler.at/detail/feldversuch-vorarlberg Am kommenden Montag kommt es also doch zu Öffnungsschritten in Vorarlberg. Das Bundesland hat einerseits die mit Abstand besten Infektionszahlen und ist andererseits auch relativ gut abgeschottet. So wird es zu wenig „Gastrotourismus“ aus anderen Bundesländern kommen und man wird sich relativ gut ansehen können, welche Auswirkungen die Öffnungen auf das weitere Infektionsgeschehen haben. Also nicht nur ein schöner Schritt vorwärts für Vorarlberg, sondern auch sehr interessant für den Rest von Österreich. Als gelernte Österreicher war natürlich der Neidreflex zu erwarten, nach dem Motto, die dürfen ins Lokal, auf den Sportplatz und zu Kulturveranstaltungen und wir nicht. Und auch das Jammern ist man bei uns gewohnt, wenn sich jetzt schon alle aufregen, dass Testpflicht, Sitzabstand und frühe Sperrstunde ein Aufsperren der Gastronomie unwirtschaftlich machen. Trotzdem sollte man das Positive an der Entscheidung sehen, nämlich dass unter allerhöchsten Vorsichtsmaßnahmen wenigstens einmal der Versuch unternommen wird, ein Stück Richtung Normalität zu gehen.
Sollten sich keine massiven negativen Auswirkungen der Öffnungen zeigen, kann man sicher über weitere Lockerungen nachdenken. Damit würde Vorarlberg auch zum Vorbild und würde quasi den Weg vorgeben, wie man möglichst zügig wieder zur Normalität zurückkehren kann, wenn es die Zahlen zulassen. Und schließlich kann die Maßnahme auch nicht ganz schlecht sein, wenn sie den einen zu weitreichend und den anderen viel zu wenig ist.

]]>
news-1642 Thu, 11 Mar 2021 08:29:30 +0100 „Nur die Projektentwickler machen schnelles Geld“ https://www.derennstaler.at/detail/nur-die-projektentwickler-machen-schnelles-geld Der Immobilien-Druck in der Region Ennstal und Ausseerland hält weiter an, die Gewinnmaximierungs-Modelle werden zusehends kreativer. Rechtsanwalt Stephan Wijnkamp stammt aus Holland und führt eine Kanzlei in Tirol. Er vertritt geschädigte Immobilien-Investoren.
Selten waren Gemeinden einem derartigen Druck von Projektentwicklern ausgesetzt wie aktuell. Das Zinsniveau wird auch in den nächsten Jahren noch niedrig bleiben und aus Angst vor einer Geldentwertung werden die Gemeinden immer mehr zum Fokus international agierender Immobilienentwickler, die das schnelle Geld wittern. Den Entwicklern ist es nicht wichtig wo sich das Grundstück befindet – Hauptsache in einer schönen Gegend, die sich gut verkaufen lässt. Unsere Region läuft Gefahr, von findigen Immobilien-Haien noch weiter abgeerntet zu werden. An sich ist an einer Profit-Maximierung nichts Verwerfliches, denn jeder Kaufmann versucht sich darin, seine Spanne möglichst hoch zu halten. In diesem Fall gibt es einen nachhaltigen Schaden. Nämlich eine verbaute Region.
Eine besonders verbreitete Finanzierungsform ist das derzeit sehr beliebte „Buy-to-let“-Modell, ist es doch einer nahezu risikofreien „Gelddruckmaschine“ gleichzusetzen. Projektwerber müssen meist nur einen geringen Teil der Baukosten vorfinanzieren, da schon während der Planungsphase finanzkräftige Betongold-Investoren aus aller Herren Länder mit einem lukrativen Angebot geködert werden: Werterhaltende Appartements oder Häuser stehen in einer traumhaften Gegend für den persönlichen Urlaub zur Verfügung. Den Rest des Jahres wird gewinnbringend vermietet. Sind die Appartements anfangs noch über einen Vertrag an die Betreibergesellschaft gebunden, werden – nachdem alle ihr Geld gemacht haben – die Fensterläden zugemacht und es entstehen touristisch nicht mehr verwertbare Zweitwohnsitze. Nur die Gemeinde bleibt auf ihren Kosten sitzen, denn die langfristigen Auswirkungen werden meist über zwei, maximal drei Legislaturperioden bedacht. Das entspricht auch der Dauer der üblichen Verträgen zur Bindung an die Betreibergesellschaft.
Zwangsbeglückte Hoteliers
Dieses Muster wird von einigen Entwicklungsgesellschaften auf die Spitze getrieben. Anhand eines Beispiels ist es einfacher, die durchdachten Pläne internationaler Entwickler zu verstehen: Ein Unternehmen lullt den Bürgermeister samt Gemeinderat mit den bekannten Argumenten ein und darf eine „Hotel-Anlage“ errichten. Das Unternehmen parifiziert und verkauft die Anteile an Käufer zu stattlichen Preisen. Diese Käufer glauben nun, sie würden einen unbelasteten Zweitwohnsitz erstehen und keinen Hotel-Teil. Das Unternehmen liquidiert nach erfolgtem Verkauf die Errichtungsgesellschaft und ist nirgendwo mehr greifbar. Die Käufer sind plötzlich zwangsbeglückte Hoteliers mit einem halbfertigen Hotel, das den Auflagen der Behörde keinesfalls entspricht. Die Investoren wenden sich verzweifelt an die Behörde und bekommen dort die Auskunft, dass sie nun zuständig sind, jede einzelne Einheit in einen eigenen Gewerbebetrieb umzuwandeln, der alle Auflagen erfüllen muss. Das Unternehmen ist jedoch nicht mehr greifbar, weil es unter anderem Namen schon in der nächsten Region Hotelpläne mit Bürgermeistern und Gemeinderäten schmiedet.
Rechtsvertretung geschädigter Investoren
Einer, der besonders viel Erfahrung mit diesen Geschäftsmodellen hat, ist Rechtsanwalt Stephan Wijnkamp aus Tirol. Der gebürtige Niederländer ist schon seit Jahrzehnten in Österreich und vertritt durch unseriöse Unternehmer geschädigte Landsleute aus Holland: „Das Schlüsselwort sind Zweitwohnsitze. Damit wird immer geworben. Jetzt gerade wieder bei einer Geschichte in Salzburg. Den Leuten wird eine Ferienwohnung versprochen und als Zuckerl, dass sie zusätzlich 5 bis 6 Prozent an Rendite über Mieteinnahmen bekommen. Kalkulationen werden vorgelegt, die auf ‚Erfahrungen‘ basieren und im Nachhinein stellt sich heraus, dass davon überhaupt nichts stimmt.“ Er habe Broschüren und E-Mails gesehen, in denen Leuten versprochen wurde, dass sie Ferienwohnungen kaufen würden. Ein Kaufvertrag wurde von einem österreichischen Anwalt erstellt und nach Holland zum Notar geschickt. Der Vertrag wurde nicht übersetzt, der Notar beglaubigte nur die Unterschrift. „Irgendwo im Kleingedruckten steht dann, dass es sich um keinen Zweitwohnsitz handelt. Das bekommt aber der Investor nicht mit, weil er eben der deutschen Sprache nicht mächtig ist“, erzählt Wijnkamp.
Ein Gewinner, viele Verlierer
Seit der Raumordnungsnovelle im Land Salzburg ist verankert, dass jede Eigennutzung dieser gekauften Objekte verboten ist. Die Leute würden aber genau deshalb Appartements und Wohnungen kaufen, um diese selbst nutzen zu können. „Jetzt gibt es den Vorschlag, dass die Eigentümer die Objekte nutzen dürfen, aber dafür zahlen müssen. Das heißt von der Rendite und der Veranlagung sind wir da weit entfernt. Es gibt bei diesen Unternehmungen nur einen Gewinner: die Projektentwickler. Alle anderen verlieren. Die etablierten Hotels im Ort kommen unter Druck, die Holländer, die Urlaub machen wollen, zahlen viel zu viel und die Gemeinden müssen Steuergeld für Infrastruktur in die Hand nehmen. Nur die Projektentwickler haben ihr schnelles Geld gemacht“, erklärt Wijnkamp. Er habe derzeit ein Dutzend Kunden mit dem gleichen Problem. Seit zehn Jahren ist er mit dieser Thematik österreichweit beschäftigt. „Und noch was zum Drüberstreuen: diese Investorenmodelle sind derzeit berechtigt, Corona-Hilfsgelder in Anspruch zu nehmen. Somit wird das österreichische Steuergeld 1:1 ins Ausland verfrachtet. Zuerst katapultieren diese Projekte die Grundstückspreise in lichte Höhen und dann bekommen sie auch noch Hilfsgelder.“

]]>
news-1641 Thu, 11 Mar 2021 08:27:30 +0100 Heimische Forscher entdeckten neue Höhle bei Tauplitz https://www.derennstaler.at/detail/heimische-forscher-entdeckten-neue-hoehle-bei-tauplitz Einen großen Erfolg kann der „Verein für Höhlenkunde in Obersteier“ aus Bad Mitterndorf verzeichnen. Auf 1082 Metern Tiefe entdeckten Andreas Glitzner, Christoph Peer und Robert Seebacher neue Schachtsysteme und einen blau schimmernder Höhlensee.
Vor kurzem unternahmen die drei Höhlenforscher eine insgesamt 91-stündige Forschungstour in die Wildbaderhöhle im Bereich Hochweiß-Plankermira in Tauplitz im Südostmassiv des Toten Gebirges. „Die Höhle wurde von unseren Mitgliedern bereits in den 80er-Jahren entdeckt und teilweise erforscht. Auch Spezialisten aus Frankreich sind bis zu einer Tiefe von 800 Metern gekommen und haben dann ihre Forschungen abgeschlossen. Da diese Höhle für uns jedoch sehr interessant ist, wollten wir weitere Erkundungen anstellen“, erklärt Obmann Robert Seebacher. Die aktuelle Tour musste im Winter durchgeführt werden, da das Tiefensystem der Höhle im Sommer stark wasserführend ist. Bei Regenfällen kann die Schüttung anschwellen und bei Gewittern sogar lebensbedrohliche Ausmaße erreichen. Bei optimalen, sicheren Bedingungen gelang ein langer und ausführlich geplanter Tiefenvorstoß. Der sechs Kilometer lange Zustieg erfolgte mittels Tourenschi von der Tauplitzalm über die Trageln zum Eingang, welcher auf ca. 2000 Metern Seehöhe liegt. Am selben Tag stieg das Team über bis zu 153 Meter tiefe Schächte und Canyons bis zum ersten Biwak in knapp 400 Metern Tiefe ab. Am nächsten Tag  ging es dann weiter über nasse Schächte und durch Engstellen bis zu einem großen Gang in rund 870 Meter Tiefe. Dort wurde ein Biwak eingerichtet, um von dort aus die weiteren Forschungen durchzuführen.
Bereits im Herbst 2019 gelangten Heidrun André, Andreas Glitzer, Christoph Peer und Robert Seebacher bis zu einem Schachtabbruch in 916 Metern Tiefe. Dort musste jedoch wegen Zeit- und Seilmangels umgekehrt werden. Nun konnte mit zusätzlichem Seil der Abstieg fortgesetzt werden. „Wir wollten den tiefen Teil dokumentieren und vermessen und so haben wir unten dann eine Fortsetzung entdeckt“, erzählt Seebacher. Über mehrere bis zu 60 Meter tiefe Schachtstufen führte der Weg ins Unbekannte, bis schließlich exakt mit dem letzten Meter Seil ein blau schimmernder Höhlensee erreicht wurde. Es ist bei dieser Tour also gelungen, in einem gewaltigen Schachtsystem ausgehend vom Eingang auf 1998 Metern Seehöhe bis zum Karstwasserspiegel in rund 916 Metern Seehöhe abzusteigen. Der große Endsiphon befindet sich 1082 Meter unter dem Einstieg und liegt bereits rund 300 Meter tiefer als die Ödernalm.
Neue Erkenntnisse
Die jüngsten Forschungen brachten nicht nur den tiefsten Höhlenabstieg, sondern auch interessante neue Erkenntnisse über die Geologie und die Hydrologie des Toten Gebirges. So konnte festgestellt werden, dass in diesem Gebiet ein relativ großflächiger Grundwasserspiegel in etwas mehr als 900 Metern Seehöhe vorhanden ist. Bereits im Jahre 2002 gelang es Peter Jeutter und Robert Seebacher etwa 2,6 Kilometer weiter südöstlich im Gebiet der Trageln bis zu einem Siphon in nahezu der gleichen Tiefe abzusteigen. Das Wasser aus diesem ausgedehnten Grundwasserspiegel fließt vermutlich zu den westlich bzw. östlich gelegenen Riesenkarstquellen der Stimitz bei Grundlsee bzw. der Steyr in Hinterstoder ab. Die beiden Quellen sind sechs bzw. sieben Kilometer vom Siphon entfernt und entspringen ca. 150 Meter tiefer am Rand des Gebirges. Weiters wurde belegt, dass sich der Dachsteinkalk mindestens von den Gipfeln in 2200 Metern Seehöhe bis zu diesem Wasserspiegel erstreckt und somit über 1,3 Kilometer dick ist. Durch die Vermessung der neuen Abschnitte erhöht sich die Gesamtlänge des ausgedehnten Höhlensystems auf nunmehr 12,3 Kilometer, wobei vor allem in den höheren Etagen noch reichlich Neuland auf die Forscher wartet.
Lange Tradition
Die Höhlenforschung im Steirischen Salzkammergut hat eine lange Tradition und kann auf eine Geschichte von über 100 Jahren zurückblicken. Der erste höhlenkundliche Verein mit dem Namen „Sektion Obersteier des Vereins für Höhlenkunde in Österreich“ wurde am 25. November 1911 in Bad Aussee gegründet. In den folgenden Jahrzehnten kam es im steirischen Salzkammergut mehrfach zu Umorganisationen und Neugründungen höhlenkundlicher Vereine. 1981 erfolgte die Namensgebung „Verein für Höhlenkunde in Obersteier“ in Anlehnung an den ersten, 1911 gegründeten höhlenkundlichen Verein in der Region. Derzeit hat der Verein 172 Mitglieder und forscht nicht nur im Bereich Dachstein und Totes Gebirge, sondern auch teilweise im Ausland.

]]>
news-1640 Thu, 11 Mar 2021 08:25:40 +0100 Weltweites Frauennetz feiert Jubiläum https://www.derennstaler.at/detail/weltweites-frauennetz-feiert-jubilaeum Seit hundert Jahren setzen sich die Mitglieder von Soroptimist für Frauen in Not ein. Im Ennstal konnte der Club vor 15 Jahren Fuß fassen.
Gegründet 1921 in Amerika und seit 1924 in Europa tätig, wurde der Club „Steirisches Ennstal – Gröbming“ erst 2007 aus der Taufe gehoben. Doch was bedeutet Soroptimist eigentlich und womit beschäftigt sich dieser Club? Der Name Soroptimist stammt aus dem Lateinischen „sorores ad optimum“ und bedeutet „Frauen, die das Beste anstreben“. Und genau dieser Name ist seit der Gründung des internationalen Serviceclubs auch Programm. Über 3100 gut vernetzte Clubs gibt es in insgesamt 124 Ländern, in denen sich rund 86.000 Mitglieder für den Status der Frau engagieren. Nach Gröbming gelangte der Club durch die Ennstalerin Inge Buchegger. Als erste Präsidentin und Mitstreiterin konnte sie Gröbmings Altbürgermeisterin Johanna Gruber als Soroptimistin gewinnen. Ihrem Vorbild folgten 33 Frauen, die von der Idee begeistert waren, das Leben von Frauen und ihren Familien positiv zu verändern und sich für Menschenrechte, Frieden und soziale Entwicklung einzusetzen. Seither agiert der Club als gemeinnütziger Verein.
Nachbarschaftshilfe in Ungarn
In den vergangenen 15 Jahren haben Gröbmings Soroptimistinnen zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter die schulische Förderung von Mädchen in Nepal, Mali, Kenia, Indien und Moldawien. Auch in Ungarn waren die Clubschwestern aktiv. Zahllose LKW-Ladungen mit gespendeten Hilfsgütern wurden in den armen Süden des Landes entsandt.
Hilfe für Frauen im Bezirk
Die Mittel für soziale Projekte stammen aus den Beiträgen der Mitglieder, Spenden und Benefizveranstaltungen. Dafür veranstaltet der Ennstaler Club Vernissagen, einen Edeltrödelmarkt beim Altsteirer Kirtag, Pink-Ribbon-Filmabende im Kino Gröbming und verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die ebenso den Zweck verfolgen, den Club der Soroptimistinnen und ihre Arbeit bekannter zu machen. Denn erklärtes Hauptziel sei es, sich um Frauen im Bezirk Liezen zu kümmern. Geholfen wird mit Rat und Tat, bei Behördenwegen, mit Sachspenden und auch finanziell. Vermittelt wird die Unterstützung, die anonym und persönlich erfolgt, über das Sozialamt oder soziale Vereine. Frauen in Not können sich jedoch auch direkt per E-Mail über die Helpline soror.enns@gmail.com oder über Facebook: @SororesEnnstal an den Club wenden.

]]>