Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Mon, 01 Mar 2021 17:16:33 +0100 Mon, 01 Mar 2021 17:16:33 +0100 TYPO3 EXT:news news-1633 Thu, 25 Feb 2021 09:14:27 +0100 Schlangengrube „Freiimpfen“ https://www.derennstaler.at/detail/schlangengrube-freiimpfen Für die hohe Zahl von bereits Geimpften hat Israel jetzt neue Vorschriften erlassen. Mit dem Impfpass darf man ab sofort wieder ein annähernd normales Leben führen, mit Gastronomie, Sport und Kultur. Und spätestens wenn in Kürze der endgültige Beweis vorliegt, dass Geimpfte und Genesene wirklich nicht ansteckend sein können, wird diese Debatte auch bei uns zu führen sein. Schließlich gibt es bei fehlender Gefährdung keinen Grund mehr für Einschränkungen.
Jeder, der dann wieder normal am Leben teilnehmen kann, wird das nach den langen Monaten des Verzichts als wahre Wohltat sehen. Und auch die Genesung der Wirtschaft und der Gesellschaft wird mit jedem Menschen mehr in Freiheit an Fahrt aufnehmen. Diese Öffnung ist alternativenlos, sie gibt den Menschen nur die Freiheit zurück, die ihnen in der Ausnahme der Pandemie genommen wurde.
Für die Politik ist das Thema freilich eine Schlangengrube. Egal, ob Lokalbesuch oder Maskenpflicht, jede Ungleichbehandlung wird sofort massive Kritik hervorrufen. Diese Kritik ist freilich unsachlich, auch wenn es jenen, die mit dem Impfen erst später dran sind, als himmelschreiende Ungerechtigkeit erscheinen wird. Man hört schon die Vorwürfe von Impfpflicht und Ungleichbehandlung, aber der gesunde Menschenverstand gibt klar die Richtung vor: Wer geimpft ist, bekommt mehr Freiheit. Den Menschen diese Wahl auch zu geben, obliegt freilich der Politik, die schnellstens für den benötigten Impfstoff sorgen muss.

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news-1632 Thu, 25 Feb 2021 09:12:25 +0100 Gastronomie fordert Öffnungsperspektive https://www.derennstaler.at/detail/gastronomie-fordert-oeffnungsperspektive Die Ungeduld wächst, die wirtschaftliche Situation spitzt sich weiter zu: Gastronomen und Hoteliers fordern rasches, kontrolliertes Hochfahren.
Die Regierung verkündete nach ihrem Austausch mit Fachexperten und Landeshauptleuten, dass der Lockdown für Gastronomie und Hotels mindestens bis Anfang April bestehen bleibt. Kurz darauf relativierte der Kanzler den Zeithorizont und stellte ein früheres Öffnen unter Auflagen in Aussicht, die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen. Allem Anschein nach wird die Öffnung gekoppelt an Eintrittstests sein. „Dass es derzeit keine Öffnungsschritte für uns gibt, ist ein schwerer Schlag für die Branche“, sagt Klaus Friedl, WKO-Obmann der Fachgruppe Gastronomie. Die Betriebe seien mittlerweile an der Belastungsgrenze angelangt. Die aktuellen finanziellen Hilfen würden bei weitem nicht reichen, um den Betrieben das wirtschaftliche Überleben zu sichern.
Klare Öffnungsschritte
Auch Alfred Grabner, WKO-Obmann der Fachgruppe Hotellerie, fordert bei allem Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie eine klare Öffnungsperspektive: „Man kann uns nicht monatelang immer um zwei Wochen vertrösten.“ Die Ungeduld der Betriebe wachse von Tag zu Tag und es sei an der Zeit, die Wirtschaft wieder etappenweise und sicher hochzufahren. „Während Menschen sich in Einkaufszentren drängen, stehen unsere Gasthäuser und Hotels leer. Es geht um Existenzen“, stellt Friedl klar und fordert klare Öffnungsschritte unter Rahmenbedingungen, die für die Betriebe auch wirtschaftlich vertretbar sind. „Spätestens wenn die Stundungen von Finanzamt und Gesundheitskasse auslaufen, fängt es an zu krachen“, sagt der Wirtschaftsbund-Obmann und langjährige Gastronom Franz Perhab, aber „wenn man auf touristische Gäste angewiesen ist, muss man es sich dreimal überlegen aufzusperren. Die Ortsgastronomie, die nicht abhängig vom Touristen ist, muss aufsperren.“
Kein Verständnis mehr
„Beim ersten Lockdown im März war eine gewisse Ungewissheit dabei. Es gab keine Erfahrungswerte und wir haben die Tatsachen hingenommen. Das Verständnis war da und der Sicherheitsgedanke stand im Vordergrund“, erzählt „Grafenwirt“-Chef Franz Danklmaier. Die auferlegten Richtlinien wie Faceshields und vorgegebene Abstände waren Gewohnheitssache. „Wir waren im Mai froh wieder öffnen zu dürfen und der Sommer war sogar über den Erwartungen. Nach dem zweiten Lockdown Anfang November wurde die Öffnung Woche um Woche verschoben. War zu Beginn noch von einigen Wochen die Rede, ist die Gastronomie bereits seit vier Monaten geschlossen. Die jetzige Perspektivenlosigkeit sei zermürbend. „Das Wichtigste wäre uns jetzt zu sagen, wie die Gastronomie aufs gesamte Jahr funktionieren kann. Jetzt könnten wir Vorbereitungen treffen, wie auch immer sie sein mögen.“
Planbarkeit
Man nehme mittlerweile sehr viel in Kauf um endlich aufsperren zu können, sagt Melitta Schnuderl, die es kaum erwarten kann wieder Gäste empfangen zu dürfen: „Es wird schon zäh. Wir werden alle Auflagen erfüllen, damit wir aufsperren können. Alles ist besser als zu zu haben.“ Sämtliche Sicherheitsvorgaben habe man mitgetragen, aber „langsam werden die Vorgaben der Regierung lächerlich. Wie sie mit uns umgehen ist ein Wahnsinn“, klagt Lambert Stiegler vom Hotel Loy in Gröbming und wünscht sich eine gewisse Planbarkeit.
Angstmache
Mit sporadischen Kochtagen hat sich das Gasthaus Schernthaner in Öblarn über Wasser gehalten. „Wir haben, so wie jeder, die Betriebskosten wo es ging heruntergedreht, dennoch müssen wir auf Ersparnisse zugreifen“, sagt Gerhard Schernthaner. Auch er sehnt eine baldige Öffnung herbei, wenngleich er befürchtet, dass sich der Zustrom seiner Gäste in Grenzen halten wird. „Nachdem ein Jahr lang Angstmache betrieben wurde, wird sich das nicht so schnell revidieren.“ Diese Entwicklung hat Ferenc Herczegh bereits im letzten Jahr festgestellt: „Ich hatte Stammgäste, welche mehrmals pro Woche bei mir waren. Die habe ich seit dem ersten Lockdown nicht mehr gesehen. Vor allem die Pensionisten fehlen mir sehr.“
Der Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer Ennstal/Salzkammergut, Christian Hollinger, hofft aus der Krise positive Entwicklungen dauerhaft mitzunehmen: „Corona hat mehr bewegt als in den Jahrzehnten davor passiert ist. Neben Umsatzersatz und Fixkostenzuschuss gab es speziell für die Gastronomie Erleichterungen wie ermäßigte Steuersätze, höhere Grenzen für die Pauschalierung und Erhöhung des Mobilitätspauschalsatzes. Nun haben viele die Hoffnung, dass diese Erleichterungen so bleiben und nicht mehr zurückgenommen werden.“

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news-1631 Thu, 25 Feb 2021 09:10:16 +0100 Admonter Primärversorgungszentrum steht vor Erweiterung https://www.derennstaler.at/detail/admonter-primaerversorgungszentrum-steht-vor-erweiterung Vor einem halben Jahr wurde das erste Primärversorgungszentrum des Ennstals in Admont eröffnet. Eine erste Bilanz fällt trotz Pandemie positiv aus: Die frei werdende Kassenstelle für einen Allgemeinmediziner soll in das PVZ verschoben werden. Weitere Ärzte folgen.
Den Start des Primärversorgungszentrums hätten sich die Mediziner Eva Maria und Oliver Petz wohl einfacher vorgestellt: Nur wenige Wochen nach der Übernahme des Gesundheitszentrums in den Räumlichkeiten des Stifts Admonts entfaltete Covid-19 sein volles Gefahrenpotenzial. „Bis zum Schulbeginn haben wir eine sehr hohe Patientenfrequenz registriert. Der zweite Lockdown hat dann aber zu einem spürbaren Rückgang geführt, die Menschen aus der Region sind vorsichtiger geworden“, erklärt das Ärzte-Paar. Trotz pandemischer Herausforderungen fällt eine erste Bilanz positiv aus: „Das Primärversorgungszentrum ist sehr wohlwollend aufgenommen worden, nicht zuletzt dank der Unterstützung und der hervorragenden Zusammenarbeit mit dem Stift Admont und der Gemeinde Admont.“
Dritte Kassenstelle soll kommen
Insbesondere im Stift Admont zeigt man sich ob des erfolgreichen Starts zufrieden: „Die optimale Gesundheitsversorgung ist wesentlich für eine hohe Lebensqualität in der Region. Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Primärversorgungszentrum im Stift Admont hier einen wesentlichen Teil dazu beitragen können und die Kooperation aus Land, Gemeinde und unserem Haus so gut funktioniert. Die Voraussetzungen, um die regionale Gesundheitsversorgung weiter auszubauen, sind erfüllt“, betont Franz Pichler, Wirtschaftsdirektor des Stifts Admont. Heißt: Die schon in wenigen Wochen pensionsbedingt nachzubesetzende Kassenstelle für einen Allgemeinmediziner soll ins Primärversorgungszentrum Admont transferiert werden. „Mit einer weiteren Kassenstelle im PVZ könnten wir die Öffnungszeiten von 40 auf 50 Präsenzstunden pro Woche noch weiter ausdehnen und vielen Menschen auch nach der Arbeit noch zur Verfügung stehen. So könnten wir die Versorgung zeitlich und qualitativ bestmöglich sicherstellen“, betont Oliver Petz. Am Wunschzettel des Admonter Gesundheitszentrums steht – neben dem Allgemeinmediziner – nicht zuletzt auch ein Kinderarzt: „Das wäre großartig, weil wir hier enormen Handlungsbedarf in der Region sehen. Wir möchten uns dafür einsetzen“, so das Mediziner-Duo.
Psychosoziale Belastungen und Präventivmedizin
Zusätzlich verschreibt sich das PVZ-Team einem weiteren Schwerpunkt: Dem Kampf gegen die drastisch steigenden psychischen Belastungen. Durch eine neue Kooperation mit dem psychosozialen Team des Landes Steiermark können Akutfälle einmal wöchentlich im Gesundheitszentrum in Admont interdisziplinär betreut werden. „Aber auch längerfristige Lösungsansätze für die Betroffenen werden im Rahmen des Programms erarbeitet“, sagt Eva Petz. Neben dem psychosozialen Schwerpunkt soll auch die Präventivmedizin weiter forciert werden: „Wir haben seit der Eröffnung rund 180 Vorsorge-Untersuchungen durchgeführt. Dieses wertvolle Instrument werden wir zum Wohle der Menschen in der Region weiter verstärken“, so die Ärztin.

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news-1630 Thu, 25 Feb 2021 09:09:04 +0100 Planai: Skifahren bis Ostern möglich https://www.derennstaler.at/detail/planai-skifahren-bis-ostern-moeglich Dem Skivergnügen auf der Planai und Hochwurzen steht bis Ostern nichts im Weg. Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen finden Wintersportler auf den Schladminger Skibergen beste Pistenbedingungen vor.
„Wir haben unser Liftangebot von Montag bis Donnerstag angepasst, jedoch immer mit einem beinahe gleichbleibenden großen Pistenangebot“, so Planai-Geschäftsführer Georg Bliem. Auch die Zusatzattraktionen wie das Hopsi-Winterkinderland, Funslope oder Funcross sowie der Superpark stehen den Gästen täglich zur Verfügung. Von Freitag bis Sonntag werden auf der Planai zusätzliche Anlagen in Betrieb genommen. Auf der Hochwurzen ist die Gipfelbahn bis Ende Februar täglich in Betrieb sowie zusätzlich die Obertalbahn und die 4er-Sesselbahn Hochwurzen II vom 26. bis 28. Februar. Ab März wird auf der Hochwurzen dann auf Wochenendbetrieb umgestellt. Von Freitag bis Sonntag stehen dann die Gipfel- und die Obertalbahn sowie die Rodelbahn zur Verfügung. Tourengeher haben an drei Abenden (Mittwoch, Freitag und Samstag) die Möglichkeit, von 17 Uhr bis 19.30 Uhr die präparierte und beleuchtete Aufstiegsspur zu benützen.
Am Galsterberg in Pruggern endet die Skisaison am kommenden Sonntag, dem 28. Februar. Von Freitag, dem 26. Februar bis Sonntag, dem 28. Februar können Wintersportler am Galsterberg noch einmal ihre Schwünge in den Schnee ziehen. Alle Anlagen sowie die Rodelbahn sind am kommenden Wochenende geöffnet.

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news-1629 Thu, 25 Feb 2021 09:06:27 +0100 Österreich ist Skination Nummer 1 in Cortina https://www.derennstaler.at/detail/oesterreich-ist-skination-nummer-1-in-cortina 5 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze waren ein Ergebnis, das man vor Beginn der Weltmeisterschaft nicht erwarten durfte. Seit fünf Tagen ist diese 46. Alpine WM Geschichte und der „Ennstaler“ zieht Bilanz aus verschiedenen Blickwinkeln.
Wie 1956! Toni Sailer machte mit seinen drei Olympia- und vier Weltmeisterschafts-Goldmedaillen eine ganze Nation glücklich und Österreich zum Skisportland Nummer 1. 65 Jahre später hatte das Land wieder allen Grund zum Jubeln.
Das Wetter und die Pisten
Wie man es auch schon von anderen Weltmeisterschaften gewohnt war, spielte das Wetter in den ersten Tagen so gar nicht mit und sorgte dafür, dass das Programm ordentlich durchgewirbelt wurde. Aber als sich Schneefall, Wolken und Nebel verzogen hatten, gab es bis zum letzten Tag nur strahlenden Sonnenschein und beste Verhältnisse auf den Pisten. Die Veranstalter hatten hervorragende Arbeit geleistet.
Stars und Medaillengewinner
Es gab allergrößten Skisport zu sehen, es gab viele Stars bei Damen und Herren und es gab bei den Goldmedaillen-Gewinnern kaum eine Überraschung. „Königin von Cortina“ trifft auf zwei großartige Sportlerinnen zu, nämlich auf Katharina Liensberger und die Schweizerin Lara Gut-Behrami. Beide konnten mit zwei Mal Gold und ein Mal Bronze den italienischen Nobelskiort verlassen. Mikaela Shiffrin konnte zwar ihren Slalomtitel nicht verteidigen, war aber mit vier Medaillen (1-1-2) die fleißigste Medaillensammlerin. Alle USA-Medaillen gehen auf ihr Konto. Die sechste Goldmedaille gewann Corinne Suter in der Abfahrt, dazu eine Silberne im Super-G. Marta Bassino erlöste das Veranstalterland Italien mit der geteilten Goldmedaille im Parallelbewerb. Zwei Mal Silber gab es für die Slowakin Petra Vlhova.
Auch bei den Herren hat Österreich einen „König von Cortina“ – Vincent Kriechmayr schnappte sich bei Abfahrt und Super-G das begehrte Gold. Zählt man den Teambewerb dazu, so hat auch der Norweger Sebastian Foss-Solevaag zwei Mal Gold umhängen ebenso wie Mathieu Faivre. Mit Gold und Bronze konnte sich der Kärntner Marco Schwarz zwei Medaillen sichern. Mathieu Faivre sprang im Riesenslalom für seinen Landsmann Pinturault ein und gewann die Goldmedaille. Silber und Bronze holte sich Alexis Pinturault. Für die größten Überraschungen sorgten mit jeweils Silber der für Deutschland startende Tiroler Romed Baumann und Adrian Pertl am Schlusstag. Loic Meillard putzte mit zwei Bronzemedaillen die Bilanz der Schweiz auf, für Henrik Kristoffersen blieb nur die Bronzemedaille im Slalom.
Die knappsten Entscheidungen
Weltmeister der knappsten Zeitvorsprünge war zweifellos Vincent Kriechmayr. Waren es im Super-G noch 0,07 Sekunden auf Romed Baumann, so „begnügte“ er sich in der Abfahrt mit 0,01 Sekunden vor dem Deutschen Andreas Sander. Um 0,02 Sekunden verfehlte Shiffrin die Goldmedaille im Riesenslalom. 0,04 Sekunden legte Marco Schwarz zwischen sich und den silbernen Alexis Pinturault.
Die Enttäuschungen
Natürlich gab es nicht nur Sieger. Einige Athleten, die mit Medaillenhoffnungen nach Cortina gekommen waren, wurden enttäuscht. Dazu zählen leider auch die Österreicher Matthias Mayer, Max Franz, Manuel Feller und Michael Matt. Die Italienerin Federica Brignone ging ebenfalls leer aus wie ihr Landsmann Dominik Paris. Zwar mit Medaillen getröstet, aber insgeheim doch enttäuscht waren Marco Schwarz im Slalom, Alexis Pinturault durch den Totalausfall im Riesenslalom und wohl auch Henrik Kristoffersen, der „nur“ zu Bronze kam und Tessa Worley mit ebenfalls „nur“ Bronze.
Die Nationenwertung und der ÖSV
Der Sieg ging an Österreich! Fünf Mal Gold, ein Mal Silber und zwei Mal Bronze ergaben die von Präsident Peter Schröcksnadel angepeilten acht Medaillen. Den zweiten Platz belegte die Schweiz (3-1-5) vor Frankreich (2-1-2). Gar nicht gut sah es zunächst für das Gastgeberland Italien aus, ehe Bassino mit Parallel-Gold und Luca de Aliprandini mit Silber im Riesenslalom die ersehnten Medaillen einfuhren. Überraschend stark zeigte sich Deutschland mit zwei Mal Silber und ein Mal Bronze. An die erfolgreichste Weltmeisterschaften aller Zeit kam Österreich trotzdem nicht heran. Das war 1962 in Chamonix (6-4-5), unter anderem mit Karl Schranz. Die zu Beginn der Saison kritisierte Arbeit des ÖSV bzw. der Trainer hat sich zum Höhepunkt des Winters als goldrichtig erwiesen.

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news-1628 Thu, 18 Feb 2021 08:29:11 +0100 Es reicht! https://www.derennstaler.at/detail/es-reicht Mit der jüngsten Ankündigung, Gastronomie, Beherbergung und Kultur noch mindestens bis Ostern geschlossen zu halten, hat die Regierung den Bogen wohl überspannt. Angesichts sinkender Todeszahlen, genug Kapazität in den Spitälern, massiv gestiegener Testzahlen und trotzdem stabiler Anzahl der Neuinfektionen scheint diese Vorgehensweise nicht mehr gerechtfertigt. Immerhin sind die negativen Auswirkungen des Lockdowns schon so massiv, dass auch sie in die Beurteilung der Lage mit einfließen müssen. So scheint außer Corona momentan kaum mehr eine Krankheit behandelt zu werden, was sich am besten an der Bilanz der Krankenkassen ablesen lässt. Es fließt so wenig Geld in medizinische Behandlungen, dass die Kassen trotz Rekordarbeitslosigkeit eine schwarze Null schreiben. Zudem explodiert die Zahl der psychischen Erkrankungen, was auf längere Zeit eine massive Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Dem Kampf gegen Corona das alles unterzuordnen, kann wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Außerdem kippt die Wirtschaft immer weiter in Richtung Hoffnungslosigkeit. Ohne Gastronomie läuft auch das Geschäft im Handel mehr als schleppend und sämtliche Zulieferer der Freizeitwirtschaft haben zwar offen, aber keine Aufträge. Und die hauptbetroffenen Gastronomen und Hoteliers sind ohnehin verzweifelt und am Weg in die Insolvenz. Wenn es nicht schnellstens eine vernünftige Perspektive gibt, wird die Stimmung in der Bevölkerung wohl endgültig kippen, denn so kann es jedenfalls nicht mehr weitergehen.

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news-1627 Thu, 18 Feb 2021 08:26:38 +0100 Corona: Werden Eltern nun zu Bittstellern? https://www.derennstaler.at/detail/corona-werden-eltern-nun-zu-bittstellern Besorgte Eltern fürchten um die psychische Gesundheit ihrer Kinder. Wer Eintritts-Selbsttests und die (FFP2) Maskenpflicht ablehnt, ist vom Präsenzunterricht ausgeschlossen. Nicht alle Kinder kehren an ihre Schulbänke zurück.
Nachdem der Schulbetrieb in Wien und Niederösterreich vorige Woche wieder startete, öffneten diesen Montag die steirischen Schulen: Die Volksschulen mit täglichem, Sonderschulen mit teilweisem Präsenzunterricht, Schichtbetrieb gibt es für Mittelschulen sowie für die AHS-Unterstufe und Polytechnischen Schulen. Voraussetzung für die Teilnahme am Schulbesuch sind die „Eintritts-Selbsttests“, wie sie das Ministerium bezeichnet. Zweimal pro Woche müssen sich vor Unterrichtsbeginn alle Schüler vor Ort testen. „Ohne die Selbsttests wäre ein Präsenzunterricht nach wie vor nicht möglich“, heißt es in einem Schreiben von Bildungsminister Heinz Faßmann an die Eltern. Deswegen seien die Tests verpflichtend für alle teilnehmenden Kinder. Zusätzlich zu den Tests ist eine Maskenpflicht obligat: In der Volksschule außerhalb der Klassen- und Gruppenräume, in der Unterstufe im gesamten Schulgebäude und in der Oberstufe mit FFP2-Maske.
Freiwilligkeit
Damit der Test an der Schule durchgeführt werden kann, bedarf es einer Einverständniserklärung der Eltern. Die Bildungsdirektion betont die Freiwilligkeit der Tests, eine Ablehnung der Tests stellt jedoch den Ausschluss aus dem Frontalunterricht dar. Die gesamte Verantwortung für die Erarbeitung des Lernstoffs wird an die Schüler bzw. deren Eltern abgegeben. Zwar bekommen die Schüler Arbeitsaufträge zu Verfügung gestellt, wie und in welchem Umfang liegt im Ermessen der Schule, so die Bildungsdirektion Steiermark.
Proteste der Eltern
„Diesen subtilen Druck, der permanent und zwischen den Zeilen spürbar ist, prägt seit einem Jahr unsere Kinder. Wir müssen uns im Klaren sein, welche Konsequenzen diese Vorgangsweise zur Folge hat. Ein positiver Test ohne Wahrung der Privatsphäre ist eine Stigmatisierung, die ich meiner Tochter ersparen möchte. Eine medizinische Untersuchung ohne medizinisches Personal ist eine Grenzüberschreitung, die wir nicht akzeptieren“, berichtet eine Mutter. Zum Glück könne sie sich den Luxus leisten und als Selbstständige die Arbeitszeiten einteilen, sodass ein Unterricht zuhause möglich sei. Zwar werden die Lernunterlagen zur Verfügung gestellt, dennoch sei sie „Bittstellerin“. „Wir hanteln uns Woche für Woche nach vor und hoffen, dass der Spuk bald vorbei ist. Bleiben diese inakzeptablen Auflagen noch länger, werden wir ab Herbst in den häuslichen Unterricht gehen.“
Angst vor den Folgen
Eine andere Mutter erzählt von ihrer Tochter, die das Gymnasium besucht. „Sie würde gern die Schule besuchen, hat aber Angst vor den Folgen, die eine positive Testung hätte. Das ist nicht nur ein ‚Nasenbohrer-Test‘ und ich verstehe nicht, warum Eltern hier nicht reagieren.“ Ihr Sohn, der die Volksschule besucht, bleibt ebenfalls daheim. Das verlangt ein straffes Zeitmanagement: „Wir jonglieren mit unserer Zeit seit fast einem Jahr und sind an unserer Belastungsgrenze angelangt, aber solange die Tests Voraussetzung für einen Schulbesuch sind, bleiben meine Kinder zuhause.“ Sie habe die Pflicht ihre Kinder zu schützen, denn „wenn meine Tochter zum Atmen ohne Maske auf die Toilette gehen muss, dann ist für mich Schluss.“ Abgesehen davon sei eine Maskenpflicht in Anbetracht der Testungen ein Schildbürgerstreich. Die im Frühjahr vom Bildungsministerium verordnete Maskenpflicht sowie die Klassenteilung beurteilte der Verfassungsgerichtshof im Dezember als gesetzeswidrig.

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news-1626 Thu, 18 Feb 2021 08:25:15 +0100 Panoramabahn für den Loser https://www.derennstaler.at/detail/panoramabahn-fuer-den-loser Mit einer Investition in der Höhe von 25 Millionen Euro errichten die Loser-Bergbahnen eine Zehner-Kabinenbahn. Die neue Bahn soll neue Potenziale erschließen und zu einer Verkehrsberuhigung der Panoramastraße beitragen.
Geht es nach den Plänen der Eigentümer und Entscheidungsträger, soll ab 8. Dezember 2022 eine Zehner-Gondelbahn die bisherigen Lifte „Loser Jet I“ und „DSB II“ ersetzen. Schon lange macht den Loser-Berg­bahnen die Sektion der Doppel­sesselbahn II Kopfzerbrechen: als Fla­schenhals konnten über diesen Sessellift nicht die notwendigen För­der­zahlen erbracht werden, damit die Wintersportler ohne lange Warte­zeiten in die höheren Gefilde des Loser kamen. Dazu kommt, dass die Betriebsgenehmigung im nächsten Jahr ausläuft.
Brotberg der Altausseer
Pläne für eine Gondelbahn werden schon länger gewälzt, wie auch ein Hotel auf der Loser-Alm (Loser-Bergrestaurant) immer wieder als Idee aufflackert. Nun aber wollen die Eigentümer Nägel mit Köpfen ma­chen. Anfang Dezember 2022 soll eine Porsche-Design Panorama­kabinen­bahn des Herstellers Bartho­let aus der Schweiz die Besucher und Sportler bequem auf den „Brot­berg der Altausseer“, wie Hannes Androsch den Loser titulierte, bringen. Für die Entscheidungsträger eröffnen sich mit der neuen Gondelbahn bisher ungeahnte Möglichkeiten. So soll die Bahn als Pendant zur Panorama­straße dienen und private Fahrten über die Straße obsolet machen. Speziell im Sommer sieht man ein großes Erweiterungs­poten­zial, nachdem der Augstsee als Ausflugsziel sehr gerne besucht wird. Die Stützen werden allesamt mit Flutlicht ausgestattet und so wird vor­aussichtlich auch ein Nacht­skifahren möglich sein und das beliebte Rodeln am Loser könnte wieder aktiviert werden.
Keine Neuerschließungen
Von Seiten der Loser-Bergbahnen betont man, dass man das bestehende Angebot verbessern sowie zukunftstauglich und ökologisch ver­tretbar ausbauen will. Es sind keine Neuerschließungen oder Er­wei­te­rungen geplant. Die Talstation  (858 m) wird am gleichen Ort bleiben, die Mittelstation (1401 m) soll bei der Kehre 11 am westlichen Teil des Parkplatzes errichtet werden, wobei sogar Teile des Parkplatzes rückgebaut werden. Die Bergstation (1608 m) hinter der „Loser-Alm“ wird in den Hang gebaut.
Mit großen Photovolatik-Flächen so­wie eines Kleinwasserkraftwerkes, welches über die bestehende Ver­roh­rung der Beschneiungsanlage betrieben werden kann, soll die Hälfte des für den Betrieb benötigten Stroms selbst produziert werden.
„Riesiger Schritt nach vorne“
Bürgermeister Gerald Loitzl sieht in dieser Investition einen „riesigen Schritt nach vorne“. Die Finanzierung des 25-Millionen-Euro-Projektes ist in Ausarbeitung. „Derzeit wird gerade der Businessplan für die Panorama­bahn ausgearbeitet. Die Finanzierung erfolgt über eine Beteiligung der Eigentümer, stille Beteiligungen und hoffent­lich auch über die Unterstützung durch das Land Steiermark“, wie Loitzl abschließend erläutert.

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news-1625 Thu, 18 Feb 2021 08:23:47 +0100 Corona-Testbus zwischen St. Gallen und Wildalpen https://www.derennstaler.at/detail/corona-testbus-zwischen-st-gallen-und-wildalpen Ab Freitag, 19. Februar, gibt es zwischen Sankt Gallen und Wildalpen eine mobile Möglichkeit für kostenlose Antigen-Schnelltests. Der Bus fährt von Montag bis Samstag von 8 bis 18 Uhr und macht in Sankt Gallen, Mooslandl und Wildalpen Halt.
Insgesamt sind somit in der Steiermark fünf Testbusse eingerichtet. „Der neue Testbus stellt eine wesentliche Erleichterung für die Bevölkerung im unteren Ennstal dar. Mit den Teststraßen in Bad Aussee, Liezen und Schlad­ming sowie der mobilen Testmöglichkeit ist die Region nun bestmöglich versorgt“, freut sich LAbg. Bgm. Armin Forstner. Dass die Steiermark hinsichtlich der Testzahlen österreichweit vorbildlich ist und sich im Bundesländer-Vergleich im Spitzenfeld bewegt, bekräftigt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer bei einer kürzlich stattgefundenen Pressekonferenz: „Eine wesentliche Herausforderung ist es, den Menschen in allen Regionen des Landes bestmögliche Testmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Die neuen Testbusse ermöglichen Steirerinnen und Steirern, die in dezentralen Gebieten leben, einen unkomplizierten und niederschwelligen Zugang zum kostenlosen Testangebot des Landes.“ Auch Landeshauptmann-Stv. Anton Lang begrüßt das neue Testangebot und freut sich, dass der Bevölkerung Busse mit medizinischem Personal und ausreichend Testkits zur Verfügung stehen, um „weiße Flecken“ so gering wie möglich zu halten.
Die Anmeldung für die regelmäßigen kostenlosen Antigen-Testungen sowie zu den Terminen der Testbusse erfolgt über die Website www.oesterreich-testet.at. Für telefonische Anmeldungen steht die Hotline 0800/220 330 täglich von 7 bis 22 Uhr zur Verfügung.
Haltestellen:
Sankt Gallen: 8 bis 10.45 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr (Oberer Markt 220).
Mooslandl: 11.30 bis 14.15 Uhr beim Badesee und Freizeitpark Landl (Mooslandl 68).
Wildalpen: 15 bis 17.45 Uhr beim Salzatalhof (Wildalpen 10).
Eine vierte Station in Altenmarkt ist angedacht.

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news-1624 Thu, 18 Feb 2021 08:22:00 +0100 Irdning hält an Tennis-Star-Ensemble fest https://www.derennstaler.at/detail/irdning-haelt-an-tennis-star-ensemble-fest Mit einem starken Team startet die ATV Irdning Sektion Tennis in die Saison. Mit Top-Athleten bahnen sie sich den Weg zum dritten Meistertitel.
Dass der ATV Irdning zu den Hochburgen des österreichischen Vereinstennis zählt, steht spätestens seit den beiden Bundesliga-Meistertiteln bei den Herren in den Jahren 2018 und 2019 fest. Ein Blick auf die heute vom Österreichischen Tennisverband (ÖTV) anlässlich der im Mai startenden Bundesliga-Saison veröffentlichten Kaderlisten zeigt, dass die Irdninger auch heuer wieder mit namhaften Top-Stars auflaufen werden. Daneben finden sich einige österreichische Jungtalente in den Reihen der Blau-Weißen. Nach einer Corona bedingt äußerst „tennisarm“ ausgefallenen Winterspielzeit richtet sich der Fokus in der Tennissektion des ATV Irdning bereits auf die im Frühjahr unter freiem Himmel startende Saison. „Mit der an den ÖTV im Februar offiziell bekanntzugebenden Kaderliste unserer Bundesliga-Mannschaft beginnt jedes Jahr die Vorfreude auf den Start der Spielzeit im Mai so richtig zu steigen“, erzählt Erich Reisinger, Mannschaftsführer und Hauptsponsor der Irdninger. Die freundschaftliche Kontinuität, gepaart mit der Erfahrung der Profis und der Leidenschaft unserer Youngsters, würden die Erfolge möglich machen.
Top-Tennis in Irdning
In der Tat: Die österreichische Nummer zwei hinter Dominic Thiem, Dennis Novak, führt als aktuelle ATP-Nr. 98 zum wiederholten Male die Irdninger auf dem Weg zum womöglich dritten Meistertitel an. Mit Jürgen und Gerald Melzer bleiben dem ATV Irdning darüber hinaus zwei weitere Daviscup-Legenden erhalten. „Dass Gerald und Jürgen, wobei Letzterer erst im November im Doppelfinale der ATP-Finals in London stand, schon das vierte Jahr in Folge bei uns spielen, ist einfach fantastisch und stellt eine große Ehre sowie Chance für die Ennstaler Tennisregion dar“, meint Reisinger. Neben dem Daviscup-Trio sind auch Peter Gojowczyk (ATP-Nr. 143), Lucas Miedler (ATP-Nr. 308) und Mats Moraing (ATP-Nr. 254) wieder mit von der Partie. Mit Jan Kobierski und Filip Misolic (ATP-Nr. 988), die bereits voriges Jahr ein erfolgreiches Bundesliga-Debüt feiern konnten, sowie Luka Mrsic werden heuer zudem drei äußerst vielversprechende junge Österreicher zum Einsatz kommen. „Mit der Vision internationales Top-Tennis hautnah nach Irdning zu bringen, wollen wir insbesondere die Kinder und Jugendlichen begeistern. Umso mehr freut es uns, dass wir heuer – neben zwei Jugend-Mannschaften – erstmals mit einer vierten Herren-Mannschaft, in der ausschließlich regionale Jungtalente zum Einsatz kommen werden, in die Meisterschaft starten. Wir wollen das Spitzentennis wieder vermehrt als bestmögliches Vorbild sowie Nährboden für den regionalen Breitensport verstehen und hoffen, dass viele Jugendliche zu den Bundesliga-Partien kommen. Vielleicht begeistern wir so auch noch den einen oder anderen jungen Tennisfan selbst den Schläger bei uns in die Hand zu nehmen“, unterstreicht Alexander Jagersberger, sportlicher Leiter der Irdninger, den nicht nur in der Bundesliga wieder erstarkten Fokus auf den Hobby- und Jugendbereich.
Bis zum Start der Tennis-Saison im Mai gilt es allerdings noch zahlreiche Vorbereitungen zu treffen. In diesem Zusammenhang hofft man bei den Irdningern auch, dass die Öffnung der Tennishallen unter Begleitung entsprechender Sicherheitskonzepte bald erfolgen.

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news-1623 Thu, 11 Feb 2021 08:31:06 +0100 Etwas mehr Zuversicht https://www.derennstaler.at/detail/etwas-mehr-zuversicht Nach sechs Wochen Lockdown haben seit Montag die Schulen, der Handel und die Friseure wieder geöffnet. Ein Schritt, der wohl von den allermeisten herbeigesehnt wurde. Schon in den letzten Wochen war ja kaum mehr eine Senkung der Infektionen bemerkbar, die Wunschmarke von fünfzig je hunderttausend Einwohner ist außer Reichweite. Trotzdem sind die Öffnungsschritte wohl der richtige Weg, es muss ja irgendwie weitergehen.
Auch wenn viel vor den neuen Mutationen gewarnt wird, muss man doch sehen, dass die gesamte Situation schon deutlich besser geworden ist. Bei der Zahl der Infizierten hat man zwar das selbstgesetzte Ziel verfehlt, man muss sich aber vor Augen halten, was die gesetzliche Grundlage für die Ausgangsbeschränkungen ist. Dabei geht es einerseits um die Belastbarkeit des Gesundheitssystems, wo sowohl Intensiv- als auch auf Normalstation im Vergleich zum Höhepunkt nur mehr etwa die Hälfte der Patienten stationär aufgenommen ist. Und die Sterblichkeit wird wohl auch deutlich sinken, zumal die Pflegeheime, die fast die Hälfte aller Toten zu beklagen hatten, schon durchgeimpft sind.
Zudem darf man bei den Vergleichen nie vergessen, dass inzwischen sehr viel mehr getestet wird als früher. Gleich viel entdeckte Erkrankungen bedeuten also in Wirklichkeit einen deutlichen Rückgang der Gesamtzahl. Auch wenn weiter Vorsicht angebracht ist, würde es endlich mehr Zuversicht und weniger Weltuntergangsstimmung brauchen, wenn wir Österreich wieder flott bekommen wollen.

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news-1622 Thu, 11 Feb 2021 08:29:18 +0100 Trotz Lockdown latenter Urlaubsdruck https://www.derennstaler.at/detail/trotz-lockdown-latenter-urlaubsdruck Illegale Urlauber machen der BH das Leben schwer. Von Geschäftsreisen über getarnte Zweitwohnsitz bis hin zu einem Trainingslager eines polnischen Ruderclubs – die Ideen, dem Lockdown zu entkommen, werden immer kreativer.
Der Lockdown bedingte, illegale Tourismus ist ein Phänomen, das österreichweit vor allem in Skigebieten auftritt. Das Verlangen nach entspannten Tagen sei riesengroß, teilweise werden Unsummen für die Möglichkeit eines Kurzurlaubes in der Region geboten. Um den gewünschten Skiurlaub genießen zu können und die Lockdown-Bestimmungen zu umgehen, werden manche Gäste immer kreativer. Speziell in den Semesterferien habe man einen Anstieg an Zweitwohnsitzanmeldungen verspürt. Die Gemeinde habe prompt reagiert und einen Lichtbildausweis und die Unterschrift vom Liegenschaftseigentümer verlangt, berichtet der Ramsauer Bürgermeister Ernst Fischbacher. Die Meldungen seien mittlerweile wieder rückläufig, illegale Urlauber jedoch nicht. „Sie haben gesehen, dass es nicht notwendig ist.“ Man brauche sich einfach nicht erwischen zu lassen und die Tür nicht zu öffnen.
Legale Urlauber
„Viele Menschen haben Wohnungen  bei uns und in den benachbarten Regionen, wie dem Salzburger Raum oder im Salzkammergut. Und diese Wohnungen dürfen von den Eigentümern laut geltender Gesetzeslage aufgesucht werden, aber keinesfalls vermietet werden“, erklärt Hermann Trinker. Wenn Tagesausflügler und Zweitwohnsitzbesitzer die Schiberge bevölkern, sei noch lange nicht gesagt, dass hier Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung vorliegen. Verboten ist die Vermietung und der Aufenthalt in Vermietungsbetrieben. Sobald der Verdacht bestehe, dass sich jemand nicht ans derzeit geltende Betretungs- und Vermietungsverbot hält, werde reagiert. „Meiner Wahrnehmung nach – und das deckt sich mit den Feststellungen der Behörde – halten sich die gewerblichen Betriebe strikt an die Regeln. Bei Verdachtsfällen müssen wir die Behörden informieren und es wird der Sache nachgegangen. Wir prüfen auch auf Vermietungsportalen, ob Wohnungen zur Vermietung angeboten werden und bringen derartige Fälle zur Anzeige“, so Trinker. Gleichzeitig mahnt er zur Achtsamkeit. Schließlich habe man sich jahrzehntelang gefreut, wenn Gäste gekommen sind. Es gebe auch eine Zeit nach Corona. „Mir ist wichtig, dass nichts passiert und der Ruf der Region gewahrt bleibt. Aber nicht jeder, der mit einem fremden Kennzeichen derzeit bei uns unterwegs ist, verstößt auch gegen die Regeln.“
Schwierige Handhabe
Bei manchen Gästen sei es auszuschließen, dass sie Tagesgäste sind. Sobald Auffälligkeiten bekannt werden oder Meldungen an die Gemeinde erfolgen, wird dies angezeigt. Die Handhabe und Kontrolle erweist sich jedoch als schwierig: „Für die Polizei ist es unmöglich zu kontrollieren. Autos werden in Garagen versteckt und sie werden zu 99 Prozent angelogen“, so Fischbacher. Selbst Camper haben sich bereits in Ramsau angesiedelt. Man brauche sich nicht wundern, dass der Unmut bei den Hoteliers wächst, die sich an die Vorgaben halten. Es sei natürlich kein Vergleich zu einem normalen Jahr, wie wenig in Schlad­ming los sei, berichtet Schladmings Gemeinde-Chef Hermann Trinker. Trotzdem spüre man einen latenten Urlaubsdruck. „Sobald wir etwas nicht Erlaubtes erfahren, wird es auch der Polizei gemeldet“, so Hermann Trinker.
Gleiches Recht für alle
Selbst wenn es rechtlich in Ordnung wäre, moralisch sei es nicht vertretbar, Schlupflöchern für den Winterurlaub zu nutzen, sagt Tourismus-Chef Mathias Schattleitner. „Es muss gleiches Recht für alle gelten. Wenn eine touristische Nutzung untersagt ist, müssen sich alle daran halten.“ Problemkind sei laut Fischbacher nicht die Hotellerie, sondern hauptsächlich die Nebenwohnsitze. Ein weiterer Beweis für ihn, dass ein Übermaß an Nebenwohnsitzen die „völlig falsche Entwicklung“ sei: „Das ist nicht Tourismus, das ist Egoismus. Wenn mehr als die Hälfte in einem Ort Nebenwohnsitze sind, braucht man sich nicht wundern, dass ein Lockdown nicht greift.“
Gesetze umgehen
Wenn ein Eigentümer den Nebenwohnsitz bestätigt, sei es schwierig das zu widerlegen, erklärt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher. Es sei erstaunlich, wie viel Energie aufgewendet wird, die Gesetze zu umgehen. Wozu müsse ein Geschäftsreisender die ganze Familie samt Skiausrüstung mitnehmen? Warum könne man nicht in der Nähe des betreuungsbedürftigen Verwandten wohnen, sondern muss sich ein Chalet in der Nähe der Piste mieten? Der kurioseste Versuch war wohl von einem Ruderclub aus Polen, welcher behauptete, ein Trainingslager in Schladming machen zu wollen. „Strafverfahren werden beinhart bekämpft und viele der Beschuldigten leisten sich einen Anwalt, der den Winterurlaub noch zusätzlich verteuert.“ Es scheint, als habe man keine anderen Sorgen und die Bestimmungen gebe es nur, um die Leute zu ärgern. Dieses Verhalten stößt beim Bezirkshauptmann auf Unverständnis: „Würde man nur halb so viel darauf achten sich nicht anzustecken, wäre die Energie besser investiert.“

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news-1621 Thu, 11 Feb 2021 08:28:03 +0100 900.000 Euro für den Nationalpark Gesäuse https://www.derennstaler.at/detail/900000-euro-fuer-den-nationalpark-gesaeuse In der ungezähmten Natur entlang der Enns herrscht eine besondere Artenvielfalt. Um dieses Juwel auch weiterhin zu erhalten, hat die steirische Landesregierung eine Förderung beschlossen.
Naturlandschaften ohne menschliche Eingriffe sind selten geworden. Im Gesäuse, dem einzigen steirischen Nationalpark, sind sie zum Teil noch erlebbar. Dort werden die natürlichen Ressourcen nicht genutzt, sondern sich selbst überlassen. Die Folge: Eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, die sich frei weiterentwickeln konnte. Raritäten wie die zierliche Federnelke wachsen auf den schroffen Felshängen, während entlang der Ennsufer der seltene Flussuferläufer sein Brutgebiet vorfindet. „Die Steiermark, aber vor allem der Nationalpark Gesäuse, bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Deswegen ist es uns wichtig, die Arbeit für den Schutz und die Erforschung dieser Gebiete möglich zu machen“, erklärt die steirische Naturschutzlandesrätin Ursula Lackner, auf deren Antrag hin eine Förderung in Höhe von 900.000 Euro beschlossen wurde. Der Klimawandel stelle uns vor immer größer werdende Herausforderungen, so Lackner, weswegen „wir gerade jetzt intakte Naturräume brauchen. Für die Pflanzen- und Tierwelt, unser Gesamtökosystem aber auch für die Lebensqualität von uns Steirerinnen und Steirern.“ Denn der Nationalpark Gesäuse ist nicht nur ein Paradies für Pflanzen und Tiere. Durch gezielte Besucherlenkung ist er auch für Ruhesuchende und Naturliebhaber zugänglich. So kann das Naturjuwel in Besucherzentren, Themenwegen und Wanderungen mit Nationalpark-Rangern hautnah erlebt werden. „Der Nationalpark ist eine wichtige Stütze im steirischen Naturschutz und gleichzeitig offen für die Bevölkerung zugänglich. Mit unserer Förderung stellen wir das auch im nächsten Jahr sicher“, erklärt Lackner.

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news-1620 Thu, 11 Feb 2021 08:26:32 +0100 „Wutbauer“ im Wortgefecht https://www.derennstaler.at/detail/wutbauer-im-wortgefecht „Wir kämpfen mit offenem Visier.“ „Wutbauer“ Christian Bachler war zu Gast im Podcast-Studio von »Land schafft Leben«. Vereinsobmann Hannes Royer diskutiert mit ihm über seinen Spendenaufruf, öffentliche Gelder und landwirtschaftliche Investitionen – ein Blatt nimmt sich dabei keiner vor den Mund.
Im Podcast „Wer nichts weiß, muss alles essen“ von »Land schafft Leben« kommen regelmäßig Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Landwirtschaft, Wissenschaft und Politik zu Wort. Dieses Mal: Landwirt Christian Bachler, vielen bekannt als „Wutbauer“. Mit der Spendenaktion für seinen verschuldeten Bauernhof erregte er kürzlich große mediale Aufmerksamkeit. Einerseits erntete er dadurch Anerkennung, andererseits aber auch heftige Kritik aus landwirtschaftlichen Kreisen. Im »Land schafft Leben«-Podcast bezeichnet Bachler „alle Bauern als Systemverlierer“, während Hannes Royer davon überzeugt ist, dass am Ende des Tages jeder seine eigenen Entscheidungen trifft und selbst dafür verantwortlich ist. „Wenn man heute so wie ich, eine ganz normale landwirtschaftliche Ausbildung macht, dann stellt man das derzeitige System überhaupt nicht in Frage“, zeigt sich Bachler systemkritisch.
Vom Wut- zum Mutbauern
Als „Wutbauer“ wird er nicht gerne abgestempelt: „Ich bin normal überhaupt nicht wütend.“ Der 38-Jährige betreibt den Bergerhof in Krakauebene, der höchstgelegene Bergbauernhof der Steiermark. Im »Land schafft Leben«-Podcast erzählt er Hannes Royer von seinem Entschluss, seine Tiere selbst zu schlachten und direkt zu vermarkten. Österreichweite Bekanntheit erlangte Bachler durch seine Kritik an Florian Klenk, dem Chefredakteur der Wiener Wochenzeitung „Falter“. Dieser lobte im Frühjahr 2019 das umstrittene Tiroler Kuh-Urteil. Daraufhin forderte Bachler Klenk per Facebook dazu auf, sich das bäuerliche Leben vor Ort anzusehen. Auch sonst äußert sich Bachler in den Sozialen Medien regelmäßig kritisch zu landwirtschaftlichen Themen. Wie er im Podcast erzählt, nutzt er die Plattform aber auch zur direkten Kommunikation mit Konsumentinnen und Konsumenten. „Das Interesse an der Landwirtschaft von der nicht-bäuerlichen Bevölkerung ist unglaublich hoch, nur müssen wir den Filter, der zwischen uns entstanden ist, überwinden“, sagt Bachler. Hannes Royer sieht in diesem Bereich ebenfalls Potenzial: „Ich glaube wirklich, dass wir eine zweite Chance haben, wenn wir sie gut nutzen. Wir hatten noch nie so eine bewusste Bevölkerung für Lebensmittel wie jetzt.“
Landwirtschaftliches Wortgefecht
Von bäuerlicher Direktvermarktung und billiger Lebensmittelproduktion, landwirtschaftlichen Investitionen und öffentlichen Geldern: Hannes Royer und Christian Bachler sind sich nicht immer einig. Aus der Vogelperspektive zerpflücken sie die österreichische Landwirtschaft – mal einer Meinung, meistens anderer. Eines ist für beide klar: „Wir müssen aufhören, in der Menge zu wachsen, wir müssen in der Wertschöpfung wachsen.“ Die Podcast-Folge #38 „Wutbauer? Nur Mut, Bauer!“ von »Land schafft Leben« ist auf verschiedenen Plattformen wie etwa YouTube, Spotify und Facebook verfügbar.

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news-1619 Thu, 11 Feb 2021 08:24:06 +0100 Durchwachsene Turniertage https://www.derennstaler.at/detail/durchwachsene-turniertage Matthias Schwab beendete am vergangenen Sonntag die „Saudi International“ mit dem 41. Platz und liegt damit in der European Tour nach drei Turnieren am 30. Rang.
Bernd Wiesberger schlitterte am Finaltag im Royal Grenns G & CC in eine tiefschwarze 76 und rutschte so noch bis auf Rang 56 ab. In der Gesamtwertung der European Tour rangiert der beste Golfer Österreichs damit auf dem 20. Platz. Aus Sicht von Matthias Schwab war das Finale des diesjährigen „Desert Swings“ weder Fisch noch Fleisch. Auf den vier Runden gab es neben viel Licht nämlich auch einigen Schatten. Besonders in den ersten zwei Tagen war der 26-jährige Rohrmooser alles andere als vom Glück verfolgt. Am Donnerstag sorgte starker Wind für ungemütliche Verhältnisse und am Freitag vormittag setzte widriger Regen, gepaart mit unguten Windböen, dem Ennstaler Golfprofi zu. Trotz dieser Wetterkapriolen zitterte er sich mit Runden von 68 (2) und 72 (+2) Schlägen ins Wochenende. Erst am Samstag fiel Matthias Schwab erstmals in dieser Woche wettermäßig auf die Butterseite und er konnte das auch prompt mit einer 67-(–2)Runde gut ausnützen. Dank diesem achtbaren Ergebnis ging Schwab noch mit Chancen auf eine gute Platzierung in den Finaltag. Am Ende nahm er aber zu viel Risiko und das mündete auf der einen Seite zwar in etlichen Birdis, doch andererseits machte der heimische Athlet auch zahlreiche Fehler. „Gesamt gesehen hab ich die drei Turniere des Desert Swings gut gespielt. Die Par-Runde heute war okay. Die Startzeiten an den ersten beiden Tagen stellten sich im Nachhinein betrachtet wegen des Wetters doch als klarer Nachteil heraus. Generell hab ich aber diese Woche nicht mein bestes Golf gespielt.“ Er könne mit dem Abschneiden leben und blickt den kommenden Aufgaben positiv entgegen.

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news-1618 Thu, 04 Feb 2021 08:28:02 +0100 Diesmal muss es klappen https://www.derennstaler.at/detail/diesmal-muss-es-klappen Nach einer gefühlt endlosen Zeit des Lockdowns werden am Montag erste vorsichtige Öffnungsschritte gesetzt. Und was den einen viel zu wenig ist, ist den anderen schon viel zu gefährlich, womit offenbar ein guter Mittelweg gefunden wurde. Freilich bergen die jetzigen Öffnungen auch das Risiko wieder stark steigender Zahlen, aber eine weitere Verlängerung des Lockdowns hätte wohl keine Akzeptanz mehr in der Bevölkerung gefunden. Schon zuletzt war der allgemeine Unmut sehr groß.
Es wird an der Vernunft der Österreicher liegen, ob die Öffnung auch nachhaltig sein wird. Es gilt in den nächsten Wochen besonders vorsichtig zu sein, um die Steigerung der Infektionszahlen möglichst niedrig zu halten. Ganz wird sie zwar nicht zu verhindern sein, aber zumindest muss das Gesundheitssystem funktionsfähig gehalten werden. Dann sollte es Richtung April doch gelingen, langsam die Oberhand über das Virus zu erlangen.
Ein nochmaliger Lockdown sollte jedenfalls mit allen Mitteln verhindert werden. Schon jetzt explodiert die Zahl der psychischen Erkrankungen, die Arbeitslosigkeit steigt nach wie vor weiter an und in der wirtschaftlichen Entwicklung sind wir inzwischen fast das Schlusslicht Europas. Wir müssen daher alles daran setzen, endlich nachhaltig in Richtung Öffnung zu kommen. Deshalb müssen wir uns wirklich bemühen, auch wenn wir es nicht mehr hören können, denn diesmal muss uns der Ausweg aus der Misere gelingen.

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news-1617 Thu, 04 Feb 2021 08:26:11 +0100 Öblarn: Schulterschluss zwischen Gemeinde und Bürgerinitiative https://www.derennstaler.at/detail/oeblarn-schulterschluss-zwischen-gemeinde-und-buergerinitiative Die Gemeinde Öblarn holt Bürgerinitiative ins Boot und bietet eine Beratungsfunktion im Raumplanungsausschuss an.
Stein des Anstoßes für die Gründung der Bürgerinitiative „Lebenswertes Öblarn“ war die Buy-to-Let-Vermarktung des Traditionsgasthauses „Bäck‘n Hansl“ in Öblarn. Mit der Projektentwicklung einhergehend befürchteten besorgte Öblarner einen gravierenden, irreparablen Eingriff ins Öblarner Ortsbild und die Schaffung von Zweitwohnsitzen mitten im Ortsgebiet.
Nach Gesprächen mit Bürgermeister Franz Zach lud dieser die Vertreter der Bürgerinitiative zu einem gemeinsamen Termin mit dem Raumplanungsausschuss ein. Dabei hatte „Lebenswertes Öblarn“ die Gelegenheit ihre Wünsche und Anforderungen zu erläutern. „Wir möchten uns bei der Entwicklung des Flächenwidmungsplanes sowie in die Diskussion rund um leistbares Wohnen und Zweitwohnsitze einbringen“, berichtet Michael Trinker, Sprecher der Bürgerinitiative.
Die Problematik rund um Zweitwohnsitze und Ortsentwicklung sei dem Gemeinderat durchaus bewusst, sagt der Bürgermeister. „Wir sind an Lösungen interessiert und wir ziehen alle am gleichen Strang“, so der Gemeinde-Chef. Er freue sich über die konstruktive Mitarbeit und kooptierte die Bürgerinitiative als beratende Stabstelle in den Raumplanungsausschuss. „Ich glaube andere Bürgerinitiativen würden sich das sehnlichst wünschen“, freut sich Michael Trinker. Der örtliche Raumplaner, Gerhard Kreiner, steht der Initiative ebenfalls positiv gegenüber und ergänzt: „Die eingebrachten Punkte sind umfassende Themen. Viele Lösungsansätze wurden in vergangenen Ausschuss-Sitzungen bereits diskutiert. Zusätzlicher Input ist sehr zu begrüßen.“
Ortsbildschutz
Der Bürgerinitiative ist es ein großes Anliegen, dass der Ortskern mit den alten Bausubstanzen erhalten bleibt und geschützt wird. Als externen Berater hat „Lebenswertes Öblarn“ den Ziviltechniker Max Pumpernig aus Graz hinzugezogen, welcher bereits in den Gemeinden Bad Aussee, Grundlsee, Aigen, Irdning, Ramsau und Haus als Raumplaner tätig ist. Aus seiner Sicht sei der Schutz des historischen Ortskerns in seiner Qualität und in seinem Charakter fachlich begründbar. „Ich halte diesen historischen Ortskern für so wichtig und bedeutend, dass man diese Vorgangsweise wählen könnte“, so Pumpernig. Vergleichbare alte Bausubstanzen seien rar gesät. Unter Einbindung aller Betroffenen könnte man historische Bausubstanzen schützen. Das Bewusstsein sei auf jeden Fall da und man setze sich intensiv damit auseinander, sagt Gerhard Kreiner, denn „ein Ortbild kann auf der Ebene der Raumplanung in Form eines Leitbildes oder eines Ortsbildschutzkonzeptes  berücksichtigt werden. Dort verankerte Auflagen sind jedoch auch immerwährend einzuhalten, weil ein geschütztes Ortsbild nicht wieder rückgängig gemacht werden kann.“
Zweitwohnsitze
Bis Wörschach spüre man den Investitionsdruck von Buy-to-let-Investoren, berichtet Pumpernig. Dort versuche man die Entwicklungen einigermaßen in den Griff zu bekommen. „Das Problem ist, dass das Kapital am Finanzmarkt derzeit nicht zu vernünftigen Erträgen untergebracht werden kann“, so der Ziviltechniker. Er rät, sich genau zu überlegen wie und wo Zweitwohnsitze zugelassen werden sollen und gibt zu bedenken: „Zweitwohnsitze kosten nur die Infrastruktur, wie Müllentsorgung, Kanal, Winterdienst, bringen aber wenig herein. Meistens sind die genau dort, wo die schönsten Landschaftsräume sind. Oftmals mit langen Zulaufstrecken und nur temporärer Nutzung.“ Die Strategie rund um die Zweitwohnsitzthematik müsse noch erarbeitet werden, heißt es aus der Gemeindestube. Vorausgesetzt es kommt hier zu einer Einigung, sei das Ziel den Flächenwidmungsplan noch heuer fertig zu stellen, berichtet Bürgermeister Zach, der sich auf konstruktive Beiträge der Bürgerinitiative freut.

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news-1616 Thu, 04 Feb 2021 08:24:03 +0100 Schnelltest-Angebot wird gut genutzt https://www.derennstaler.at/detail/schnelltest-angebot-wird-gut-genutzt Das Angebot der permanenten Covid-19-Testmöglichkeit haben im Bezirk Liezen seit 22. Jänner (bis inkl. 2. Februar) rund 7856 Personen in Anspruch genommen.
In Liezen ließen sich 4397 Personen testen, davon waren zwölf positiv. In Schladming nahmen 2099 das Angebot an, bei neun Personen waren die Tests positiv, in Bad Aussee wurden 1360 Abstriche entnommen, drei positive Testergebnisse konnten ermittelt werden. Dem vorangegangen sind die Zielgruppentestungen am 5. und 6. Dezember in Liezen mit 1218 Personen (4 Positive) und die Bevölkerungstestungen am 12. und 13. Dezember mit 12.655 Teilnehmern (41 Positive). In der Teststation in der Bezirkshauptstadt ließen sich weiters von 11. bis 21. Jänner 3487 Personen testen, 45 positive Fälle wurden registriert. In Summe nahmen also 25.216 Personen an den Testungen teil, 114 Ergebnisse waren positiv (Daten inkl. 2. Februar).
Antigen-Testmöglichkeiten: In Liezen (Ennstalhalle) und Schlad­ming (Hohenhaus-Tenne) Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 10 bis 20 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr. In Bad Aussee (Congress Ausseerland) wird Freitag von 10 bis 20 Uhr und Samstag von 8 bis 12 Uhr getestet.

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news-1615 Thu, 04 Feb 2021 08:22:11 +0100 Postbus setzt auf Elektromobilität https://www.derennstaler.at/detail/postbus-setzt-auf-elektromobilitaet Die ÖBB testen einen E-Bus auf seine Alltagstauglichkeit im ländlichen Raum. Erfahrungswerte, die bei Fahrten auf der Pyhrnstrecke sowie im Raum Gesäuse, Schladming, Stainach und Liezen gesammelt werden, bilden die Grundlage für einen künftigen Einsatz.
Mit 2300 Fahrzeugen bringt der Postbus zirka 210 Mill. Fahrgäste an ihr Ziel. Die Busse sind täglich in rund 1800 Gemeinden unterwegs und sorgen damit für öffentliche Verbindungen im ländlichen Raum. Bereits seit Jahren setze man vermehrt auf alternative Antriebsmöglichkeiten, informiert die ÖBB in einer aktuellen Pressemitteilung. „Wir hoffen, neben unserem E-Citybus in Judenburg bald auch E-Busse im Regelbetrieb in der Steiermark einsetzen zu können“, so ÖBB-Postbus Vorständin Silvia Kaupa-Götzl. Dazu wurde der dreitürige E-Bus „GX337-E“ der Marke Iveco auf die obersteirischen Straßen geschickt. Fazit: Der zwölf Meter lange Bus eignet sich für den Einsatz im ländlichen Raum. Auch die vom Hersteller angegebene Reichweite von bis zu 300 km habe sich in den Tagesstrecken trotz vieler Steigungen und unter erschwerten Bedingungen, wie Kälte und einer Heizung im Dauerbetrieb, bestätigt, heißt es von Seiten der ÖBB.
Gute Alternative zum Dieselbus
Getestet wurde auf der Pyhrnstrecke und im Gesäuse. In den nächsten Tagen will man einen E-Bus auch im Raum Stainach, Schlad­ming und Liezen auf die Straße schicken. Dabei sollen durch winterliche Fahrbedingungen weitere wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt werden, um künftig vermehrt den Elektroantrieb in den Fuhrpark zu integrieren. Schließlich stellen batteriebetriebene E-Busse eine gute Alternative zu herkömmlichen Dieselbussen dar und tragen wesentlich zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in Österreich bei. Ein weiterer Vorteil des Fahrzeuges: Die Batterien des Busses werden über Nacht bzw. in Fahrpausen geladen, wodurch unproduktive Stehzeiten vermieden werden. Auch der steirische Verkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang begrüßt die Testung des Elektrobusses: „Innovative Projekte sind für die Zukunft gerade im Verkehrsbereich von großer Bedeutung. Alternative Antriebsformen werden in den nächsten Jahren eine noch wichtigere Rolle einnehmen. Daher freue ich mich sehr, dass Verkehrsverbund und Postbus mit der Testung des Elektrobusses ein wichtiges Zeichen setzen. Nur gemeinsam können wir für noch mehr Umwelt- und Klimaschutz im öffentlichen Verkehr sorgen“, so Lang.
Auch Wasserstoffantrieb im Testlauf
Jeder E-Bus spart über seine Lebenszeit ca. 90 Prozent des CO2 im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselbus. Der E-Antrieb ist nicht nur frei von Schadstoffen wie Feinstaub, Stickoxiden oder Schwefeldioxiden, er ist auch deutlich leiser. Als größtes Busunternehmen Österreichs wolle man mit Postbus eine Vorreiterrolle in puncto alternative Antriebstechnologien einnehmen. So habe Postbus als einziges Busunternehmen in Österreich bereits Pilotprojekte im Bereich der E-Mobilität und mit Wasserstoffantrieb umgesetzt, heißt es von Seiten der ÖBB.

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news-1614 Thu, 04 Feb 2021 08:20:54 +0100 Zwei Top-Ten-Plätze in Dubai https://www.derennstaler.at/detail/zwei-top-ten-plaetze-in-dubai Mit Platz sechs durch Bernd Wiesberger und dem 9. Rang von Mattias Schwab landeten gleich zwei österreichische Golfprofis bei den „Dubai Desert Classic“ unter den Top Ten.
So ein starkes Abschneiden von rot-weiß-roten Spitzengolfern gab es zuletzt bei den Porsche Open 2019 in Hamburg. Der Rohrmooser Matthias Schwab ließ am Ende das Turnier Revue passieren: „Der Start war gut,ich konnte vier Birdiechancen nützen. Leider passierten mir auch zwei kleine Fehler, die zu Bogeys führten. Mit der zweiten Runde konnte ich ebenfalls zufrieden sein. Ich habe die Bälle gut getroffen und eigentlich viele Möglichkeiten vorgefunden.“ Schwab freute sich, dass er seit dem Turkish Airline Open 2019 wieder einmal zwei gute Runden mit Rydercup-Captain Padraig Harrington spielen konnte. In der 3. Runde war sein Spiel dann nicht wirklich gut, trotzdem befand er sich nur wenige Schläge von den Top Ten entfernt. Dank einer guten Leistung am Schlusstag konnte er noch den geteilten neunten Platz erreichen. „Mit meiner Leistung bin ich im Großen und Ganzen zufrieden, obwohl auch noch mehr drinnen gewesen wäre. Die abschließende Runde stimmt mich für das kommende Turnier in Saudi Arabien aber zuversichtlich“, so Schwab. Der Beginn des Bewerbes erfolgte am gestrigen Donnerstag. Dank üppiger Startgelder sind dabei auch US-Giganten wie Dustin Johnson und Bryson De Chambeau mit von der Partie.

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news-1613 Thu, 28 Jan 2021 09:20:44 +0100 Es braucht einen Neuanfang https://www.derennstaler.at/detail/es-braucht-einen-neuanfang Wenn es momentan ein Thema neben Corona in die Schlagzeilen schafft, dann ist das an sich schon bemerkenswert. Und, im Fall des BVT auch alles andere als ein Kompliment. Der im Jahr 2000 gegründete Verfassungsschutz hätte ja eigentlich eine Verbesserung zum damaligen Status Quo sein sollen, seither jagt aber eine Panne die andere. Und nach den jüngsten Enthüllungen stellt sich ernsthaft die Frage, ob eine Sanierung dieser Organisation überhaupt noch möglich ist.

Schon die zahlreichen Skandale der Vergangenheit zeichnen ein Bild von Bestechlichkeit, Vorteilsannahme oder schlichtem Ignorieren der eigenen Aufgaben. Als dann die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft nach internen Hinweisen Licht in die Sache bringen wollte, wurde sie klassisch düpiert. Und auch im Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Wien ist der Verfassungsschutz seinen Aufgaben nicht nachgekommen.

Was aber jetzt im Zusammenhang mit der Wirecardaffäre ans Tageslicht kommt, schlägt dem Fass den Boden aus. Da wird die Zahlungsfähigkeit von Pornoseiten im Internet vom Staatsschutz recherchiert und die Informationen weiterverkauft und einem gesuchten Exvorstand unter Betrugsverdacht gleich exklusiv die Flucht organisiert. Man wird das Gefühl nicht los, dass im BVT noch zahlreiche weitere Leichen im Keller sind. Man sollte daher nochmals einen Neuanfang versuchen, mit neuen Mitarbeitern und einer neuen Organisation, sonst bleiben wir Austragungsort einer Agentenkomödie.

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news-1612 Thu, 28 Jan 2021 09:19:19 +0100 Nightrace 2021: Bissig, steil und richtig schwer https://www.derennstaler.at/detail/nightrace-2021-bissig-steil-und-richtig-schwer Sieg für Österreich in Schladmings „Geisterstadion“.

Ganz ohne Publikumsjubel feierte Marco Schwarz beim 24. Nightrace seinen Sieg. Der Halbzeitführende Manuel Feller und Michael Matt schieden aus.

Die Pistenverhältnisse auf der Planai präsentierten sich in einem Top-Zustand. Als „bissig, steil und richtig schwer“ bzeichnete Thomas Sykora beide Läufe. Anstatt eines Hexenkessels mit 40.000 Fans erwartete die Rennläufer ein stilles Zielstadion, denn das 24. Nightrace in Schladming musste - Corona geschuldet - ohne Fans sein Auskommen finden. „Ich will nicht sagen, dass es traurig ist, traurig sind ganz andere Dinge, aber es ist bedrückend“, sagt OK-Chef Hans Grogl.

Die Bestzeit im ersten Durchgang legte mit Startnummer 1 Manuel Feller hin. Er fiel jedoch im zweiten Lauf bereits nach wenigen Toren aus. Michael Matt ging als Drittplatzierte nach dem ersten Durchgang an den Start, fiel aber ebenfalls aus. Auf den Plätzen zwei und drei reihten sich hinter Marco Schwarz zwei Franzosen: Clement Noel belegte den zweiten Platz, Alexis Pinturault holte mit der Laufbestzeit im zweiten Durchgang die Bronzemedaille.

Marco Schwarz feierte beim 24. Nightrace seinen zweiten Saisonsieg. Im siebten Slalom stand er sechs Mal auf dem Podest.
Der Halbzeitführende Manuel Feller und Michael Matt schieden aus.

Das „Nightrace“ von Schladming präsentierte sich, wie man es in der 24jährigen Geschichte noch nie gesehen hat.

Leere und Stille statt 40.000 Fans, keine Stadion-Stimmung, keine Tribünen, keine Zuschauer am Dach der Hohenhaustenne, keine VIP’s, keine Weltcupmeile. „Mister Nightrace“ Hans Grogl drückte es so aus: „Ich will nicht sagen, dass es traurig ist, traurig sind ganz andere Dinge, aber es ist bedrückend.“ Von der Organisation her bedeutete es für ihn keinen Minderaufwand, auf gewissen Gebieten war sogar ein Mehr an Arbeit gegeben. Man war in Schladming peinlichst bemüht, noch mehr für die Sicherheit zu tun als notwendig. Es mussten drei sogenannte „Blasen“ für Läufer, Betreuer und Medien geschaffen werden, 96 Leute vom Security-Team waren im Einsatz, im Vorjahr waren es 110, also nur unwesentlich mehr. Dazu kam noch Personal von der Exekutive. Der Covid-Beauftragte Herbert Brandstätter, der die letzten zwei Jahrzehnte den Polizei- und Verkehrseinsatz leitete, erledigte die verantwortungsvolle Aufgabe in souveräner Manier. Und auch nicht besser und verantwortungsvoller hätte es der langjährige Rennleiter Rudi Stocker mit seinem Team machen können. Obwohl es den ganzen Tag und auch während des gesamten Rennens stark schneite, waren die Pistenbedingungen perfekt und boten auch den letzten gestarteten Läufern gleichbleibend gute und faire Verhältnisse.  Der ORF Co-Kommentator Thomas Sykora bezeichnete beide Kurse als „bissig, steil und richtig schwer“. Der frühere mehrfache Sieger in Weltcup-Slaloms bewältigte beide Durchgänge zudem als Vorläufer und 1998 war er auf derselben Piste nur knapp hinter dem Sieger Alberto Tomba Zweiter.

Der Rennverlauf

Dem Starter stellten sich 71 Läufer zum ersten Durchgang. Davon sollten 25 ausfallen. Mit der Startnummer 1 stellte Manuel Feller mit 50,49 Sekunden eine Zeit auf, die von keinem Läufer mehr erreicht wurde. Zweiter war der Flachau-Sieger Sebastian Foss-Solevaag aus Norwegen und schon auf Platz drei landete mit Michael Matt ein weiterer Läufer aus dem starken ÖSV Team. Marco Schwarz beendete den ersten Lauf als Sechster mit einem Rückstand von 0,89 Sekunden. Dem Vorjahressieger Henrik Kristoffersen unterlief ein schwerer Fehler, der ihn auf den 24. Platz zurückwarf (+2,60 Sekunden). Noch schlechter erging es dem weiteren Saisonsieger Linus Strasser (+2,66). „Oldie“ Manfred Mölgg belegte in der Zwischenwertung Rang 7 knapp vor Grange und dem Bulgaren Popov. Viertbester Österreicher war Adrian Pertl als Zwölfter. Der bald 41jährige sympathische Franzose Julien Lizeroux kündigte schon vor dem Rennen an, dass es für ihn der letzte Auftritt im Weltcup sein werde.

2. Durchgang

Der zweite Durchgang brachte dann einige Verschiebungen und Ausfälle. Kristoffersen legte gleich einen starken Lauf hin und verbesserte sich noch auf Platz 11. Alexis Pinturault erwies sich nach seinen beiden zweiten Plätzen in den Vorjahren erneut als Schladming-Spezialist und eroberte mit Laufbestzeit (0,02 Sekunden vor Marco Schwarz) als Dritter wieder einen Podestplatz. Das ist umso höher zu bewerten als er am Tag vorher noch den Super G von Kitzbühel bestritten hatte und als starker Zwölfter nur 1,56 Sekunden hinter Sieger Kriechmayr landete. Ein Sprung vom 5. auf den 2. Platz gelang mit Clement Noel einem weiteren Franzosen.

Schwarz setzte alles auf eine Karte und ging mit einem fehlerlosen Lauf in Führung. Leider nicht nach seinen Vorstellungen erging es Michael Matt, er schied ungefähr zur Hälfte des Laufs aus. Zwei standen noch oben, um Marco Schwarz den Sieg streitig zu machen. Sebastian Foss-Solevaag gelang es nicht, seinen Platz zu halten und rutschte auf Rang 4 ab. Nun lag es an Manuel Feller, seinen Mannschafts- und Markenkollegen zu überholen. Aber er scheiterte und begrub mit einem Sturz seine Chancen auf den zweiten Saisonsieg nach Flachau. Hier der Vollständigkeit halber noch die anderen Läufe unter den ersten Zehn: 5. Zehnhäusern/CH, 6. Popov/Bulgarien, 7. Khoroshilov/Russland, 8. Mölgg/Italien, 9. Meillard/CH. Ausgezeichneter Zehnter wurde Adian Pertl, der damit die Anwartschaft auf einen Platz im WM-Team unterstrich. Johannes Strolz wurde 18. Fabio Gstrein, Christian Hirschbühl und Marc Digruber schieden aus. Schon vor dem Rennen sagte Michael Matt, dass ein Sieg in Schladming durchaus einem Sieg in Kitzbühel gleichzusetzen ist und den „Ritterschlag“ bedeutet.

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news-1611 Thu, 28 Jan 2021 09:18:18 +0100 Auftakt zur int. Kulturvernetzung https://www.derennstaler.at/detail/auftakt-zur-int-kulturvernetzung Das Stift Admont hat die Plattform www.cultour.digital ins Leben gerufen. Sie vereint das Angebot einzelner Kulturinstitutionen zu einem digitalen Gesamtpaket.

Die neue Plattform umfasst das digitalisierte Angebot zahlreicher Kultureinrichtungen und ermöglicht eine internationale Vermarktung. Durch das Verschwinden geographischer Grenzen sind Kulturstätten wie etwa Schloss Tratzberg in Tirol, Burg Hochosterwitz in Kärnten und Admonts weltweit größte Klosterbibliothek ab sofort nur noch wenige Klicks voneinander entfernt. Nach dem Auftakt in Europa soll die Plattform auch in Asien und den USA online gehen. Ein Widerspruch zur traditionellen Rolle der Kirche? Abt Gerhard Hafner widerspricht und geht auf eine wichtige Philosophie des Benediktinerstiftes ein: „Die Kirche hat Tradition und diese ist wichtig. Doch diese Tradition blickt auch in die Zukunft, in die wir sie hineinführen wollen.“

Eine neue digitale Plattform bündelt ein vielseitiges museales Angebot. Zum Auftakt haben sich mehrere österreichische Kulturgrößen
zusammengeschlossen. Schon bald soll die Plattform um europäische und schlussendlich auch um internationale Einrichtungen erweitert werden.

Siebzig Meter in der Länge und zwölf Meter in der Höhe misst Admonts Stiftsbibliothek. Mit dieser beachtlichen Dimension und einem nicht weniger beachtlichen Bücherbestand von 70.000 Exemplaren – im gesamten Stift Admont lagern rund 200.000 Bände – bot die weltweit größte Klosterbibliothek den idealen Rahmen für die Online-Pressekonferenz, bei der vergangene Woche die neue Plattform „cultour.digital“ präsentiert wurde. Eine Plattform, die die Antwort auf kommende Herausforderungen sei, wie Stift Admonts Wirtschaftsdirektor Franz Pichler sagt. Dass das Benediktinerstift gerade jetzt eine digitale Kulturplattform auf den Markt bringt, sei jedoch nicht aufgrund der Corona-Pandemie geschehen, betont Pichler: „Die Pandemie zeigt uns lediglich, wie wichtig ein solches Angebot ist.“ Ausschlaggebend für die Entwicklung und schließlich die Einführung einer digitalen Kulturplattform war, „für unsere Besucher einen Mehrwert zu schaffen“,  erörtert Mario Brandmüller, Leiter der Abteilungen Kultur, Tourismus und PR: „Die Vielfalt unseres Hauses ist groß und alle Inhalte unserer unterschiedlichen Museen auf einen Schlag zu vermitteln gar nicht so einfach. Mit einem digitalen Produkt ermöglichen wir unseren Besuchern, eine Vor- sowie eine Nachbereitung ihres Museumsbesuchs. Und das Ganze einfach und bequem von zu Hause aus.“ Eines soll das neue Angebot jedoch nicht: Die Besichtigung eines Museums ersetzen. Vielmehr sei die Plattform eine virtuelle Brücke zum realen Kulturerlebnis, so Brandmüller.

Digitaler Mehrwert

Durch historische Gemäuer schlendern, einzigartige Kunst- und Kulturschätze bestaunen oder an einer Liveführung teilnehmen. Damit der virtuelle Besuch zu einem außergewöhnlichen Erlebnis wird, kommt eine ausgeklügelte Software ins Spiel, die vom Schladminger Start-up-Unternehmen LightCyde entwickelt wurde: „Im konzeptionellen Fokus steht der internationale Zugang zu allen Kultureinrichtungen. Damit ermöglichen wir dem User ein modernes, erlebnisorientiertes, interaktives und zugleich intuitives Kulturerlebnis“, erklärt LightCyde-Geschäftsführer Thomas Fischbacher. Virtuelle Gäste profitieren von einer herausragenden 360-Grad-Darstellung, zahlreichen Audio- und Zusatzfunktionen und erhalten Einblicke, die der Besucher vor Ort nicht bekommt: „Man durchschreitet Geheimgänge, lässt auf der Galerie den Blick über den Prunksaal schweifen und kann in jahrhundertealten Büchern lesen“, erklärt PR-Chef Mario Brandmüller die „Zuckerl“ einer virtuellen Besichtigung anhand der Klosterbibliothek.

Zahlreiche Partner

„Ein großer Vorteil dieser Plattform ist, dass man sich mit anderen Kulturstätten gut vernetzen kann. Daher haben wir rasch an einer Weiterentwicklung des Projekts gearbeitet und uns überlegt, diese Vermarktungsplattform auch anderen Kultureinrichtungen zur Verfügung zu stellen. So können Synergien optimal genutzt werden“, so Brandmüller. Stiftsmuseum Admont, Kunstforum Wien, Schloss Kornberg, Burg Hochosterwitz, Stift Rein, Stift Wilten, For Forest, Schloss Tratzberg, Cultourraum Liezen - die Liste der teilnehmenden Einrichtungen wird von Woche zu Woche länger, denn bereits kurz nach Start der Plattform arbeiten das Benediktinerstift und die Softwarespezialisten von LightCyde bereits daran, auch Livestreams und Videos-on-Demand zur Verfügung zu stellen. Einem Kulturabend auf der Couch steht somit nichts mehr im Wege. Künftig soll ein Monatsabo den Zugang zu Kulturfilmen und Serien ermöglichen, die über Amazon Fire TV und Apple TV ausgestrahlt werden.

Cultourraum Liezen

Auf den Zug der Kulturvermittlung ist auch die Bezirkshauptstadt aufgesprungen. „Liezen wird zur Kulturdrehscheibe“, freut sich Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner. Auch die Bezirkshauptstadt wird sich an der Kulturplattform cultour.digital beteiligen und will mit diesem Schritt gleichzeitig einen Versuch starten, den Stadtkern nachhaltig zu frequentieren. „Seit 2018 beschäftigen wir uns intensiv mit der Belebung unserer Innenstadt. Nun wollen wir ein digitales Kulturzentrum in unserem Stadtkern umsetzen“, so Glashüttner, die dabei auch auf Leerstandmanagement setzt. Bereits in diesem Jahr soll ein ungenütztes Geschäftslokal zur Kulturstätte adaptiert und mit VR-Brillen ausgestattet werden. Somit sollte es schon bald möglich sein, die Inhalte der Plattform cultour.digital nicht nur von zu Hause aus, sondern auch im sogenannten „Cultourraum Liezen“ dreidimensional konsumieren zu können. „Diese Dreidimensionalität bietet ein besonderes Erlebnis, fast so, als wäre man direkt vor Ort in der jeweiligen Kultureinrichtung“, schwärmt die Bürgermeisterin und weist auf den Mehrwert für Schulen hin: „Ein Angebot, das auch für Bildungseinrichtungen von großem Wert sein wird. Denn damit ist eine völlig neue Art des Unterrichts möglich.“ Zusätzlich will Liezen auch eigene Inhalte produzieren. „Ausgewählte Konzerte, Kabaretts oder Musicals, die bei uns in Liezen live stattfinden, können über die Plattform cultour.digital weltweit abgerufen werden“, erklärt Glashüttner die Kooperation zwischen dem Benediktinerstift und der Bezirkshauptstadt.

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news-1610 Thu, 28 Jan 2021 09:17:11 +0100 Grüne fordern Schutz des heimischen Urwalds https://www.derennstaler.at/detail/gruene-fordern-schutz-des-heimischen-urwalds Einer der letzten Urwälder Mitteleuropas liegt im Lassingbachtal auf dem Gemeindegebiet von Wildalpen. Ein Naturjuwel,
das rasch unter erhöhten Schutz gestellt werden soll, fordern die Grünen.

Auf einer Fläche von rund 6.500 Hektar erstreckt sich einer der letzten weitgehend unberührten Buchenwälder Mitteleuropas. An der Grenze zum Wildnisgebiet Dürrenstein gelegen, wurde aufgrund der Abgeschiedenheit Jahrhunderte lang keine Forstwirtschaft betrieben. Um die Ursprünglichkeit des Waldkomplexes zu erhalten, soll das Lassingbachtal in Wildalpen unter erhöhtem Schutz gestellt werden. Ein Vorhaben, das sich bislang nicht umsetzen ließ.

Keine Einigung bei ­Entschädigungszahlen

Rückblick: Im Jahr 2015 wurde das Land Steiermark aktiv und leitete dementsprechende Vorbereitungen ein, um das Lassingbachtal zum „Wildnisgebiet“ ernennen zu können. Doch auch nach zweijährigen Verhandlungen mit den Grundeigentümern, den Bundesforsten, kam es zu keiner finanziellen Einigung über die Höhe der Entschädigungszahlungen. Ein gleich zweifach bitterer Ausgang, denn zum einen konnte somit kein strengerer Schutz des Naturjuwels gewährleistet, noch die Chance ergriffen werden, das erste UNESCO-Weltnaturerbe Österreichs in die Steiermark zu holen.

Grüne fordern
erfolgreichen Abschluss

In einer Presseaussendung griff Grünen-Landetagsabgeordneter Lambert Schönleitner das Thema am vergangenen Dienstag erneut auf und forderte von der zuständigen Landesrätin Ursula Lackner ein rasches Vorantreiben der Gespräche. „Es geht darum, diese Verhandlungen endlich zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Immer wieder hört man, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss stehen. Es braucht endlich eine Konkretisierung“, so Schönleitner.

„Sind auf einem guten Weg“

Dazu heißt es aus dem Büro von Landesrätin Ursula Lackner: „Wir sind Mitten in den Verhandlungen und zuversichtlich, auf einem guten Weg zu sein“, so ein Pressesprecher, der betont, dass hierbei Druck kein geeignetes Mittel sei, das zum Ziel führe. Vielmehr wolle man ausführlich mit allen Betroffenen sprechen, damit das Projekt eine breite Zustimmung finde.

52 Schutzgebiete
steiermarkweit

Im Vorjahr wurden auf Antrag von Ursula Lackner acht neue Europaschutzgebiete ausgewiesen. Damit wuchs die Anzahl der geschützten Gebiete in der Steiermark auf 52. Unter den Neuzugängen befanden sich auch der Mitterndorfer Biotopverbund sowie die Hochlagen des westlichen Ausseerlandes mit dem Dachsteinplateau, die als neue Natura 2000-Gebiete ausgewiesen wurden.

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news-1609 Thu, 28 Jan 2021 09:15:31 +0100 Ein Lichtermeer für ein Ende des Lockdowns https://www.derennstaler.at/detail/ein-lichtermeer-fuer-ein-ende-des-lockdowns Engagierte Ramsauer Unternehmer setzen mit ihren Fackelwanderungen ein Zeichen für die Wiedereröffnung ihrer Betriebe.

Unter der Devise „Wir setzen einen Lichtpunkt aus der Region Ramsau am Dachstein“ haben an den vergangenen zwei Sonntagen viele Bewohner der Dachsteingemeinde Fackelwanderungen unternommen. Die Initiatoren zu dieser – von der BH genehmigten – Aktion, sind Gerlinde Erlbacher vom „Bio Holzhaus Heimat“ und Alexander Tritscher vom Kielhuberhof. Die Einladung zur Teilnahme erging an die Gemeinden, die Tourismusverbände und an die Betriebe der Region.

Um nicht nur die physische Teilnahme und Anwesenheit zu erreichen, werden die Adressaten angehalten, ihre Gäste zu ermuntern, an einem Online Lichtermeer mitzuwirken, indem sie aktiv von zu Hause aus einen Lichtpunkt setzen und ein Foto unter dem Hashtag #lichtpunktramsauamdachstein in den sozialen Medien posten.

Für viele sei es das erste Mal sich zu wehren, aber es sei an der Zeit aufzustehen. Aufgrund der Maßnahmen würden Existenzen zerstört werden und zum Teil über Generationen aufgebauten Betrieben drohe das Aus. Mit den Fackelwanderungen setzen die Teilnehmer ein friedliches Zeichen den Lockdown zu beenden. Entgegen ähnlicher Versammlungen in anderen Orten, an welchen es laut einer Presseaussendung der steirischen Polizei zu einigen Zwischenfällen gekommen ist, verlief die Veranstaltung in der Ramsau friedlich und ohne jedes Vorkommnis. Die nächste Wanderung, verbunden mit dem Online Lichtermeer, findet am Sonntag, dem 31. Jänner mit Beginn um 17 Uhr ab dem Langlaufstadion statt.

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news-1603 Thu, 21 Jan 2021 08:41:10 +0100 In der Sackgasse https://www.derennstaler.at/detail/in-der-sackgasse Die Lage in Österreich wird immer schlechter. Es ist zu wenig Impfstoff vorhanden, und was da ist, wird zu langsam und teilweise den falschen Leuten injiziert. Der Lockdown droht die Wirtschaft, vor allem in unserer Region, endgültig zum Stillstand zu bringen, es gibt schon mehr als eine Million Arbeitslose und Kurzarbeiter. Zudem scheint die Wirkung mangelhaft, die Infektionszahlen bleiben konstant. Wir laufen also sehenden Auges ins Verderben, und das Schlimmste ist, es scheint niemanden zu kümmern.
An den fehlenden Impfstoffen der EU allein die Schuld zu geben, greift viel zu kurz. Denn erstens hat Österreich an der Beschaffung prominent mitgewirkt und zweitens sind etwa in Dänemark mit dem gleichen Impfstoffangebot in einer Woche alle Pflegeheime durchgeimpft. Ganz offensichtlich ist also die österreichische Bürokratie nicht einmal in der Lage, die wenigen vorhandenen Impfdosen halbwegs schnell und zielgerichtet zu den Patienten zu bringen. Und das zu den weltweit höchsten Kosten.
Wie das in einem funktionierenden Land aussieht, kann man in Israel beobachten, wo in einem Monat schon über 20 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Übrigens kostet die gesamte Impfung der Bevölkerung mit 200 Millionen Euro ungefähr dasselbe, was ein Tag Lockdown an Schaden anrichtet. Die Verantwortlichen sollten sich also raschest Gedanken machen, wie es weitergehen soll, denn wenn wir warten bis Österreich durchgeimpft ist, brauchen wir nichts mehr aufsperren, weil dann gibt es nichts mehr.

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news-1602 Thu, 21 Jan 2021 08:39:14 +0100 Heimische Skigebiete fahren auf Sicht https://www.derennstaler.at/detail/heimische-skigebiete-fahren-auf-sicht Die Bedingungen sind für Skifahrer derzeit perfekt: Leere Pisten und beste Schneeverhältnisse. Wie lange die Seilbahnen den Betrieb aufrecht halten und in welchem Umfang hängt von künftigen Covid-Vorgaben ab. Bis Mitte Februar sei ein Skibetrieb jedenfalls sicher.
Für die kommenden Wochen haben sich die heimischen Skigebiete unterschiedliche Strategien zurechtgelegt. „Wir fahren uneingeschränkt weiter, alle Lifte sind in Betrieb“, sagt Riesneralm-Geschäftsführer Erwin Petz. Die Struktur sei sonst oft ein Nachteil, doch „jetzt kommt‘s uns zu Gute. Mit drei Liften können wir alle 32 Pistenkilometer abdecken, sogar den heuer neu ausgebauten Europacup-Hang.“ Freilich sei es wirtschaftlich eine Gratwanderung, die großen Kostentreiber, wie die Beschneiung, seien jedoch bereits vorbei. Die Besuchszahlen seien im Anbetracht der Umstände halbwegs zufriedenstellend. Das schreibt Petz dem umfassenden Angebot zu, denn „wenn im Gasthaus die Speisekarte fehlt, braucht man sich auch nicht wundern, dass die Gäste nichts mehr bestellen.“
Nicht der Schnee, sondern Corona ist das Problem
Auf der Planneralm kam in dieser Saison die neue Beschneiungsanlage erstmalig zum Einsatz „Ohne diese Investition hätten wir zu Weihnachten gar nicht öffnen können“, erzählt Geschäftsführer Gerhard Lackner, welcher sich für einen etwas anderen Fahrplan entschieden hat. Trotz einwandfreier Bedingungen sind bis zu den Semesterferien Ende Jänner die Lifte nur von Freitag bis Sonntag in Betrieb. „Erst in der ersten und zweiten Februarwoche geht‘s dann durch“, so Lackner. Wie es dann weitergehe hänge von den Beherbergungsbetrieben ab, denn „ohne Gäste wird‘s im März mühsam.“ Schließlich sei allein durch die 800 Betten auf der Planneralm für eine Grundauslastung gesorgt. Dabei sind die Donnersbacher schon katastrophenerfahren. In den Wintern 2005 und 2011 war das gesamte Gebiet aufgrund von Lawinengefahr gesperrt. „Heuer ist nicht der Schnee das Problem, sondern Corona“, wie Lackner abschließend bemerkt.
Zwischen katastrophal und verträglich
Derzeit sind auf der Tauplitzalm 13 von 17 Liften im Einsatz. Das soll auch bis Ende der Semesterferien so bleiben. Wirtschaftlich sei die heurige Corona-Saison zwischen „katastrophal schlimm und gerade noch verträglich“ zu verbuchen, sagt Bernhard Michelitsch. „Natürlich ist es deprimierend, wenn man bei diesen tollen Verhältnissen nur in etwa ein Drittel der Gäste hat, die normal da wären“, so Michelitsch. Dennoch freue man sich über das Vertrauen der Einheimischen, denn bei den Saisonkarten sei ein geringerer Rückgang zu verzeichnen gewesen.
Geteiltes Leid
Was den Betrieb der Lifte betrifft, sind sich der Hauser Kaibling, die Planai und die Reiteralm einig: Bis Ende der Semesterferien Mitte Februar bleibt auch hier der Betrieb aufrecht, danach wird neu bewertet. Aufgrund der hohen Nachfrage bei den Rodlern ist auch die Gipfelbahn auf der Hochwurzen täglich geöffnet. In den steirischen Semesterferien (6. bis 14. Februar) wird sogar die Skischaukel zwischen Hauser Kaibling und Planai wieder geöffnet. Bei den Umsatzeinbrüchen teilen sich die drei Berge ihr Leid. Die Seilbahnen haben zwischen 70 und 80 Prozent Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen. „Wir hoffen, dass die Hotellerie im März aufsperren darf, dann wäre ein Betrieb im März auch denkbar“, sagt Planai-Chef Georg Bliem. Ganz so optimistisch, dass die Hotellerie noch in dieser Saison öffnen darf, sieht es Klaus Hofstätter, Geschäftsführer vom Hauser Kaibling, nicht: „Die Hoffnung lebt, ich kann es mir aber nicht vorstellen.“ Es heiße jetzt den Schaden minimieren und eingrenzen.
Exklusiv für Tourengeher
Die Galsterbergalm hält es da ähnlich wie die Planneralm: Nur am Wochenende und in den Semesterferien durchgehend. Der Dachstein bleibt weiterhin zu. Die Fageralm ist derzeit zu, aber „wir arbeiten an einem Angebot speziell für Tourengeher“, berichtet Reiteralm-Geschäftsführer Daniel Berchthaller. Grundsätzlich habe man gelernt, noch flexibler und spontaner reagieren zu können. Ob neue Corona-Richtlinien, wie etwa der Zwei-Meter-Abstand, kommen werden und wie man damit umgehe, sei derzeit noch nicht sicher.

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news-1601 Thu, 21 Jan 2021 08:36:49 +0100 Ohne Strom vom Netz: Lassings Bauern werden autark https://www.derennstaler.at/detail/ohne-strom-vom-netz-lassings-bauern-werden-autark Von Frühling bis Herbst benötigen viele Landwirte von Lassing künftig keine Energie aus dem Netz. Der Grund sind leistungsstarke PV-Anlagen, die einen großen Teil des Bedarfs abdecken.
„Eine Landwirtschaft zu betreiben, ist sehr energieaufwendig“, eröffnet Landwirtschaftskammer-Obmann Peter Kettner, der selbst Hofbesitzer ist. Seine Landwirtschaft liegt in Lassing, wo er gemeinsam mit anderen Landwirten eine Initiative für mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit gestartet hat. Um den Strombedarf aus dem Netz massiv zu reduzieren, setzt man in Lassing auf Photovoltaik. Finanzielle Unterstützung bei den Anschaffungskosten erhalten die Landwirte durch die Investitionsprämie für Unternehmen. Eine Förderung, mit der die Bundesregierung die österreichische Wirtschaft in Folge der Corona-Krise unterstützen will und die mit der Förderung für PV-Anlagen kombinierbar ist.
Überschüssige Energie wird gespeichert
„Der durchschnittliche Energiebedarf eines Bauernhofs liegt je nach Größe zwischen 20.000 und 50.0000 Kilowattstunden pro Jahr“, erklärt Projektleiter Marc Schweiger von der Firma Eco-Tec. Rund 30.000 Kilowattstunden können Lassings Bauern nun mit ihren eigenen PV-Anlagen produzieren. Der Grund dafür ist eine neue Technologie der Energiespeicherung. „Bei diesen Anlagen wurden kobaltfreie Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien verwendet, die umweltschonend produziert und auch entsorgt werden können“, so Schweiger. Vom Frühjahr bis in den Herbst sorgt diese Technologie dafür, dass Lassings Bauern nahezu autark sind. Wie viel Strom während der Wintermonate aus dem Netz bezogen werden muss, zeigt eine eigene App. Sie informiert ebenso, wie viel Strom aktuell produziert, verbraucht und gespeichert wird.
Förderung bis zum 28. Februar
„Die Nachfrage an erneuerbarer Energie steigt stetig“, sagt Marc Schweiger, denn die Preis-Leistungs-Kurve falle steil nach unten. „Eine PV-Anlage amortisiert sich je nach Verbrauch bei einem Einfamilienhaus nach rund acht Jahren, bei einem Bauernhof schon nach vier bis fünf Jahren“, informiert Schweiger. Als Montagefläche hat man die Dächer der Stallungen gewählt. Alternativ würden sich auch brachliegende Wiesen in Steilhängen anbieten, wie Peter Kettner weiß und betont: „Sollten sich noch weitere Bauern an dieser Initiative anschließen wollen, ist das noch bis zum 28. Februar möglich.“

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news-1600 Thu, 21 Jan 2021 08:34:54 +0100 Harte Probe für die Kameradschaft https://www.derennstaler.at/detail/harte-probe-fuer-die-kameradschaft Auch für die Feuerwehr war das abgelaufene Jahr ein herausforderndes. Heuer stehen der Spatenstich für die neue Einsatzzentrale an sowie die Neuwahl des Bereichsfeuerwehrkommandos.
Der Bereichsfeuerwehrverband Liezen hatte im vergangenen Jahr mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Die Einsatzstatistik der Feuerwehren ist ein Spiegelbild der vorwiegend durch die coronabedingten konjunkturellen Entwicklungen in Bezirk Liezen. Wurden im Jahr 2019 2976 Gesamteinsätze – davon 624 Brandeinsätze und 2352 technische Einsätze – verzeichnet, waren es im vergangenen Jahr 1968 Ausrückungen. Diese unterteilen sich in 473 Brand- und 1495 technische Einsätze, was einem Minus von 33,9 Prozent entspricht. Zwar konnten dringend notwendige und geplante Investitionen der 95 Feuerwehren des Bezirkes weitgehend umgesetzt werden, jedoch musste der Übungsbetrieb, das Bewerbswesen sowie die Leistungsprüfungen eingestellt werden. Auch ein Großteil der geplanten Veranstaltungen, welche einen wesentlichen Beitrag für Neu- und Ersatzbeschaffungen darstellen, mussten die Organisationen aufgrund der Corona-Maßnahmen absagen. Die Rüsthäuser sollten nur mehr für Einsatz- und Übungszwecke besucht werden, dadurch wurde auch die Kameradschaft hart auf die Probe gestellt. Glücklicherweise blieb der Bezirk Liezen von Naturkatastrophen und Großschadensereignissen im vergangenen Jahr weitgehend verschont. „Wir hoffen, dass im heurigen Jahr der Übungsbetrieb sowie die Leistungsbewerbe wieder stattfinden können. Die Wehrversammlungen haben wir bereits auf das zweite Quartal 2021 verschoben“, berichtet Bereichsfeuerwehrkommandant Heinz Hartl.
Hilfseinsatz für Kroatien
Zwei Tage vor dem Jahreswechsel ereignete sich in Kroatien ein schweres Erdbeben, bei dem sieben Menschen getötet und über 1000 Häuser massiv beschädigt oder zerstört wurden. In Zusammenarbeit von Innenministerium, Bundesheer und Feuerwehreinheiten aus Niederösterreich und der Steiermark konnte ein Transport von rund 80 Notunterkunfts-Containern organisiert werden, der von Graz aus in das Krisengebiet fuhr. Aus dem Bereich Liezen waren zwei Fahrzeuge mit vier Mann an diesem Einsatz beteiligt. Die FF Gröbming führte im zweiten Zug einen Transport zweier Wohncontainer durch. Die FF Irdning war mit einem Kommandofahrzeug als Führungsfahrzeug der steirischen Kräfte im Einsatz.
Neuwahl
Im Abstand von fünf Jahren werden im Feuerwehrwesen die Kommandanten bzw. das Bereichsfeuerwehrkommando gewählt. „Nachdem ich die Altersgrenze von 65 Jahre erreiche, sind Neuwahlen notwendig. Wichtig ist mir hier ein möglichst nahtloser und fließender Übergang“, erklärt Hartl. Sein Ziel ist ein einheitlicher Wahlvorschlag. Als Nachfolger schlägt er seinen derzeitigen Stellvertreter Reinhold Binder vor. Die Neuwahlen gehen mit 22. Oktober 2021 über die Bühne.
Neue Einsatzzentrale
Bereits im Frühjahr erfolgt der Spatenstich für die neue Einsatzzentrale in der östlichen Gewerbezone von Liezen. Da die Stadtgemeinde Liezen seit einigen Jahren auch für die Bergrettung geeignete Räumlichkeiten suchte, entstand die Möglichkeit einer gemeinsamen Projektumsetzung des Neubaus. Als Bauherr und Eigentümer des Gebäudes treten der Bereichsfeuerwehrverband sowie die Stadtgemeinde auf. Wert gelegt wurde bei der Planung vor allem auf hochfunktionelle Lösungen im Bereich des Krisen- und Katastrophenmanagements. Geschaffen werden im Außenbereich ausreichend Aufstellflächen für taktische und technische Einheiten im Falle von Großschadensereignissen. Eine unabhängige Notstromversorgung ist gegeben. Am 10. Dezember fand die Bauverhandlung statt, sodass nun die Ausschreibungen für die Gewerke und Bauarbeiten erfolgen können. Der Spatenstich soll im Frühjahr erfolgen, die Fertigstellung ist mit Oktober 2021 geplant.

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news-1599 Thu, 21 Jan 2021 08:33:31 +0100 Mika Vermeulen hegt Visionen für die Zukunft https://www.derennstaler.at/detail/mika-vermeulen-hegt-visionen-fuer-die-zukunft Als Quereinsteiger zeigte der ehemalige Kombinierer Mika Vermeulen zuletzt bei der „Tour de Ski“ mit Gesamtrang 40 auf.
Diese traditionelle Langlauf-Weltcupserie begeisterte den Rams­auer sehr. „Es ist brutal hart, aber das hat es einmal gebraucht. Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass die Veranstaltung das geilste Rennen des Jahres ist. Auch wenn es mit dem derzeitigen Kalender nicht möglich ist, könnte man überlegen, mehrere solche Events zu veranstalten“, schielt Vermeulen in Richtung FIS und sieht dabei den Radsport als Vorbild.
Der 21-jährige Langlaufathlet hat auch gleich ein paar Vorteile zur Hand: „Wir hätten einen geringeren Reiseaufwand, jetzt fliegen wir ja kreuz und quer. So gesehen wäre das auch für die Umwelt besser. Und medial würde es sich ebenfalls besser vermarkten lassen.“ Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. Aktuell hat für Mika Vermeulen, der zur Zeit wieder in Norwegen schuftet, vor allem die U23-WM in Vuokatti (Finnland) Mitte Februar Priorität: „Ich denke, dass ich dort um die interessanten Plätze mitreden kann.“

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