Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Fri, 28 Jan 2022 08:06:24 +0100 Fri, 28 Jan 2022 08:06:24 +0100 TYPO3 EXT:news news-1873 Thu, 27 Jan 2022 08:01:34 +0100 Bergretter am Wochenende stark gefordert https://www.derennstaler.at/detail/bergretter-am-wochenende-stark-gefordert Zu rund 33 Einsätzen wurden die steirischen Bergretter vergangenes Wochenende gerufen.
Neben einem Großeinsatz nach einem Lawinenabgang im Mürztal war ein Lawinenabgang
am Hauser Kaibling sowie eine Suchaktion im Gesäuse und in Eisenerz zu bewältigen.

Am Sonntag wurden die Bergrettungen aus dem Gebiet Mürztal sowie die Bergrettung Mariazell und die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark zu einem Lawinenabgang auf den Großen Königskogel alarmiert. Vor Ort befindliche Skitourgeher setzten den Alpinnotruf 140 ab und begannen sofort mit der Suche. Zum Zeitpunkt der Alarmierung war nicht klar, ob Personen von der Lawine verschüttet worden sind. Aufgrund der Wetterlage war ein Einsatz der Hubschrauber am Lawinenkegel nicht möglich. Hundeführer und Lawinensuchhunde wurden mit der Alpinpolizei sowie einem Spezialfahrzeug der Bergrettung so weit wie möglich in Richtung Einsatzort geshuttelt. Der Lawinenkegel wurde abgesucht und anschließend mit Lawinensonden sondiert. Es konnte niemand in der Lawinen gefunden werden, der Einsatz wurde nach Rücksprache mit der Alpinpolizei abgebrochen.

 

Lawinenabgang am
Hauser Kaibling

Am Hauser Kaibling ereignete sich abseits der Piste ein Lawinenabgang. Ein Großeinsatz der Bergrettungen im oberen Ennstal sowie der Lawinen- und Suchhundestaffel wurde gestartet. Kurz darauf die Entwarnung: Der Verschüttete konnte sich selbst aus der Lawine befreien nachdem er seinen Lawinenairbag-Rucksack auslöste. Der Verletzte wurde durch die ÖAMTC-Flugrettung mittels Tau gemeinsam mit der Bergrettung Haus im Ennstal gerettet und ins Krankenhaus Schladming geflogen.

 

Suchaktionen

Am Lahngangkogel in Admont suchten die Einsatzkräfte nach einer vermissten Skitourengeherin. Nach einem Suchflug konnte der Polizeihubschrauber die verirrte Sportlerin östlich des Lahnganggipfels noch vor Einbruch der Dunkelheit lokalisieren. Aufgrund der fortgeschrittenen Dämmerung sowie der Wettersituation vor Ort war eine Rettung mittels Hubschrauber nicht möglich. Die erschöpfte und unterkühlte Frau konnte in einer aufwendigen und zeitintensiven terrestrischen Rettungsaktion von der Bergrettung mit einem Spezialfahrzeug aus ihrer Notlage befreit werden. Für die Bergretter aus Admont war dies bereits der zweite Einsatz am Sonntag. Am späten Vormittag musste eine verletzte Skitourengeherin im Bereich der Grabneralm gemeinsam mit dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber C14 gerettet werden. Ebenfalls mussten die Bergretter aus Eisenerz ausrücken, um einen verirrten Skitourengeher in der Eisenerzer Ramsau zu retten.

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news-1872 Thu, 27 Jan 2022 08:00:40 +0100 Mister Nightrace nimmt den Hut https://www.derennstaler.at/detail/mister-nightrace-nimmt-den-hut Nach 25 Jahren als Nightrace-OK-Chef und 37 Jahren als Obmann des WSV Schladming geht
eine Ära zu Ende. Hans Grogl verabschiedet sich mit dem Jubiläumsrennen von der Spitze.

Der 69-jährige Hans Grogl steht dem WSV Schladming seit 1985 vor und ist von Beginn an OK-Chef des Nachtslaloms. Den Grundstein für das Nightrace legte er mit seiner Unterschrift gemeinsam mit dem damaligen ÖSV Präsidenten Peter Schröcksnadel am 26. Jänner 1995 in Innsbruck. Der erste Nachtslalom fand exakt zwei Jahre später, am 30. Jänner 1997, statt. Peter Schröcksnadel übergab im Vorjahr das Zepter, Hans Grogl beschließt nach 25 Jahren Night- race seine Karriere als OK-Chef und WSV Obmann. Schon der erste Nachtslalom war gezeichnet von großen Emotionen und mit 27.000 Skifans bot Schladming bereits eine besondere Kulisse. Als Sieger ging damals Alberto Tomba hervor, was ihm auch beim zweiten Nachtslalom gelang. Schon im Jahr darauf schaffte es erstmals ein Österreicher auf das Siegespodest. Benni Raich kämpfte sich vom 33. Rang auf Platz 1 und es sollte nicht bei seinem letzten Sieg in Schladming bleiben. Nach wenigen Jahren lag die Besucherzahl des Schladminger Nachtslaloms bei 50.000 Skibegeisterten. Im Vergleich dazu glich der berüchtigte Hexenkessel im Vorjahr einer Geisterstadt. Erstmals ohne Zuseher. Und auch heuer hielt sich die Stimmung mit beschaulichen 1000 Fans sehr in Grenzen. Nichtsdestotrotz verfolgten österreichweit an die 2 Millionen Zuseher das Rennen vor dem Fernsehschirmen, weltweit dürften es an die hundert Millionen Zuseher sein. Hans Grogl hat zweifelsohne Skigeschichte geschrieben. „Der Ennstaler“ bat ihn zum Interview.

 

Wie blicken Sie dem
25. Nightrace entgegen?

Ich blicke dem Rennen immer positiv entgegen. Zwischendurch hab ich nicht gedacht, dass man das wieder toppen kann, aber jedes einzelne Nightrace war ein Highlight. Wenngleich etwas Wehmut mitschwingt, weil wir das heurige Rennen nur vor 1000 Zusehern durchführen konnten. Ich hätte eigentlich auf wenigstens 20.000 Zuseher gehofft. Mit tut’s für die Akteure, die besten Rennläufer der Welt und auch unsere Mitarbeiter, leid. Die hätten sich die einzigartige Kulisse verdient. Ein Rennen mit zigtausend Zusehern ist einfach etwas Anderes. Zum Glück gingen tolle Bilder über den Fernseher in die ganze Welt hinaus. Viele Fernsehstationen übernahmen das Signal des ORF und es haben an die 100 Millionen Menschen an den Schirmen mitgefiebert. Da gab es schon im Vorjahr sehr viel positives Echo.

 

Was ist das Erfolgsrezept des Schladminger Nightrace?

Es ist schon beachtlich, dass wir an einem Dienstagabend die höchsten Zuseherzahlen eines Slalom-Weltcup-Rennens zählen. Das Salz in der Suppe waren die Zuseher, die Fans, denn die haben die Läufer heruntergetragen. Selbst bei strömendem Regen oder minus 18 Grad, die Fans bis zum Schluss geblieben. Wir haben das richtig verbunden zwischen dem sportlichen Event sowie der Weltcupmeile und der Abendveranstaltung. Im Laufe der Jahre haben wir eine Eventmarke etabliert. Es hat einfach alles zusammegepasst: Videowände, Bands in der Stadt und weltbeste Slalomfahrer. Dazu kommt, dass sich das Ziel mitten im Ort befindet. Das ist sicherlich eine außerordentliche Gegebenheit, denn ich kenne keinen ähnlichen Stadion-Charakter im ganzen Skiweltcup.

 

Was waren die Höhepunkte
der letzten 25 Jahren?

Das fallen mir die Siege vom legendären Alberto Tomba ein, mit seinen Extra-Einlagen. Auch Benni Reich, der gleich viermal gewonnen hat und jedesmal ein fantastisches Fanpublikum mit im Gepäck hatte. Auch Body Miller war eine einzigartige Erscheinung, der vor allem bei den Mädchen sehr gut ankam. Aber auch die berühmte Flitzerin. Durch ihre Follower in den sozialen Medien ist Schladming bis nach Los Angeles bekannt geworden. Marketingmäßig war diese Aktion ein Gewinn. Von einigen hörte ich danach „fliegt die Flitzerin wieder ein“, aber die ist von selber gekommen. Für uns war das genauso eine Überraschung wie für alle anderen auch.

 

Wie geht es nach dem
25. Nightrace weiter?

Wir haben ein junges, motiviertes Team, das fähig ist das gut weiterzuführen. Wer sich da als Nachfolger herauskristallisiert werden wir nach dem Nightrace schauen. Ende Juni hält der Schiklub seine Generalversammlung mit Neuwahlen ab. Ich bleibe in der zweiten Reihe und stehe mit Rat und Tat zur Seite, werde mich aber nicht aufdrängen. Ob Junioren-WM, Special Olympics, WM oder eben das Nightrace – alles was wir angegriffen haben, haben wir erfolgreich umgesetzt. So wird es auch in Zukunft sein.

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news-1871 Thu, 27 Jan 2022 07:59:29 +0100 Mit wie vielen „Gs“ darf man langlaufen? https://www.derennstaler.at/detail/mit-wie-vielen-gs-darf-man-langlaufen Für einen Aufschrei sorgte die 2G-Regelung auf vergebührten Langlaufloipen, wo hingegen auf kostenfreien keine
Nachweispflicht herrschte. Seit Montag wird die Maßnahmenverordnung anders interpretiert. Teilweise.

Zu Beginn der Langlaufsaison sorgte die schwer nachvollziehbare Regelung rund um die Nutzung der Langlaufloipen für Unmut. Laut Interpretation der Covid-19-Maßnahmenverordnung durften kostenpflichtige Langlaufloipen nur von geimpften oder genesenen Personen benützt werden. Zusätzlich dazu stiftete die Information Verwirrung, dass Loipen, an denen kein Eintritt verlangt wird auch von ungeimpften Menschen benützt werden dürfen. Auslöffeln durften das unbegreifliche Regelwerk die Loipenbetreiber. So hatten die Ramsauer Verkehrsbetriebe (RVB) zum Teil mit heftigen Reaktionen zu kämpfen. Ein Umstellen auf kostenlose Loipenbenutzung und die Abfederung der Kosten durch Corona-Förderungen konnte nicht in Anspruch genommen werden. Die RVB betreibt die Loipen erst mit Inkrafttreten der Tourismus-Strukturreform und kann deswegen keine Umsätze aus den Vorjahren vorweisen. Zuvor war der Tourismusverband zuständig. Das Langlaufvergnügen in Ramsau am Dachstein blieb Ungeimpften verwehrt.

 

Tiroler Vorreiter

„Seefeld ließ schon vor Weihnachten Ungeimpfte, aber getestete Personen auf die Loipe. Also haben wir bei der Wirtschaftskammer um eine Rechtsauskunft gebeten“, sagt RVB-Geschäftsführer Thomas Glaser. Vorerst bekam man nur ein lapidares Schreiben zurück, dass man sich die juristische Auslegung anschauen werde. In einer folgenden Stellungnahme von Fachgruppengeschäftsführer Michael Wiesler hieß es, dass bei vergebührten Loipen ein 3G-Nachweise reiche. Ähnliche Informationen hätten die Seefelder von deren Kammervertretern eingeholt, ergänzt Thomas Glaser.

Weltfremd

 

„Das ist eine Einzelauslegung die vom Ministerium nicht geteilt wird“, sagt Bezirkshauptmann Christian Sulzbacher, „Es ist nur entscheidend, was wir schwarz auf weiß haben. Und schwarz auf weiß haben wir nichts anderes.“ Zwar sei die Verordnung auch aus seiner Sicht schwer nachvollziehbar, denn „dem Virus ist es völlig wurscht ob ich dort ein paar Euro zahle oder nicht. Ich glaube nicht das das Virus fragt ‚habt ihr was bezahlt, dann bin ich gefährlich, sonst nicht‘.“ Dennoch sei es klar geregelt: „Sobald auf einer Loipe kassiert wird, muss ich 2G erfüllen“, so der Bezirkshauptmann. Man habe das in alle Richtungen analysiert, aber keinen Ausweg gefunden. Ähnlich „weltfremd“ beurteilt Sulzbacher die Regelung beim Fußball, wo sich lediglich 25 Personen am Sportplatz aufhalten dürfen. Mit Feldspielern, einem Schiedsrichter und zwei Trainern sei das Kontingent bereits erfüllt, „alles andere muss sich in Luft auflösen. Ersatzspieler können dort schon gar nicht mehr sein, geschweige denn ein Mannschaftsarzt.“

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news-1870 Thu, 27 Jan 2022 07:57:54 +0100 Der Ehrenretter Österreichs https://www.derennstaler.at/detail/der-ehrenretter-oesterreichs Linus Straßer gewinnt als erster Deutscher, das Schladminger Nightrace. Mann des Rennens war aber Manuel Feller, der die Ehreder Ski-Nation Österreich rettet. Der von Corona geschwächte Tiroler donnerte vom 28. Platz mit Laufbestzeit auf das Podest.

Der dem Gelände optimal angepasste Kurs zeichnete sich durch Rhythmuswechsel, viele Haarnadeln und schwierige Torkombinationen aus. Das Rennen eröffnete der erst am Morgen aus der Quarantäne entlassene Manuel Feller. Da konnte man noch nicht ahnen, dass seine Zeit gerade einmal für den 28. Platz und damit knapp zur Qualifikation für den zweiten Lauf reichen sollte. Henrik Kristoffersen, Loic Meillard und Clement Noel unterboten der Reihe nach die Bestzeit, Marco Schwarz verlor viel Zeit, Alexis Pinturault schied aus, aber unmittelbar nach ihm kam der Schwede Kristoffer Jakobsen und seine Zeit von 51,32 Sekunden wurde von keinem der folgenden Läufer auch nur annähernd erreicht. Der Zweitplatzierte, Guiliano Razzoli, lag 0,58 Sekunden zurück, den dritten Platz teilten sich Clement Noel und der Führende im Slalomweltcup, Lucas Braathen aus Norwegen. Linus Straßer war 5. und der Sieger des Rennens im Jahr 2015, Alexander Koroshilov, lag auch noch auf Podestkurs. Für Österreich sah es düster aus: Marco Schwarz 24., Feller 28., Johannes Strolz und Fabio Gstrein stürzen bzw. fädelten ein. Obwohl der Lauf fair und ohne Fallen gesetzt war, fielen im ersten Durchgang 31 (!) Läufer aus.

 

Das Grande Finale

Diesmal musste Manuel Feller ungewohnt schon als dritter Läufer ins Rennen gehen. Mit 53,12 stellte er eine fantastische Zeit auf, die am Ende auch Laufbestzeit bedeuten sollte. Für den Tiroler begann das lange Warten auf dem Sessel des Führenden. Läufer um Läufer scheiterten an seiner Zeit, Kristoffersen kam auf 0,03 Sekunden heran, sein norwegischer Teamkollege Atle Lie McGrath war nochmals um 0,39 Sekunden schneller, aber auch seine Zeit hielt nur bis zum Deutschen Linus Straßer, der mit exakt 1:46,00 die neue Marke setzte. Vier Läufer standen noch am Start: Als Braathen und Noel auf die Plätze 12 bzw. 9 zurückfielen und Razzoli ausfiel, lag es an dem erstmals in seiner Karriere führenden Jakobsen. Und ihm spielten die Nerven einen Streich, nach wenigen Toren und seinem Ausfall stand fest, dass mit Linus Straßer erstmals in der Geschichte des Nightrace ein Deutscher ganz oben am Podest stand. Ganz Österreich freute sich mit ihm, noch mehr aber über die großartige Leistung von Manuel Feller. Sein Vorstoß vom 28. Platz auf den dritten und damit auf das Podium bedeutet Schladming-Rekord, bisher gehalten von Benni Raich, der 1999 vom 23. Platz aus zum Sieg fuhr.

 

Beste Pistenbedingungen

„Die Temperatur ist der Baumeister der Piste“ wurde der neue Rennleiter, Manfred Steiner, in der letzten Ausgabe des „Ennstalers“ in dicken Lettern zitiert. Und ORF-Experte und Kamerafahrer Thomas Sykora ergänzte diese Aussage und erklärte den nochmals gegebenen Unterschied zur Piste beim Damenrennen. War der Untergrund bei den Frauen griffig, so wurde der Schnee für das Herrenrennen nochmals mit Wasser nachbehandelt und damit richtig eisig. Auf diese Weise wurde eine Piste geschaffen, die vom ersten bis zum letzten Läufer für gleichbleibende und faire Verhältnisse sorgte. Sykora wörtliche Aussage: „Ich bin noch nie vorher auf so einer guten Piste gefahren“, sagt wohl alles über die hervorragende Arbeit der Schladminger Veranstalter. Beweis dafür ist auch die Tatsache, dass fünf der zehn Erstplatzierten des ersten Laufs Startnummern zwischen 17 und 34 gezogen hatten.

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news-1869 Thu, 27 Jan 2022 07:57:14 +0100 Spiel mit dem Feuer https://www.derennstaler.at/detail/spiel-mit-dem-feuer Die unübersichtliche Lage an der ukrainisch-russischen Grenze sorgt weiter für Verunsicherung. Weit über hunderttausend russische Soldaten halten sich dort auf und die Gefahr eines Einmarsches ist allgegenwärtig. Ein wirklicher Grund dafür ist freilich nicht auszumachen. Weder die NATO noch die Ukraine haben in letzter Zeit nennenswerte Veränderungen durchgemacht, und von der behaupteten NATO-Osterweiterung kann keine Rede sein. Aber auch bei der Annexion der Krim vor einigen Jahren gab es nicht wirklich einen Anlassfall.

Wie schon oft in der Geschichte wird durch die Inszenierung eines Außenfeindes gerne von internen Problemen abgelenkt. Immerhin gibt es in einigen ehemaligen Sowjetrepubliken wie Belarus oder Kasachstan massive Widerstände gegen die dortigen russlandfreundlichen Regime. Und ein Übergreifen solcher Tendenzen auf Russland möchte Putin schon im Keim ersticken.

Andererseits spielt die aktuelle Entwicklung Russland gerade in die Hände. Allein durch die explodierenden Gaspreise ist die Staatskasse prall gefüllt, was Putin alle Möglichkeiten gibt, sein Volk bei Laune zu halten. Gleichzeitig ist Europa vom russischen Gas abhängiger als je zuvor und dieser Trend wird sich mit jedem abgeschalteten Kraftwerk weiter verstärken. Eigentlich keine Zeit, um einen unnötigen Krieg vom Zaun zu brechen. Aber auch wenn sachlich wenig für einen russischen Einmarsch spricht, ist die aktuelle Situation ein Spiel mit dem Feuer. Und dabei kann man sich eben verbrennen.

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news-1868 Thu, 20 Jan 2022 08:02:55 +0100 „Die Temperatur ist der Baumeister der Piste“ https://www.derennstaler.at/detail/die-temperatur-ist-der-baumeister-der-piste Als Rennleiter ist Manfred Steiner verantwortlich für alles was innerhalb der Zäune passiert. Jahrelang war er an der Seite von Rudi Stocker als sein Stellvertreter, kommenden Dienstag gibt er sein Debüt beim Herren Nightrace in Schladming.

Die Feuertaufe als Rennleiter bestritt Manfred Steiner vor knapp zehn Jahren beim Damen-Weltcupfinale in Schladming im März 2012. Auch bei der WM 2013 hatte er die Rennleitung bei den Damen-Rennen inne. Mit dem Nachtslalom am kommenden Dienstag sollte er das Amt vom Nightrace-Rennleiter der ersten Stunde Rudi Stocker übernehmen. Der von Flachau übernommene Damen-Nachtslalom kam unverhofft.

 

Pistenvorbereitung

In enger Abstimmung mit dem Pistenchef der Planai Bernhard Schupfer entwickelt die Rennleitung einen Schlachtplan über die Präparierung.

Schon während des ganzen Winters achten die Pistengerätefahrer darauf, dass die Rennpiste gut mit Schnee versorgt ist. Kurz vor dem Rennen erhält die Schneedecke ihren Feinschliff. „Die ganze Piste wird mit den Ketten der Pistenfahrzeuge geöffnet, damit anschließend gleichmäßig Wasser eingespritzt werden kann“, erklärt Manfred Steiner. Es sei verhältnismäßig sehr viel Wasser im Schnee, „trotzdem soll es keine Eispiste sein“. Ein kompakter Untergrund sei wichtig um gleichmäßige Bedingungen für alle Läufer garantieren zu können. Schließlich soll der letzte Läufer unter den selben Voraussetzungen ins Rennen gehen können wie der erste. Bei den Herren wird für das Rennen am kommenden Dienstag auf die fertige Piste zusätzlich Wasser aufgespritzt.

Kalt, aber nicht zu kalt

Doch nicht allein die Präparierung sichert einen guten Untergrund, auch das Wetter spielt eine entscheidende Rolle: „Die Temperatur ist der Baumeister der Piste. Optimal sind ein, zwei klare Nächte. Es braucht eine gewisse Kälte, aber zu tief dürfen die Temperaturen auch nicht sein“, erklärt Manfred Steiner. Ein Glanzstück gelang den Pistenbauern beim Damen-Slalom letzte Woche. „Von einigen Skifirmen und Trainern kam großes Lob was die Piste betrifft. Glücklicherweise haben die Temperaturen gepasst. Dennoch eine beachtliche Leistung was die Mitarbeiter in dieser kurzen Zeit geschafft haben“, so Steiner.

 

Personalintensive Betreuung

Die Betreuung der Piste während des Rennens bedeutet für den WSV Schladming einen personellen Kraftakt. Um die 150 freiwilligen Helfer kümmern sich um den einwandfreien Zustand der Piste sowie der Torstangen. Allein sechzig bis siebzig Rutscher sind im Einsatz, die nach jedem Läufer die Piste abziehen.

Der WSV kann auf einen großen Pool freiwilliger Helfer zurückgreifen. „Im Verein wären wir zu wenig Leute. Umso mehr freuen wir uns über die vielen freiwilligen Helfer. Einige nehmen sich eigens frei und nehmen auch eine längere Anreise in Kauf. Ohne diesen Idealismus wäre es unmöglich ein solches Rennen abzuhalten“, sagt Manfred Steiner. Die Aufräumarbeiten starten unmittelbar nach dem Rennen und dauern noch den gesamten darauffolgenden Tag. Am Donnerstag wird die Piste wieder für den touristischen Skilauf freigegeben.

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news-1867 Thu, 20 Jan 2022 08:02:02 +0100 Skicross: Internationale Rennserie auf der Reiteralm https://www.derennstaler.at/detail/skicross-internationale-rennserie-auf-der-reiteralm Auf der Reiteralm duellierten sich kürzlich Athleten aus zwölf Nationen bei zwei Europacup- und einem FIS-Rennen im Skicross. Hervorragend lief es bei den Heimrennen im Crosspark für die österreichischen Vertreter. Einen Doppelsieg bei den Europacup-Rennen durfte Mathias Graf feiern, welcher auch die EC-Gesamtwertung in der laufenden Saison anführt. Beim FIS-Rennen der Herren konnte der aus Filzmoos stammende Oliver Vierthaler den ausgezeichneten dritten Platz erreichen. Bei den Damen jubelte Sonja Gigler über einen zweiten und dritten Platz sowie über den Sieg beim FIS-Rennen.

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news-1866 Thu, 20 Jan 2022 08:00:51 +0100 Tierische Lebensretter übten für den Ernstfall https://www.derennstaler.at/detail/tierische-lebensretter-uebten-fuer-den-ernstfall Beim Winterkurs der steirischen Bergrettungshunde auf der Tauplitzalm
stellten Hunde und Hundeführer ihr Können unter Beweis.

Eine Woche lang war die Tauplitzalm Austragungsort für den Winterkurs der Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark. 24 Einsatzhundeführer aus der gesamten Steiermark und ihre vierbeinigen Spürnasen suchten unter realistischen Bedingungen im unwegsamen und alpinen Gelände nach „Verschütteten“ und stellten sich dabei der jährlichen Rezertifizierung und Einsatzüberprüfung. 24 der insgesamt 34 Einsatzteams bestehend aus erfahrenen Bergrettern und ihren Hunden waren mit dabei. Coronabedingt aufgeteilt in drei Gruppen, um die Einsatzbereitschaft jederzeit aufrecht erhalten zu können. „Die jährliche Rezertifizierung unserer Einsatzteams ist für Mensch und Tier sehr herausfordernd“, beschreibt Norbert Pichler, Landesreferent für die Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergrettung Steiermark, die hohen Anforderungen für Hund und Herrl. Je zwei Einsatzteams müssen auf einem 300 mal 300 Meter großen künstlich angelegten Lawinenkegel nach vier verschütteten Personen suchen.

Dafür sind zwanzig Minuten Zeit. Für die Retter auf vier Pfoten und die routinierten Einsatzhundeführer kein Problem – nach nur zehn Minuten war die Suche erledigt. „Für unsere Lawinensuchhunde ist die Suche nach Verschütteten nach einem Lawinenabgang ein Spiel, bei dem jede Minute zählt. Je lebhafter und verspielter er ist, desto motivierter wird er sein, die Opfer zu finden, um seinem Herrchen zu gefallen“, so beschreibt Pichler die Arbeit der Hunde im Einsatz nach einem Lawinenabgang.

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news-1865 Thu, 20 Jan 2022 07:59:18 +0100 Bad Aussee: Altes LKH wird zu Generationen-Wohnprojekt https://www.derennstaler.at/detail/bad-aussee-altes-lkh-wird-zu-generationen-wohnprojekt Das ehemalige Spital im Zentrum Bad Aussees wird gerade umfassend generalsaniert und
wiederbelebt. So entsteht im neuen „Traunhaus“ ein nachhaltiges Generationen-Wohnprojekt.

Das alte Krankenhaus steht bereits seit über zehn Jahren leer, nun befinden sich 24 geförderte Mietwohnungen und zwölf Eigentumswohnungen in Bau. Das Motto ist „aus der Region, für die Region“ und zeigt, dass auch bereits bestehende, innerstädtische Gebäude saniert und Instand gesetzt sowie Ortskerne wiederbelebt werden können. Die Initialzündung für das Projekt kam von Gemeinderat Christian Schiffner, der in Hamburg ähnliche Projekte besuchte: Umnutzungen großvolumiger, leerstehender zentraler Bausubstanz in zeitgemäßes, modernes, urbanes Wohnen für die einheimische Bevölkerung. Von der Idee begeistert, erklärte sich das regionale Architekturbüro Rodlauer Greimeister bereit, eine unverbindliche Gesamtplanung zu erstellen und mit dieser dann nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen. Schließlich konnte das Projekt die Ausseer Familie Meran begeistern, die nicht nur in unmittelbarer Nähe am Meranplatz wohnt, sondern auch in den vergangenen Jahren tatkräftig aus dem Meranplatz eine Ortskernbelebung mit Café, Vinothek sowie Kunstgalerie mitgeschaffen hat. Sie hat schließlich auch die Immobilie von der KAGes erworben. „Als Anrainer hatten wir natürlich Interesse daran, dass hier etwas Ordentliches, Nachhaltiges passiert, das die Innenstadt Aussees wieder und weiter belebt – als Gegenpol zu vielen Projekten, die als Neubau auf die grüne Wiese gestellt werden“, sagt Johannes Meran. Er verrät auch, dass bereits Immobilien-Spekulanten in den Startlöchern scharrten, welche aus dem Gebäude Luxuswohnungen formen wollten. „Wir möchten mit dem Erwerb die Initialzündung für ein sinnhaftes Projekt ,von Ausseern für Ausseer‘ starten, damit eine ungenützte Immobilie aufwerten und sinnvoll nachnutzen“, erzählt er. Sämtliche Wohnungen werden dabei bewusst ausschließlich an Einheimische oder „Rückkehrer“ vergeben und können nur als Hauptwohnsitze genutzt werden.

Dass eine große regionale Nachfrage nach gut geschnittenem, kompaktem und damit leistbarem Wohnraum besteht, bestätigt auch Architektin Caroline Rodlauer: „Wesentlich ist hierbei, dass man mit guter Planung auch auf kleinerer Fläche Großzügigkeit, Wohnlichkeit, gute Möblierbarkeit sowie ausreichend Stauraum schafft. Man merkt deutlich, dass die Nachfragen nach großen Wohnungen oder Häusern aufgrund geänderter Lebensbedürfnisse geringer wird.“

Kompakter Wohnraum
für Jung und Alt

Herauskristallisiert hat sich bei den Interessenten, dass die Zielgruppe zum einen junge Einheimische sind, die in der Region bleiben, leben und arbeiten möchten oder auch „Heimkehrer“, die nach der Ausbildung oder dem Arbeitsleben in der Stadt zurück ins Ausseerland ziehen. Zum anderen ist dies die Generation 55 Plus. Das sind oft Alleinstehende oder Pärchen, die Kinder außer Haus, das Haus wird zu groß, die Gartenarbeit und Instandhaltung zu viel – man möchte flexibel, zentrumsnah, modern und nebenbei auch barrierefrei leben. Das Traunhaus besticht vor allem durch seine zentrale Lage. So grenzt es direkt an den Ortskern von Bad Aussee. In unmittelbarer Nähe befinden sich Gastronomie und Geschäfte am Meranplatz, ein Lebensmittelmarkt, die Kirche, der Kindergarten und die Volksschule in der Kirchengasse. Die Wohneinheiten sind zwischen 40 und 93 Quadratmeter groß, verfügen über offene Wohn-Ess-Bereiche, ein bis drei Schlafzimmer, Sanitärbereiche und Balkone oder Sonnendecks. Im hausinternen Parkdeck sind Parkplätze und Kellerabteile vorhanden.

Die Fertigstellung ist im Sommer 2022 geplant. Das Land Steiermark fördert nachhaltige Sanierungsprojekte für leistbaren Miet-Wohnraum für den Vermieter als auch für die Mieter. Rund 55 Prozent der Baukosten für eine Wohnung werden von den Mieteinnahmen 15 Jahre lang rückgezahlt, deren Mieten aber wiederum wohnbeihilfefähig sind. Die verbleibenden 45 Prozent schießt das Land in Form von Annuitätenzuschüssen vor.  Ab sofort können jeden Dienstag von 11 bis 12:30 Uhr gegen Voranmeldung bei den Architekten die Eigentumswohnungen im Generationenhaus „Traunhaus“ besichtigt werden. Besichtigungstermine für die geförderten Mietwohnungen gibt es ab Frühling.

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news-1864 Thu, 20 Jan 2022 07:56:57 +0100 Gestraft genug https://www.derennstaler.at/detail/gestraft-genug In zahlreichen Schulen kam es diese Woche zu Protesten, weil die mündliche Matura heuer wieder verpflichtend sein wird, während das in den beiden letzten Jahren nicht der Fall war. Unbestritten ist der heurige Maturajahrgang wohl am stärksten von den Schulsperren betroffen, seit zwei Jahren gab es einen sehr unregelmäßigen und äußerst fordernden Schulbetrieb. Jetzt für diese Schüler eine Verschlechterung einzuführen, ist wirklich ein wenig unverständlich.

Natürlich soll die Matura einen gewissen Leistungslevel der Absolventen garantieren, wozu ja auch die Zentralmatura eingeführt wurde. Diese soll einen möglichst vergleichbaren Schlusspunkt der Schulkarriere darstellen, der die Eignung für ein Studium oder den Einstieg ins Berufsleben belegen soll. Und dazu gehört auch die mündliche Prüfung, wobei die Beurteilung einer schriftlichen Arbeit sicher neutraler erfolgen kann als die einer mündlichen durch eine Prüfungskommission. Aus dieser Sicht scheint die mündliche Prüfung also nicht zwingend notwendig.

Vor allem scheint es aber ein Gebot der Gerechtigkeit zu sein, auch den heurigen Jahrgängen dieselbe Erleichterung zu bieten, die es auch in den letzten beiden Jahren gegeben hat.

Immerhin gibt es ja beim Zugang zu den Universitäten oder zum Arbeitsmarkt auch einen Wettbewerb zwischen den einzelnen Jahrgängen, der fair sein sollte. Und wer heuer zur Matura antritt, ist gestraft genug von den letzten beiden Jahren, da kann eine kleine Erleichterung wirklich nicht schaden.

              Franz Wallig

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news-1863 Thu, 13 Jan 2022 08:55:55 +0100 Ungewiss wie eh und je https://www.derennstaler.at/detail/ungewiss-wie-eh-und-je Nachdem es vorderhand große Einigkeit zur Einführung der Impfpflicht ab ersten Februar gegeben hat, scheint nun nicht nur das Datum der Einführung, sondern das ganze Vorhaben einigermaßen ungewiss. Von allen Seiten kommt Kritik, es mangelt an den nötigen Daten von der Sozialversicherung, die Gerichte fürchten einen Zusammenbruch durch die große Zahl der erwarteten Einsprüche und manche Experten wollen erst nach der Omikronwelle mit der Impfpflicht beginnen. Alles in allem also eine recht unübersichtliche Lage. Grob gesagt, ist die Durchimpfungsrate in Österreich durchschnittlich, wir sind weder Vorreiter noch Nachzügler. Und wie sich die Omikronvariante wirklich auf das Infektionsgeschehen und vor allem die Spitalsbelegung auswirken wird, weiß noch niemand, aber eines ist wohl sicher: Eine Impfpflicht, die wegen mangelnder Verfügbarkeit von Daten in drei Monaten eingeführt wird, kommt jedenfalls zu spät, um irgendeinen Einfluss auf die aktuelle Entwicklung zu nehmen.

Wie schon so oft in der Coronazeit stehen wir somit wieder einmal ratlos am Rand des Spielfeldes und werden von den Ereignissen überrollt. Niemand kann seriös sagen, wie die Lage in einigen Wochen sein wird, und die Situation ist eigentlich in sämtlichen westlichen Ländern ähnlich unbefriedigend. An der unerfreulichen Situation wird die Impfpflicht wohl wenig ändern, außer dass die Spaltung der Gesellschaft noch weiter vorangetrieben wird. Vielleicht wäre es an der Zeit, eine Nachdenkpause einzulegen, zumal man ohnehin nicht weiß, was die Zukunft bringt.

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news-1862 Thu, 13 Jan 2022 08:53:52 +0100 Des Nightrace‘ erster Streich https://www.derennstaler.at/detail/des-nightrace-erster-streich Erstmals bot sich auch den Damen die Gelegenheit, sich beim legendären Zielhang der Planai zu messen. Die Entscheidung fiel binnen Stunden, Organisation und Pistenverhältnisse waren trotz der kurzen Vorlaufzeit makellos. Schon am 25. Jänner steht der traditionelle Herren-Slalom am Rennkalender.

Letzten Dienstag sollte der Damen-Nachtslalom in Flachau über die Bühne gehen. Der Zeitpunkt blieb gleich, der Ort änderte sich und rückte über die steirische Landesgrenze. Mit 7-Tages-Inzidenzen jenseits der 3000 Infizierten pro 100.000 Einwohner war der Bezirk Pongau noch vor Kitzbühel österreichweiter Spitzenreiter. Auf Empfehlung des Landes Salzburg machte sich der Österreichische Skiverband auf die Suche nach Alternativen. Binnen weniger Stunden war mit Schladming ein Ersatzaustragungsort gefunden. Einziger Wermutstropfen: Zuschauer waren keine erlaubt. Nachdem die Fallzahlen im Bezirk Liezen nur bei einem Bruchteil lagen (7-Tages-Inzidenz: 613, Stand 10. 1.) und die Vorbereitungen für das Nightrace bereits auf Hochtouren liefen, konnte das Rennen auf der Schladminger Planai über die Bühne gehen.

Kurze Vorlaufzeit, perfekte Umsetzung

„Am Mittwoch (5. Jänner, Anm.) kam um 17 Uhr der Anruf vom ÖSV, ob wir in der Lage seien das Rennen abzuhalten“, sagt OK-Chef Hans Grogl vom WSV Schladming. In Abstimmung mit der Planai habe man in wenigen Stunden entschieden, dass der Damen-Slalom mit dieser kurzen Vorlaufzeit umsetzbar sei. In weniger als 24 Stunden stand die Entscheidung fest und kurze Zeit später kam die Bestätigung der FIS. „Es ist nur deshalb so schnell gegangen, weil wir 14 Tage vor dem Männer-Nightrace mit fast allem fertig sind“, so Grogl. Als ursprünglicher Termin stand vorerst der 18. Jänner im Raum. Nachdem allerdings die Fernsehzeiten bereits blockiert waren, hielt man am 11. Jänner fest. Seit der WM 2013 bestreiten die alpinen Damen wieder ein Rennen in Schladming, und erstmals über den legendären Zielhang der Planai. „Erst wollte man die Strecke etwas verlegen, doch dann hätte auch das Flutlicht neu eingestellt werden müssen. Jetzt starten die Damen in etwa 80 Meter unter dem Herrenstart“, erklärt Planai-Geschäftsführer Georg Bliem, „Nun hatten auch die Damen ihren Nachtslalom auf der originalen Nightrace-Piste.“ Die Piste wurde zwar hart und kompakt aufgebaut, aber nicht vollständig vereist, „schließlich musste am Donnerstag der Hang wieder für den touristischen Skilauf geöffnet sein.“

Disziplinierte Gäste

Die Veranstaltung ging zwar ohne Besucher über die Bühne, die Polizei setzte dennoch auf verstärkte Corona-Kontrollen am Rande des Events. Für Zaungäste gab es, gleich wie beim Nightrace im Vorjahr, nur wenig zu sehen. Großräumige Absperrungen und hoher Sichtschutz verhinderten einen guten Blick auf das Rennen. Bereits ab den Nachmittagsstunden kontrollierten Beamte insbesondere Gastronomiebetriebe und für den Skitourismus einschlägig bekannte Lokale. Auch erste Kontrollen im Handel standen am Programm. „Neben einigen aufklärenden Gesprächen gab es keine schwerwiegenden Beanstandungen und auch keine besonderen Zwischenfälle rund um das Rennen“, zieht Einsatzleiter Oberstleutnant Siegmund Schnabl zufrieden Bilanz, „Selbst die Sperrstunde um 22 Uhr bereitete uns Dank der überwiegenden Disziplin der Gäste in Schladming keine größeren Probleme.“

Ausblick

Schon am Dienstag, dem 25. Jänner, gastiert der Skizirkus wieder in Schladming. Beim berühmten „Nightrace“ messen sich seit 25 Jahren die Herren im Slalom. „Bei den Herren hoffen wir, dass tausend Zuseher zugelassen werden. Wir haben eine kleine Tribüne mit zugewiesenen Sitzplätzen vorgesehen“, berichtet Hans Grogl­. Die bereits um ein Vielfaches mehr verkauften Tickets werden zurückgegeben. Fest steht, dass sich mehr als tausend Besucher aufgrund der Corona-Vorgaben nicht bewerkstelligen ließen. Dennoch eine eher überschaubare Menge im Vergleich zu den 50.000 Besuchern in Vor-Coronazeiten beim alljährlichen Ski-Spektakel in Schladming.

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news-1861 Thu, 13 Jan 2022 08:52:28 +0100 Nur mehr SB-Banking in Stainach https://www.derennstaler.at/detail/nur-mehr-sb-banking-in-stainach Die Steiermärkische Sparkasse reduziert das Angebot in der Filiale in Stainach auf das SB-Angebot. Bürgermeister Roland Raninger ist enttäuscht ob des radikalen Schnitts, Regionalleiter Heinz Walcher spricht von einer Bündelung der Kompetenzen.

Während die Steiermärkische Sparkasse in Gröbming und Irdning das Angebot ausbaut, muss die Filiale in Stainach-Pürgg Federn lassen. Die Bank schließt den Kassenbereich und reduziert das Serviceangebot. Ende November setzte Regionalleiter Heinz Walcher Bürgermeister Roland Raninger davon in Kenntnis. „Nicht einmal eine Woche nach unserem Termin wurde der gesamte Kassenbereich geschlossen und Ihre Kundinnen und Kunden vor vollendete Tatsachen gestellt! Viele hat Ihr Informationsschreiben gar nicht erreicht“, heißt es in einem offenen Brief vom Bürgermeister an Heinz Walcher. Speziell die ältere Generation fühle sich im Stich gelassen, sei überfordert und verunsichert. Zwar könne er die Maßnahmen bis zu einem gewissen Grad verstehen, doch dass in einer knapp 3000-Seelen-Gemeinde ein Kundenbereich „über Nacht“ schließe, sei nicht nachvollziehbar. Raninger bittet in dem Brief die Geschäftsleitung, die Entscheidung nochmals zu überdenken und die Schließung rückgängig zu machen.

„Ausschlaggebend für die Entscheidung war, dass wir das Kompetenzzentrum in Irdning ausbauen“, sagt Heinz Walcher, denn man müsse das Angebot der Steiermärkischen im gesamten Einzugsgebiet betrachten. Kompetenzen werden gebündelt, in Summe resultiere daraus ein Mehrwert für die Region. Man bleibe weiterhin ein „Nahversorger“ und für eine gute Beratung würde der Kunde heutzutage ein paar Minuten Fahrzeit in Kauf nehmen. Um vor allem ältere Menschen bei der Umstellung auf SB-Angebote zu unterstützen, bleibt der Schalter noch bis Ende Februar besetzt. Danach beschränkt sich das Angebot der Steiermärkischen Sparkasse in Stainach auf ein SB-Foyer und ein Beratungszimmer.

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news-1860 Thu, 13 Jan 2022 08:51:23 +0100 Ballonwochen in Filzmoos https://www.derennstaler.at/detail/ballonwochen-in-filzmoos Filzmoos gilt im Jänner als Treffpunkt für Ballonteams aus ganz Europa. Insgesamt nehmen auch heuer wieder rund 30 Mannschaften aus zehn Nationen an den traditionellen Ballonwochen teil.

Die 13. Hanneshof Ballon Trophy findet von 15. bis 22. Jänner, die 43. Internationalen Ballonwoche Filzmoos von 22. bis 29. Jänner statt. Fehlen werden in diesem Jahr Teams aus Übersee und dem Nahen Osten.

Neben den täglichen Starts der Heißluftballone mit Fahrten in die umliegenden Täler stehen auch sportliche Ziel- und Wettfahrten auf dem Programm. „Filzmoos ist in der internationalen Heißluftballon-Szene mehr als ein Geheimtipp und hat sich im Laufe der Jahre zum größten winterlichen Treffpunkt von Luftfahrern im Alpenraum entwickelt“, freut sich Tourismus-Chef Peter Donabauer. Aufgrund der besonderen Thermik in der kalten Jahreszeit ist der „Ballon Airport Filzmoos“ von Weihnachten bis Ostern sehr gut für Ballonfahrten in den Alpen geeignet. Einheimische, Besucher und Urlaubsgäste haben die Möglichkeit, an den Ballonfahrten teilzunehmen.

Buchungen und alle Informationen dazu gibt es unter www.filzmoos.at/ballon. Nicht stattfinden wird in diesem Jahr die beliebte „Nacht der Ballone“.

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news-1859 Thu, 13 Jan 2022 08:49:41 +0100 Doppel-Staatsmeister der Skibergsteiger https://www.derennstaler.at/detail/doppel-staatsmeister-der-skibergsteiger Bei der Staatsmeisterschaft der Skibergsteiger am Stoderzinken und auf der Galsterbergalm krönte sich Paul Verbnjak zum Doppel-Staatsmeister. Bei den Damen gewannen Sarah Dreier (Vertical) und Johanna Hiemer (Individual).

Am vergangenen Wochenende fanden die österreichischen Staatsmeisterschaften im Skibergsteigen statt. Schon beim Vertical am Freitag zeichnete sich in gewisser Weise ein Generationenwechsel ab. Mit Paul Verbnjak, Daniel Ganahl und Christof Hochenwarter stand die „junge Generation“ auf dem Podest. Die erfahrenen Läufer, angeführt von Jakob Herrmann und Armin Höfl, mussten sich dahinter einreihen. Eine aufsteigende Form zeigte Andreas Mayer, der sich Platz 6 vor dem Sprintspezialisten Daniel Zugg sichern konnte. Verbnjak dominierte das Verticalrennen von Beginn an. Schon nach kurzer Zeit konnte er einen komfortablen Abstand auf seinen ersten Verfolger Daniel Ganahl herauslaufen und mit rund 15 Sekunden Vorsprung als Erster die Ziellinie passieren. Christof Hochenwarter komplettierte mit einem Rückstand von 53 Sekunden das Podium. Routinier Jakob Herrmann musste sich etwa um eine Minute geschlagen geben, witterte jedoch die Chance in seiner Spezialdisziplin, dem Individual, das am Sonntag über die Bühne ging. Lange Zeit lag das Trio Herrmann, Ganahl und Verbnjak gleichauf. Während der Vorarlberger Ganahl nach einem Patzer in der Wechselzone abreißen ließ, fiel die Entscheidung um den Sieg erst im letzten Anstieg. Mit einem Vorsprung von 22 Sekunden auf Herrmann erreichte Paul Verbnjak schließlich als Erster die Ziellinie und krönte sich damit zum Doppel-Staatsmeister. Umso siegessicherer sieht Paul Verbnjak den Weltcup-Rennen in Andorra entgegen: „Ich fühle mich im Moment wie im Traum. Erst die beiden Siege beim Weltcupauftakt in Adamello und jetzt Doppel-Staatsmeister – das ist einfach unglaublich. Das gibt mir nochmal doppelte Motivation für die nächsten Weltcuprennen in Andorra in der kommenden Woche.“ Mit einem Rückstand von 1:16 Minuten belegte Daniel Ganahl den 3. Platz. Der nach 20-monatiger Verletzungspause erst im Dezember zurückgekehrte Armin Höfl kam als Vierter ins Ziel, musste jedoch einen Rückstand von über 5 Minuten hinnehmen. Hinter dem Steirer reihten sich Andreas Mayer, Christian Hoffmann und Daniel Zugg ein. Mit einer starken Leistung zeigte der Youngster im Team, Hannes Lohfeyer, auf. Er holte sich bei den Junioren sowohl im Vertical als auch im Individual den Sieg. 

Kampfgeist bei den Damen

Sarah Dreier, die nur im Vertical an den Start ging, sicherte sich den Staatsmeistertitel in ihrer Paradedisziplin. Das Rennen der Salzburgerin verlief jedoch alles andere als unkompliziert. Die Pinzgauerin kämpfte, aufgrund der kalten Temperaturen, von Beginn an mit Schmerzen beim Atmen und musste zunächst Johanna Hiemer sowie Altmeisterin Andrea Mayer ziehen lassen. Erst in der zweiten Hälfte des Rennens konnte sie wieder aufschließen und letztendlich mit 15 Sekunden Vorsprung das Vertical für sich entscheiden. „Ich war mir nicht sicher, ob ich das Rennen überhaupt beenden kann. Umso mehr freue ich mich jetzt über den Staatsmeistertitel“, freut sich Sarah Dreier über ihren Sieg. Johanna Hiemer belegt den zweiten Rang vor Andrea Mayer. Johanna Hiemer, die schon beim Weltcupauftakt in Adamello gezeigt hat, dass sie nichts von ihrem Kampfgeist eingebüßt hat, ging beim Individualrennen am Sonntag ebenfalls an den Start. Die zweifache Mutter lag in der Königsdisziplin von Beginn an in Führung und verwies Stephanie Kröll klar auf den zweiten Platz. Dritte wurde die Landeskaderläuferin Teresa Feix aus der Steiermark.

Starkes Starterfeld

115 Athletinnen und Athleten gingen bei den Rennen der österreichischen Meisterschaften im Ennstal an den Start. Entsprechend positiv fällt das Fazit des Landesreferenten im steirischen Skiverband Hannes Mayerl aus, der auf eine Wiederholung in der kommenden Wintersaison hofft. „Die Zusammenarbeit mit dem Skiclub Raiffeisen Gröbming unter Obmann Erwin Mayer, den Bergbahnen und den Helfern war vorbildlich. Wir dürfen zu Recht stolz auf ein rundum gelungenes Rennwochenende sein. Ermöglicht wurde die Veranstaltung aber erst durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft, die es ermöglicht hat, dass die Veranstaltung überhaupt erst stattfinden konnte“, so Mayerl abschließend.

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news-1858 Wed, 05 Jan 2022 08:35:34 +0100 Nachhaltig nein, notwendig ja https://www.derennstaler.at/detail/nachhaltig-nein-notwendig-ja Das Vorhaben der EU, Atom- und Gaskraftwerke unter bestimmten Voraussetzungen als umweltfreundlich zu deklarieren, sorgt vor allem hierzulande für Missstimmung. Immerhin gibt es kaum ein Land, wo die Ablehnung der Kernenergie derart verfestigt ist wie in Österreich, und dass die Technologie mit schwer beherrschbaren Risken behaftet ist, versteht sich von selbst. Andererseits muss man aber immer vor Augen haben, dass es kaum einen anderen Ausweg gibt, als diese Brückentechnologien in den nächsten Jahrzehnten noch zu nutzen.

Der CO₂-Ausstoß bei der Stromerzeugung muss reduziert werden, vor allem durch die Einschränkung von Kohle- und Ölverfeuerung. Um diese Energie zu ersetzen, gibt es keine andere Lösung als die Atomkraft, die schon heute ein Viertel der europäischen Erzeugung ausmacht. Und die dringend benötigte Grundlast können erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Windenergie eben nicht verlässlich zur Verfügung stellen, weil die Erzeugungsschwankungen viel zu groß sind.

Bis es im industriellen Stil einsetzbare Stromspeicher gibt, und das dauert zumindest noch zehn Jahre, bleibt uns somit nur die Kernkraft für den Bandstrom und die Gasverstromung zur Abdeckung von Spitzen. Das mag unerfreulich sein, ist aber einfach die Realität und wird als solche auch akzeptiert werden müssen. Wenn wir technisch wirklich in der Lage sind, die Versorgung auch anders zu gewährleisten, ist das ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft, aber leider noch in weiter Ferne.

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news-1857 Wed, 05 Jan 2022 08:34:13 +0100 Skigebiete: „Kein Jubel, aber zufrieden“ https://www.derennstaler.at/detail/skigebiete-kein-jubel-aber-zufrieden Zahlreiche Wintersportbegeisterte nutzen die heimischen Skigebiete und frönen dem Wintersport. Die Masse fehlt zwar, dennoch gibt es eine solide Grundauslastung.

Wichtig für die Seilbahnbetreiber war vor allem, dass die Kapazitätsbeschränkungen in Gondeln und Sesselbahnen gefallen sind. Seit dem Christtag steht Österreich außerdem bei den deutschen Nachbarn nicht mehr auf der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Die Reiteralm konnte über Weihnachten einen regen Zustrom von Tagesgästen, vor allem aus der Steiermark, Salzburg und Oberösterreich, verzeichnen. „Wir sind mit dem Verlauf pandemieentsprechend zufrieden“, so Geschäftsführer Daniel Berchthaller. Zwar liege man deutlich hinter den Zahlen vor Corona, aber damit wurde gerechnet. Die Einbußen betragen rund ein Drittel. Ins selbe Horn stoßen auch Hauser Kaibling, Planai und Tauplitz. Die Kernmärkte – Österreich, Deutschland, Tschechien und Slowakei – wirken auf der Reiteralm sehr stabil. Durchaus auch viele Gäste aus den Niederlanden können im Skigebiet begrüßt werden. Was den Saisonkartenvorverkauf betrifft, liege man glücklicherweise deutlich über dem Vorjahr.

Weniger Gäste aus Skandinavien und Holland

Den Umständen entsprechend zufriedenstellend ist auch die Auslastung am Hauser Kaibling, so Geschäftsführer Klaus Hofstätter. Einbußen gibt es vor allem bei Gästen aus dem skandinavischen Raum und den Niederlanden. Die Masse an Wintersportlern fehlt zwar, aber zu bemerken ist, dass viele Einheimische und vor allem Oberösterreicher den Hauser Kaibling besuchen. „Erfreulich ist auch die hohe Anzahl an Ungarn und Tschechen in unserem Skigebiet“, sagt Hofstätter.
Auf der Planai und Hochwurzen konnten pro Tag zwischen 10.000 und 12.000 Skigäste begrüßt werden. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auf der Galsterbergalm. An den schönen Tagen erreichte der Seilbahnbetrieb rund 70 bis 75 Prozent an Besucherzahlen im Vergleich zur Weihnachtszeit in den Jahren 2018 und 2019. „Trotz Stornierungen haben wir eine solide Grundauslastung, sei es bei den Hotels oder bei Kurzreise- und Tagesgästen“, ist Planai-Geschäftsführer Georg Bliem positiv gestimmt. Den Ausfall skandinavischer und holländischer Gäste spürt das Skigebiet dennoch. Erfreulich sei jedoch der hohe Anteil an Österreichern und Deutschen. Am Dachstein blieben die Lifte über Weihnachten geschlossen. Man konzentrierte sich vorrangig auf Ausflügler und Naturgenießer.

Guter Gästemix auf der Tauplitz

„Nach dem letztjährigen Katastrophenwinter merkt man, dass heuer das Gesamtangebot mit geöffneter Gastronomie und Beherbergung, Skischulen und Geschäften einfach wieder stimmt und die Gäste sehr begeistert von den Pistenverhältnissen sind“, sagt Bernhard Michelitsch von den Tauplitz-Bergbahnen. Im Vergleich zu einem „normalen“ Winter sind auf der Tauplitz im Moment rund ein Drittel bis ein Viertel weniger Gäste unterwegs. Schwächer als in den vergangenen Jahren sind die Besucher aus den Niederlanden vertreten, ansonsten freut man sich über einen guten Gästemix aus den Hauptherkunftsmärkten Österreich, Deutschland, Tschechien und Ungarn. „Alles in allem gibt es natürlich auch dieses Jahr bedeutende Einbußen, die sich aber im Vergleich zur Vorsaison doch noch immer in Grenzen halten“, erzählt Michelitsch.

Steigerung am Loser

Gut angelaufen ist die Wintersaison am Loser. Die Saisonkartenverkäufe liegen in etwa wie im Jahr 2019, freut sich Geschäftsführer Rudolf Huber. Die Saison mit den Aufenthaltsgästen hat zwar später, erst mit Stefanitag begonnen, trotzdem ist sie bisher sehr zufriedenstellend und das Interesse am Wintersport groß. Insgesamt gibt es am Loser eine leichte Steigerung der Gästeanzahl im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten. „Das Publikum ist bunt gemischt. Wir haben Gott sei Dank einen sehr hohen Österreicher-Anteil mit ca. 70 Prozent“, so Huber. Bei den Aufenthaltsgästen fehlen vor allem Holländer und Ungarn.

Unterer Durchschnitt auf der Kaiserau

Schleppend angelaufen ist die Saison auf der Kaiserau. Auch der Saisonkartenvorverkauf war durch die hohe Unsicherheit der Gäste im unteren Durchschnitt, wie Mario Brandmüller, Geschäftsführer der Kaiserau Tourismus GmbH, berichtet. Trotz eines – im Vergleich zu den letzten Saisonen – frühen Saisonstarts liegt man auch, was die Gäste betrifft, eher im unteren Durchschnitt.

Maßnahmen sind kein Thema

In allen geschlossenen Räumlichkeiten, wie Gondeln oder Sesselbahnen, gilt die FFP2-Maskenpflicht. Wintersportler müssen außerdem einen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) beim Kauf eines Tickets vorweisen. Nur selten bedürfe es eines „zarten Hinweises“ bezüglich Aufsetzen der Maske, die Gäste haben sich mit den gültigen Vorschriften arrangiert, sagen die Liftbetreiber. Das Feedback der Skifahrer und Snowboarder ist großteils positiv. So werden in Spitzenzeiten beispielsweise am Hauser Kaibling oder auf der Kaiserau zusätzlich Securities engagiert. Mit den Sicherheits- und Hygienemaßnahmen des Vorjahres konnten auf der Planai wichtige Erfahrungen gesammelt und für diesen Winter mitgenommen werden. Das Präventionskonzept umfasst dort neben den gesetzlichen Regelungen auch weitere Maßnahmen wie Abstandsmarkierungen, Besucherlenkung – so wurde an mehreren Tagen vor der Planai die Straße gesperrt, um einen geregelten Zugang zu Kassen und Automaten zu gewährleisten – und den Einsatz von zusätzlichen Mitarbeitern. Die 2G-Kontrollen an den Kassen sind natürlich etwas zeitaufwändiger, erzählen die Seilbahnbetreiber unisono. Auf der Kaiserau werden die gesamten Pisten mit einem Netz abgesperrt, sodass nur über zwei Haupteingängen ein Zutritt möglich ist.

Sorge bereitet den Skigebieten die aufkommende Omikron-Mutation und damit verbunden das Buchungsverhalten der Gäste. Diesbezüglich wird am Hauser Kaibling bereits intern und extern nachgeschärft. Zwar habe der Seilbahnbetrieb genug Mitarbeiter, jedoch große coronabedingte Ausfälle dürfe es nicht geben. Ein intern eigenes Testprogramm führt der Loser durch. Das Konzept am Loser sieht unter anderem auch vor, dass Mitarbeiter in Gruppen geteilt sind, um Cluster und größere Ausfälle zu vermeiden.

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news-1856 Wed, 05 Jan 2022 08:31:38 +0100 Riesneralm-Doku: „Auffifoarn zum Owikemman“ https://www.derennstaler.at/detail/riesneralm-doku-auffifoarn-zum-owikemman Am kommenden Sonntag widmet sich die Sendereihe „Erlebnis Österreich“ der Riesneralm. Achtsamer Umgang mit der Natur, innovative Projekte und vor allem die Menschen prägen das Geheimtipp-Erholungsgebiet.

Die Riesneralm ist ein Gebiet, das einer vielfältigen Nutzung dient und als Lebensader von Donnersbachwald bezeichnet werden kann. Lange war hier das Leben von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. In den 1970er-Jahren wurde die Riesneralm zu einem Skigebiet erschlossen, das bis heute auf sanften Tourismus und Innovationen setzt. Lange Zeit galt der Landstrich als Geheimtipp.

Die TV-Doku von Alfred Ninaus und Fritz Aigner widmet sich der Vielfalt der Region und begleitet das Leben auf der Riesneralm durch alle Jahreszeiten. Wie beim Almauftrieb, der den Sommer „einläutet“. Auf der Riesneralm begegnet man einer Naturlandschaft mit Bergseen und bunten Blumenwiesen. In den Wäldern und auf den Bergen erlebt man Stille und Augenblicke der Einsamkeit: Das Wild findet hier noch seine ungestörte Ruhe. Die unberührte Natur bietet viele Gelegenheiten, sich vom Stress des Alltags zu erholen. Der Almabtrieb „läutet“ schließlich den Winter ein und aus der „Sommeralm“ wird ein wahres Wintersportparadies. Das Filmteam zeigt dabei auch innovative Projektideen, die nur auf der Riesneralm zu finden sind und viele internationale Preise einbrachten. Mit der letzten Errungenschaft etwa − ein eigenes Wasserkraftwerk, das sowohl Strom als auch Schnee erzeugt – erlebt die Alm derzeit einen regelrechten Hype. Im Mittelpunkt der TV-Doku stehen aber die Menschen in der Region. So trafen die beiden Regisseure Alfred Ninaus und Fritz Aigner viele Bewohner zu Gesprächen und Einblicken in ihre Lebens- und Arbeitswelten. Zu sehen ist die Dokumentation am kommenden Sonntag, dem 9. Jänner um 16.30 Uhr in ORF 2.

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news-1855 Wed, 05 Jan 2022 08:30:26 +0100 Planai: Erster Elektro-Skibus nimmt Fahrt auf https://www.derennstaler.at/detail/planai-erster-elektro-skibus-nimmt-fahrt-auf Ein Elektro-Skibus der Marke Iveco wird die Busflotte für den gesamten Winter verstärken.

Im Einsatz ist das batteriebetriebene Fahrzeug vor allem auf der Skibusline im Tal zwischen der 4-Berge-Skischaukel und am Rohrmooser Plateau, wo es Wintersportler umweltschonend und komfortabel direkt zu den Bergbahnstationen bringt. „Unser künftiges Ziel ist eine Umstellung der Busflotte auf umweltschonende Fahrzeuge. Daher freuen wir uns über die Möglichkeit, den modernen Elektro-Skibus die ganze Saison zu testen. Wir werden als größtes steirisches Freizeitunternehmen künftig weitere umweltfreundliche Maßnahmen setzen, in naher Zukunft starten wir daher auch erstmalig mit der Testung von eFuel-Pistengeräten und Bussen“, so Planai-Geschäftsführer Georg Bliem. Der E-Bus überzeugte das Unternehmen mit einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern. „Mit einer Länge von zwölf Metern und einer Breite von 2,55 Metern bietet der Bus auch viel Platz für insgesamt 83 Personen“, erklärt Bus-Bereichsleiter Boris Milusic die weiteren Vorteile.

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news-1854 Wed, 05 Jan 2022 08:26:55 +0100 Skibergsteigen: Staatsmeisterschaften im Ennstal https://www.derennstaler.at/detail/skibergsteigen-staatsmeisterschaften-im-ennstal Am 7. und 9. Jänner finden im Ennstal die österreichischen Staatsmeisterschaften im Skibergsteigen statt. Beim Vertical in Pruggern und dem Individual in Gröbming stehen die ÖSV-WeltcupläuferInnen am Start, die Teilnahme steht auch ambitionierten Hobbysportlern offen.

Nach dem Start in die Weltcupsaison mit einigen Top-Platzierungen beginnen die heimischen Skibergsteiger das neue Jahr mit den österreichischen Staatsmeisterschaften. Eine Woche vor dem Weltcup in Andorra, stehen am 7. und 9. Jänner im Ennstal gleich zwei spannende Rennen auf dem Programm. Den Auftakt macht das Vertical (Aufstiegsrennen) heute, Freitag, dem 7. Jänner am Galsterberg in Pruggern-Michaelerberg. Kommenden Sonntag, dem 9. Jänner, folgt die Königsdisziplin, das Individual, am Stoderzinken in Gröbming. Für Georg Wörter, Leiter der Sparte Skibergsteigen im ÖSV, sind die beiden Rennen auch ein willkommener Test für die anstehenden Weltcuprennen in Andorra: „Nach der langen Weihnachtspause sind die beiden Rennen im Ennstal optimal für unsere Athletinnen und Athleten, um wieder in den Wettkampfmodus zu wechseln.“ Gleichzeitig würden die Bewerbe auch die Möglichkeit für den einen oder anderen Nachwuchsathleten bieten, sich für einen Einsatz auf der internationalen Bühne zu empfehlen.

ÖSV-Läufer Paul Verbnjak, der beim Weltcupauftakt zwei Siege holen konnte, sowie seine Team-Kollegen Nils Oberauer und Julian Tritscher konnten die Strecken im Frühjahr bereits testen und zeigten sich begeistert vom Profil des anspruchsvollen Terrains: „Die Strecken bieten alles was sich Skibergsteiger wünschen“, sind sich die ÖSV-Athleten einig. Der steirische Landesreferent Hannes Mayerl freut sich bereits auf spannende Wettkämpfe und wünscht sich natürlich einen steirischen Erfolg: „Unsere Athleten, allen voran die weltcuperfahrenen Armin Höfl, Johanna Hiemer, Nils Oberauer und Julian Tritscher, zählen zu den großen Medaillenhoffnungen. Aber auch der steirische Nachwuchs wird sehr gut vorbereitet in diese Meisterschaften gehen und um den einen oder anderen Meistertitel in den Schüler- und Jugendklassen mitkämpfen.“ Die Meisterschaften, die vom erfahrenen Skiklub Raiffeisen Gröbming durchgeführt werden, seien aber auch eine Gelegenheit für ambitionierte Hobbyläufer, Wettkampfluft zu schnuppern, wie der Skiclub-Obmann Erwin Mayer betont: „Wir sind sehr stolz die Rennen durchführen zu dürfen und wollen auch Hobbyathleten die Möglichkeit bieten, sich mit den schnellsten Skibergsteigern Österreichs zu messen.“

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news-1853 Wed, 22 Dec 2021 08:08:13 +0100 Wenn die Nacht hell wird https://www.derennstaler.at/detail/wenn-die-nacht-hell-wird Zu allen Zeiten in unserer Menschheitsgeschichte erlebten Menschen existentielle Nacht-Zeiten. Zeiten, in denen sie voller Zweifel waren, keinen Ausweg sahen, sie sich ausgegrenzt oder verfolgt fühlten aufgrund von Herkunft, Wertehaltungen, Geschlecht oder ungleicher Verteilung von Möglichkeiten und Ressourcen – schlicht: sich ihre Hoffnung in Finsternis hüllte.

Und wir alle sind in ausweglos erscheinenden Situationen vor die Wahl gestellt, uns in Verzweiflung oder Resignation zu begeben oder doch auf eine innere Zuversicht zu setzen, dass sich etwas wieder zum Guten wendet, das Leben wieder eine positive Kraft bekommt. Gelingt uns das, dann spüren wir wieder Hoffnung in uns und wir bekommen Kraft zum Handeln, vielleicht auch zum Neu-Anfangen.

Möglicherweise sind die letzten Monate gefühlt so eine dunkle Zeit: Eine Zeit der Unsicherheit, der Ungewissheit, der Sorgen und Ängste, des Auseinanderbrechens von Solidarität in unserer Gesellschaft. Eine Zeit, in der soziale Bindungen und Beziehungen schwieriger geworden sind oder ganz fehlen. Eine Zeit, in der wir lieb gewonnene Menschen vermissen. Eine Zeit, in der wir mit Homeoffice und Homeschooling oder anderen Zusatzbelastungen und Herausforderungen mehr leisten müssen, als wir eigentlich leisten können.

Welche Traditionen, Veranstaltungen, Menschen fehlen Ihnen im Moment besonders? Was bedrückt Sie am meisten in der Corona-Zeit? Wo verbrauchen Sie mehr Energie, als Sie eigentlich aufbringen können? Wo wünschen Sie sich, dass es in Ihrem Leben wieder hell wird, dass sich das Dunkel wieder lichtet? Wo sind die Lichter in Ihrem Leben, die immer leuchten, auf welche Verlass ist? Ist Ihr Glaube, ist Gott für Sie ein solches Licht?

Und: Wo sind Sie möglicherweise selbst Licht für andere?

 

Aus christlicher Sicht hat sich mit Weihnachten die alttestamentliche Verheißung erfüllt: Das königliche Kind ist geboren – es ist ein göttliches Kind. In ihm kommt Gott selbst auf die Erde, wird den Menschen zum unmittelbaren Gegenüber. Gott ist ganz nahe bei den Menschen, bei allen, gerade auch bei denen am unteren Ende der gesellschaftlichen Skala, bei den Armen und an den Rand Gedrängten, bei denen, die ganz besonders auf die Einhaltung des Rechts und das stete Streben nach Gerechtigkeit angewiesen sind.

 

Mit Weihnachten fängt unsere Zeitrechnung an. Weihnachten ist immer neu das hohe Fest des großen Anfangs. Gott ist einer von uns geworden – ein kleines, armes, auf die Liebe seiner Eltern angewiesenes Kind. Gott fängt immer wieder neu mit uns an. Und so können wir uns auch selbst trauen, immer wieder neu anzufangen.

Weihnachten und das Weihnachtsgeheimnis wird mit vielen Namen umschrieben: es wird das Fest der Liebe genannt, der Wünsche, die wahr werden, des Schenkens und der Geschenke, des Friedens und der Freude oder auch der Menschwerdung Gottes und seiner Solidarität mit uns. Welch wunderbare Fülle an Bildern wir hier finden, wenn wir uns diese Botschaft getrauen, zu Herzen zu nehmen. Da gehen dann Lichter und Möglichkeiten auf in der Dunkelheit unseres eigenen Lebens. Hoffnung keimt neu auf, Freude stellt sich ein und ich fühle mich, wie ein neuer Mensch – fühle mich wie neu geboren.

 

Das Weihnachtsfest und seine Botschaft üben auch auf nicht praktizierende Christinnen und Christen und sogar Andersgläubige eine große Attraktivität aus. Weihnachten feiert man wenn irgendwie möglich im Kreise der Familie und unter Freunden – mit ihnen und für diese. Jede Familie entwickelt im Laufe der Zeit ihre eigenen Bräuche und Rituale, sowohl im Alltag als auch zu besonderen Feiertagen und Festen. Hier gibt es so viele Möglichkeiten, wie es Familien gibt.

Familienrituale und Familienbräuche geben gerade auch zu Weihnachten Sicherheit, Kraft und Zusammenhalt. Jede Familie entwickelt damit auch ein eigenes Stück Identität. Familienspezifische Bräuche und Rituale stärken somit auch die Beziehungen untereinander und sind Teil der Familienkultur.

Spannend ist es zum Beispiel, gemeinsam darüber nachzusinnen, was „dahintersteckt“, hinter diesem so hoffnungsvollen Fest.

Das gemeinsame Feiern kann, wie wir wissen, auch ganz schön anstrengend werden, wenn Wünsche und Erwartungen der Familienmitglieder in ein Gleichgewicht gebracht werden wollen. Hier können Sie in der Vorbereitung Aufgaben aufteilen, damit das Gelingen des Feierns nicht nur bei einer Person liegt, sondern sich alle gemeinsam nach ihren Möglichkeiten und Talenten einbringen können.

Viele Menschen entdecken zu Weihnachten verstärkt ihre Wohltätigkeit wieder. Zu keiner anderen Zeit engagieren sich mehr Menschen für Hilfsbedürftige als zu Weihnachten.

 

„Wer in Hoffnung lebt, sieht die Welt nicht nur nach ihrer Wirklichkeit an, sondern auch nach ihren Möglichkeiten.“, schrieb der Theologe Jürgen Moltmann. Das könnte für uns alle ein lichtbringender Wunsch zum Weihnachtsfest sein und die Aufmunterung, diese Hoffnung in die Welt zu tragen, damit die Nacht hell wird!

 

Katrin Windischbacher

Leiterin Familienreferat der Katholischen Kirche Steiermark

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news-1852 Wed, 22 Dec 2021 08:06:56 +0100 Rottenmann: Budget von Opposition abgelehnt https://www.derennstaler.at/detail/rottenmann-budget-von-opposition-abgelehnt SPÖ, KPÖ und Bürgerliste WIR lehnten den Budgetvoranschlag für 2022 ab. Die Opposition spricht von Möglichkeiten zur Einsparung.

Mit einem Minus von rund 470.000 Euro hätte sich der Budgetvoranschlag für nächstes Jahr zu Buche geschlagen. „Es ist nicht unser Ziel, die Gemeinde zu Tode zu sparen und den Voranschlag auf eine schwarze Null herabzubrechen, doch wir sehen Potenzial zur Einsparung“, begründet der zweite Vizebürgermeister Klaus Baumschlager die Gegenstimmen der SPÖ. Eine Möglichkeit der Kostenreduktion sieht Baumschlager in der Entschädigung der Ausschuss-Obleute. Sie könnten einen Teil ihrer Abgeltung der Gemeinde zur Verfügung stellen. Eine Maßnahme, die vor allem ÖVP-Funktionäre treffen würde, doch auch „die SPÖ ist bereit, ihren Beitrag zu leisten und einen Teil der Entschädigung für die beiden Stadtratssitze zu refundieren“, so Baumschlager.

Bürgermeister gesprächsbereit

Für ÖVP-Bürgermeister Al­fred Bernhard sei der Voranschlag gut, wie er sagt: „Er enthält keine überdimensionierten, sondern zukunftsweisende Projekte wie ein Kanaltrennsystem und Maßnahmen zur Infrastrukturerhaltung.“ Gesprächsbereitschaft ist trotzdem gegeben. Vergangene Woche lud Bürgermeister Bernhard die Fraktionsvorsitzenden der Oppositionsparteien, um einzelne Punkte des Bugdetvoranschlags zu besprechen. Bei einem Punkt handelte es sich um zwei historische Holztore, die jeweils an den Stadteingängen aufgestellt werden sollen und sich mit 40.000 Euro im Budget niederschlagen würden. Prinzipiell begrüße die SPÖ diese Idee, so Baumschlager, der jedoch aufgrund nötiger Einsparungsmaßnahmen das Projekt nicht im nächsten Jahr durchführen möchte. Ein großer Brocken seien auch die Zahlungen an die Städtischen Betriebe, die mit rund 990.000 Euro im Voranschlag berücksichtigt seien, sagt Baumschlager. Diesen Posten wolle man zwar nicht jetzt, doch im Laufe des nächsten Jahres aufschnüren, wie Baumschlager sagt: „Es gilt zu hinterfragen, welche Leistungen diese Zahlungen enthalten. Schaffen wir es, nur zehn Prozent davon einzusparen, reden wir von knapp 100.000 Euro.“

WIR vermisst Sparwillen

Für die Bürgerliste WIR war im Budgetvoranschlag „kein Ansatz an einem Sparwillen erkennbar“, wie Fraktionsvorsitzender Thomas Ploder sagt. Neben dem Posten, der die Präsentation historischer Tor umfasst, hat WIR sich auch gegen die Gehaltserhöhung zweier Gemeindemitarbeiter ausgesprochen. „Die massive Gehaltserhöhung von zehn Prozent ist doch sehr hoch und konnte nicht begründet werden“, so Ploder, der betont: „Sollten diese beiden Posten nicht aus dem Budgetvoranschlag entfernt werden, werden wir auch ein weiteres Mal gegen den Voranschlag stimmen.“

Ein Zeichen setzen

Massive Einschnitte in das Budget verursachen die Abgaben an den Sozialhilfeverband Liezen. Ganze 1,8 Millionen Euro muss Rottenmann im nächsten Jahr an den SHV zahlen – „da gibt es eine Kostensteigerung“, so Bürgermeister Bernhard. Die SPÖ und die Bürgerliste WIR sehen die Ablehnung des Budgetvoranschlags auch als Zeichen an das Land Steiermark, dass es so nicht mehr weitergehen könne. Die nächste Sitzung zum Beschluss des Budgetvoranschlags 2022 ist um den 12. Jänner anberaumt.

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news-1851 Wed, 22 Dec 2021 08:05:30 +0100 Neuer Standort des Maschinenrings Dachstein-Tauern eröffnet https://www.derennstaler.at/detail/neuer-standort-des-maschinenrings-dachstein-tauern-eroeffnet Chancen nutzen und die vielfältigen Maschinenring-Geschäftszweige zukunftsfähig weiterentwickeln – das waren die Beweggründe zur Errichtung eines neuen Standorts für den Maschinenring Dachstein-Tauern. Durch den Platzmangel in den ehemals gemieteten Büroräumlichkeiten im Zentrum von Schladming waren daher zukunftsweisende Unternehmensentscheidungen in Bezug auf einen neuen Standort gefordert.

Nachdem schließlich ein geeigneter Bauplatz – gut erreichbar an der Ennstal-Bundesstraße in Aich – für einen neuen zentralen Standort gewonnen werden konnte, startete nach intensivster Planung der Bau mit 15. März 2021. Acht stressige Monate später konnte das neue, dreistöckige Gebäude am 22. Oktober 2021 bezogen werden. Im Erdgeschoß befinden sich neben den Büroräumlichkeiten für den Maschinenring, Mitarbeiterräumlichkeiten, ebenso der gewerbliche Teil für die neue, hauseigene Wäscherei sowie eine öffentliche Münzwäscherei. Der erste und zweite Stock wird an die Firmen M&B Architekten Ziviltechniker GmbH und prebau GmbH vermietet. Ein gemeinschaftlicher Besprechungsraum mit Panoramablick auf das Dachsteinmassiv wird für Besprechungen und Schulungen genutzt. Westlich des Bürogebäudes befinden sich sechs überdachte Einstellplätze mit integrierten E-Tankstellen.

Die Einstellhalle mit ca. 500 m² dient fast ausschließlich der Unterbringung der bestehenden Gerätschaften und Maschinen. Ein Teil der Einstellhalle ist zur Lagerfläche der Wäscherei und den Kleingeräten zugeteilt. Auf der südseitigen Dachfläche wurde eine PV-Anlage mit einer Leistung von 46 kWp montiert, um den Großteil der benötigten Energie (Wäscherei und E-Tankstellen) selbst zu produzieren. Weiters befindet sich neben der Einstellhalle ein befestigter Waschplatz.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten für das tatkräftiges Mitwirken bedanken. Eine kurze Bauphase, regionale Firmenauswahl, ein perfekter Bauzeitplan und ein bisher unfallfreier Bauablauf haben dies ermöglicht! Ausschlaggebend für diesen Meilenstein in der Vereinsgeschichte sind die Entwicklungen der gewerblichen Geschäftsbereiche. Der Maschinenring hat sich von einem einfachen Vermittlungsverein im agrarischen Bereich zum kompetenten, professionellen Dienstleistungsunternehmen weiterentwickelt. Mit dieser Investition können wir zukünftig die Anforderungen und Wünsche unserer Kunden und Mitglieder noch besser erfüllen. Mit diesem Projekt können wir Arbeitsplätze und Zusatzeinkünfte für unsere Mitgliedsbetriebe schaffen.

Ein großer Dank an unseren Vorstand, den Mitarbeitern rund um die Geschäftsführung und vor allem unseren Dienstnehmer/innen und Mitgliedern, die immer an einem Strang ziehen! Nur durch ein gelebtes Zusammenhalten und Zusammenarbeiten sind zukunftsweisende Entwicklungen in dieser Größenordnung möglich. Die Gesamtkosten inkl. Grundkauf bis zur Fertigstellung werden sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen. Ein großer Schritt für eine erfolgreiche Zukunft für unsere Bauern, Mitglieder, unsere teils über 40 Mitarbeiter und unserem MR Dachstein-Tauern. Wir freuen uns, wenn wir euch in Aich bei einem „Tag der offenen Tür“ sowie einer offiziellen Eröffnungsfeier im Frühjahr recht herzlich willkommen heißen dürfen.

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news-1850 Wed, 22 Dec 2021 08:03:57 +0100 Blue Tomato expandiert nach Norwegen https://www.derennstaler.at/detail/blue-tomato-expandiert-nach-norwegen Der internationale Boardsport- und Lifestylespezialist Blue Tomato mit Hauptsitz in Schladming hat seinen ersten Shop in Norwegen eröffnet.

Das Unternehmen zog mit einem 425 Quadratmeter großen Geschäft im Herzen von Oslo ein. Blue Tomato zählt mit über 600 Beschäftigten und mehr als 400.000 Produkten zu den weltweit größten Online-Händlern im Bereich Snowboard, Freeski, Surf, Skateboard und Streetstyle. In den letzten Jahren wurde auch die Präsenz im stationären Handel stark ausgebaut. Das Unternehmen betreibt in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Finnland bereits mehr als 60 Shops.

Gegründet wurde Blue Tomato im Jahr 1988 vom ehemaligen österreichischen Snowboard-Europameister Gerfried Schuller. „Der Eintritt in den norwegischen Markt mit einem physischen Shop ist für uns ein logischer Schritt. Schon seit vielen Jahren haben wir viele Online-Kunden aus Norwegen sowie immer wieder auch norwegische Mitarbeiter im Unternehmen und pflegen daher eine enge Verbindung zur hiesigen Szene“, sagt Tillmann Ruprecht, Director of Sales & Service bei Blue Tomato. „Norwegen war trotz der geografischen Entfernung für uns schon lange hoch priorisiert, das Land ist seit Beginn unserer internationalen Webshop-Aktivität ein wichtiger Markt für uns“, so Tillmann.

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news-1849 Wed, 22 Dec 2021 08:02:36 +0100 Top-Platzierungen für die Nachwuchsbiathleten https://www.derennstaler.at/detail/top-platzierungen-fuer-die-nachwuchsbiathleten Geglücktes Comeback von Harald Lemmerer

Abseits der Biathlon-Weltcupbewerbe im französischen Annecy fanden am vergangenen Wochenende in Obertilliach sechs IBU-Cuprennen statt und in Pokljuka (SLO) waren die europäischen Nachwuchsbiathleten im Rahmen des Alpencups am Start. Bei den Rennen der zweithöchsten Biathlon-Liga in Osttirol zeigte sich besonders Harald Lemmerer beim ersten Antreten nach seiner langen krankheitsbedingten Pause in starker Form. Nach einem guten 18. Platz im Einzel erreichte der 29-jährige Bad Mitterndorfer im Sprint nicht zuletzt auch durch ein fehlerfreies Schießen den ausgezeichneten 5. Rang. Lucas Pitzer vom WSV Ramsau klassierte sich im starken internationalen Feld im Sprint am beachtlichen 26. Platz und das Einzelrennen beendete der Ennstaler nordische Athlet am 47. Rang. Tamara Steiner (WSV Ramsau) belegte im Sprint den 26. Platz und im Einzelrennen den 33. Rang. Gemeinsam mit Anna Gandler vom SK Kitzbühel starteten die drei Wintersportler des Bezirkes Liezen auch in der Mix-Staffel und landeten dabei am Ende am 7. Rang. Eine bessere Platzierung scheiterte an den Schießfehlern von Gandler.

Beim Alpencup in Slowenien durfte sich der Ramsauer Nachwuchsbiathlet Maximilian Urain im ersten von zwei Sprintrennen über einen tollen 2. Platz in der Jugend I freuen. Am zweiten Tag klassierte sich Urain mit den 18. Rang unter den Top-20. Mit dem 9. Platz durch Marcus Stangl vom ASVÖ Admont im ersten Sprintbewerb und Platz acht von Anna Maria Schrempf (WSV Ramsau) im zweiten Rennen gab es für die Vertreter des Bezirkes Liezen zwei weitere Platzierungen unter den ersten zehn. Der steirische Biathlonreferent Wolfgang Waldhuber zeigte sich nicht zuletzt durch die starke Konkurrenz ob der guten Vorstellung seiner Schützlinge erfreut: „Im Alpencup sind die besten Nachwuchsbiathleten aus Mitteleuropa am Start. Bei diesem Rennen können sich die Youngsters am besten für höhere Aufgaben empfehlen. Unsere jungen Athleten haben an diesem Wochenende jedenfalls gezeigt, dass wir am richtigen Weg sind.“

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news-1848 Thu, 16 Dec 2021 08:29:07 +0100 Selbstbeschädigung https://www.derennstaler.at/detail/selbstbeschaedigung Der jüngste Demokratiemonitor stellt der österreichischen Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Über die Hälfte der Befragten gab ab, dass das politische System in Österreich weniger oder gar nicht funktioniert, ein Wert, der in Rumänien auch nicht schlechter ist. Wenn man die letzten zwei Jahre allerdings Revue passieren lässt, dann verwundert das Ergebnis nicht wirklich. Und immerhin sehen 90 Prozent der Befragten die Demokratie als bestes Staatssystem, man muss sich also trotz der schlechten Werte nicht gleich Umsturzgedanken machen.

Immerhin hat die Pandemie für jeden Bürger große Probleme gebracht: Die Einkommen sind gesunken, die Wirtschaft hatte mit schweren Einbußen zu kämpfen, die Schule hatte größte Probleme, dazu Ausgangsbeschränkungen, Lockdowns und jetzt die Impfpflicht. Jeder Bürger findet bei den Maßnahmen der Politik sein persönliches Ärgernis, und das kann auch gar nicht anders sein. Wahrscheinlich ist die Zufriedenheit mit der Obrigkeit auch in anderen Ländern am Tiefpunkt, in Zeiten wie diesen macht sich eben kein Entscheidungsträger „beliebt“.

Abseits der Coronaproblematik waren die Politiker in den vergangenen zwei Jahren primär damit beschäftigt, sich gegenseitig anzupatzen. Die wenigen konkreten Beschlüsse, die gefasst wurden, sind in diesem Umfeld untergegangen zumal auch die Medien ausschließlich über die katastrophalen Zustände in unserem Land schwadronieren. Vielleicht sollten wir uns im neuen Jahr vornehmen, mit etwas Optimismus in die Zukunft zu blicken anstatt im Untergang des Gegenübers unser Glück zu suchen. Denn wer nur andere beschädigt, beschädigt sich auch selbst.

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news-1847 Thu, 16 Dec 2021 08:27:44 +0100 Kletterführer Gesäuse gewinnt Innovationspreis https://www.derennstaler.at/detail/kletterfuehrer-gesaeuse-gewinnt-innovationspreis Andreas Hollinger und Jürgen Reinmüller bringen das Abenteuer in steiler Felswand, Sicherheit und Naturschutz in Einklang. Für ihren „Kletterführer Gesäuse“ wurden sie mit dem Gesäuse-Innovationspreis ausgezeichnet.

Wildes Wasser, steiler Fels. Für das Gesäuse gibt es wohl keine passendere Beschreibung. So unverfälscht, natürlich und wild wie sich der einzige Nationalpark der Steiermark seinen Gästen präsentiert, kommt man sogar in der Bewerbung getrost ohne Superlative aus. Eine Ausnahme gibt es trotzdem: „Die Nordwände der Hochtorgruppe sind eine absolute Superlative im Klettersport“, sagt Bergführer Jürgen Reinmüller. Nicht umsonst wird das Gesäuse auch die Universität des Bergsteigens genannt. Dass hier ursprünglich vor allem Städter aus Wien und Graz ihr Know-how am steilen Fels erlangten, zeigte sich lange Zeit auch an den Nächtigungszahlen. In der Zwischenkriegszeit zählte Admont mehr Urlauber als Kitzbühel. An diesen touristischen Hype kann man heute nicht mehr anknüpfen. Und will man auch nicht, wie Andreas Hollinger betont: „Wir sind froh über den sanften Tourismus.“ Gäste, die hier ihren Urlaub verbringen, schätzen vor allem die Ruhe in freier Natur, schließlich „gibt es im Gesäuse noch Bergtouren, auf denen man den ganzen Tag lang niemandem begegnet. Und das soll auch so bleiben“, sagt Jürgen Reinmüller. Nicht nur die einsamen, sondern alle regionalen Kletterrouten beschreiben Hollinger und Reinmüller ausführlich in ihrem „Kletterführer Gesäuse“, für den sie am vergangenen Mittwoch mit dem Gesäuse-Innovationspreis ausgezeichnet wurden. „Für uns ist das eine unglaubliche Ehre“, sagt Andreas Hollinger. Weshalb gerade dieses Projekt aus den vielen Einreichungen als Sieger hervorging, liegt an einigen Besonderheiten des Kletterführers. Einer dieser Punkte ist der Umfang des neuen Werkes: „Es ist keine Sammlung von Best-of-Routen“, sagt Jürgen Reinmüller und betont: „Wir haben die letzten 20 Jahre dazu verwendet, wirklich jede einzelne Klettertour im Gesäuse zu dokumentieren.“ In Summe sind es über 1000 Routen. Kein Wunder, dass der neue Kletterführer ganze 700 Seiten umfasst. Mit einem Gewicht von 3,5 kg und einem Format in DIN A4 entspricht er nicht wirklich der klassischen Führerliteratur. „Unser Buch ist als Nachschlagewerk und Studienobjekt angelegt. Konkrete Routen, die man klettern möchte, können kopiert oder mit dem Handy abfotografiert werden“, so die Autoren.

Abenteuer und Naturschutz

„Wir begegnen der Natur mit einer gewissen Demut“, sagt Andreas Hollinger. Diese Wertschätzung gegenüber der Umwelt spielt auch im Kletterführer Gesäuse eine tragende Rolle. Alle Natura-2000-Flächen, auf denen ein Kletterverbot herrscht, sind explizit ausgewiesen. Darüber hinaus kennzeichnen die Autoren sensible Gebiete, die sich nicht für Erstbesteigungen eignen. Sie selbst haben schon so einige hinter sich. Andreas Hollingers Bilanz liegt bei zehn Erstbegehungen in der Buchstein-Südwand und auch Jürgen Reinmüller kennt die Gesäuse-Berge wie seine Westentasche. In seiner Alpinschule „Alpinstil“ bildet er Kletterbegeisterte für das große Abenteuer im alpinen Bereich aus. Wie wichtig profunde Kenntnisse im Bezwingen der steilen Felswände des Gesäuses sind, wissen die beiden nur zu gut. Als Bergretter erlebt Andreas Hollinger immer wieder, wie Sportler in Notlagen geraten, weil sie sich zu viel zugemutet haben. Das Gesäuse ist kein Gebirge für Einsteiger. Hohe Schwierigkeitsgrade, steile Wände und lange Abstiege verleihen dem Gebiet eine spezielle Herausforderung, die auch eine gute Planung unumgänglich macht. „Das Gesäuse eignet sich nicht für eine Tagestour. Hier sind die Zu- und Abstiege aufwändiger als in anderen Regionen. Am besten, man quartiert sich in einer Schutzhütte oder einer anderen Unterkunft ein und erklimmt von dort aus die schönsten Routen“, so Hollinger.

Als Herausgeber des neuen Kletterführers fungiert die Bergrettung Admont, „die großes Interesse hat, auch präventiv tätig zu sein“, betont Hollinger. Schließlich scheitern viele Klettertouren an schlechter Vorbereitung und mangelnder Information.

Der „Kletterführer Gesäuse“ ist online unter xeis-auslese.at und bis Jahresende exklusiv bei Sport Vasold in Liezen sowie bei Bergfuchs Graz und Wien erhältlich. Ab Jänner gibt es das 700-Seiten-Werk im gut sortierten Sport- und Buchfachhandel.

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news-1846 Thu, 16 Dec 2021 08:26:26 +0100 Geschäfte am 4. Adventsonntag geöffnet https://www.derennstaler.at/detail/geschaefte-am-4-adventsonntag-geoeffnet Jene Geschäfte, die während des aktuellen Lockdowns behördlich geschlossen sind, dürfen in der Steiermark am Sonntag vor Weihnachten, dem 19. Dezember, von 10 bis 18 Uhr öffnen.

Die Regelung gilt also etwa nicht für Supermärkte und Droge­rien. Beschäftigt werden dürfen an diesem Tag nur Mitarbeiter, die sich freiwillig melden. Sie verdienen das Doppelte und bekommen einen extra freien Tag. Lehrlinge dürfen am 19. Dezember nicht beschäftigt werden. Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl unterzeichnete kürzlich die entsprechende Verordnung. Die Ausnahmeregelung, auf die sich die Sozialpartner vergangene Woche geeinigt haben, soll es den vom Lockdown betroffenen Branchen ermöglichen, einen Teil des entgangenen Umsatzes im Weihnachtsgeschäft nachzuholen. „Die einmalige Sonntagsöffnung am 19. Dezember ist ein Signal an jene Unternehmen, denen durch den Lockdown in den vergangenen Wochen ein Großteil der Umsätze im Weihnachtsgeschäft entgangen ist. Außerdem bieten wir den Steirern damit am letzten Adventwochenende die Möglichkeit, bei heimischen Betrieben einzukaufen und diese zu unterstützen“, so Landesrätin Eibinger-Miedl. Dank des Sonderkollektivvertrages mit der Gewerkschaft sind die Ansprüche der Mitarbeiter im Handel abgesichert worden, stellt Soziallandesrätin Doris Kampus fest. Und weiter: „Der einmalige Schritt darf nicht dazu führen, dass generell am arbeitsfreien Sonntag gerüttelt wird.“

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news-1845 Thu, 16 Dec 2021 08:25:03 +0100 Neue Kombibahn am Rittisberg https://www.derennstaler.at/detail/neue-kombibahn-am-rittisberg Ganze acht Millionen Euro fließen in die neue Beförderungseinrichtung aus Gondeln und Sesseln. Eröffnet wird die Kombibahn am Rittisberg zu Beginn der Wintersaison 2022/2023.

Das Freizeitparadies in Ramsau am Dachstein feiert Geburtstag. Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum tätigt der Rittisberg eine Großinvestition: Eine Kombi­bahn aus Sesseln und Gondeln. Die neue Beförderungsanlage soll die Vierer-Sesselbahn zur Bergstation schon bald ersetzen. Die Bauarbeiten starten im kommenden Frühjahr. Schon zum Saisonstart 2022/2023 soll die neue Kombi­bahn in Betrieb gehen. Ganze acht Millionen Euro fließen in die neue Beförderungsanlage. „Mit Stolz blicken wir auf die vergangenen 50 Jahre zurück, in denen sich der Rittisberg zu einem beliebten Familienausflugsziel entwickelt hat und sowohl im Winter als auch im Sommer punkten kann. In die kommenden 50 Jahre wollen wir mit einer großen Investition starten. Durch die neue Seilbahn werden wir nicht nur die Qualität der Beförderung erhöhen, sondern auch neue Angebote schaffen“, sagt Rittisbahn-Betreiber Manfred Engelhardt.

Winterangebot vergrößern

Speziell in den Bereichen Langlaufen, Winter- und Schneeschuhwandern sieht Engelhardt neues Potenzial für den Erlebnisberg: „Diese Sportarten haben in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen, weshalb wir ein dementsprechendes Angebot schaffen wollen.“ Durch die Kombination aus Gondeln und Sesseln entsteht die nötige Flexibilität in der Aufstiegshilfe. Zu den Profiteuren zählen auch die Gastronomiebetriebe. Durch die neue Bahn wird jede Hütte am Rittisberg erstmals auch für Langläufer, Schneeschuh- und Winterwanderer zugänglich sein. Weiterer Pluspunkt: Die neue Kombibahn erleichtert auch den Transport der Schlitten für die beleuchtete Nachtrodelbahn am Rittisberg.

Ausbau Sommererlebnis

Das Familienangebot am Rittisberg soll nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer erweitert werden. Den Auftakt macht eine Mountaincart-Strecke, die bereits 2023 in Betrieb genommen wird. Ebenso in Planung ist der „Kali-Erlebnisrundweg“, der Kindern die Bewegung in freier Natur noch schmackhafter machen soll. „Schon in den vergangenen Jahren haben wir unser Angebot Schritt für Schritt auf Familien abgestimmt. Diesen Weg wollen wir auch in Zukunft beschreiten und freuen uns darauf, mit neuen Highlights begeistern zu können“, sagt Engelhardt.

Die gesamte Region stärken

Die neue Kombibahn und die Erweiterung des touristischen Angebots erwartet Engelhardt auch eine Steigerung der Besucherzahlen, im Winter wie im Sommer. Und das nicht nur am Rittisberg. „Diese neue Infrastruktur wird den Tourismus in ganz Schladming-Dachstein stärken. Nicht nur der Rittisberg, auch die Berherberger und Gastronomiebetriebe werden von dieser Investition profitieren“, ist sich Engelhardt sicher. Schließlich soll die neue Kombibahn den Rittisberg und damit auch die ganze Region Schladming-Dachstein noch ein Stück attraktiver machen.

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news-1844 Thu, 16 Dec 2021 08:23:15 +0100 Nachwuchs-Biathlonauftakt bei eisiger Kälte https://www.derennstaler.at/detail/nachwuchs-biathlonauftakt-bei-eisiger-kaelte Bezirksathleten zeigten sich in Obertilliach bereits in ausgezeichneter Form.

Sibirische Kälte verlangten am vergangenen Wochenende beim Biathlon-Austriacup-Auftakt im nordischen Zentrum Obertilliach den Athleten einiges ab. Trotz dieser erschwerten Bedingungen zeigten die Sportler zum Saisonauftakt ansprechende Leistungen.

Erfreulicherweise schlugen sich die Teilnehmer aus dem Bezirk Liezen dabei besonders gut. Mit dem Sieg in der Verfolgung und dem 2. Platz im Sprint in der Altersklasse U17 zeigte sich Anna Marie Schrempf vom WSV Rams­au zum Start bereits in Topform. Ihre Vereinskollegin Anne Marie Sprung sorgte in der U16 mit dem 3. Platz in der Verfolgung für einen weiteren Stockerlplatz. Im samstägigen Sprint belegte Sprung den 7. Rang. In guter Verfassung präsentierte sich Anfang der Saison auch Marcus Stangl vom ASVÖ Admont-Hall. Der heimische Nachwuchsbiathlet erreichte in der nationalen U16-Wertung sowohl im Sprint als auch in der Verfolgung den 2. Platz. Im internationalen Teilnehmerfeld platzierte sich Marcus Stangl jeweils auf Rang vier. Neben diesen beachtlichen Erfolgen gab es für die nordischen Nachwuchssportler des Ennstales durch Viktoria Vozavova, Maximilian Urain (beide WSV Ramsau) und Andreas Domes vom WSV Schladming noch fünf Top-Ten- Plätze.

Der steirische Biathlonreferent Wolfgang Waldhuber war angesichts der gezeigten guten Leistungen mit dem Saisonstart natürlich zufrieden: „Nur weiter so, dann werden wir noch viel Freude haben. Ein Dankeschön gilt an dieser Stelle aber auch den Trainern der Skiakademie Schladming und des NAZ Eisenerz sowie den helfenden ehrenamtlichen Bertreuern für ihre Mithilfe und sehr gute Arbeit.“

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