Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Sat, 04 Jul 2020 09:16:30 +0200 Sat, 04 Jul 2020 09:16:30 +0200 TYPO3 EXT:news news-1462 Thu, 02 Jul 2020 09:23:19 +0200 Von absoluten Mehrheiten, Umfärbungen und starken Bürgerlisten https://www.derennstaler.at/detail/von-absoluten-mehrheiten-umfaerbungen-und-starken-buergerlisten Die Gemeinderatswahl 2020 ist geschlagen. Auch wenn die Steirische Volkspartei jubelt und mit mehr als 47 Prozent der Stimmen eines der besten Ergebnisse in ihrer Geschichte eingefahren hat, gibt es im Bezirk Liezen einige empfindliche Dämpfer zu verkraften.
Die SPÖ konnte in manchen Gemeinden ihren Vorsprung halten, in einigen traditionell erzroten Gemeinden wurde die absolute Mehrheit an die Volkspartei abgegeben. Mit einer Wahlbeteiligung von gut 65 Prozent sind um etwas mehr als 10 Prozentpunkte weniger Menschen zur Wahlurne geschritten als bei der letzten Gemeinderatswahl 2015. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sei jedenfalls „für das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte von Gemeinderatswahlen sehr dankbar.“ Im gesamten Bezirk Liezen sind jetzt drei unabhängige Bürgerlisten an erster Stelle. Und alle drei mit einer absoluten Mehrheit.


Schladming: Herbe Verluste für die ÖVP
Nach einem harten Wahlkampf hat die jahrzehntelang dominierende ÖVP in Schladming herbe Verluste einstecken müssen. Sie verlor fünf Mandate und stellt in der kommenden Periode nur mehr acht Gemeinderäte. Mit 52 Prozent der Stimmen konnte die Bürgerliste von neun auf 14 Mandate aufstocken und hält somit die absolute Mehrheit in der WM-Stadt. Zwar seien die Vorzeichen vor der Wahl sehr positiv gewesen, „diesen Erdrutschsieg habe ich aber nicht vorhergesehen“, sagt der Spitzenkandidat Hermann Trinker. Sein Kontrahent und vormaliger Parteikollege Siegfried Keinprecht hatte einen holprigen Start und mit Altlasten zu kämpfen. Die Demontage von Altbürgermeisterin Elisabeth Krammel und dem langjährigen Gemeinderat und Vizebürgermeister Alfred Brandner haben dem Image der Partei offensichtlich geschadet. Mit Verbitterung hat Brandner sein Mandat zu Verfügung gestellt. Während der Gemeinderatssitzungen fiel auch des Öfteren der Name von Altbürgermeister Jürgen Winter. Der Vorwurf, er ziehe nach wie vor im Hintergrund die Strippen, schwelte regelmäßig mit. Eine diffuse Verstrickung wurde Keinprecht immer wieder vorgehalten und dürfte einige Stimmen zur Liste „Schladming Neu“ getrieben haben. Auch beim Brennpunktthema Zweitwohnsitze konnte die Bürgerliste offenbar besser punkten. Die FPÖ kann nur mehr ein Mandat sichern und es wandert ein Gemeinderatssitz zur SPÖ, die auf zwei Mandate erhöhen konnte.


Haus: Erdrutschsieg der Bürgerliste
Nicht weniger überraschend holte die Bürgerliste in Haus die absolute Mehrheit. Die Unabhängigen konnten ihre Mandate auf acht Gemeinderäte verdoppeln und die ÖVP musste den ersten Platz abgeben. Bei der Gemeinderatswahl 2015 schafften die Türkisen noch neun Mandate, jetzt müssen sie sich mit fünf Mandaten zufrieden geben. Die SPÖ konnte ihre zwei Gemeinderatssitze halten.
Auch in Haus spitzten sich die Diskussionen rund um Immobiliengeschäfte mehr und mehr zu. Diese prekäre Situation haben wohl viele Wählerinnen und Wähler zum Anlass genommen, ihr Kreuz nicht aus Gewohnheit und Parteitreue zu setzen, sondern verstärkt auf die Inhalte zu achten. „Ich wurde ein Jahr lang schlecht gemacht“, sagt Gerhard Schütter, Noch-Bürgermeister von Haus im Ennstal. Das immer wieder strapazierte Thema rund um die Zufahrt zum Almdorf hat offensichtlich Spuren hinterlassen und das Vertrauen in der Bevölkerung signifikant geschmälert. Der Spitzenkandidat der Liste Haus, Stefan Knapp, sagt: „Unser Erfolgsrezept ist, dass wir alle einbinden und mit der Bevölkerung arbeiten. Wir sind nun gefordert, vor allem mit der Zweitwohnungsproblematik.“ Die klare Positionierung gegen den Ausverkauf der Heimat und die Hinterfragung des umstrittenen Raumplaners Herfried Peyker haben wie es scheint ihres zum Erfolg der Liste beigetragen.


Ramsau: Zwei Drittel Mehrheit
Mit einem fast als sensationell zu bezeichnenden Wahlsieg der Liste LEF des Bürgermeisters Ernst Fischbacher endete die Gemeinderatswahl in der Ramsau. Selbst für Insider war der Stimmenanteil von exakt zwei Drittel (66,4 %) überraschend. Die Bürgermeisterliste legte um drei Mandate auf elf zu, die ÖVP verlor von den bisherigen fünf Sitzen zwei und liegt nun bei drei Vertretern. Nicht mehr im Gemeinderat sind die Freiheitlichen (bisher zwei Sitze), die erstmals angetretenen NEOS entsenden ein Mitglied in den neuen Gemeinderat. In einer ersten Stellungnahme sagt Ernst Fischbacher, dieses Ergebnis sei auch für ihn selbst überraschend, da doch politisch starke Wahlgegner angetreten waren. Für den Erfolg sind für ihn mehrere Faktoren ausschlaggebend: Die Liste LEF führte mit gering eingesetzten Mitteln einen fairen, neutralen Wahlkampf. „Wir sind in keiner Weise auf teilweise provozierende Aussagen der Mitbewerber eingegangen. Der hohe Vertrauensbeweis hat aufgezeigt, dass der in den letzten fünf Jahren eingeschlagene Weg richtig war. Zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen werde ich alles unternehmen, dieses Vertrauen zu rechtfertigen“.


Gröbming: Von 15 auf 21 Mandate
Aufgrund des Zuzugs und starker Geburtenjahrgänge wurde der Gemeinderat in Gröbming von 15 auf 21 Gemeinderäte erweitert (mehr als 3000 Einwohner). Die SPÖ rund um Bürgermeister Thomas Reingruber konnte die absolute Mehrheit mit 58 Prozent noch weiter festigen und stellt nun 13 Gemeinderatssitze. „Unser Plan wurde übertroffen. Ich bin unendlich dankbar und frisch motiviert“, sagt der amtierende Bürgermeister. Er denkt, die harte Arbeit der letzten Jahre wurde offenbar wertgeschätzt. „Die Leidenschaft, mit der ich dieses Amt ausübe, ist angekommen. Ich mache das mit Herzblut“, so der Gröbminger Wahlgewinner.

Selzthal: Rote Hochburg ist gefallen
Eine Sensation bei der Gemeinderatswahl vergangenen Sonntag gab es in Selzthal. Von insgesamt 857 gültigen Stimmen fielen 434 (50,64 %) auf die ÖVP mit Spitzenkandidat Hannes Mitterhauser. Das bedeutet einen Zugewinn im Vergleich zur vergangenen Wahl im Jahr 2015 von 30,90 % und fünf Mandaten. Die ÖVP stellt nun den Bürgermeister mit acht zu sieben Sitzen im Gemeinderat. „Mein großer Dank gilt der Landespartei mit Hermann Schützenhöfer und dem ÖVP-Bezirksbüro. Die Unterstützung, die wir als Team Hannes hier erfahren haben, ist nicht selbstverständlich. Nun ist es Zeit, in den kommenden fünf Jahren, für unsere Bevölkerung zu arbeiten. Das sehe ich als Hauptaufgabe nach dieser Wahl“, so Mitterhauser. Ganz oben auf seiner Agenda steht der Lärmschutz auf der Autobahn bei Neulassing sowie die Errichtung von Kinderspielplätzen und die Schaffung eines Seniorenwohnheimes. Die SPÖ erhielt 423 Stimmen (49,36 %). Mit elf Stimmen mehr würde Gernot Heljik das Amt des Bürgermeisters bekleiden.

Liezen: SPÖ verliert absolute Mehrheit
Nach wie vor ist die SPÖ stimmenstärkste Partei in der Bezirkshauptstadt. Trotzdem muss sie Federn lassen: Waren es vor den Wahlen noch 13 Mandate, bleiben nach dem Urnengang nur mehr elf Gemeinderatssitze für die SPÖ. Nahezu gleichauf liegt die ÖVP mit zehn Mandaten. Die absolute Mehrheit geht sich somit für keine der beiden Parteien aus. Nun will Liezens Bürgermeisterin in Koalitionsverhandlungen gehen. Mit wem, ist derzeit noch offen: „Ich werde Gespräche führen und dabei genau ausloten, was für uns und für die Gemeinde am besten ist. Mit welchen Parteien ich sprechen werde, kann ich derzeit jedoch noch nicht sagen“, so Glashüttner, die sich enttäuscht über den Wahlausgang zeigt: „Natürlich haben wir uns erhofft, unsere Mandate zumindest halten zu können. Dass das nicht gelungen ist – darüber waren wir schon enttäuscht. Die geringe Wahlbeteiligung hat dabei sicher auch mitgespielt“, sagt Glashüttner. In Liezen traten nur 51 Prozent der Bevölkerung den Urnengang an.

Altaussee: Bürgerliste als zweitstärkste Kraft
Mit dem größten Spannungsfaktor bei den nun geschlagenen Kommu­nal­wah­len wartete eindeutig Alt­aussee auf. Mit vier Mandaten sowie um acht Wähler­stimmen mehr als die SPÖ Altausse wurde die Bürgerliste, unterstützt von den Grünen, die zweitstärkste Fraktion in der Gemeinde. Die ÖVP von Gerald Loitzl gab fünf Man­date ab und hält bei sieben Sitzen, die SPÖ und der „Dialog Lebens­wertes Altaussee“ halten bei je vier Sitzen. Bürgermeister Gerald Loitzl dazu: „Vielleicht ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, jener Gruppierung, die damit gepunktet hat, etwas schlecht zu machen, die Arbeit zu übergeben und zu schauen, ob sie halten, was sie versprochen haben.“ Loitzl will sich bis zur konstituierenden Sitzung Anfang August überlegen, ob er weiterhin als Bürgermeister zur Verfügung steht. Der Listen-Erste des Dialoges „Le­bens­wertes Altaussee“, Martin Dämon, ist sehr zufrieden mit dem Er­geb­nis: „Wir freuen uns, die absolute Mehrheit der ÖVP gekippt zu haben, weil wir hoffen, dass damit ein Paradigmenwechsel in Punkto Kommunkation und Offen­heit in der Politik einkehrt.“

Bad Aussee: Marl tritt zurück
Der größte Unsicherheitsfaktor in Bad Aussee war das erneute An­treten von Langzeit-Bürger­meister Otto Marl. Er konnte seinen hoch gesteckten Erwartungen nicht ge­recht werden und gab noch am Wahlabend den Rücktritt aus allen politischen Funktionen und Ehren­ämtern bekannt.

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news-1461 Thu, 02 Jul 2020 09:21:48 +0200 eee-Hotel eröffnete in Liezen https://www.derennstaler.at/detail/eee-hotel-eroeffnete-in-liezen Nach einer Corona-bedingten Verzögerung ist es nun soweit: Am 1. Juli eröffnete das eee-Hotel in Liezen. Schon einige Tage zuvor luden Betreiber und Projektentwickler auf einen Rundgang ein.
Echt, einfach, erfrischend – kurz eee-Hotel. So knackig wie der Name selbst ist auch das Konzept der Business-Hotel-Kette. Nach den beiden Standorten in Marchtrenk und Traun in Oberösterreich feiert man mit der Neueröffnung in Liezen Premiere in der Steiermark. „Erste Gäste erwarten wir schon nächste Woche“, freut sich Hotel-Geschäftsführer und Inhaber Johann Dämon-Pflaum, der auch in schweren Zeiten positiv in die Zukunft schauen will, wie er sagt: „Unsere derzeitigen Standorte sind weit entfernt von der gewohnten Auslastung. Trotzdem bin ich überzeugt, dass bis Jahresende wieder Normalität einkehren wird.“ Für den Neuzugang in Liezen rechnet Dämon-Pflaum mittelfristig mit einer 70-prozentigen Auslastung. Potenzial ist durchaus vorhanden, denn das Konzept ist auf Erfolgskurs: Neben dem vollständig digitalisierten Check-in punktet eee-Hotel vor allem mit viel Service. Bei Problemen oder Fragen ist eine Hotline 24 Stunden lang erreichbar. Auf Wunsch kann auch ein Frühstück gebucht werden. „Es war uns sehr wichtig, einen Kooperationspartner für die Gastronomie zu finden, was auch gelungen ist“, so der Inhaber. Diesen Teil übernimmt Herwig Theisl von der Thannen, der mit seinem Restaurant „Piacere“ vom Fronleichnamsweg direkt neben das Hotel in der neu errichteten Shopping-Zone übersiedelt. In der Preisgestaltung unterscheidet sich der Hotel-Standort in Liezen nicht von den anderen Niederlassungen. Verrechnet wird ein einheitlicher Zimmerpreis, der, unabhängig von der Saison, das ganze Jahr über konstant ist. Trotz des flächendeckenden Konzeptes tanzt Liezen schon jetzt aus der Reihe: „Wir sind ein Business-Hotel, das von Montag bis Freitag am besten gebucht ist. Jedoch in Liezen merken wir bereits jetzt, dass auch die Wochenenden für unsere Gäste interessant sind“, so der Inhaber.
Die Shopping-Zone wächst
Liezens eee-Hotel ist Teil der neuen Shopping-Zone, die am einstigen Eisenhof-Areal entsteht. Und das schrittweise. „Gebaut wird in vier Abschnitten“, erklärt der Projektentwickler AKON, der auch die Gebäudeverwaltung der Shopping-Zone übernimmt. Mit der Errichtung des Hotels und den Gebäuden für Takko und Action ist die erste Bauphase beendet. Bei den Mietern habe man bewusst auf Discounter gesetzt, denn „es wird wesentliche Veränderungen im Handel geben. Nicht nur in Liezen, sondern österreichweit. Gewisse Bereiche bergen jedoch auch Chancen. Mit dem Discounter Action haben wir einen Glückstreffer gelandet, der uns Frequenz bringt“, freut man sich auf Seiten des Projektentwicklers. Nach dieser erfolgreichen Umsetzung will AKON die Phase II noch heuer starten. Drei bis fünf Geschäfte sind in diesem Abschnitt vorgesehen, darunter der Tierfutterspezialist „Futterhaus“ und ein Sportartikelhändler, der noch neu in Österreich ist. Darauf folgt Bauteil III, der Mitte des nächsten Jahres begonnen werden soll. Abschließend ist die Umsetzung des sogenannten „Black Tower“ geplant – ein Bürogebäude mit einem Landeplatz für bemannte Drohnen auf dem Dach.

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news-1460 Thu, 02 Jul 2020 09:19:37 +0200 Congress Schladming: Wechsel in der Geschäftsführung https://www.derennstaler.at/detail/congress-schladming-wechsel-in-der-geschaeftsfuehrung Manfred Breitfuß, Geschäftsführer des Congress Schladming, lud anlässlich seiner Pensionierung und des Geschäftsführerwechsels seine langjährigen Wegbegleiter zu einer Dankesfeier. Den symbolischen Schlüssel übergab er aus diesem feierlichen Anlass an Hansjörg Stocker.
Mit Baubeginn 2010 wurde Breitfuß zum Geschäftsführer des Congress bestellt und konnte so bereits während der Bauphase auf die nachhaltige Nutzung Einfluss nehmen. Sein persönliches Ziel war es, Schladming als nationale und internationale Veranstaltungs- und Kongressstadt zu entwickeln. Multifunktionalität und die erforderliche Technik sowie das Equipment waren die Grundvoraussetzungen für dieses Vorhaben. „Ich erinnere mich zurück, wie schlimm es für mich war als ich den Plan mit dem großen Veranstaltungssaal gesehen habe. Ich dachte mir, wie sollen wir den vollbekommen“, erzählt er in einem Rückblick. Doch das Konzept hat sich bewährt und mit einem guten Marketing konnten bereits im ersten Wirtschaftsjahr 170 Events abgewickelt werden. Aber auch die indirekte Wertschöpfung war Manfred Breitfuß immer wichtig und so hatte auch die Zusammenarbeit mit Seilbahnen, Hotellerie, Gastronomie und Handel sowie Dienstleister höchste Priorität. Eine gelungene Symbiose ergab sich auch durch die Partnerschaft mit der Kulinarwerk GmbH als Caterer des Congress Schladming. Seit der Eröffnung am 9. Dezember 2011 wurden vom Unternehmen rund eine Million Essen zubereitet. Ein großer Dank galt auch den sechs Mitarbeitern sowie dem Tourismusverband und der Region Schladming-Dachstein als wichtige Partner für die Vermarktung.
Noch vor der Übergabe an Hansjörg Stocker war es Breitfuß ein Anliegen, die Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2019 vom Prüfungsausschuss des Gemeinderates bestätigen zu lassen. Coronabedingt rechnet man im heurigen Jahr mit Umsatzeinbußen von rund 230.000 Euro. Aufgrund Kulanz-Lösungen mit den Veranstaltern konnten jedoch die meisten Events in den Herbst oder ins nächste Jahr verschoben werden.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Bergrettung Schladming eine Alpin-Doku mit Text- und Bilddokumentationen übergeben. Anton Breitfuß, Vater von Manfred, dokumentierte in einer Broschüre die „Schattenseite der Berge“. Manfred Breitfuß digitalisierte diese und überreichte die Dokumente an Ortsstellenleiter Dipl.-Ing. Hans Jürgen Bacher.
Nach der Schlüsselübergabe an Hansjörg Stocker übergaben unter anderem Bgm. Siegfried Keinprecht, Mag. Hans Grogl, Obmann des WSV Schladming und Präsident des Nightrace-OK-Teams, sowie Mag. Mathias Schattleitner, Geschäftsführer der Schladming-Dachstein Tourismusmarketing GmbH, Präsente an den scheidenden und neuen Geschäftsführer.

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news-1459 Thu, 02 Jul 2020 09:17:22 +0200 Schloss Trautenfels startet in die Museumssaison https://www.derennstaler.at/detail/schloss-trautenfels-startet-in-die-museumssaison Natürlich unter Beachten der geltenden Covid-19-Schutzmaßnahmen öffnete das Universalmuseum Joanneum wieder seine Tore. Seit letzten Mittwoch ist das Museum Trautenfels ab 10 Uhr wieder täglich bis Samstag, den 31. Oktober für Besucher geöffnet.
Die bereits geplanten botanischen Wanderungen mit dem Sammlungskurator Kurt Zernig werden mit einer limitierten Teilnehmerzahl durchgeführt. Die Museumsleitung hat für das kommende Wochenende zwei Ziele im Fokus – beide Male mit Treffpunkt Schloss Trautenfels. Heute, Freitag, dem 3. Juli mit Start um 8.30 Uhr: Fahrt nach Pichl bei Schladming auf die Reiteralm zur Wanderung über die Gasselhöhe zum Rippetegg auf 2126 m Seehöhe. Der Rückweg führt über Ober-, Mitter- und Untersee zur Einkehr auf der Reiteralm. Das zweite Ziel wird morgen, Samstag, den 4. Juli mit Start um 8 Uhr ebenfalls beim Schloss Trautenfels angepeilt und führt nach der Fahrt über Ardning zur Ardningalm. Es folgt die Wanderung über die Bacheralm zum Pyhrgasgatterl auf 1508 Meter und weiter zur Einkehr im Rohrauerhaus. Der Rückweg führt über die Arlingalmen und den Arlingsattel zur Ardningalm.
In den zwei botanischen Wanderungen wird die vielfältige Alpenflora erkundet. Das Kennenlernen vieler Pflanzenarten und Erfahren ihrer Lebensweise sowie ihre Anpassung an zum Teil extreme Lebensbedingungen im Gesäuse stehen im Vordergrund. Am ersten Tag wird die Gasselhöhe in den Schladminger Tauern erklommen – am zweiten Tag wird zum Pyhr­gasgatterl gewandert, wo man Pflanzen kennenlernt, wie sie für karbonhaltige Gesteine charakteristisch sind. Wanderausrüstung, Getränke, Jause und Regenschutz sollte obligat sein – bitte auch Mund-Nasen-Schutz mitnehmen. Der Kostenbeitrag für eine Wanderung ist 15 Euro – Mitglieder bezahlen 12 Euro; für beide Wanderziele 25 Euro – Mitglieder 20 Euro. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich unter 03682/22233 oder per E-Mail an trautenfels@museum-joanneum.at.
Museumsauftakt
Als Auftakt in die neue, durch Corona verkürzte Museumszeit steht auf jeden Fall die Erfolgsgeschichte „Vom Grimming bis zu den Achttausendern“ mit der von Robert Schauer kuratierten Sonderausstellung „Gipfelstürmen! Steirische Expeditionen zum Dach der Welt“. Den frühen Bergpionieren ging es bei den Reisen zu den höchsten Bergen der Welt nicht nur um sportliche Aspekte, sondern auch darum, Wissen zu generieren und dieses zu dokumentieren. Ein Höhepunkt der steirischen Alpingeschichte wurde vor 42 Jahren geschrieben: Die ersten Österreicher standen auf dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest (8848 m). Robert Schauer aus Graz erreichte mit Wolfgang Nairz und Horst Bergmann aus Innsbruck am 3. Mai 1978 das „Dach der Welt“. Die abenteuerlichen Ersteigungsgeschichten werden in der Ausstellung durch multimediale Aufbereitung von historischen und aktuellen Dokumentationen im Zusammenspiel mit Originalobjekten lebendig.

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news-1458 Thu, 02 Jul 2020 09:09:11 +0200 HAK Liezen erhält Sportgütesiegel https://www.derennstaler.at/detail/hak-liezen-erhaelt-sportguetesiegel Über eine hohe Auszeichnung darf sich die BHAK/BHAS Liezen freuen: Die Schule bekam das Sportgütelsiegel in Gold verliehen.
Es ist eine Reverenz, die nicht jede Schule vorweisen kann, denn das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung verleiht das Sportgütesiegel nur an jene Bildungseinrichtungen, die besonders bewegungsfreundliche Akzente setzen. Die HAK Liezen ist hierbei Vorreiter. Neben dem Freigegenstand Volleyball ist sie bezirksweit die einzige Schule, an der ein Basketballtraining in Anspruch genommen werden kann. Neben dem Unterricht werden auch die Pausen sportlich gestaltet: Für den sinnvollen Zeitvertreib stehen Schülern Tischtennistische zur Verfügung. Traditionelle Höhepunkt des Sportjahres bilden die Volley- und Fußballturniere, für deren Organisation Professor Nebojsa Dukic zuständig ist. Seine fachlichen Zusatzausbildungen haben großen Anteil am Erreichen diverser Auszeichnungen, denn in seinem Unterricht legt Dukic großen Wert auf Coaching und Bewusstseinsbildung. „Es macht mir eine große Freude zu sehen, wenn Schülerinnen und Schüler durch meinen Unterricht intensiver auf ihre Gesundheit achten und anfangen, ihr Privatleben bewusster und mit mehr sportlicher Aktivität zu gestalten“, meint der Sportlehrer, der die Herausforderungen des Berufslebens und Bewegung im Alltag immer wieder zum Thema macht. Auch der restliche Lehrkörper versucht mit gutem Beispiel voranzugehen. So kämpfte man sich zuletzt sowohl durch eine „Push-up“- als auch eine Mountain-Challenge, was von den SchülerInnen mit Begeisterung verfolgt wurde. „Nun bleibt nur zu hoffen, dass der Sport im Herbst wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird“, heißt es von Seiten der Schule.

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news-1457 Thu, 25 Jun 2020 09:30:17 +0200 Stuttgarter Chaos https://www.derennstaler.at/detail/stuttgarter-chaos An sich hat man sich nach den Ereignissen in den USA bei uns an Demonstrationen schon gewöhnt. Was sich aber am Wochenende in Stuttgart abgespielt hat, ist eine völlig neue Dimension. Aufgrund einer harmlosen Polizeikontrolle und ohne ein Motiv zog plötzlich ein randalierender und plündernder Mob durch die Stadt und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Die Polizei konnte das Treiben nicht unterbinden, hatte selber zahlreiche Verletzte zu beklagen und konnte nur wenige Übeltäter verhaften. Eine derartige Eskalation samt machtloser Exekutive ist für uns neu. Was man bisher nur aus Pariser Vororten kannte, ist jetzt in Deutschland angekommen. Natürlich gibt es zahlreiche Gründe für die Frustration der Betroffenen, etwa die Folgen der Coronaquarantäne, gesunkene Zukunftsaussichten oder die besagten Ereignisse in den USA. Nichts von alledem kann aber auch nur im Geringsten die Geschehnisse entschuldigen.

Jetzt ist der Staat gefragt, am schnellsten Weg sein Gewaltmonopol wieder herzustellen und für Sicherheit, Recht und Ordnung zu sorgen. Man wird sich Gedanken machen müssen, wie man bei solchen Ereignissen schneller Verstärkung heranschafft und mit welchen Mitteln man den Gewalttätern entgegentritt. Jedenfalls werden das bedeutend härtere Mittel sein müssen. Und die wenigen Verhafteten sollten schnellstens vor Gericht und zumindest mit Haftstrafen bedacht werden. Sonst nimmt den deutschen Staat bald keiner mehr ernst, und das Chaos wird zur Normalität.

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news-1456 Thu, 25 Jun 2020 09:29:01 +0200 Schladming: Diskussion der Spitzenkandidaten https://www.derennstaler.at/detail/schladming-diskussion-der-spitzenkandidaten Heiß umkämpftes Politpflaster in der WM Hauptstadt.

Bevor der Wahlkampf zur Gemeinderatswahl in die letzte Runde ging, lud der „Ennstaler“ die Spitzenkandidaten aller Parteien von Schladming zur Diskussionsrunde. Siegfried Keinprecht (ÖVP), Hermann Trinker (Liste Schladming Neu), Rainer Kroismayr (FPÖ) und Roland Hafner (SPÖ) stellten sich der Herausforderung und standen Rede und Antwort.

Kommenden Sonntag geht die, ursprünglich für März anberaumte und coronabedingt verschobene, Gemeinderatswahl in einem zweiten Anlauf über die Bühne. In Schladming sind insgesamt 25 Gemeinderatssitze zu vergeben, wobei die ÖVP mit 13 Sitzen derzeit die absolute Mehrheit genießt. Die Liste Schladming Neu holte bei der Wahl 2015 9 Mandate, FPÖ/Unabhängige 2, SPÖ 1 Mandat. In vielen Gemeinden wurde der Ton bereits etwas rauher und auch in der WM Hauptstadt ist der Bürgermeistersessel hart umkämpft. Die gesamte Diskussion wurde online gestreamt und konnte live über Facebook oder Youtube mitverfolgt werden.

Weitgehende Einigkeit herrschte bei den Plänen in der Bildung. Die Infrastruktur müsse ausgebaut werden, wobei die bestehenden Standorte erhalten bleiben sollen. Die organisatorische Zusammenführung der Neuen Mittelschulen, ein neuer Turnsaal und ein Schwerpunkt in der Nachmittagsbetreuung waren dabei die Hauptthemen. Alle Kandidaten sprachen sich für den Erhalt der beiden Volksschulen in Pichl und Untertal aus.

Gesundheitsversorgung

Nicht mehr ganz so im Einklang waren die Diskussionsteilnehmer beim Thema Gesundheitspolitik. Die FPÖ kämpft weiterhin gegen das geplante Zentralkrankenhaus. Dabei beruft sich Rainer Kroismayr auf die Volksbefragung vom Vorjahr, wo mehr als zwei Drittel der Bevölkerung für den Erhalt der drei bestehenden Krankenhäuser gestimmt haben. Kroismayr weiter: „Sollte das Zentralkrankenhaus errichtet werden, müssen wir eine 24 Stundenversorgung aufrechterhalten.“ Auch Hermann Trinker schlug in diese Kerbe. Er sei allerdings nicht „Don Quichotte der auf seiner Rocinante gegen die Gesundheitslandesrätin reitet“, aber er fordere ebenfalls eine 24 Stundenambulanz für die Tourismusregion. Eine Ambulanz, die nur werktags zu eingeschränkten Öffnungszeiten geöffnet sei, sei nicht zielführend. ÖVP, SPÖ und Liste Schladming Neu haben die Entscheidung für das Zentralkrankenhaus mehr oder weniger akzeptiert. Der Fokus liege nun darauf, Konzepte und Ideen für eine sinnvolle Nachnutzung des bestehenden Gebäudes zu entwickeln, sowie die bestmögliche medizinische Versorgung für die Bevölkerung zu bekommen. Roland Hafner sagt dazu: „Da brauchen wir uns nichts mehr vormachen. Das werden sie uns vor die Nase bauen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das Beste daraus machen.“ Im Grunde wolle jeder das gleiche, sagt Siegfried Keinprecht: Gute medizinische Versorgung. Und zwar nicht nur für Schladming, sondern für die ganze Region.

Dauerbrenner Zweitwohnsitze

Dass die Kleinregion Schladming gefährdet sei, was den „Ausverkauf der Heimat“ betrifft, waren sich die Teilnehmer einig. Bei den Instrumenten, wie man sich dem Problem nähern kann, verfolgen die Parteien zum Teil unterschiedliche Ansätze. Hermann Trinker plädiert auf eine Neuerstellung des Flächenwidmungsplans. Außerdem müsse ab sofort das Grundverkehrsgesetz rigoros angewendet werden und eine Gesetzesänderung hinsichtlich Bauträger und Betreiber erfolgen. Siegfried Keinprecht erläuterte: „Nach diesem Augassenthema war ich der Erste, der sofort zum Telefon gegriffen hat und gesagt hat: Wir brauchen Lösungen.“ Das Projekt „Augasse“ liege laut Keinprecht auf Eis und dort liege es „verdammt gut“. Nach vielen Besprechungen im Land und mit dem Gemeindebund gehe es in Richtung Gesetzesänderung. Derzeit sei die Kontrolle mit den momentanen gesetzlichen Rahmenbedingungen der illegalen Zweitwohnsitze sehr schwierig. Rainer Kroismayr warf ÖVP und Liste Schladming Neu vor, dass sie dem letzten Flächenwidmungsplan zugestimmt haben, die FPÖ habe seinerzeit dagegen gestimmt. Auch er sagte, die Gemeinde müsse mit einer besseren gesetzlichen Möglichkeit ausgestattet werden. Außerdem sei die Diskussion nur entstanden weil der Druck aus der Bevölkerung kam. Er wünsche sich eine raschere Entwicklung und nahm dabei die führenden Parteien in die Pflicht, beim Land mehr Druck auszuüben. Roland Hafner verdeutlichte die Handlungsdringlichkeit: „Es ist nicht fünf vor zwölf, es ist eine Minute vor zwölf.“

Buy-to-let

Bei der Schaffung von Zweitwohnsitzen prallen einige Gesetze aneinander wie etwa das Baugesetz, Raumordnungsgesetz, Grundverkehrsgesetz und EU Recht. Teilweise werden Lücken geschickt umschifft, ausgehebelt und Schlupflöcher genutzt. Bei einem sogenannten buy-to-let Modell können unter dem Deckmantel der touristischen Nutzung illegale Zweitwohnsitze geschaffen werden. Siegfried Keinprecht sagt, die einzelnen Modelle müsse man sich genauer ansehen. Entscheidend seien die Betreiberverträge, wo es viele Möglichkeiten gebe. Nachdem Fremdfinanzierung für viele Unternehmen derzeit schwierig sei, wäre buy-to-let eine Alternative für Investitionen. Trinker bezweifelte jedoch, dass man mit buy-to-let Modellen ein gesundes Wachstum erzielen könne. Es möge sein, dass es gute Betreiberverträge gebe, aber „die Gefahr besteht, dass mit diesen buy-to-let Anlagen Geisterstädte entstehen.“ Es würden nur billige Immobilien geschaffen werden und somit verhindere man einen fairen Wettbewerb zum klassischen Tourismus. Eine Verpflichtung der Bauträger und Betreiber für den Erhalt der Immobilie seien eine zentrale Maßnahme gegen diese Entwicklung. Roland Hafner appellierte an alle Fraktionen, dass die Sache nicht nur wegen des Wahlkampfes brisant sei. Dieses Thema müsse von allen Fraktionen eingedämmt und kontrolliert werden.

Die gesamte Diskussion kann unter www.derennstaler.at oder auf der „Ennstaler“ Facebook Fanpage nachgesehen werden.

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news-1455 Thu, 25 Jun 2020 09:25:45 +0200 Liste Schladming: Mehr Wert statt mehr Masse https://www.derennstaler.at/detail/liste-schladming-mehr-wert-statt-mehr-masse In der strittigen Zweitwohnsitzdebatte bezieht die Liste Schladming Stellung. Sie will nachhaltigen Tourismus als Lebensgrundlage bewahren und optimieren. Jede Investition in den Tourismus müsse auch den Einheimischen dienen, wie Hermann Trinker sagt, der bei den Buy-to-let-Modellen die Bremse ziehen will.

„Menschen brauchen Orientierung und die Gemeinde muss Vorbild sein“, so Hermann Trinker. Der Chef der Liste Schladming fordert eine Bürgerfragestunde vor jeder Gemeinderatssitzung, Wohnungen für Einheimische, den Erhalt der Talbachklamm, eine transparente Planung der Hauptplatzsanierung, eine Schulsanierung, die Aufarbeitung der Zweitwohnsitze und ein Aus für Buy-to-let-Modelle. Trinker ist überzeugt, dass eine umweltverträgliche Weiterentwicklung der Tourismuswirtschaft durchaus möglich ist, wie er betont: „Wir streben kein ‚Mehr an Menge‘, sondern ein ‚Mehr an Wert‘ an, denn Stillstand ist keine Option.“ Diese Weiterentwicklung sollen jedoch nicht Immobilienhaie, sondern Touristiker und die Bevölkerung selbst lenken. Verärgert zeigt sich Trinker vor allem über die Buy-to-let-Modelle, die „schamlos in Wohngebieten errichtet werden, da es Bebauungspläne und Gesetze zulassen. Eine Lawine, die nur schwer zu bremsen ist und katastrophale Auswirkung hat.“ Er will das Problem an der Wurzel anpacken, eine Gesetzesänderung für Bauträger und Betreiber anstreben und beide in die Pflicht nehmen: Es soll keine Auflösung geben, dafür Rücklagen für Sanierungen. Auch die Betreiber will Trinker verpflichten, Rücklagen für Renovierungen zu bilden und so Geisterdörfer verhindern, lautet ein Auszug einer Pressemitteilung.

Neben der touristischen Weiterentwicklung hat die Liste Schladming einen Fokus auf das Thema Gesundheit gelegt. Trinker fordert den Ausbau der mobilen Pflege durch die Bruderlade. Diese Organisation würde viele Bereiche exzellent abdecken und gebe Menschen die Möglichkeit, Pflege und Service zu Hause in Anspruch nehmen zu können. Beim Bau neuer Pflegeheime befürwortet Trinker den Sozialhilfeverband als Träger, da Gemeinden nicht nur mitzahlen, sondern auch Mitsprache haben würden. Die Hospiz- und Palliativversorgung sei bereits sehr gut gegeben, könnte jedoch trotzdem noch weiter ausgebaut werden. Wichtig sei auch „der Erhalt des Helikopter-Landeplatzes und damit zusammenhängend den Notarztstandort langfristig abzusichern“, so Trinker.

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news-1454 Thu, 25 Jun 2020 09:24:50 +0200 Autokino Gröbming ist auf Schiene https://www.derennstaler.at/detail/autokino-groebming-ist-auf-schiene Wie in einer der letzten Ausgaben des „Ennstalers“ bereits berichtet schnürte die Gemeinde Gröbming rund um Gemeindeoberhaupt Thomas Reingruber ein Coronapaket. Nun nimmt im Rahmen des Gröbming-Bonus ein weiteres Projekt konkrete Formen an. Das erste Gröbminger Autokino.

 „Nachdem viele Veranstaltungen dem Coronavirus zum Opfer gefallen sind, waren wir bemüht ein alternatives Sommerprogramm, für Einheimische und auch Urlauber, auf die Beine zu stellen“, erklärt Bürgermeister Thomas Reingruber. Im Zuge der Überlegungen entstand eine Idee, die eine Novität in unserer Region ist. 

„Wir haben das große Glück einen Kinobetreiber im Ort zu haben. Und so haben wir gemeinsam mit Patrick Dirninger das Konzept für ein Autokino geschmiedet“, so Reingruber. Die Gemeinde schaffte gemeinsam mit dem Tourismusverband Gröbmingerland dafür eine aufblasbare Leinwand, einen sogenannten „Airscreen“, und einen Projektor an. „Nachdem wir diese Infrastruktur für weitere Veranstaltungen, wie etwa einem Lichtbildervortrag am Gröbminger Hauptplatz und Public Viewing bei der Fußall EM 2021 nutzen können, ist diese Investition eine sinnvolle Anschaffung“, erklärt der Gemeindechef. Insgesamt acht Vorführungen sind vom 22. Juli bis Mitte August geplant. „Was vorgeführt wird entscheiden die Besucher, denn via Social Media kann aus einer Filmauswahl abgestimmt werden“, erklärt Patrick Dirninger. Der „Freiluftkinosaal“ wird am Ennstal Classic Gelände neben dem MEZ sein und um die Bewirtung kümmert sich die Gröbminger Gastronomie, die typisch amerikanisches Essen servieren wird. Der Ton des Films wird über das Autoradio übertragen, somit ist eine Lärmbelästigung für Anrainer ausgeschlossen. Nachdem auch viele Ennstal Classic Teilnehmer trotz der Absage des Kultevents einige Tage in Gröbming verbringen, ist für die Oldtimerfans ein Autokino-Themenabend fix eingeplant.

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news-1453 Thu, 25 Jun 2020 09:19:48 +0200 Amateur-Meisterschaft in allen Klassen startet Ende August https://www.derennstaler.at/detail/amateur-meisterschaft-in-allen-klassen-startet-ende-august Die Amateurfußballer, Funktionäre und Fußballfans atmen auf. Es war Anfang der Woche zwar noch inoffiziell, aber hinter vorgehaltener Hand so gut wie fix: Am 1. Juli sind wieder Körperkontakttraining und auch Freundschaftsspiele erlaubt. Die Meisterschaft in allen Amateurklassen soll am 28. August starten.

Wie im Ennstaler bereits mehrmals berichtet haben in den letzten Wochen viele Vereine, trotz der damals noch ungewissen Fußballzukunft, bereits nennenswerte Transfers getätigt. In den vergangenen Tagen meldeten einige Clubs weitere interessante Zu- und Abgänge. So verpflichtete der SV Rottenmann nach Dominic Pürcher und Jürgen Gressenbauer mit Damjan Poposki den dritten hochkarätigen Kicker. Der 26-jährige zentrale Mittelfeldspieler spielte zuletzt beim Oberligisten Gleinstätten und erzielte dort im Herbst vier Tore. Als sechsten neuen Akteur holte der SVR den 19-jährigen Mrivza Malagiz vom burgenländischen Verein Rudersdorf. „Wenn sich nicht noch etwas Interessantes ergibt, haben wir mit der Verpflichtung dieser zwei Spieler unser Transferprogramm abgeschlossen“, so Sportchef Josef Seiser. Trainingsbeginn in Rottenmann ist am 13. Juli. Beim Landesliga Bezirkskonkurrenten SC Geomix Soccer Store Liezen verließ Stefan Sulzer den Verein in Richtung Lafnitz. Mit Martin Neuper wechselte ein langjähriger Spieler des Clubs zu seinem Heimatverein SV Stainach/Grimming zurück. Als Neuzugang vermeldeten die Grün-Weißen den 19-jährigen Julian Stocker. Der Öblarner spielte bereits in jungen Jahren in Liezen und war in den letzten Jahren in der Akademie des KSV. Wie der sportliche Leiter des SC Liezen Dragan Micic dem Ennstaler mitteilte, will man die durch den Abgang von Sulzer entstandene Lücke im Angriff mit einem Top-Stürmer schließen. Trainingsbeginn für die Mannschaft ist bereits am 1. Juli.

Auch bei den drei Oberligavereinen des Bezirkes Liezen tat sich zuletzt einiges. Johannes Felsner wechselte von Bad Mitterndorf zum FC Schladming und im Gegensatz kehrte Armin Flatscher von Fürstenfeld zu den Salzkammergutern zurück. ATV Irdning holte Michael Gruber vom TUS Gröbming. Stefan Werner Hintsteiner kickt nach einem Jahr beim Oberligisten in Zukunft wieder für den WSV Liezen. Mit David Sara (SV Stainach/Grimming), Marc Berghofer (SV Hall) und Nick Stipic (SV Rottenmann II) gab es bei den Werkssportlern drei weitere Neuzugänge. Die Stainacher haben neben Martin Neuper auch noch Sandro Schweiger vom SC-Zweierteam verpflichtet und Mario Micic kehrte von Eggersdorf nach Stainach zurück. Tormann Lukas Streit wechselte ohne ein Spiel zum Ligakonkurrenten SV Lassing. Am Trainersektor gibt es beim SV Stainach/Grimming Neuigkeiten: Nach dem Abgang von Karl Dusvald werden im Herbst Franz Mandl, Csirinyi Zsolt und Andreas Steiner, der von SC Liezen II zurückkehrt, ein Trainerteam bilden.

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news-1452 Thu, 18 Jun 2020 09:40:15 +0200 Zäher Wiederaufbau https://www.derennstaler.at/detail/zaeher-wiederaufbau Mit jedem neuen Rettungspaket, das uns dieser Tage präsentiert wird, wird augenscheinlicher, wie stark die österreichische Wirtschaft tatsächlich beschädigt ist. Inzwischen reden wir bereits von fünfzig Milliarden Euro, doch auch das wird wahrscheinlich nicht ausreichen. Und auch wenn alle Beteiligten völlig unschuldig in Not geraten sind, zeigt sich doch recht deutlich, dass wir alle über unsere Verhältnisse gelebt haben. Die Unternehmen, die Arbeitnehmer und auch der Staat verfügen nicht über die Reserven, um drei Monate Ausfall verdauen zu können.

Jetzt wird mit einer riesigen Staatsverschuldung versucht zu retten, was noch zu retten ist. Das wird zwar die Zukunftsfähigkeit unseres Staates schwer beschädigen, ist aber alternativenlos. Jetzt nicht zu handeln würde zu einer beispiellosen Pleitenwelle samt Massenarbeitslosigkeit führen, was am Ende des Tages den gesamten Staat ins Chaos stürzen würde.

Sehr wohl sollten wir aber schon heute beginnen, uns über die Zukunft intensive Gedanken zu machen. Es wird ein Umdenken brauchen, jeder in der Gesellschaft sollte sich gewisse Reserven anlegen, natürlich auch der Staat. Nicht umsonst wurde früher mehr gespart und öfter verzichtet, was auch die Überwindung der schwersten Krisen möglich gemacht hat. Spätestens jetzt sehen wir auf welch tönernen Füssen unsere Gesellschaft steht. Wir werden Prädikate wie Demut und Bescheidenheit neu lernen müssen, um wieder auf die Beine zu kommen.

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news-1451 Thu, 18 Jun 2020 09:39:00 +0200 Schladming: Viel Zündstoff bei Gemeinderatssitzung https://www.derennstaler.at/detail/schladming-viel-zuendstoff-bei-gemeinderatssitzung Angespannte Stimmung und erhitzte Gemüter gab es bei der Gemeinderatssitzung in Schladming vergangenen Mittwoch. Beinahe bei jedem Tagesordnungspunkt wurde diskutiert und gestritten.

Ein Dauerbrenner in der Stadtgemeinde ist die Zweitwohnsitzthematik, so auch bei der letzten Sitzung. Bürgermeister Siegfried Keinprecht, bekräftigte, dass er „massivst“ gegen Zweitwohnsitze eingetreten ist. Er berichtete über Gesprächsrunden mit dem Gemeindebund sowie den zuständigen Abteilungen des Landes. Eine klare Forderung seinerseits sei die Erhöhung der Ferienwohnungsabgabe, Vorbehaltszone, wo eine touristische Nutzung nicht möglich ist, die Angleichung der Begrifflichkeiten, wie Nebenwohnsitz, etc., die Beweislastumkehr sowie die Leerstandsabgabe. Das Thema wurde weiters bereits in einem Unterausschuss diskutiert. Keinpecht: „Wir sind nun soweit, dass alles für ein Gesetzesänderungsverfahren aufbereitet ist. ... Ich habe auch die Zusage, dass demnächst ein Lösungsvorschlag seitens des Landes präsentiert wird.“ Verwunderlich für den Ortschef ist das Fernbleiben des „Bürgerforum für eine lebenswerte Region“. Dem „Ennstaler“ liegt eine Stellungnahme besagter Initiative vor, welche auch von Hermann Trinker (Liste Schladming Neu) bei der Sitzung vorgetragen wurde. Dieses Schriftstück besagt, dass durch die kurzfristige Einladung zu dem Unterausschuss und die Komplexität des Themas eine Teilnahme nicht möglich sei. Als Beispiel wurde das immer öfter auftretende „Buy-to-let-Modell“ (Kaufe um zu vermieten) genannt. Nach der Gemeinderatswahl am 28. Juni sei man jedoch gerne bereit weitere Gespräche zu führen.

Hans-Moritz Pott (FPÖ/Un) ging auf Konfrontationskurs und warf dem Gemeindeoberhaupt ein „wahltaktisches Spiel“ vor. „Nach außen hin wird der Eindruck erweckt, dass hier etwas passiert, aber nach der Wahl geht es munter weiter“, so Pott. Keinprecht habe, seiner Meinung nach, genau diese Zweitwohnsitzthematik vorher forciert und fährt weiter fort: „Du bist das Kind von Jürgen Winter und du bleibst es auch.“ Der langjährige Gemeinderat Alfred Brandner nutzte seine letzte Sitzung um sich bei allen Mitstreitern zu bedanken, ließ es sich jedoch nicht nehmen Kritik an seiner eigenen Fraktion zu üben. Aufgrund der Vorkommnisse in den letzten Monaten scheide er mit einer gewissen Bitterkeit aus dem Gemeinderat aus. Der Umgang mit Altbürgermeisterin Elisabeth Krammel und seiner Person sei einer staatstragenden Partei nicht würdig. Alfred Brandner: „Ich hätte gern noch weitergearbeitet und meine Exptertise eingebracht.“

Erlebnisbad wird doch geöffnet

Aufgrund der Covid-19 Lockerungen könne das Freibad nun doch aufgesperrt werden, der Zeitpunkt ist jedoch noch unklar. Der Beschluss über die Dachsanierung mit zusätzlich raumbildenden Maßnahmen beim Erlebnisbad Schladming wurde vom Gemeinderat auf Herbst verschoben. Die Errichtung eines Ärztezentrums in diesen Räumlichkeiten sei laut Keinprecht keine Option mehr, wie von Bgm. a. D. Jürgen Winter forciert. Trinker stellte den Antrag, die Sanierung auf Herbst zu verschieben. Bis zur Umsetzung sei die Erarbeitung eines langfristigen Nutzungskonzeptes mit fachlicher Expertise erforderlich. Dem stimmten die Gemeinderäte zu. Hans-Moritz Pott holte zu einem Rundumschlag aus. Er unterstellte dem Bürgermeister, dass die Öffnung des Freibades lediglich geöffnet wurde, weil er unter Druck geraten sei.

Standort Rotes Kreuz

Bereits seit einigen Jahren sorgt der derzeitige Standort der Rotkreuz-Ortsstelle in der Schladminger Sportplatzgasse für Diskussion. Bereits 2018 gab es erste Gespräche mit der Diakonie, den Standort sowohl für das Rote Kreuz als auch Bergrettung und Alpenverein in die Klinik Diakonissen Schladming zu verlegen. Gemeinderat Alfred Brandner, auch Ortsstellenleiter des Roten Kreuzes, gab Einblick in die Detailplanung des Projektes. Das alte Haus in der Sportplatzgasse sei bereits mehr als 40 Jahre alt, Bedenken gäbe es hier vor allem hinsichtlich der Lage mitten im Wohnzentrum. Am neuen Standort in der Klinik Diakonissen Schladming könne man sich ein Einsatzzentrum im jetzigen Verwaltungsbereich des Krankenhauses mit insgesamt 1.370 Quadratmetern vorstellen. Seitens des Bürgermeisters wurde bezüglich Finanzierung bereits mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß Gespräche geführt, finale Zusagen würden jedoch noch fehlen.

Keinprecht informierte weiters über die Nachnutzung des Spitals: Die Planung dafür sei bereits weit fortgeschritten. Die Errichtung eines Fachärztezentrums mit Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie innerer Medizin und tagesklinisch ambulanter Versorgung in den Fächern Orthopädie, Traumatologie, Chirurgie, Radiologie sowie eine Dialyseversorgung, in Zusammenarbeit mit dem geplanten Leitspital, sei geplant.

Diskussionsrunde mit den Spitzenkandidaten

Der „Ennstaler“ lädt alle Spitzenkandidaten zu einer Diskussionsrunde in den Congress Schladming. Am Sonntag, 21. Juni, sprechen ab 17 Uhr Siegfried Keinprecht (ÖVP), Hermann Trinker (Liste Schladming Neu), Rainer Kroismayr (FPÖ) und Roland Hafner (SPÖ) über ihre Ziele und Visionen. Dabei werden insbesondere die Schwerpunkte der einzelnen Fraktionen für die nächste Periode diskutiert. Die Moderation übernimmt Chefredakteur Stephan Fuchs. Die Diskussion wird live ausgestrahlt und kann auf der Facebook Seite des „Ennstalers“ (facebook.com/derennstaler) oder im Youtube-Channel von Ennstal TV mitverfolgt werden.

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news-1450 Thu, 18 Jun 2020 09:37:35 +0200 Stiftsmuseum Admont öffnet wieder https://www.derennstaler.at/detail/stiftsmuseum-admont-oeffnet-wieder Seit März ist die weltweit größte Klosterbibliothek online zu besichtigen. Neben der virtuellen wird nun auch die Tour vor Ort wieder möglich sein. Denn das Stiftsmuseum Admont öffnet am 1. Juli.

Ursprünglich wäre das Stiftsmuseum Admont bereits im März in die Sommersaison gestartet. Doch im Corona-Jahr ist alles anders. Schlussendlich wird es nun der 1. Juli sein, an dem die weltweit größte Klosterbibliothek, sowie die Museen für Naturhistorik und Gotik für Besucher wieder öffnen. Dieser verspätete Start hat jedoch zur Folge, dass die facettenreichen Sonderausstellungen „WIR FRIEDRICH III & MAXIMILIAN I. - Ihre Welt und ihre Zeit“ und „VERORTNUNGEN. MADE FOR ADMONT‚ fotografie“ erst im kommenden Jahr zu sehen sind. Erstere wird mehr als 200 Exponate umfassen. Sie sollen die beiden Habsburger Persönlichkeiten in ihrem Zeit-Raum-Gefüge spiegeln und die bereits bestehende Gotik-Abteilung umfassend erweitern: „Es ist uns wichtig, diese kunsthistorisch gewichtigen Exponate während der ganzen Saison anbieten zu können. Wegen der Coronakrise ist das jedoch erst 2021 möglich“, erklärt Abt Gerhard Hafner den Beweggrund, die Sonderausstellungen auf das nächste Jahre zu verlegen. Trotz der verschobenen Sonderausstellungen und des eingeschränkten Betriebs darf man sich auf viele museale Highlights freuen: „Wir werden auch regelmäßige Bibliotheksführungen für Individualbesucher anbieten. Eine Reservierung ist erst ab einer Gruppengröße von 15 Personen erforderlich“, so Mario Brandmüller. Der wirtschaftliche Leiter des Museums betont jedoch auch die Notwendigkeit, die Abteilungen nur eingeschränkt zugänglich zu machen: „Wir möchten auf keinen Fall Anlass sein, dass sich diese Krankheit verbreitet, weshalb wir auch großen Wert auf das Einhalten der Sicherheitsmaßnahmen legen. Dazu gehört auch der vorerst beschränkte Zugang zu unseren Sehenswürdigkeiten“, sagt Brandmüller.

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10:30 bis 15:30 Uhr

Bibliotheksführungen:

Individualbesucher: Um 11:00 und 14:00 Uhr ohne Anmeldung.

Gruppen: Ab 15 Personen ist eine Anmeldung erforderlich.

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news-1449 Thu, 18 Jun 2020 09:36:00 +0200 Grüne Akzente in der Gemeinderatswahl https://www.derennstaler.at/detail/gruene-akzente-in-der-gemeinderatswahl „Lernen aus der Krise“ lautet das Wahlmotto der Grünen für die Gemeinderatswahl. In einem Pressegespräch präsentierten LAbg. Lambert Schönleitner, Gundula Uray, Spitzenkandidatin in Irdning, und Sepp Gruber, Nummer zwei der Grünen in Liezen, ihr „Paket für lebenswerte steirische Regionen“.

Das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer regionalen Versorgung sei eine große Chance, die aus der Krise mitgenommen werden könne. Die Coronakrise habe gezeigt wie wichtig kleine Strukturen seien und welche wirtschaftlichen und politischen Fehlentwicklungen es gegeben habe. Gerade die kleinen Unternehmen traf es am härtesten. Deshalb müssen „Kleinbetriebe in den Regionen, die Arbeitsplätze schaffen massiv unterstützt werden“, so Schönleitner. Außerdem müsse der Grad der Selbstversorgung in den Regionen wieder angehoben werden. 15 Millionen Euro sollen jährlich in eine Direktvermarktungsstrategie fließen. Absurde Hygienebestimmungen und Bürokratie erschweren es zusätzlich vielen regionalen Produzenten ihre Produkte direkt an Konsumenten zu verkaufen.

Raumordnung und Mobilität

Spitzenkandidatin in Irdning-Donnersbachtal Gundula Uray möchte sich auf vielen Ebenen einbringen. Allen voran thematisiert sie die Baukultur und den Ortsbildschutz. Die Ansiedelung von Firmen außerhalb des Ortsgebietes seien unnötige Flächenversiegelungen und schwächen mehr und mehr den Ortskern. Auch das Angebot des öffentlichen Verkehrs sei in ihrer Heimatgemeinde nicht zufriedenstellend. „Während der Ferien gibt es beispielsweise keine Möglichkeit für Einwohner aus Donnersbachwald mit dem Bus nach Irdning zu kommen“, so Uray. Selbst für entlegene Wohngebiete müsse es mehrere Verbindungen pro Tag ins nächstgelegene Zentrum geben. Sepp Gruber, Listenzweiter in Liezen, möchte „den roten Block zum kreativen Nachdenken bringen.“ Mit den innovativen Ideen der Grünen solle eine nachhaltige und sinnvolle Entwicklung in Liezen passieren. „Es wird zwar brav verwaltet, aber es fehlen die Visionen“, bringt es Gruber auf den Punkt.

Zweitwohnsitze, Schwerverkehr und Leitspital

Drei zentrale Themen, die speziell den Bezirk Liezen betreffen, sind die Eckpfeiler des regionalen Wahlprogramms: Die Grünen nehmen sich der Zweitwohnsitzthematik an und treiben das Thema auch auf Landesebene voran. „Die Grünen haben im Landtag eine Initiative ergriffen mit einem Antrag. aufgrund dieses Antrages wurde ein Unterausschuss gerichtet. Im von den Grünen initiierten Unterausschuss wurden bereits konstruktive Gespräche geführt. Dabei solle das Baurecht novelliert werden, um einfacher gegen illegale Zweitwohnsitze vorgehen bzw. diese verhindern zu können. Nach dem Fahrverbot für den Durchzugschwerverkehr auf der B320 sollen weitere Straßen davon befreit werden. Erst bei der letzten Landtagssitzung brachte Schönleitner Anträge dafür ein. Im Konkreten geht es um Mautflüchtlinge auf der B117 (Buchauerstraße), der B114 (Triebener Tauern) und der B146 (Gesäusestraße). Das dritte Kernthema ist die Gesundheitsversorgung. „Wir wollen einen Neustart“, sagt Lambert Schönleitner. Dabei solle unter anderem genau geprüft werden ob das bestehende LKH in Rottenmann als Leitspital erweitert werden könne.

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news-1448 Thu, 18 Jun 2020 09:29:14 +0200 Irdninger Tennisteams erfolgreich https://www.derennstaler.at/detail/irdninger-tennisteams-erfolgreich Während für die Bundesligamannschaft des ATV Irdning die Meisterschaft erst am 31. Juli beginnt, haben das Landesliga A Team und die in der 1. Klasse spielenden 3er-Herrn bereits je zwei Spiele absolviert.

Besonders erfolgreich verlief der Saisonstart für die zweite Mannschaft. Nach dem klaren 7:2 Auftaktsieg im Heimspiel gegen UTC Riegersburg, wobei der 19-jährige Luka Mrsic (ÖTV-Nr. 42) das erste Mal für Irdning spielte, konnten die Ennstaler Tenniscracks am vergangenen Samstag auch beim Traditionsverein Grazer Parkclub einen sicheren 6:3 Erfolg feiern. Luka Mrsic, Lorenz Fink, Bernd Furche und Stephan Stolz gewannen ihre Einzelspiele und so gingen die Irdninger mit einer 4:2 Führung in die Doppelpartien. Dort entschieden die ATV 2er-Herrn zwei der drei Doppel für sich und damit war der zweite Erfolg in Serie im Trockenen. Alexander Jagersberger, Schriftführer und Pressesprecher der Sektion Tennis des ATV, zeigte sich von der guten Leistung im Match angetan: „Eine wirklich starke Vorstellung des gesamten Teams rund um Mannschaftsführer Lorenz Fink. Um im samstägigen Heimspiel gegen den TC LUV Graz (Beginn 11.00 Uhr Tennisanlage ATV Irdning) die Tabellenführung verteidigen zu können bedarf es wohl einer ähnlich starken Mannschaftsleistung. Die Gäste verloren zwar ihre ersten zwei Begegnungen, doch verfügen sie über einen ausgeglichenen und spielstarken Kader“, so Jagersberger. Auch die 3er-Herren durften sich mit einem fulminanten 9:0 Sieg gegen TC Trofaiach über einen geglückten Saisonstart freuen. Im zweiten Spiel setzte es trotz einer ansprechenden Leistung gegen Pöls eine knappe 4:5 Heimniederlage. Nach den sechs Singles stand es 3:3 Unentschieden, wobei Alexander Jagersberger, Dietmar Mayerl und Gregor Köberl die Punkte für die Hausherren holten. Die drei Doppel gingen dann allesamt in ein entscheidendes Championstiebreak. Dabei konnten dann aber nur Buchmann/Köberl ihr Duell hauchdünn gewinnen und so war die erste Saisonniederlage für das Team um Mannschaftsführer Werner Wippel perfekt. Am morgigen Samstag gastiert die am 2. Platz liegende Irdninger Dreiermannschaft bei Scheifling/St Lorenzen. Neben ATV Irdning 3 sind mit Schladming 1, TC Bad Aussee 1 und der SG Kulm/SV Aigen 1 noch drei weitere Teams aus dem Bezirk Liezen in der 1. Klasse vertreten. Mit zwei Erfolgen in den ersten beiden Runden machten die Schladminger Tennisspieler dabei eine besonders gute Figur und führen so auch die Tabelle an. Nach einem knappen 5:4 Sieg gegen Pöls 1 zum Start fertigten das Team rund um Mannschaftsführer Thomas Pitzer den Bezirksrivalen SG Kulm/SV Aigen am vergangenen Samstag souverän mit 8:1 ab. Der TC Bad Aussee siegte zu Beginn gegen Scheifling/St. Lorenzen überlegen mit 7:2 und in der 2. Runde waren die Ausseer spielfrei.

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news-1447 Wed, 10 Jun 2020 08:24:19 +0200 Wo bleibt der Hausverstand? https://www.derennstaler.at/detail/wo-bleibt-der-hausverstand An einer Demonstration gegen Rassismus wird inhaltlich kaum jemand etwas auszusetzen haben. Wenn nicht der kleine Schönheitsfehler bestehen würde, dass eigentlich noch eine beschränkte Bewegungsfreiheit in Österreich herrscht. Bei der jüngsten Demo in Wien, wo 50.000 Menschen auf engstem Raum beinahe „ideale“ Ansteckungsbedingungen vorgefunden haben, hat sich für die Einhaltung dieser Vorschriften aber niemand interessiert. Und auch Tage später fühlt sich von der Polizei über die Gesundheitsbehörde bis zu diversen Ministerien schlicht jedermann unzuständig. Das sollte eigentlich zu denken geben.
Denn ganz abgesehen davon, ob man die geltenden Vorschriften für sinnvoll hält, ist es für einen Rechtsstaat unabdingbar, die Einhaltung von Regeln zumindest in Ansätzen auch zu kontrollieren. Wenn sich verbotenerweise 50.000 Menschen zusammenrotten, dann mag das überraschend gewesen sein, und es wäre wohl auch fahrlässig und eskalierend gewesen, hätte die Polizei bei der Demonstration eingegriffen. Aber wenn nicht einmal bei der Manöverkritik im Nachhinein irgendwer einen Funken Unrechtsbewusstsein entwickelt, dann droht der Staat schlicht seine Autorität zu verlieren.
Immerhin werden nach wie vor Sportvereine, Kulturschaffende, Feuerwehren und alle möglichen anderen Betriebe und Organisationen nachhaltig auf verschiedenste Weise wirtschaftlich behindert. Das ist für die Betroffenen nicht nur existenzbedrohend, sondern angesichts der jüngsten Bilder schlicht unverständlich. Entweder hat man Regeln oder eben nicht, aber was jetzt passiert, ist gegen jede Vernunft. Jeder mit einem Funken Hausverstand sieht das!

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news-1446 Wed, 10 Jun 2020 08:22:37 +0200 Zukunftsprojekt Wasserstoff wird in Schladming getestet https://www.derennstaler.at/detail/zukunftsprojekt-wasserstoff-wird-in-schladming-getestet Mit dem Projekt „H2_S – Steiermark gibt Wasserstoff“ setzt die Schladming Innovations- und Entwicklungs GmbH einen grünen Meilenstein. Gemeinsam mit der EEG aus Tobl arbeitet man an der Marktreife für einen Energiespeicher aus Wasserstoff. Ausgehend von der Problemstellung eines Blackouts, einem totalen, flächendeckenden Stromausfall, machte sich das Projektteam auf die Suche nach Konzepten für eine Notstromversorgung.
Ziel war es, ein System zu finden, welches einen Großenergiespeicher bietet und nahtlos in die vorhandene Infrastruktur eingebunden werden kann. Der Energiespeicher „Johann“, entwickelt von einem Start-Up-Unternehmen aus der Steiermark, wandelt überschüssige Energie aus Photovoltaik-Anlagen in Wasserstoff um. Mindestens 300 kWh kann ein Speicher langfristig sichern und bei Bedarf wieder als elektrische Energie abgeben. „Johann ist das fehlende Teil der Photovoltaik“, bringt es Hannes Zeichen, Geschäftsführer der SIE, auf den Punkt. Es könne Energie für längere Zeit gespeichert und ökologisch wieder rückgewonnen werden. Dabei seien keine umweltbedenklichen und teuren Lithium-Ionen Batterien mit meist kurzer Lebensdauer notwendig. Auch die Speicherkapazitäten seien zu geringeren Kosten möglich und um ein Vielfaches höher.
Die Energie Steiermark fördert und unterstützt die Entwicklung dieser Technologie. „Das hier vorgestellte Projekt kombiniert unsere Initiativen bezüglich der weiteren Optimierung der Versorgungssicherheit und der Etablierung alternativer Speichersysteme“, so Energie-Steiermark-Vorstandsprecher Christian Purrer. Auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ist ein großer Befürworter des Projekts. „Ein Blackout könnte eine Herausforderung für uns alle sein und es macht mich stolz, dass hier mit viel Innovation und Erfindergeist ganz im Sinne der Klima- und Energiestrategie des Landes Steiermark an konkreten Lösungen gearbeitet wird“, so Schützenhöfer.
Green Location wird noch grüner
Die erste Anlage soll bereits im Juli beim Congress in Schladming in Betrieb genommen werden. Eine bereits vorhandene Photovoltaikanlage am Dach des Gebäudes sowie der schwankende Energiebedarf bieten die idealen Voraussetzungen für ein Pilotprojekt. Das Gebäude wurde bereits mit dem Österreichischen Umweltzeichen als „Green Location“ ausgezeichnet und es können auch sogenannte „Green Events“ dort ausgetragen werden. Das sind Veranstaltungen, bei denen auf Ressourcenschonung und Umweltschutz besonderes Augenmerk gelegt wird. Die ökologische Gewinnung von Wasserstoff zahlt zusätzlich in den ökologischen Betrieb ein.
Nicht nur für Großverbraucher
Aufgrund seiner Kompaktheit und dem innovativen Energierückgewinnungskonzept eignet sich „Johann“ allerdings nicht nur als Blackout-Vorsorge für Kommunen. Die Wasserstoff-Technologie kann auch im permanent nutzbringenden Einsatz in Haushalt und Gewerbe eingesetzt werden. Selbst als Notstromversorgung in der Landwirtschaft oder Hotellerie eignet sich das System. Nach der Inbetriebnahme beim Congress sind bereits Implementierungen bei einem Hotelbetrieb in Ramsau, einer Landwirtschaft in Haus und der Planai geplant. Bei den Bergbahnen heißt das eine Aufrechterhaltung des Liftbetriebs bis hin zur „grünen“ Beschneiung der Pisten. „Die Lösung funktioniert. Jetzt gilt es das Produkt zu optimieren und die Investitionskosten wirtschaftlich attraktiv zu entwickeln“, sagt Stadtamtsdirektor Johannes Leitner. Wasserstoff ist die perfekte Basis für Energiespeicher und verursacht keine schädlichen Emissionen, wenn er mit erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne oder Biomasse gewonnen wird. Zudem kann er auch langfristig mit vernachlässigbaren Verlusten Energie speichern.

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news-1445 Wed, 10 Jun 2020 08:21:12 +0200 Wolfrisse: Lösungen gefordert https://www.derennstaler.at/detail/wolfrisse-loesungen-gefordert EU-Abgeordnete Simone Schmiedtbauer besuchte vergangenes Wochenende die Gemeinde Gaishorn am See. Grund waren die kürzlich stattgefundenen Wolfsrisse.
Auch vor Ort waren Kammerobmann Peter Kettner, Stellvertreter Johannes Zeiler und ÖR Franz Titschenbacher, Präsident der Landwirtschaftskammer, sowie Siegfried Illmayer vom Steirischen Schaf- und Ziegenzuchtverband und Reinhard Huber von der HBFLA Raumberg-Gumpenstein. Anni Gasteiner berichtet, dass der Wolf mehrere ihrer Schafe gerissen hat und dies am helllichten Tag, während sie mit ihrem Hund im Garten war. Auch ein vier Tage altes Kalb von Nachbar Josef Rainer holte sich der „Problemwolf“. Kammerobmann Kettner und Präsident Titschenbacher sehen hier ein großes Problem sowohl für die Land- als auch für die Almwirtschaft. Sie fordern einen Maßnahmenplan sowie adäquate Lösungen.

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news-1444 Wed, 10 Jun 2020 08:19:51 +0200 Austriahütte wieder geöffnet https://www.derennstaler.at/detail/austriahuette-wieder-geoeffnet Die Corona-Pause hat nun auch für die Austriahütte ein Ende. Seit 11. Juni ist sie wieder geöffnet.
Die Austriahütte in Ramsau am Dachstein blickt auf eine lange Tradition zurück. Schließlich ist sie die erste Hütte, die auf der Dachstein-Südseite errichtet wurde. Erbaut im Jahr 1880, liegt sie auf einer Seehöhe von 1638 Metern und beherbergt zudem das höchstgelegene Museum der Steiermark. Ein Alpinmuseum, das von der Geschichte des Dachsteinmassivs erzählt.
In diesem Bergjahr nehmen Christoph Weninger und seine Lebensgefährtin Jeannette Pankratz die Bewirtschaftung der beliebten Schutzhütte auf. Das Corona-Jahr ist sicher kein einfacher Start für die beiden aus Bayern stammenden Gastwirte, die sich jedoch zuversichtlich zeigen. Denn an Erfahrung in der Gastronomie hapert es gewiss nicht. Ganze sieben Jahre lang hat Weninger auf der Buchberghütte in der Oberpfalz gearbeitet, bevor seine Wahl auf die Austriahütte fiel.

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news-1443 Wed, 10 Jun 2020 08:18:14 +0200 Erfolgreicher Judoklub in Rottenmann https://www.derennstaler.at/detail/erfolgreicher-judoklub-in-rottenmann Der Judoklub Rottenmann ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil im Vereinsleben der Paltenmetropole und auch der einzige Judoverein im Bezirk Liezen.
Judo ist eine Kampfsportart, die ursprünglich aus Japan kommt und von Professor Jigro Kano 1882 entwickelt wurde. Der Begriff Judo setzt sich aus den japanischen Wörtern „JU“ (sanft, nachgeben) und „DO“ (Weg oder Prinzip) zusammen.
Judo gehört seit 1964 zur olympischen Familie und seit 1992 dürfen auch Damen an den Start gehen. Die Kampfsportart wird heute auf allen fünf Kontinenten in über 200 Ländern ausgeübt. Damit zählt Judo zu den am weitest verbreiteten Sportdisziplinen überhaupt. Das erste Judotraining in Rottenmann fand 1956 unter der Leitung von Baumeister Hans Pilz statt. Im Mai 1967 wurde über Initiative von Horst Promberger der ASKÖ-Judoklub Rottenmann gegründet. Innerhalb kurzer Zeit zählte der Verein 25 aktive Kämpfer und fand auch über Rottenmann hinaus regen Anklang. Schon drei Monate nach der Gründung fand die erste Gürtelprüfung statt. Rupert Huber wurde 1968 erster steirischer Schülermeister, im selben Jahr ging im Volkshaus Rottenmann auch die erste Mannschaftsmeisterschaft über die Bühne.
Bereits in den Anfangsjahren konnten die Rottenmanner Judokas bei diversen Turnieren und Meisterschaften schöne Erfolge feiern. So wurde Richard Strauß 1970 steirischer Jugendmeister und Franz Freitag krönte sich in diesem Jahr zum Kärntner Meister in seiner Gewichtsklasse. Nachdem sich der bisherige Obmann und Motor des Vereins Horst Promberger aus beruflichen Gründen nicht mehr in vollem Umfang um die Vereinsinteressen kümmern konnte, übernahm Franz Freitag 1970 die Trainerarbeit. Zwei Jahre später wurde das Urgestein des Judosports in der Obersteiermark zum Obmann gewählt. Diese Funktion übt er bis zum jetzigen Zeitpunkt aus. In die bisherige Obmann-Ära von Franz Freitag fielen zahlreiche Siege und gute Platzierungen bei Turnieren und Meisterschaften von verschiedenen Athleten, wobei der Obmann selbst am erfolgreichsten war. Ein Höhepunkt im Vereinsgeschehen des ASKÖ Judoklubs Rottenmann war zweifelsohne auch die Durchführung des Internationalen Mannschaftsvergleichkampfes zwischen Slowenien, Deutschland und Österreich im Jahre 1987.
Neben Franz Freitag ist seit vielen Jahren auch seine Tochter Regina Holzinger ein wichtiger Eckpeiler beim Judoklub Rottenmann. Die Behindertenbetreuerin hat ihre Liebe zum Judo von ihrem Vater geerbt und stand schon im Kindesalter auf der Matte. Seit nunmehr 14 Jahren trainiert die Österreich-Referentin im Behinderten-Judo erfolgreich die G-Judokas, das sind Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Neben vielen beeindruckenden Leistungen bei Special-Olympics-Bewerben können die Behindertensportler auf großartige Erfolge wie einen Welt- und Europameistertitel durch Sven Füg zurückblicken.
Neben den G-Judokas trainiert Regina Holzinger auch die Prä-Judo-Gruppe, Kinder von vier bis sechs Jahren. Zur sportlichen Situation in Zeiten der Corona-Pandemie sagte die Judo-Trainerin: „Da Judo eine Körperkontaktsportart ist, trifft uns Corona besonders hart. Wir haben derzeit einen absoluten Stillstand. Dabei hatten wir vor dem Lockdown wieder einen vermehrten Zuspruch von interessierten Kids. Ich hoffe, dass wir zumindest im Herbst wieder regulär trainieren können und auch der Aufschwung im Nachwuchs nach der Zwangspause weitergeht.“

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news-1442 Thu, 04 Jun 2020 08:20:17 +0200 Wir müssen wieder laufen lernen https://www.derennstaler.at/detail/wir-muessen-wieder-laufen-lernen Ende Mai waren in Österreich immer noch deutlich über 500.000 Menschen arbeitslos und fast 1,3 Millionen in Kurzarbeit. Und auch wenn die Lockerungen ein wenig Hoffnung geben, wird uns die Wirtschaftskrise noch lange beschäftigen. Zudem werden noch tausende Insolvenzen auf uns zukommen, die noch weitere Arbeitsplätze kosten, oft auch von an sich gesunden Betrieben, denen jetzt einfach die Grundlage weggebrochen ist. Man sollte daher dringendst gegensteuern, um das Land wieder zum Laufen zu bringen.
So dringend nötig die finanziellen Hilfen in der ersten Phase sind, so gering ist auch die Chance, damit allein das Land wieder zum Laufen zu bringen. Der Staat kann nur die erste Not lindern, aber er kann auf Dauer ganz sicher nicht die Umsätze in der Wirtschaft ersetzen. Erst wenn das Wachstum wieder anspringt und der Optimismus in die Betriebe zurückkehrt, können wir die Krise überwinden. Dazu wäre es erforderlich, jetzt einmal kurzfristig den Unternehmen das Leben zu erleichtern, vor allem mit einfacheren Genehmigungen, weniger Bürokratie und einer Vergünstigung bei den Lohnnebenkosten. Damit könnte man sofort Investitionen und Konsum anstoßen und wieder für bessere Stimmung sorgen. Nur so kann es gelingen, einen selbsttragenden Aufschwung zu schaffen, der nicht auf ewige Zeit am Geldtropf der Regierung hängt. Denn das Geld wird schneller zu Ende sein, als man glaubt.

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news-1441 Thu, 04 Jun 2020 08:18:46 +0200 Lichtblick für die Arkade in Liezen https://www.derennstaler.at/detail/lichtblick-fuer-die-arkade-in-liezen Aus dem Modehaus Aigner wird das Modehaus Marchler. Ein erster wichtiger Schritt für die erfolgreiche Revitalisierung des gesamten Einkaufszentrums sei somit geschafft und das Interesse eines potenziellen Investors vorhanden, heißt es von Seiten des Projektentwicklers.
Um gute Neuigkeiten zu verkünden, wurde vergangene Woche Donnerstag zur Pressekonferenz in die Arkade nach Liezen geladen: „Es geht weiter. Und es geht gut weiter“, betonte Heribert Krammer von der Projektentwicklungs- und Immobilien GmbH „Krammer & Wagner“. Nachdem zu Jahresbeginn die Besitzer des Mode- und Trachtenhauses Aigner bekannt gegeben haben, mit Ende September zu schließen, ist nun ein Nachfolger gefunden: Ab 1. Oktober wird Thomas Marchler die gesamte Fläche von über 2500 m² übernehmen, auf der sich derzeit noch das Mode- und Trachtenhaus Aigner sowie die Schuhboutique Rieker erstrecken. Sein Ziel ist es, „die unglaublich vielen und treuen Kunden des Modehauses Aigner weiterhin modisch glücklich zu machen“, so Marchler, der das gleichnamige Familienunternehmen in fünfter Generation leitet. Neben dem Stammhaus in Knittelfeld verfügt der heimische Modeanbieter über fünf weitere Standorte; die größte Niederlassung wird in Liezen sein. Gute Neuigkeiten gab es an diesem Tag auch für Aigner-Mitarbeiter: „Das Modehaus Aigner verfügt über ein unglaublich engagiertes, tolles Team, das wir natürlich auch übernehmen möchten“, versicherte der neue Inhaber.
Multifunktionales Zentrum
Die Suche nach einem passenden Nachfolger konnte somit erfolgreich beendet werden, was jedoch nur für das Modehaus Aigner und nicht für die gesamte Arkade zutrifft. Doch laut Projektentwickler Heribert Krammer gebe es auch für das Einkaufszentrum positive Signale: „Der erste Teil der Aufgabe war es, einen Modeanbieter zu fixieren, was gelungen ist.“ Nun habe ein potenzieller Investor sein Interesse an der Arkade schon bekundet: „Ich bin überzeugt, dass wir die Übernahme in den nächsten Monaten über die Bühne bekommen.“ Auch wenn man sich derzeit noch in den Verhandlungen befindet – ein Konzept für die Revitalisierung des Einkaufszentrums ist bereits ausgearbeitet: Die Arkade soll ein multifunktionales Zentrum werden und Handel, Dienstleistung, Gastronomie, Wohnungen und eventuell ein Hotel unter einem Dach vereinen. Letzteres sei eine von mehreren Varianten. Würde tatsächlich ein Hotel realisiert werden, sei es ein Vier-Sterne-Haus mit einer Mindestkapazität von 60 Zimmern, so Krammer.
Baubeginn im nächsten Jahr
Sollten die Gespräche mit den Interessenten, wobei es sich hierbei um zwei Geschäftspartner aus Oberösterreich handelt, positiv verlaufen, dann könne man mit den Umbauarbeiten bereits im Herbst 2021 beginnen, hieß es von Seiten des Projektentwicklers. Vergleichbar mit dem Shoppingzentrum „City Point“ in Steyr, das auch nach einem Konzept von Krammer & Wagner weiterentwickelt wird, könne auch die Arkade aufgestockt werden. Bis es soweit ist, will man sich um das Befüllen der leeren Geschäftslokale kümmern. Und auch hier zeichnet sich ein erster Erfolg ab: Die Vermietung einer Teilfläche des einstigen C&A-Stores sei in Verhandlung, so Krammer. In Summe will man auf einen zukunftsfähigen Branchenmix bauen: „Wir wollen uns mit dem Angebot von Spezialisten klar abheben“, so Krammer.
Innenstadtentwicklung
Von Seiten der Stadtgemeinde begrüßt man die aktuelle Entwicklung rund um die Arkade: „Das von Herrn Krammer angesprochene Konzept der Multifunktionalität stammt aus der Feder der Fokusgruppen, die an dem Innenstadt-Entwicklungsprozess gearbeitet haben. Diese Unterlagen haben wir auch gerne zur Verfügung gestellt“, sagt Liezens Kommunikationsbeauftragte Barbara Aigner. Neben der Arkade im Kerngebiet will man auch eine Weiterentwicklung der Innenstadt vorantreiben. Dazu wurde vor knapp zwei Jahren ein Bürgerbeteiligungsprozess gestartet und im Herbst vergangenen Jahres die Planung für einen neuen Hauptplatz präsentiert. Dieser beinhaltet auch eine Tiefgarage, für die eine Machbarkeitsstudie beauftragt wurde. Ein Teil dieser Erhebungen sind Probebohrungen, die wesentliche Angaben für die Statik liefern sollen. „Danach werden sich auch die Kosten für den Bau richten“, sagt Aigner. Denn so wie in Steyr soll auch Liezens Tiefgarage durch private Investoren finanziert werden.

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news-1440 Thu, 04 Jun 2020 08:16:29 +0200 Grimming-Gesäuse-Classic ist heuer am Start https://www.derennstaler.at/detail/grimming-gesaeuse-classic-ist-heuer-am-start Nach Absagen der Ennstal-Classic und vieler weiterer renommierter Oldtimer-Veranstaltungen in ganz Österreich haben sich die Veranstalter der Grimming-Gesäuse-Classic dazu entschlossen, ein Zeichen zu setzen: Sie laden alle Oldtimer-Freunde am Wochenende vom 14. bis 16. August an der diesjährigen Oldtimer-Rallye hinterm Steuer oder als begeisterter Zuschauer teilzunehmen.
In diesem Jahr steht eine zweitägige Wertungsfahrt auf dem Programm, welche mit interessanten Routen und spannenden Sonderprüfungen durch die wahrscheinlich schönsten Regionen Österreichs führt. Seit Jahren ist die Grimming-Gesäuse-Classic durch den gemütlich-kulinarischen Hintergrund der Veranstaltung besonders bei „echten“ Oldtimer-Liebhabern ein Fixpunkt auf dem Jahreskalender. „Das ist auch der Beweggrund, warum wir uns nach dem Bekanntwerden der Lockerungen dazu entschlossen haben, die Oldtimer-Rallye durchzuführen. Natürlich unter Einhaltung aller Covid-19-Maßnahmen“, heißt es von Seiten des Veranstalterteams. Diese Entscheidung fiel nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Anfragen: „Viele Rallye-Teilnehmer aus den letzten Jahren haben uns kontaktiert, ob die Veranstaltung in diesem Jahr stattfinden können wird. Die größte Herausforderung wird sicherlich die Verpflegung der Teilnehmer werden. Hier sind wir gemeinsam mit den Gastronomen bereits am Ausarbeiten eines Konzepts, das die Durchführung ermöglichen wird.“ Ein Anruf von langjährigen Teilnehmern aus dem Burgenland habe besonders berührt: „Wir wollen einfach nur Oldtimer-Rallye fahren. Und wenn‘s nur Wurst- und Käsesemmerl als Lunchpaket gibt, wär‘ das für uns auch in Ordnung.“ Das sei der entscheidende Moment gewesen, in dem der Funke für die endgültige Zündung der diesjährigen Classic übergesprungen sei: „ Wir freuen uns nun riesig darauf, zahlreiche Teilnehmer und Oldtimer-Freunde von 14. bis 16. August begrüßen zu dürfen und gleichzeitig die Möglichkeit, wunderschöne Oldtimer, Benzingeruch und das Brummen der Motoren auch in diesem Jahr in die wunderschöne Grimming-Gesäuse-Region bringen zu können“, sagt Organisator Alexander Marcher.
Das genaue Programm sowie die Start-, Durchfahrts- und Zielorte werden in Kürze auf www.grimming-gesaeuse.at bekanntgegeben.

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news-1439 Thu, 04 Jun 2020 08:15:02 +0200 Naturparkhaus wieder geöffnet https://www.derennstaler.at/detail/naturparkhaus-wieder-geoeffnet Das Naturparkhaus Schloss Großsölk sowie der Jesuitengarten sind ab sofort wieder mittwochs, freitags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Das kleine Schloss Großsölk war ursprünglich eine Rast- und Einkehrstation der Säumer auf dem Weg zum Sölkpass. Mittlerweile wurde ein Gebäude zu einer Kirche umgebaut, der Rest des Schlosses beherbergt Ausstellungen und einen Veranstaltungsraum. Der Jesuitengarten befindet sich vor dem Schloss und im Innenhof. Dieser ist bis Ende September zur freien Besichtigung geöffnet. Führungen finden jeweils am Mittwoch (bis 26. August) um 10 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt über das Naturparkbüro unter 03685/20903.
Gartenstammtische
Naturparkführerin Martha Zach lädt wieder zu ihren Gartenstammtischen. Am 19. Juni geht es um „Heilsame und pflegende Salben – Lärchpech- und Ringelblumensalbe“. Am 26. Juni steht die Naturkosmetik im Mittelpunkt unter dem Titel „Naturkosmetik selbst herstellen – Haarseife, Sprudelpralinen uvm.“. Weiter geht es am 17. Juli mit dem Gartenstammtisch „Im Sommer schon an den Winter denken – Hustensaft und Schnupfenbalsam“. Kräuterbüscherl binden und die Essigherstellung stehen im Mittelpunkt am 14. August. Der letzte Gartenstammtisch dieser Saison findet am 11. September unter dem Titel „Ernte einbringen, verarbeiten und verkosten: Jahresrückblick und Rezepte“ statt. Interessierte können sich bis jeweils Donnerstag im Naturparkbüro anmelden. Treffpunkt ist beim Schloss Großsölk; von 15 bis 17 Uhr.  
Das beliebte Kasfest findet übrigens am 19. September mit Beginn um 11 Uhr statt.

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news-1438 Thu, 04 Jun 2020 08:13:30 +0200 40-Jahr-Jubiläum des AMS-Teams Rottenmann https://www.derennstaler.at/detail/40-jahr-jubilaeum-des-ams-teams-rottenmann Das Auto-Motorrad-Sport-Team Rottenmann feiert im heurigen Jahr sein 40-jähriges Bestandsjubiläum. Im Oktober 1979 hatten begeisterte Motorsportler die Idee einen Club zu gründen. Nach einigen Vorarbeiten erfolgte im Frühjahr 1980 mit der Eintragung in das Vereinsregister der offizielle Startschuss für das AMS-Team Rottenmann.
Erster Obmann war Helmut Schaupensteiner und als sein Stellvertreter fungierte damals Karl Müller. So wie auch andere Gründungsmitglieder sind beide noch heute im Verein aktiv tätig. Derzeit steht Bernhard Fink dem 171 Mitglieder zählenden AMS-Team als Obmann vor. Von Beginn an hatte der Rottenmanner Motorsportverein das vorrangige Ziel, ambitionierte Nachwuchssportler am Anfang ihrer Karriere finanziell zu unterstützen. Nicht zuletzt dadurch konnten in den letzten Jahrzehnten zahlreiche junge Sportler ihrem Hobby sorgloser nachgehen.
Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte feierte dabei Rallye-Co-Pilot Andreas Schindelbacher. Mit Beppo Harrach am Steuer gewann er im Jahre 2011 die österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft. Auch mit Vereinskollegen Herwig Hüfinger als Fahrer verzeichnete er viele gute Rallyeergebnisse.
Um das nötige Vereinsbudget aufzustellen, veranstalteten die Funktionäre im Laufe der Jahre zahlreiche sportliche Events. So standen im Sommer unter anderem Auto- und Motorradslaloms sowie die Durchführung des legendären Kart-Race am Programm. Im Winter kamen Eisrennen und Paracups zur Austragung. Weitum beliebt und bestens besucht war auch jahrelang die „Racing Bar“ des AMS-Teams zu Fasching. Von Anfang an ein Fixpunkt im Vereinsleben ist die Teilnahme der am 1. Mai stattfindenden Motorrad- und Fahrzeugweihe vor der Stadtpfarrkirche Rottenmann.
Mit der Zeit kristallisierten sich aus den Motorsportlern immer mehr aktive Radfahrer heraus und so wurde vor 20 Jahren als zweite Sparte des AMS-Teams die Sektion Mountainbike ins Leben gerufen. Sektionsleiter von der ersten Stunde an ist Erich Pammer. Höhepunkt für die Radsportler ist zweifelsohne die im Herbst über die Bühne gehende Mountainbike-Vereinsmeisterschaft. Dabei werden nicht nur die Clubmeister gekürt, sondern es steht auch das traditionelle Maibaumumschneiden auf dem Programm. Wie Schriftführer Erwin Ranner abschließend im Gespräch mit dem „Ennstaler“ sagte, sei es im Verein bezüglich Motorsportveranstaltungen in letzter Zeit ruhiger geworden: „Selbst Bewerbe zu veranstalten ist eine Herausforderung geworden. Die Umweltauflagen werden strenger und die Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort gestaltet sich immer schwieriger. Dank vieler gemeinsamer Aktivitäten abseits des Motorsports wird es unseren Verein aber auch in weiterer Zukunft geben“, so der Funktionär des AMS-Teams.

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news-1437 Thu, 28 May 2020 08:38:35 +0200 Vorbildhaft https://www.derennstaler.at/detail/vorbildhaft Nach dem verunglückten Auftritt von Kanzler Kurz im Kleinwalsertal hat es jetzt auch Bundespräsident van der Bellen erwischt. Sein Aufenthalt im Gastgarten einer Pizzeria um 0.30 Uhr widerspricht eben den Corona-Regeln, und wie der Kanzler sollte auch er sich an diese alles andere als angenehmen Regeln  halten. Immerhin haben unsere obersten Repräsentanten eine Vorbildwirkung. Allerdings kann auch das Brechen von Regeln „vorbildhaft“ sein.
Immerhin haben die Österreicher über zwei Monate lang recht vorbildhaft agiert, die Anzahl der aktuell Erkrankten liegt bei nur noch 700. Ganz realistisch betrachtet scheint daher eine wesentlich deutlichere Zurücknahme von getroffenen Maßnahmen ein Gebot der Stunde zu sein. Und diese, in der Bevölkerung weit verbreitete, Meinung wird durch das Brechen der Regeln seitens der höchsten Vertreter unseres Staates natürlich noch zusätzlich befeuert.
Es scheint daher höchst an der Zeit, die für die jetzige Lage völlig überzogenen Maßnahmen zurückzunehmen. Wenn es etwa in ganz Kärnten noch einen einzigen Erkrankten gibt, ist das Tragen einer Maske schlicht und einfach nicht argumentierbar. Daher sollte man uns raschest unsere Freiheit zurückgeben, im Sinne der Psyche, der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft. Und ganz nebenbei hätten unsere „Vorbilder“ wieder legal die Möglichkeit, ein Bad in der Menge oder ein Getränk im Gastgarten zu nehmen. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

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news-1436 Thu, 28 May 2020 08:36:55 +0200 Neuer Schulalltag – Chancen und Ängste https://www.derennstaler.at/detail/neuer-schulalltag-chancen-und-aengste Mit Mundschutz ankommende Kinder, Händedesinfektion beim Eingang, Schichtbetrieb mit kleineren Gruppen, Punkte am Boden als Leitsystem für Pausengestaltung – der neue Schulalltag hat also begonnen.
Nach vielen Wochen von Homeschooling und Distance Learning wurden kürzlich die Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen etappenweise wieder hochgefahren. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, schreibt ein Hygienehandbuch des Bundesministeriums für alle Schulen Österreichs genaue Richtlinien vor, die von den Schulen umgesetzt werden müssen. Neben der strikten Einhaltung der Hygienevorschriften, wie Händedesinfektion und ein Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken bei Verlassen des Sitzplatzes, sind die Wahrung des Mindestabstands einzuhalten. Ein Schichtsystem reduziert zudem die gleichzeitig anwesende Schülerzahl und erleichtert bei kleineren Gruppengrößen die Einhaltung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes. Zusätzlich mussten laut Handbuch die Tische der Schüler entsprechend angeordnet und regelmäßig desinfiziert sowie ein gemeinsames Verwenden von Lehrmitteln vermieden werden. Turnstunden sind ersatzlos gestrichen, „Singen sollte unterlassen und Schreien vermieden werden“, laut Handbuch der Bundesregierung.
Die Krise als Chance
Die Abteilungsleiterin der Bildungsregion Liezen, Waltraud Huber-Köberl, bekam durch die Bank positives Feedback ihrer Kollegenschaft. Eltern und Lehrer haben sich zuvor größere Sorgen gemacht, doch „das Verhalten aller Schüler war überraschend positiv. Teilweise waren Kinder ängstlich, doch mit Aufklärungsarbeit konnte das Unbehagen genommen werden.“ Ein positiver Nebeneffekt des Distance Learnings war in vielen Schulen die gezwungenermaßen beschleunigte Digitalisierung des Unterrichts. Lernapps und Plattformen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und rege genutzt. Außerdem habe diese Zeit laut Huber-Köberl die Eigenständigkeit und Selbstorganisation der Schüler gefördert. Diese Entwicklung solle auf jeden Fall beibehalten werden. „Auch die Eltern haben Hervorragendes geleistet. Neben Haushalt und Homeoffice mussten Mütter und Väter zu Lehrenden werden. Diese Multitasking-Herausforderung wurde mit größtem Engagement gemeistert“, so Huber-Köberl. Natürlich sei vielen Schülern das soziale Umfeld in der Schule abgegangen. Umso größer war die Freude des Wiedersehens nach der Zeit der Isolation.
Besorgte Eltern
Aus Elternsicht stellt sich ein differenzierteres Bild dar. Die zahlreichen Corona-Maßnahmen zählen nicht zu den gewohnten Verhaltensregeln der Kinder. Ein Brief von besorgten Eltern wurde letzte Woche an Bundes- und Landesregierung geschickt. Es sei eine steigende Verunsicherung bei den Kindern zu bemerken. Vor allem die Kleineren können manche Vorschriften nicht verstehen. Abgesehen davon bestehe die Sorge, dass durch das übermäßige Hände desinfizieren die natürliche Hautbarriere geschädigt werden würde. Weiters erinnere die Umsetzung mancher Maßnahmen teilweise an einen Gefängnisalltag. So werden zum Beispiel Kinder an einer Volksschule vom Schulwart abgeholt. An einem Seil sind in ein Meter Abstand Knoten angebracht, an denen sich die Schüler beim Einmarsch ins Schulgebäude festhalten müssen. Andere Schüler finden schachbrettartig angeordnete Bodenmarkierungen im Schulhof vor (Foto oben), wo sie sich in der Pause zum Luftschnappen aufstellen dürfen. Die Schutzmasken müssen dabei selbstverständlich getragen werden. In manchen Schulen wird eine Pause im Freien gänzlich verwehrt. Bewegung und gemeinsames Spielen sei somit untersagt.
Nachdem im Bezirk Liezen seit über einem Monat keine Neuerkrankung zu vermelden war und die Region seit mehr als einer Woche als coronafrei gilt, wird der Ruf nach weiteren Lockerungen zunehmend lauter. „Das Ziel der gesetzten Maßnahmen war laut Bundeskanzler Kurz die Flachhaltung der Infektionskurve. Es wurde versichert, dass – wenn die Kurve zu einem bestimmten Zeitpunkt flach wäre – die Maßnahmen retour genommen werden würden. Aus heutiger Sicht wurde dieses Versprechen nicht eingehalten“, heißt es in dem Schreiben der Eltern an die Bundes- und Landesregierung. Es stelle sich die Frage wie sinnvoll die Maßnahmen seien, und welchen Preis die Jüngsten unserer Gesellschaft dafür bezahlen. Soll die unbeschwerte Kindheit geopfert werden? Die Sorge um verletzte Kinderseelen sei groß. Schließlich wird den Kindern gebetsmühlenartig suggeriert, sie seien für die Verteilung des Virus verantwortlich und hätten die ältere Generation zu schützen. Hierbei stelle sich die Frage, ob die Richtlinien des Ministeriums hinterfragt werden dürfen, ohne dabei als Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden. Aus psychologischer Sicht könne es durch diese Maßnahmen zu schweren posttraumatischen Belastungssyndromen und zur Verschlechterung der Sozialkompetenzen kommen, da der Zeitraum und die Intensität der Maßnahmen, die Flexibilität des kindlichen Gehirns bereits überfordere. Die strengen Maßnahmen bleiben vorerst bis Ende des Schuljahres aufrecht. Den „alten“ Alltag wünschen sich im Herbst wohl Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen zurück.

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news-1435 Thu, 28 May 2020 08:35:24 +0200 Iriswiesen – Naturschutz und Landwirtschaft https://www.derennstaler.at/detail/iriswiesen-naturschutz-und-landwirtschaft Er kehrt alljährlich wieder: Der violette Blütenzauber auf den Trautenfelser Ennswiesen. Dort zeigt die Sibirische Schwertlilie mit etlichen Einsprengseln der weißen Sternnarzisse ihre Pracht und lockt Naturfreunde aus dem ganzen Ennstal und darüber hinaus in unsere Region.
Einst waren die Iriswiesen, auf der die Schwertlilien und Sternnarzissen blühen, typisch für die Kulturlandschaft im Mittleren Ennstal. Aufgrund von Trockenlegung und Bewirtschaftungsänderungen wurden sie jedoch mehr und mehr zurückgedrängt. Heute sind sie nur noch auf einigen Restflächen zu finden. Die Trautenfelser Blühwiesen sind ein gutes Beispiel, wie Artenvielfalt in der Praxis aussehen kann. In Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz entstand das Projekt „ReKultivierung Iriswiesen“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Dabei werden Brachflächen für die bäuerlichen Betriebe nutzbar gemacht und gleichzeitig Lebensraum mit einer standorttypischen Artenvielfalt hergestellt und aufgewertet. Schließlich bieten diese einst so regionstypischen Streuwiesen wertvolle Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Rechtzeitig zur Woche der Artenvielfalt zeigen sich die Blühwiesen am Fuße des Grimmings in ihrer ganzen Pracht und sind ein gutes Beispiel dafür, dass Landwirtschaft und Naturschutz im Einklang sein können.
Zwei Diplomanden der HBLFA – Andreas Fokter und Martin Hillinger – dokumentierten in ihren Arbeiten die wesentlichen Voraussetzungen und Arbeitsschritte nach wissenschaftlichen Vorgaben. Sanfte Bodenbearbeitung auf den Feuchtflächen, Beobachtung der Witterung und der dort lebenden Tiere sind zu berücksichtigen. Der Natur muss Zeit gegeben werden, sich zu entfalten und es ist notwendig diese Arten nach besten Kräften zu schützen und als Standortblüher zu erhalten.

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news-1434 Thu, 28 May 2020 08:33:59 +0200 Rittisberg in Ramsau/Dachstein startet in die Saison https://www.derennstaler.at/detail/rittisberg-in-ramsau-dachstein-startet-in-die-saison Am morgigen Samstag, dem 30. Mai, nimmt der Rittisberg in Ramsau am Dachstein seinen Betrieb auf. Die Öffnungszeiten bleiben aufgrund der Coronakrise vorerst flexibel.
Nach der Beendung des Lockdowns dürfen Freizeitbetriebe und Gaststätten wieder öffnen. Auch am Rittisberg in Ramsau am Dachstein wurden alle Vorkehrungen für den Start in die verspätete Sommersaison sorgfältig getroffen. Ein besonderes Augenmerk habe man dabei auf die Corona-Maßnahmen gelegt, wie Hans-Peter Steiner, Produktentwickler der Marke Rittisberg, sagt: „Die Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität, weshalb wir entsprechende Sicherheitskonzepte ausgearbeitet haben.“  Ein neues Personen-Nummernsystem soll Staubildungen an der Talstation der Sommerrodelbahn verhindern und an der Vierer-Sesselbahn wurden Laser installiert, die einen kontaktlosen Eintritt ermöglichen. „Auch im Kassabereich der Talstation und der Hütten wurden alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um ein entspanntes Freizeiterlebnis genießen zu können“, so Steiner, der ebenso auf die flexiblen Öffnungszeiten hinweist: „Aufgrund der Coronakrise kann es zu Abweichungen der regulären Betriebszeiten kommen, die wir natürlich an der Talstation sowie auf unserer Website bekannt geben.“ Nähere Infos unter www.rittisberg.at.

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news-1433 Thu, 28 May 2020 08:32:18 +0200 Rücktritt von Ski-Superstar Anna Veith https://www.derennstaler.at/detail/ruecktritt-von-ski-superstar-anna-veith Die 30-jährige Anna Veith, geborene Fenninger, erklärte am vergangenen Samstag in einer ORF-Sendung ihren Rücktritt vom aktiven Skisport.
Im Hotel Arx, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Manuel in ihrem neuen Heimatort Rohrmoos führt, blickte die gebürtige Salzburgerin im Gespräch mit Alexandra Meißnitzer auf ihre grandiose Karriere zurück: „Ich bin glücklich, dass ich heute meine Karriere gesund und erfolgreich beenden kann. Ich habe meinen Kindheitstraum gelebt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören.“ Die Olympiasiegerin von 2014, dreifache Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin hat alles gewonnen, was im Skisport möglich ist. „Ich bin sehr stolz auf das was ich erreicht habe. Aber ich weiß auch, wie viele Mühen und Entbehrungen dazu gehört haben. Meine Leidenschaft für den Sport hat mich immer angetrieben, ich habe alles gegeben und die harte Arbeit wurde immer belohnt. Im letzten Winter war es dann aber anders“, so Anna Veith. Sie habe nach ihrer letzten schweren Knieverletzung alles daran gesetzt, um wieder zurückzukommen und Vertrauen zu finden. Es sei ihr aber nicht mehr gelungen dahin zu kommen, wo sie hin wollte. Veith: „Daher habe ich beschlossen einen Schlussstrich zu ziehen. Ich durfte lange das machen, was ich unbedingt wollte und am meisten liebte. Das weiß ich zu schätzen, aber für mich ist es jetzt der richtige Zeitpunkt meine Karriere zu beenden.“ Der größte Erfolg aus Sicht der 30-Jährigen, ist jener, der sie auch am meisten bewegt hat: „Der emotionalste Moment war zweifelsohne die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Nach meiner ersten schweren Verletzung im Jahr 2015 wusste niemand, ob es wieder möglich sein wird, so Ski zu fahren, wie ich es zuvor gemacht habe. Diese Medaille war der Beweis dafür und der Lohn für die harte Arbeit“, erinnert sich die dreifache österreichische Sportlerin des Jahres.
Veith freut sich nun auf ihr Privatleben. Familienplanung wird dabei in Zukunft ebenso eine Rolle spielen, aber nicht sofort. „Manuel und ich wünschen uns eine eigene Familie, aber wir haben nicht so einen Stress und genießen die Zeit für uns“, sagte sie im ORF-Interview mit Alexandra Meißnitzer. Was sie nun macht, kann die Olympiasiegerin noch nicht konkret beantworten. „Ich stelle mir jeden Tag die Frage, es gibt noch nichts Konkretes.“ Sie möchte ihre Werte weiterverfolgen, die Jugend unterstützen und ihre Erfahrungen weitergeben. Einen Trainerjob im klassischen Sinn könne sie sich aber nicht vorstellen.

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