Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Tue, 02 Jun 2020 14:44:50 +0200 Tue, 02 Jun 2020 14:44:50 +0200 TYPO3 EXT:news news-1437 Thu, 28 May 2020 08:38:35 +0200 Vorbildhaft https://www.derennstaler.at/detail/vorbildhaft Nach dem verunglückten Auftritt von Kanzler Kurz im Kleinwalsertal hat es jetzt auch Bundespräsident van der Bellen erwischt. Sein Aufenthalt im Gastgarten einer Pizzeria um 0.30 Uhr widerspricht eben den Corona-Regeln, und wie der Kanzler sollte auch er sich an diese alles andere als angenehmen Regeln  halten. Immerhin haben unsere obersten Repräsentanten eine Vorbildwirkung. Allerdings kann auch das Brechen von Regeln „vorbildhaft“ sein.
Immerhin haben die Österreicher über zwei Monate lang recht vorbildhaft agiert, die Anzahl der aktuell Erkrankten liegt bei nur noch 700. Ganz realistisch betrachtet scheint daher eine wesentlich deutlichere Zurücknahme von getroffenen Maßnahmen ein Gebot der Stunde zu sein. Und diese, in der Bevölkerung weit verbreitete, Meinung wird durch das Brechen der Regeln seitens der höchsten Vertreter unseres Staates natürlich noch zusätzlich befeuert.
Es scheint daher höchst an der Zeit, die für die jetzige Lage völlig überzogenen Maßnahmen zurückzunehmen. Wenn es etwa in ganz Kärnten noch einen einzigen Erkrankten gibt, ist das Tragen einer Maske schlicht und einfach nicht argumentierbar. Daher sollte man uns raschest unsere Freiheit zurückgeben, im Sinne der Psyche, der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft. Und ganz nebenbei hätten unsere „Vorbilder“ wieder legal die Möglichkeit, ein Bad in der Menge oder ein Getränk im Gastgarten zu nehmen. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

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news-1436 Thu, 28 May 2020 08:36:55 +0200 Neuer Schulalltag – Chancen und Ängste https://www.derennstaler.at/detail/neuer-schulalltag-chancen-und-aengste Mit Mundschutz ankommende Kinder, Händedesinfektion beim Eingang, Schichtbetrieb mit kleineren Gruppen, Punkte am Boden als Leitsystem für Pausengestaltung – der neue Schulalltag hat also begonnen.
Nach vielen Wochen von Homeschooling und Distance Learning wurden kürzlich die Volksschulen, AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen etappenweise wieder hochgefahren. Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, schreibt ein Hygienehandbuch des Bundesministeriums für alle Schulen Österreichs genaue Richtlinien vor, die von den Schulen umgesetzt werden müssen. Neben der strikten Einhaltung der Hygienevorschriften, wie Händedesinfektion und ein Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken bei Verlassen des Sitzplatzes, sind die Wahrung des Mindestabstands einzuhalten. Ein Schichtsystem reduziert zudem die gleichzeitig anwesende Schülerzahl und erleichtert bei kleineren Gruppengrößen die Einhaltung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes. Zusätzlich mussten laut Handbuch die Tische der Schüler entsprechend angeordnet und regelmäßig desinfiziert sowie ein gemeinsames Verwenden von Lehrmitteln vermieden werden. Turnstunden sind ersatzlos gestrichen, „Singen sollte unterlassen und Schreien vermieden werden“, laut Handbuch der Bundesregierung.
Die Krise als Chance
Die Abteilungsleiterin der Bildungsregion Liezen, Waltraud Huber-Köberl, bekam durch die Bank positives Feedback ihrer Kollegenschaft. Eltern und Lehrer haben sich zuvor größere Sorgen gemacht, doch „das Verhalten aller Schüler war überraschend positiv. Teilweise waren Kinder ängstlich, doch mit Aufklärungsarbeit konnte das Unbehagen genommen werden.“ Ein positiver Nebeneffekt des Distance Learnings war in vielen Schulen die gezwungenermaßen beschleunigte Digitalisierung des Unterrichts. Lernapps und Plattformen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und rege genutzt. Außerdem habe diese Zeit laut Huber-Köberl die Eigenständigkeit und Selbstorganisation der Schüler gefördert. Diese Entwicklung solle auf jeden Fall beibehalten werden. „Auch die Eltern haben Hervorragendes geleistet. Neben Haushalt und Homeoffice mussten Mütter und Väter zu Lehrenden werden. Diese Multitasking-Herausforderung wurde mit größtem Engagement gemeistert“, so Huber-Köberl. Natürlich sei vielen Schülern das soziale Umfeld in der Schule abgegangen. Umso größer war die Freude des Wiedersehens nach der Zeit der Isolation.
Besorgte Eltern
Aus Elternsicht stellt sich ein differenzierteres Bild dar. Die zahlreichen Corona-Maßnahmen zählen nicht zu den gewohnten Verhaltensregeln der Kinder. Ein Brief von besorgten Eltern wurde letzte Woche an Bundes- und Landesregierung geschickt. Es sei eine steigende Verunsicherung bei den Kindern zu bemerken. Vor allem die Kleineren können manche Vorschriften nicht verstehen. Abgesehen davon bestehe die Sorge, dass durch das übermäßige Hände desinfizieren die natürliche Hautbarriere geschädigt werden würde. Weiters erinnere die Umsetzung mancher Maßnahmen teilweise an einen Gefängnisalltag. So werden zum Beispiel Kinder an einer Volksschule vom Schulwart abgeholt. An einem Seil sind in ein Meter Abstand Knoten angebracht, an denen sich die Schüler beim Einmarsch ins Schulgebäude festhalten müssen. Andere Schüler finden schachbrettartig angeordnete Bodenmarkierungen im Schulhof vor (Foto oben), wo sie sich in der Pause zum Luftschnappen aufstellen dürfen. Die Schutzmasken müssen dabei selbstverständlich getragen werden. In manchen Schulen wird eine Pause im Freien gänzlich verwehrt. Bewegung und gemeinsames Spielen sei somit untersagt.
Nachdem im Bezirk Liezen seit über einem Monat keine Neuerkrankung zu vermelden war und die Region seit mehr als einer Woche als coronafrei gilt, wird der Ruf nach weiteren Lockerungen zunehmend lauter. „Das Ziel der gesetzten Maßnahmen war laut Bundeskanzler Kurz die Flachhaltung der Infektionskurve. Es wurde versichert, dass – wenn die Kurve zu einem bestimmten Zeitpunkt flach wäre – die Maßnahmen retour genommen werden würden. Aus heutiger Sicht wurde dieses Versprechen nicht eingehalten“, heißt es in dem Schreiben der Eltern an die Bundes- und Landesregierung. Es stelle sich die Frage wie sinnvoll die Maßnahmen seien, und welchen Preis die Jüngsten unserer Gesellschaft dafür bezahlen. Soll die unbeschwerte Kindheit geopfert werden? Die Sorge um verletzte Kinderseelen sei groß. Schließlich wird den Kindern gebetsmühlenartig suggeriert, sie seien für die Verteilung des Virus verantwortlich und hätten die ältere Generation zu schützen. Hierbei stelle sich die Frage, ob die Richtlinien des Ministeriums hinterfragt werden dürfen, ohne dabei als Verschwörungstheoretiker abgestempelt zu werden. Aus psychologischer Sicht könne es durch diese Maßnahmen zu schweren posttraumatischen Belastungssyndromen und zur Verschlechterung der Sozialkompetenzen kommen, da der Zeitraum und die Intensität der Maßnahmen, die Flexibilität des kindlichen Gehirns bereits überfordere. Die strengen Maßnahmen bleiben vorerst bis Ende des Schuljahres aufrecht. Den „alten“ Alltag wünschen sich im Herbst wohl Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen zurück.

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news-1435 Thu, 28 May 2020 08:35:24 +0200 Iriswiesen – Naturschutz und Landwirtschaft https://www.derennstaler.at/detail/iriswiesen-naturschutz-und-landwirtschaft Er kehrt alljährlich wieder: Der violette Blütenzauber auf den Trautenfelser Ennswiesen. Dort zeigt die Sibirische Schwertlilie mit etlichen Einsprengseln der weißen Sternnarzisse ihre Pracht und lockt Naturfreunde aus dem ganzen Ennstal und darüber hinaus in unsere Region.
Einst waren die Iriswiesen, auf der die Schwertlilien und Sternnarzissen blühen, typisch für die Kulturlandschaft im Mittleren Ennstal. Aufgrund von Trockenlegung und Bewirtschaftungsänderungen wurden sie jedoch mehr und mehr zurückgedrängt. Heute sind sie nur noch auf einigen Restflächen zu finden. Die Trautenfelser Blühwiesen sind ein gutes Beispiel, wie Artenvielfalt in der Praxis aussehen kann. In Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz entstand das Projekt „ReKultivierung Iriswiesen“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Dabei werden Brachflächen für die bäuerlichen Betriebe nutzbar gemacht und gleichzeitig Lebensraum mit einer standorttypischen Artenvielfalt hergestellt und aufgewertet. Schließlich bieten diese einst so regionstypischen Streuwiesen wertvolle Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Tierarten. Rechtzeitig zur Woche der Artenvielfalt zeigen sich die Blühwiesen am Fuße des Grimmings in ihrer ganzen Pracht und sind ein gutes Beispiel dafür, dass Landwirtschaft und Naturschutz im Einklang sein können.
Zwei Diplomanden der HBLFA – Andreas Fokter und Martin Hillinger – dokumentierten in ihren Arbeiten die wesentlichen Voraussetzungen und Arbeitsschritte nach wissenschaftlichen Vorgaben. Sanfte Bodenbearbeitung auf den Feuchtflächen, Beobachtung der Witterung und der dort lebenden Tiere sind zu berücksichtigen. Der Natur muss Zeit gegeben werden, sich zu entfalten und es ist notwendig diese Arten nach besten Kräften zu schützen und als Standortblüher zu erhalten.

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news-1434 Thu, 28 May 2020 08:33:59 +0200 Rittisberg in Ramsau/Dachstein startet in die Saison https://www.derennstaler.at/detail/rittisberg-in-ramsau-dachstein-startet-in-die-saison Am morgigen Samstag, dem 30. Mai, nimmt der Rittisberg in Ramsau am Dachstein seinen Betrieb auf. Die Öffnungszeiten bleiben aufgrund der Coronakrise vorerst flexibel.
Nach der Beendung des Lockdowns dürfen Freizeitbetriebe und Gaststätten wieder öffnen. Auch am Rittisberg in Ramsau am Dachstein wurden alle Vorkehrungen für den Start in die verspätete Sommersaison sorgfältig getroffen. Ein besonderes Augenmerk habe man dabei auf die Corona-Maßnahmen gelegt, wie Hans-Peter Steiner, Produktentwickler der Marke Rittisberg, sagt: „Die Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter hat höchste Priorität, weshalb wir entsprechende Sicherheitskonzepte ausgearbeitet haben.“  Ein neues Personen-Nummernsystem soll Staubildungen an der Talstation der Sommerrodelbahn verhindern und an der Vierer-Sesselbahn wurden Laser installiert, die einen kontaktlosen Eintritt ermöglichen. „Auch im Kassabereich der Talstation und der Hütten wurden alle notwendigen Vorkehrungen getroffen, um ein entspanntes Freizeiterlebnis genießen zu können“, so Steiner, der ebenso auf die flexiblen Öffnungszeiten hinweist: „Aufgrund der Coronakrise kann es zu Abweichungen der regulären Betriebszeiten kommen, die wir natürlich an der Talstation sowie auf unserer Website bekannt geben.“ Nähere Infos unter www.rittisberg.at.

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news-1433 Thu, 28 May 2020 08:32:18 +0200 Rücktritt von Ski-Superstar Anna Veith https://www.derennstaler.at/detail/ruecktritt-von-ski-superstar-anna-veith Die 30-jährige Anna Veith, geborene Fenninger, erklärte am vergangenen Samstag in einer ORF-Sendung ihren Rücktritt vom aktiven Skisport.
Im Hotel Arx, das sie gemeinsam mit ihrem Mann Manuel in ihrem neuen Heimatort Rohrmoos führt, blickte die gebürtige Salzburgerin im Gespräch mit Alexandra Meißnitzer auf ihre grandiose Karriere zurück: „Ich bin glücklich, dass ich heute meine Karriere gesund und erfolgreich beenden kann. Ich habe meinen Kindheitstraum gelebt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören.“ Die Olympiasiegerin von 2014, dreifache Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin hat alles gewonnen, was im Skisport möglich ist. „Ich bin sehr stolz auf das was ich erreicht habe. Aber ich weiß auch, wie viele Mühen und Entbehrungen dazu gehört haben. Meine Leidenschaft für den Sport hat mich immer angetrieben, ich habe alles gegeben und die harte Arbeit wurde immer belohnt. Im letzten Winter war es dann aber anders“, so Anna Veith. Sie habe nach ihrer letzten schweren Knieverletzung alles daran gesetzt, um wieder zurückzukommen und Vertrauen zu finden. Es sei ihr aber nicht mehr gelungen dahin zu kommen, wo sie hin wollte. Veith: „Daher habe ich beschlossen einen Schlussstrich zu ziehen. Ich durfte lange das machen, was ich unbedingt wollte und am meisten liebte. Das weiß ich zu schätzen, aber für mich ist es jetzt der richtige Zeitpunkt meine Karriere zu beenden.“ Der größte Erfolg aus Sicht der 30-Jährigen, ist jener, der sie auch am meisten bewegt hat: „Der emotionalste Moment war zweifelsohne die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Nach meiner ersten schweren Verletzung im Jahr 2015 wusste niemand, ob es wieder möglich sein wird, so Ski zu fahren, wie ich es zuvor gemacht habe. Diese Medaille war der Beweis dafür und der Lohn für die harte Arbeit“, erinnert sich die dreifache österreichische Sportlerin des Jahres.
Veith freut sich nun auf ihr Privatleben. Familienplanung wird dabei in Zukunft ebenso eine Rolle spielen, aber nicht sofort. „Manuel und ich wünschen uns eine eigene Familie, aber wir haben nicht so einen Stress und genießen die Zeit für uns“, sagte sie im ORF-Interview mit Alexandra Meißnitzer. Was sie nun macht, kann die Olympiasiegerin noch nicht konkret beantworten. „Ich stelle mir jeden Tag die Frage, es gibt noch nichts Konkretes.“ Sie möchte ihre Werte weiterverfolgen, die Jugend unterstützen und ihre Erfahrungen weitergeben. Einen Trainerjob im klassischen Sinn könne sie sich aber nicht vorstellen.

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news-1432 Wed, 20 May 2020 08:29:06 +0200 Wiener Wahlkampfauftakt https://www.derennstaler.at/detail/wiener-wahlkampfauftakt Es war wohl von Anfang an klar, dass es bei der Bekämpfung von Corona auch immer wieder Rückschläge geben würde. Die jetzt in Wien und Niederösterreich aufgetretene Häufung von Neuinfektionen ist daher nicht wirklich überraschend, es sollte aber rasch und entschlossen gehandelt werden. Für eine vorgezogene Wahlkampfauseinandersetzung in Wien eignet sich das Thema aber nicht. Es wäre schön, wenn das die handelnden Personen auch so sehen würden und man sich lieber gemeinsam für rasche Gegenmaßnahmen einsetzt.
Ähnlich wie bei den deutschen Fleischfabriken haben sich auch bei uns prekäre Beschäftigungsverhältnisse als potentiell gefährlich gezeigt. Menschen die schlecht verdienen, wenig Wohnraum zur Verfügung haben und als Leiharbeiter aus Angst um den Job vielleicht auch krank arbeiten gehen, scheinen die Ansteckungswelle ausgelöst zu haben. Und wenn das Ganze dann auch noch in größeren Unternehmen passiert, ist eben auch die Zahl der Betroffenen höher.
Dass dieses Risikoprofil im städtischen Raum häufiger anzutreffen ist als am Land, versteht sich dabei von selbst. Nachdem Abstand immer noch das beste Mittel gegen eine Ansteckung ist, bringt viel Platz natürlich einen entscheidenden Vorteil. Diesen Platz gibt es im städtischen Bereich eben oft nicht, weswegen die schnelle Entdeckung von Neuerkrankten dort besonders wichtig ist. Daran zu arbeiten sollte das Gebot der Stunde sein, anstatt sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen und nach Wählerstimmen zu schielen.

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news-1431 Wed, 20 May 2020 08:27:04 +0200 Liezen befürchtet 1 Million Euro weniger im Budget https://www.derennstaler.at/detail/liezen-befuerchtet-1-million-euro-weniger-im-budget Vergangene Woche Donnerstag tagte der Gemeinderat in Liezen. Eines der Hauptthemen war die vom Lockdown ausgelöste finanzielle Krise, die auch die Bezirkshauptstadt massiv trifft. Hilfe erhofft man sich nun vom Bund.
„Wir befinden uns in einer Gesundheitskrise, die sich immer mehr zur sozialen Krise entwickelt und deren Ende nicht absehbar ist“, erörterte Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner zu Beginn der vergangenen Gemeinderatssitzung, die vom Rathaus in den großen Kultursaal verlegt werden musste, um die vorgeschriebenen Abstandregeln einhalten zu können. Dass die Corona-Maßnahmen sich nicht nur auf das öffentliche Leben, sondern auch auf die wirtschaftliche Entwicklung stark auswirken, bekommen nun auch die Gemeinden zu spüren. Denn: Ertragsanteile und Kommunalsteuern werden weniger. Um wie viel diese Einnahmen schrumpfen, ist derzeit zwar noch unklar, doch Liezens Finanzreferent Albert Krug warnt: „Wir werden damit rechnen müssen, dass uns eine Million Euro im Budget fehlen wird.“
Gemeinden zum Sparen angehalten
„Wir haben die Anweisung vom Land, dass Projekte eingestellt werden müssen. Die Gemeinde muss sparen. Solange nicht Gefahr in Verzug ist, darf nichts gemacht werden“, so Krug, denn ausgegeben werden könne derzeit nur das, was eingenommen werde. Den Ernst der Lage unterstrich auch Liezens Bürgermeisterin deutlich: „Wir müssen auf jeden einzelnen Cent schauen.“ Unterstützung erhofft man nun vom Bund, wofür eigens eine Resolution zur Aufbereitung und zum Beschluss im Parlament vom Gemeinderat beschlossen wurde. Der sogenannte Rettungsschirm für Gemeinden „wäre ein wichtiger Zuschuss vom Bund. Wir werden zwar keine Million bekommen, aber selbst 600.000 Euro würden uns schon sehr helfen“, zeigte sich der Finanzreferent besorgt.
Keine Corona-Fälle in Liezen
Schon im Herbst wurde in Liezen ein Krisenstab eingerichtet, der der Bürgermeisterin in schwierigen Situationen, wie beispielsweise bei Schneechaos, beratend zur Seite stehen soll. Wie intensiv dieser bereits wenige Monate nach seiner Gründung im Einsatz sein werde, war zu diesem Zeitpunkt noch in keiner Weise absehbar. Die vom Bund angeordneten Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus hatten zur Folge, dass „ich den Krisenstab oft mehrmals täglich und teils sehr kurzfristig einberufen musste. Aber ein rasches und flexibles Handeln war sehr oft notwendig, da sich die Rahmenbedingungen ständig geändert haben“, beschrieb Liezens Bürgermeisterin die letzten Wochen und Monate, wobei sie betonte: „Dieses intensive Miteinander hat schon bewirkt, dass wir die Krise gut im Griff hatten“, so Glashüttner, die darauf hinwies, dass es in der Gemeinde Liezen keinen einzigen nachgewiesenen Corona-Fall gegeben habe: „Wir haben nichts riskiert und viele Maßnahmen getroffen, auch wenn wir da und dort schon auf Widerstand gestoßen sind.“ Der angesprochene Widerstand machte sich vor allem bei jener Anordnung bemerkbar, der das Aussetzen des Bauernmarktes in Liezen nach sich zog. Damit Liezens Bürger trotzdem weiterhin diese Produkte beziehen konnten, wurde ein Zustelldienst eingerichtet. Auf den Service der Zustellung hat man in Liezen auch bei Risikogruppen, Mindesteinkommen- und Tafel-Bezieher gesetzt. Die dadurch entstandenen Mehrkosten wurden durch die Aufwandsentschädigungen der Bürgermeisterin, des ersten Vizebürgermeisters und des Finanzreferenten beglichen, die das im ersten Quartal bereits erhaltene Sitzungsgeld an die Stadtgemeinde zurück gezahlt haben.
„Wir wollen mitarbeiten“
Wurde auch die Arbeit des Krisenstabs durchgehend gelobt, ausreichend Kritik an der personellen Besetzung gab es trotzdem: „Wir wollen beide Vizebürgermeister und jeden Fraktionsführer dabei haben. Das wäre eine große Chance, die Sicht der Bevölkerung besser einzubinden. Schließlich sind wir gewählt worden und wollen mitarbeiten“, so der zweite Vizebürgermeister Egon Gojer von der ÖVP, der vor allem die mangelnde Weitergabe an Informationen angekreidete. Auch August Singer von der Bürgerliste LIEB bekrittelte: „Wir fühlen uns beiseite gestellt.“ Der von der ÖVP eingebrachte Dringlichkeitsantrag zur Neubesetzung des Krisenstabs wurde jedoch mit den Stimmen der SPÖ abgelehnt. Die Begründung: „Es ging so viel an Information raus, dass niemand uninformiert war. Da kann man uns keine Informationsschuld vorwerfen“, so Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner.
Dieselbe Uneinigkeit wie bei der Besetzung des Krisenstabs zeigte sich auch beim Rechnungsabschluss 2019. Während der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Gerald Baumann (Grüne), von einer Punktlandung sprach und auch für die FPÖ „die geringen Abweichungen völlig in Ordnung und erklärbar sind“, wie Ronald Wohlmuther betonte, zeigte sich ÖVP-Vizebürgermeister Egon Gojer verärgert: „Der Voranschlag war mit den Ideen der SPÖ bestückt und für die Ideen der Opposition war kein Geld mehr da.“ Gegenwind kam auch von Seiten der Bürgerliste LIEB, die ein besonderes Augenmerk auf die Kultur geworfen hatte. Denn im Voranschlag seien dafür 131.000 Euro festgesetzt und im Nachtragsvoranschlag auf 169.000 Euro erhöht worden. Die tatsächlichen Ausgaben würden sich jedoch auf 212.000 Euro belaufen, so Fraktionsführer August Singer. In seiner Argumentation bezog sich Finanzreferent Albert Krug vor allem auf die hohen Ausgaben für die Sommerbühne zur Belebung der Innenstadt.
Blühende Wirtschaft im Vorjahr
Der ordentliche Haushalt 2019 weist bei den Einnahmen 28,453.000 Euro und bei den Ausgaben 28,006.000 Euro auf. Der außerordentliche Haushalt ist mit 3,138.374 Euro ausgeglichen. Im Vergleich zu 2018 ist der Verschuldungsgrad von 4,91 auf 4,10 Prozent gesunken und auch „die Wirtschaft hat sehr gut funktioniert“, betonte Finanzreferent Albert Krug, der auf Kommunalsteuern in der Höhe von 4,663.000 Euro und Ertragsanteile von 6,824.000 Euro verwies. Die meisten Ausgaben hatte die Stadtgemeinde Liezen im Jahr 2019 bei Straßenbauten getätigt. Für diesen Posten wurden 1,393.986 Euro aufgewendet. In diesem Punkt „ein absolutes Ausnahmejahr“, wie Finanzreferent Albert Krug betonte.

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news-1430 Wed, 20 May 2020 08:25:37 +0200 Saisonstart im Nationalpark Gesäuse https://www.derennstaler.at/detail/saisonstart-im-nationalpark-gesaeuse Die Lockerungen rund um die Corona-Pandemie machen nun auch einen eingeschränkten Besucherbetrieb im Nationalpark Gesäuse möglich.
Ab Juni ist es soweit: Die geführten Touren durch den Nationalpark Gesäuse können endlich wieder starten. „Wir gehen ohnehin in Kleingruppen und zusätzlich wurden unsere Ranger speziell geschult“, heißt es von Seiten der Nationalpark-Verwaltung. Auch der Gastronomiebetrieb im Nationalpark-Pavillon in Gstatterboden ist ab 29. Mai von 10 bis 22 Uhr wieder geöffnet. Genauso wie die Ausstellung „Planspitze – Berg der Gegensätze“, die sich im selben Gebäude befindet. Auch das Weidendom-Areal sowie die Themenwege „Wilder Johann“, „Lettmair Au“, „Leierweg“ und der „Ökologische Fußabdruck“ sind wieder frei zugänglich. Ebenso darf wieder geforscht werden: „Unser Personal im Erlebniszentrum Weidendom ist ab 30. Mai an Feiertagen und Wochenenden von 10 bis 18 Uhr vor Ort. Kostenpflichtige Forschungsprogramme mit eingeschränkter Gruppengröße werden von 1. Juli bis 13. September täglich um 11, 14 und 16 Uhr angeboten“, ist in einer aktuellen Pressemitteilung zu lesen. Gute Neuigkeiten gibt es auch für Bike-Sportler: Die Mountainbike-Strecken Hochscheibenalm, Ennsbodenweg und Rauchbodenweg sind frei befahrbar. Lediglich bei der Johnsbacher Almrunde muss man sich aufgrund von Schneeresten noch bis Mitte Juni in Geduld üben. Geöffnet haben bereits auch die meisten Schutzhütten. Nur eine Übernachtung ist derzeit nicht möglich.

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news-1429 Wed, 20 May 2020 08:24:31 +0200 PVA Gröbming fährt wieder hoch https://www.derennstaler.at/detail/pva-groebming-faehrt-wieder-hoch Bis 30. April galten in Rehabilitationseinrichtungen Betretungsverbote. Laufende Kuren wurden abgebrochen und Reha-Patienten sind abgereist. Neun der 15 Häuser, darunter auch Gröbming, rüsteten sich, um als Notfallspital im Bedarfsfall die Akutkrankenanstalten zu entlasten. Unter strengen Auflagen wird nun der Rehabilitationsbetrieb sukzessive wieder gestartet.
Neben acht weiteren Einrichtungen der Pensionsversicherungsanstalt war der Standort in Gröbming als Notfallkrankenhaus vorgesehen. Wäre es in den umliegenden Spitälern coronabedingt zur Überlastung gekommen, hätte Gröbming diese Häuser mit zusätzlichen Betten unterstützt. Vereinzelt sind auch pflegebedürftige Patienten, unter anderem aus Schladming, Bad Aussee und Rottenmann, übernommen worden, welche noch nicht in die häusliche Pflege entlassen werden konnten. Nachdem das Betretungsverbot mit Anfang Mai aufgehoben wurde, wird der Rehabilitationsbetrieb Schritt für Schritt wieder gestartet. Vorerst mit Anschlussheilverfahren für Patienten, die unmittelbar nach Spitalsaufenthalten Rehabilitationsbedarf haben. Ab Mitte Juni werden voraussichtlich wieder Reha-Anträge für allgemeine Heilverfahren berücksichtigt, soweit es die Sicherheitsrichtlinien zulassen.
Um das Ansteckungsrisiko für Patienten und Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren, gibt es strenge Maßnahmen wie Testungen, Mund-Nasen-Schutz, Sicherheitsabstand und viele weitere definierte Prozesse. Für jeden Raum ist eine maximal zulässige Personenanzahl vorgeschrieben, das Schwimmbad ist zwar in Betrieb, umziehen und duschen ist allerdings nur im Zimmer erlaubt. Besuche sind bis auf weiteres nicht gestattet. Für Patienten, die ihren Rehabilitationsaufenthalt aufgrund der Coronakrise nicht antreten konnten, wurde die Gültigkeit der Zuweisung verlängert.

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news-1428 Wed, 20 May 2020 08:21:26 +0200 Bad Mitterndorf und Irdning starteten Training https://www.derennstaler.at/detail/bad-mitterndorf-und-irdning-starteten-training Zwei der drei Oberligavereine des Bezirkes Liezen nahmen am vergangenen Montag nach über zwei Monaten Pause das Training wieder auf. Irdning und Bad Mitterndorf sind unter Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien bereits am Rasen, Schladming möchte erst Perspektiven in Richtung Meisterschaft.
Die Irdninger Kicker fieberten dem Start besonders augenscheinlich entgegen. Wie der sportliche Leiter Markus Kriechbaum dem „Ennstaler“ mitteilte, war bei der ersten Einheit fast der gesamte 20-Mann-Kader anwesend: „Um das im Grunde freiwillige Training in den vorgeschriebenen Kleingruppen optimal zu gestalten, sind neben Trainer Marco Pichler auch ich sowie der Coach der zweiten Mannschaft, Christoph Höflechner, und mein Stellvertreter Marc Odersky im Einsatz.“ Auch abseits des Trainings ist Markus Kriechbaum mit der Entwicklung im Verein sehr zufrieden: „Der Großteil der Spieler hat für die kommende Saison bereits wieder unterschrieben. Besonders freut es mich unter anderem, dass auch Bernd Rindler, der von vielen Vereinen umworben wird, weiter in Irdning bleibt. Auch Trainer Marco Pichler und das gesamte Trainer- und Funktionärsteam inklusive mir haben für die kommende Saison schon zugesagt. Wenn die Corona-Zahlen so stabil bleiben, bin ich auch zuversichtlich, dass es im Herbst eine Meisterschaft geben wird. Wir sind jedenfalls gerüstet“, so der sportliche Leiter.
Auch der ASV Bad Mitterndorf trainiert seit Anfang der Woche wieder. Laut Obmann Ossi Grick sollten dabei nach Möglichkeit alle Kaderspieler anwesend sein. Wenn der eine oder andere einmal fehlt, sei es aber auch kein Beinbruch. „Abgesehen von einem Fahrtgeld für die auswärtigen Spieler bekommt keiner der Kicker eine Entschädigung für das Training“, sagt der Obmann.
Noch kein Training gibt es beim FC Schladming. Trainer Herwig Burgsteiner will erst beginnen, wenn es Perspektiven in Richtung Meisterschaftsstart gibt: „Wenn wir noch nicht wissen, wie es im Herbst aussieht, sehe ich wenig Sinn zu trainieren. Sobald aber feststeht ob und wann die Saison beginnt, starten wir sofort mit dem Training. Dann gibt es bis zum ersten Spiel auch keine Pause mehr. Wir brauchen jedenfalls schnell Klarheit.“

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news-1427 Thu, 14 May 2020 08:21:26 +0200 Her mit der alten Normalität! https://www.derennstaler.at/detail/her-mit-der-alten-normalitaet Seit zwei Monaten sind es scheinbar die medizinischen Experten, die die laufenden Vorschriften und auch die Lockerungen verantworten. Dabei gewinnt man immer stärker den Eindruck, dass man es mit der Vorsicht auch übertreiben kann. Angesichts von kaum mehr tausend Erkrankten in ganz Österreich und zahlreichen Bezirken, in denen es gar keinen Fall mehr gibt, müsste jetzt der Zeitpunkt gekommen sein, zur Normalität zurückzukehren. Und zwar zur „alten“ Normalität.
Dank der vorbildhaften Umsetzung der Vorschriften durch die Bevölkerung ist Österreich insgesamt sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Allerdings nur, was die Gesundheit betrifft. Die Wirtschaft hingegen liegt am Boden und jeder Tag, an dem die Einschränkungen bestehen bleiben, ist ein verlorener Tag. Zahlreiche Branchen leiden auch jetzt noch unter massiven Umsatzeinbußen und können unter den aktuellen Voraussetzungen auch ihr altes Beschäftigungsniveau nie und nimmer erreichen.
Wenn man zudem bedenkt, dass Deutschland schon bei unter 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern die Lockerungen durchzieht, muss in Österreich mehr möglich sein. Die Grundregeln Abstand halten und Händewaschen hat inzwischen jeder im Blut, aber die meisten anderen Vorschriften sollten Empfehlungen weichen. Wir brauchen keine Masken und Zugangsbeschränkungen mehr, sondern eine große Portion von unserer alten Normalität. Wir haben wirklich genug ertragen, jetzt ist es an der Zeit, unsere Freiheit zurückzufordern. Sofort!

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news-1426 Thu, 14 May 2020 08:18:28 +0200 Liezen: Covid-19 trifft Innenstadtgestaltung https://www.derennstaler.at/detail/liezen-covid-19-trifft-innenstadtgestaltung In Liezen soll der Hauptplatz neu gestaltet werden. Wann dieser Plan jedoch umgesetzt werden kann, ist derzeit ungewiss, da Covid-19 massive finanzielle Auswirkungen auf alle steirischen Gemeinden hat.
„Corona hat die finanzielle Situation der Gemeinden stark verändert“, sagt Roswitha Glashüttner, Bürgermeisterin der Stadt Liezen. Diese finanziellen Einbußen haben auch Auswirkung auf die Innenstadtgestaltung. Im Herbst des Vorjahres wurde die Neugestaltung des Hauptplatzes im Zuge einer Bürgerversammlung präsentiert. „An diesen Plänen halten wir natürlich fest und jedem ist die Notwendigkeit dieses Schrittes bewusst, doch erst einmal müssen wir abwarten, wie sich die Lage rund um Corona weiterentwickelt und wie hoch unser Budget für dieses Vorhaben sein wird“, so Glashüttner, denn für das Großprojekt waren 7,5 Millionen Euro eingeplant. Derzeit wird umgesetzt, was im Bereich des Möglichen liegt. So wie die Machbarkeitsstudie für die geplante Tiefgarage, die den Hauptplatz von parkenden Autos befreien soll. „Die Machbarkeitsstudie wurde bereits beauftragt. Auf ihren Ergebnissen werden eine realistische Kostenschätzung und die weitere Planung beruhen“, sagt die Bürgermeisterin. Denn Zufahrt und Größe der Tiefgarage sind derzeit noch nicht festgelegt, doch gerade Ein- und Ausfahrten sind Faktoren, die sich auch auf die Oberflächengestaltung auswirken. Wie viele Parkplätze am Hauptplatz erhalten bleiben, soll ebenso der Studie entnommen werden, denn gerade dieses Thema sorgte für Zündstoff während besagter Bürgerversammlung im Herbst. Damals ging aus den Wortmeldungen hervor, dass sich zwar ein Großteil der Einwohner eine komplett autofreie Zone wünscht, manche Geschäftstreibende an den Parkplätzen jedoch festhalten. „Es wird immer eine Kompromisslösung sein. Wir verlassen uns dabei auf die Expertise der Verkehrsplaner“, so Glashüttner, die darauf hinweist, dass es trotz Tiefgarage weiterhin Ladezonen sowie Behinderten- und Kurzparkplätze für schnelle Erledigungen geben werde.
Wie viele sei derzeit ebenfalls noch unklar. Völlig unangetastet sollen jedoch die Parkplätze am Marktplatz bleiben. Sie würden den Patienten der dort ansässigen Ärzte zur Verfügung stehen, betont Liezens Bürgermeisterin. Kann der Hauptplatz in dem geplanten Ausmaß neu gestaltet werden, wird auf dem Marktplatz allerdings kein Bauernmarkt mehr stattfinden. Dieser wird dann in die geplante Eventzone übersiedeln. Einer von mehreren Bereichen, in die der Hauptplatz künftig unterteilt werden soll. Neben dem Areal für Veranstaltungen wird es ebenso bestimmte Zonen für Gastronomie, Übergänge und Portale, Aufenthaltsbereiche mit fixer Möblierung, begrünte Flächen und einen Boulevard geben. „Standkonzept und Aufbau des Bauernmarktes lassen sich dadurch viel professioneller durchführen und das ohne Parkplätze zu verstellen“, so Glashüttner.
ÖGK-Ambulatorium in den Startlöchern
Auch wenn die Neugestaltung des Hauptplatzes wohl noch etwas auf sich warten lassen muss, kommt nun Bewegung in die Umsetzung des ÖGK-Ambulatoriums. Die Bauverhandlung war zwar für Mitte April anberaumt, musste jedoch aufgrund von Corona auf Ende Mai verschoben werden. „Das war der ehest mögliche Termin“, sagt Herbert Waldeck, Leiter für Baurecht und Raumordnung der Stadtgemeinde Liezen. Nach positivem Bewilligungsbescheid wolle man so rasch wie möglich mit dem Bau beginnen, heißt es auch von Seiten des Bauträgers, der Wohnbaugruppe Ennstal. Entstehen sollen Ambulatorium und ÖGK-Außenstelle auf dem einstigen Kastner&Öhler-Areal neben der Arkade. In den Stockwerken darüber werden Wohnungen errichtet.
Bevölkerung einbinden
So wie beim Innenstadtprojekt will man in Liezen seine Bürger auch beim Thema Radverkehr einbinden. „Im Rahmen der Radverkehrsstrategie 2025 des Landes Steiermark haben wir ein Projektteam gegründet, das sich seither um das Radfahrkonzept in Liezen kümmert“, sagt Roswitha Glashüttner, die auf einen Bürgerbefragungsbogen in den nächsten Stadtnachrichten hinweist: „Wir wünschen uns ein Feedback über die Benutzung des Fahrrads für Alltagsfahrten, wie den Weg zum Büro oder zum Einkaufen. Ist es eine willkommene Alternative zu anderen Verkehrsmitteln oder nicht? Und falls nein, was braucht es, um eine zu werden?“ Oft seien es nur Kleinigkeiten wie eine zusätzliche Bodenmarkierung, die eine innerstädtische Radroute besser sichtbar und somit für die Benutzung attraktiver mache, so die Bürgermeisterin. Auch zusätzliche Radabstellanlagen seien geplant. „Ursprünglich wollten wir den Ökotag am 3. Juli für die Befragung der Bevölkerung nutzen. Dazu wäre eine eigene Planungswerkstatt vorgesehen gewesen. Doch aufgrund von Corona mussten wir ein anderes Format finden und hoffen nun trotzdem auf viele Rückmeldungen durch die Fragebögen“, sagt Glashüttner.

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news-1425 Thu, 14 May 2020 08:17:05 +0200 Sanierung der Kummerbrücke im Gesäuse https://www.derennstaler.at/detail/sanierung-der-kummerbruecke-im-gesaeuse Mit einer sechswöchigen Verspätung starten nun die Sanierungsarbeiten bei der Kummerbrücke. Die B 146 ist in Admont deshalb bis Mitte September nur einspurig befahrbar.
Bereits im vergangenen Jahr wurden auf der B 146, Gesäusestraße, die Klausgrabenbrücke sowie die ÖBB-Stützmauer zwischen dem Parkplatz „Ennstalerhütte“ und dem Parkplatz „Wasserfallweg“ saniert. Nun starteten die Arbeiten an der Kummerbrücke. „Mit sechswöchiger Verspätung wurde nun die Sanierung der 60 Jahre alten und 130 Meter langen Brücke in Angriff genommen. Bis voraussichtlich Mitte September sollte das Vorhaben, das auf rund eine Million Euro kommt, abgeschlossen sein“, sagt Landesverkehrsreferent Anton Lang. Das Stahltragwerk hat bereichsweise Tragfähigkeits- bzw. Stabilitätsdefizite, weshalb lokal begrenzte Stahlbauverstärkungen hergestellt werden. Diese Bereiche sowie lokale Roststellen am Tragwerk werden mit einem neuen Korrosionsschutzanstrich versehen. Projektleiter Karlheinz Lang von der A16, Verkehr und Landeshochbau: „Gänzlich erneuert werden unter anderem Entwässerung und Abdichtung, das Geländer, der Spritzschutz zur ÖBB und die Fahrbahn. Die aufbetonierten Randbalken werden saniert.“
Die ÖBB-Strecke zwischen Hiefl­au und Selzthal ist wegen Gleisarbeiten von 8. Juni bis 19. Juni gesperrt und die Oberleitung während dieser Zeit stromfrei. Mit den ÖBB wurde daher vereinbart, dass diese Gleissperre für „kritische Arbeiten“ bei den Brückeninstandsetzungsarbeiten bestmöglich genutzt wird. „Aufgrund der besonderen Lage der Brücke mit Europaschutzgebiet, Natura 2000 und Naturschutzgebiet I wird bei der Bauausführung natürlich ein besonderes Augenmerk auf den Naturschutz gelegt“, so Lang. Bis zur Fertigstellung kommt es zu halbseitigen Sperren, wobei die Fahrbahnbreite drei Meter und das höchst zulässige Gesamtgewicht 44 Tonnen betragen. Der Verkehr wird mit Ampeln wechselweise angehalten.

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news-1424 Thu, 14 May 2020 08:15:45 +0200 Naturdenkmal wieder begehbar https://www.derennstaler.at/detail/naturdenkmal-wieder-begehbar Nach umfangreichen Reparaturarbeiten und einer langen Wintersperre ist die wildromantische Wörschachklamm seit heute, Freitag, 15. Mai wieder geöffnet und durchgehend begehbar.
Von den hohen Stegen sind die Spuren des Wassers in den ausgeschwemmten Felshöhlen deutlich zu erkennen. Bis vor 100 Jahren fuhren noch Pferdegespanne durch die Schlucht. Die in den Fels gemeißelten Widerlager der vielen Brücken kann man heute noch sehen. Durch die Wörschachklamm gelangt man in rund 30 Minuten zum oberen Klammausgang. Von dort aus kommt man in einer zweistündigen Wanderung weiter zum Spechtensee nach Wörschachwald. Alternativ kann auch der Abstieg über den Steig zur Ruine Wolkenstein genommen werden. Der Bau der Burg wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts begonnen, die noch bestehenden Mauerreste lassen die damaligen Festungsanlagen noch deutlich erkennen. Der einstige Sitz des landesfürstlichen Amtes bietet einen herrlichen Ausblick in das Tal.

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news-1423 Thu, 14 May 2020 08:14:16 +0200 Trainingsstartschuss der Nordischen Kombinierer https://www.derennstaler.at/detail/trainingsstartschuss-der-nordischen-kombinierer Seitdem mit 20. April in Teilbereichen des Sports das Training wieder erlaubt ist, sieht man den dreifachen Medaillengewinner Franz-Josef Rehrl der Nordischen Weltmeisterschaft 2019 wieder auf seinen Skirollern.
Dabei kommt ihm ein Heimvorteil entgegen: Die Ramsau verfügt mit 5,6 Kilometern über die längste Trainingsstrecke Österreichs. „Bereits vor zwei Jahren wurde die Strecke nach modernsten Erkenntnissen angelegt, und für den heurigen Trainingsbetrieb neu geteert“, sagt Alois Stadlober, Obmann des WSV Ramsau und steirischer Sportkoordinator. Außerdem verwies er auf die 15 Schießstände, welche die Rahmenbedingungen für das Biathlontraining zusätzlich aufwerten. Franz-Josef Rehrl spult derzeit täglich zweistündige Trainingseinheiten ab und kommt so auf mehr als 25 Kilometer. Zusätzlich bereitet er sich intensiv via onlineschooling für die Abschlussprüfung seiner Polizeiausbildung vor. Aufgrund seiner eher mäßigen Erfolge der letzten Saison wolle er sich die Ziele nicht allzu hoch stecken. Rehrl sehe bei sich noch einige Baustellen, die es zu verbessern gilt. So arbeitet er an der Feinabstimmung beim Skispringen, vor zwei Jahren noch seine Paradedisziplin, in welcher er auch dem norwegischen Überspringer Jarl Magnus Riiber durchaus ebenbürtig war. Wer den Weltklassemann aus Ramsau kennt, weiß dass er alles daransetzen wird, wieder um Siege mitzusprinten.

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news-1422 Thu, 07 May 2020 09:03:02 +0200 Österreich zuerst https://www.derennstaler.at/detail/oesterreich-zuerst Es gibt zwar kaum eine Branche, die von der Coronakrise verschont geblieben wäre, aber die Betroffenheit ist doch sehr unterschiedlich. Neben der Gastronomie, der Hotelerie und der Freizeitwirtschaft hat es auch die Fluglinien besonders hart getroffen. Und während die meisten Kleinunternehmer noch nicht wissen, wie sie die nächsten Wochen und Monate überleben sollen, hat die AUA schon eine relativ klare Vorstellung: Sie möchte knapp 800 Millionen Euro vom Staat, um zu überleben. Das ist freilich für ein Luftfahrtunternehmen, das zur deutschen Lufthansagruppe gehört, aus mehreren Gründen eine doch recht üppige Forderung. Denn erstens wird der schon bisher ruinöse Wettbewerb in der Branche durch die Einschränkungen samt Milliardenstaatshilfen wohl noch schlimmer werden, wer überlebt, steht in den Sternen. Zweitens ist die Lufthansa eben ein deutsches Unternehmen, das zudem vor einigen Jahren die AUA samt 500 Millionen Euro Mitgift vom Staat „geschenkt“ bekommen hat. Und drittens ist noch nicht ganz klar erkennbar, warum es eine österreichische Fluglinie braucht, falls diese Bezeichnung auf die AUA überhaupt noch zutrifft.

Eine jetzt angedachte Beteiligung der Republik an der AUA bzw. der Lufthansa scheint unter den aktuellen Voraussetzungen auch wenig verlockend, für Standort- und Arbeitsplatzgarantien hat man ohnehin schon einmal gezahlt. Alles in allem also viel Geld für eine überschaubare Zahl von Arbeitsplätzen, viel Risiko und vor allem unendlich viel anderer Förderbedarf für wirklich österreichische Arbeitsplätze.

Franz Wallig

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news-1421 Thu, 07 May 2020 09:01:15 +0200 Lockerung des Besuchsverbots in Sozialeinrichtungen https://www.derennstaler.at/detail/lockerung-des-besuchsverbots-in-sozialeinrichtungen Seit Anfang dieser Woche können die Bewohner in den Sozialeinrichtungen wieder besucht werden. Allerdings in eingeschränkter Form und unter Berücksichtigung geänderter Rahmenbedingungen. SeneCura Schladming wählt die direkte Kontaktmöglichkeit über einen geschützten Plexiglasbereich.

Ältere und kranke Menschen zählen zu den am höchsten gefährdeten Menschen des Coronavirus, daher sind die sozialen Einrichtungen nach wie vor besonders gefordert. Durch frühzeitiges Handeln und drastische Maßnahmen konnten die Infektionen in Pflegeeinrichtungen in Österreich – anders als in anderen Ländern – bis dato vergleichsweise gut unter Kontrolle gehalten werden. Mitte März wurde ein allgemeines Besuchs- und Ausgehverbot ausgerufen. Zusätzlich wurden Vorbereitungen für einen Ernstfall getroffen. „Zur Sicherheit unserer Bewohner haben wir einen Stufenplan entwickelt. Hier sind unsere Abläufe und Verhaltensregeln genau definiert. Bis jetzt hatten wir keinen Fall von COVID-19 in unserem Haus, nicht zuletzt aufgrund der sorgfältigen und strikten Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen“, sagt Ewald Gallob, Leiter des SeneCura Sozialzentrums in Schladming. Diese drastischen Maßnahmen waren für einige Bewohner eine große Umstellung: „Manche unserer Klienten bekommen täglich Besuch. Umso härter hat sie das Besuchsverbot getroffen.“ Man habe sich sofort um Alternativen der Distanzkommunikation bemüht, um die Zeit der Abstandhaltung leichter zu überbrücken. Gerade dementen Menschen sei es schwierig zu erklären, dass sie nicht von ihren Liebsten vergessen worden sind. Von Beginn an wurde Videotelefonie angeboten und auch rege genutzt. Für noch näheren Kontakt bot sich die Glasfront des Gebäudes an: Sie ermöglichte Augenkontakt, während sich Bewohner und Besucher mittels Telefon unterhielten.

Gesunde Psyche ist genauso wichtig

Das gesetzlich angeordnete Ausgehverbot verbietet ein freies Bewegen abseits des Geländes und macht vielen schwer zu schaffen. „Unser Team ist immer bemüht, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir dürfen die psychosoziale Gesundheit keinesfalls vernachlässigen. Deshalb haben wir unter anderen die Kapazitäten der Seniorenanimation verdoppelt und seit Anfang April vier zusätzliche Zivildiener im Einsatz“, so Ewald Gallob. Die Lockerung der Besuchsregelungen bedeutet zwar keine Aufhebung der Richtlinien aber dennoch eine Erleichterung. Seit Anfang dieser Woche haben die Angehörigen und Bewohner wieder die Möglichkeit, auch ohne Telefon oder Tablet zu kommunizieren, denn es wurde im Foyer eine Plexiglasscheibe aufgebaut. „Wenn auch etwas eingeschränkt, ist diese Maßnahme wieder ein kleiner Schritt in Richtung Normalität“, meint der Pflegeheimleiter. Gegen Voranmeldung können sich Angehörige für dreißig minütige Besuchseinheiten anmelden. Dieses Angebot werde sehr gut angenommen, denn die Termine seien für die nächsten zwei Wochen komplett ausgebucht, so Gallob.

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news-1420 Thu, 07 May 2020 08:58:37 +0200 Planai rüstet sich für den Sommerbetrieb https://www.derennstaler.at/detail/planai-ruestet-sich-fuer-den-sommerbetrieb Die Vorbereitungen für die Sommersaison laufen bei der Planai auf Hochtouren, denn am 29. Mai startet die Seilbahn ihren Betrieb. Für die Berge und Attraktionen wurden individuelle Sicherheitskonzepte ausgearbeitet.

Nach Wochen der coronabedingten Einschränkungen bei Freizeitaktivitäten hat die Regierung nun die ersten Lockerungen erlassen. Viele Menschen haben sich an die Vorgaben gehalten und auf Ausflüge verzichtet, oder sind nur sehr verhalten aktiv gewesen. Abgesehen davon waren die meisten Destinationen ohnehin nicht geöffnet. Wie in der letzten Ausgabe bereits berichtet, öffnet der Wilde Berg im Mautern am 15. Mai seine Pforten. Auch die anderen Bereiche der Planai-Hochwurzen Bahnen rüsten sich für das schrittweise Hochfahren. Ursprünglich war die Wintersaison bis 19. April geplant und sollte fast nahtlos in den Sommer übergehen. Am 15. März fand der Skibetrieb allerdings sein abruptes Ende. Noch bevor die schrittweisen Lockerungen angekündigt wurden, bereitete sich das Unternehmen bereits auf die Wiedereröffnung vor. „Wir sind in dieser Hinsicht vorgeprescht und haben unter Rücksichtnahme der gesetzlichen Vorgaben, umfassende Sicherheitskonzepte ausgearbeitet“, sagt Georg Bliem Geschäftsführer der Planai. Gemeinsam mit dem Mediziner Georg Fritsch wurden sämtliche Kundenpfade und Prozesse analysiert. So könne maximaler Schutz gewährleistet und allen rechtlichen Auflagen Genüge getan werden. „An der Kassa, beim Gondeleinstieg, bei den Kontrollstellen, in der Gondel selbst, im Hopsiland, bei der Tierfütterung, bei der Hängebrücke - überall kann es zu Menschenansammlungen kommen. Für jede Situation wurden Verhaltensregeln definiert, um maximale Sicherheit zu garantieren“, erklärt Bliem.

Bei der neuen 10er Gondelbahn würde man sich vergleichsweise leicht tun den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Kopfzerbrechen bereite ihm noch die Dachsteinseilbahn: „Wenn die Richtlinien so bleiben wäre das ein wirtschaftliches Fiasko.“ Der Betrieb könne unter diesen Umständen die Anzahl der zu befördernden Gäste nicht bewerkstelligen, geschweige denn kostendeckend laufen. Auch die Busreisen leiden unter der aktuellen Situation: „Die Buchungslage vor der Coronakrise war sehr zufriedenstellend. Jetzt ist jedoch noch nicht klar, ob ein 50-Sitzer Bus überhaupt voll besetzt werden darf.“ Der Coronakrise zum Opfer gefallen ist das Kart-Race. Man benötige Ersatzteile aus Italien, die derzeit nicht lieferbar sind. Diesen Sommer rechnet die Geschäftsleitung mit Umsatzeinbußen von bis zu fünfzig Prozent. Wie alle Unternehmen kämpfe man in dem Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und Erfüllung der Sicherheitsmaßnahmen. Dass eine zweite Corona-Welle das Land bis in den Winter still legen könnte, mag Georg Bliem gar nicht denken: „Dann hätten wir Chaos pur.“ Aktuell müsse man so flexibel wie möglich auf Entwicklungen reagieren: „Für dieses Jahr bereits budgetierte Investitionen haben wir um sechs Millionen Euro gekürzt.“ Der Bau des Lärchkogelliftes werde allerdings wie geplant umgesetzt.

In der jetzigen Zeit sei es wichtig positive Zeichen zu setzen. Die Planai wolle mit dem proaktiven Agieren und Aufsperren auch den vielen betroffenen Tourismusbetrieben Mut machen. An den Vorbereitungen für die Bikeparkeröffnung wird intensiv gearbeitet. Hier sei der Sicherheitsabstand relativ leicht einzuhalten und man rechnet mit einem großen Ansturm. Ob Downhill, Flow- oder Jumptrail - die Strecken von insgesamt 35 Kilometern sind beliebte Freizeitbeschäftigungen für die ganze Familie. Georg Bliem hofft auf eine baldige Reiseerleichterung: „Entscheidend für die gesamte Region ist der deutsche Markt. Zwar müssen wir uns momentan auf den heimischen Kernmarkt konzentrieren, die Gäste aus Deutschland sind allerdings ein wichtiges Standbein für die gesamte Region.“

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news-1419 Thu, 07 May 2020 08:48:45 +0200 Haus: Gemeindefinanzen als Sorgenkind https://www.derennstaler.at/detail/haus-gemeindefinanzen-als-sorgenkind Am Dienstag fand in Haus im Ennstal die erste Gemeinderatssitzung des heurigen Jahres statt. Großes Thema war trotz des passablen Rechnungsabschlusses die prekäre finanzielle Situation der Gemeinden durch die Coronakrise. Gegenstand war außerdem die Zufahrtsstraße zum Almdorf am Hauser Kaibling.

Bürgermeister Gerhard Schütter ließ in einem Rückblick die vergangenen Wochen im Ausnahmezustand Revue passieren und sprach von einer gewissen Ohnmacht und spürbaren Angst durch die Pandemie: „Wir alle waren wie gelähmt“. In der Marktgemeinde Haus gab es neun infizierte Personen, wovon acht bereits gesundet sind. Insgesamt sind bisher im Bezirk Liezen 86 Coronafälle bekannt, 83 sind wieder genesen.

Was die Finanzen betrifft, so wirke sich die Pandemie bereits in diesem Jahr sowie in den kommenden Jahren auf die Gemeinden in hohem Maße aus. Mit weniger Ertragsanteilen und Kommunalsteuer sei zu rechnen. Weniger Nächtigungen bedeuten außerdem geringere Einnahmen bei Wasser, Kanal und Müll. „Die Gemeinden brauchen jetzt unbedingt finanzielle Hilfe. Die Finanzsituation unserer Gemeinde sieht alles andere als rosig aus“, so Schütter. Längerfristig sei es notwendig ein Investitionshilfspaket zu schnüren, das von Bund und Land unterstützt werde.

Rechnungsabschluss

Amtsleiter Mag. Klaus Gösweiner präsentierte im Zuge der Gemeinderatssitzung den Rechnungsabschluss 2019. Der ordentliche Haushalt weist Einnahmen von 6.217.887 Euro und Ausgaben von 6.215.374 Euro auf. Im außerordentlichen Haushalt stehen 1.412.977 Euro an Einnahmen 2.281.658 Euro an Ausgaben gegenüber. Der Gesamtschuldenstand der Gemeinde beträgt 5,5 Millionen Euro, der Verschuldungsgrad liegt bei 5,76 Prozent.

Streitthema Zufahrt Almdorf

In der Fragestunde präsentierte Heinz Stiegler von der „Unabhängigen Liste Haus“ einen „Faktencheck“. Thema war unter anderem wieder die Zufahrt zum Almdorf. Die Bürgerliste kritisiert vor allem die angeblich falschen Angaben zu den Kosten. Weiters sei es unverständlich, warum der Bürgermeister über eine Privatstraße verhandle, da doch jeder Bauwerber die Aufschließungskosten selbst zu tragen habe. Schütter bezeichnete die Argumente der „Liste Haus“ als „fadenscheinig“. „Das ist nicht das erste Mal, dass ich seitens der Liste Haus angegriffen werde, was das Almdorf betrifft“, sagt das Gemeindeoberhaupt.

Raumplaner absetzen

Die Bürgerliste brachte weiters einen Dringlichkeitsantrag ein. Sie fordert, dass Raumplaner DI Herfried Peyker sowie sein Raumplanungsbüro mit sofortiger Wirkung abgesetzt werde. Der Antrag wurde jedoch nur mit vier Stimmen, jenen der Bürgerliste, unterstützt und somit abgelehnt. Bürgermeister Schütter schlug vor, dass bei der kommenden Sitzung des Bauausschusses alle Gemeinderäte doch anwesend sein mögen und dort der Antrag diskutiert werde.

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news-1418 Thu, 07 May 2020 08:46:45 +0200 Überraschende Änderungen beim alpinen ÖSV https://www.derennstaler.at/detail/ueberraschende-aenderungen-beim-alpinen-oesv Im Alpinbereich des ÖSV gab es in der letzten Zeit einige nachvollziehbare aber auch überraschende Rochaden.

Am Trainersektor übernahm der 44-jährige Michael Pircher vom bisherigen Coach Benjamin Prantner das Riesentorlauf-Herrenteam. „Die Ergebnisse in der Riesentorlaufmannschaft waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das Trainerteam neu zu besetzen. Mit Michael Pircher haben wir hier einen absoluten Fachmann, einen sehr erfahrenen und erfolgreichen Trainer gewonnen“, so der sportliche Leiter der ÖSV-Herren, Andreas Puelacher. Der gebürtige Schladminger Michael Pircher war von 2012 bis 2019 Trainer von Marcel Hirscher und wird in Zukunft Roland Leitinger, Stefan Brennsteiner und Co betreuen. Zu seiner Bestellung sagte der neue RSL-Trainer: „Als ich gefragt wurde, ob ich das machen möchte, war ich anfangs überrascht und habe schlucken müssen. Meine zweite Reaktion war dann große Freude, weil es zwar keine leichte, aber sehr reizvolle Aufgabe für mich ist.“ Unterstützung bekommt Michael Pircher übrigens auch von Ferdinand Hirscher. Überraschend kam der Wechsel beim Speed Team der Damen. Roland Assinger, der immerhin sieben Jahre erfolgreich mit den Speed-Girls arbeitete, wurde von seinem bisherigen Co-Trainer Florian Scheiber abgelöst. Für Nicole Schmidhofer, die nur um ein Jahr jünger als ihr neuer Trainer ist, kam die Ablöse von Roland Assinger sehr überraschend: „Das hat niemand von uns erwartet. Ich war richtig perplex. Wir hatten mit ihm ja bereits das Trainingsprogramm für Sommer fix ausgearbeitet.“ Laut Sportdirektor Toni Giger waren finanzielle Differenzen mit dem langjährigen erfolgreichen Coach ausschlaggebend für die Trennung. Am Anfang der Woche gab der ÖSV die einzelnen Kader für die kommende Saison bekannt. Bei den Alpinen kam für die Skifans dabei die Rückreihung von Manuel Feller und Max Franz vom National- in den A-Kader unerwartet. Hintergrund dabei ist, dass für Zugehörigkeit zum Nationalkader seit vorigem Jahr ein Top-Ten Platz in den startenden Disziplin des Athleten nötig ist. Feller und Franz schafften das Ziel nicht, da sie aufgrund von Verletzungen große Teile der Saison entweder gar nicht oder nur rekonvaleszent bestreiten konnten. „Die Rückstufung in den A-Kader bringt aber praktisch keine Verschlechterungen mit sich, weder im Training noch bei Weltcup-Einsätzen. Es geht mehr oder weniger um einen Formalakt“, so Alpinchef Giger. Übrigens stehen im Nationalkader 13 Damen nur 7 Herren gegenüber. Aufsteiger sind bei den Mannern Roland Leitinger und bei den Skigirls fanden Nina Ortlieb und Franziska Gritsch Aufnahme in den Nationalkader.

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news-1417 Wed, 29 Apr 2020 08:05:55 +0200 Nichts ist passiert https://www.derennstaler.at/detail/nichts-ist-passiert Ab Anfang Mai werden also die nächsten vorsichtigen Schritte zur Öffnung der Wirtschaft unternommen, nachdem die erste Welle keine wie immer geartete Steigerung der Infektionszahlen gebracht hatte. Das hilft den betroffenen Unternehmen und ihren Mitarbeitern zwar ein Stück weiter, viele andere müssen aber immer noch zuwarten oder finden Bedingungen vor, die ein wirtschaftliches Arbeiten unmöglich machen. Der aktuelle Zustand ist daher weniger einer der Öffnung als einer der Konkursverschleppung.

Leider gehen auch die immer wieder mit Superlativen versehenen Wirtschaftshilfen der Regierung genau in diese Richtung. Es gibt nämlich kaum eine Unterstützung, die über die Gewährung von Krediten hinausgeht. Das bedeutet aber, dass jeder Euro Verlust, der jetzt gemacht wird, auch wieder zurückgezahlt werden muss. Und das werden aus heutiger Sicht viele Unternehmen nicht schaffen und es werden mit jedem Tag des Stillstandes mehr. Wobei unbedingt angemerkt werden muss, dass die Unternehmen ja ohne eigene Schuld und auf Zwang des Staates in ihre missliche Situation befördert wurden.

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass wegen 2.200 aktuell Erkrankter und trotz täglich sinkender Zahlen die Wirtschaft nach wie vor am Boden gehalten wird. Schon jetzt ist fast jeder zweite Unselbständige arbeitslos oder in Kurzarbeit und die Pleitewelle rollt auf uns zu. Es wäre daher dringend angebracht, endlich den Aufschwung in der Vordergrund und die Hysterie in den Hintergrund zu rücken.

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news-1416 Wed, 29 Apr 2020 07:52:15 +0200 Kulturszene: Forderung nach umsetzbarem Paket https://www.derennstaler.at/detail/kulturszene-forderung-nach-umsetzbarem-paket Veranstalter wollen praxisorientierte Covid-Maßnahmen.

Damit eine Programmplanung überhaupt durchführbar ist, wünschen sich auch die Kulturbetriebe des Bezirks konkrete Richtlinien von der Regierung. Die 20-Quadratmeter-pro-Person-Regel sei realitätsfremd. Dadurch müssten die Bühnen weiterhin geschlossen bleiben. An ein Aufsperren unter diesen Umständen sei nicht zu denken, heißt es von Seiten der Veranstalter.

Museen und „Orte der Präsentation im künstlerisch-kulturellen Bereich“ öffnen Mitte Mai. Theater erst im Juli und Großveranstaltungen wird es bis mindestens Ende August nicht geben. Unmut und Unverständnis richten sich vor allem auf die Sicherheits-Maßnahmen, die Veranstalter aufgrund der Eindämmung des Coronavirus einhalten sollen. Speziell die 20-Quadratmeter-pro-Person-Regel sorgte bundesweit für Empörung.

„Wir brauchen umsetzbare Vorgaben“, sagt PR-Chef Mario Brandmüller vom Stift Admont. Dort hat man vor rund einem Jahr mit einer weitreichenden Veranstaltungslinie begonnen. Stars wie Illusionist Wolfgang Moser, die Wiener Sängerknaben oder die Poxrucker Sisters traten seither in Admont auf. Brandmüller warnt vor einem drohenden Aus für viele Kulturinitiativen: „Kleinveranstaltungen werden so nicht mehr finanzierbar sein. Das ist ein Problem, das nicht nur Veranstalter, sondern auch Künstlerinnen und Künstler trifft, die aufgrund dieser Richtlinien nicht mehr gebucht werden können. Viele Kulturschaffende stehen kurz vor dem Bankrott.“  In Admont werde man sich künftig stark einschränken und nicht mehr die ganze Bandbreite von Konzerten, Kabaretts, Zaubershows und kulinarischen Veranstaltungen anbieten. Die Durchführung von Veranstaltungen werde man aller Voraussicht nach im Oktober starten, so der PR-Chef.

Keinen Zeitplan für Kinos

Wann Kinos wieder aufsperren dürfen, ist bis heute unklar. „Einen genauen Fahrplan gibt es noch nicht. Wenn die Theater im Juli aufsperren, hoffen wir, dass auch die Kinos öffnen dürfen“, sagt Manfred Dirninger vom Star Movie Liezen. Auch er zeigt sein Unverständnis für die kommunizierten Inhalte bei der Pressekonferenz von Vizekanzler Werner Kogler und Staatssekretärin Ulrike Lunacek am vergangenen Freitag: „Da hieß es, die Kinos hätten im Sommer geringere Umsätze und wollen daher eher nicht aufsperren. Doch das stimmt so nicht. Wir haben im Sommer sogar ganz starke Umsätze.“ Auch die 20-Quadratmeter-pro-Person-Regel sieht Dirninger unrealistisch in der Umsetzung: „Nicht mehr als 18 Leute könnten in einem Saal mit 200 Sitzplätzen an einer Vorstellung teilnehmen.“ Daher werde man der Regierung ein ausgearbeitetes Konzept zukommen lassen, das gemeinsam mit der Fachgruppe erstellt wurde: „Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie der Betrieb unter Einhaltung von Sicherheitsregeln laufen kann. Masken, Schutz am Buffet, Abstandsregel und auch die Aussparungen von Sitzen – das alles wäre möglich“, sagt Dirninger, der die Gefahr einer Ansteckung in einem Kino nicht sehr hoch einschätzt: „Die Leute sitzen sich nicht gegenübersitzen und sprechen nicht miteinander. Auch die Maskenpflicht ist vertretbar. Denn wenn man nicht redet, überanstrengt man sich auch nicht.“ Als Kinobetreiber habe auch er mit finanziellen Auswirkungen durch die Maßnahmensetzung zu kämpfen: „Natürlich haben wir laufende Kosten. Das Personal ist zwar in Kurzarbeit, doch das gilt nicht für geringfügig Beschäftigte. Hier gibt es keine Hilfe. Ein kleines Kino tut sich vielleicht ein wenig leichter, weil es weniger Vorstellungen geplant und auch weniger Personal hat. Doch für die Größe des Star Movie in Liezen brauche ich dementsprechend viel Personal. In Summe schaut die finanzielle Situation nicht rosig aus.“

[ku:L] „Das ist undenkbar“

Auch das Kunst- & Kulturhaus [ku:L] Öblarn hat mit den laufenden Kosten zu kämpfen. „Zwar müssen wir keine Stornokosten tragen, weil die Künstler wissen, dass Veranstaltungen einfach nicht durchzuführen sind, doch auf ewig kommen wir so nicht drüber. Denn Einnahmen haben wir natürlich keine“, sagt der Obmann vom Verein „Kunst- und Kulturhaus Öblarn“, Hans Johann Danklmayer. Seit das [ku:L] 2009 erstmals seine Pforten öffnete, hat sich die Kultur­initiative einen Namen gemacht. Eines der diesjährigen Highlights soll das Konzert von Herbert Pixner sein, das für Oktober geplant ist. Das Pixner-Konzert ist eines von vier größeren Konzerten, die das [ku:L] im Herbst durchführen will: „Bis dahin werden wir sehen, ob das möglich sein wird“, sagt der Obmann. Erleichterung für den Verein bringt die Errichtung der neuen Freizeithalle in Öblarn, die auch das [ku:L] für Großveranstaltungen wird nutzen können. Denn „in unserem Stammhaus in Öblarn ist die 20-Quadratmeter-pro-Person-Regel undenkbar. Würde eine Band mit fünf Musikern spielen, dann könnten nicht mehr als zwei Leute zuschauen. Da habe ich den Platz für den Techniker aber noch gar nicht miteinbezogen“, sagt Danklmayer. Unsicherheit liegt auch am nicht einzuschätzenden Zuschauerverhalten. „Wir müssen auch die Reaktionen der Menschen abwarten, ob sie überhaupt an einer Veranstaltung teilnehmen wollen, oder Angst vor Ansteckung haben“, so der Obmann.

KIZ: „So wird die Kultur sterben“

Klare Worte kommen auch vom Obmann des Vereins „Kultur im Zentrum“, Helmut Schaupensteiner. Seit Gründung der Kulturinitiative finden in Rottenmanns Zentrum, im „Alten Hofer“, regelmäßig Veranstaltungen zu verschiedenen Themen satt. Für die neue 20-Quadratmeter-pro-Person-Regel findet Schaupensteiner klare Worte: „Wenn man diese Regel durchzieht, ist die Kultur gestorben.“ Von der Regierung wünscht sich der Obmann klare Ansagen: „Es braucht Richtlinien. Wir trauen uns keine Vereinbarungen mit Künstlern zu treffen, da sich die Auflagen ständig ändern. Es ist traurig, was hier passiert und ich bin zu tiefst enttäuscht.“ Was den Alten Hofer betrifft, will sich der Verein nun auf den Herbst konzentrieren. Der Startschuss ist für September geplant. Am 4. September sollen die Band „Greimeister-Flammer-Rojer“ aus Öblarn den Auftakt machen. Gefolgt von der historischen Stadtführung am 10. September. Einer der Highlights soll die Teilnahme am „Tag des Denkmals“ sein, der ebenso in diesem Monat stattfindet. „Es geht darum, österreichweit historische Gebäude für eine Besichtigung anzubieten. Mir ist es wichtig, diese Möglichkeit wahrzunehmen, um Rottenmann wieder einmal in den Fokus rücken zu können“, betont Schaupensteiner.

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news-1414 Wed, 29 Apr 2020 07:47:16 +0200 Herausfordernde Zeiten für das Rote Kreuz https://www.derennstaler.at/detail/herausfordernde-zeiten-fuer-das-rote-kreuz Das Rote Kreuz ist seit Beginn der Coronakrise besonders gefordert. Nur durch die dezentrale Organisation der Dienststellen und den vielen engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern war der Rettungsdienst jederzeit wie gewohnt gewährleistet.

Ein COVID-19 Probenabnahmeteam fährt seit Wochen bis zu 15 mal pro Tag aus und legt dabei mehrere hundert Kilometer zurück. Die Rettungssanitäter nehmen Abstriche von sämtlich gemeldeten Verdachtsfällen und führen die Proben noch am selben Tag einem Labor zu. „Unsere Teams werden immer sehr höflich empfangen und die Menschen sind erleichtert bald Gewissheit zu haben“, sagt Bezirksrettungskommandant Gernot Leitner. Seit letzter Woche steht für die Bevölkerung des Bezirks sogar ein eigener mobiler Corona-Arzt bereit, welcher erkrankte Personen zuhause betreut.

Auch auf Landes- und Bezirks­ebene ist das Rote Kreuz gefordert. Ein Einsatzstab koordiniert die Informationsflut an Falldefinitionen, Ablaufänderungen und Vorschriften rund um die Corona-Pandemie. Und auch zwischen den Behörden, Einsatzkräften, Ärzten und Experten findet ein reger Austausch statt.

Hohes Risiko für die Teams

Rettungsfachkräfte zählen zu den wichtigen Systemerhaltern und sind zusätzlich einem erhöhten Risiko einer Ansteckung ausgesetzt. Die strikte Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen ist umso wichtiger: Handschuhe, FFP 2 Masken und im Verdachtsfall kommt sogar eine Ganzkörperschutzausrüstung zum Einsatz. Die Zusammenarbeit mit allen Organisationen habe besonders gut funktioniert. „Das soziale Engagement der vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern, trotz des erhöhten Ansteckungsrisikos, sind sehr beachtlich. Ohne diese Einsatzbereitschaft könnten wir diese Herausforderung nicht bewerkstelligen“, sagt Gernot Leitner.

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news-1413 Wed, 29 Apr 2020 07:43:00 +0200 Der Wilde Berg startet in die Sommersaison https://www.derennstaler.at/detail/der-wilde-berg-startet-in-die-sommersaison Das beliebte Ausflugsziel inMautern kann ab 15. Mai jeweils von Donnerstag bis Sonntag wieder besucht werden. Der Tierpark startet mit einer neuen Besucherattraktion in die Sommersaison: Das umgestaltete Gehege für die beiden Wildkatzen Tom und Jerry.

Unter strengen Sicherheitsauflagen verlaufen die Vorbereitungen für den Saisonauftakt auf Hochtouren. „Derzeit finalisieren wir die Arbeiten an den Tiergehegen, bei der Sommerrodelbahn sowie die Adaptierungen auf den Wegen im gesamten Park“, erzählt Geschäftsführer Georg Bliem.

Das neue Wildkatzenzuhause bietet den beiden Bewohnern viele Möglichkeiten zum Verstecken und Spielen. Über großzügige Glasfronten und Gucklöcher können sie bei ihrem Treiben von den Besuchern beobachtet werden. Ab Juli 2020 wird auch der Catwalk fertig gestellt sein, ein 30 Meter langer Verbindungsgang, der sechs Meter über den Köpfen der Besucher verläuft. So haben die Tiere die Möglichkeit, zwischen zwei Gehegen zu wechseln. „Die Wildkatzen haben dann verschiedene Reviere mit unterschiedlichen Ausstattungen, wie Steinhaufen oder Baumstämmen zum Verstecken“, freut sich Tierpflegerin Sonja Gollenz. Auch das Waschbärengehege wurde mit einem neuen Schauzaun ausgestattet. Die großzügigen Glasflächen sorgen dabei für eine noch bessere Einsicht ins Gehege. Im Hühnerhaus wurde der Brutapparat integriert – so kann man die Entwicklung vom Ei bis zum Huhn an einem Ort beobachten.

Für den gesamten Park gibt es ein fachkundiges Sicherheitskonzept – beginnend vom Kassabereich über den Zugang zur Sesselbahn bis hin zur Gastronomie, um sämtliche Sicherheitsvorschriften einzuhalten. „Ein Arbeitsmediziner entwickelt das Konzept und schult die gesamte Belegschaft“, so Georg Bliem.

Ein großer Vorteil des Wilden Bergs ist gerade in der aktuellen Situation die räumliche Großzügigkeit: Eine verfügbare Fläche von 65 Hektar inklusive der Tiergehege erleichtert die Einhaltung der Abstandsregeln.

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news-1412 Thu, 23 Apr 2020 08:21:08 +0200 Offene Fragen https://www.derennstaler.at/detail/offene-fragen Auch wenn die wirtschaftlichen Einschnitte der letzten Wochen gewaltig waren und die meisten Betriebe schwer gezeichnet aus dieser Zeit hervorgehen, scheinen die Maßnahmen wenigstens Wirkung zu zeigen. So sollte in den meisten Branchen in den nächsten Wochen wieder annähernd Normalität einkehren, und eine Rückkehr zumindest in die grobe Gegend des Vorkrisenniveaus scheint nicht unrealistisch. Eine große Ausnahme, die zudem bei uns der bestimmende Wirtschaftsfaktor ist, ist leider der Tourismus.
Hier herrscht nämlich immer noch in vielen Bereichen weitgehende Unklarheit. Man weiß etwa bis heute nicht, ob Sommergäste oder Mitarbeiter in unser Land dürfen und unter welchen Bedingungen. Das ist aber aufgrund zahlreicher Buchungen etwa aus Deutschland und der Abhängigkeit von Arbeitskräften aus dem Osten eine ganz entscheidende Frage. Auch wie der Alltag in Hotellerie und Gastronomie aussehen soll, bleibt weitgehend unbeantwortet und lässt viele Unternehmer ratlos zurück. Dazu kommt noch die reihenweise Absage von Veranstaltungen (was ist eigentlich eine Großveranstaltung und was nicht?), die den Sommertourismus stark geprägt haben, als weiterer Unsicherheitsfaktor. Es wäre dem österreichischen Tourismus daher zu wünschen, dass besser heute als morgen die wesentlichen Fragen geklärt werden. Und zwar mit sinnvollen, durchführbaren und wirtschaftlich vertretbaren Rahmenbedingungen, damit der österreichische Tourismus auch in Zukunft eine starke Basis unserer Volkswirtschaft bleibt.

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news-1411 Thu, 23 Apr 2020 08:19:31 +0200 Liezen-Card verzeichnet große Umsatzeinbußen https://www.derennstaler.at/detail/liezen-card-verzeichnet-grosse-umsatzeinbussen Der Handel zählt zu den großen Verlierern der Corona-Krise. Verglichen mit dem Vorjahr nahm der Verkauf der Liezen-Card in nur einem Monat um ganze 85 Prozent ab. „Selbst dann, wenn der Handel nun rasch wieder hochgefahren wird, werden die Umsätze kaum aufzuholen sein“, sagt Liezens Stadtmarketing-Chef Hartwig Strobl, denn „Shoppen ist zu einem großen Teil mit Erlebnis und Emotion verbunden. Da wir uns derzeit in einer Phase des Versorgungshandels befinden, wird es außerhalb der Lebensmittelketten schwer für den Handel werden“, so Strobl.
Der wirtschaftliche Ernst der Lage ist auch an der Liezen-Card erkennbar. Der einstige Papiergutschein wurde 2017 auf die digitale Version umgestellt und lukrierte allein im Vorjahr einen Umsatz von 1,7 Millionen Euro. Doch auch auf den einstigen Kassenschlager kann die Bezirkshauptstadt derzeit nicht setzen. Vergleicht man den diesjährigen Umsatz von 16. März bis 16. April mit dem des Vorjahres, ist das Geschäft mit der Liezen-Card um ganze 85 Prozent eingebrochen. „Ein  Umstand, der Liezens Gesamtsituation im Handel widerspiegeln könnte“, zeigt sich Strobl besorgt, denn der Handel spielt in der Bezirkshauptstadt eine wichtige Rolle. Rund 120.000 m² Fläche nimmt diese Sparte in Liezen ein. Das sind um zirka 35.000 m² mehr als im Einkaufszentrum Seiersberg zur Verfügung stehen. Eine Studie, die das Stadtmarketing Liezen Ende 2016 in Auftrag gegeben hat, zeigt zudem, welch wichtige Funktion der Handel als Arbeitgeber hat: Fast ein Viertel aller Beschäftigen (24 %), die am Wirtschaftsstandort Liezen tätig sind, arbeiten im Handel.
Shopping Night verschoben
Neben den Einschneidungen im Handel bedeutet die Corona-Krise auch das Aus für Festivals und Großveranstaltungen. Zumindest im Sommer sind Großevents weiterhin nicht erlaubt, weshalb auch die Shopping Night von 5. Juni auf 4. September verschoben werden musste. „Es war uns wichtig, die Veranstaltung nicht abzusagen. Es ist ein jährliches Highlight, das die Bevölkerung herbeisehnt“, sagt Strobl und betont: „Wir haben versucht, die Shopping Night auf einen Termin zu legen, an dem wir nach dem Sommer neu durchstarten können. Ich sehe die Veranstaltung als Auftakt für das zweite Halbjahr, durch den man vielleicht doch noch einen Teil wettmachen kann. Schließlich müssen wir irgendwann zurück zur Normalität kehren.“ Ob das „Fest zur Wiederherstellung der Lebensfreude“, wie Strobl es nennt, tatsächlich stattfinden wird können, „muss natürlich mit den bis dahin geltenden Bestimmungen abgeklärt werden“, sagt der Stadtmarketing-Chef. Die Planung läuft jedenfalls. Wie in den vergangenen 15 Jahren sollen Schnäppchenjäger ganz auf ihre Kosten kommen. Denn Aktionen und Unterhaltung stehen auch im Fokus der diesjährigen Shopping Night. „Für die Liezener Handelsbetriebe ist das ein wichtiger Tag. Schließlich machen sie im Vergleich zu einem normalen Freitag zwischen 50 und 100 Prozent mehr Umsatz“, weiß Strobl.
Sommerbühne abgesagt
Zur Belebung der Innenstadt hat Liezen im Vorjahr die Sommerbühne gestartet. Für rund 20 Live-Acts im Freien haben Stadtgemeinde und Stadtmarketing rund 70.000 Euro in die Hand genommen. Unter anderem standen auf Liezens Sommerbühne Stars wie Ina Regen und die beliebteste Bon-Jovi-Tributeband Europas sorgte für ein unvergessliches Finale. „Die Planung für 2020 war natürlich bereits abgeschlossen, weshalb wir nun versuchen werden, das Programm im nächsten Jahr umzusetzen. Wir werden sehen. Schließlich darf man nicht vergessen, dass der Lockdown auf unser Budget für das nächste Jahr eine starke Auswirkungen haben wird“, so Strobl.

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news-1410 Thu, 23 Apr 2020 08:17:57 +0200 Arbeiten in Trautenfels wurden wieder aufgenommen https://www.derennstaler.at/detail/arbeiten-in-trautenfels-wurden-wieder-aufgenommen Nach einer fast einmonatigen coronabedingten Pause wurden die Arbeiten bei der Kreuzung in Trautenfels wieder aufgenommen. Die Unterbrechung sowie die zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für die Arbeiter werden sowohl den Zeitpunkt der Fertigstellung als auch die Kosten noch nicht abschätzbar beeinflussen.
Nach jahrelangen zähen Verhandlungen rund um die Verkehrslösung in Trautenfels startete vor genau einem Jahr der Bau für die Kreuzung in Trautenfels. Ursprünglich sollte das 11,6-Millionen-Euro-Projekt im August 2021 abgeschlossen sein. Nachdem die Arbeiten aufgrund der Corona-Pandemie ab 16. März 2020 eingestellt wurden, hat diese Unterbrechung Auswirkungen auf die gesamte weitere Bauabwicklung. „Für detaillierte Angaben ist es noch zu früh – es wird versucht, die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. An einem adaptierten Terminplan wird bereits gearbeitet“, erzählt Baubezirksleiter Rainer Kienreich.
Die verschärften Sicherheitsauflagen aufgrund von Covid-19 verursachen auch zusätzliche Kosten für die ausführenden Baufirmen. Konkrete Angaben dazu lassen sich aktuell noch nicht abschätzen. Auch die Baustellen auf der B 117 Buchauer Straße „Pulvermacher-Eisenzieher“, B 146 „Klausgraben und Kummerbrücke“ sowie Planneralmstraße „Stiegbrücke“ sind von der Covid-19 Situation beeinflusst. Aus heutiger Sicht wird hier jeweils mit einer zwei- bis dreiwöchigen Verzögerung gerechnet.

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news-1409 Thu, 23 Apr 2020 08:16:26 +0200 Insektensterben durch Klimaerwärmung https://www.derennstaler.at/detail/insektensterben-durch-klimaerwaermung Die Auswirkungen der Klimaerwärmung machen auch vor dem Schutzgebiet im Nationalpark Gesäuse nicht Halt. Endemische Tier- und Pflanzenarten müssen in den nächsten 80 Jahren wohl auf rund drei Viertel ihres gesamten Lebensraums verzichten.
Insekten sind die artenreichste Tierklasse, die in allen Klimazonen der Welt vorkommt. Sie sind in wärmeren Regionen artenreicher vertreten und könnten weltweit gesehen vom Klimawandel profitieren. Aber viele Insektenarten brauchen für ihre Entwicklung ganz spezielle Umweltbedingungen. Sie sind extrem gut angepasst, doch gerade deshalb auch empfindlich gegenüber Veränderungen. Lebenszyklen und Nahrungspflanzen müssen genau zusammenpassen. Vom Aussterben besonders bedroht sind kleinräumig verbreitete Arten, die sogenannten Endemiten.
Der Nationalpark Gesäuse ist ein Hotspot für Endemiten in Österreich. Es sind vor allem kälteliebende Arten aus der Eiszeit, die hier in den Gipfelregionen überdauern. Sie werden aber zunehmend von Arten aus tieferen Lagen bedroht, die nun klimabedingt auf dem Vormarsch sind.
Experten sind sich sicher, dass sich der Lebensraum der Endemiten zunehmend verkleinert und sie mit großer Wahrscheinlichkeit bei zunehmender Erderwärmung aussterben. Selbst bei einem geringen Temperaturanstieg von lediglich 1,8 Grad Celsius prognostizieren Langzeitbeobachtungen den Verlust des Lebensraums endemischer Tier- und Pflanzenarten Österreichs in der Höhe von 77 Prozent bis zum Jahr 2100.
Das Team des Nationalparks Gesäuse arbeitet unermüdlich daran, die Fülle an Tieren und Pflanzen, die es weltweit nur hier gibt, zu erfassen. „Das Ziel ist der Natur- und Artenschutz. Vor der lebensbedrohlichen Klimaerwärmung wird aber auch er die heimischen Endemiten letztendlich nicht retten können“, befürchtet Magdalena Kaltenbrunner vom Fachbereich Naturschutz und Forschung im Nationalpark Gesäuse.

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news-1408 Thu, 23 Apr 2020 08:14:29 +0200 Ennstal-Classic abgesagt https://www.derennstaler.at/detail/ennstal-classic-abgesagt Nachdem bis Ende August Großveranstaltungen verboten sind, wird auch die 28. Ennstal-Classic heuer nicht stattfinden. Eine Verschiebung in den Herbst wäre zu riskant, weil auch die Reisefreiheit bis dahin ungewiss ist. Schließlich kommen Teams aus 15 verschiedenen Nationen. Man bedaure, zu dieser Entscheidung gezwungen zu sein, die Organisatoren blicken dennoch nach vorne und stellen bereits die Weichen für 2021.

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news-1407 Thu, 16 Apr 2020 09:38:03 +0200 Angebot und Nachfrage https://www.derennstaler.at/detail/angebot-und-nachfrage Zumindest die Öffnung der Baumärkte diese Woche sollte uns wirtschaftlich etwas Mut machen. Eindringlich hat sich gezeigt, dass wir momentan noch primär eine Angebotskrise haben, sprich die Konsumenten wollen Geld ausgeben, finden aber kein passendes Angebot. Mit einer etwas rascheren Öffnung der Wirtschaft sollte es daher möglich sein, den volkswirtschaftlichen Schaden noch einigermaßen zu begrenzen.
Der soll nach den jüngsten Berechnungen allerdings massiv ausfallen. Nach letzten Schätzungen wird die Wirtschaft heuer um sieben Prozent schrumpfen, ein Wert, den wir in der Nachkriegszeit noch nie gesehen haben. Sollte diese Prognose tatsächlich eintreten, ist mit einer massiven Insolvenzwelle und einer stark steigenden, nachhaltigen Arbeitslosigkeit zu rechnen. Dann sind wir direkt am Weg von der Angebots- zur Nachfragekrise, sprich, den Konsumenten fehlt das Geld zum Konsumieren und den Unternehmern das zum Investieren.
Die österreichische Bevölkerung hat sich bisher vorbildlich an die Vorgaben der Regierung gehalten, alle vorgegebenen Ziele sind aktuell eingehalten oder übertroffen. Die Durchseuchungsrate sinkt ständig und die Spitalsversorgung wird von Tag zu Tag unproblematischer. Vor diesem Hintergrund wäre es dringend an der Zeit, endlich eine raschere Öffnung der Wirtschaft und eine möglichst schnelle Rückkehr zur ökonomischen Normalität zu ermöglichen. Denn was aktuell Woche für Woche wirtschaftlich zerstört wird, ist unwiederbringlich verloren und wird uns am Ende in die Armut stürzen.

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