Der Ennstaler RSS Feed https://www.derennstaler.at Aktuelle Nachrichten de_DE derennstaler.at Sun, 25 Sep 2022 08:37:01 +0200 Sun, 25 Sep 2022 08:37:01 +0200 TYPO3 EXT:news news-2043 Thu, 22 Sep 2022 08:30:30 +0200 Augenmaß ist gefragt https://www.derennstaler.at/detail/augenmass-ist-gefragt Dass die heurigen Lohnverhandlungen aufgrund der hohen Inflation schwierig werden, war abzusehen. Immerhin war die Teuerung im Betrachtungszeitraum bei 6,3 Prozent, was in aller Regel die Untergrenze für einen Abschluss darstellt. Jetzt liegt eine Forderung der Gewerkschaft von über zehn Prozent am Tisch, was wohl die Leistungsfähigkeit vieler Betriebe übersteigt. Es ist daher mit langen und schwierigen Verhandlungen zu rechnen, an deren Ende hoffentlich ein vernünftiger Kompromiss steht. Immerhin leiden die Betriebe auch an der Teuerung, speziell bei der Energie und den Vorprodukten. Zudem exportiert die Metallindustrie ihre meisten Produkte und ist dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Ein Anheben der Verkaufspreise ist in diesem Umfeld schwierig, zumal die Energiekosten in anderen Teilen der Welt bei weitem nicht so stark steigen wie in Europa.

Es werden daher kreative Lösungen gefunden werden müssen, etwa die Möglichkeit, bis zu 3000 Euro steuerfreie Prämien auszuschütten, was für die Betriebe vergleichsweise billig ist und bei den Mitarbeitern brutto für netto ankommt. Ebenso wird zumindest in den Verhandlungen auch eine gewisse Berücksichtigung von Beihilfen und Steuererleichterungen der Arbeitnehmer gefordert werden, was die Inflation ja in der Praxis eindämmt. Ein Reallohnzuwachs wird am Ende aber jedenfalls herauskommen, aber hoffentlich nicht eine Lohnerhöhung, die die Wirtschaft nachhaltig beschädigt und die Teuerung weiter antreibt. Das hilft nämlich niemandem.

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news-2042 Thu, 22 Sep 2022 08:19:24 +0200 Scharfe Kritik an EU-Biomasse-Entscheidung https://www.derennstaler.at/detail/scharfe-kritik-an-eu-biomasse-entscheidung Zum Erreichen des Klimaschutzzieles hat die Europäische Union eine umstrittene Erneuerbare-Energie-Richtlinie beschlossen. Holz gilt künftig nur mehr als bedingt nachhaltig, während Atomenergie, Kohlekraftwerke und Fracking eine Renaissance erleben.

Seit 2018 gibt das Programm RED II den Rahmen für Förderungen von erneuerbaren Energiequellen vor. Mit der Überarbeitung des Programms – jetzt unter dem Titel RED III – sollen sich die Treibhausgasemissionen reduzieren. Das Europa-Parlament hat über seine Position zum Ausbau der erneuerbaren Energien abgestimmt. Dabei hat sich eine Mehrheit gegen den weiteren Ausbau der Biomasse ausgesprochen. Holznebenprodukte und bestimmte Mengen an Primärholz sieht die EU als erneuerbar an – Heizen mit Holz gilt jedoch nur mehr als bedingt nachhaltig und förderfähig. Heizkraftwerke werden zwar weiterhin gefördert, deren Ausbau aber nicht.

„Praxisfern, bürokratisch und inkonsistent“

Die schlimmsten Befürchtungen konnten dennoch abgewehrt werden, nämlich, dass Biomasse als gar nicht mehr erneuerbar anerkannt wird. Diese ist künftig ausschließlich auf dem durchschnittlichen Niveau von 2017 bis 2022 als erneuerbare Energie anrechenbar. Das EU-Parlament fordert außerdem bis 2030 eine schrittweise Senkung des Anteils an Primärholz – also Holz, das direkt vom Wald in einen Brenner wandert. Mit dem Beschluss wird die Nutzung heimischer Holzressourcen massiv eingeschränkt, eine nachhaltige Forstbewirtschaftung ist künftig einigen zusätzlichen Regeln und Auflagen unterworfen. „Das Ergebnis ist ein praxisferner, bürokratischer und teilweise inkonsistenter Vorschlag, der den Ausbau der Bioenergie behindert und nicht, wie für die Zielerreichung notwendig, forcieren würde“, kritisiert Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes und Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer. „Es ist kaum nachvollziehbar, dass man im EU-Parlament die regionale Bioenergienutzung, die ein wesentlicher Teil der nachhaltigen Bewirtschaftung und Klimawandelanpassung unserer Wälder ist, behindert, während Atomenergie, Kohlekraftwerke und Fracking eine Renaissance erleben.“

Erst am Ende verbrennen

Die Bedenken der EU: Durch Verbrennung von Biomasse werden Emissionen schneller freigesetzt als Bäume nachwachsen. Bäume zu fällen, um damit Energie zu erzeugen, schade dem Klima. Vorrangig gehe es also um den Erhalt der Wälder als CO2-Speicher. Die „kaskadische Nutzung“ soll laut EU dabei Vorrang gegenüber einer Verwertung in Energie haben. Sprich, Holz muss möglichst nachhaltig verwertet werden, beispielsweise für Möbel oder Hausbau. Die Verbrennung steht erst am Ende der Nutzungszeit.

An Energieeffizienz-Schraube drehen

Bioenergie stellt neben Wasserkraft die größte erneuerbare Energiequelle in Österreich dar. In der Steiermark versorgen 600 Biomasseheizwerke über 100.000 Haushalte aus Biomasse und sparen somit jährlich 150 Millionen Liter Heizöl und 500.000 Tonnen CO2 ein. Die Anzahl der Haushalte hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Im grünen Herzen beträgt der Anteil der Biomasse an erneuerbaren Energieträgern rund 68 Prozent. Im Bezirk Liezen gibt es 20 Fern- und Nahwärmenetzbetreiber. Einer davon ist Herbert Hansmann, Geschäftsführer der Biowärme Bad Mitterndorf. In seinem Heizwerk werden jährlich 35.000 Kubikmeter regionales Holz aus einem Umkreis von lediglich 20 Kilometern verheizt. Insgesamt sind zwölf Mitarbeiter am Standort beschäftigt, weitere zehn bis 15 Personen heimischer Partnerbetriebe sind auf den Baustellen für Grabungsarbeiten, Installationen, usw. tätig. Die Wertschöpfung in der Region ist enorm. Alleine im heurigen Jahr konnten 60 neue Kunden an die Biowärme Bad Mitterndorf angeschlossen werden. Trotz des enormen Rückschlages versucht Hansmann positiv in die Zukunft zu blicken: „Wir Heizwerkbetreiber werden weiterhin unsere Kunden mit Wärme versorgen können. Gegebenenfalls gilt es neue und alternative Lösungen anzudenken, auch wenn es schwer ist.“ Er appelliert auch an die Bevölkerung, keine sinnlose Energie zu vergeuden und Einsparungspotenziale zu nutzen – ohne jedoch an Komfort einzubüßen. „Es ist auch für Gewerbe- und Industriebetriebe an der Zeit, an der Energieeffizienzschraube zu drehen und Energie gezielt einzusetzen.“

Verhandlungen gehen weiter

Die finalen Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten, dem Parlament und der EU-Kommission sind noch nicht abgeschlossen. In den anstehenden Gesprächen liegt der Ball jetzt bei Energieministerin Leonore Ge­wess­ler, die Österreich in diesen Verhandlungen vertritt, um weitere Verbesserungen für die Nutzung von Biomasse zu erreichen.

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news-2041 Thu, 22 Sep 2022 08:18:15 +0200 Kasfest auf Schloss Großsölk https://www.derennstaler.at/detail/kasfest-auf-schloss-grosssoelk Morgen, Samstag, dem 24. September findet das traditionelle Kasfest auf Schloss Großsölk in seiner zehnten Auflage statt.

Käsespezialitäten, regionale Produkte, zünftige Volksmusik und ein royaler Auftritt der Kasprinzessinnen sind die Zutaten für das traditionelle „Kasfest“. Die Schlossmauern bieten hierfür den geeigneten Rahmen. Zahlreiche Marktstände präsentieren Produkte höchster Qualität. Höhepunkt ist die Patentverleihung für den „Ennstaler Steirerkas“ mit dem höchsten Herkunftsschutz der EU – der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.). Die geschützte Ursprungsbezeichnung garantiert, dass alle Erzeugungsschritte – vom Rohstoff bis zur Produktion – im festgelegten Gebiet erfolgen und die Eigenschaften des Produktes eng mit dem Gebiet zusammenhängen. Auf den historischen Almen wird der einzigartige bröselige Urkäse auf authentische Weise hergestellt und meist mit frisch gebackenen Steirerkrapfen kredenzt – so werden auch die „Steirerkaskrapfen“ beim Kasfest frisch zubereitet.

Das Programm startet um 10 Uhr, der Festakt mit der Patentverleihung findet um 11 Uhr im malerischen Innenhof vom Schloss Großsölk statt. Neben dem Ennstaler Steirerkas gibt es auch verschiedene Käsesorten aus nah und fern zu erwerben, dazu den passenden österreichischen Wein. Auch regionale Wurst- und Fleischprodukte sowie Kunsthandwerk haben ihren Platz beim Kasfest.

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news-2040 Thu, 22 Sep 2022 08:17:06 +0200 Rigips feierte 50er in Bad Aussee https://www.derennstaler.at/detail/rigips-feierte-50er-in-bad-aussee 170 Mitarbeitende sind bei Rigips in Bad Aussee tätig. Der Standort feierte kürzlich sein 50-jähriges Bestehen.

In Bad Aussee laufen die Fäden zusammen. In der Zentrale im Ortsteil Unterkainisch sind Rigips, Weber Terranova und Isover nicht nur unter einem Dach, sondern auch unter einem Namen vereint: Saint-Gobain Austria. Gegründet im Jahr 1665, zählt Saint-Gobain zu den ältesten Unternehmen Europas. Mehr als 166.000 Mitarbeitende sind in 75 Ländern tätig. Seit nunmehr exakt 50 Jahren werden in Bad Aussee Rigips-Platten produziert. Ein Jubiläum, das Anfang September gefeiert wurde.

CO2-neutral bis 2050

In den letzten Jahren hat das Unternehmen den Einsatz von CO2-intensiven Rohstoffen sukzessive reduziert. Energie konnte durch die Nutzung von Abwärme eingespart werden. Auch die Logistik gestaltet sich CO2-sparend. Bis 2050 will man die CO2-Neutralität erreichen. Daher werden „weitere Einsparungen folgen“, sagt Peter Giffinger, „denn bis 2030 wollen wir 30 Prozent der CO2-Emissionen einsparen,“ so der CEO von Saint-Gobain Austria.

Seilbahn statt LKW

Im Ausseerland hat Nachhaltigkeit bereits eine lange Tradition: Seit Jahrzehnten erfolgt der Rohsteintransport bei Rigips per Seilbahn. So werden jährlich 22.000 Lkw-Fahrten und 200 Tonnen CO2 vermieden. Das sei nur eines von vielen Beispielen, betont Giffinger: „Dass wir beim Tagbau den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich halten, versteht sich von selbst.“ Bei Rohstoffen und Waren setze das Unternehmen möglichst auf lokale Anbieter.

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news-2039 Thu, 22 Sep 2022 08:15:37 +0200 Tennis: Wahnsinns-Finale der Irdninger https://www.derennstaler.at/detail/tennis-wahnsinns-finale-der-irdninger Die Irdninger Tenniscracks bewiesen Nerven aus Stahl und jubelten nach einem 5:4-Sieg gegen Mauthausen über den vierten österreichischen Meistertitel in fünf Jahren.

An Dramatik nicht zu überbieten war das in Klagenfurt stattgefundene Finale um den österreichischen Tennis-Mannschaftsmeistertitel zwischen Titelverteidiger ATV Irdning und dem vorjährigen Vizemeister Mauthausen. Die Irdninger Tenniscracks besiegten im Semifinale den WAC mit 5:3 und die Oberösterreicher zogen mit einem klaren 6:2-Erfolg gegen Radstadt in das Endspiel ein. In einem völlig ausgeglichenen Finalduell stand es nach den Singlepartien 3:3. Sebastian Ofner, Filip Misolic und Julian Lenz holten die Punkte für das Team von Mannschaftsführer Erich Reisinger. So mussten die Doppel entscheiden – und was sich hier abspielte, ist kaum zu beschreiben. Lucas Miedler und Jürgen Melzer gewannen knapp in zwei Sätzen, doch das Einserdoppel Dennis Novak/Sebastian Ofner verlor sein Match überraschend und so lastete die Entscheidung auf den Schultern von Peter Gojowcyk und Julius Lenz. Die zwei deutschen Spieler in Diensten des ATV Irdning lagen bereits mit 6:7, 7:6 und 5:9 im Champions Tiebrak so gut wie aussichtslos zurück. Sie zeigten in der Folge aber Nerven aus Stahl und wehrten nicht weniger als vier Matchbälle ab. Am Ende verwertete das Duo Gojowcyk/Lenz den zweiten Matchball und sicherte ATV Irdning damit den vierten österreichischen Tennis-Mannschafts-Meistertitel. „Wir waren ganz knapp dran, das Spiel zu verlieren“, sagt Irdnings Teamkapitän Erich Reisinger. „Bei 5:9 im Match Tiebreak habe ich schon fast nicht mehr daran geglaubt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, und mit Unterstützung des Gegners, der zwei Auflagen beim Matchball vergeben hat, haben wir es noch gedreht. Das hat es so noch nie gegeben. Die Nerven sind blank gelegen.“

Nach dem 6:7, 7:6 und 12:10-Erfolg brachen alle Dämme: „Das war gewaltig, das kannst du dir gar nicht vorstellen. Es gab nur mehr Jubel“, so Reisinger, der aber auch Mauthausen Respekt für den packenden Finalkampf zollte. Auch Irdnings Sektionsleiter Christian Ruhdorfer und der sportliche Leiter Alexander Jagersberger konnten die Aufholjagd kaum fassen: „Nervenaufreibender hätte das Zusehen nicht sein können. Dass Peter und Julian diesen Rückstand noch drehen konnten, ist einfach unglaublich. Nach der knappen 4:5-Niederlage gegen Mauthausen vor zwei Jahren freut es uns umso mehr, dass die Mannschaft nun das Glück auf ihrer Seite hatte.“ Eine große Meisterfeier gab es nicht, denn die meisten Spieler reisten zu den diversen Turnieren auf der ganzen Welt weiter. Mannschaftsführer Erich Reisinger versprach das nachzuholen. Der Gröbminger Unternehmer hat auch gute Nachrichten für alle Tennisfans in der Obersteiermark: „Wir sind Irdninger und werden somit unsere Heimspiele im nächsten Jahr wieder in Irdning austragen.“

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news-2038 Thu, 15 Sep 2022 09:53:29 +0200 Endlich das Aus fürs Körberlgeld https://www.derennstaler.at/detail/endlich-das-aus-fuers-koerberlgeld Mit der diese Woche beschlossenen Abschaffung der kalten Progression ist ein großer Schritt gelungen. In den meisten Staaten werden schon lange die Steuerstufen an die Teuerung angepasst, bei uns ist das in Zukunft auch der Fall. Damit wird die tatsächliche Kaufkraft des Einkommens besteuert und nicht der nominelle Wert und zukünftige Lohnerhöhungen oder Einkommenssteigerungen führen dann auch tatsächlich zu entsprechend höheren Nettoeinkommen. Das war bisher nicht der Fall. Bei höherem Einkommen rückte man in stets höhere Steuerstufen vor und am Ende hat der Staat viele Milliarden eingenommen, die ihm eigentlich nicht zustehen. Und dem Einzelnen blieb vom höheren Bruttogehalt nur ein Bruchteil übrig. Das zu Unrecht kassierte Geld hat der Staat dann regelmäßig in der „größten Steuerentlastung aller Zeiten“ zum Teil wieder unters Volk gebracht. Aber eben nur zum Teil, in Wirklichkeit ist die Steuerbelastung ohne jedes zutun jährlich gestiegen. Das Ende dieser Praxis hat aber nicht nur auf das Einkommen aller Bürger eine äußerst positive Wirkung. Es wird mittelfristig auch dazu führen, dass der Staat mit seinen Mitteln besser haushalten muss. Denn während durch die kalte Progression das jährliche Körberlgeld automatisch floss, muss in Zukunft immer erklärt werden, wenn Abgaben erhöht oder Leistungen gekürzt werden. Und das ist für die Politik zumindest unangenehm und wird hoffentlich zu einer besseren Fiskalpolitik führen.

Franz Wallig

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news-2037 Thu, 15 Sep 2022 09:48:05 +0200 Sechs Windräder für Trieben https://www.derennstaler.at/detail/sechs-windraeder-fuer-trieben In Trieben könnte ein Windpark entstehen. Entscheidend für eine Umwidmung ist das Ergebnis einer Volksbefragung, erst dann folgen weitere Schritte. Von Nutzen für die Triebener Bevölkerung könnte eine eigens gegründete Energiegemeinschaft sein, die günstige Energie direkt liefert.

Ziel der Bundesregierung ist es bis 2030 den gesamte Energiebedarf bilanziell aus erneuerbaren Energieträgern zu gewinnen und so rasch als möglich der Abhängigkeit fossiler Energieträger zu entkommen. Ein Kraftakt, wenn man sich den stetig steigenden Energiebedarf vor Augen führt. Neben der allgegenwärtigen Klimakrise bestätigt auch die Gaspreis-Entwicklung die Pläne der Regierung. Zuletzt konnte Österreich seinen Bedarf an elektrischer Energie um die Jahrtausendwende decken. Seither ist die Alpenrepublik Netto-Importeur von Strom. Die Produktion ist nicht weniger geworden. Im Gegenteil: Photovoltaik-Anlagen legen ein exponentielles Wachstum an den Tag. Der Energiebedarf ist jedoch noch schneller gewachsen als der Ausbau von Kraftwerken. Neben Photovoltaik gewinnt die Verstromung von Wind zusehends an Bedeutung.

 

Will die Gemeinde?

Ein Windpark könnte bald in Trieben verwirklicht werden. Bereits seit dem Vorjahr führt das Unternehmen „Brandpower“ aus Salzburg Messungen und Voruntersuchungen am Herrenwaldrücken durch. „Es handelt sich derzeit um eine Projektidee“, sagt Geschäftsführer Josef Brandstetter, „Neben den Messungen haben wir auch Schutzgüter untersucht und ob es andere Ausschließungsgründe gibt. Wir glauben, dass es aus genehmigungsrechtlicher Sicht möglich ist dort einen Windpark zu errichten.“ Mit dem Grundbesitzer gibt es bereits Optionen für einen Pachtvertrag. Als nächsten Schritt müsse jedoch herausgefunden werden, ob die Gemeinde einen Windpark überhaupt möchte. Erst wenn die Umwidmung geschehen ist, kann eine Umweltverträglichkeitsprüfung folgen.

 

Schwerpunkt erneuerbare Energie

Die Gemeinde Trieben arbeitet schon länger daran, das Thema erneuerbare Energie ins örtliche Entwicklungskonzept einfließen zu lassen. Der Umweltausschuss entwickelte gemeinsam mit der Raumplanerin einen Kriterienkatalog zu Nutzungsflächen von Photovoltaik-Anlagen, welcher der Gemeinderat bereits im Juni einstimmig absegnete. „Was den Windpark betrifft, soll eine Bürgerversammlung und eine -befragung stattfinden“, sagt Bürgermeister Helmut Schöttl. Dass man sich erneuerbarer Energie nicht verschließen kann, liege auf der Hand. Aber erst wenn die Bevölkerung informiert und die Mehrheit dafür sei, werden weitere Schritte für den Windpark folgen. Die Volksbefragung soll voraussichtlich noch heuer stattfinden.

 

Lanzenbruch für die Windkraft

„Die Windkraft leidet unter dem Image, dass sie vor zwanzig Jahren verdient hat. Damals war es nur ein Spielzeug für Öko-Freaks. Inzwischen hat sich daraus eine hochprofessionelle Technik entwickelt. Effizienz und Kosten sind mit Wasserkraft vergleichbar“, so Josef Brandstetter. Wie dynamisch die Entwicklung verläuft, habe sich bei einem Windpark-Projekt in Kärnten gezeigt. „Während der Genehmigungsverfahren haben wir drei Generationensprünge erlebt. Wir hatten die Genehmigungen für Windräder in der Hand, die wir gar nicht mehr bauen konnten, weil es etwas Besseres gab“, schildert Brandstetter.

 

Ab-Hof-Stromverkauf

„Die Rahmenüberlegungen liegen bei sechs Windrädern mit einem Potenzial von 60 Gigawatt-Stunden pro Jahr. Das ist vergleichbar mit der Kapazität des neuen Murkraftwerks in Graz und würde den Energiebedarf von Trieben bilanziell um ein mehrfaches decken“, umreißt Josef Brandstetter die Größenordnung des Projekts. Die Investitionskosten würden um die 50 Millionen Euro liegen. Interessant für Trieben dürften die Möglichkeiten sein, die das neue Bundesgesetz über den Ausbau von Energie aus erneuerbaren Quellen schafft. Durch die Gründung einer Energiegemeinschaft sei eine Direktbelieferung mit günstiger, regional produzierter Energie möglich. „Das ist sozusagen ein Ab-Hof-Verkauf vom Strom. Wir haben vor, den Gemeindebürgern eine Direktbelieferung mit günstiger Energie anzubieten. Wir müssen lediglich kostendeckend sein, das hat mit dem Gaspreis dann nichts mehr zu tun“, so Brandstetter. Solange die Windräder Energie liefern, kann der Energiebedarf der Triebener damit gedeckt werden. Herrscht Flaute, beziehen die Haushalte ihren Strom vom Anbieter.

 

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news-2036 Thu, 15 Sep 2022 09:45:34 +0200 Bergrettung Gesäuse: Einsätze haben sich verdreifacht https://www.derennstaler.at/detail/bergrettung-gesaeuse-einsaetze-haben-sich-verdreifacht Der alpine Rettungsdienst Gesäuse feier  te sein 125-jähriges Jubiläum. Die Bedeutung der Organisation zeigt sich allein schon an den Einsätzen: Im Schnitt muss die Rettungsmannschaft einmal pro Woche ausrücken.

„Es hat sich viel getan in den letzten 125 Jahren“, sagt Raimund Reiter von der Bergrettung Gesäuse. Wurden in den Anfangsjahren der alpinen Einsatzorganisation Verunglückte noch auf Tragestangen, an Latschen gebunden, mit dem Schlitten oder dem Pferdefuhrwerk ins Tal transportiert, stehen heute Leichttragen aus Titan und ein Rettungshubschrauber zur Verfügung. Doch nicht nur das Bergen, „auch die Alarmierung war schwierig“, weiß Reiter: „Entweder ist der unverletzte Tourenpartner ins Tal gerannt, oder der Verunglückte musste solange um Hilfe rufen, bis ihn jemand mit viel Glück gehört hat. Damals konnte es Stunden dauern, bis der Notruf an der richtigen Stelle angekommen war.“ Heute wird die Landeswarnzentrale über den alpinen Notruf 140 verständigt, ganz einfach über das Handy. Die Einsatzleiter der zuständigen Ortsstelle werden anschließend per App alarmiert. Rund zehn Minuten später sitzt schon das erste Team im Auto und macht sich auf den Weg zum Verunglückten. „Die Vorlaufphase hat sich ungemein verkürzt, seit wir die neue Bergrettungszentrale in Admont haben. Zuvor musste jedes Bergrettungsmitglied noch nach Hause, um seine Ausrüstung und seine Einsatzkleidung zu holen. Daher konnten wir erst rund eine halbe Stunde später starten als heute“, nennt Reiter einen wesentlichen Vorteil der 2018 fertiggestellten Einsatzzentrale des alpinen Rettungsdienstes Gesäuse.

 

Bergnot durch Selbstüberschätzung

Auch am vergangenen Dienstag war die Mannschaft im Einsatz. Der Notruf kam vom Admonterhaus. Ein Mann war von einer langen Bergtour derart geschwächt in der Schutzhütte angekommen, dass er über die Trage ins Tal gebracht werden musste. „Der Alarm ging um halb acht ein, um dreiviertel neun waren wir bereits am Admonterhaus oben“, unterstreicht Reiter die rasche Bergung des Verunglückten. Seit das Gesäuse an touristischer Bedeutung gewonnen hat, haben sich die Einsätze von rund 20 auf 60 pro Jahr verdreifacht. Häufigster Auslöser von Bergnot: Selbstüberschätzung. „Bergung wegen Erschöpfung ist ganz oft der Fall“, so Reiter, „die Leute haben zu wenig zum Trinken dabei, können schon nicht mehr und trotzdem gehen sie weiter statt umzudrehen.“ Auch Geländeunkenntnis aufgrund einer mangelnden Tourenvorbereitung ist keine Seltenheit, wie Reiter mitteilt: „Die Leute wissen nicht einmal, wie der Berg heißt, auf dem sie gerade unterwegs sind. Auch das kommt vor.“ Welch dramatische Folgen eine zu geringe Geländekenntnis haben kann, erklärt Reiter anhand einer ganzen Einsatzreihe, die vor 13 Jahren stattgefunden hat: „Damals ist ein Mann aus Litauen von einer Fototour, die er nur im Umkreis des Campingplatzes im Gesäuse machen wollte, nicht mehr zurückgekehrt.“ Die Suche nach dem Vermissten wurde immer weiter ausgedehnt. Von Tag zu Tag sank die Hoffnung, ihn noch lebend bergen zu können. Nach fünf Tagen wurde er schließlich von einer Seilschaft im Ödsteinkar gefunden, die zufälligerweise an der Unglücksstelle vorbeikam. Er war mit kurzen Hosen und Sandalen unterwegs gewesen, obwohl der erste Schnee schon bis auf 900 Meter herab fiel. Am Ödsteinkar ausgerutscht und abgestürzt musste er tagelang mit gebrochenen Beinen ausharren, bevor er gerettet und medizinisch versorgt werden konnte.

 

Mit viel Zeitaufwand und Engagement

Extremfälle wie dieser ereignen sich zwar selten, trotzdem begeben sich die Bergretter bei jedem Einsatz selbst in Gefahr. Am meisten im Winter „Da wir oft nachts ausrücken müssen, ist die Lawinengefahr aufgrund der fehlenden Sicht schwer einzuschätzen. Um die Mannschaft nicht zu gefährden, mussten wir Einsätze auch schon auf den nächsten Tag verlegen“, so Reiter. Um als Bergretter tätig sein zu können, braucht es eine fundierte Ausbildung. Ein Grundkurs im Winter, einer im Sommer und ein abschließender Prüfungskurs bilden die Basis, doch um im Ernstfall keine Fehler zu machen, finden laufend Übungen statt. Diese werden im Sommer einmal pro Monat im freien Gelände abgehalten. Im Winter liegt der Fokus auf der Ersten Hilfe. Zwei Mal pro Jahr finden großangelegte Übungen statt, an denen sich sechs Ortsstellen beteiligen. „Da kommen gleich einmal 60 bis 80 Leute zusammen“, so Reiter. Über Nachwuchsprobleme kann der Verein nicht klagen. „Wir sind in der glücklichen Lage, viele junge engagierte Bergretter zu haben“, sagt Reiter. In Summe zählt der alpine Rettungsdienst Gesäuse 63 Mitglieder, von denen 38 die aktive Bergungsmannschaft bilden.

 

Buchpräsentation zum Jubiläum

Am vergangenen Wochenende hat die Bergrettung Gesäuse als eine der ältesten alpinen Einsatzorganisationen der Welt ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass wurden Ehrungen überreicht und ein Buch präsentiert, das die Bergrettung Gesäuse von ihren Anfangsjahren bis in die Moderne begleitet. Das Werk „Moderne Zeiten im Gesäuse – 125 Jahre alpines Rettungswesen im Gesäuse“ wurde von Raimund Reiter mit Unterstützung seiner Kollegen Georg Schmid und Obmann Hannes Leinweber verfasst und ist per E-Mail an admont@bergrettung-stmk.at oder direkt bei den Mitgliedern der Bergrettung Admont erhältlich.

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news-2035 Thu, 15 Sep 2022 09:43:03 +0200 EU-Katastrophenschutzübung in Eisenerz https://www.derennstaler.at/detail/eu-katastrophenschutzuebung-in-eisenerz Internationale Teams probten in Eisenerz für den Ernstfall. Übungsszenario war ein Erdbeben mit verschütteten und vermissten Personen.

Nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten war die Region Eisenerz zum zweiten Mal nach 2018 Schauplatz der EU-Katastrophenschutzübung „ModEX". Nach einem fiktiven Erdbeben in der Obersteiermark wurde über den Europäischen Katastrophenschutzmechanismus um Unterstützung für Such- und Rettungseinsätze angesucht. Die von den Mitgliedsländern entsandten Teams aus ganz Europa rückten im Raum Eisenerz aus, um Verschüttete in Gebäuden und einem Parkhaus sowie Vermisste in einer Höhle zu suchen. Einsatzzentrale mit Führungsstab in der Stadt, Rollendarsteller, die mit Suchhunden und schwerstem Gerät binnen 62 Stunden aus den Trümmern zu bergen sind – das Szenario einer Katastrophe wurde realistisch dargestellt. Such- und Rettungsteams aus Vorarlberg (16 Personen) und Polen (40 Personen), Höhlenrettungsteams aus Slowenien (30 Personen) und Spanien (30 Personen) waren ebenso beteiligt wie ein Drohnenaufklärungsteam aus Frankreich und ein Team der TU-Graz. Insgesamt 90 Rollendarsteller, die unter anderem unter den Trümmern von Suchhunden aufgespürt werden mussten, komplettierten mit der internationalen 50-köpfigen Übungsleitung dem Übungsbeobachtungsteam der Europäischen Kommission sowie dem Übungsbeobachtungsteam des Schweizer Amtes für Bevölkerungsschutz das Feld der Teilnehmer. Die Fachabteilung für Katastrophenschutz und Landesverteidigung des Landes Steiermark sorgte im Verbund mit Einsatzorganisationen für reibungslose Abläufe.

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news-2034 Thu, 15 Sep 2022 09:39:17 +0200 Torlauf Dachstein verzeichnete Rekord https://www.derennstaler.at/detail/torlauf-dachstein-verzeichnete-rekord Fast 300 angemeldete Läufer und Läuferinnen aus 16 Nationen eroberten im Laufschritt den Dachstein.
Bei den Herren setzte sich Raphael Miks, bei den Damen Elisabeth Gruber durch.

Der Torlauf Dachstein führt über die Südseite des Dachsteinmassivs und zählt daher zu den wohl spektakulärsten Trailrunning-Wettbewerben mit internationaler Bekanntheit. In diesem Jahr verzeichnete der veranstaltende Verein unter Obmann Walter Wieser die bisher größte Anzahl an Teilnehmenden. 300 Sportler und Sportlerinnen aus 16 Ländern waren nach Ramsau am Dachstein gereist, um am ersten Septemberwochenende die Herausforderung anzunehmen. Mit einer Zeit von gerade einmal 4:36:54 absolvierte der 23-jährige Steirer Raphael Miks die 42 km lange Distanz und konnte damit die Vorgabe des Vorjahressiegers Thomas Wanninger nur um ca. 4 Minuten nicht toppen. „Für mich hat der Lauf super gepasst, ich bin begeistert von der landschaftlichen Schönheit der Strecke und habe ganz oben den Ausblick genossen, war aber auch überrascht vom technischen Anspruch auf manchen Teilstrecken. Gerne komme ich nächstes Jahr wieder. Diesen Titel werde ich verteidigen“, schwärmt Miks im Ziel. Nach 5:35:28 überquerte die ehemalige Ironman-Athletin Elisabeth Gruber als erste Dame des Marathons die Ziellinie. „Ich hab mich selber übertroffen, denn das war mein erster Trailrunwettkampf. Die Strecke hat mich einfach beflügelt und ich war komplett geflasht von der Schönheit der Strecke“, so Gruber. Jubelstimmung im WM-Stadion herrschte auch bei den Halbmarathongewinnern Barbara Poxleitner und dem Kenianer Lopua Dennis Cox vom Team run2gether. Heuer gab es erstmals auch einen 10-km-Lauf zu bewältigen, den Hans Wieser und Veronika Wagner als Sieger davontrugen.

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news-2033 Thu, 08 Sep 2022 08:59:36 +0200 Gut gemeint ist nicht gut gemacht https://www.derennstaler.at/detail/gut-gemeint-ist-nicht-gut-gemacht Neben zahlreichen anderen Maßnahmen zur Linderung der Inflation soll jetzt auch der Strompreisdeckel kommen. Dabei werden die ersten 2900 KWh (80 Prozent des Durchschnittsverbrauches) im Jahr vom Staat gestützt, der Energiepreis für diese Menge ist dann zehn Cent. Für alles, was darüber hinausgeht, gilt der Marktpreis, damit weiterhin ein Ansporn zum sparsamen Umgang mit Energie gegeben ist.

Eigentlich wollte man die förderbare Menge individuell je Haushalt am Vorjahresverbrauch bemessen, mangels ausreichender Daten hat man sich dann aber für die pauschale Regelung entschieden. Damit nimmt man in Kauf, dass viele Haushalte gar keinen Sparanreiz mehr haben. Im Extremfall in Niederösterreich, wo das Land wegen bevorstehender Wahlen nochmals elf Cent Förderung dazuzahlt. Das heißt, je verbrauchter Kilowattstunde bekommt der Niederösterreicher demnächst einen Cent geschenkt. Wer mehr Strom verbraucht, verdient also Geld, was ja beim besten Willen nicht ernst gemeint sein kann.

Gut gemeint ist eben oft das Gegenteil von gut gemacht. So einfach und gut umsetzbar die aktuelle Lösung ist, die Menge ist einfach zu hoch. Viel wirkungsvoller, billiger und sozial gerechter wäre es gewesen, zum Beispiel die ersten 1500 KWh komplett vom Staat zu bezahlen und alles andere zu Marktpreisen zu verrechnen. Das hätte armen Haushalten mehr geholfen und das wichtigste marktwirtschaftliche Signal, der Preis, hätte trotzdem seine volle Wirkung entfaltet und für den sparsamen Umgang mit Energie gesorgt.

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news-2032 Thu, 08 Sep 2022 08:58:07 +0200 Wildbach-Pflege beugt Verklausungen vor https://www.derennstaler.at/detail/wildbach-pflege-beugt-verklausungen-vor Laut Forstgesetz müssen Wildbäche frei von „Übelständen“ gehalten werden, um Verklausungen vorzubeugen. In Niederöblarn fand kürzlich eine Freischneide-Aktion statt. Insgesamt entfernte man auf einer Länge von 800 Meter 40 Fuhren voll mit Bäumen und Geäst.

Jede Gemeinde ist laut Forstgesetz verpflichtet, jährliche Wildbachbegehungen durchführen zu lassen. „Den Wasserlauf hemmende Gegenstände“ sind sofort zu entfernen, heißt es im Gesetzestext. Ein Wildbachbegeher muss Gefahrenquellen erheben und der Bezirksforstinspektion sowie den Grundeigentümern melden, denn regelmäßige Pflege kann Katastrophen verhindern oder zumindest lindern. Im Juni organisierte die Klar!-Zukunftsregion Ennstal eine Veranstaltungsreihe, die erste Freischneide-Aktion fand kürzlich in Niederöblarn statt.

„Übelstände“ festgestellt

Durch das Gemeindegebiet von Öblarn fließen der Walchen- und der Niederöblarnbach. Ersterer ist durch die aktuellen Bautätigkeiten der Wildbach- und Lawinenverbauung frei von Bewuchs. Der Niederöblarnbach wurde jedoch zuletzt vor 18 Jahren freigeschnitten, als das Rückhaltebecken gebaut wurde. Wildbachbegeher Florian Zamberger hat bei den heurigen Begehungen konkrete Übelstände identifiziert: „Im Niederöblarnbach gab es vor allem viele Stellen, die stark mit Bäumen und Sträuchern verwachsen waren. Auch Inseln haben sich im Bachbett bereits gebildet und das Rückhaltebecken war auf beiden Seiten zugewachsen. Im Hochwasserfall könnten diese Übelstände zu Verklausungen an den Brücken in Niederöblarn führen und weitreichende Überschwemmungen und große Schäden im Ortskern verursachen.“

Regelmäßige Kontrolle

Es galt, diese Übelstände möglichst rasch zu entfernen, bevor das nächste Unwetter herankommt. Oft sind die Zubringerbäche in schwer zugänglichem Gelände, was ein Freischneiden unmöglich macht. Umso wichtiger sei es, die Hauptbäche regelmäßig zu kontrollieren und freizuhalten, damit das Abfließen der Wassermassen im Unwetterfall sichergestellt ist.

„Je nach Wuchsintensität müssen die Bäche im Fünf- bis Zehnjahreszyklus ausgeputzt werden. Bei Starkregen können schon armdicke Stämme zu Verklausungen führen und in weiterer Folge Schäden an Brücken und Häusern verursachen“, so Zamberger.

Viele Helfer

Die Gemeinde schrieb Hauseigentümer entlang des Bachs für eine solidarische Freischneideaktion an und bat um Mithilfe. Neben vielen Anrainern beteiligten sich auch die Freiwillige Feuerwehr Niederöblarn, die Waldgenossenschaft Niederöblarn und die Weggenossenschaft Moosberg sowie zahlreiche heimische Unternehmen und Landwirte. Sämtliche Maschinen und Geräte sowie die Arbeitszeit stellten die Teilnehmer kostenlos zu Verfügung, Kettenöl und Treibstoffe vergütete die Klar!-Zukunftsregion Ennstal. „Auf einer Länge von 800 Meter wurden von der Stecher-Brücke im Ortskern von Niederöblarn bis zur Wildholzsperre 40 Anhängerfuhren Gestrüpp und Bäume entfernt“, sagt Bürgermeister Franz Zach, der selbst mit Traktor und Kranhänger den ganzen Tag im Einsatz war. Er möchte die Aktion wiederholen und hofft ein Vorbild für andere Gemeinden zu sein.

Auch Schutz für Einsatzkräfte

Die präventive Maßnahme sei auch ganz im Sinne der Feuerwehr, sagt der Hauptmann der FF Niederöblarn, Christian Grundner: „Wir sind die ersten, die bei einer Verklausung zum Einsatz kommen. Das bedeutet oft eine große Gefahr für die Feuerwehrleute. Nicht zuletzt deswegen sind vorbeugende Maßnahmen ganz in unserem Sinne.“ Laut Klar!-Managerin Nathalie Prüggler sind in den Gemeinden Sölk und Pruggern noch heuer ähnliche Aktionen geplant. „Gemeinsam mit der großartigen Unterstützung ihrer Bürgerinnen und Bürgern können es die Gemeinden schaffen, zumindest die gefährlichsten Stellen vor und in den besiedelten Ortsteilen zu entschärfen“, so Nathalie Prüggler abschließend.

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news-2031 Thu, 08 Sep 2022 08:56:52 +0200 Bergrettung Gesäuse veranstaltet Jubiläumsfeier https://www.derennstaler.at/detail/bergrettung-gesaeuse-veranstaltet-jubilaeumsfeier Eine Buchvorstellung, Ehrungen verdienter Einsatzkräfte und viel Regionalgeschichte: Am 10. September um 19 Uhr feiert das alpine Rettungswesen Gesäuse sein 125-jähriges Bestehen im Volkshaus in Admont.

Als 1896 die organisierte Rettung aus Bergnot ins Leben gerufen wurde, nahm Österreich eine weltweite Vorreiterrolle ein. Die damaligen Strukturen haben sich bis heute bewährt: Die Einsatzleitung oblag lokalen Kompetenzen mit Organisationstalent, Bergekosten wurden von den Geretteten und deren Angehörigen oder bei Uneinbringlichkeit aus einem Fonds beglichen. Die Bergemannschaft selbst bekam keine Vergütung, half also ehrenamtlich. Gestartet wurde mit fünf sogenannten „Localstellen“, an denen vor allem die Wiener Bergsteiger ihrer Leidenschaft nachgingen: Rax, Schneeberg, Hochschwab und das Gesäuse. Mitbegründer der „Localstelle Ennsthal-Admont“, deren Genehmigung im Jahr 1897 erfolgte, war der unermüdliche Gesäuse-Pionier Heinrich Hess, der Namenspatron der Hesshütte. Mittlerweile gibt es allein in der Steiermark 53 Bergrettungsortsstellen und das gesamte Bundesgebiet ist flächendeckend vom Österreichischen Bergrettungsdienst betreut. Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Beginnend von den tagelangen, entbehrungsreichen Bergungen im Hanfzeitalter über die heroischen und harten Einsätze der Stahlseilära bis hin zu den veränderten Arbeitsbedingungen der Bergrettung in der digitalen Moderne bildet das neue Buch „Moderne Zeiten im Gesäuse“ diese 125-jährige Zeitspanne ab. Präsentiert wird das 240 Seiten umfassende Werk bei der Jubiläumsfeier des alpinen Rettungsdienstes Gesäuse am Samstag, dem 10. September um 19 Uhr im Volkshaus in Admont. Im Zuge der Veranstaltung werden auch Ehrungen an verdiente Bergretter verliehen. Der Abend wird von den „Wenger 7er“ musikalisch umrahmt. Der Eintritt ist frei.

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news-2030 Thu, 08 Sep 2022 08:55:49 +0200 Aicher Kirtag: Ein Fest mit Tradition https://www.derennstaler.at/detail/aicher-kirtag-ein-fest-mit-tradition Aufgespielt, gesungen, gejodelt und getanzt wird am Samstag, dem 10. September, beim traditionellen Aicher Kirtag.

Seit Jahrzehnten ist der Aicher Kirtag ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender des oberen Enns­tales. Heuer wartet das Event wieder mit einem umfangreichen Programm auf. Von der Alttraktoren-Rallye Aicher Trophy bis zum VW-Käfer- und Bully-Treffen über die Präsentation von traditionellem Handwerk, Kinder-Handwerkspark, Straßentheaterkunst, ESV steirische Asphaltbahn-Meisterschaft bis zum Auftischen von kulinarischen Köstlichkeiten. Die originale Volks-, Blas- und Tanzlmusik, die von zahlreichen Gruppen, wie Innsbrucker Böhmische, blech&white, 6er-Gsponn, Musikkapelle Aich-Assach uvm., geboten wird, ist das Herzstück der Veranstaltung.

Der Aicher Kirtag setzt heuer zudem auf mehr Nachhaltigkeit, deshalb haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, auf Mehrwegbecher umzusatteln.
In den vergangenen Jahren wurde die Zeit zwischen dem Aicher Kirtag und dem Erntedankkirtag mit der „Aicher Herbst-Kultur“, einem hochkarätigen Kulturprogramm, überbrückt. Nachdem das A-Quartier heuer jedoch nicht zur Verfügung steht, musste die Aicher Herbst-Kultur abgesagt werden. Das Unternehmen, welches für den Aufbau verantwortlich zeichnete, hat seine Tätigkeit im Eventmanagement aufgelassen. Ganz aus dem Gedächtnis gestrichen hat Martin Etschbacher, Obmann des Vereines, die Kulturveranstaltungen jedoch nicht: „Wir wollen in Zukunft wieder klein anfangen – mit Veranstaltungen bei den Wirten.“

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news-2029 Thu, 08 Sep 2022 08:53:18 +0200 Ein halbes Dutzend für Trieben https://www.derennstaler.at/detail/ein-halbes-dutzend-fuer-trieben FC Landl besiegte Trieben im Spitzenspiel mit 6:0. Zweistelliges Schützenfest von Öblarn gegen Ardning. SV Stein/Enns gewann Nachbarduell gegen Gröbming.

Eine überraschend klare Angelegenheit war das Schlagerspiel in der Gebietsliga Enns zwischen den beiden mit dem Punktmaximum an der Tabellenspitze liegenden Mannschaften vom FC Landl und SV Trieben. Die Landler führten in der Partie bereits nach einer halben Stunde mit 3:0 und in der zweiten Halbzeit machte der Leader mit drei Toren binnen zwölf Minuten das halbe Dutzend voll. Triebens sportlicher Leiter Hannes Danklmaier sagte zur bitteren 0:6-Niederlage: „Wir hatten mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Aber das soll keine Ausrede sein. Landl hat eine starke Mannschaft. Im Grunde war es ein kollektives Versagen unseres Teams.“

Der Tabellendritte Öblarn hielt sich nach der vorwöchigen ersten Niederlage gegen Trieben im Heimspiel gegen Ardning mit einem 10:0-Schützenfest schadlos. Weiterhin auf der Erfolgsspur befindet sich auch Wörschach. Die Elf von Trainer Neven Dujmusic setzte sich in St. Gallen mit 2:0 durch und landete damit den vierten Sieg in Serie. SV Stein/E. behielt zu Hause im Nachbarderby gegen Gröbming mit 3:1 die Oberhand. Die Heimischen führten zur Pause durch Tore von Michael Hirz und Franz Schwab mit 2:0. Nach dem Anschlusstreffer durch Andreas Spanberger in der 52. Minute wogte die Partie hin und her. Schlussendlich sorgte Youngster Matteo Tokic in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Elfmeter für die Entscheidung zugunsten der Steiner. Für die Hausherren war es der zweite Sieg in Folge und im Gegensatz dazu mussten die Gröbminger zum vierten Mal in Folge als Verlierer vom Platz.

Der FC Ramsau holte gegen Schlusslicht SV Aigen den erwarteten Sieg. Die Hausherren gingen praktisch mit dem Pausenpfiff durch Niklas Urain mit 1:0 in Front und in den letzten zehn Minuten fixierte Tobias Schilcher (am Foto im blauen Dress) mit einem Doppelpack den 3:0-Erfolg.

Vorschau

Zwei Spiele der kommenden Runde gehen am morgigen Samstag mit Beginn um 15 Uhr über die Bühne. Im Kaiserau-Derby treffen dabei der SV Trieben und Ardning aufeinander. Beide Mannschaften fassten in der vergangenen Runde eine Packung aus und sind somit auf Wiedergutmachung aus. Besonders die Hausherren sollten sich in Bezug auf den Titelkampf keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben. Der Tabellenletzte SV Aigen will im Heimspiel gegen St. Gallen endlich anschreiben. Möglich ist dieses Vorhaben allenfalls, denn die Eisenwurzenkicker präsentierten sich bisher sehr wankelmütig. Morgen, Samstag, um 17 Uhr empfängt Tabellenführer SV Landl auf eigener Anlage den SV Stein/Enns. Die Hausherren sind gegen den Aufsteiger zwar in der Favoritenrolle, doch sollte man den Gegner nicht unterschätzen. Immerhin haben die Steiner zuletzt zweimal gewonnen.

Brisanz verspricht das sonntägige Duell zwischen Wörschach und Öblarn (Beginn: 16.30 Uhr). Die beiden Mannschaften sind in Topform und haben auch erst ein Spiel verloren. Entscheidend in dieser Partie wird wohl die Tagesverfassung sein.

Um 17 Uhr wird am Sonntag das Spiel Gröbming gegen Schladming II angepfiffen. Die Chancen der Gröbminger auf den zweiten Saisonsieg stehen in der Partie nicht schlecht.

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news-2028 Thu, 01 Sep 2022 08:26:34 +0200 Physik schlägt Politik https://www.derennstaler.at/detail/physik-schlaegt-politik Um die Vorgänge bei der Wien Energie seriös beurteilen zu können, muss man sich wohl noch einige Zeit gedulden. Was in dem Zusammenhang allerdings deutlich wird, ist unser Problem mit der Stromversorgung. Während in früheren Jahren genug günstiger Strom auf den Märkten war, spielen die Preise jetzt verrückt. So hat eine Kilowattstunde (ohne Netz und Steuern) zuletzt im Großhandel über einen Euro gekostet. Schuld daran ist schlicht die Sorge, dass es im Winter zu wenig Strom geben wird.

Das liegt natürlich primär am explodierenden Gaspreis und ausbleibender Lieferungen infolge des Ukraine-Krieges. Aber eben nicht nur: Probleme in französischen Atomkraftwerken, der übereilte Ausstieg Deutschlands aus der Kohle und der Atomkraft und rundum fehlende Netzkapazitäten sorgen schon lange für Schwierigkeiten in Europas Energieversorgung. Nur wurden diese bisher eben mit den reaktionsschnellen Gaskraftwerken kompensiert. An einen Plan B hat dabei scheinbar niemand gedacht und das rächt sich jetzt.

Auch die Politik wird sich nicht über die Physik hinwegsetzen können. Wir brauchen einfach deutlich leistungsfähigere Netze und weitere Erzeugungskapazitäten, speziell in Gas- und Pumpspeicherkraftwerken. Diese Maßnahmen samt der Sicherstellung einer ordentlichen Gasversorgung sind der einzige Weg zu einer sicheren Energieversorgung. Und wenn man diese notwendigen und vorhersehbaren Maßnahmen auch gemacht hätte, anstatt dringend benötigte Kraftwerkskapazitäten einfach aus dem Markt zu nehmen, dann bräuchten wir uns auch nicht vor dem Winter zu fürchten.

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news-2027 Thu, 01 Sep 2022 08:25:09 +0200 Licht und Schatten im Tourismus https://www.derennstaler.at/detail/licht-und-schatten-im-tourismus Aus wirtschaftlicher Sicht sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache: Es läuft gut im Tourismus. Während sich die Erfolgsmeldungen überschlagen, zeigt das verstärkte Gästeaufkommen auch seine Schattenseiten auf.

Die Erlebnisregion Schladming-Dachstein ist eine international beliebte Urlaubsdestination. Selbst Corona konnte dem Ansturm nichts anhaben. Jährlich pumpt der Tourismusverband 3 Millionen Euro ins Marketing und der Erfolg trägt Früchte. Der vorjährige Rekordsommer ist mit insgesamt 860.000 Nächtigungen (Mai bis Juli) nochmals übertroffen worden. Steiermarkweit ist das Niveau im Vergleich zum Sommer vor Corona um 5,5 Prozent gestiegen. Während man mancherorts die Kapazitäten noch weiter optimieren möchte, sind die Reaktionen anderer direkt Betroffener ob der steigenden Zahlen verhaltener.

Öffentlicher Geheimtipp

Der Salza-Wasserfall gilt als Naturjuwel und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ein Geheimtipp, der in letzter Zeit gar nicht mehr so geheim ist. In den letzten Jahren hat der Wasserfall als Ausflugsziel an Popularität gewonnen. Verirrten sich früher neben einigen Einheimischen vereinzelte Gäste dorthin, berichten Anrainer von regelrechten „Völkerwanderungen“ in letzter Zeit. Filmdrehs der Fernsehserie „Bergretter“ sorgten für eine sprunghafte Steigerung des Bekanntheitsgrades insbesondere im deutschsprachigen Raum. Spätestens seit die Nightrace-Flitzerin Kinsey Wolanski eine Canyoning-Tour mit ihren 3 Millionen Followern teilte, zählt der Ausflugsort zu den internationalen Top-Destinationen.

„Der Spaß hört sich auf“

Anfangs pachtete die Gemeinde einen Parkplatz kurz vor dem Kraftwerk. Aufgrund des größer werdenden Andrangs errichtete man zusätzliche 30 Abstellplätze direkt neben der Bundesstraße, um das verstärkte Verkehrsaufkommen abzufedern. Auf Initiative eines Anrainers kam es im Juli zu einem generellen Fahrverbot in Richtung Salza. Das tat dem Andrang jedoch keinen Abbruch. Mittlerweile steuern Reisebusse den Ausflugsort für einen Zwischenstopp an. „Das Fahrverbot hat sich für uns als kontraproduktiv herausgestellt“, sagt eine Anrainerin. „Ich habe das Gefühl, wie wenn ich in einer Auslage sitze. Täglich pilgern unzählige Gäste vorbei. Ich kann in meinem Garten weder in der Sonne liegen noch grillen. Mittlerweile bin ich lieber unterwegs als daheim. Früher war das umgekehrt.“ Zudem würden frei laufende Hunde sowie deren Hinterlassenschaften, fein säuberlich verpackt im Gackerl-Sackerl und in der Wiese entsorgt, zunehmend zum Problem. „Unseren eigenen Hund kann ich nicht mehr alleine im Hof lassen, weil er ständig anschlägt. Außerdem werden kaum Grenzen gewahrt. Fremde betreten unseren Privatgrund, Kinder spielen mit unserem Spielzeug, selbst Obst und Gemüse wurde von Spaziergängern ,geerntet‘. Da hört sich der Spaß auf“, berichtet eine andere Anrainerin.

Kapazitätsgrenze erreicht

„Ich sehe es ein, dass sich Anrainer belästigt fühlen wenn so viele Leute vorbeigehen“, sagt Bürgermeister Fritz Zefferer. Insgesamt sei die Lösung aber nicht so schlecht. „Wir schauen uns an wie das heuer läuft und im September beurteilen wir gemeinsam mit den Anrainern die Situation. Dann überlegen wir uns weitere Maßnahmen“, so Zefferer. Derzeit herrsche Hauptsaison und der Parkplatz stoße an seine Kapazitätsgrenzen. Gemeindemitarbeiter sind angehalten, jeden zweiten Tag den Müll rauszuholen und alles sauber zu halten. Zefferer rechnet wieder mit einem Abflauen des Besucheransturms nach den Sommerferien.

Verträglicher Tourismus

Das Ziel des Tourismusverbandes sei es, die Gäste auf die gesamte Region aufzuteilen, sagt Schladming-Dachstein-Geschäftsführer Mathias Schattleitner: „Der Salza-Wasserfall ist ein attraktives Ausflugsziel. Wir haben ihn jedoch nicht explizit herausgehoben, sondern wollen ins Bewusstsein rücken, dass die ganze Region von Wörschach bis Mandling schöne Plätze bietet.“ Man wolle auch die Hauptsaisonen nicht weiter erhöhen, der Fokus liege auf den Nebensaisonen. „Unser Ziel ist ein guter, verträglicher Tourismus für die Region“, so Schattleitner. Würde die Frequenz noch größer werden, sieht Fritz Zefferer wirklich ein Problem. Dann müsse man sich weitere Lenkungsinstrumente überlegen, etwa eine Vergebührung des Parkplatzes. „Der letzte Ausweg werden relativ teure Parkgebühren sein, damit wir das drosseln und dosieren können. Erweitern wollen wir den Parkplatz ganz sicher nicht“, bekräftigt der Bürgermeister. Es gebe auch die Möglichkeit eines alternativen Wanderweges, da seien allerdings noch einige Eckpunkte zu klären.

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news-2026 Thu, 01 Sep 2022 08:24:07 +0200 Kirtag in Landl https://www.derennstaler.at/detail/kirtag-in-landl Von 2. bis 4. September findet am Festgelände der Schul- und Sportstätte Kirchenlandl der 42. Landler Kirtag statt.

Die Veranstaltung wartet mit einem hochkarätigen Musikprogramm auf. Schlagerstar Nik P., die Seer, Melissa Naschenweng, das Schneiderwirt-Trio, die Ybbstoler Blech und die Euro-Steirer sorgen für gute Stimmung. Neben einem großen Festzelt gibt es auch einen Vergnügungspark, eine Autoschau und zahlreiche Aussteller mit ihren Kirtagsständen. Beim Gewinnspiel warten viele attraktive Preise – der Hauptpreis ist ein VW Polo.

Los geht es am Freitag um 19 Uhr mit der Fest­eröffnung und Bieranstich. Am Samstag, dem 3. September, wird um 14 Uhr das Festgelände mit Vergnügungspark, Kirtagsständen etc. geöffnet, der Zeltbetrieb beginnt um 18 Uhr. Tags darauf geht es um 10 Uhr los, die Verlosung findet um 15.30 Uhr statt.

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news-2025 Thu, 01 Sep 2022 08:22:46 +0200 Das „Ewige Eis“ – einst und jetzt https://www.derennstaler.at/detail/das-ewige-eis-einst-und-jetzt Vor der Kulisse des schwindenden Dachsteingletschers wurde am 22. August der Bildband „Ansichten vom Ewigen Eis“ im Gletscherrestaurant der Dachsteinseilbahn präsentiert. Das Buch bildet die letzten 200 Jahre der Gletscherforschung ab.

Die beiden Autoren Josef Hasitschka und Manfred Buchroith­ner sammelten zahlreiche alte Drucke, Stiche, Zeichnungen und Fotografien für die Illustration ich ihrem Buch. Institute wie das Naturhistorische Museum, Alpenvereinsarchiv Innsbruck, Fotosammlung Kaser, Stiftsarchiv Admont, Museum „Zeitroas“ in Ramsau, Museum Hallstatt und Universitätsinstitute hatten mitgeholfen, um diesen Bildband entstehen zu lassen. Der Historiker Josef Hasitschka erläuterte die Anordnung der Bilder, insbesondere die anschaulichen Zeichnungen des Dachsteinforschers Friedrich Si­mo­ny. Alle diese historischen Bilder wurden mit einem Vergleichsfoto aus heutiger Zeit versehen. „Ewiges Eis“ – ein provozierender Titel angesichts des verheerenden Gletscherschwundes. Vor 220 Jahren hieß der Hallstätter Gletscher auf Landkarten „Ewiges Eis“, wie der Autor Josef Hasitschka ausführte. Damals stießen die Eismassen noch vor, bis sie um 1855 zum Stillstand gelangten und stetig zurückgingen. Bereits Simony musste mit Erschrecken feststellen, dass die Eismassen des „Karls-Eisfeldes“ innerhalb weniger Jahrzehnte einfach verschwunden waren. Auch die Gletscherforscher im 20. Jahrhundert dokumentierten den weiteren Rückgang des Eises, wie die Vergleichsbilder beweisen.

Der heutigen Gletscherforschung wurde ein langes Kapitel gewidmet. Die anwesenden Forscher um Klaus Reinbacher mussten hinzufügen, dass der heurige Rückgang extrem sei. So schloss Hasitschka mit einem Appell, er wolle Einheimische und Touristen mit seinen Ansichten nachdenklich machen: „Das Eis ist nicht mehr ewig, sondern endend. Die sensible alpine Landschaft ist noch immer wunderbar wild und wert, durch Wanderungen erfahren zu werden. Aber sie ist gefährdet und schützenswert. Gemeinden und der Tourismus haben deshalb in ihren Leitbildern den Schutz festgeschrieben.“

Das Buch ist in der Buchhandlung Wallig in Gröbming erhältlich.

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news-2024 Thu, 01 Sep 2022 08:21:08 +0200 Großartige Leistungen von Schladming und Rottenmann https://www.derennstaler.at/detail/grossartige-leistungen-von-schladming-und-rottenmann WM-Städter gewannen Spitzenspiel, starke Aufholjagd der Paltentaler. ATV Irdning verlor als bessere Mannschaft am Ende klar.

FC Schladming und SV Rottenmann sind weiterhin das Maß aller Dinge in der Oberliga Nord. Die beiden Vereine gewannen in der vergangenen Runde das vierte Spiel in Serie und liegen damit ohne Punkteverlust und mit dem gleichen Torverhältnis ex aequo an der Tabellenspitze. Im Schlagerspiel feierte Schladming vor knapp 500 Zuschauern gegen Trofaiach einen knappen 2:1-Heimsieg. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zwar mehr Spielanteile, doch je näher sie dem gegnerischen Tor kamen, desto mehr waren sie mit ihrem Latein am Ende. Die WM-Städter zeigten sich hingegen bei ihren Angriffen stets gefährlich und in der 13. Minute vergab Adrian Wass auch die erste hundertprozentige Chance zur Führung. Nach einer Flanke von der linken Seite brachte der heimische Kicker das Leder völlig freistehend aus kurzer Distanz nicht im gegnerischen Tor unter. Das Heimteam setzte auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit mehr Nadelstiche in der Offensive und in der 39. Minute durften die heimischen Fans dann auch über die Führung jubeln. Nach einem Eckball brachten die Gäste den Ball nicht weg und Sebastian Auer erzielte in der Folge mit einem satten Schuss vom Elfmeter die 1:0-Führung. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde Simon Petscharnig nach einem Solo im Strafraum gefoult und Adrian Wass verwertete den dafür verhängten Strafstoß zum 2:0-Pausenstand. In den Anfangsminuten der zweiten Halbzeit versiebten Daniel Krammel und Christoph Schwarz zwei große Möglichkeiten, um das Match vorzeitig zu entscheiden. Schladming war auch in der restlichen Spielzeit die giftigere Mannschaft, doch der Elan ließ mit Fortdauer etwas nach. In der Schlussminute gelang den Gästen durch einen Foulelfmeter der Anschlusstreffer zum 2:1-Endstand. Mit diesem Sieg blieben die Schladminger auch im 19. Spiel in Folge ungeschlagen.

Ein starke Partie sahen auch die Zuschauer im Rottenmanner Paltenstadion. Die Hausherren lagen gegen die KSV-Amateure zur Pause mit 0:2 zurück und so rückte die erste Saisonniederlage in bedrohliche Nähe. Das SVR-Team kam aber wie verwandelt aus der Kabine und bereits in der 49. Minute gelang Octavian Draghici mit einem platzierten Schuss vom Sechzehner das Anschlusstor. In der 68. Minute erzielte derselbe Spieler mit einem Freistoß den Ausgleich zum 2:2. Die Jungfalken gingen in der 71. Minute durch einen ebenfalls platziert getretenen Freistoß erneut mit 2:3 in Front, doch gegen das Finish der Hausherren war kein Kraut mehr gewachsen. Octavian Draghici gelang in der 83. Minute mit seinem dritten Tor in dem Spiel der abermalige Ausgleich und nur zwei Minuten später erzielte Tiberiu Chivoiu die erstmalige Führung für die Paltentaler. In der Nachspielzeit sorgte dann Tim Jelenko mit seinem Treffer zum 5:3  für die endgültige Entscheidung. „Erstmals in dieser Saison waren wir mit einem Rückstand konfrontiert und haben diese Situation bestens gemeistert. Das spricht für die gute Moral unserer Kicker. Zudem fehlten mit Timotej Dodlek und Rok Straus zwei absolute Leistungsträger“, sagt ein stolzer sportlicher Leiter Franz Mandl.

Wie brutal Fußball sein kann, sah man wieder einmal im Match Irdning gegen Thörl. Die Hausherren verloren mit 1:5, doch dieses Ergebnis spiegelt den wahren Spielverlauf in keinster Weise wider. Nachdem die Irdninger eine Vielzahl von Chancen vergaben, gingen sie in der 44. Minute durch Daniel Adelwöhrer verdient in Führung. Doch nur eine Minute später kamen die Gäste zum glücklichen Ausgleich und in der 64. Minute erzielten sie sogar die 1:2-Führung. Zwei Minuten später vergab Alexander Hofer mit einem verschossenen Elfmeter die große Chance auf den Ausgleich. Es kam in Folge aber noch dicker für die Blau-Weißen, denn nur kurz darauf erhöhten die Mürztaler nach einem Tormannfehler auf 1:3. Dieses unnötige Gegentor brach die Moral der Irdninger endgültig und so kassierten sie bis zum Schlusspfiff noch zwei weitere Treffer zum 1:5-Endstand. Interimstrainer Günter Thalhamer musste somit bei seinem Debüt gleich eine bittere Niederlage hinnehmen. Sektionsobmann Markus Kriechbaum verstand die Welt nicht mehr: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Bis zum Stand von 1:3 dominierten wir das Match klar und hätten es schon längst für uns entscheiden können.“

Das Spiel Bad Mitterndorf gegen St. Peter/Kbg. wurde abgesagt.

Vorschau

Sämtliche vier Vereine des Bezirkes Liezen müssen in dieser Runde auswärts antreten. Zwei Clubs sind dabei am heutigen Freitag mit Beginn um 19 Uhr im Einsatz. Im Spitzenspiel gastiert Leader Schladming beim Tabellenvierten ESV Knittelfeld. Die Murtaler sind in dieser Saison bislang gut unterwegs und haben auch beide Heimspiele gewonnen. In der jetzigen Verfassung ist es den Ennstalern aber durchaus zuzutrauen, auch im 20. Spiel in Serie ungeschlagen zu bleiben. Der SV Rottenmann geht als Favorit in das Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Thörl.

Am morgigen Samstag muss Bad Mitterndorf in Obdach (Beginn 17 Uhr) antreten. Die Salzkammerguter peilen in der Partie den zweiten Auswärtssieg in Folge an. Mit Beginn um 19 Uhr ist ATV Irdning morgen, Samstag, beim Aufsteiger St. Peter/Kbg. zu Gast. Sektionsobmann Markus Kriechbaum erwartet sich im Murtal vor allem ein kämpferisches Spiel: „Ich hoffe, dass wir nach der bitteren und unverdienten Niederlage gegen Thörl wieder in die Spur finden. Die ersten Partien waren sicher nicht zufriedenstellend, doch noch ist nichts verloren.“

Rücktritt von Stefan Knapp als Irdning-Trainer

Nur drei Runden dauerte die dritte Trainerära von Stefan Knapp beim ATV Irdning. Der 46-jährige UEFA-A-Lizenz-Coach trat nach der 0:4-Heimniederlage gegen Rottenmann überraschend zurück. Im Match gegen Thörl saß Tormanntrainer Günter Thalhamer auf der Betreuerbank der Irdninger.

Wie Sektionsobmann Markus Kriechbaum im Gespräch mit dem „Ennstaler“ sagte, wird der ehemalige Landesligatorhüter zumindest auch im morgigen Auswärtsspiel gegen St. Peter/Kbg. als Trainer fungieren. „Wir haben keine Eile und werden in aller Ruhe einen Trainer suchen“, so Kriechbaum.

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news-2023 Thu, 25 Aug 2022 08:59:33 +0200 Nur Verlierer https://www.derennstaler.at/detail/nur-verlierer-2 Seit einem halben Jahr tobt jetzt der grausame Krieg in der Ukraine und es ist kein Ende in Sicht. In letzter Zeit scheinen sich die Parteien weitgehend zu neutralisieren und der Frontverlauf ändert sich kaum noch. Es ist also nicht davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit eine Partei einen militärischen Sieg davonträgt. Und auch eine Verhandlungslösung ist in weiter Ferne, die Ukraine wird kaum Teile ihres Staatsgebietes aufgeben und Russland wird auch nicht klein beigeben. Daher dürfte uns der Krieg samt seiner immensen Auswirkungen noch eine Zeit lang beschäftigen. Die Europäische Union ist in dieser Auseinandersetzung in der Zwickmühle. Einerseits beeinträchtigen die Sanktionen, gepaart mit den unterbleibenden Energielieferungen aus Russland, die ganze Union, die in eine wirtschaftliche Schieflage gerät. Die Inflation galoppiert und die Lieferketten spielen verrückt, viele Produkte können nicht oder nur verspätet besorgt werden und auch die Nahrungsmittelversorgung läuft aus dem Ruder. Andererseits wäre ein Aufheben der Sanktionen aber weder wirkungsvoll noch argumentierbar und würde den Kreml nur zu weiteren Aggressionen animieren.

Es wird uns daher nicht viel anderes übrigbleiben, als unsere Position in dem Konflikt durchzuhalten und auf ein möglichst rasches Ende zu hoffen. In der Hand haben das die beiden Konfliktparteien und vor allem Wladimir Putin. Bis auf Weiteres werden die beiden Kriegsparteien und alle anderen Betroffenen unter einem sinnlosen Krieg leiden, der am Ende des Tages nur Verlierer hervorbringen wird.

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news-2022 Thu, 25 Aug 2022 08:58:17 +0200 Dachstein: Gletscher schmilzt rasant ab https://www.derennstaler.at/detail/dachstein-gletscher-schmilzt-rasant-ab Gletscher sind empfindliche Klimaindikatoren. Das Abschmelzen ist eines der sichtbarsten Zeichen, dass sich das Klima markant verändert. Der Dachstein, insbesondere der Hallstätter Gletscher, hat in den vergangenen Jahren mehr als 42 Prozent seiner Fläche eingebüßt.

Der am Hohen Dachstein gelegene Hallstätter Gletscher ist mit einer Fläche von knapp drei Quadratkilometern der größte Gletscher der nördlichen Kalkalpen. Zwischen 1840 und 1850 begannen die ersten wissenschaftlichen Arbeiten am Dachstein durch Friedrich Simony. Im Jahre 1896 wurde er das erste Mal kartiert. Bereits dazumal konnte ein Rückgang des Gletschers festgestellt werden. Seit 2007 gibt es das Projekt „Untersuchung von Klima und Massenhaushalt am Dachsteingletscher“ von Blue Sky Wetteranalysen und dem ifg (Institut für Gebirgsforschung der Akademie der Wissenschaften in Innsbruck). Hierzu wurde ein Monitoringsystem aufgebaut, mit welchem erforscht wird, wie viel der Gletscher in Abhängigkeit von der Witterung an Masse verliert oder gewinnt. Vor zehn Jahren konnten Vorausberechnungen durchgeführt werden, wie es mit dem Dachstein weitergeht. „Die Prognosen von damals haben uns bereits weit überholt“, erklärt Klaus Reingruber, Geschäftsführer von Blue Sky Wetteranalysen und Meteorologe, und fährt fort: „Es wird schneller wärmer als man glaubt, die Schmelze schreitet vor allem seit der Industrialisierung zügig voran. Wir befinden uns mitten im Klimawandel.“

Düstere Prognosen

Mit dem Ende der letzten Eiszeit (ca. 1840–1850) gingen die Gletscher ständig zurück, verstärkt jedoch seit der letzten Jahrtausendwende. Um 1856 erreichte der Dachstein-Gletscher seinen letzten Hochstand. Er besaß zu diesem Zeitpunkt eine Fläche von 5,27 Quadratkilometern. In den vergangenen 150 Jahren verlor er 42,3 Prozent an Fläche (heute 2,4 Quadratkilometer) und ging auf 37 Prozent seines damaligen Volumens zurück. Die durchschnittliche Eisdicke betrug 1856 rund 75 Meter, 2022 nur mehr 42 Meter, im Jahr 2100 werden es 14 Meter sein. Berechnungen haben ergeben, dass die drei Gletscherzungen am Dachstein in den kommenden fünf bis zehn Jahren vollständig geschmolzen sein werden. In den oberen Gletscherbereichen im Bereich von 2600 bis 2800 Meter wird es noch 20 bis 30 Jahre länger dauern. Unter der Webadresse www.apptauen.at können sich Interessierte eine Simulation des Gletscherschmelzens ansehen.

Waldgrenze steigt

Durch die derzeitigen klimatischen Verhältnisse schmelzen die Gletscher rasch ab. Im Winter sollen Niederschläge die Verluste der Sommermonate ausgleichen. Bleibt der Schneefall jedoch aus, kann der Gletscher keinen „Polster“ mehr anlegen, der Permafrost taut auf, der Gletscher beginnt zu schmelzen. Idealerweise ist die Gletscheroberfläche schneebedeckt und reflektiert einen Großteil der Sonnenstrahlen. Durch den Saharastaub im heurigen Frühjahr nahm die Gletscheroberfläche mehr Wärme auf, was die Abschmelzung noch weiter beschleunigte. Im vergangenen Winter kamen noch weniger Schneefälle als üblich hinzu, das Eis am Dachstein wurde um rund drei Wochen früher freigelegt als in den vergangenen Jahren. Einhergehend mit den steigenden Temperaturen wird die Waldgrenze künftig weiter steigen mit Auswirkungen auf Flora und Fauna. Dort wo der Gletscher bereits geschmolzen ist, erobern Pflanzen die Flächen.

„Nicht mehr umkehrbar“

Mittlerweile ragen am Hallstätter Gletscher viele Felsen heraus, welche im Sommer warm bleiben und somit die Gletscherschmelze verstärken. Aber nicht nur der Gletscher wird abtauen, der Fels, welcher früher durch das Eis geschützt und gefroren war, bricht. Durch das Abschmelzen werden Schuttareale freigelegt. Es kommt zu Zerfallserscheinungen und genau dies birgt Gefahr für Mensch und Infrastruktur. „Dieser Prozess ist fast nicht mehr umkehrbar“, erklärt Reingruber.

Touristische Nutzung bald passé?

Der Gletscher gilt außerdem als Wasserspeicher, der in den letzten Jahren viel mehr „angezapft“ wurde. Durch das rasante Schmelzen ist mehr Wasser abgeflossen, es wird schließlich sukzessive versiegen. Wie sich dies speziell in Bezug auf den Hallstätter-Gletscher meteorologisch auswirken wird, ist fraglich, denn das Wasser am Dachstein rinnt unterirdisch ab. Auszugehen ist aber davon, dass die Wasserspende im Sommer geringer werden wird, der Grundwasserspiegel sinkt gebietsweise. Die Gletscherschmelze hat auch Auswirkungen auf die touristische Nutzung: Die Grenze für Schneesicherheit steigt, auch das Bergsteigen im Hochgebirge wird durch die zunehmenden Steinschläge gefährlicher werden.

Klimaschutz

Forschungsprojekte, wie jenes von Blue Sky am Dachstein, dienen dazu, wissenschaftliche Fakten der Öffentlichkeit zu liefern, um auf das Gletscherschmelzen aufmerksam zu machen. Aber wie kann nun entgegengewirkt werden? „Wir müssen den Klimaschutz weiter vorantreiben. Jedes halbe Grad dämpft das Gletscherschmelzen“, appelliert Reingruber. So sind bereits heuer mindestens 3,5 Meter an Eisdicke weggeschmolzen. Man versucht zu retten, was es zu retten gibt: Am Dachstein werden z. B. einzelne Areale mit Folie abgedeckt, um die Schneedecke zu schützen und so die Sonnenreflektion so gering wie möglich zu halten. „Es funktioniert, ist aber mit einem enormen Aufwand verbunden“, sagt der Meteorologe. Der Klimaschutz wird allenfalls für Natur und Mensch immer wichtiger werden.

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news-2021 Thu, 25 Aug 2022 08:56:51 +0200 Wilder Berg feiert „bäriges“ Jubiläum https://www.derennstaler.at/detail/wilder-berg-feiert-baeriges-jubilaeum Seit 30 Jahren besteht das Bärengehege am Wilden Berg in Mautern. Das Jubiläumswochenende am 27. und 28. August wartet mit einem umfassenden Programm auf.

„Die tägliche Bärenfütterung um 10.30 Uhr wird an diesem Wochenende um einen Programmpunkt erweitert. Bei einer Besichtigung des Bärenhauses, dem Nacht- und Winterquartier der drei Braunbären, können unsere Gäste einen interessanten ,Blick hinter die Kulissen‘ des Geheges werfen“, verspricht Tierpflegerin Sonja Gollenz. Viel Wissenswertes über das Leben von Braunbären erfährt man bei der neu errichteten Spielstation „Bär wird Millionär“. Abgerundet wird das Jubiläumswochenende mit „bärigen“ Spezialgerichten.

Die Idee ein Bärengehege in Mautern zu bauen, hat man der im Jahr 1992 ausgestrahlten TV-Sendung „Jetzt oder nie“ mit Moderator Ingo Dubinsky zu verdanken. Sie zeigte einjährige Bärendrillinge im Berliner Zoo, die auf Grund von Platzmangel getötet werden sollten. Daraufhin beschloss Heinrich Reuss XII., Besitzer des Areals, ein Bärengehege zu bauen und die Drillinge nach Mautern zu holen. Mitarbeiter des Tierparks, Behörden und unzählige Freiwillige packten mit an: Innerhalb von 60 Tagen entstand das neue Bärengehege und die Berliner Drillinge bezogen ihr neues Quartier. Derzeit lebt die 21-jährige Bärenmama Lisa mit ihren 2005 geborenen Kindern Heidi und Irmi gemeinsam mit Grauwölfen im 10.000 Quadratmeter großen Gehege am Wilden Berg, welches immer noch zu einem der größten Europas zählt.

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news-2020 Thu, 25 Aug 2022 08:55:37 +0200 Das Bierzeltbier ist da und wird gekühlt https://www.derennstaler.at/detail/das-bierzeltbier-ist-da-und-wird-gekuehlt Der Bierempfang in der Losergemeinde gleicht beinahe einem Staatsakt. Ungeduldige Besucher erwarteten das eigens für diesen Zweck in der Brauerei Falkenstein (Lienz) gebraute Bier.

Schlag 19 Uhr donnerten ein Dutzend Salutschüsse aus den Böllerstutzen der Eben­seer Prangerschützen, die sich am Loser und der Trisselwand schlugen und nachhallten, während die Salinenmusikkapelle Altaussee mit Marschklängen den Festzug von Süden her anführte. Der neue HLF der Altausseer Feuerwehr war sozusagen der Geleitschutz mit Folge­tonhorn und Blaulicht für eine sehnsüchtig erwartete und äußerst fragile Fracht: 720 Bierfässer, die extra für das riesige Fest in Altaussee gebraut wurden, wurden – in zwei Lastkraftwagen fein säuberlich aufgereiht und silbern glänzend – angeliefert. Die Freude war den gekommenen Gästen in den Augen abzulesen. Da und dort vermeinte man nach zwei Jahren Abstinenz gar eine Freuden­träne im Augenwinkel ausnehmen zu können. Nachdem das erste Holzfass, welches dann unter großer Medien­präsenz im Rüsthaus angeschlagen wurde, vom Kommandanten der FF Altaussee, Christian Fischer, und dem Lieferanten, Heinz-Josef Schrottshammer, ausgiebig geküsst wurde, konnten die Gäste die ersten Kostproben des Bieres in Empfang nehmen. Ersten Einschätzungen zufolge soll das Hopfenkaltgetränk ziemlich vollmundig schmecken, der Schaum sich perlend über die Lippen verteilen, an sonnengeküssten Hopfen erinnern und einen großartigen Abgang aufweisen.

Von 3. bis 5. September kann man sich selbst von der Qualität des Bieres überzeugen.

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news-2019 Thu, 25 Aug 2022 08:53:30 +0200 Bittere Pleiten in der Unterliga https://www.derennstaler.at/detail/bittere-pleiten-in-der-unterliga WSV Liezen, FC Ausseerland und TUS Admont müssen deutliche Niederlagen hinnehmen. SV Haus mit Trainer Arnold Schrempf jubelte über den Sieg gegen Nachbar Pruggern. FC Gaishorn befindet sich weiterhin auf der Erfolgsspur.

Nach zwei Niederlagen in Folge konnte der SV Haus wieder über einen Sieg gegen Nachbar Pruggern jubeln. Der 4:2-Auswärtserfolg bedeutete für die Hauser auch den ersten Dreipunkter in dieser Saison und im Gegensatz dazu müssen die Pruggerer weiterhin auf den ersten vollen Erfolg warten. Vor 350 Zuschauern führten die Gäste durch einen Doppelpack von Simon Oberhauser und einem Treffer von Thomas Fuchs bereits zur Pause mit 3:0. Christoph Knollmullner verkürzte zwar in der 60. Minute mit einem verwandelten Elfmeter auf 1:3, doch nur sechs Minuten später stellte Florian Rohregger den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Mario Köll gelang in der 82. Minute noch eine Ergebniskorrektur zum 2:4-Endstand, aber am Sieg von Haus gab es letztendlich nichts zu rütteln.

SV Stainach/Grimming feierte in Stanz einen 4:2-Erfolg. Georgian Bolovan brachte die Gäste bereits in der 2. Minute in Führung und Marijan Blazevic erhöhte noch vor der Pause mit einem Doppelschlag auf 3:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Mürztaler sorgte Sandro Schweiger in der 78. Minute mit dem Tor zum 4:1 für die endgültige Entscheidung. Der Treffer zum 2:4 war dann nur mehr von kosmetischer Korrektur.

SV Lassing besiegte zu Hause den Aufsteiger Parschlug nach einem 1:2-Pausenrückstand noch klar mit 5:2. Die Hausherren dominierten die Partie über die gesamte Spielzeit klar, doch konnten sie ihre Überlegenheit erst nach Wiederbeginn in Tore ummünzen. FC Gaishorn ist weiterhin die große Überraschung in der Unterliga Nord A. Der Aufsteiger bezwang Hinterberg auf eigener Anlage mit 2:0 und liegt damit nach drei Runden ohne Niederlage am hervorragenden 3. Platz. Die Tore gegen den Oberligaabsteiger erzielten Klaus Oppliger in der 49. Minute und Jan Michael Schupfer mit einem verwandelten Elfmeter eine Minute vor dem Schlusspfiff.

Klare Niederlagen setzte es in der vergangenen Runde für die restlichen drei Bezirksvertreter. Nach dem Start mit zwei Siegen kam WSV Liezen beim Aufsteiger Rapid Kapfenberg mit 2:7 unter die Räder. Der FC Ausseerland musste die Heimreise aus Pernegg mit einer 0:5-Pleite antreten. Aussees sportlicher Leiter Jürgen Hofer sagte zur bitteren Niederlage: „Wir hatten zwar gefühlt 70 Prozent Ballbesitz, doch konnten wir unsere Chancen nicht verwerten. Dazu kamen leider wieder Eigenfehler, ein völlig unberechtiger Elfmeter und dann verlierst du 0:5, statt zumindest 3:3 zu spielen.“ Ganz schlimm erwischte es Admont. Die Gesäusekicker schlitterten zu Hause gegen Tabellenführer ESV Mürzzuschlag in ein 0:9.Debakel.

Vorschau

Die 4. Runde wird am heutigen Freitag mit zwei Partien eingeleitet: FC Ausseerland will im Heimspiel gegen Stanz (Beginn: 19 Uhr) Wiedergutmachung für die bittere 0:5-Niederlage gegen Pernegg betreiben. Der derzeitige 10. Platz entspricht nicht den Ansprüchen der Ausseer. Für WSV Liezen steht ebenfalls mit Beginn um 19 Uhr das zweite Auswärtsspiel in Folge gegen Hinterberg auf dem Programm. Der Oberligaabsteiger hat bislang noch keine Bäume ausgerissen und so stehen die Chancen der Werkssportler nicht schecht, um nach der Pleite gegen Rapid Kapfenberg wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden.

Am morgigen Samstag gehen zwei Bezirksderbys über die Bühne. SV Haus möchte im Heimspiel gegen Admont (Beginn 16 Uhr) den Derbysieg gegen Pruggern mit dem ersten Heimerfolg in dieser Saison bestätigen. Um 17 Uhr wird das Duell SV Stainach/Grimming gegen Pruggern angepfiffen. Nach zwei Siegen in Folge gehen die Stainacher mit viel Selbstvertrauen in das Spiel. SV Lassing muss am morgigen Samstag den schweren Gang zum Tabellenführer ESV Mürzzuschlag (Beginn: 17 Uhr) antreten. In diesem Spitzenspiel gegen die bislang so dominant aufgetretenen Mürztaler wird man sehen, wie weit die Lassinger den Titelfavoriten in diesem Spieljahr Paroli bieten können. FC Gaishorn will im morgigen zweiten Heimspiel in Folge gegen Pernegg (Beginn: 17 Uhr) den Erfolgslauf fortsetzen.

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news-2018 Thu, 18 Aug 2022 08:13:57 +0200 Schlachtfeld B 320 https://www.derennstaler.at/detail/schlachtfeld-b-320 Mitten in der verkehrsreichsten und damit auch unfallträchtigsten Zeit des Jahres schockiert wieder einmal ein Unfall auf der Ennstal-Bundesstraße, der drei Todesopfer gefordert hat. Und das eigentlich nicht an einer unfallträchtigen Stelle, sondern vermutlich wegen Unachtsamkeit oder Übermüdung. Immer öfter ist dieses Unfallbild auf der B 320 zu beobachten. Während Unfälle wegen Überholen oder Geschwindigkeitsüberschreitungen weniger wurden, stiegen die Unachtsamkeiten und Vorrangverletzungen massiv an.

Wer aktuell auf unserer Bundesstraße unterwegs ist, den wundert das auch kaum. Obwohl aufgrund des LWK-Fahrverbotes die Zahl der Lastwagen massiv zurückgegangen ist und doch etliche bauliche Verbesserungen durchgeführt wurden, ist der Verkehrsfluss sehr schlecht. Eine schlicht nicht für diese Menge von Fahrzeugen ausgelegte Straße trifft auf zahlreiche Fahrer, die wegen mangelnder Ortskenntnis oder schlicht aus Urlaubslaune oft nicht nachvollziehbare Fahrmanöver durchführen oder aufgrund ihrer extrem geringen Fahrgeschwindigkeit ein echtes Hindernis darstellen.

Daraus resultiert ein beinahe durchgehender beidseitiger Kolonnenverkehr, in dem naturgemäß die Aufmerksamkeit stark zurückgeht und die Reaktion auf unerwartete Fahrmanöver entsprechend schlecht ist. Und da ein Ausbau der Straße, der dem Verkehrsaufkommen entspricht, wohl nicht mehr realistisch ist, wird das auch in Zukunft ein Dauerzustand sein. Die Gefahr auf der B 320 wird uns auch in Zukunft begleiten, hoffentlich mit möglichst vielen baulichen Verbesserungen, aber trotzdem mit dauerhaft hoher Gefährdung. Leider ebenso unerfreulich wie nicht mehr umkehrbar.

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news-2017 Thu, 18 Aug 2022 08:12:51 +0200 Energiepreise treten Kostenlawine auf Skigebiete los https://www.derennstaler.at/detail/energiepreise-treten-kostenlawine-auf-skigebiete-los „Das, was bei uns an Kosten hereinbrezelt, können wir unmöglich eins zu eins an unsere Kunden weitergeben“, sagt Planai-Chef Georg Bliem. In diesem Punkt stimmen auch die Geschäftsführer von Hauser Kaibling und Riesneralm-Bergbahnen zu. Zu einer Erhöhung der Skiticket-Preise wird es trotzdem kommen.

Ein Blick auf die diesjährige Sommersaison der heimischen Bergbahnen zeigt: Die Besucherfrequenz ist hoch, die Betreiber zeigen sich zufrieden. Auf der Riesneralm habe man das Niveau der Vorjahre erreicht, sagt Riesneralm-Bergbahnen-Geschäftsführer Erwin Petz. Er will im Sommerbetrieb neue Wege gehen. Gelingen soll dies durch die Veränderung der Betriebszeiten. So können Gäste heuer erstmals auch den Sonnenuntergang am Berg erleben, denn an Freitagen sind die Riesneralm-Bergbahnen bis 20 Uhr geöffnet. Am Hauser Kaibling kann man sogar einen Gästezuwachs von über zehn Prozent verzeichnen. „Daran zeigt sich, wie gut die Investitionen, die wir im Sommerbetrieb getätigt haben, angenommen werden“, so Hauser-Kaibling-Geschäftsführer Klaus Hofstätter. Er bezieht sich auf den diesjährigen Ausbau, der Kinderspielbereiche, Ruhezonen und neue Erlebnisbereiche am Schafsinn-Teich umfasst. Auch auf der Planai, Hochwurzen und dem Dachstein ist ein Gästezuwachs gelungen. Dieser liege zwischen zehn und zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Planai-Geschäftsführer Georg Bliem, der genaue Zahlen liefert: „Bislang haben 160.000 Gäste die Planai, 78.000 Gäste die Hochwurzen und 102.000 Gäste den Dachstein besucht.“ Auch für Bliem sei die Infrastruktur am Berg ein entscheidender Faktor für die steigende Besucherfrequenz, wie er sagt. Einen Gästezuwachs kann Bliem auch im Busverkehr der Planai verzeichnen, besonders die Wanderbuslinien boomen. Im nächsten Jahr will die Planai ihre Flotte um einen weiteren Bus erweitern. „Es ist erfreulich, dass das Bewusstsein der Leute wächst und sie auf den Bus umsteigen und den PKW vor dem Hotel stehen lassen“, so Bliem.

Energieeinsparungsmaßnahmen im Blick

Auf die nächste Wintersaison blickt der Planai-Chef „mit Sorgenfalten“, wie er sagt. Grund dafür ist die Teuerungswelle, besonders im Energiebereich. „Wir diskutieren fast täglich über die Kostenentwicklung und haben wenig Planungssicherheit“, so Bliem. Beim Diskutieren will man es allerdings nicht belassen. „Wir haben eine eigene Taskforce in unserem Unternehmen eingerichtet, die sich mit der Energieplanung beschäftigt“, sagt der Planai-Geschäftsführer. Diese beschäftige sich mit Beleuchtungen, den Betriebszeiten der Seilbahnen und der Überarbeitung des Beschneiungsmanagements. Bislang erarbeitet wurden 41 Punkte, bei denen es um Energiesparmaßnahmen geht. Derzeit evaluiere man, was Sinn macht und was nicht. Entmutigen wolle man sich allerdings nicht lassen. Georg Bliem: „Die Leute wollen Skifahren, die Leute lieben Skifahren.“ Das Angebot reduzieren wolle man daher auf keinen Fall. Auch am Hauser Kaibling wurde eine Taskforce eingerichtet, wie Geschäftsführer Klaus Hofstätter mitteilt. Diese beschäftige sich ebenso mit dem Energieeinsparungspotenzial. Besonders kritisch seien „drei bis vier Tage pro Saison, in denen wir beschneien. Darüber machen wir uns schon Gedanken“, so Hofstätter.

Riesneralm profitiert von eigenen Kraftwerken

Auch Erwin Petz von der Riesneralm blickt nicht sorgenfrei auf den kommenden Winter: „Corona war schon katastrophal, doch das, was jetzt kommt, ist eine noch viel größere Herausforderung.“ Dieser kann man auf der Riesneralm jedoch mit der Gewinnung von grünem Strom begegnen. 2020 hat die Riesneralm das zweite mit Wasserkraft betriebene E-Werk in Betrieb genommen. Gemeinsam produzieren die zwei Energiegewinnungsanlagen „über zweieinhalb Mal mehr Strom als wir verbrauchen“, so Petz. 5 Millionen Euro hat die Riesneralm für das 2020 eröffnete E-Werk in die Hand genommen. Eine Investition, die dem Bergbahnen-Betrieb nun zu Gute kommt. „Der Skibetrieb auf der Riesner­alm ist abgesichert“, betont Petz.

Teuerung der Ticketpreise

Dass eine Teuerung der Ticketpreise zu erwarten ist, darin sind sich die Geschäftsführer einig. Um wie viel, steht derzeit noch nicht fest. „Die Erhöhung wird aber sicherlich unter zehn Prozent liegen“, sagt Georg Bliem von der Planai, schließlich könne man „das, was bei uns an Kosten hereinbrezelt, unmöglich eins zu eins an unsere Kunden weitergeben“, so Bliem. Auch Erwin Petz von den Riesneralm-Bergbahnen stellt klar: „Man wird einen guten Mittelweg finden müssen, damit das Skifahren leistbar bleibt.“ Klaus Hofstätter vom Hauser Kaibling betont: „Es wird sicherlich Anpassungen geben müssen, aber nicht in der Höhe, in der die Energiepreise steigen.“ In Ski Amadé, ein Zusammenschluss dem auch die Planai, Hochwurzen, der Dachstein und der Hauser Kaibling angehören, soll ein Frühbuchersystem eingeführt werden, das den Skigebieten eine gewisse Planungssicherheit verschaffen und auch den Skifahrern Vorteile bringen soll, so Georg Bliem.

Nur Kaffeesudlesen

Dementsprechend verhalten sind die Erwartungen an die kommende Wintersaison. Am Hauser Kaibling rechnet man mit einer ähnlichen Gästeanzahl wie im Vorjahr. Trotz des Corona-Winters „hatten wir einen sensationellen Februar und der März war auch gut“, so Hofstätter. Derzeit seien die Winterbuchungen noch verhalten, sagt Georg Bliem: „Die Leute warten ab, was am Markt passiert, wie sich die Inflation entwickelt und ob der Krieg in der Ukraine aufhört, was auch zu einem Umbruch der Energiepreisentwicklung führen würde. Doch das kann niemand voraussagen und ist derzeit nichts anderes als Kaffeesudlesen.“

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news-2016 Thu, 18 Aug 2022 08:11:45 +0200 Schladming baut Glasfaser-Internet aus https://www.derennstaler.at/detail/schladming-baut-glasfaser-internet-aus Gemeinsam mit der Salzburg AG legt die Stadtgemeinde Schladming den Grundstein für den Glasfaser-Ausbau im Ortsteil Vorberg.

Durch die geografischen Gegebenheiten ist die Region Schladming sehr herausfordernd in der Breitbanderschließung. Bereits seit mehreren Jahren bemüht sich die Stadtgemeinde um eine Verbesserung der aktuellen Internetversorgung in Vorberg.

Durch die Kooperation mit der Salzburg AG ist es gelungen, das richtungsweisende Projekt nun zu initiieren. „Schon ab 2023 sollen möglichst viele Haushalte im Ortsteil Vorberg mit superschnellem Internet der Salzburg AG versorgt werden“, freut sich Bürgermeister Hermann Trinker und setzt fort, „egal ob Home-Office oder Streaming, unser Leben spielt sich immer mehr im Internet ab. Corona hat dieses Phänomen beschleunigt und uns einmal mehr verdeutlicht, wie wesentlich eine schnelle Internetverbindung für uns und unsere Gemeinde ist. Es freut mich, dass wir dieses Projekt jetzt endlich umsetzen können.“ Die derzeitige Internet-Anbindung des Ortsteils Vorberg erfolgt über eine herkömmliche Telefonleitung. „Mit dem FTTH-Ausbau in Vorberg ermöglichen wir ca. 80 Haushalten und Betrieben eine Internetverbindung mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde“, erklärt Bernhard Sagmeister, Head of Customers & Markets der Salzburg AG.

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news-2015 Thu, 18 Aug 2022 08:10:29 +0200 Erfolgsgeschichte Ennstaler Steirerkäse https://www.derennstaler.at/detail/erfolgsgeschichte-ennstaler-steirerkaese Seit Jahrhunderten wird der Ennstaler Steirerkäse in der Region produziert. Die Arbeitsschritte sind seit jeher gleich. Vor gut einem Jahr folgte der Ritterschlag durch die geschützte Ursprungsbezeichnung.

Der Ursprung des Ennstaler Steirerkas liegt auf den Almen des steirischen Ennstales. Eindrucksvoll beginnt die Zeitrechnung in der Bronzezeit. Am Dachsteinplateau wurde bereits vor 3000 Jahren Almwirtschaft betrieben. Die hochalpine Nutzung der Weideflächen diente schon damals als Ergänzung der Futterbasis des Viehs und zu kleinstrukturierten, oft versumpften Weiden im Tal. Sicher erwiesen ist, dass in den Enns­taler Höhenlagen um 2000 Höhenmeter Käse aus gesäuerter Magermilch herzustellen bereits in vorrömischer Zeit verbreitet war und sich über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart überliefert hat.

Mütter des Erfolgs

Die Viehbergalm liegt auf 1445 m Seehöhe im Kemetgebirge als östlicher Ausläufer des Dachsteinmassives. Von Gröbming führt der Weg durch die Öfen. Von Bad Mitterndorf gelangt man über den Miesbodensee ins Almdorf, wo drei Almhütten bewirtschaftet werden: Simeterhütte, Wirthütte und Ritzingerhütte. Almbäuerin und Sennerin Marianne Gruber vlg. Ritzinger aus Gröbming bildet über den Almsommer Jung­sennerinnen aus, die das Steirerkäsen erlernen. Heuer verbringen die Allgäuerinnen Kati und Anna den Sommer auf der Viehberg­alm. In Tirol, Vorarlberg und in der Schweiz lassen die männlichen Senner die Frauen nicht leicht ans Ruder.

Förderer der Landwirtschaft

Erzherzog Johann beschreibt 1810 in seinem Tagebuch die Herstellung von Ennstaler Steirerkas auf den Ennstaler Almen. Mit der Gründung der Landwirtschaftsgesellschaft, Filiale Gröbming, im Jahr 1819 bemühte sich Erzherzog Johann um viele Verbesserungen der Bewirtschaftung der Bauernhöfe und Almen. 1875 kam mit dem Bau der Eisenbahn günstiges Getreide in das Ennstal und somit wurden viele Futterflächen frei für die Milchwirtschaft. 1902 wurde die Käserei Gröbming gegründet und dort die meiste Milch zu Emmentaler verarbeitet.

Besonderheiten

Die artenreiche alpine Flora wirkt sich auf die Qualität des Milchfettes aus. Milch aus dem Ennstaler Berggebiet hat ein Fettsäuremuster mit höherem Anteil an ungesättigten Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren) und Beta Carotin. Der aus Magermilch gewonnene Ennstaler Steirerkas hat einen sehr niedrigen Fettgehalt und enthält hochwertiges biologisches Eiweiß, Spurenelemente und Vitamine. Der Geschmack und die besonderen Merkmale des Käses beruhen auf diesem traditionellen Wissen der Sennerinnen.

Produktionsschritte seit jeher gleich

Meist stehen die Kühe in der Früh schon vor den Stalltüren und warten darauf gemolken zu werden. Leicht verständlich, wenn der Euterdruck immer größer wird. Die frisch gemolkene Rohmilch leert man durch ein Milchsieb, welches feine Rückstände aus der Milch filtert. Beim Zentrifugieren trennt sich die Milch in den fetten Anteil (Rahm) sowie den mageren Anteil (Magermilch). Nach dem Ansäuern der Magermilch (Zugabe spezieller Kulturen) wird die Magermilch stehen gelassen, ehe die saure Magermilch weiter zu Enns­taler Steirerkas weiterverarbeitet werden kann. Der Rahm wird hernach zu frischer Almbutter verarbeitet. Die bereits 24 Stunden ruhende saure Magermilch wird nun aufgekocht. Der Ennstaler Steirerkas wird aus eigens dafür gereiftem Magertopfen nach traditionellem Rezept, entsprechend dem dreigliedrigen Grundsatz „g‘sotten, presst, aufbaht“ (gekocht, gepresst, gereift) hergestellt. Aus 60 Liter Milch können ca. zwei Kilogramm Butter und vier Kilogramm Ennstaler Steirerkas erzeugt werden. Nach dem Aufkochen wird der daraus entstehende Kasbruch in ein Leinentuch geschöpft und in eine Schottwiege gelegt. Die Molke wird fest ausgepresst. Jetzt wird der Magertopfen gesalzen und gepfeffert und in Formen gepresst. Eine Prozedur, welche nach jahrhundertelanger Überlieferung und Tradition gleichgeblieben ist.

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news-2014 Thu, 18 Aug 2022 08:08:17 +0200 Überraschende Derbysiege https://www.derennstaler.at/detail/ueberraschende-derbysiege FC Gaishorn und WSV Liezen bringen jeweils drei Punkte ins Trockene. TUS Admont verspielt beim Aufsteiger Parschlug einen Drei-Tore-Vorsprung. Klarer Heimsieg für SV Stainach/Grimming.

Die Überraschung der vergangenen Runde war zweifelsohne der 2:3-Auswärtssieg von Gaishorn gegen FC Ausseerland. Die Gaishorner gingen in der 17. Minute durch Dorian Zehentmayr mit 0:1 in Führung und zwei Minuten später glich Alexander Pomberger zum 1:1 aus. In der 24. Minute brachte Lukas Staudacher die Gäste zum zweiten Mal in Front und in der Schlussminute des ersten Spielabschnitts fiel durch ein Eigentor von Raphael Wöhrer der neuerliche Ausgleich zum 2:2-Pausenstand. Vier Minuten nach Wiederbeginn zirkelte Björn Schupfer einen Freistoß zum 2:3 für Gaishorn ins gegnerische Gehäuse. Die Ausseer starteten in der Folge einen Sturmlauf und der Ausgleich lag dabei mehrmals in der Luft. Letztendlich gelang den Hausherren aber kein Treffer mehr und so blieb es beim ersten Sieg der Gaishorner in der Unterliga Nord A. Aussees sportlicher Leiter Jürgen Hofer sagte zur unerwarteten Niederlage: „Das war leider ein Selbstfaller, weil wir uns durch drei furchtbare Abwehrfehler das Leben selbst schwer gemacht haben.“

Der WSV Liezen feierte nach dem Auftaktsieg in Admont mit dem 2:1-Heimsieg gegen Lassing den zweiten Derbysieg in Folge. Die Werkssportler verzeichneten einen Start nach Maß, denn bereits in der 4. Minute erzielte Manuel Eingang die 1:0-Führung. Lassing kam in der Partie nicht richtig in die Gänge und hatte dazu noch Pech. In der 13. Minute setzte Marlon Grill einen Strafstoß an die Stange und drei Minuten später entschied der Referee bei einem Tor von Julian Pachler irrtümlicherweise auf Abseits. In 41. Minute kam es dann noch dicker für die Gäste, denn Csaba Bela Petruska erhöhte mit einem Freistoßtor auf 2:0. In der 52. Minute erzielte der zur Pause eingewechselte David Schweiger den Anschlusstreffer zum 2:1, doch der Ausgleich gegen die tief stehende WSV-Elf gelang nicht mehr.

SV Stainach/Grimming fertigte Pernegg zu Hause mit 5:0 ab. Mit drei Toren drückte Marijan Blazevic der Partie einmal mehr seinen Stempel auf. Die restlichen zwei Treffer steuerten Andreas Steiner und Tobias Schröcker bei. Admont führte im Auswärtsspiel gegen Parschlug durch einen Hattrick von Robert Adzaga bis zur 80. Minute mit 0:3. In den letzten zehn Minuten gaben die Gesäusekicker das Match dann aber noch leichtfertig aus der Hand. Sie kassierten gegen den Aufsteiger in kurzer Zeit drei Gegentore und mussten sich so am Ende mit einem 3:3-Unentschieden begnügen.

Pruggern führte gegen Titelfavorit ESV Mürzzuschlag zur Halbzeit durch ein Tor von Sebastian Huber mit 0:1. Zwei Minuten nach Wiederbeginn glichen die Mürztaler aber aus und zogen in der Folge bis zur 74. Minute auf 3:1 davon. Der Schmid-Elf gelang vier Minuten später durch Alexander Trinker zwar der Anschlusstreffer zum 3:2, doch in der 81. Minute sorgten die Hausherren mit dem Treffer zum 4:2 für klare Verhältnisse. SV Haus musste sich zu Hause gegen Stanz mit 0:1 geschlagen geben. „Eine bittere und unnötige Heimniederlage. Wir sind an unserer miserablen Chancenauswertung gescheitert und die Gäste haben aus so gut wie keiner Möglichkeit das Siegestor erzielt“, sagte ein verärgerter Sektionsleiter Fredy Trinker.

Vorschau

Im Mittelpunkt der 3. Runde steht das heutige Nachbarschaftsderby zwischen SV Pruggern und SV Haus (Beginn 19 Uhr). Beide Vereine haben erst einen Punkt am Konto und wollen so unbedingt den ersten Saisonsieg feiern. Für den Hauser Sektionsleiter Fredy Trinker zählt auch nur ein voller Erfolg: „Nach zwei Derbyniederlagen in Folge ist ein Dreipunkter mehr als fällig.“ Ebenfalls am heutigen Freitag um 19 Uhr empfängt SV Lassing den Aufsteiger Parschlug. Nach der Pleite gegen WSV Liezen wollen die Lassinger gegen den Aufsteiger wieder zu alter Stärke zurückfinden und so den zweiten Saisonheimsieg feiern.

Drei Partien mit Bezirksvereinen finden am morgigen Samstag mit Beginn um 17 Uhr statt. FC Gaishorn will im Heimspiel gegen Oberliga-Nord-Absteiger Hinterberg auch im dritten Meisterschaftsspiel in Folge ungeschlagen bleiben. TUS Admont kann im Heimspiel gegen Titelfavorit Mürzzuschlag wohl nur überraschen. SV Stainach/Grimming geht als Favorit in das Auswärtsspiel gegen Stanz. Nach dem grandiosen 5:0-Sieg gegen Pernegg will die Canek-Elf im Spiel gegen Stanz nachlegen.

Am Samstag um 18 Uhr wird das Spiel Pernegg gegen FC Ausseerland angepfiffen. Die Ausseer wollen in der Begegnung nach der bitteren Heimniederlage gegen Gaishorn wieder auf die Siegesstraße zurückkehren. Die Runde wird am Sonntag um 14 Uhr mit der Partie Rapid Kapfenberg gegen WSV Liezen abgeschlossen. Die Werkssportler sind mit zwei Siegen zweifelsfrei die Überraschung der bisherigen Saison. Nun will die Niederbacher-Elf auch beim Aufsteiger drei Punkte holen und sich damit im Spitzenfeld festsetzen.

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