Zu früh gefreut?

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Nach wie vor meldet Österreich beinahe täglich neue Infektionsrekorde, und doch scheint das Virus aktuell nicht mehr wirklich die große Gefahr für die Bevölkerung darzustellen. Die Zahlen in den Spitälern sind stabil und die allermeisten Infizierten haben keinerlei ernste Beschwerden. Dafür leidet das öffentliche Leben immer stärker an den Quarantänebestimmungen, aktuell sind über fünf Prozent der Bevölkerung betroffen. Das führt in immer mehr Schulen, Spitälern und Betrieben zu einem eklatanten Personalmangel.

Mit Anfang April soll zumindest das Regime der Kontaktpersonen geändert werden, sodass diese dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen. Das sollte die Versorgungslage zumindest einmal verbessern, auf Dauer wird man sich aber Gedanken machen müssen, wie man mit völlig symptomlosen Infizierten umgeht. Immerhin ist davon auszugehen, dass tausende Geimpfte gar nicht mehr testen und daher ebenso potentielle Träger der Erkrankung sind, man könnte also durchaus auch nicht erkrankten Infizierten das Arbeiten wieder erlauben.

In den nächsten Wochen ist aber ohnehin mit einer deutlichen Verbesserung der Lage zu rechnen, schon allein wegen der Witterung und der doch schon beachtlichen Durchseuchung.

Sollte allerdings im Herbst wieder eine neue Variante auftauchen, sind wir wohl nicht besser aufgestellt als letztes Jahr. Die Impfrate hat sich nicht mehr erkennbar verbessert und es droht das ganze Chaos von Neuem. Wir haben uns immerhin schon zweimal zu früh gefreut über das Ende des Virus.