Zäher Wiederaufbau

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Mit jedem neuen Rettungspaket, das uns dieser Tage präsentiert wird, wird augenscheinlicher, wie stark die österreichische Wirtschaft tatsächlich beschädigt ist. Inzwischen reden wir bereits von fünfzig Milliarden Euro, doch auch das wird wahrscheinlich nicht ausreichen. Und auch wenn alle Beteiligten völlig unschuldig in Not geraten sind, zeigt sich doch recht deutlich, dass wir alle über unsere Verhältnisse gelebt haben. Die Unternehmen, die Arbeitnehmer und auch der Staat verfügen nicht über die Reserven, um drei Monate Ausfall verdauen zu können.

Jetzt wird mit einer riesigen Staatsverschuldung versucht zu retten, was noch zu retten ist. Das wird zwar die Zukunftsfähigkeit unseres Staates schwer beschädigen, ist aber alternativenlos. Jetzt nicht zu handeln würde zu einer beispiellosen Pleitenwelle samt Massenarbeitslosigkeit führen, was am Ende des Tages den gesamten Staat ins Chaos stürzen würde.

Sehr wohl sollten wir aber schon heute beginnen, uns über die Zukunft intensive Gedanken zu machen. Es wird ein Umdenken brauchen, jeder in der Gesellschaft sollte sich gewisse Reserven anlegen, natürlich auch der Staat. Nicht umsonst wurde früher mehr gespart und öfter verzichtet, was auch die Überwindung der schwersten Krisen möglich gemacht hat. Spätestens jetzt sehen wir auf welch tönernen Füssen unsere Gesellschaft steht. Wir werden Prädikate wie Demut und Bescheidenheit neu lernen müssen, um wieder auf die Beine zu kommen.