Wetterglück für „Gustl“, den Schneemann

Den Sieg holte sich die Figur „Gustl der Schneemann“ der Familien Freller und Pucher.

Nach zwei Jahren Pause ging wieder das Narzissenfest über die Bühne. Erstmals fand der Narzissenfestsonntag und somit der Höhepunkt des größten Frühlingsfestes Österreichs an nur einem Ort – in Altaussee – statt.

Niemand konnte sich 2014 vorstellen, dass das Narzissenfest ohne Autokorso durch das Stadtzentrum ein Erfolg werden könnte. Doch der „statische Stadtkorso“ brachte vor allem eines: Entspannung. Sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei den Besu­chern. Getragen von diesem Gedan­ken wurde die wohl größte Neuerung des Narzissenfestes am Sonntag umgesetzt. Erstmals war die Bühne des statischen Korsos wie auch des Bootskorsos als Kür ein einziger Ort, nämlich Altaussee. Entgegen der Wetterprognosen konnten die offiziell genannten 15.000 Besucher weitgehend ohne Regen die Figuren entlang der Straßen durch das Dorf bewundern. Zwischen den Figuren tummelten sich Zauberer und Gaukler und die heimischen Musikkapellen waren auf wetterfesten Bühnen untergebracht, um die Besucher musikalisch zu unterhalten. Die eloquenten Redner lieferten umfangreiche Details zum Fest und informierten über die weiteren Programmpunkte, während die Kor­so­teilnehmer und die zwei Hoheiten, Königin Lisa Weinhandl und ihre Prinzessin Katharina Thomanek, lächelnd für Fotos und Fragen zur Verfügung standen. Prinzessin Isabella Kain aus Tulln konnte aus gesundheitlichen Gründen ihre Kolleginnen nicht mehr begleiten.

Kurz vor Mittag setzten sich die ersten Figuren in Richtung Kahlsen­eck in Bewegung, um dort mit einem Kranwagen und einem Gabelstapler auf die schwimmbaren Untersätze verladen zu werden. Pünktlich zu Mittag verdichteten sich dann die Wolken über dem Sandling, Loser und der Trisselwand und es setzte der immer stärker werdende Regen ein, der den Figuren eine zusätzliche Frische verlieh.

Ganz besonders gut tat der Regen augenscheinlich der Figur „Gustl der Schneemann“, der von den Familien Freller und Pucher geschaffen wurde und den ersten Platz errang. Dicht gefolgt von der Figur „Adler“, welche Thomas Feldhammer und Franz Loitzl angefertigt haben. Die Katholische Jungschar holte mit dem „Peace-Zeichen“ den dritten Rang, die Kloster-Schul-Werkstäten Schön­bach im Waldviertel belegten mit „Aptychen pflegende Blau­ringkrake“ Rang vier. Die „Wäsche im Wind“-Figur der Familien Marenitz, König und Freude holte Rang fünf, die „Gondel der Loser-Bergbahnen“ von Kordula Wimmer Rang sechs, die „Putzperle“ des Josefinums Bad Aussee/DS Aussee GmbH belegte Rang sieben. Wertung alte Modelle: 1. „Schleier­eule“ (Otmar Schönmaier), 2. „Nar­zisse, Lederhose & Logo“ (Nar­zissen­dorf Zloam Betriebs GmbH), 3. „Narzissenkrone“ (Lions Club Ausseerland), 4. „Robbe“ (Team Publikumsjoker), 5. „Angler Toni“ (Mondi Resort am Grundlsee), 6. „Gämse“ (Generationenhaus Alt­aussee), 7. „Lebensfrische im Salz­kammergut“ (Narzissen Vital Resort Bad Aussee).

Die Juniorenwertung entschied Fa­milie Freismuth mit der „Friedens­taube“ für sich, gefolgt von „Ein Herz für den FCA“ der Fußball-Minis.

Bei den Werbefiguren gab es folgende Reihung: 1. „Sally, die Gru­ben­ente“ (Fußballclub Ausseerland), 2. Logo TV Ausseerland Salz­kammer­gut (Lebenshilfe Ausseer­land), 3. „Woody Bob“ (TV St. Martin am Tennengebirge), 4. „Steiermark Herz“ (WSV Altaussee).