Wertung der abgebrochenen TT-Saison noch unklar

Union Wörschach 4 mit Michael Hartl, Egon Laimer und Geri Kleewein (von links) hat den Meistertitel in der 1. Klasse Enns trotz des Abbruches aufgrund der Tabellensituation in der Tasche.

Wie im „Ennstaler“ bereits berichtet, wurde aufgrund der Corona-Pandemie auch die Tischtennismeisterschaft  abgebrochen.   Wörschach  Sektionsleiter Ernst Lux sprach mit dem  Ennstaler über die  aktuelle Lage.
„Die  Saison  wird wohl nicht mehr fertig gespielt werden. Es wäre auch schwierig, denn die Vereine haben die Verträge für die Hallen meist nur bis Ende April. Wie die Meisterschaft letztendlich gewertet wird, steht noch in den Sternen. Von Verbandseite her kam diesbezüglich noch kein offizielles Statement. Möglich sind von der Annullierung bis hin zur Wertung nach dem Stand der Herbstsaison mehrere Varianten. Letzte Möglichkeit findet zur Zeit die größte Zustimmung unter den  Clubs,“ so der Sportfunktionär.
Ernst Lux muss man zweifelsohne als Motor des Tischtennissports im Bezirk Liezen bezeichnen. Neben seiner mittlerweile insgesamt 25-jährigen Tätigkeit als Sektionsleiter der Union Wörschach kümmert sich Ernst Lux auch mit viel Einsatz um die Belange der anderen Tischtennisvereine des Bezirkes Liezen und steht ihnen stets mit Rat und Tat zur Seite. In die langjährige Sektionsleiter-Ära des noch aktiven Tischtennisspielers fallen große Erfolge. Der Höhepunkt war dabei wohl der Damen-Landesligameistertitel mit  Renate Maier, Annette Weichbold, Christa Horner und Beate Lux (vormals Weitgasser) in der Saison 2008/09. Nennenswert ist sicherlich auch das Erreichen der jeweiligen höchsten steirischen Nachwuchsklassen durch Klaus Weitgasser und etwas später durch Christian Lasser. Neben einem Titel (2010/11) und mehreren Stockerlplätzen in der  Unterliga Nord gab es noch an die 20 Titel in den darunterliegenden Klassen. Ein besonderes Highlight war auch der Meistertitel in der Klasse Jugend Steiermark-Nord 2016/17. Großen Anteil an diesem Erfolg hatten vor allem Emanuel Wesner und Sebastian Stieg.
Ein wenig stolz ist Ernst Lux auf den Umstand, dass er in dieser Zeit einiges zur Gründung der Ennstaler TT-Hotspots beitragen konnte. Bei den Sölkern genügte dabei nur ein kleiner Anstoß und was die Mannen um Sektionsleiter Hannes Reiter in der Folge auf die Beine stellten, kann sich mehr als sehen lassen. Stark oder sogar ausschlaggebend involviert war Ernst Lux bei der Aktivierung von Ardning, Aigen und Gröbming. Unterstützt hat der rührige Funktionär auch Mautern beim Eintritt in den Spielbetrieb und ein wenig half er auch Schladming.
Ein Wermutstropfen für Ernst Lux war, dass in seiner Zeit leider der ESV Selzthal, ASKÖ Landl und ATV Schladming (vielleicht nur befristet) den Spielbetrieb eingestellt haben.
Ein besonders Anliegen war für den Wörschacher Gastwirt immer die Förderung des Damen-Sports. Leider sind Frauen im Tischtennis allgemein eher unterrepräsentiert und im Bezirk Liezen waren Damen lange Zeit eigentlich fast Exoten im Spielbetrieb. Zum Teil ist es gelungen, diesen Mangel etwas zu beheben, wenn auch nicht in allen Vereinen. Lediglich in Gröbming sind sogar mehrheitlich Damen am Werk und in Wörschach sind in den abgelaufenen Meisterschaftsspielen  von der Gebietsliga Enns­tal bis hin zur Ennstaler Dorfliga sieben Spielerinnen an der Platte gestanden.
Stolz ist Ernst Lux auch auf das gute Einverständnis zwischen den Vereinen des Bezirkes Liezen: „So ein gutes Klima und Zusammenhalten unter den Clubs wie derzeit hatten wir noch nie. Es ist wirklich erfreulich“, so der Funktionär.