Weltweites Frauennetz feiert Jubiläum

Orange the world: Gröbmings Soroptimistinnen setzen sich gegen Gewalt an Frauen ein.

Seit hundert Jahren setzen sich die Mitglieder von Soroptimist für Frauen in Not ein. Im Ennstal konnte der Club vor 15 Jahren Fuß fassen.
Gegründet 1921 in Amerika und seit 1924 in Europa tätig, wurde der Club „Steirisches Ennstal – Gröbming“ erst 2007 aus der Taufe gehoben. Doch was bedeutet Soroptimist eigentlich und womit beschäftigt sich dieser Club? Der Name Soroptimist stammt aus dem Lateinischen „sorores ad optimum“ und bedeutet „Frauen, die das Beste anstreben“. Und genau dieser Name ist seit der Gründung des internationalen Serviceclubs auch Programm. Über 3100 gut vernetzte Clubs gibt es in insgesamt 124 Ländern, in denen sich rund 86.000 Mitglieder für den Status der Frau engagieren. Nach Gröbming gelangte der Club durch die Ennstalerin Inge Buchegger. Als erste Präsidentin und Mitstreiterin konnte sie Gröbmings Altbürgermeisterin Johanna Gruber als Soroptimistin gewinnen. Ihrem Vorbild folgten 33 Frauen, die von der Idee begeistert waren, das Leben von Frauen und ihren Familien positiv zu verändern und sich für Menschenrechte, Frieden und soziale Entwicklung einzusetzen. Seither agiert der Club als gemeinnütziger Verein.
Nachbarschaftshilfe in Ungarn
In den vergangenen 15 Jahren haben Gröbmings Soroptimistinnen zahlreiche Projekte umgesetzt, darunter die schulische Förderung von Mädchen in Nepal, Mali, Kenia, Indien und Moldawien. Auch in Ungarn waren die Clubschwestern aktiv. Zahllose LKW-Ladungen mit gespendeten Hilfsgütern wurden in den armen Süden des Landes entsandt.
Hilfe für Frauen im Bezirk
Die Mittel für soziale Projekte stammen aus den Beiträgen der Mitglieder, Spenden und Benefizveranstaltungen. Dafür veranstaltet der Ennstaler Club Vernissagen, einen Edeltrödelmarkt beim Altsteirer Kirtag, Pink-Ribbon-Filmabende im Kino Gröbming und verschiedene kulturelle Veranstaltungen, die ebenso den Zweck verfolgen, den Club der Soroptimistinnen und ihre Arbeit bekannter zu machen. Denn erklärtes Hauptziel sei es, sich um Frauen im Bezirk Liezen zu kümmern. Geholfen wird mit Rat und Tat, bei Behördenwegen, mit Sachspenden und auch finanziell. Vermittelt wird die Unterstützung, die anonym und persönlich erfolgt, über das Sozialamt oder soziale Vereine. Frauen in Not können sich jedoch auch direkt per E-Mail über die Helpline soror.enns@gmail.com oder über Facebook: @SororesEnnstal an den Club wenden.