Was tun gegen die Teuerung?

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In Deutschland wurde kürzlich die Steuer auf Treibstoffe reduziert, ähnlich wie man es schon in der Coronazeit mit der Mehrwertsteuer versucht hatte. Und das Wehklagen ist groß, dass die Steuersenkung nicht den Weg zum Konsumenten findet, sondern die Ergebnisse der Mineralölkonzerne noch weiter verbessert. Das war vorherzusehen, ist wenig überraschend und wenn die Steuer dann wieder auf normales Niveau steigt, werden die Konsumenten abermals die Leidtragenden sein. Aber solche Eingriffe sind eben nicht die klügste Lösung.

In der Marktwirtschaft bildet sich der Preis aus Angebot und Nachfrage. Und während das Tanken offenbar weitgehend alternativenlos ist, kommt es bei anderen Gütern, die sich stark verteuert haben, auch schon zu deutlich rückläufiger Nachfrage. Das wird die Preise auf Dauer wieder senken und funktioniert in Westeuropa seit Jahrzehnten gut.

Natürlich muss man in der aktuellen Lage nachdenken, wie man die Betroffenheit der Menschen von der Teuerung abfedern kann. Eingriffe in den Markt sind dazu aber denkbar ungeeignet, egal ob durch niedrigere Verbrauchssteuern oder Preisregulierungen. Ein Gebot der Stunde wären jetzt finanzielle Direkthilfen für Niedrigverdiener und die Senkung von Lohnnebenkosten und Lohnsteuern für alle anderen. Dann steht den höheren Preisen ein höheres Einkommen gegenüber und der Markt funktioniert auch weiterhin. Ach ja, und der Markt sollte natürlich auch die Höhe der Zinsen regeln, und nicht die EZB. Daher kommt nämlich ein Gutteil des Inflationsdruckes.