Viel heiße Luft

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Der Klimagipfel in Glasgow hat zwar viele Teilnehmer angezogen, die Ergebnisse sind aber mehr als bescheiden. Viel mehr als Absichtserklärungen haben die Teilnehmer nicht von sich gegeben, da gab es in der Vergangenheit schon wesentlich verbindlichere Beschlüsse. Und auch die wurden oft verwässert oder gar nicht eingehalten.

Mit etwas Böswilligkeit könnte man sagen, ohne den Gipfel hätte man tausende Flugkilometer eingespart, was dem Klima mehr genutzt hätte als die schwammigen Aussagen der Teilnehmer. Wieder spricht man primär über die Ziele, die ab 2030 verwirklicht werden sollen, aktuelle Maßnehmen fehlen völlig. Dabei wäre ein Ende der Subventionen für fossile Energieträger, bindende Reduktionsziele bei den Treibhausgasen samt transparenter Sanktionen bei deren Nichteinhaltung ein Gebot der Stunde. Dass diese Maßnahmen auch empfindlichen Einfluss auf unser tägliches Leben haben würden, muss dabei auch jedem bewusst sein.

Schließlich ist der einzige Weg, eine wirkliche Verhaltensänderung herbeizuführen, ein Drehen an der Preisschraube. Das wird in den Industriestaaten gewisse Produkte deutlich verteuern und den Entwicklungsländern wird man substanzielle finanzielle Hilfen anbieten müssen, um eine Veränderung zu erwirken.

Alles in allem unerquickliche Aussichten, aber mit dem Produzieren von heißer Luft und schönen Worten alleine werden wir den Klimawandel sicher nicht in den Griff bekommen.