Unmöglich?

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Heinz-Christian Strache wird sein Mandat im EU-Parlament also nicht annehmen. Ob das der politischen Einsicht geschuldet ist, darf freilich bezweifelt werden. Eher ist es ein Nachgeben gegenüber den Interessen der Partei und ein Zugeständnis für das Gewähren einiger Vorteile, wie dem Nationalratsmandat für seine Frau und einem kolportierten Beratervertrag. Wirklich konsequent ist der Rückzug also nicht.
Immerhin ist das Problem Strache im laufenden Wahlkampf für die FPÖ halbwegs gelöst. Es wird zwar noch genügend Stammwähler geben, die sich diesmal nicht für die FPÖ entscheiden werden, aber angesichts der Dimension des Skandals scheint die FPÖ in den Umfragen mit einem blauen Auge davongekommen zu sein. Dass die jetzt getroffene Lösung keine schöne ist und auch genügend Fragen aufwirft, ist zwar auch nicht gerade angenehm im Wahlkampf, wird aber schon verkraftbar sein.
Wirklich interessant wird es sein, was Strache in Zukunft machen wird. Sollte er wirklich als Spitzenkandidat in die nächste Wahl in Wien gehen, dann wäre das höchst bemerkenswert, denn eigentlich ist Strache nach den Aussagen im Ibiza-Video politisch tot. Allein dass man daran denkt, ihn nochmals aufzustellen, zeugt von einer sehr eigenen Einschätzung der Wähler. Schneidet er bei der Wahl gut ab, dann wäre das eine Riesensensation, wenn auch eine unerklärliche.