Überraschende Änderungen beim alpinen ÖSV

Im Alpinbereich des ÖSV gab es in der letzten Zeit einige nachvollziehbare aber auch überraschende Rochaden.

Am Trainersektor übernahm der 44-jährige Michael Pircher vom bisherigen Coach Benjamin Prantner das Riesentorlauf-Herrenteam. „Die Ergebnisse in der Riesentorlaufmannschaft waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Daher haben wir uns dazu entschlossen, das Trainerteam neu zu besetzen. Mit Michael Pircher haben wir hier einen absoluten Fachmann, einen sehr erfahrenen und erfolgreichen Trainer gewonnen“, so der sportliche Leiter der ÖSV-Herren, Andreas Puelacher. Der gebürtige Schladminger Michael Pircher war von 2012 bis 2019 Trainer von Marcel Hirscher und wird in Zukunft Roland Leitinger, Stefan Brennsteiner und Co betreuen. Zu seiner Bestellung sagte der neue RSL-Trainer: „Als ich gefragt wurde, ob ich das machen möchte, war ich anfangs überrascht und habe schlucken müssen. Meine zweite Reaktion war dann große Freude, weil es zwar keine leichte, aber sehr reizvolle Aufgabe für mich ist.“ Unterstützung bekommt Michael Pircher übrigens auch von Ferdinand Hirscher. Überraschend kam der Wechsel beim Speed Team der Damen. Roland Assinger, der immerhin sieben Jahre erfolgreich mit den Speed-Girls arbeitete, wurde von seinem bisherigen Co-Trainer Florian Scheiber abgelöst. Für Nicole Schmidhofer, die nur um ein Jahr jünger als ihr neuer Trainer ist, kam die Ablöse von Roland Assinger sehr überraschend: „Das hat niemand von uns erwartet. Ich war richtig perplex. Wir hatten mit ihm ja bereits das Trainingsprogramm für Sommer fix ausgearbeitet.“ Laut Sportdirektor Toni Giger waren finanzielle Differenzen mit dem langjährigen erfolgreichen Coach ausschlaggebend für die Trennung. Am Anfang der Woche gab der ÖSV die einzelnen Kader für die kommende Saison bekannt. Bei den Alpinen kam für die Skifans dabei die Rückreihung von Manuel Feller und Max Franz vom National- in den A-Kader unerwartet. Hintergrund dabei ist, dass für Zugehörigkeit zum Nationalkader seit vorigem Jahr ein Top-Ten Platz in den startenden Disziplin des Athleten nötig ist. Feller und Franz schafften das Ziel nicht, da sie aufgrund von Verletzungen große Teile der Saison entweder gar nicht oder nur rekonvaleszent bestreiten konnten. „Die Rückstufung in den A-Kader bringt aber praktisch keine Verschlechterungen mit sich, weder im Training noch bei Weltcup-Einsätzen. Es geht mehr oder weniger um einen Formalakt“, so Alpinchef Giger. Übrigens stehen im Nationalkader 13 Damen nur 7 Herren gegenüber. Aufsteiger sind bei den Mannern Roland Leitinger und bei den Skigirls fanden Nina Ortlieb und Franziska Gritsch Aufnahme in den Nationalkader.