Turbinen für das Kraftwerk Kleinsölk

Drei Francis-Turbinen liefern ab Ende des Jahres 25 Gigawattstunden Strom (25 Millionen kWh) jedes Jahr aus dem Kleinsölktal. Foto: E-Werk

Spektakuläre Turbinenanlieferung beim Wasserkraftwerksprojekt des E-Werks Gröbming im Kleinsölktal. Drei Spezialtransporter brachten die Turbinen und Generatoren zum Krafthaus.

Seit 15. März laufen die Arbeiten am Wasserkraftwerk Klein­sölkbach sowie der Revitalisierung des Kraftwerkes Sagschneider. Rund 15 Millionen Euro werden in dieses Projekt der erneuerbaren Energieerzeugung investiert. Mittlerweile sind rund 90 Prozent der 190 Zentimeter starken Druckrohrleitung verlegt. Am vergangenen Freitag wurde das Kernstück des Wasserkraftwerkes angeliefert. Die Turbinen kamen mittels Tieflader ins Kleinsölktal, wurden von einem Autokran umgeladen und über eine steile Zufahrt zum Krafthaus gebracht. Insgesamt wird die neue Kraftwerkskette mit drei Francis-Turbinen ausgestattet. Das Gewicht des Generators beträgt 16 Tonnen. Ab Ende dieses Jahres wird die gesamte Kraftwerkskette im Klein­sölktal mit den beiden Zubringerwerken insgesamt 25.000.000 KWh Öko-Strom liefern.

„Der Unternehmensphilosophie des E-Werkes Gröbming entsprechend, hat man danach getrachtet, so viele regionale Firmen wie möglich zu berücksichtigen. 20 Firmen rund um Gröbming sind mittlerweile am Kraftwerksbau beteiligt. Die Turbinen stammen von der oberösterreichischen Firma Global Hydro“, sagt E-Werk-Gröbming- Geschäftsführer Ernst Trummer.

Mit einer Länge von 3400 Metern ist die Druckrohrleitung das aufwändigste Teilprojekt. Das erste Teilstück wurde noch während des massiven Wintereinbruchs im März verlegt. Das Wasser überwindet 70 Höhenmeter und wird dann in den computergesteuerten Turbinensätzen abgearbeitet. Das Schluckvermögen (Durchflussmenge) beträgt 6000 Liter pro Sekunde.

Sämtliche Turbinen können direkt von der Wartenleitzentrale aus Gröbming gesteuert werden. Eine Tochterfirma des E-Werkes betreibt das 600 Kilometer umfassende Stromnetz von Niederöblarn bis Weißenbach bei Haus. Um die erzeugte Energiemenge ab Jänner aus dem Kleinsölktal in das Umspannwerk Stein an der Enns auszuleiten, investiert das Unternehmen eine weitere Million Euro. Derzeit liegen sämtliche Bauarbeiten im Zeitplan.

Das E-Werk Gröbming hat mit dieser Investition in den letzten sechs Jahren über 50 Millionen Euro in diverse Projekte der erneuerbaren Energieerzeugung investiert. Erst vor zwei Wochen startete ein weiteres Bauprojekt: Der Bau der neuen Unternehmenszentrale in Gröbming, dem STROMhaus.