Tot und pleite?

Fotoquelle: AdobeStock

Die neue Woche startet gleich mit einer Reihe von unerfreulichen Tatsachen: Der totale Lockdown wird bis (mindestens?) 24. Jänner verlängert, der wirkliche Impfstart erfolgt erst nächste Woche und die geplanten Testungen sind verschoben. Von Aufbruchsstimmung kann also keine Rede sein, vielmehr ist die Ungewissheit so groß wie nie zuvor. Eigentlich weiß niemand wie es weitergeht, von einer Perspektive für die Bevölkerung, die Wirtschaft, die Kulturschaffenden und die Schulen kann keine Rede sein.
Leider sind wir im Gegensatz zu zahlreichen anderen Ländern offenbar auch nicht in der Lage, eine rasche Durchimpfung der Bevölkerung zu bewältigen. Ob daran fehlender Impfstoff, die Organisation, der Föderalismus oder alle gemeinsam schuld sind, mag innenpolitisch interessant sein. Es hilft aber weder der Bevölkerung noch der Wirtschaft, es wird in den nächsten Monaten weder eine medizinische noch eine wirtschaftliche Verbesserung geben, die der Rede wert ist.
Daher wäre es hoch an der Zeit, endlich gemeinsam an einer möglichst raschen und nachhaltigen Strategie zu arbeiten, statt sich ständig gegenseitig zu lähmen und neue Ideen aus dem Hut zu ziehen. Die Republik brennt lichterloh, die Wirtschaft ist am Ende, die Arbeitslosigkeit explodiert und trotzdem sind die gesundheitlichen Effekte der Maßnahmen, vorsichtig ausgedrückt, überschaubar. Wir brauchen endlich sinnvolle, durchdachte Lösungen, sonst gibt es kein „entweder – oder“ mehr, sondern die Sterberate bleibt hoch und die Wirtschaft stirbt trotzdem.