Topergebnis für Matthias Schwab beim Heimturnier in Atzenbrugg

Matthias Schwab schlägt aus dem Bunker. Foto: GEPA

Nach einem neunten Platz bei der Omega Dubai Desert Classic im Jänner und Rang sieben bei der Kenya Savannah Classic in Nairobi im März eroberte Matthias Schwab beim Heimturnier in Atzenbrugg mit dem ausgezeichneten siebenten Platz sein drittes Top-Ten-Resultat in dieser Saison.

Für den Rohrmooser waren die Austrian Golf Open ein Wellenbad der Gefühle. Nach dem ersten Tag lag der Ennstaler Golfprofi dank einer starken 71er-Runde als bester Österreicher am 20. Rang. Am zweiten Turniertag konnte Matthias Schwab dann nie ein richtiges Körper- und Schwunggefühl entwickeln. Besonders auf den letzten sieben Löchern passte mit vier über Par überhaupt nichts zusammen und so fiel der heimische Athlet mit einer 75er-Runde auf den 47. Rang zurück. Der dritte Tag eines Golfturniers nennt sich „Moving Day“ – an diesem Tag soll sich für hinten liegende Teilnehmer in der Ergebnisliste etwas nach oben bewegen. Mit 66 Schlägen, der zweitbesten Runde des Turniers, spielte sich das heimische Golf-Ass um 38 Plätze nach oben und ging so als geteilter Neuntplatzierter in den Schlusstag. Nebenbei sorgte Matthias Schwab dabei noch mit einem Zauberschlag für den absoluten Höhepunkt des Turniers. Mit ganz viel Gefühl schlug er den Ball aus der neunten Spielbahn aus dem Bunker. Die Kugel setzte auf dem Grün auf und rollte über zehn Meter direkt ins Loch. Am Abschlusstag der Austria Golf Open verbesserte sich der 26-jährige Rohrmooser noch um zwei Plätze auf Rang sieben und zog damit am Ende zufrieden Bilanz: „So gut habe ich hier noch nie gespielt. Bisher war Platz zwölf vor drei Jahren mein bestes Resultat. Daher war es gesamt gesehen auch ein gutes Turnier, wenngleich auch die zweite Runde mit 75 Schlägen nicht nach Wunsch verlief.“ In diesem Zusammenhang muss man wissen, dass der Golfer in seinem ersten Jahr an der Vanderbilt University in Nashville wegen einer schweren Rückenverletzung acht Monate nicht Golf spielen konnte und seitdem täglich Kräftigungs- und Stabilisierungsübungen machen muss: „Das gehört dazu wie das Zähneputzen“, so der Sportler. Bereits am vergangenen Montag flog Matthias Schwab mit einer Charter-Maschine nach Grand Canaria, wo am gestrigen Donnerstag das nächste Turnier bei vorhergesagten 20 Grad startete. Nach der Kälte in Atzenbrugg sicherlich eine Wohltat für den Enns­taler Athleten.

Niklas Regner startete bei seinem ersten European-Tour-Turnier vielversprechend. Trotz Doppelbogey am letzten Loch lag der Liezener nach dem ersten Tag als zweitbester Österreicher am 31. Platz. In der zweiten Runde war der beste österreichische Ama­teurgolfer lange auf Cut-Kurs, ehe er dann mit einem Tripple-Bogey und einem Bogey auf den letzten drei Löchern viel Pech hatte. So fiel Niklas Regner auf den 96. Platz zurück und verfehlt damit am Ende den Cut. Zu seiner Premiere bei der Europaen Tour sagte der Golfer: „Ich bin schon etwas verkühlt in das Turnier gestartet und nicht zuletzt durch die Kälte verschlimmerte sich der Zustand. So konnte ich meinen Fokus am zweiten Tag nicht mehr voll auf den Bewerb legen. Auf alle Fälle war es aber eine wertvolle Erfahrung für mich. Jetzt heißt es in erster Linie einmal ordentlich auskurieren und dann werde ich die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen.“

Der Kampf um den Sieg zwischen dem Amerikaner John Catlin und Maximilan Kiefer (Deutschland) war an Dramatik nicht zu übertreffen. Erst im fünften Extraloch des Stechens setzte sich Catlin durch und feierte damit seinen dritten Sieg auf der European Tour.