Teilnehmerrekord zum Jubiläum

Bei der Alpentour Trophy im Juni werden heuer über 400 Starter erwartet. Erstmals ist neben dem Etappenrennen auch ein Einzelrennen in der Wertung. Nachwuchsradler können sich beim 100-Meter-Sprintrennen beweisen.

Die Alpentour Trophy feiert heuer ihr 25-jähriges Jubiläum. Startete man früher in Graz und fuhr in einzelnen Etappen von Ort zu Ort, ist das mehrtägige Rennen seit 15 Jahren in der Region Schladming-Dachstein beheimatet. Die Besonderheit erklärt der ehemalige Radprofi und Organisator Gerhard Schönbacher: „Die Alpentour Trophy ist das einzige Mountainbike-Etappenrennen, welches am selben Ort zur Austragung kommt.“ Das würde vor allem den Betreuern der Profi-Teams viel Stress ersparen. Neben der schönen Gegend sei diese unkomplizierte Logistik ein Alleinstellungsmerkmal. Derzeit sind 370 Teilnehmer aus 26 Nationen angemeldet, was einen neuen Rekord bedeutet. „Ich bin mir sicher, dass wir über 400 Anmeldungen schaffen werden, doch bei 450 werden wir ein Limit setzen. Das ist für die Strecke gerade noch verträglich“, so Schönbacher. Damit ist die Alpentour Europas größtes Mountainbike Etappenrennen für Einzelstarter.

 

Profis, Einsteiger und Nachwuchsradler

Die Sportler haben 200 Kilometer und 10.000 Höhenmeter an vier Tagen zu bestreiten. Start ist an allen vier Tagen am Hauptplatz in Schladming, wo die Strecken jeweils in eine andere Himmelsrichtung führen. Bei den Rennen über Ramsau (Donnerstag, 20. Juni), den Hauser Kaibling (Freitag, 21. Juni), die Reiteralm (Samstag, 22. Juni) führt die Strecke zurück nach Schladming ins Planaistadion. Einzig am Sonntag, dem 23. Juni endet die Etappe auf der Schafalm. Um ein noch breiteres Starterfeld anzusprechen, gibt es heuer erstmals die Möglichkeit ein Einzelrennen im Rahmen der Alpentour Trophy zu bestreiten. „Damit wollen wir Einsteigerinnen und Einsteiger das Herantasten an die Alpentour Trophy ermöglichen“, erklärt Schönbacher. Athletinnen und Athleten können zwischen den Strecken „Light“ (13 Kilometer, 450 Höhenmeter), „Medium“ (32 Kilometer, 1150 Höhenmeter) oder „Alpentour“ (55 Kilometer, 2700 Höhenmeter) wählen. Beim sogenannten „City Sprint“ sind Kinder eigeladen sich im Ausscheidungsmodus über 100 Meter zu messen. „Im Vorjahr sind vom Dreiradler bis zum Fahrrad knapp 80 Kinder angetreten. Das hat unsere Erwartungen übertroffen“, so Schönbacher.

 

Internationale Größen und regionale Top-Athleten

In der Eliteklasse wird der Vorjahressieger und zweifache Weltmeister Hector Paez aus Kolumbien seinen Titel verteidigen. Bereits im Vorjahr groß abgeräumt haben auch die regionalen Mountainbiker Simon Danklmaier, Lucas Kolb, Georg Sieder und Christian Hoffmann, welche sich heuer zu einem Team formierten. „Wir haben sehr gute Radfahrer in der Region, die bisher alle einzeln gefahren sind. Im Vorjahr entstand die Idee, als Team anzutreten“, erklärt Simon Danklmaier. Seither bestreitet das „Team Schladming-Dachstein“ mehrere Rennen in Österreich und in angrenzenden Nachbarländern. Dabei werden nicht nur Mountainbike-Rennen ins Auge gefasst, sondern auch Straßenrennen. „Wir möchten beim Kitzbüheler und dem Ötztaler Marathon antreten. Unsere Saisonhighlights sind sicher die Alpentour und die Salzkammergut Trophy, da ist jeder am Start und wir wollen zeigen was wir können.“

 

Region als Raddestination

Die Bürgermeister Hermann Trinker (Schladming) und Ernst Fischbacher (Ramsau) hoben die gute Organisation hervor und sind sich über den Mehrwert, welchen die Veranstaltung in die Region bringt, einig. Breite Unterstützung erfährt die Alpentour Trophy auch vom Tourismusverband Schladming-Dachstein. Neben dem Wandern gilt das Radfahren als Frequenzbringer für die Sommersaison. Insofern passt die Veranstaltung gut ins Portfolio des Tourismusverbands, um die Marke international aufzupolieren und das Image von Schladming-Dachstein zu schärfen. Neben dem Multiplikatoreffekt, welchen die Sportler über ihre Social Media-Profile erzeugen, hob Gerhard Schönbacher die nationalen und internationalen Medienkooperationen hervor. Zwei Kamerateams begleiten die gesamte Tour mit Motorrädern und Allradfahrzeugen, die Höhepunkte des Rennens werden in 162 Ländern ausgestrahlt. Als Weiterentwicklung schielt Gerhard Schönbacher mit einem Auge nach Amerika, wo der Trend des „Gravel Bikes“ Fahrt aufgenommen hat. Ein Gravel Bike ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Wie die Streckenführung und die genauen Modalitäten dazu aussehen könnten, sei erst in zwei bis drei Jahren spruchreif, so Schönbacher abschließend.

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