Stille Enteignung

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Was außer der Europäischen Zentralbank wohl jedem klar war, wird jetzt Monat für Monat deutlicher sichtbar. Die Inflation steigt ständig an und hat im Jänner schon die Marke von fünf Prozent überschritten. Das führt gemeinsam mit den Nullzinsen zu einer massiven Belastung der Sparer und Steuerzahler und daran wird sich für längere Zeit nichts ändern. Die hochverschuldeten Staaten können sich keine Zinsen leisten, also bekommen die Sparer auch keine. Und die Steuerlast steigt durch die kalte Progression im Rekordtempo. Und auch die Inflation wird hoch bleiben, wenn man nicht mit höheren Zinsen entgegensteuert, und das können die Europäer aus oben genanntem Grund eben nicht. Für die klassischen Sparer bedeutet das jährlich einen massiven Realverlust, die Kaufkraft ist im freien Fall. Daher wäre es wohl an der Zeit, über alternative Anlagemöglichkeiten nachzudenken. So wurden in den letzten zehn Jahren aus 10.000 Euro am Sparbuch etwa 12.000, während internationale Aktien fast bei 30.000 Euro liegen.

Natürlich bergen Aktien auch ein gewisses Risiko, aber beim Sparbuch ist ein massiver Verlust absolut sicher. Daher wäre es hoch an der Zeit, größeres Augenmerk auf die finanzielle Bildung der Bevölkerung zu legen, nicht ständig den Kapitalmarkt zu diffamieren und schließlich wieder eine steuerfreie Behaltefrist für langfristige Kapitalanlagen zu schaffen. Nur so kann der stillen Enteignung der Bevölkerung ein Riegel vorgeschoben und das aktuelle Wohlstandsniveau gehalten werden.