„Steinreiche Nacht“ im Geodorf Gams

Nach der Eröffnung standen gleich die ersten Führungen durch das neue GeoRama auf dem Programm.

Auf die Besucher der „Langen Nacht der Museen“ wartete im Geodorf Gams ein reichhaltiges Programm.
Mit einem simulierten Vulkanausbruch starteten die jungen Gäste mutig in die Nacht, unterstützt von Büchereileiterin Anna und Bernhard Pribil. Anschließend feierte Pater Engelbert Hofer in der Pfarrkirche Gams die Abendmesse zu Ehren der Hl. Hemma von Gurk, die an den Feuerstein- und Gagatabbau (Glanzkohle für Schmucksteine) im 14. Jahrhundert erinnert, und der Hl. Barbara, Schutzpatronin aller Bergleute.
Auch die Lesung „Poesie und Geologie“ der Eisenerzer Mundartdichterin und Krippenbauerin Martha Schmitz und Fritzi Amort, Initiatorin der Landler Poetentage aus Großreifling, stand ganz im Zeichen des Steins. Die Bläsergruppe Musikkapelle Gams übernahm die musikalische Begleitung zu den von Anna Pribil und Martha Schmitz vorgetragenen emotionsreichen Gedichten und Erzählungen.
Als Höhepunkt des Abends erfolgte die feierliche Eröffnung des neu installierten GeoRama im Gemeindeamt von Gams. Die virtuelle 250-Millionen-Jahres-Reise über die Entstehung der Region begeisterte die zahlreichen Besucher ebenso wie eine Führung mit dem „Gamser Urgestein“ Herbert Traisch, der die geologischen Fundstücke aus der Region in den Mittelpunkt seiner Erklärungen stellte.
Die Lange Nacht der Museen endete pünktlich um 1 Uhr – die erdgeschichtliche Reise durch Raum, Zeit und Klima im Geodorf Gams dauert hingegen wohl noch lange an.