Sportunion Wörschach will kein „Corona-Meister“ werden

Die Kampfmannschaft der SU Wörschach holte sich ohne Punkteverlust in souveräner Manier den Herbstmeistertitel.

Ebenso wie in der Gebietsliga Ennstal wurde auch die Herbstmeisterschaft in der 1. Klasse Ennstal eine Runde vor Schluss bis auf weiteres unterbrochen. St. Martin/Gr. hat nebenbei noch zwei Nachtragsspiele zu absolvieren und vier weitere Teams haben zusätzlich zur letzten Runde noch eine Partie offen. Die Gesamtsituation sieht aber zweifelsohne besser als in der Gebietsliga aus und so wäre ein Fertigspielen der Saison hier eher möglich. Viel helfen wird das letztendlich aber nicht, denn entweder wird die Meisterschaft in allen oder keiner Klasse ordnungsgemäß beendet.
Mit dem Punktemaximum von 27 Zählern aus neun Spielen war Wörschach in der Herbstsaison eine Klasse für sich. Dementsprechend happy zeigte sich Sektionsleiter Peter Stadler im Gespräch mit dem „Ennstaler“: „Ich bin begeistert von unserer Mannschaft. Wie sich die Kicker im Herbst präsentiert haben, war große Klasse.“ Für die tolle Erfolgsserie sieht der Funktionär mehrere Gründe: „Es ist uns gelungen, das Team, welches in der vergangenen Herbstsaison den 3. Platz belegte, beisammen zu halten. Dazu kehrten im heurigen Jahr Marco und Stephan Stadler zum Heimverein zurück. So haben wir jetzt einen großen und homogenen Kader mit vielen gleichwertigen Spielern.Der Trainer kann jederzeit wechseln, ohne dass die Mannschaft an Qualität verliert. Zudem ist das Klima und der Zusammenhalt im Team einfach hervorragend.“ Auf das Frühjahr angesprochen, meinte Peter Stadler: „Wir haben bei einem Spiel mehr als der Verfolger Ausseerland Juniors neun Punkte Vorsprung und so gesehen muss das Ziel der Meistertitel sein. Ich hoffe, dass die Saison offiziell beendet und nicht nur die Hinrunde fertig ausgetragen wird. Nach den im Sommer beschlossenen Statuten würde unser Team zwar auch in diesem Fall aufsteigen, aber wir wollen kein ,Corona-Meister‘ sein, das haben sich die Jungs nicht verdient“, so der Funktionär.
Die zweitplatzierten Ausseerland Juniors liegen nach Verlustpunkten gerechnet sechs Punkte hinter Wörschach. Wie im vorigen Herbst spielten die jungen Ausseer wiederum eine starke Saison und stellen mit David Otter auch den aktuell führenden Kicker in der Schützenliste. Der Stürmer erzielte 14 Tore und hat um vier Treffer mehr am Konto als die nächstplatzierten Kicker Udo Sven Landl (Wald) und Christoph Strimitzer vom Winterkönig Wörschach.
Hinter den Ausseerland Juniors rangieren die SC Geomix Juniors Liezen mit 17 Punkten am 3. Platz. Die jungen SCler wurden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und haben mit zehn Zählern Rückstand auf den Leader auch keine Chance mehr auf den Aufstieg. Der Hauptgrund für die mäßige Leistungen war wohl, dass die Landesligaelf mit einer unglaublichen Verletzungsserie zu kämpfen hatte und so das Zweierteam immer wieder Leistungsträger nach oben abstellen musste. Da Zweiermannschaften keine Relegation spielen dürfen, werden sich – bei vorausgesetzt besseren Coronazeiten – die Viert- und Fünftplatzierten Wald sowie Stein/Enns um den Relegationsplatz duellieren. Mit zwei Punkten Vorsprung und einem Match weniger haben die Walder dabei die besseren Karten.
Die Enttäuschung in der Herbstsaison war zweifelsfrei St. Martin/Gr. Nur fünf Punkte aus sieben Spielen sind für die mit viel Vorschusslorbeeren in die Saison gegangene Elf von Trainer Helmut Seiser äußerst bescheiden.