Schlüssel für neue Einsatzzentrale übergeben

Ein Meilenstein für die Feuerwehren im Bezirk. Dieser wurde mit zahlreichen Ehrengästen gefeiert.

In der Liezener Niederfeldstraße wurde vor Kurzem das neue Einsatzzentrum des Bereichsfeuerwehrverbandes Liezen sowie der Bergrettung seiner Bestimmung übergeben. In den nächsten Wochen wird gesiedelt und ab 1. November in den Vollbetrieb gestartet.

„Vor zehn Jahren wurde die Idee einer gemeinsamen Einsatzzentrale geboren und darüber philosophiert“, so Martin Vasold, Leiter der Bergrettung Liezen, der sich über das neue „Blaulichtmilieu“ im östlichen Gewerbegebiet der Bezirkshauptstadt freut. Bisher mussten die 40 Bergretter und drei Hunde auf 25 Quadratmetern hausen. Mit der neuen Einsatzzentrale sind sie nun auf 200 Quadratmeter den stetig wachsenden Anforderungen adäquat gewachsen.

Der Bereichsfeuerwehrverband war ursprünglich in Räumlichkeiten der Maschinenfabrik Liezen eingemietet. Durch die beengte Parkplatzsituation sowie die zunehmende industrielle Nutzung der MFL wurde im vergangenen Jahr schließlich der Beschluss für ein neues Einsatzzentrum mit einer dezentralen Warn- und Alarmzentrale, verbunden mit modernster Infrastruktur und Ausbildungsmöglichkeit, gefasst. „Die heutige Feierstunde ist ein besonderer Höhepunkt in meiner Feuerwehrlaufbahn“, freute sich Heinz Hartl.

Meilenstein für Stadt und Bezirk

Der Bau gestaltete sich durch den Bodenaufbau am Grundstück relativ schwierig, führte Joachim Schnittler, Bautechniker und selbst ehemaliger Feuerwehrkommandant, in seinem Bericht aus. Rund 55 Betonpfeiler waren für die Errichtung notwendig. Im Erdgeschoss ist nun auf einer Fläche von 200 Quadratmetern das Einsatzzentrum der Bergrettung untergebracht, der verbleibende Teil im Erdgeschoß sowie das Obergeschoss beherbergt 500 Quadratmeter für die Bereichsfeuerwehrzentrale.

Insgesamt kostet der Neubau zwei Millionen Euro, wobei die Feuerwehr 1,4 Millionen Euro übernimmt, der Rest entfällt auf die Bergrettung. Aufgrund des 50-Prozent-Anteiles der Kosten durch die Bundesregierung und 25-Prozent-Förderung durch das Land Steiermark für das Projekt „Bergrettung“ stellte die Stadtgemeinde Liezen die restlichen 25 Prozent zur Verfügung. „Der heutige Tag schreibt Geschichte in der Stadt und im Bezirk Liezen“, so Bgm. Glashüttner, die den Einsatzorganisationen ihre Wertschätzung entgegenbrachte.